Kategorie: Alterbezogene Inhalte

Vorlagen für liniertes Papier zum Ausdrucken

Vorlagen Schreibpapiere Oriolus

In diesem PDF-Dokument befinden sich Vorlagen für unterschiedlich liniertes Papier zum Ausdrucken:

 

  • Seite 2: Lineatur 1. Klasse, grauer Hintergrund
  • Seite 3: Lineatur 1. Klasse
  • Seite 4: Lineatur 2. Klasse, grauer Hintergrund
  • Seite 5: Lineatur 2. Klasse
  • Seite 6: Lineatur 3. Klasse
  • Seite 7: Schreibpapier
  • Seite 8: Rechenpapier
  • Seite 9: Rechenpapier 7 mm
  • Seite 10: Millimeterpapier
  • Seite 11: Millimeter- und Rechenpapier kombiniert
  • Seite 12: Notenlinien einfach
  • Seite 13: Notenlinien doppelt
  • Seite 14: einfache Liste

Dieses Dokument ist ein kostenloser Service von Oriolus. Sie dürfen das Dokument beliebig nutzen und weitergeben, aber nicht verändern.

Internet http://www.oriolus.de

Vorlagen Schreibpapiere Oriolus

 

Nachtrag am 10.10.2012

Hier können Sie auch ein Notenblatt für Anfänger mit breiten Zeilen herunter laden.

„Ricky, normal war gestern“ als Buch

Der Film „Ricky, normal war gestern“ von 2013 war das Drehbuchdebüt für Kinder und Jugendfilme des Autors Hannes Klug. Geboren 1966 in Esslingen, arbeitet er hauptsächlich als Journalist. Außerdem erstellt er interaktive CD Roms als Lernmaterial für Kinder. Auch einige Drehbücher hat er bereits geschrieben, bevor Ricky in die Kinos kommt. Da der Film so ein Erfolg war, wurde aus dem Drehbuch ein Roman: „Ich Xi Lao Peng und die Sache mit meinem Bruder“, das nun erschienen ist.

Ricky ist 10 und hat es gerade nicht einfach: Die Schreinerei seiner Eltern steht kurz vor der Pleite, sein großer Bruder Micha ist ziemlich ätzend zu ihm, und sein einziger Freund interessiert sich mehr für Vögel als für ihn – und schon gar nicht für Kung Fu, Rickys große Leidenschaft. Gut, dass es Xi Lao Peng gibt! Das heißt: So richtig gibt es ihn nicht, er ist der Fantasiefreund für Ricky. Mit ihm trainiert er Kung Fu, und für ihn schreibt er die ganzen Dinge auf, die man in einem authentischen witzigen Stil in diesem kurzweiligen Roman lesen kann.

Richtig interessant wird es, als Alex auftaucht. Sie ist mit ihrer Mutter in den Ort gezogen, sieht wunderschön aus und will mit niemandem etwas zu tun haben. Ricky und sein Bruder machen einen Deal: Ricky findet alles über Alex raus und dafür genießt er Personenschutz von Micha. Das heißt, dass Micha und seine zwei Kumpels Ricky nicht mehr ärgern und in den stinkenden See werfen oder ähnliches. Das geht gut, bis Ricky sich auch in Alex verliebt und nicht mehr spionieren will. Andererseits will er aber auch nicht das wiedergewonnene gute Verhältnis zu seinem Bruder aufgeben. Sein Freund Simon und die schwierige Situation zu Hause machen das Ganze noch komplizierter.

Ich, XiLaoPeng und die Sache mit meinem Bruder ist ein wunderbar geschriebenes Buch, das einen eintauchen lässt in die Gedanken und Gefühlswelt eines 10jährigen. Fast vergisst man, dass es von einem Erwachsenen geschrieben wurde. Als Erwachsene stelle ich mir vor, dass 10jährige sich in diesem Buch zumindest zum Teil wieder finden, denn das Leben eines 10jährigen ist normalerweise wohl nicht so turbulent wie das von Ricky, aber wer weiß schon, wie 10jährige das empfinden…

Ich, XiLaoPeng und die Sache mit meinem Bruder, Hannes Klug, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg, 2015, ISBN 978-3-499-21420-2 (9,99 Euro).

Liam und das Amulett

Der Maskierte Rächer. Liam ist zwölf und einerseits ein ganz normaler Junge, aber andererseits ist er auch der maskierte Rächer, der ganz sicher eines Tages die Welt retten wird.
Liam glaubt an Energie, sie ist allgegenwärtig und nur er weiß, dass bestimmte Edelsteine und Mineralien eine geheime und hochkonzentrierte Energie besitzen. Deswegen trägt er einen Ledergurt, an dem einige Steine befestigt sind, zum Beispiel vier Amethystsplitter für Treue und Ehrlichkeit, ein kleiner Granitklumpen für Entschlossenheit und noch einige andere.

Bevor es dazu kommt, dass er die Welt retten muss, patrouilliert er fast jeden Abend in seiner Straße. Jeden Abend geht leider nicht, das würde seiner Mutter auffallen. Um trotzdem jede Gefahr mitzubekommen, verteilt er Magnetometer. Er selbst trägt er einen Magneten in der Tasche und ein merkwürdiges heißes Summen am Oberschenkel würde ihn sofort auf eine Gefahr aufmerksam machen.

Besonders Sorge macht Liam eine Frau am anderen Ende der Straße, dort ist etwas nicht in Ordnung. Er weiß noch nicht was, aber er hat ihr, vorsichtshalber zwei Magnete vor die Tür gelegt. Liam kommt tatsächlich in Kontakt mit der Frau und beschließt, ihr zu helfen, natürlich mit einem besonderen Stein. Er gibt ihr das Bernsteinamulett seiner Mutter.

Als er drei Tage später von der Schule nach Hause kommt findet er seine Mutter völlig aufgelöst zu Hause: Sie kann die wertvolle Bernsteinbrosche ihrer Großmutter nicht finden. Nun ist er in einem großen Konflikt. Loyalität ist für den maskierten Rächer eine wichtige Eigenschaft. Soll er die Brosche zurückholen und damit die Frau wieder ihrem Unglück preisgeben und sich selbst als einen Dieb hinstellen? Oder soll er seine Mutter anlügen, damit die Frau weiter unter dem Schutz des maskierten Rächers ist? Wie so oft im Leben braucht es etwas Zeit und die Dinge entwickeln sich unerwartet. Es gibt nicht nur diese zwei Möglichkeiten, sondern noch mehr. Und es ist nicht immer die Entscheidung zwischen Entweder und Oder, die getroffen werden muss.

Craig Silvey, der schon mit seinen Roman „Wer hat Angst vor Jasper Jones“ hier vorgestellt wurde hat ein wunderbares Buch geschrieben. Liam und das Amulett begeistert nicht ganz so wie Jasper Jones, es ist aber auch eine viel weniger spektakuläre Handlung, schließlich gibt es keine Leiche. Dennoch trifft Craig Silvey mit seiner Sprache die Welt der Jugendlichen, ohne dabei künstlich zu wirken. Die Realität von Liam ist so, wie sie ist. Das wird durch die Sprache von Silvey auch vom Leser so hingenommen.

Liam und das Amulett ist mit knapp 90 Seiten ein kleines Büchlein. Einige Bilder und handschriftliche Briefe lockern den Text auf, so dass es durchaus auch etwas ist für Menschen, die sonst nicht so begeisterte Leser oder Leserinnen sind.
Mit der zweiten Übersetzung ist Craig Silvey in der deutschen Jugendliteraturszene angekommen und man kann nur hoffen, dass auch sein Erstlingswerk „Rhubarb“, das er bereits mit 19 Jahren schrieb, bald ins Deutsche übersetzt wird.

Liam und das Amulett, Craig Silvey, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg, 2014, ISBN 978-3-499-21688-6, empfohlen für 10 bis 12 Jahre (12,99 Euro).

Haben Sie Schwangerschaftsübelkeit? Dann geht es Ihrem Baby gut!

Kaum eine andere Schwangerschaftsbeschwerde ist so lästig und verbreitet wie die Schwangerschaftsübelkeit. Schwacher Trost für die Betroffenen: Es ist ein gutes Zeichen für eine stabile Schwangerschaft. Natürlich muss aber keiner leiden, denn es gibt Abhilfe.

Einer der peinlichsten Augenblicke meines Lebens? Ich saß um 6 Uhr morgens als einzige Frau in einem Business-Flieger von Kiel nach München, mein Chef saß neben mir. Die freudige Gewissheit meiner noch sehr jungen Schwangerschaft behielt ich noch für mich. Als sich die kleine Propellermaschine in die Luft abhob, war es aber auch das Einzige, was ich für mich behalten konnte. Ich musste schnell vom Spuckbeutel Gebrauch machen.

Als in den nächsten Tagen ich immer wieder Besprechungen unterbrechen musste und schnell auf die Toilette rannte, war dann auch allen anderen klar, was mit mir los war.

Verbreitetes Problem

Zirka 75 Prozent der werdenden Mütter haben mehr oder weniger unter Unwohlsein zu leiden. Es gibt die unterschiedlichsten Ausprägungen: Manchen Schwangeren ist es nur am Morgen schlecht. Andere müssen sich auch tagsüber übergeben und sogar nachts dafür aufstehen.

Die Dauer der Beschwerden kann auch unterschiedlich sein: Bei manchen Frauen ist nach wenigen Wochen alles vorbei, sie fühlen sich plötzlich wieder wohl und könnten den ganzen Kühlschrankinhalt auf einmal futtern. Bei anderen wechseln sich bessere und schlechtere Tage für einen längeren Zeitraum ab. In den meisten Fällen klingen die Symptome etwa am Ende des dritten Monats ab. Einzelne „Episoden“ sind aber auch bis zum 6. Monat normal. Nur knapp 2 Prozent der Schwangeren leiden unter einer so ausgeprägten Form des Schwangerschaftserbrechens, dass sie stationär behandelt und sogar künstlich ernährt werden müssen.

Ein Relikt aus früheren Zeiten

Evolutionsbiologisch betrachtet macht Übelkeit in der Schwangerschaft durchaus Sinn. Frau wusste dann mit Sicherheit, dass sie schwanger war und mied automatisch alle potenziell gefährlichen Lebensmittel, die einen starken Geruch abgeben: Alkohol, Nikotin, Kaffee. Unter anderen hygienischen Verhältnissen als heute waren auch Lebensmittel wie Fleisch, Eier, Geflügel und Fisch potenzielle Träger von Bakterien wie Listeriose und Salmonellen, die eine Schwangerschaft gefährden können.

In der Tat: Frau lernt schnell, den seltsamen Zustand wieder zu erkennen. Bei meiner zweiten Schwangerschaft brauchte ich keinen Test aus der Apotheke. Ich machte morgens unsere Spülmaschine auf, roch und wusste Bescheid. Zwei Tage später bestätigte die Ärztin meine Selbstdiagnose.

Beruhigende Erkenntnisse

Noch bis vor wenigen Jahrzehnten glaubten viele Ärzte, dass die Gebärmutter auf den Magen drücken würde und so mechanisch die Übelkeit verursacht. Das ist zu Beginn der Schwangerschaft, wenn die Gebärmutter noch klein ist, ziemlich unlogisch. Heute ist stattdessen der Zusammenhang zwischen dem Schwangerschaftshormon HCG und dem Unwohlsein bewiesen: Die Frauen, die ausgeprägte Beschwerden haben, haben meist auch einen besonders hohen HCG-Spiegel im Blut. Die Menge dieses Hormons ist zwischen der achten und der zwölften Woche auf dem Höhepunkt. Danach sinkt der Spiegel meistens und damit bessern sich bei den meisten Frauen die Symptome.

Auch wissenschaftlich belegt ist der Zusammenhang zwischen hohem HCG-Spiegel und niedrigem Fehlgeburtsrisiko. Frauen, die ausgeprägte Übelkeitsbeschwerden im ersten Drittel der Schwangerschaft hatten, erlitten seltener einer Fehlgeburt.

Also alles bestens?

Soll also Frau brav alles ertragen? Oder im Umkehrschluss: Sollten 25 Prozent der Frauen, denen es im ersten Drittel der Schwangerschaft blendend geht, sich über die Stabilität ihres Zustands Sorgen machen?

Nicht wirklich! Jede Frau reagiert unterschiedlich. Die Risiken einer Schwangerschaft sind immer individuell zu betrachten und haben mit Statistiken nicht direkt etwas zu tun.Wenn Sie nicht betroffen sind, freuen sich darüber und genießen Sie die Zeit.

Die Empfindlichkeit gegenüber dem HCG-Hormon ist unter anderem vererbbar. Wenn in Ihrer Familie (wie in meiner) noch heute über die Schwangerschaftsübelkeit Ihrer Mutter oder Großmutter gesprochen wird, sollten Sie auch aufpassen. Denn wenn es Frau häufig schlecht wird, verliert sie schnell an Flüssigkeit und kann relativ schnell austrocknen.

Was tun?

Wenn Sie schon kein Essen vertragen, trinken Sie viel! Wasser oder Schorlen. Manche Frauen vertragen Milch oder Orangensaft. Gute Alternativen sind wasserhaltige Früchte wie Melonen, Birnen oder Trauben. Gerne können Sie auch an einer Zitronenscheibe lutschen. Das dämmt in der Regel die Übelkeit ein.

Diese Tipps dämmen die Übelkeit ein:

  • Noch vor dem Aufstehen, einen Keks, Kräcker oder trockenes Brot essen. Das erhöht den Blutzuckerspiegel, der morgens immer besonders niedrig ist und die Übelkeit verstärkt.
  • Im Laufe des Tages immer wieder eine Kleinigkeit essen: Zwieback, trockene Früchte, rohe Haferflocken, eine Banane. Wenn der Magen immer beschäftigt ist, wird es Ihnen nicht so schnell schlecht.
  • Genug ausruhen und viel an der frischen Luft bewegen.
  • Frische Düfte wie Zitrone oder Orange vertreiben das Unwohlsein.
  • Ingwer (als Gewürz, Tee oder Tablette) vertreibt die Übelkeit und regt die Verdauung an.
  • Probieren Sie ein Armband gegen die Reisekrankheit (gibt es in der Apotheke). Es wirkt über den Akupressurpunkt am Handgelenk und kann schnell helfen.
  • Homöopathisch hilft Nux Vomica.
  • Gute Kräutertees gegen das Unwohlsein sind Melisse, Pfefferminze, Himbeerblätter, Kamille oder Hopfen.

Sollten Sie dennoch in Ihrem Alltag zu stark beeinträchtigt sein, zögern Sie nicht, Ihren Arzt und Ihre Hebamme aufzusuchen. Viele Hebammen haben eine entsprechende Akupunktur-Ausbildung und während der Schwangerschaft übernehmen viele Kassen die Akupunkturkosten. Der Arzt kann eine Therapie auf Vitamin B6-Basis (Pyridoxin) verschreiben, die unbedenklich für das Baby ist, und in den meisten Fällen wirksam ist.Wichtig: Obwohl man die Vitamin auch ohne Rezept kaufen kann, sollte man immer vorher den Arzt fragen

Weitere mögliche Therapien gegen Hyperemesis (so heißt das extremem Schwangerschaftserbrechen im Fachjargon), die auf jeden Fall eine ärztliche Rücksprache und enge Aufsicht bedürfen: Therapien, die auf Antihistamine, Phenothiazine oder Corticosteroide basieren.

Mehr zum Thema Schwanger fliegen bei Familothek: Mit Babybauch über den Wolken.

Hier bekommen Sie manche Hilfsmittel:

   

Bildquelle: aboutpixel.de / Junge Frau – Übelkeit © Benjamin Thorn

Geschichten von Elmar

Vom Thienemann Verlag gibt es einen neuen Sammelband: „Das neue große Elmar Buch“. Für nur knapp zwanzig Euro bekommt man hier sechs von Elmar Abenteuern.

Elmar und das Känguru das glaubt nicht springen zu können. Es meint, dass es nur hüpfen kann und damit beim großen Springwettbewerb verlieren wird. Elmar und seine Freunde machen ihm klar, dass Hüpfen und Springen das gleiche ist, aber bis das Känguru das eingesehen hat wird es ganz schön knapp mit dem Springwettbewerb.

Immer wieder ist es faszinierend, wie David McKee große Probleme in seinen Elmar Geschichten kinderleicht anpackt und löst. In „Elmar und die Nilpferde“ geht es darum, dass die Nilpferde im Elefantenfluss Zuflucht suchen, da ihr eigener Fluss ausgetrocknet ist. Die Elefanten beschweren sich bitterlich und wollen die Nilpferde vertreiben. Elmar aber findet die Ursache heraus und gemeinsam arbeiten alle an einer Lösung gearbeitet – und am Ende haben die Nilpferde Ende ihren Fluss wieder. Als Elmar die Elefanten auf ihre Hilfsbereitschaft anspricht erwidern sie: stell dir vor unser Fluss wäre ausgetrocknet. So eine Haltung wünscht man sich bei den Menschen auch öfter.

Auch die Geschichte von Rosa, die ihre Herde verloren hat und die Elmar zurückbringt zu ihrer durch und durch rosa Elefantenherde, ist immer wieder schön zu lesen.

Als Elmar mal einen eingeklemmten Schmetterling befreit, sagt dieser zum Dank: „Vielleicht kann ich dir ja auch mal helfen, du brauchst mich nur zu rufen.“ Elmar schmunzelt, wie soll ein Schmetterling einem Elefanten schon helfen? Aber schon bald braucht er seine Hilfe, denn nur der Schmetterling kann zu der Höhle fliegen in der Elmar gefangen ist und schnell Hilfe holen.

Nachdem Elmar dem Regenbogen seine Farben wiedergegeben hat und selbst auch immer noch bunt ist, wundern sich die Tiere. Elmar aber sagt: „Ach weißt du, es gibt Dinge, die kann man verschenken, ohne sie dabei selber zu verlieren. Zum Beispiel Freundschaft, Liebe oder eben meine Farben.“

Zu guter Letzt enthält dieser Band noch „Elmars großer Tag“. Das ist der Tag an dem sich alle Tiere des Waldes bunt anmalen und nur Elmar als grauer Elefant herumläuft.

Auch nach diesen sechs Geschichten möchte man am liebsten gleich noch mehr Elmar Geschichten lesen. Die letzte Neuerscheinung der Elmar-Reihe ist „Elmar und das Monster“:

Elmar, der bunt karierte Elefant, war gerade zu seinem Morgenspaziergang aufgebrochen, da hörte er ein Furcht einflößendes. „Pass auf, Elmar“ riefen die Vögelchen und die kleinen Tiere, während sie an ihm vorbei eilten, „da ist ein Monster!“ Elmar denkt sich: Ein Monster? Wirklich? Und geht erst mal weiter. Nach und nach begegnet er den Affen, dem Tiger, den Krokodilen, dem Löwen und den anderen Elefanten. Alle rennen weg und raten Elmar ihnen zu folgen, denn das Monster brüllt immer wieder schrecklich laut. Elmar aber denkt nicht daran umzudrehen, er denkt sich stattdessen: Ein Monster, spannend, sehr interessant, und: Ich habe noch nie ein Monster gesehen! Anstatt umzudrehen geht er vorsichtig weiter.

Am Ende findet er das Monster: Es heult so laut, weil es Angst hat. Es muss durch den Wald und es hört ständig irgendwelche Monster brüllen. Am Ende lachen alle über ihre Angst. Diese wunderbare Geschichte über die eigene Angst und die Angst, die man selber vielleicht anderen einflößt ist wie immer in wunderbar bunten fantasievollen Bildern dargestellt, die einen ganz mitnehmen in die Welt von Elmar und seinen Freunden.

Von David McKee gibt es mittlerweile mehr als 20 Elmar Geschichten, die erste erschien bereits 1969. Angefangen zu publizieren hat David McKee aber schon fünf Jahre vorher, mit seinem Erstlingswerk: Two Can Toucan. Ausgezeichnet wurde er 1987 mit dem deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Bilderbuch für „Du hast angefangen! Nein, du!“. Wenn man die Elmar Bücher mag, dann lohnt es sich vielleicht auch mal in das vielfältige andere Werk von David McKee reinzuschauen, das neben den beiden genannte Büchern noch viele weitere enthält.

Elmar und das Monster, David McKee, Thienemann Verlag, Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-522-43777-6, (12,99 Euro).
Das neue große Elmar-Buch, David McKee, Thienemann Verlag, Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-522-43776-9, (19,99 Euro).

Babykurse: Kontakt und Rat im ersten Jahr

Mit dem ersten Baby wird alles anders: Da sitzt man dann zu Hause und fragt sich im Babyalltag viele Fragen: Ist das jetzt so normal? Entwickelt sich mein Kind altersgerecht? Haben andere dieses oder jenes Phänomen auch? Außerdem: Andere Neu-Eltern kennt man oft noch nicht, andere, die gerade in der gleichen Situation sind.

Da hilft ein Babykurs: Rauskommen, andere Eltern treffen, Kontakte und Baby-kompetente Ansprechpartner haben. Aber was machen Mutter und Kind eigentlich in so einem Babykurs?

Was passiert in einem Babykurs?

Wie man heutzutage einen Ball nicht mehr verkaufen kann, ohne den Hinweis, dass das Spiel damit die Motorik des Kindes fördert, kommunizieren auch viele Kursanbieter einen hohen theoretischen Anspruch: Da ist von Entwicklungsförderung die Rede, von Sprachförderung und Persönlichkeitsentwicklung. Was ist denn damit gemeint? Die Wirklichkeit ist sehr viel netter: Denn je nach Alter der Babys bekommen die Neu-Eltern beispielsweise Ideen, was sie mit ihren Kleinen schon anfangen können. Nette Kinderlieder und -reime werden gesungen und gelernt, Bewegungssspiele gemacht, die den Fähigkeiten angemessen sind (und den Kleinen unglaublichen Spaß machen!). Wer nicht recht weiß, welche Materialien schon zum Spielen und Entdecken geeignet sind – hier bekommt er Anregungen.

Kontakte für Eltern

Die Eltern haben die Chance, Kontakte zu knüpfen und Gleichgesinnte zu finden, die vielleicht auch an einem anderen als dem Kurstag Zeit haben. Und die frischgebackenen Mamis und Papis bekommen mehr Sicherheit, wenn sie merken: Bei den anderen ist es ähnlich, wenn auch nicht identisch. Je nachdem, wie lange diese Kurse dauern – manche enden erst im dritten Lebensjahr – können sich hier auch allererste Kontakte zwischen den Kindern knüpfen.

Und: Es ist nicht zu unterschätzen, wie gut es tut, jemanden die tausend Fragen fragen zu können, die einem im Kopf herumschwirren, jemanden, der sich damit auskennt, Erfahrungen hat, und konkrete Ratschläge geben oder beruhigen kann. So ein Kurs steht und fällt mit einer guten Kursleitung.

Einige Babykurse, damit man die Namen einmal gehört und gelesen hat:

Delfi, Elba, Fenkid Le Fino, Pekip

Berufliche Neuorientierung: Kursleiterin eines Babykurses

Wer bereits Erfahrung in einem pädagogischen, therapeutischen oder pflegerischen Beruf hat, für den (oder die) ist auch eine Kursleitung in einem Babykurs eine schöne Alternative, um sich beruflich neu zu orientieren. Wer beispielsweise eine Weiterbildung als Fenkid-Leitung in München machen möchte, kann zweimal im Jahr diese Kurse bei der Beratungsstelle für Natürliche Geburt und Elternsein e.V. in München machen. Mehr Infos dazu hier Weiterbildung Fenkid

Foto: Copyright © Beratungsstelle für Natürliche Geburt und Elternsein e.V.

Kakerlaloop – Kakerlaken spielen mit

Ein neues „Kakerlaken-Spiel“ ist auf dem Markt! Schon die Vorgänger-Version des Spiels mit der elektronischen Kakerlake macht einen riesigen Spaß – hat man doch das Gefühl, dass ein neues „Haustier“ mit einem Eigenleben in der Familie Einzug gehalten hat. Die Rezension dazu: Kakerlakak.

Spaß mit elektronischen Kakerlaken

Auch bei der neuen Version des Kakerlaken-Spieles aus dem Hause Ravensburger spielt eine batteriebetriebene Hexbug – Figur, die sich selbständig bewegt, die Hauptrolle. Kakerlaloop ist allerdings noch raffinierter: Hier ist der Miniroboter in bunter Kakerlakenform der „Störer“ eines eigentlich recht einfachen Spieles. In diesem müssen Spielfiguren – bunte „Käfer“ – den Küchenboden von links nach rechts per Würfelzug auf Spielfeldern überqueren. Doch dann kommt die elektronische Kakerlake aus dem „Keller“ des Spielfeldes. Wen sie auf ihrem Weg über das Spielfeld trifft, der muss vielleicht zurück oder vielleicht schiebt sie ihn sogar ein Stückchen weiter? Absolut spannend und unvorhersehbar, wenn die computergesteuerte Kakerlake (nein, auch diese sieht gar nicht eklig aus) über die transparenten Tunnel auf dem Spielfeld auftaucht und dort solange herumsaust, bis sie zufällig wieder im Tunnel verschwindet.

Wie auch das Spiel Kakerlakak, ist das ein eher lebhaftes Spiel, bei dem jeder schnell würfeln und ziehen muss, um seine Käfer vielleicht auf einer der Erhebungen des Spielplans vor der Kakerlake „retten“ zu können. Da hätte es übrigens vom Hersteller auch etwas mehr als nur einen Würfel geben können, damit der Spielfluss nicht am Weitergeben des Würfels scheitert. Denn der Würfel hat nur bis zu vier Punkte (zum Teil mehrfach) – für das Spiel sehr geeignet, aber so etwas hat eine Familie nun mal nicht vorrätig.

Trotzdem: Kakerlaloop ist ein Spiel, das die ganze Familie um den Spieltisch vereint und das für alle Altersgruppen seinen Reiz hat – das kann man nicht von jedem Kinderspiel sagen. Geeignet ist es bereits für Kinder ab fünf Jahre. Doch auch für ältere Kids haben damit einen lustigen und spannenden Zeitvertreib – hier geht’s mal einfach nur um Spaß. Und auch die Erwachsenen werden schnell vom „Fieber“ ergriffen, diesem vermaledeiten elektronischen Krabbelviech ein Schnippchen zu schlagen! Außerdem: Jede Runde dauert nicht lang, circa 10 bis 15 Minuten – da geht auch einmal eine Runde zwischendurch.

Junior übernachtet woanders

Ab wann können Kleine zum ersten Mal ohne Eltern übernachten? Und was sollten die Großen dabei beachten?

Das richtige Alter

Als Richtwert gilt, dass die Kleinen im Laufe des zweiten Lebensjahres problemlos ohne Eltern übernachten können. Vorher können sie noch nicht verstehen, dass die Eltern morgen wiederkommen werden und könnten so die Trennung als „für immer“ verstehen und sich verlassen fühlen.

Für die erste Nacht außer Haus sollten Eltern Einiges beachten:

Die Vorbereitung

Kennt das Kleine die Umgebung, die Personen, bei denen es übernachten soll? Dann ist die Nacht ohne Mama und Papa sicher kein Problem. Hat er oder sie schon etwas „Erfahrung“ damit, dass auch mal andere aufpassen? Also Babysitter, Kinderkrippe, Au-Pair? Und natürlich kennen Sie als Eltern Ihr Kind am besten und wissen, ob sie einen kleinen Draufgänger haben oder ein eher schüchternes Kind, dass vielleicht behutsamer in unbekannte Situationen eingeführt werden muss.

Zur Vorbereitung erzählen Sie am besten ein paar Tage vorher, dass es am Wochenende zu Oma und Opa geht – oder zur Tante, o.ä. Tun Sie dies nicht früher, denn das Zeitgefühl Ihres Kindes ist noch nicht so ausgeprägt, dass es sich so ein Erlebnis in zwei Wochen vorstellen kann. Und natürlich malen Sie viele tolle Dinge aus, die beim fremden Übernachtungsort geschehen werden. Dass Ihr Kind mit der Tante in den Zoo gehen wird oder den Hund füttern darf. Vielleicht kann der Onkel anrufen und noch mehr dazu erzählen.

Am Tag selbst

Bei der Verabschiedung vom Kind sollten Sie ganz klar und offen sein: „Wir gehen jetzt, mach’s gut bis morgen, schlaf schön, ich hab Dich lieb“. Aufkommende Zweifel und Trennungsschmerz bei den Eltern selbst bitte möglichst für sich behalten, um den Nachwuchs nicht zu verwirren. Das Kind sollte das Gefühl haben: Das hier ist alles o.k. Und Mama und Papa vertrauen dem nächtlichen Gastgeber voll und ganz.

Und wenn Sie als Eltern den Nachwuchs am nächsten Morgen wieder abholen, ist die Freude sicher groß. Sagen Sie ruhig, dass Sie ganz stolz sind, schon ein so großes Kind zu haben, das die Nacht allein verbringen kann.

Kinderbücher zum Thema:

aboutpixel.de / schlafe wohl © jadon

Miguel, Mogel, Miguela

Ein Jugendbuch von Nils Mohl zum Thema Geschlechteridentität: „Flo schnaubt. Er beschließt:“Bis Mitternacht bleibst du Miguela! Ihr Pussys, wir ziehen ins ChackaBum!“

Miguela ist eigentlich Miguel. An diesem Abend aber ist er Miguela und er bekommt auch noch einen zweiten Spitznamen: Mogel. Als seine drei Freunde entdecken, dass in der Zapfanlage im Partykeller seiner Eltern nur alkoholfreies Bier ist. Da ist durch einen Versprecher von Flo aus Miguel Mogel geworden. Passt ja auch bei dem Mogel-Bier. Das ist dann auch der Anlass für das, was sich für Miguel zunächst wie der Supergau anfühlt: Als Strafe für das alkoholfreie Bier muss Miguel den Abend bis Mitternacht als Miguela verbringen. Mit 15 eine ziemlich fiese Strafe. Es scheint zunächst auch am Outfit zu scheitern – wie ein Mädchen auszusehen, ist gar nicht so einfach. Nachdem aber Kitty, Sylvesters Schwester und ihre Freundin Domino Hand angelegt haben, steht einem Diskobesuch von Miguela nichts mehr im Wege.

Das neue Buch des 1971 geborenen Hamburger Autors Nils Mohl platzt mit dem 16. Kapitel mitten in die Geschichte. Nach drei Kapiteln geht es dann doch bei 1 los. Typisch Nils Mohl werden diejenigen denken, die Indianerland und / oder die Stadtrandritter kennen. Strenge Chronologie ist nicht so seine Sache, umso erstaunlicher, dass er dann doch dabei bleibt. Auch sonst hebt sich das Buch von seinen Vorgängern ab. Es ist deutlich dünner und wie gesagt mehr oder weniger chronologisch erzählt. Es ist ein ganz eigenständiger Roman, und doch freut man sich über alte Bekannte. Sylvester und auch Domino und Kitty kennt man aus den Stadtrandrittern. Das Milieu des Romans ist das gleiche, die Hochhaussiedlung und das angrenzende Gebiet der Reihenhäuser. Mogel ist aber keine Weiterführung der Stadtrandritter, darauf müssen wir weiterhin warten. Es spielt vor den Geschehnissen der Stadtrandritter und manches deutet sich hier bereits an. Kitty, Sylvesters Schwester lebt noch, rasiert Miguel die Beine und schmiedet Zukunftspläne, nichtsahnend von ihrem Schlaganfall, der sie das Leben kosten wird.

Die vier Freunde, Sylvester, FloDaHo, Dimi und Miguel treffen sich bei Miguel, der vor kurzem aus der Hochaussiedlung mit seinen Eltern in ein Reihenhaus gezogen ist, daher auch der Partykeller. Nachdem Miguela nun zurechtgemacht ist, geht es nach draußen. Die erste Probe soll das Bier holen an der Tanke sein. „Der notgeile Spaten hinterm Tresen schielt mir auf den Hintern. Dreist und unverhohlen. Ich übertreibe nicht.“ Die Maskerade ist nahezu perfekt. Dann betritt Candy, der Traum aller Jungs mit ihrem fast-Exfreund Hengst, die Tanke. Miguel geht als Miguela durch und Hengst kauft sogar das Bier für „sie“ – seinen eigenen Ausweis kann Miguel ja schlecht herausholen.

Auf dem Weg ins ChackBum hat Miguel dann einen ziemlichen Kloß im Hals. Aber der Abend läuft gut für ihn, bzw. sie. Miguel freundet sich mit Candy an, sieht das erste Mal in seinem Leben ein Mädchenklo von innen und erfährt, dass Candy von Hengst ziemlich fies erpresst wird. Natürlich will er helfen. Hengst lockt die beiden Mädchen Candy und Miguela mit in seine Gartenlaube, wo es dann ziemlich brenzlig wird. Aber Dimi, FloDaHo und Sylvester finden sie rechtzeitig.

Das Buch ist toll geschrieben, es bleibt der Jugendsprache durchgehend treu, ohne aufgesetzt oder albern zu wirken. Die vier Jungs mit ihren Eigenheiten kommen ganz normal daher, obwohl man bei einer echten Begegnung wahrscheinlich zögerlich wäre, ob man diese Burschen aus der Nähe kennenlernen wollte.

Nils Mohl schafft es mit diesem Roman, sich der viel diskutierten Geschlechterfrage auf humorvolle Weise zu nähern. Miguel findet durch seinen Perspektivwechsel so manches Klischee bestätigt: Manche Mädchen geben ihren Brüsten tatsächlich Namen. Er findet aber viel überraschend Positives und wünscht sich auch als Junge so mit Candy reden zu können, wie Miguela es tut. Denn eine andere Person ist er ja eigentlich nicht, auch nicht mit Netzstrumpfhose und Zöpfchen. Und auch Candy findet am Ende: „Schade, dass Du kein Kerl bist.“

Kurz: ein sehr lesenswertes Buch für Leser und Leserinnen ab 14 und weit darüber hinaus.

Mogel, Nils Mohl, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg, 2014, ISBN 978-3-499-21537-7, (9,99 Euro).

logo! Kindernachrichten – einfach klasse!

Dies ist ein Loblied auf eine Fernsehsendung für Kinder, die es bereits seit 25 Jahren gibt – die Kindernachrichtensendung „logo!“. Vielfach ausgezeichnet, ist sie im öffentlich-rechtlichen Kinderkanal KIKA zu sehen und hat einen hohen Marktanteil.

Trotzdem lobe ich sie noch einmal – wir wissen ja: das Publikum wächst immer wieder nach! Hier also ein Lob für eine tolle Sendung, die alle Eltern mit ihren Kindern von acht bis zwölf Jahre sehen sollten, die sich ein bisschen für das Weltgeschehen interessieren. (und dies sollte ja jeder tun).

logo! interpretiert und wählt die Nachrichten des Tages für Kinder aus. Vor allem erklärt logo! den Kindern die News des Tages: Politikbegriffe, die sie vielleicht irgendwo aufschnappen, historische Hintergründe, Entwicklungen zwischen Staaten. Das alles wirklich kindgerecht: Warum flüchten so viele Menschen aus ihrer Heimat? Warum hat Griechenland Schulden? Auch schwierige Themen wie zum Beispiel der Missbrauch von Kindern werden vorsichtig und gut erklärt. Zusätzliche Infos gibt es online unter logo.de.

Die Beispiele haben möglichst viel mit Kindern und ihrer Welt zu tun: Wenn es geht, werden Kinder zu einer passenden Nachricht interviewt. Regelmäßig befragen Kinderreporter berühmte und interessante Menschen und stellen ihre Fragen aus Kindersicht.

TerrorHonorarfrei - nur für diese Sendung bei Nennung ZDF und ZDF tiviOft verwenden die Macher zur Erklärung kleine neutrale Comiczeichnungen, die möglichst einfach und verständlich die Welt herunterbrechen. Genial – so sollte Politik immer im ersten Schritt vermittelt werden, dann würden vielleicht im Angesicht komplizierter politischer und wirtschaftlicher Entwicklungen nicht so viele Menschen geistig aussteigen.

Überhaupt sollten auch mehr Erwachsene öfter einmal logo! sehen – nirgendwo werden politisch wichtige Fakten so anschaulich erklärt.

Eine Kindersendung wie logo! ist ein Beitrag zur politischen Bildung in diesem Land. Hoffentlich kommen damit viele Kinder auf den Geschmack, sich politisch zu interessieren.

Etwas gibt es trotzdem, das nervt: Unsere ganze Familie vergisst regelmäßig die Tatsache, dass es logo! freitags schon etwas früher gibt – und schaltet dann zu spät ein.

logo! läuft samstags bis donnerstags um 19.50 Uhr und freitags um 19.25 Uhr bei KiKA.
Bildnachweis: ZDF/ZDF tivi