Alle Artikel von Julia Leidel

Haltbarkeit von Ostereiern

Abgeschreckt hat keinen Zweck! Wenn Ostern vor der Tür steht – oder gerade vorbei ist, stellen sich jedes Jahr wieder die gleichen Fragen:

Wie lange kann ich gefärbte Eier aufbewahren? Sind braune oder weiße Eier besser? Lassen sie sich auch noch schälen, wenn man sie nicht abschreckt? Wie viele Eier kann ich essen, ohne dass mein Cholesterinspiegel steigt? Sind Eier eigentlich gesund?

  • Ja, Eier sind gesund. Sie enthalten Vitamin A und D, das Zellschutzvitamin Folat, das Stoffwechselvitamin Biotin und verschiedene Mineralstoffe wie Calcium, Phosphor, Natrium, Kalium sowie Zink und Eisen.
  • Und ja, Eier enthalten auch Cholesterin. Aber verschiedene Studien sind letztendlich zu dem Schluss gekommen, dass auch ein erhöhter Eierverzehr sich nicht negativ auf den Cholesterinspiegel auswirkt. Außerdem geht Ostern ja auch wieder vorbei.

 

Wann sind Eier am besten schälbar?

Das Alter des Eis spielt eine Rolle für die Schälbarkeit. Eier, die 14 Tage alt sind, eignen sich hervorragend zum Kochen. Denn nach etwa 14 Tagen ist aus dem frischen Ei bereits soviel Wasser verdampft, dass sich eine deutlich größere Luftkammer im Inneren gebildet hat. Diese gleicht nicht nur Druckunterschiede beim Kochen aus und vermindert damit das Risiko von Beschädigungen, sondern erhöht die Schälbarkeit deutlich. Durch Abschrecken eines Eis stoppen die Köche nur den Garprozeß – ob ein Ei sich schälen lässt, wird dadurch nicht beeinflusst.

 

Braune oder doch lieber weiße Eier?

Die Farbe der Eier hat keinen Einfluss auf Inhaltstoffe oder Qualität. Sie entsteht durch eine Pigmentablagerung in der Schale und hängt von der Hühnerrasse ab. Wichtig ist hingegen eine möglichst glatte Schale, da beim Kochen weniger häufig Schalenrisse auftreten, durch die mögliche Bakterien in die Schale gelangen können.

 

Wie lange kann man gefärbte Eier aufheben?

Das Schweizerische Bundesamt für Gesundheit hat im Jahr 2002 eine Versuchsreihe mit Eiern gemacht und empfiehlt folgende Lagerungszeiten:

  • Nicht abgeschreckte Eier können bei Raumtemperatur 1 Monat (jawohl einen ganzen Monat) aufbewahrt werden.

  • Abgeschreckte Eier dagegen halten sich bei Raumtemperatur (22°C) nur 2-3 Tage, im Kühlschrank 1-2 Wochen.

Quelle: Schweizerisches Bundesamt für Gesundheit Abteilung Lebensmittelwissenschaft (Bulletin Nr. 12 vom 18.März 2002)

 

Warum ist das Abschrecken entscheidend?

Über das Abschreckwasser können durch kleine Risse in der Schale Bakterien ins Innere des Eis gelangen und es in wenigen Tagen verderben. Wer gefärbte Eier eine Zeit lang aufheben will, sollte also unbedingt auf das Abschrecken verzichten. Bei etwas verschmutzten Eiern sollte man grundsätzlich eventuelle Kotrückstände nie unter fließendem Wasser abwaschen. Dadurch wäscht man Bakterien erst recht ins Innere des Eis. Lieber mit einem trockenen Tuch vorsichtig entfernen.

Ganz sicher geht man mit dem Kauf industriell gefärbter Eier. Denn diese werden durch das Abkochen steril und die spezielle Lackschicht verhindert das Eindringen von Keimen. Dadurch sind die Eier selbst bei Zimmertemperatur mehrere Monate haltbar.

 

Sind Eier mit grünlich-blauem Rand verdorben?

Nein. Der Rand entsteht, wenn Eier zu lange oder zu heiß gekocht werden. Dabei vollzieht sich eine chemische Reaktion zwischen dem Eisen im Eigelb und dem Schwefel im Eiweiß, die sich zu Eisensulfid verbinden. Die Verfärbung ist gesundheitlich unbedenklich.

 

Warum soll man Eier nicht mit Silberlöffeln essen?

Auch hier entsteht eine chemische Reaktion: Beim Kochen des Eis entsteht Schwefelwasserstoff, der sich mit der Silberauflage des Löffels zu Silbersulfid verbindet: Der Löffel bekommt einen schwarzen Belag und das Ei einen unangenehmen metallischen Geschmack.

 

Wie erkenne ich, ob mein Ei auch tatsächlich vom Biobauern ist?

Woher ein Ei kommt, können Sie am Erzeugercode erkennen, der auf jedem Ei aufgedruckt ist. Die erste Nummer gibt an, wie die Hühner gehalten wurden: 0 steht für Öko, 1 für Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung und 3 für Käfighaltung. Dann folgt die Abkürzung für das Erzeugerland. DE steht dabei für Deutschland. Die nächsten Zahlen geben den Legebetrieb und die Stallnummer an.

 

Ist mein Ei auch wirklich frisch?

Um das zu beantworten gibt es einen einfachen alten Trick: Legen Sie das Ei vor dem Kochen in ein Glas mit Wasser. Sinkt es zu Boden, ist es frisch. Je älter es wird, desto mehr Wasser entweicht aus dem Inneren und es füllt sich mit Luft. Ein etwa 4 Wochen altes Ei schwimmt an der Oberfläche.

 

Und bei hart gekochten Eiern? Wie erkenne ich es da?

Verschiedenen Quellen zufolge schneidet man das gekochte Ei der Länge nach auf. Bei einem frischen Ei sitzt der Dotter in der Mitte des Eis. Je älter das Ei ist, desto näher wandert der Dotter an den Rand.

Foto: Donar Reiskoffer

 

Jetzt geht’s raus – Naturerlebnispfade

Wie alt wird ein Baum? Warum sind die Moore wichtig für den Klimaschutz? Wie funktioniert ein Baumtelefon und was ist ein Waldorakel?

Auf diese und viele andere Fragen geben immer mehr Naturerlebnispfade in Wald und Flur eine leicht verständliche und anschauliche Antwort. Liebevoll angelegt von lokalen Organisatoren, laden sie zum Familienausflug ein: Den Wald fühlen, riechen, hören, sehen und sogar schmecken.

Erlebnispfade in Deutschland, Österreich und der Schweiz

In ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz sind ab April oder Mai die Erlebnispfade wieder komplett begehbar, so dass kleine und große Entdecker meist ab 9:00 Uhr morgens bis zum Einbruch der Dunkelheit spielerisch die Geheimnisse der Natur erforschen können. Der Eintritt ist fast immer frei. Schon Bernhard von Clairvaux (burgundischer Mönch und Kirchenlehrer, 1090 – 1153) wusste: „…., du wirst in den Wäldern mehr finden als in den Bücher. Bäume und Steine werden dich lehren was du von keinem Lehrmeister hörst.“

 

Spaß und Informationen

R-o-t- bu-che-e – buchstabiert Johanna, 7 Jahre, das Schild über einem Baum mit rötlichen Blättern.Zahlreiche Bilder und Schautafeln informieren über Pflanzen, Tiere, Lebensräume und Klima der jeweiligen Region. Ob sich Johanna den so mühsam entzifferten Namen merkt? Manche Lehrpfade beschäftigen sich mit der Geschichte der Gegend oder tierischen Bewohnern von vor langer Zeit, den Dinosauriern.

Interaktives Lernen

Immer mehr Naturlehrpfade sind interaktiv gestaltet. Da gibt es Früchte-Schaukästen, Klanggärten und Baumtelefone. „Ich hab die Augen zugemacht und das Holz war ganz stachelig“, strahlt Konstantin, 5 Jahre. Barfuß-Tastpfade sind auf den Pfaden oft zu finden – und am besten mit geschlossenen Augen zu begehen: Auf angelegten Wegen geht es nach Gras über Holz- und Rindenmulch, dann durch körnigen Sand und über massierenden Kies. Lehmige Erde, raues Gestein, naturgewachsenes Holz und erfrischendes Wasser wecken die Sinne.

Verständnis für die Umwelt fördern

Für die Abenteuerlustigen bieten manche Anlagen ein Labyrinth, in anderen müssen Kinder und Erwachsene ein Baumrätsel lösen oder können auf einer Holzorgel spielen. Neben Spaß und Erholung sollen die Erlebnispfade dazu beitragen, das Verständnis für Natur, Landschaft und Umwelt zu fördern.

Über das Internet findet sich mit Sicherheit auch einen Naturpfad in Ihrer Nähe und ist nicht nur im Urlaub sondern den ganzen Sommer über ein spannendes Erlebnis.

Hier ein Link für Dinosaurier-Freunde:
http://www.thueringer-geopark.de/?page_id=677

Diese Seite bietet eine große Auswahl an:
http://www.naturparkschwarzwald.de/sport-erlebnis/erlebnispfade

Und auch in der Schweiz und in Österreich gibt es viel zu entdecken:
http://www.myswitzerland.com/de/erlebnisse/ausfluege-sommer.html
http://www.kleinwalsertal.com/bergsommer/kultur-natur/erlebnis-lehrpfade.html

Oder einfach das Stichwort Naturerlebnispfad und den gewünschten Ort eingeben. Viel Spaß beim Entdecken!

Foto: Staudinger GmbH

 

Gut gekühlt bleibt’s wertvoll

Die Muttermilch ist für Babys in den ersten Monaten zweifelsohne die beste Nahrung. Immer mehr Mütter sind in dieser Zeit schon wieder für einige Stunden berufstätig oder möchten einen Termin ohne Baby wahrnehmen. Dafür muss keine gut funktionierende Stillbeziehung aufgegeben werden.

Tipps zum Aufbewahren von Muttermilch

  • Abgepumpte Muttermilch hält sich bei circa vier Grad in Kühlschrank mindestens drei Tage.
  • Tiefgefrorene Muttermilch kann man sogar noch nach 6 Monaten verwenden. Zum Auftauen sollte die Milch 24 Stunden in den Kühlschrank lagern.
  • Muttermilch bei Kühlschranktemperatur schonend im Wasserbad oder unter fließendem warmen Wasser erwärmen.

Und wie kann die stillende Mama dies am besten nutzen? Beispielsweise wenn frau voll stillt und genug Milch für einen Abend woanders abpumpen möchte? 24 Stunden vorher anfangen, immer wieder zwischendurch kleine Menge abpumpen, bis man ein volles Fläschchen hat. Wenn die Milch nicht länger als 24 Stunden in Kühlschrank lagert, darf man noch frisch abgepumpte Muttermilch dazugeben. Ist der Abend gekommen, kann die Betreuungsperson das volle Fläschchen einmal erwärmen und füttern.

Absolute Don’ts

  • Einmal aufgetauchte Muttermilch nicht wieder einfrieren.
  • Einmal bereits aufgewärmte Milch darf nicht nochmal verfüttert werden. Die Reste also immer wegkippen.
  • Muttermilch nicht in der Mikrowelle erwärmen, da diese Methode wichtige Bestandteile leider zerstört.

 

Foto: aboutpixel.de / Saugstelle. © Jan Gropp

Duden Grundschul-Lexikon

Brauchen Kinder heutzutage ein gebundenes Lexikon oder sollen sie lieber gleich Wikipedia kennenlernen?

Wir glauben: Schön, wenn sie lernen, wie man in einem gebundenen Buch recherchiert – und dies am besten kindgerecht. So wie beim Grundschul-Lexikon vom renommierten Duden Verlag.

Wie nutzt man ein Lexikon?

Luzie und ihr Hund Ben begleiten die jungen Leser durch das Grundschul-Lexikon und geben immer wieder spannende Zusatzinformationen, Hilfen und Nachschlagetipps. Der Einleitungstext erklärt, wie man sich im Lexikon am besten zu recht findet und wie man die „Sonderseiten“zum Thema Schulwissen erkennt. Und dann kann es auch schon losgehen! Mit vielen Bildern und kindgerechten, leicht verständlichen, kurzen Artikeln erfahren Lexikonanfänger hier viel Interessantes und Spannendes. Querverweise laden zum Stöbern und Schmökern unter den 650 Begriffen und 2000 zusätzlichen Suchschlagworten ein.

Schulwissen kompakt

In der Rubrik Schulwissen finden Grundschüler nützliche Tipps zu Rechtschreibung, Zeichensetzung und Fachbegriffen. Erste Sätze auf Englisch und ein kleiner Einblick in die Grammatik wecken das Interesse an der Sprache. In der Abteilung Mathematik kann man neben den Grundrechenarten auch Maßeinheiten und Fachbegriffe der Geometrie finden. Der Sachunterricht behandelt Pflanzen und Tiere, aber auch die Bundesländer mit ihren Hauptstädten sowie eine Europa- und eine Weltkarte. Ein kleine Einführung in die Welt der Musik rundet das Angebot ab.

Früher und heute

Zwischen den Artikeln finden sich gelegentlich Seiten unter dem Motto „Früher und heute“ oder „Hier und anderswo“. Hier erfahren die Kinder beispielsweise, wie sich die Berufe im Laufe der Jahre entwickelt haben oder was Menschen auf der anderen Seite der Erde essen.

Das Lexikon orientiert sich an den Bildungsplänen der Grundschulen und wurde von Grundschulpädagogen entwickelt. So kann es Antworten auf die meisten Fragen von Kindern dieses Alters geben. Aber am wichtigsten: Es macht einfach Spaß darin zu lesen!


Grundschul-Lexikon, Duden Verlag, Preis: 22,95€ (Deutschland) bzw. 23,80€ ( Österreich)

 

Gestatten Sie? Frau Frühling!

„Guten Tag, Herr Winter!“ Die Namen der Jahreszeiten sind in Deutschland die am meisten verbreiteten Familiennamen.

Herrn und Frau Sommer gibt es ca. 48.000 Mal und Herrn und Frau Winter 47.000 Mal. Beide sind unter den am meisten verbreiteten 50 Familiennamen im Lande.

Was ist aber mit Herrn und Frau Frühling? Diesen Namen gibt es nur circa 1.500 Mal. Warum? An der Beliebtheit der Jahreszeit kann es nicht liegen!

Das Wort Frühling ist erst im 15. Jahrhundert in Gebrauch gekommen. Zu diesem Zeitpunkt war die Bildung der Familiennamen fast komplett abgeschlossen. Der frühere Begriff für Frühling, Lenz, ist ein ebenfalls verbreiteter Nachname in Deutschland: Circa 20.000 Leute tragen ihn.

Bild: aboutpixel.de / the spring is my love © Stefan Zimmer

Der kleine grüne Drache

Kleine, einfache Geschichten, ein bisschen dem Kinderalltag entnommen, ein bisschen fantastisch und sehr, sehr süß – das sind die Geschichten vom kleinen grünen Drachen.

Der kleine grüne Drache kann kein „ch“ sprechen und kein Feuer spucken und wurde deshalb vom großen grünen Berg der Drachen vertrieben. Nun möchte er gerne beim kleinen Jungen Morris und seiner Großmutter leben. Doch die Großmutter will nur „nützliche“ Tiere im Haus haben. Da bietet das neue Haustier an, er könne „sönen grünen Qualm massen“ oder ein Karussel sein. Die Großmutter findet das zwar unnütz, erlaubt dem Drachen aber dennoch zu bleiben. Von nun an versuchen Morris und der kleine grüne Drache herauszufinden, was „nützlich“ eigentlich ist, und versuchen die Großmutter immer wieder von ihrer „Nützlichkeit“ zu überzeugen.


Das große Buch vom kleinen grünen Drachen von Ursula Fuchs wurde von Christine Brand illustriert und ist im Gulliver Verlag erschienen. Es ist ab 6 Jahren empfohlen und kostet € 6, 95

Wahnsinnig empfehlenswert, aber leider nicht mehr im normalen Handel zu bekommen: Die Hörkassette der Deutschen Grammophon, die von der Gutenachgeschichten-Erzählerin des Radio-Bremen-Kinderfunks Anne Rottenberger gelesen wurde. Wer den kleinen Drachen also sprechen hören möchte „iss bin ein nützliser Drasse“, kann die Kassette gut über Amazon oder weitere Second-Hand-Anbieter im Internet teilweise sehr preisgünstig bekommen.

Redaktionelle Mitarbeit: Julia Leidel