Kategorie: Schwangerschaft

Haben Sie Schwangerschaftsübelkeit? Dann geht es Ihrem Baby gut!

Kaum eine andere Schwangerschaftsbeschwerde ist so lästig und verbreitet wie die Schwangerschaftsübelkeit. Schwacher Trost für die Betroffenen: Es ist ein gutes Zeichen für eine stabile Schwangerschaft. Natürlich muss aber keiner leiden, denn es gibt Abhilfe.

Einer der peinlichsten Augenblicke meines Lebens? Ich saß um 6 Uhr morgens als einzige Frau in einem Business-Flieger von Kiel nach München, mein Chef saß neben mir. Die freudige Gewissheit meiner noch sehr jungen Schwangerschaft behielt ich noch für mich. Als sich die kleine Propellermaschine in die Luft abhob, war es aber auch das Einzige, was ich für mich behalten konnte. Ich musste schnell vom Spuckbeutel Gebrauch machen.

Als in den nächsten Tagen ich immer wieder Besprechungen unterbrechen musste und schnell auf die Toilette rannte, war dann auch allen anderen klar, was mit mir los war.

Verbreitetes Problem

Zirka 75 Prozent der werdenden Mütter haben mehr oder weniger unter Unwohlsein zu leiden. Es gibt die unterschiedlichsten Ausprägungen: Manchen Schwangeren ist es nur am Morgen schlecht. Andere müssen sich auch tagsüber übergeben und sogar nachts dafür aufstehen.

Die Dauer der Beschwerden kann auch unterschiedlich sein: Bei manchen Frauen ist nach wenigen Wochen alles vorbei, sie fühlen sich plötzlich wieder wohl und könnten den ganzen Kühlschrankinhalt auf einmal futtern. Bei anderen wechseln sich bessere und schlechtere Tage für einen längeren Zeitraum ab. In den meisten Fällen klingen die Symptome etwa am Ende des dritten Monats ab. Einzelne „Episoden“ sind aber auch bis zum 6. Monat normal. Nur knapp 2 Prozent der Schwangeren leiden unter einer so ausgeprägten Form des Schwangerschaftserbrechens, dass sie stationär behandelt und sogar künstlich ernährt werden müssen.

Ein Relikt aus früheren Zeiten

Evolutionsbiologisch betrachtet macht Übelkeit in der Schwangerschaft durchaus Sinn. Frau wusste dann mit Sicherheit, dass sie schwanger war und mied automatisch alle potenziell gefährlichen Lebensmittel, die einen starken Geruch abgeben: Alkohol, Nikotin, Kaffee. Unter anderen hygienischen Verhältnissen als heute waren auch Lebensmittel wie Fleisch, Eier, Geflügel und Fisch potenzielle Träger von Bakterien wie Listeriose und Salmonellen, die eine Schwangerschaft gefährden können.

In der Tat: Frau lernt schnell, den seltsamen Zustand wieder zu erkennen. Bei meiner zweiten Schwangerschaft brauchte ich keinen Test aus der Apotheke. Ich machte morgens unsere Spülmaschine auf, roch und wusste Bescheid. Zwei Tage später bestätigte die Ärztin meine Selbstdiagnose.

Beruhigende Erkenntnisse

Noch bis vor wenigen Jahrzehnten glaubten viele Ärzte, dass die Gebärmutter auf den Magen drücken würde und so mechanisch die Übelkeit verursacht. Das ist zu Beginn der Schwangerschaft, wenn die Gebärmutter noch klein ist, ziemlich unlogisch. Heute ist stattdessen der Zusammenhang zwischen dem Schwangerschaftshormon HCG und dem Unwohlsein bewiesen: Die Frauen, die ausgeprägte Beschwerden haben, haben meist auch einen besonders hohen HCG-Spiegel im Blut. Die Menge dieses Hormons ist zwischen der achten und der zwölften Woche auf dem Höhepunkt. Danach sinkt der Spiegel meistens und damit bessern sich bei den meisten Frauen die Symptome.

Auch wissenschaftlich belegt ist der Zusammenhang zwischen hohem HCG-Spiegel und niedrigem Fehlgeburtsrisiko. Frauen, die ausgeprägte Übelkeitsbeschwerden im ersten Drittel der Schwangerschaft hatten, erlitten seltener einer Fehlgeburt.

Also alles bestens?

Soll also Frau brav alles ertragen? Oder im Umkehrschluss: Sollten 25 Prozent der Frauen, denen es im ersten Drittel der Schwangerschaft blendend geht, sich über die Stabilität ihres Zustands Sorgen machen?

Nicht wirklich! Jede Frau reagiert unterschiedlich. Die Risiken einer Schwangerschaft sind immer individuell zu betrachten und haben mit Statistiken nicht direkt etwas zu tun.Wenn Sie nicht betroffen sind, freuen sich darüber und genießen Sie die Zeit.

Die Empfindlichkeit gegenüber dem HCG-Hormon ist unter anderem vererbbar. Wenn in Ihrer Familie (wie in meiner) noch heute über die Schwangerschaftsübelkeit Ihrer Mutter oder Großmutter gesprochen wird, sollten Sie auch aufpassen. Denn wenn es Frau häufig schlecht wird, verliert sie schnell an Flüssigkeit und kann relativ schnell austrocknen.

Was tun?

Wenn Sie schon kein Essen vertragen, trinken Sie viel! Wasser oder Schorlen. Manche Frauen vertragen Milch oder Orangensaft. Gute Alternativen sind wasserhaltige Früchte wie Melonen, Birnen oder Trauben. Gerne können Sie auch an einer Zitronenscheibe lutschen. Das dämmt in der Regel die Übelkeit ein.

Diese Tipps dämmen die Übelkeit ein:

  • Noch vor dem Aufstehen, einen Keks, Kräcker oder trockenes Brot essen. Das erhöht den Blutzuckerspiegel, der morgens immer besonders niedrig ist und die Übelkeit verstärkt.
  • Im Laufe des Tages immer wieder eine Kleinigkeit essen: Zwieback, trockene Früchte, rohe Haferflocken, eine Banane. Wenn der Magen immer beschäftigt ist, wird es Ihnen nicht so schnell schlecht.
  • Genug ausruhen und viel an der frischen Luft bewegen.
  • Frische Düfte wie Zitrone oder Orange vertreiben das Unwohlsein.
  • Ingwer (als Gewürz, Tee oder Tablette) vertreibt die Übelkeit und regt die Verdauung an.
  • Probieren Sie ein Armband gegen die Reisekrankheit (gibt es in der Apotheke). Es wirkt über den Akupressurpunkt am Handgelenk und kann schnell helfen.
  • Homöopathisch hilft Nux Vomica.
  • Gute Kräutertees gegen das Unwohlsein sind Melisse, Pfefferminze, Himbeerblätter, Kamille oder Hopfen.

Sollten Sie dennoch in Ihrem Alltag zu stark beeinträchtigt sein, zögern Sie nicht, Ihren Arzt und Ihre Hebamme aufzusuchen. Viele Hebammen haben eine entsprechende Akupunktur-Ausbildung und während der Schwangerschaft übernehmen viele Kassen die Akupunkturkosten. Der Arzt kann eine Therapie auf Vitamin B6-Basis (Pyridoxin) verschreiben, die unbedenklich für das Baby ist, und in den meisten Fällen wirksam ist.Wichtig: Obwohl man die Vitamin auch ohne Rezept kaufen kann, sollte man immer vorher den Arzt fragen

Weitere mögliche Therapien gegen Hyperemesis (so heißt das extremem Schwangerschaftserbrechen im Fachjargon), die auf jeden Fall eine ärztliche Rücksprache und enge Aufsicht bedürfen: Therapien, die auf Antihistamine, Phenothiazine oder Corticosteroide basieren.

Mehr zum Thema Schwanger fliegen bei Familothek: Mit Babybauch über den Wolken.

Hier bekommen Sie manche Hilfsmittel:

   

Bildquelle: aboutpixel.de / Junge Frau – Übelkeit © Benjamin Thorn

Gewinnspiel für Schwangere

Da ist frau schwanger und diese ständige Übelkeit macht es gar nicht leicht, sich und damit das Baby im Bauch wirklich täglich mit allen Nährstoffen zu versorgen.

Tipps gegen die morgendliche Übelkeit finden Sie hier: Haben Sie Schwangerschaftsübelkeit?

Wenn alles nicht hilft oder um ganz sicher zu sein, dass es dem Kind an nichts fehlt, darf man auch einmal zur Nahrungsergänzung greifen. Folsäure und andere wichtige Stoffe werden in der Schwangerschaft auch von Frauenärzten regelmäßig verschrieben.

Genug Nährstoffe zu sich nehmen, an die eigene Körperpflege denken und für die erste Zeit mit dem Baby einkaufen – puh, da muss frau Vieles besorgen! Wir von Familothek.de denken an hoffentlich fleißige zukünftige Leserinnen unseres Online-Elternmagazins und verlosen zusammen mit Orthomol Natal® fünf Schwangeren-Sets mit Vielem, was frau in dieser Zeit so braucht!

 

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Herzlichen Glückwunsch! Euch und allen anderen Schwangeren (und ihren Partnern) eine gute Schwangerschaft!

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Unsere Infos zur Schwangerschaft Woche für Woche finden Sie hier: Schwangerschaftskalender

 

 

Stillmafia

Eine Pekipgruppe mit zehn Babys zwischen drei und vier Monaten. Als eines der Babys beginnt zu quengeln und zu schreien, rührt die Mutter eine Flasche an und füttert das Baby.

Nach dem Treffen nimmt eine weitere Mutter der Gruppe auf der Straße die Frau zur Seite und sagt: „Na da bin ich aber froh, dass ich nicht die Einzige bin, die ihrem Kind die Flasche gibt“. Dies im Ton von „Psst, geheim, ich bin auch eine von „denen“. Den Müttern, die nach drei Monaten nicht mehr stillen.

Heutzutage scheint nicht klar zu sein, wann man seinem Kind Schlimmeres antut: Wenn man es nicht stillt oder wenn man es vernachlässigt. Die Stillmafia, ein Konglomerat aus Stillberatern (die davon schließlich leben) Hebammen und Verbänden, haben ganze Arbeit geleistet. Mit ihren Horromeldungen, mit welchen gesundheitlichen Problemen ungestillte Babys ihr ganzes Leben werden kämpfen müssen (Allergien, Übergewicht) setzen sie das Nichtstillen in der öffentlichen Meinung kurz hinter Kindesmißhandlung.

Mit der Meinung „jede Frau kann stillen“ verurteilen sie die, für die es aus verschiedensten Gründen nicht so leicht ist. Als seien dies Mütter, die eben nicht genung für ihr Baby tun wollen, sich nicht genügend anstrengen, um eine gute, eine stillende Mutter zu sein.

Sogar die Hersteller von Fertigmilchnahrung haben scheinbar Angst vor der öffentlichen Meinung zu diesem Thema und schreiben möglichst häufig „Sillen ist das Beste für Ihr Baby“ in ihre Werbung.

Und die Frauen? Haben Stress. Den haben sie sowieso, denn das Leben mit einem Säugling, die Umstellung, durchwachte Nächte…. Der Anspruch „ich muss stillen, komme was wolle“, ist da nicht wirklich hilfreich. Im Gegenteil, viele Experten sagen, dass Stress die Milchproduktion zusätzlich hemmt, Mutter und Baby unruhig macht.

Wer in späteren Jahren mit anderen Müttern auf die Babyzeit zurückkommt, erfährt Erstaunliches: Viele haben damals wahnsinnige Mühen auf sich genommen, nur um so lange wie möglich zu stillen: Brustentzündungen, langes Hängen der Pumpmaschine, mehrmals täglich, Brusthütchen,  lange sorgenvolle Nächte, weil es nicht klappt und die Hebamme eine Bemerkung gemacht hat…..

Und wenn man sich dann die gestillten, halbgestillten, lange oder ganz kurz gestillten Kinder anschaut: Ein Zusammenhang zwischen Allergien, Krankheitsanfälligkeit und der Stillzeit ist schlicht nicht feststellbar. Ist dieser persönliche Eindruck eine Ausnahme?

Liebe Stillberater und Co, fahrt bitte mal einen Gang runter! Es ist ja in Ordnung, Müttern dabei zu helfen, eine schöne Stillbeziehung mit ihrem Kind aufzubauen, wenn es klappt. Aber wenn nicht: Stillen ist kein Leistungssport und als den solltet ihr ihn bitte auch nicht betrachten!

 

Mit Babybauch über den Wolken

Dürfen Schwangere fliegen? Die Geschäfts- oder Urlaubsreise, die man früher bedenkenlos angetreten hat, bringt nun neue Fragen mit sich: Ist am Zielort auch ausreichende medizinische Versorgung vorhanden? Kann man das Klima gut vertragen? Auch die Anreise selbst müssen Schwangere jetzt besonders bedenken.

Die Flugreise unter anderen Umständen kann mitunter echte „Flugzeuge im Bauch“ verursachen. Besonders gegen Ende der Schwangerschaft sind zwei Aspekte zu beachten: Der geringere Sauerstoffgehalt in der Höhe und die Thrombosegefahr.

Mount Everest im Uterus“

In der regulären Flughöhe von Jets ist die Luft für den Menschen viel zu dünn. Deshalb wird der Luftdruck in der Kabine künstlich erhöht. Aus technischen Gründen ähneln allerdings Luftdruck- und Sauerstoffwerte im Flugzeug denen, die man auf der Erde in 2.500 Meter Höhe vorfindet. Um die Effekte der dünneren Luft zu kompensieren, steigt bei Schwangeren die Herzfrequenz an. Das Phänomen wurde plakativ „Mount Everest in Uterus“ genannt. Bei einer normalen Schwangerschaft, ist das kein Problem. Man sollte sicherheitshalber die geplante Flugreise in Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen dem Facharzt gegenüber erwähnen und sich individuell beraten lassen. Falls man aber ohnehin gerade unter Kreislaufproblemen leidet, ist eine lange Flugreise vermutlich keine so gute Idee.

Kompressionsstrümpfe im Handgepäck

Eine Schwangerschaft bringt eine Veränderungen im Gerinnungssystem mit sich, und damit steigt die Thromboseneigung. Experten stufen Schwangere als eine mittlere Risikogruppe in Bezug auf die sogenannte Reisethrombose ein. Vorbeugen ist nicht schwer: Viel trinken (kein Alkohol!), Gepäck in den oberen Ablagen verstauen, damit man immer genug Beinbewegungsfreiheit hat und Kompressionsstrümpfe Klasse 1 tragen. Neigt man zu Krampfadern, ist fachärztlicher Rat wieder nötig. Der Arzt kann dann Kompressionsstrümpfe der Klasse 2 und/oder eine verträgliche medikamentöse Prophylaxe verschreiben.

Strahlende Zweifel

Das umstrittenste Aspekt bei Flugreisen in anderen Umständen ist besonders in der ersten Phase der Schwangerschaft relevant und betrifft nicht direkt die Gesundheit der Mutter. Es ist die Gefahr der kosmischen oder Höhenstrahlung für die Entwicklung des Ungeborenen. Obwohl es inzwischen verbindliche und allgemein erkannte Messwerte gibt, sind sich die Wissenschaftler über deren Interpretation uneins. Das Problem: die Belastung kann beim Fliegen (je nach Route und Sonnenaktivität) wie auch auf der Erde (je nach Wohnort) stark unterschiedlich sein.

Insgesamt kann man sagen, dass eine Flugreise für das Baby eine höhere Strahlendosis bedeutet, als eine Röntgenaufnahme der Hand oder des Fußes der Mutter. Aber vergleicht man die kosmische Strahlung bei einem Kurzstreckenflug mit der normalen Strahlendosis, die durch das radioaktive Edelgas Radon in manchen Gegenden in der Oberpfalz oder im Schwarzwald natürlich in Wohngegenden austritt, ist erstere vernachlässigbar.

Also lieber in die Südsee jetten als zwei Wochen Schwarzwaldurlaub? Auch hier ist eine individuelle Analyse der Nutzen und Gefahren von Vorteil. Denn der Erholungseffekt einer Urlaubsreise ist nicht mit der einer Röntgenaufnahme vergleichbar. Und im Schwarzwald kommen trotz natürlicher Radon-Strahlung gesunde Kinder zur Welt.

Außerdem: Angst von Übelkeit während des Fluges? Tipps dazu hier bei Familothek.

Nimmt mich die Fluggesellschaft überhaupt mit?

Hat frau sich nun, gut beraten und ausgestattet, für die Flugreise entschieden, wird sie bei der Reiseplanung mit den nächsten Fragen konfrontiert. Aufgrund der oben genannten Risiken, die in der letzten Phase der Schwangerschaft zunehmen, befördern die meiste IATA-Fluggesellschaften Schwangere nur bis zur 36. Schwangerschaftswoche. Ausgenommen sind Risiko- und Mehrlingsschwangerschaften, bei denen immer einen ärztliches Attest verlangt wird. Natürlich versuchen auch Fluglinien die Gefahr zu minimieren, dass ein Flugzeug wegen der Wehentätigkeit einer Passagierin notlanden muss.

Wichtig: Maßgeblich ist dabei die Schwangerschaftswoche beim Rückflug. Nehmen Sie am besten Ihren Mutterpass mit in das Handgepäck.

Welche Fluggesellschaft?

Die Fluggesellschaften unterscheiden zwischen:

  • uneingeschränkte Beförderung, die formlos oder durch einen Selbstauskunftsbogen der Schwangeren gewährt wird und

  • eine eingeschränkte Beförderung, die in der Regel nur gegen eine Flugtauglichkeitsbescheinigung gewährt wird. Diese wird vom Arzt oder Hebamme ausgestellt und darf nicht älter als zwei Wochen sein (Datum des Rückflugs!),

Nicht alle Fluggesellschaften befolgen genau die IATA-Empfehlungen. Hier eine Aufstellung (Stand Mai 2012) einiger Fluglinien. Gerade bei eingeschränkten Beförderungsbedingungen (aber sicherheitshalber auf jeden Fall, weil solche Regelungen auch kurzfristig geändert werden können), immer bei der Buchung Rücksprache mit dem Reisebüro oder der Fluggesellschaft halten.

Und selbst wenn eine Fluggesellschaft zu dem Zeitpunkt keine Beförderung mehr offiziell gewährt, machen manche durchaus gegen eine ärztliche Flugtauglichkeitsbescheinigung auch mal Ausnahmen.

Fluggesellschaften die uneingeschränkt bis zur 36. Schwangerschaftswoche befördern:

4U – Germanwings

AB – Air Berlin

AC – Air Canada

AF – Air France (beschränkt sogar darüber hinaus)

NZ – Air New Zealand (beschränkt sogar darüber hinaus)

OS – Austrian Airlines

LH – Lufthansa (beschränkt sogar darüber hinaus)

OA – Olympic Air (beschränkt sogar darüber hinaus)

QF – Qantas

SK – SAS Scandinavian (beschränkt sogar darüber hinaus)

LX – Swiss (beschränkt sogar darüber hinaus)

X3 – TUIfly

UA – United Airlines (beschränkt sogar darüber hinaus)

 

Immer uneingeschränkt befördern nur:

AZ – Alitalia

CO – Continental Airlines (bis zur 39. Woche)

DL – Delta Airlines

 

Restriktivere Fluggesellschaften:

DE – Condor (bis zur 35. Woche)

BA – British Airways (bis zur 28. Woche, bis 36. nur mit eingeschränkten Beförderungsbedingungen)

CX – Cathay Pacific (bis zur 28. Woche, bis 36. nur mit eingeschränkten Beförderungsbedingungen)

MH – Malaysian Airlines (bis zur 28. Woche, bis 36. nur mit eingeschränkten Beförderungsbedingungen)

U2 – Easyjet (bis zur 28. Woche, bis 36. nur mit eingeschränkten Beförderungsbedingungen)

EK – Emirates Airlines (bis zur 28. Woche, bis zur Ende der Schwangerschaft nur mit eingeschränkten Beförderungsbedingungen)

IB – Iberia (bis zur 28. Woche, bis 36. nur mit eingeschränkten Beförderungsbedingungen)

FR – Ryan Air (bis zur 28. Woche, bis 36. nur mit eingeschränkten Beförderungsbedingungen)

 

Während der ganzen Schwangerschaft mit eingeschränkten Beförderungsbedingungen ist zu rechnen bei:

MU – China Eastern

KL – KLM Dutch Airlines

SQ – Singapore Airlines

TG – Thai Airways

TP – TAP Air Portugal

 

40. Schwangerschaftswoche

So entwickelt sich das Baby

Bis zum Tag der Geburt trainiert das Baby seinen Saugreflex, schluckt täglich bis zu drei Liter Fruchtwasser und scheidet es als Urin wieder aus. Auf diese Weise bereitet es Blase und Nieren auf ihre künftigen Aufgaben vor.

Das Baby hat nun weniger Platz und bewegt sich nicht mehr so häufig. Es schläft viel – in Erwartung des großen Tages!

 

Sie sind schwanger. Das ist jetzt wichtig

Sollte sich der neue Erdenbürger noch immer Zeit lassen, und geht die Schwangerschaft über den errechneten Geburtstermin hinaus, müssen Sie ab jetzt häufiger in die Klinik zur Kontrolle.

Die Berechnung des Geburtstermins hat ja einige Ungenauigkeiten – (siehe SSW 1) – es kann also gut sein, dass ihr Baby einfach noch eine Zeit braucht, bis es bereit, für das Leben außerhalb Ihres Bauches ist.

Die aufregende Zeit der Schwangerschaft ist nun bald zu Ende – es beginnt die noch aufregendere Zeit mit einem neuen Familienmitglied! Wenn Sie mögen, begleiten wir Sie bei Familothek gern weiter in Ihrem Leben als Eltern. Melden Sie sich zu unserem Newsletter an, folgen Sie uns auf Twitter oder werden Sie Fan der Familothek bei Facebook. Wir wünschen Ihnen viel Freude, viel Kraft und viele schöne neue Erfahrungen mit Ihrem Kind.

 

39. Schwangerschaftswoche

So entwickelt sich das Baby

Das Baby ist jetzt etwa 50 cm groß und wiegt ca. 3400 Gramm. Der Kopfdurchmesser beträgt ca. 100 Millimeter. Das Babyköpfchen ist ins Becken gerutscht. Die Käseschmiere liegt nur noch als dünner Film auf der Haut.

Sie sind schwanger. Das ist jetzt wichtig

In rund 30 Prozent aller Entbindungen kommt das Baby durch einen Kaiserschnitt auf die Welt. Bei manchen Fällen empfehlen Ärzte ganz deutlich einen Kaiserschnitt: Zum Beispiel wenn das Baby ungünstig liegt, die Plazenta vor dem Muttermund ist oder auch bei Mehrlingsgeburten. Manche Frauen überlegen aus verschiedenen Gründen einen medizinisch nicht notwendigen Kaiserschnitt. Hier einige Vor- und Nachteile:

 

Kaiserschnitt oder nicht?

Das spricht dafür:

  • Der Geburtstermin ist planbar.
  • Keine Schädigung des Beckenbodens durch Dehnung oder Einreißen, kein Dammschnitt oder Dammriss.
  • Keine Spätschäden des Beckenbodens (besonders Urinverlust).
  • Durch lokale Anästhesie (heute üblich) ist ein schmerzfreies Miterleben der Geburt möglich.
  • Die Säuglingssterblichkeit ist etwa 10- mal niedriger als bei einer natürlichen Geburt.
  • Das Risiko für Geburtsschäden des Kindes ist vernachlässigbar.

Das spricht dagegen:

  • Leichte Atemprobleme beim Neugeborenen treten häufiger auf, als bei einer natürlichen Geburt.
  • Die mütterliche Sterblichkeit ist geringfügig höher (sie ist allerdings heute in Deutschland extrem niedrig. Für alle Entbindungen 8-10 Fälle bei 100.000 Entbindungen).
  • Das Risiko für eine tiefsitzende Plazenta bei nachfolgender Schwangerschaft ist bei einem Kaiserschnitt höher.
  • Bei der Narbenheilung können Komplikationen entstehen.
  • Die folgende Entbindung ist meist wieder ein Kaiserschnitt.
  • In der Regel ein etwas längerer Klinikaufenthalt.

 

38. Schwangerschaftswoche

So entwickelt sich das Baby

Der Darm des Babys ist mit einer dicken, dunkelgrünen Masse, dem Mekonium oder auch Kindspech, gefüllt. Es ist eine Mischung aus Gewebestückchen des Darmes, verdickte Gallenflüssigkeit sowie eigene Haare und Hautzellen, die das Ungeborene mit dem Fruchtwasser verschluckt hat. Normalerweise scheidet das Baby das Mekonium in den ersten Tagen seines Lebens aus. Tut es das vorzeitig noch im Mutterleib und wird das Fruchtwasser grün, ist das ein Hinweis dafür, dass es dem Baby nicht gut geht.

 

 

Sie sind schwanger. Das ist jetzt wichtig

Immer häufiger können Sie jetzt Vorwehen bekommen. Die Gebärmutter übt schon einmal für den großen Tag. Bei vielen Schwangeren stagniert das Gewicht kurz vor der Geburt. Sie nehmen nicht mehr zu, manche verlieren sogar ein bis zwei Kilo. Während die eine jetzt einen großen Appetit hat, hat die andere gar keinen mehr. Beides ist normal.

Schon jetzt können Sie sich auf die Suche nach einem Kinderarzt für den neuen Nachwuchs begeben. Denn die ersten Untersuchungen des Babys (U3 ) sind schon bald nach der Geburt fällig.

 

37. Schwangerschaftswoche

So entwickelt sich das Baby

97 Prozent aller Babys haben nun ihre endgültige Geburtsposition erreicht und liegen mit dem Kopf nach unten. Der Geschmackssinn des Babys ist jetzt sehr ausgeprägt: Nie wieder wird das Baby so viele Geschmacksknospen auf der Zunge tragen, wie kurz vor der Geburt.

Das Ungeborene bekommt über die Nabelschnur einen wichtigen Schutz für die erste Zeit auf der Welt: Es erhält die Antikörper der Mutter und ist so nach der Geburt für mindestens 6 Monate vor Krankheiten geschützt.

 

 

Sie sind schwanger. Das ist jetzt wichtig

Manchen Schwangeren hilft Akupunktur zur Vorbereitung auf die Geburt. Informieren Sie sich bei Ihrer Hebamme oder im Krankenhaus, ob dies auch bei Ihnen angeboten wird.

Der Bauchumfang der Mutter kann über einen Meter betragen. Die Vorwehen können so stark sein, dass sie mit Geburtswehen verwechselt werden. Wenn Sie nicht sicher sind, gehen Sie in die warme Badewanne. „Echte“ Wehen verstärken sich im warmen Wasser, „unechte“ hören nach kurzer Zeit wieder auf.

 

 

 

36. Schwangerschaftswoche

So entwickelt sich das Baby

Die Fingernägel erreichen nun die Fingerkuppen und wachsen sogar darüber hinaus. Bei den männlichen Babys wandern die Hoden in den Hodensack. Ab jetzt bis zur Geburt nimmt das Baby nur noch 100 bis 200 Gramm pro Woche zu.

 

 

Sie sind schwanger. Das ist jetzt wichtig

Wie ist Ihr Eisengehalt im Blut? Kurz vor der Geburt sollte er er sehr gut sein: Viele Probleme im Wochenbett, wie die ohnehin große Müdigkeit nach der Geburt sowie bei der Tag – und Nachtbetreuung des Babys, können durch Eisenmangel noch einmal verschlimmert werden.

Wo ist die Plazenta? Sitzt sie vor dem inneren Muttermund, teilweise oder ganz (Plazenta previa), kann das beim Öffnen des Muttermundes während der Geburt zu starken Blutungen führen. Leider erfordert dies immer einen Kaiserschnitt.

 

35. Schwangerschaftswoche

So entwickelt sich das Baby

In der 35. Woche ist die Lungenreife komplett abgeschlossen. Bei Frauen, die immer wieder vorzeitige Wehen hatten, ist dies sogar früher der Fall. Warum? Bei Stress schüttet die Nebennierenrinde das Hormon Kortison aus. Wehen sind Stress für das Ungeborene – es produziert selbst Kortison und fördert dadurch seine eigenen Lungenreife.

 

 

Sie sind schwanger. Das ist jetzt wichtig

Spätestens jetzt befällt die meisten Schwangeren der sogenannte „Nestbautrieb“ – sie wollen alles für das Baby vorbereiten: Kinderzimmer, Autositz, Strampler, Windeln, Schnuller, Kinderwagen….Dagegen ist gar nichts zu sagen – schließlich wird es langsam ernst und die werdende Mutter muss sich auf das Kommende vorbereiten. Wobei es meist gar nicht darum geht, dass sie die Windeln bis zum 5. Monat jetzt schon parat hat. Es geht eher darum, sich mit dem Ungewohnten – ein Kind zu haben – in Ruhe vertraut zu machen.

Da passt es ganz gut, dass die Schwangeren, die in einem Angestelltenverhältnis arbeiten, jetzt im Mutterschutz sind: Der Mutterschutz beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin.