Kategorie: Allgemein

Adventskalender basteln für Kinder – kostenlose Vorlage

Dies ist eine Vorlage für einen Adventskalender, der jeden Tag im Advent den Kindern etwas nicht Materielles schenkt. Also: Einen Gutschein, ein Lob, eine Idee, etwas gemeinsam zu unternehmen.

Mehr Ideen dazu hier, auch für materielle kleine Geschenke.

Man kann diese Vorlagen für Adventskalender auf DINA 3 oder DIN A4 herstellen – die Schulheft-große Variante ist etwas klein, aber manchmal hat man ja nicht mehr Platz. Sonst ist die Version DINA 3 zu empfehlen:

Unser Adventskalender zum Selber basteln:

  • Die Blätter der Adventskalender-Vorlage ausdrucken. Die Vorlage ist bei uns in DIN A4 oder DIN A3 gespeichert. Zum Ausdrucken der großformatigen Variante entweder den A3 Drucker benutzen oder eine A3 Version im Copyshop ausdrucken lassen.

 

  • Auf der unteren Seite der Vorlage Lob, Idee oder Gutscheintext in die Kästchen schreiben.

 

  • Auf der oberen Seite die einzelnen Vierecke an drei Seiten perforieren – das werden die Kästchen zum Aufreißen. Perforieren können Sie entweder mit einem speziellen Schneidelineal (im Bastelgeschäft besorgen!) oder etwas mühsamer mit dem Papierskalpell also einem scharfen Schneidemesser für Papier.

 

  • Dann Kästchen für Kästchen an der Seite etwas einschneiden und an den Ecken oder Seitenkanten jeweils einen halben Millimeter stehenlassen – an diesem Stück Papier kann das Kind dann am entsprechenden Tag sein Türchen öffnen.

 

  • Nun die obere Seite auf die untere Seite aufkleben – dabei genau arbeiten, damit die Kästchen und ihr Türchen nicht verrutschen. Außerdem nicht vor lauter Eifer die Türchen (Kästchen) mit ankleben.
    Fertig!

Auch selbstgemacht: Ein ganz einfacher Gutschein-Adventskalender

Für die Mütter der „Anti-Bastelfraktion“, Eltern mit wenig Zeit oder wo es dieses Jahr einmal nicht so aufwendige Kalender geben soll: Weihnachtspapier in 24 Stücke schneiden, Text auf die Rückseite schreiben und aufrollen. Die kleinen Papierrollen mit Gold- oder Glitzerstift mit den Zahlen von 1 bis 24 beschriften und entweder an eine Schnur hängen oder in die Taschen vorgefertigter Adventskalender stecken. Diese Variante geht natürlich auch – der gute Wille (und der Gutschein) zählt!

Illustration: Isabelle Dinter www.grafische-visualisierung.de

Smartphone-Regeln für Teenager

Irgendwann kommt der Tag: Der Teenager oder „Fast-Teenager“ bekommt ein Smartphone. Wann es soweit ist, das ist individuell verschieden. Zum Thema „Smartphone für jüngere Kinder?“ haben wir uns schon einmal ein paar Gedanken gemacht.

Doch mit dem eigenen Smartphone können sich leicht schlechte Gewohnheiten einschleichen – auch wenn bei vielen das Internet erst einmal komplett ausgeschaltet bleibt oder nur zu Hause verfügbar ist. Dazu der Hinweis, dass es bei einigen Vertragsanbietern möglich ist, im Rahmen einer Kindersicherung das mobile Internet auszuschalten, und dennoch das Surfen im WLAN (und unter Aufsicht) zu ermöglichen. Am besten beim Anbieter direkt nachfragen! Wer den Internetzugang erst einmal gar nicht erlauben will, kann bestimmte Geräte über den Router von zu Hause ausschalten (oder einfach ein „altes“ Handy benutzen – die konnten nur telefonieren, man erinnere sich)

Vertragsvorlage Smartphone-Nutzung

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Vorlage-Smartphone-Vertrag hier mit einem Klick herunterladen

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Trotzdem sind ein paar Regeln nötig, die dem Smartphone-Anfänger von Anfang an klar machen, was o.k. ist und was nicht. Dazu finden Sie oben in grün die Vorlage eines „Vertrages“ zwischen Eltern und Kindern zur Smartphone-Nutzung. Mit Möglichkeiten zur Regelung der Uhrzeiten, wann das Gerät genutzt werden darf und wann nicht. Zum Ausdrucken, beidseitig unterschreiben und natürlich auch ergänzen – über Ideen in den Kommentaren freuen wir uns!

Geht es mit dem Gerät unbeaufsichtigt ins Internet, sind natürlich noch ganz andere Informationen notwendig. Zum Beispiel, dass man sich mit illegalen Downloads strafbar macht. Oder dass ein Facebook-Profil im Alter von 12 nicht legal ist. Eine gute Grundlage für all diese neuen Regeln sind altersgerechte Bücher, die zusammengefasst über Gefahren und Risiken aufklären (zum Beispiel zum Thema Soziale Netzwerke).

Und natürlich: In der Familie darüber reden, bevor es ans mobile Surfen geht! Hier außerdem eine weitere schriftliche Vorlage zum Thema „illegale Downloads. Sie entstand unter dem Eindruck eines weiterhin geltenden Rechtsurteils, dass sich Eltern dann aus der rechtlichen Pflicht für die illegalen Downloads ihrer Kinder befreien, wenn sie sie vorher nachweislich drauf hingewiesen haben. Juristischer Kinderkram? Das muss jeder für sich selbst entscheiden – sicher ist sicher, finden wir.

Weiteres Infos für Teenies zum Thema Internet und Co

Adventskalender in Buchform

„Auf die Päckchen fertig los“ ist ein Adventskalender zum Lesen und Vorlesen. Von Anna Herzog kennen wir nun schon das Sommerbuch „Sommer ist barfuß“ und erst kürzlich erschien „Ein Hoch auf den Herbstwind“. Wie schön, dass es jetzt ein Weihnachtsbuch gibt und dann auch noch so ein liebevoll gestaltetes Adventsbuch. Auf dem Cover sind 24 goldene Weihnachtsanhänger, jeder mit einer Zahl. Wenn man die „1“ frei rubbelt erscheint ein Symbol und dieses findet sich dann über dem dazugehörigen Kapitel. Klingt erst mal verwirrend macht aber riesen Spaß: die Kapitel sind nämlich nicht in der richtigen Reihenfolge im Buch, sondern man muss jedes erst mal suchen. Am Ende gibt es dann aber auch noch eine Liste mit der richtigen Reihenfolge, falls man es noch einmal lesen möchte.

Das Buch ist aber nicht nur in der Aufmachung großartig sondern auch in den Geschichten. Es geht um eine ganze Horde Kinder, genaugenommen 9. Sie alle leben im Beerenviertel und das Buch erzählt wie sie alle die Vorweihnachtszeit auf ihre Art erleben. Maja ist z.B. krank und ihre Lehrerin möchte, dass die Klasse für sie einen Weihnachtsman bastelt. Aber glücklicherweise muss die Lehrerin in dieser Stunde mal kurz raus, so dass die Kinder beschließen lieber ein Virenmonster zu bauen, das ist nämlich viel cooler. Als Maja wieder gesund ist, beschließt sie mit ihrer Freundin Destiny die Goldfische vor dem Erfrieren zu retten und sie in Destinys Keller in Eimern überwintern zu lassen.

Leni ist in ihrer Familie die kleinste von vier Kindern. Eines Nachts wacht sie auf und bemerkt, dass alles irgendwie anders aussieht: es hat geschneit. Bis sie nachmittags aus dem Kindergarten wieder da ist, ist der ganze schöne Schnee schon völlig platt gefahren, also beschließt sie jetzt gleich zu gehen und schleicht sich aus dem Haus.

Jonathan versucht sich seinen Weihnachtstraum selber zu erfüllen. Paulines Oma hat ihm den Tipp gegeben, doch auf dem Weihnachtsmarkt Trompete zu spielen und sich das Geld für das lang ersehnte und viel zu teure Fußballtrikot selber zu verdienen ob er sich das wirklich trauen soll?

Pauline wünscht sich nichts sehnlicher, als dass Paulchen, der kleine Kater aus dem Schwimmbad zurückkommt, seit einigen Tagen ist er verschwunden. Ihre Oma kommt an Heilig Abend spät nach Hause, sie hat Paulchen gesucht, aber vergeblich. Doch plötzlich kratzt es an der Tür. Er wollte sich wohl lieber selber schenken meint die Oma schmunzelnd.
Man könnte noch viel mehr wunderbare kleine Details beschreiben, aber am besten lesen Sie es mit Ihren Kindern oder Enkelkindern oder Patenkindern oder einfach mit Kindern die Ihnen am Herzen liegen, ab dem 1.12. jeden Tag eine kleine Geschichte aus dem Beerenviertel. Das wird sie in Weihnachtsstimmung versetzen, ihnen jeden Tag einen Moment der Ruhe und des Zusammenseins bescheren und sie so Schritt für Schritt auf dem Weg Richtung Weihnachten begleiten.

Auf die Päckchen fertig los, Anna Herzog, Thieneman-Esslinger Verlag GmbH, Stuttgart, 2015, ISBN 978-3-522-303996 (14,99 Euro)

Alles steht Kopf

„Alles steht Kopf“: Viel wurde über den neuen Zeichentrick-Films der Pixar Studios geschrieben , hochgelobt wurde er – mit Recht, finde ich. Wer es noch nicht gelesen haben sollte: Der Animations-Film der Regisseure Pete Doctor und Ronnie del Carmen geht um die Gefühle eines elfjährigen Mädchens. Quietschbunt und mehr als fantasievoll zeigt der Film die Gefühlswelt des Mädchens Riley, als es in eine neue Stadt zieht. Durch den Umzug gerät in dem Mädchen so Einiges aus dem Gleichgewicht. Und ja, am Ende renkt es sich wieder ein, und die Gefühlswelt ist ein bisschen gewachsen und reifer geworden. Aber das ist nur die Rahmenhandlung.

Eigentlich geht es darum, wie Kummer, Freude, Ekel, Angst und Wut als witzige Figuren dargestellt jeweils unterschiedlich die Regie über Handlungen und Reaktionen des Kindes übernehmen. Als Kummer und Freude aus Versehen die „Kommandozentrale“ der Gefühle verlassen, machen sie sich auf eine bunte Reise durch Rileys innere Gefühlswelt. Diese ist farbenfroh und fantasievoll und besteht aus vielen Teilen: Dem Unterbewusstsein, der Fantasiewelt, dem Gedankenzug, dem Langzeitgedächtnis, den Kern-Erinnerungen, den Traumfilmstudios…Die Gefühle als Figuren bewegen sich durch diese anschauliche und fantastische Welt. Sie zeigen verpackt in eine witzige und spannende Filmgeschichte, wie es so ungefähr in einem Innenleben aussieht: Da werden alte Erinnerungen vergessen, wichtige Erlebnisse bauen Inseln auf, die die Persönlichkeit eines Menschen ausmachen. Und Freude und Kummer sind beide wichtig für eine Entwicklung im Leben – in jedem Alter.

All das kein bisschen lehrerhaft oder psychologisch abstrakt. Stattdessen lustig und spannend und teilweise in so rasantem Tempo, dass es unmöglich ist, bei jedem Teil der Geschichte sofort zu entscheiden, inwieweit die Szene der realen Psychologie eines Menschen wohl entsprechen könnte. Die vielen Beispiele, Bilder und das rasante Tempo der Story führen dazu, dass man sich die Geschichte locker noch einmal ansehen könnte – am besten auf DVD oder Online mit Pausentaste. Mit dieser Art der Aufbereitung amüsieren sich Eltern und Kinder – etwa in Rileys Alter – gleich königlich und erfahren am Rande etwas über Gefühle eines Menschen.

Ja, der zweite Teil ist bereits angelegt („Was ist denn das für ein komischer neuer Knopf in der Kommandozentrale, Pubertät?“, sagt Freude. „Der ist sicher nicht wichtig….“) Und wenn auch der nächste Teil genauso witzig, interessant und spannend werden sollte – dann her damit!

Anna Apfelkuchen im Ganzanderswald

Anna Apfelkuchen ist eine kleine Hexe. Ihre Tante, Agatha Apfelkuchen, will nach Panama auswandern und Anna soll in ihr Haus im Ganzanderswald ziehen.

„Plopp machte es und da stand es. Ein Mädchen, etwa so groß, dass es gerade so die Äpfel vom untersten Zweig eines Baumes pflücken konnte…“BESEN!!! Jetzt halt doch mal still!!! Wo sind wir denn hier? Ist das die richtige Adresse?“

So beginnt das Abenteuer für Anna Apfelkuchen auf einer Lichtung im Wald: Sie sieht eine Kuh, die im Schlaf lächelt und eine Fledermaus und ein Eichhörnchen, die nebeneinander kopfüber von einem Ast hängen und schlafen. Als erstes aber lernt Anna Frau Weber kennen, die sich plötzlich an einem Faden vom Baum direkt neben ihrem Ohr herablässt. Die Spinne ist ganz aufgeregt, dass Anna nun endlich da ist, seit drei Tagen sitzen die Tiere schon hier auf der Lichtung und erwarten sie.

Nach und nach lernt Anna die Bewohner des Ganzanderswaldes kennen, Katharina die Kuh, Erik das Eichhörnchen, Fred die Fledermaus, Dex den Dachs und noch viele andere.

Das Baumhaus von Tante Agatha ist wunderschön und hat einen prächtigen Dachgarten. Der Kaffeetisch ist bereits gedeckt und Anna lernt noch Nocturna das Gespenstermädchen und Rüdiger den Wolf kennen.

Im Ganzanderswald ist vieles anders, der Besen kehrt den Dreck ins Haus, Nocturna fürchtet sich vor dem Dunkeln und ist deswegen am Tage wach und schläft nachts. Anna fühlt sich von Anfang an sehr willkommen und pudelwohl in ihrem neuen Zuhause.

Langweilig wird es im Ganzanderswald nie, ständig kommt jemand vorbei. Zum Beispiel der kleine Nöstel, der nichts kann, weil er für alles zu klein ist, was ihn sehr unglücklich macht, weil er so seine Familie nicht unterstützen kann. Oder Käpt´n Pillow mit seiner Crew im Luftschiff. Für allen Gäste wird der große Tisch mit allerlei Köstlichkeiten gedeckt, Tee und Kakao gekocht und lange gegessen und erzählt. Am Ende findet sich für jedes Problem eine Lösung und auch im Ganzanderswald sind manche Dinge nicht so, wie sie scheinen.

Die Noluxlinge, die meinen sie könnten nicht an das Sonnenlicht, werden durch Anna eines Besseren belehrt. Und der grantige Kobold in der Uhr hat doch tatsächlich auch eine freundliche Seite.

Besonders gut gefiel mir die Idee, dass Anna die Lebkuchenhexe trifft, die ihr erzählt, dass das mit Hänsel und Gretel ganz anders war, als es in den Märchenbüchern steht. Auch der Wolf berichtet, dass die Geschichte mit Rotkäppchen nicht so war wie in den Märchenbüchern: Er hat nämlich eine Pfefferminzallergie, liebt aber den Geschmack von Pfefferminz. Als er mal wieder nicht widerstehen kann, quält er sich mit Bauchschmerzen durch den Wald. Die Großmutter packt ihn in ihr Bett und geht in den Wald, um helfende Kräuter zu sammeln. Just in dem Moment kommt Rotkäppchen und findet ihn im Bett der Oma.

Das Buch ist ganz wunderbar geschrieben, voller Fantasie und wunderbarer Geschichten. Der schöne Eindruck des Buches wird noch verstärkt durch die wunderbaren Illustrationen von Eleni Livanios, die seit 2003 als freie Illustratorin hauptsächlich Kinderbücher illustriert.

Susanne Glanzner hätte von sich selbst nie gedacht, dass sie einmal selbst Bücher schreiben würde. Sie ist zwar eine leidenschaftliche Leserin, hat aber Modedesign studiert und zunächst das Kinderlabel „Punkiz“ entworfen, bei dem der Name Programm ist, eher punkig, hauptsächlich in rot, schwarz und weiß. Anna Apfelkuchen ist nach einem Jugendbuch ihr erstes Kinderbuch. Und ein wirklich gelungenes Werk, das mittlerweile schon in der zweiten Ausgabe vorliegt. Man kann nur hoffen, dass die Wahlstuttgarterin Mitte dreißig noch mehr Ideen hat, und ihre Leser in noch andere Phantasiewelten entführt.

Für Anna Apfelkuchen endet die Geschichte mit dem großen Apfelerntefest, zu dem auch ihre Tante Agatha aus Panama vorbei kommt. Und neben dem Apfelernten wird natürlich köstlich gespeist und viele Geschichten erzählt.

Anna Apfelkuchen, Susanne Glanzner, Thienemann Verlag, Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-522-18

logo! Kindernachrichten – einfach klasse!

Dies ist ein Loblied auf eine Fernsehsendung für Kinder, die es bereits seit 25 Jahren gibt – die Kindernachrichtensendung „logo!“. Vielfach ausgezeichnet, ist sie im öffentlich-rechtlichen Kinderkanal KIKA zu sehen und hat einen hohen Marktanteil.

Trotzdem lobe ich sie noch einmal – wir wissen ja: das Publikum wächst immer wieder nach! Hier also ein Lob für eine tolle Sendung, die alle Eltern mit ihren Kindern von acht bis zwölf Jahre sehen sollten, die sich ein bisschen für das Weltgeschehen interessieren. (und dies sollte ja jeder tun).

logo! interpretiert und wählt die Nachrichten des Tages für Kinder aus. Vor allem erklärt logo! den Kindern die News des Tages: Politikbegriffe, die sie vielleicht irgendwo aufschnappen, historische Hintergründe, Entwicklungen zwischen Staaten. Das alles wirklich kindgerecht: Warum flüchten so viele Menschen aus ihrer Heimat? Warum hat Griechenland Schulden? Auch schwierige Themen wie zum Beispiel der Missbrauch von Kindern werden vorsichtig und gut erklärt. Zusätzliche Infos gibt es online unter logo.de.

Die Beispiele haben möglichst viel mit Kindern und ihrer Welt zu tun: Wenn es geht, werden Kinder zu einer passenden Nachricht interviewt. Regelmäßig befragen Kinderreporter berühmte und interessante Menschen und stellen ihre Fragen aus Kindersicht.

TerrorHonorarfrei - nur für diese Sendung bei Nennung ZDF und ZDF tiviOft verwenden die Macher zur Erklärung kleine neutrale Comiczeichnungen, die möglichst einfach und verständlich die Welt herunterbrechen. Genial – so sollte Politik immer im ersten Schritt vermittelt werden, dann würden vielleicht im Angesicht komplizierter politischer und wirtschaftlicher Entwicklungen nicht so viele Menschen geistig aussteigen.

Überhaupt sollten auch mehr Erwachsene öfter einmal logo! sehen – nirgendwo werden politisch wichtige Fakten so anschaulich erklärt.

Eine Kindersendung wie logo! ist ein Beitrag zur politischen Bildung in diesem Land. Hoffentlich kommen damit viele Kinder auf den Geschmack, sich politisch zu interessieren.

Etwas gibt es trotzdem, das nervt: Unsere ganze Familie vergisst regelmäßig die Tatsache, dass es logo! freitags schon etwas früher gibt – und schaltet dann zu spät ein.

logo! läuft samstags bis donnerstags um 19.50 Uhr und freitags um 19.25 Uhr bei KiKA.
Bildnachweis: ZDF/ZDF tivi

Bildungs-Wertschätzung?

Ich hatte die Gelegenheit, mir ein paar unterschiedliche Schulen anzusehen. Klar, es gibt neuere Bauten, ältere, größere, kleinere, zentraler oder im Park gelegen – aber eines haben sie im Durchschnitt gemeinsam, wenn sie öffentlich sind: Sie sind miserabel ausgestattet und vor allem möbliert. Klar, die eine oder andere Schule hat mal etwas neuere Pulte, aber das ist eher die Ausnahme als die Regel. Ob Grundschule oder weiterführend: Wenn ich mir die Qualität der Stühle und Bänke, der Wandfarbe und das Alter der Türrahmen betrachte – jedes noch so einfache Arbeitsbüro ist besser ausgestattet: Bodenbeläge des gleichen Herstellers wie in meiner eigenen Schulzeit (und in einer Farbe wie sie circa 10-20 Jahre vor meiner Schulzeit modern war), mit Holzstühlen vollgestopfte Klassenzimmer, abgestossene Wände und Ecken. Und dabei war ich gar nicht auf einem Schulklo – Horrogeschichten zu diesem Thema machen ja immer wieder die Runde.

Den Schülern oder gar Lehrern kann man das nicht anlasten: Überall sieht man ihre Bemühungen, mit Wandgemälden zu schmücken oder mit Pflanzen etwas Atmosphäre herzustellen – aber Schreiner sind ja sicher die wenigsten.

Dabei stellen auf jeder Bildungsmesse Didacta einmal im Jahr viele renommierte Hersteller ihre innovativen Schulmöbel, praktischen Whiteboards oder geschmackvollen Lehrmaterialien für die Wände aus. Ob die wohl alle bloß exportieren und an Privatschulen liefern?

Natürlich kennt jeder die Antwort auf die Frage, warum dies alles so ist – und wahrscheinlich besonders seufzend die dafür Verantwortlichen in den Schulen: Es fehlt das Geld. Aber „fehlt“ es wirklich? Oder wird es nur einfach nicht bereitgestellt? Weil eine positive Atmosphäre beim Lernen nicht so wichtig ist? Natürlich kann man sich darüber streiten, ob eine weitere Lehrerstelle nicht wichtiger ist als zehn Whiteboards. Aber wenn in diesem reichen Land die Bildung der Kinder von der Politik als so bedeutend erachtet wird, warum muss man denn bitte darüber schon nachdenken?

Ich finde es wichtig, dass auch unsere Kinder in der Schule das Gefühl bekommen, dass der Ort ihrer Bildung wertgeschätzt wird. Aber wie soll das gehen, wenn jeder andere Ort, den sie kennen, schöner, sauberer und moderner eingerichtet ist? Wenn ihr „Arbeitsplatz“ sich von dem ihrer Eltern – wo sie vielleicht einmal zu Besuch waren – eklatant unterscheidet?

Liebe Politiker, bevor die nächste Sonntagsrede zum Thema „Bildung ist wichtig“ ansteht, unterschreibt doch einmal ein paar Budgetanfragen einer Schule eures Wahlkreises, da wäre dann wirklich etwas getan – danke!

Familien-Freizeitparks in Italien

Gardaland

Das Familien-Ziel Italien ist für manche schon ohne spektakuläre Freizeitparks eine Reise wert. Wer aber bei der Urlaubsplanung im Familienkreis Begeisterungsstürme auslösen will, lässt die Bemerkung von dem einen oder anderen Freizeitpark in der Nähe fallen. In Italien gibt es da Einiges: Riesenwasserrutschen im Freien, spektakuläre Fahrgeschäfte, ein nachgebautes Mini-Italien…

Gardaland

Italiens zweitgrößter Freizeitpark liegt am Gardasee, das Gardaland. Eine Vielzahl spektakulärer Fahrgeschäfte verteilen sich auf einer 46 Hektar großen Fläche. Besucher amüsieren sich dort beispielsweise auf einem der größten Riesenräder Europas sowie in mehreren Achterbahnen, mit und ohne Loopings, durch dunkle Röhren oder auf Wasserkanälen – für Adrenalinjunkies ist also etwas geboten. Paraden und Shows zeigen täglich Attraktionen. Natürlich gibt es computeranimierte Spiele, wie einen 4 D Film oder die Möglichkeit, in Ramses Welt mit Laserpointern zu schießen. Kleinere Kinder amüsieren sich mit vielfältigen Spielmöglichkeiten und ruhigeren, aber italienisch bunten Karussells. Für Freunde der Meeresfauna ist im Gardaland darüber hinaus ein Sealife integriert, welches aber noch einmal extra bezahlt werden muss.

Adresse: Località Ronchi, I-37014 Castelnuovo del Garda (VR),
Öffnungszeiten: Frühjahr und Herbst 10:00 – 18:00 Uhr, ab Mitte Juni bis September 10:00 – 23:00 Uhr, SeaLife von April bis September 10:00 – 18:00 Uhr
Eintritt: Erwachsene 38,50 Euro, Kinder (ab 1 Meter Größe bis 10 Jahre), 32,00 Euro. *
Günstiger ist die Onlinebuchung 7 Tage im voraus für 29,00 Euro. Auch am selben Tag noch gibt es bei Onlinebuchungen einen günstigeren Tarif, außerdem Familientarife.
Mehr Infos hier: Offizielle Parkseite

Freizeitpark in „klein“: Italia in miniatura

Schön, für den, der keine Zeit für eine Reise durch ganz Italien hat: Italia in miniatura, übersetzt „Italien im Kleinformat“ zeigt auf 85.000 Quadratmetern circa 270 Miniaturen von italienischen und europäischen Gebäuden, zumeist im Maßstab 1:25 beziehungsweise 1:50. Auch wer nicht jede italienische Stadt kennt, wird sich an den original nachgebauten Plätzen und Häusern erfreuen, aus Deutschland und Österreich findet man das nachgebaute Wiener Belvedere und das Schloss Neuschwanstein. Spektakulär ist außerdem Klein-Venedig im Maßstab 1:5 zum Durchfahren mit dem Boot. Es gesellen sich exotische Vögel, Karussells, Wasserspiele, und andere Spiellandschaften dazu. Italia in Miniatura steht in Rimini.

Adresse: Via Popilia, 239, 47900 Viserba di Rimini (RN)
Öffnungszeiten: von April bis September: 9:00-19:00 Uhr, im August z.T. 9:00 – 19:30 Uhr
Eintritt im Frühjahr/Sommer 22,00 Euro, Kinder (1 Meter bis 1,40m Größe) und Besucher ab 65 Jahre 16,00 Euro*
Homepage nur auf englisch und italienisch: Italia in miniatura

Wasserparks

Bei unserem Wetter lohnen sich Open-Air-Rutschparadiese in Deutschland nicht so recht, und Indoor-Paradiese sind selten. In Italien jedoch sind große Wasserparks im Freien im Sommer der Renner. Zum Beispiel der Aquafan-Park in Riccione: Er bietet abenteuerliche Rutschkonstruktionen – steile, geschlossene halboffene und gedrehte Rutschen und Rutschröhren – in einer Gesamtlänge von drei Kilometern. Dazu unter anderem ein Wellenbad, künstliche Flüsse, die mit Gummireifen schnell und langsam zu befahren sind, ein riesengroßes Schaumbecken usw. Wasserspaß für die Kleinen gibt es in Kinderbecken mit allerlei Comicfiguren und kleinen Rutschen.

Adresse: Via Ascoli Piceno, 6, 47838 Riccione RN
Öffnungszeiten: Täglich von Anfang Juni bis Mitte September, 10:00 – 18:30 Uhr
Eintritt: Erwachsene 28 Euro, Kinder von 1 Meter bis 1,40m Größe 20 Euro (für jeweils 2 Tage, Preis Saison 2014)
Weitere Infos auf englisch und italienisch: Aquafan

Märchenhaft für Kleinere: Fiabilandia

Ein Märchenpark für Kleinere aber auch größere Geschwister bei Rimini. Der Park bietet eine Vielfalt Fahrgeschäfte und Spiellandschaften für Kinder. Ein Zug fährt um das ganze Parkgelände, auf einem See fährt ein Schaufelraddampfer. Die Kinder können auf das Piratenboot von Peter Pan klettern, sich ein Indianerdorf ansehen oder ein (mediterranes ) einhundert Jahre altes Bauernhaus besuchen. Shows wie eine Wild West Show, Wasserspiele oder Zirkusvorführungen mit Clowns und Akrobaten sind inklusive, es gibt außerdem einen Kleintierzoo, ein Exotarium und ein Planetarium.

Adresse: Via Cardano 15, 47900 Rivazzura di Rimini (RN)
Öffnungszeiten: Juni bis September 10:00 – 18:00 Uhr, im August bis 19:00 Uhr
Eintritt: 23,00 Euro, Kinder (3 Jahre bis 1,30 m Größe) 16,00 Euro. Am Folgetag ist der Eintritt gratis*

Mehr Infos, im Winter nur auf italienisch, aber mit einer Vielzahl Bilder: Fiabilandia

Und für Freunde von Freizeitparks in Deutschland noch ein paar weitere Infos: Freizeitparks

*(Preise und Öffnungszeiten: Stand Sommer 2015)
Foto: Gardaland

Spielideen für drinnen

Regen, Matsch oder Eiseskälte – Spielideen für drinnen kann man nie genug haben! Wer einigermaßen entspannte Nachbarn und ein Minimum an Platz hat, kann auch in Haus und Wohnung für Bewegung sorgen. Hier ein paar Ideen, selbst ausprobiert und für gut befunden:

Spielidee 1: Seiltanzen auf dem Boden

Ein möglichst langes Seil auf den Boden legen und schon kann es losgehen: Wer traut sich, auf dem zwischen zwei Hochäusern/Berggipfeln hoch gespannten Seil zu balancieren? Ist gar die berühmte Seiltänzerin aus dem Zirkus bei der Vorstellung zu sehen? Oder der Clown, der erst noch etwas üben muss? Wer keine Lust auf Rollenspiele hat, kann auch einfach ein Wettrennen machen: Wer schafft es am schnellsten – ohne daneben zu treten natürlich! – über das Seil zu laufen?

Spielidee 2: Akrobatik mit Mama und Papa

Viele Kinder lieben es – Mama und Papa haben dabei auch gleich ein Workout, wenn die Kids auf ihnen herumturnen. Je nach Größe (und Kilos!) der Kinder gibt es viele Varianten:

  • Engelchen flieg“ – an beiden Händen von Mama und Papa
  • „Flieger“ – das Kleine wird von einem Erwachsenen an einem Fuß und einer Hand gefasst und im Kreis gedreht
  • Kleinkinder-Hängematte: Zwei Erwachsene halten ein stabiles Tuch zwischen sich und schaukeln das Kind in der „Hängematte“ – je nach Alter und Abenteuerlust des Kindes sanft oder wilder! Immer und überall durchzuführen und ganz sicher ein Erfolg. Bei mehreren Kindern stellt sich sicher noch ein anderer Effekt ein: Ja, auch warten muss man irgendwann im Leben einmal lernen.

Akrobatik für etwas ältere Kinder

  • „Auf den Füßen laufen“: Das Kind stellt sich auf die Füße des Erwachsenen und der läuft los, während das Kind versucht, bei den „langen“ Schritten auf den Füßen des Erwachsenen zu bleiben. Das ist meistens nicht so einfach und schult natürlich den Gleichgewichts-Sinn. Geht übrigens vorwärts und rückwärts: Der Erwachsene geht vorwärts und rückwärts oder das Kind steht mit dem Gesicht zum Erwachsenen oder dreht sich um und schaut nach vorn.
  • Auf den Knien stehen. Das kennt man schon fast aus dem Zirkus: Ein Erwachsener geht leicht in die Knie und lässt das Kind auf seine Knien balancieren, es hält sich an den Händen des Großen fest. Das geht auf einem Bein, vorwärts, rückwärts….Gut für Zirkusposen! Ganz gut ist hier ein weicher Untergrund, falls das Kind abrutscht. Außerdem: Ein echtes Workout für den „Großen“!
  • Salto mit Mama und Papa: Das Kind hält sich an den Händen und dreht sich rückwärts oder vorwärts im Minisalto um die Arme. Auch hier: Auf eine weiche Unterlage achten.

Spielidee 3: Dschungel & Co

Das Wohnzimmer oder Kinderzimmer wird zum gefährlichen Dschungel mit wilden Tieren, die auf Bäumen (Stühlen) liegen, im Wasser (Teppich) lauern oder gut getarnt (unter dem Tisch) auf ihre Beute warten. Was passiert, wenn der bekannte Naturforscher die Szene betritt? Oder das Krokodil den vorwitzigen Vogel fressen will, aber zu behäbig ist? Solche Rollenspiele gehen natürlich auch mit Zirkus oder Zoo. Nett (und bewegungsfördernd) ist es, wenn die Kinder Tiere nachmachen können. Aber wenn es sein muss, kann es ja auch Star Wars oder die Pirateninsel sein!

Kältecremes: Auf Wassergehalt achten

Achtung bei Kältecremes! Wer ein kälteempfindliches Kind oder ein kleines Baby hat, schützt es ganz besonders im Winter bei Minusgraden. Für die empfindliche Gesichtshaut gibt es von vielen Herstellern Kältecremes, die gerade bei Kleinen helfen sollen, die Haut nicht auszutrocknen.

Manche dieser Cremes haben Tücken: Steht an erster Stelle der Zutatenliste „Aqua“, enthalten die Cremes als Hauptbestandteil Wasser.

Dann müssen Eltern aufpassen: Denn das Wasser kann – wirklich! – bei Temperaturen unter null Grad auf der Haut der Kinder gefrieren und kleinere Erfrierungen auslösen. Ab welchem „Aquagehalt“ das passieren kann, liegt an der Außentemperatur und am Wassergehalt der jeweiligen Creme. Hersteller müssen sowieso nicht genau angeben, wie hoch der Anteil ist.

Vorsicht ist also geboten. Aber es gibt eine einfache Lösung: Zur Vorsicht bei Temperaturen unter null die Kinder bereits eine halbe Stunde vor dem Gang nach draußen eincremen. In dieser Zeit verdunstet das Wasser auf der Haut der Kinder und die Creme kann ihre schützende Wirkung entfalten.

Ganz sicher geht, wer stattdessen darauf achtet, besonders fetthaltige Cremes zu kaufen oder keine, bei der „Wasser“ an erster Stelle der Inhaltsstoffe steht. Man kann eine Fettcreme in der Apotheke noch mit Nachtkerzenöl oder Borretschsamenöl anreichern lassen, das schützt zusätzlich – am besten fragen Sie Ihren Apotheker.