8. Schwangerschaftswoche

So entwickelt sich das Baby

Am Ende des zweiten Schwangerschaftsmonats zeichnen sich Augen, Nase und Mund ab. An den paddelartigen Händchen werden nun die Finger sichtbar – der Embryo beginnt, einem Menschen zu ähneln. Er ist jetzt circa 14 Millimeter lang.

 

 

Sie sind schwanger. Das ist jetzt wichtig

Gynäkologen testen bei der ersten Untersuchung, ob es Mutter und Kind in dieser Phase gut geht und welche Risiken bestehen könnten. So zum Beispiel, ob Infektionsschutz gegen Toxoplasmose besteht: Diese normalerweise ungefährliche Infektion kann in der Schwangerschaft beim Baby zu Entwicklungsstörungen führen. Wer also keinen Schutz gegen Toxoplasmose hat (also nicht unbemerkt bereits einmal infiziert war), sollte ab jetzt kein rohes Fleisch, Rohmilchkäse oder rohe Eier essen. Auch Haustiere können den Erreger übertragen.

Auch der Blutdruck wird ab nun regelmäßig kontrolliert – da ein möglicher Bluthochdruck im Verlauf der späteren Schwangerschaft gefährlich werden kann oder auf Erkrankungen hinweist.

Der Hämoglobin-Wert wird kontrolliert: Hämoglobin transportiert den Sauerstoff in die Plazenta – ist also wichtig für das Wohlergehen des Fötus. Sollte ein Mangel an Hämoglobin bestehen, verschreibt der Arzt Eisenpräparate.

Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, dass Mutter und Kind eine unterschiedliche Blutbeschaffenheit haben: Etwa 15 % der Bevölkerung in Mitteleuropa sind rhesusnegativ – sie besitzen keinen Rhesusfaktor, ein Protein, das auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen zu finden ist. Ist eine Schwangere rhesusnegativ, ihr Kind aber rhesuspositiv, entwickelt der mütterliche Organismus Abwehrstoffe (Antikörper) gegen die kindlichen roten Blutkörperchen, sobald kindliches Blut in den mütterlichen Kreislauf gelangt. Dies kann jedoch erst bei der Geburt oder bei diagnostischen Eingriffen geschehen, denn die beiden Blutkreisläufe sind normalerweise getrennt. In der Schwangerschaft besteht also keine Gefahr, doch muss der Arzt eine solche Konstellation durch einen Bluttest abklären. Bei der Geburt selbst und um Probleme bei einer möglichen zweiten Schwangerschaft vorzubeugen, spritzen die Ärzte der Mutter Rhesusfaktor-Antikörper, um niemanden zu gefährden.

 

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