Gute Eltern-Infos für die Medienerziehung

Die Medienwelt ist bunt – und manchmal gefährlich für Kinder. Aber eine gute Medienerziehung kann schützen. Und was muss ich als Eltern dazu wissen? Informationsportale, Initiativen & Co geben Ratschläge zu Themen wie Mediennutzung von Kindern, Internet, Fernsehen, Computerspiele und Co. Oft weiß man erst einmal nicht, wer dahinter steckt.

Da wir in Deutschland außerdem den Föderalismus haben, fühlen sich im Zweifel sechzehn verschiedene Stellen der öffentlichen Hand besser oder schlechter bemüßigt, Ratschläge und Tipps zur Medienerziehung zu geben. Viele Infos sind in erster Linie gut – aber auch verwirrend. Hier deshalb eine kleine Auswahl, welche weiterführenden Infos zum Thema Medienerziehung wir empfehlen können:

Schau hin Newsletter

„Schau hin“ nennt sich selbst „Medienratgeber für Familien“. Dahinter steht neben dem Bundesfamilienministerium und den öffentlichen Fernsehsendern das Erste und ZDF auch die TV – Zeitschrift TV Spielfilm sowie der Telefonanbieter Vodafone. Also ein Mix aus privatwirtschaftlichen und öffentlichen Stellen.

Ein kostenloses Newsletterprogramm verschickt an Interessenten 30 Tage lang alle zwei Tage einen Newsletter mit thematischem Schwerpunkt. Die Mails bieten einen schönen Überblick über alle Medienfragen, die einem als Eltern mit Kindern in einem bestimmten Alter so am Herzen liegen. Das geht von Computernutzung über Fernsehen bis zu Werbung, Lernspiele oder Handynutzungstipps. Der kurze Newsletter hat jeweils eine Fülle weiterführender Links zum jeweiligen Thema. Es gibt drei Varianten je nach Altersstufen 3-6 Jahre, 7-10 Jahre und 11-13 Jahre.

Wer also Kinder hat, die beginnen, sich ganz besonders mit dem einen oder anderen Medium zu befassen – unbedingt abonnieren!

Zum Thema Online-Spiele haben wir uns mit einer Medienpädagogin von Schau hin unterhalten.

Flimmo TV

Der Verein „Programmberatung für Eltern e.V.“ gibt einen aktuellen Fernsehratgeber für Eltern heraus. Die Initiative, an der sich fast alle Landesmedienanstalten Deutschlands beteiligen, bespricht laufende Sendungen im Fernsehen unter dem Aspekt, welche für ein gewisses Alter geeignet sind, gerade noch akzeptabel oder auch schädlich sein können. So zum Beispiel Sendungen, die Realität mit Soap-Charakter vermischen oder einem gefährlichen Schönheitsideal huldigen. Geschmacksfragen werden dabei allerdings nicht beleuchtet – was für Eltern vielleicht albern und ohne pädagogischen Wert erscheint, aber harmlos ist und unterhält, wird auch so eingestuft. Flimmo gibt es ganz neu auch als App.

Klicksafe

Als Initiative für mehr Sicherheit im Internet, gegründet im Auftrag der Europäischen Kommission nennt sich Klicksafe auch „EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz“. Das Projekt führen die Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz und die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen gemeinsam. Auch hier gibt es eine Fülle von Elternratgebern, Broschüren, Tipps und Flyer zu den unterschiedlichsten Medienthemen. Wer sich nicht beispielsweise 52 Seiten zum Thema Social Communities herunterladen möchte, kann die Infos kostenlos gedruckt bestellen. Dann bekommt er (oder sie) umfangreiche Infos zum Thema, um mit den eigenen Kindern auf einer Wellenlänge diskutieren zu können.

2 Kommentare

  1. Schöne Zusammefassung – ich teste gleich mal „Schau hin“ – hier der Link: http://www.schau-hin.info/

    • Claudia Minke

      Vielen Dank für den Hinweis und den Link – und viel Spaß beim Ausprobieren! Claudia

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