Kategorie: Erziehung

Es war einmal…. Märchen heute vorlesen?

Schneewittchen, Frau Holle, Rotkäppchen… wie zeitgemäß sind Märchen heute?

Wenn in den Radionachrichten von Grausamkeiten die Rede ist, schalten Eltern um, wenn ihre Kinder dabei sind. Und niemand käme auf die Idee, den Nachwuchs unter zehn in neueste Horrorstreifen zu schleppen. Aber gleichzeitig sollen wir ihnen Geschichten von Hexen im brennenden Ofen, abgehackten Fersen und ausgestochenen Augen vorlesen?

Trotzdem – viele Kinder lieben Märchen Die klare Aufteilung in gut und böse und die recht einfache Struktur machen sie kindgerecht. Märchen bieten Orientierung in der kindlichen Welt: Gut und böse ist sehr klar verteilt und meistens gewinnt das und der Gute.

Aber: Werden mit den Märchen nicht auch die antiquierten Vorstellungen des Mittelalters an unsere Kinder vermittelt? Schöne Königstöchter werden prinzipiell als Gewinn an Märchenhelden vergeben, grausame Strafen für Vergehen (teeren, federn und so weiter) sind an der Tagesordnung.

Davon abgesehen: In vielen alten Geschichten und Fabeln steckt eine Menge Lebensklugheit. Da ist der kleine Held schwach und wird unterschätzt, kommt aber mit Witz und Intelligenz zum Ziel (Sieben auf einen Streich / Däumeling). Stellvertretend durchleben unsere Kinder mit Märchen Konflikte – in einer fantastischen Welt und deshalb wie im Spiel für sie. Märchen regen die  Fantasie an, und auch dies ist eine schöne Wirkung. Und gerade die überlieferten alten Märchen aus dem deutschsprachigen Raum bieten den allerersten Zugang zu unserer Kultur.

Also dann doch Märchen – aber wie und wann?

Zuerst einmal: Nicht jedes Märchen ist für jedes Kind in jedem Alter geeignet. Wer ein schreckhaftes Kind mit eher zu viel Fantasie hat, sollte vielleicht nicht schon der Dreijährigen „Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen“ vorlesen. Also lieber vorsichtig anfangen und immer beobachten, wann es genug ist. Und Märchen erst einmal vorlesen, bevor man die CD oder gar DVD einlegt. Das Vorlesen hat den Vorteil, dass Eltern ihren Kindern ungewohnte Situationen erklären können: Dass man heute solche grausamen Strafen in unserem Land nicht mehr verhängt; dass früher die Mädchen eben nicht gefragt wurden, wen sie heiraten wollten, sie heute selbst entscheiden, und so weiter. So nähern sich Große und Kleine gemeinsam Schritt für Schritt der wunderbaren, fantastischen und vielseitigen Welt der Märchen.

Hier eine Sammlung der besten Märchenlinks im Internet

  • Hier kann man nicht nur Märchen kostenlos im Internet lesen, sondern sich sogar als Newsletter  per E-Mail zusenden lassen: http://www.internet-maerchen.de/
  • Diese Seite bietet die klassischen Märchen nach Autoren sortiert und mit einer kurzen Biografie versehen. : http://www.1000-maerchen.de/. Hier gibt es Brüder Grimm noch im Original zu lesen.Leider ist die Schrift nicht sehr lesefreundlich. Am besten größer ausdrucken!
  • Diese private Homepage bietet neben vielen verschiedenen klassischen Autoren auch eigene Märchen, sowie antike Sagen und antike Autoren, ethnische Märchen und sogar englischsprachige Elemente. http://www.maerchen.net/ Die Aufmachung der Webseite ist Geschmackssache, aber als Märchenfundus unendlich vielseitig.
  • Auch bei Spiegel Online kann man beim Gutenberg-Projekt Märchen, Geschichten, Fabeln usw. kostenlos im Internet lesen, zum Beispiel alle Märchen von Hans Christian Andersen: http://gutenberg.spiegel.de/
  • Auf dieser Seite kann man Grimms Märchen in verschiedenen Sprachen lesen und als Hörbuch anhören: http://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/index
  • Wer die Kurzfassungen lesen will, um sich schöne Märchen auszusuchen: http://www.maerchen-archiv.de/

Bild: Franz Jüttner (1865 – 1925)

Wie kommen wir ohne Trotzanfall nach Hause?

Neeeein, ich will nicht nach Hause“ – die dreijährige Sofia wirft sich brüllend in den Sand des Spielplatzes. Andere Eltern schauen auch schon herüber, denken vielleicht „Puh, ich heute nicht“. Ruhig bleiben, ist hier wieder einmal angesagt. Und darüber hinaus gibt es gerade in dieser Situation Möglichkeiten, den Abschied etwas zu erleichtern:

  • Kinder haben bis zum Schulalter keinerlei Zeitgefühl. Sie müssen also nicht wissen, dass es jetzt bald Zeit für das Abendessen ist, auch wenn die Sonne schon lange Schatten wirft. Deshalb sollten Sie Ihr Kind auf jeden Fall darauf vorbereiten, dass bald der Abschied naht. Und zwar am besten 5-10 Minuten vorher, damit sich das Kind darauf vorbereiten kann.
  • Ist es dann soweit, lassen Sie am besten das Handy klingeln (um den Ablauf der fünf Minuten anzuzeigen). Dieses Wunderding wird interessanterweise lieber akzeptiert, als die Stimme von Mama. Mehr dazu hier: Erziehen Sie auch mit Eieruhr?
  • Wenn Sie Glück haben, gehen die Eltern eines Freundes noch ein Stück Weg mit Ihnen nach Hause. Am besten verabreden Sie sich gleich zu Beginn für eine Heimgeh-Zeit.
  • Manche Kindern hilft es, sich nicht nur von Menschen, sondern auch von den Dingen zu verabschieden. „Tschüss Schaukel, bis morgen“, oder „Wiedersehen Trampolin“ kann Mutter und Kind einen stressfreien Heimweg bescheren. Beliebt ist es auch, wenn die Kleinen sich vorstellen können, dass die Rutsche jetzt schlafen geht. Dann sollten allerdings nicht noch zwanzig ältere Kinder darauf herumturnen. Aber manchmal passt ja auch dies.

Foto: aboutpixel.de / böser Blick © Rainer Sturm

Smartphone für jüngere Kinder – pro und contra

Irgendwann wird auch Ihr Kind wahrscheinlich ein Smartphone besitzen wollen – schließlich haben wir, die Eltern, meist auch eins. Aber ab wann ist das passende Alter dafür? Wie immer ist das individuell sehr verschieden. Damit Sie als Eltern den richtigen Zeitpunkt für Ihr Kind finden, hier ein Pro und Contra sowie ein paar Tipps zum Thema Handy und Kinder. Gewichten Sie selbst, welches Argument bei Ihnen und Ihrer Situation zu Hause schwerer oder leichter wiegt:

Smartphone für Grundschüler Pro

  • Sicherheit: Auf allen Wegen immer erreichbar für „Komm-nach-Hause“ oder „ich hole Dich später – Nachrichten. Sehr praktisch!
  • Wer es ganz genau wissen will oder muss, kann einen Standort-Software aktivieren und weiß dann immer genau, wo sich das eigene Kind gerade befindet.
  • SMS  – die Kleinen schreiben ihre Nachrichten selber und lernen dabei gleich tippen und Sätze formulieren.
  • Fotos machen, Filme drehen – das macht auch jüngeren Kindern sehr viel Spaß – und wahnsinnig kreativ sind sie meist sowieso.
  • Mit einer coolen App lernt es sich doch gleich viel leichter für die Schule!
  • Und wenn der Nachwuchs argumentiert, dass er eines „braucht“ um dazuzugehören? Weil „alle“ aus der Klasse eines haben? Wirklich, wirklich? Vielleicht erzählen dies die schlauen Kinderchen ja zu Hause bei allen Eltern der Klasse (Sie erinnern sich, klassischer Trick: „der andere darf aber auch…“)

Smartphone für Grundschüler Contra

  • In diesem Alter wird gerne Vieles vergessen und verloren – und vielleicht auch einmal das Smartphone…Also: Höchstens ein Prepaid-Handy.
  • „Kostenfalle Handy“ – das gilt besonders für ein Smartphone in Kinderhand: Kostenpflichtige Apps herunterladen, im Ausland telefonieren, Betrügern mit dubiosen Anrufnummern auf den Leim gehen – es gibt viele Möglichkeiten, das Taschengeldkonto stark zu überziehen. Also besser – genau – Prepaid.
  • Mit einem Smartphone kann Ihr Kinderzeit jederzeit unkontrolliert ins Internet – auf jede Internetseite und auch zwei Stunden lang. Ein Tipp: Keinen Datenvertrag abschließen und das Kind nur zu Hause ins W-LAN einloggen lassen – dann haben Sie als Eltern über Zeit und Internetseiten noch Kontrolle. Apps können Ihnen als Eltern helfen, den Zugriff Ihrer Kinder auf verschiedene Funktionen einzuschränken und zu überwachen.
  • Viele Erwachsene können ohne ihr Smartphone nicht mehr aus dem Haus gehen, viele Jugendliche sitzen mit der Nase vorm Handy am Essenstisch. Muss das also wirklich so früh anfangen? Jump ’n Run auf dem Minibildschirm statt fangen spielen in der Grünanlage? Bitte nicht!

 

 

Smartphone-Regeln für Teenager

Irgendwann kommt der Tag: Der Teenager oder „Fast-Teenager“ bekommt ein Smartphone. Wann es soweit ist, das ist individuell verschieden. Zum Thema „Smartphone für jüngere Kinder?“ haben wir uns schon einmal ein paar Gedanken gemacht.

Doch mit dem eigenen Smartphone können sich leicht schlechte Gewohnheiten einschleichen – auch wenn bei vielen das Internet erst einmal komplett ausgeschaltet bleibt oder nur zu Hause verfügbar ist. Dazu der Hinweis, dass es bei einigen Vertragsanbietern möglich ist, im Rahmen einer Kindersicherung das mobile Internet auszuschalten, und dennoch das Surfen im WLAN (und unter Aufsicht) zu ermöglichen. Am besten beim Anbieter direkt nachfragen! Wer den Internetzugang erst einmal gar nicht erlauben will, kann bestimmte Geräte über den Router von zu Hause ausschalten (oder einfach ein „altes“ Handy benutzen – die konnten nur telefonieren, man erinnere sich)

Vertragsvorlage Smartphone-Nutzung

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Vorlage-Smartphone-Vertrag hier mit einem Klick herunterladen

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Trotzdem sind ein paar Regeln nötig, die dem Smartphone-Anfänger von Anfang an klar machen, was o.k. ist und was nicht. Dazu finden Sie oben in grün die Vorlage eines „Vertrages“ zwischen Eltern und Kindern zur Smartphone-Nutzung. Mit Möglichkeiten zur Regelung der Uhrzeiten, wann das Gerät genutzt werden darf und wann nicht. Zum Ausdrucken, beidseitig unterschreiben und natürlich auch ergänzen – über Ideen in den Kommentaren freuen wir uns!

Geht es mit dem Gerät unbeaufsichtigt ins Internet, sind natürlich noch ganz andere Informationen notwendig. Zum Beispiel, dass man sich mit illegalen Downloads strafbar macht. Oder dass ein Facebook-Profil im Alter von 12 nicht legal ist. Eine gute Grundlage für all diese neuen Regeln sind altersgerechte Bücher, die zusammengefasst über Gefahren und Risiken aufklären (zum Beispiel zum Thema Soziale Netzwerke).

Und natürlich: In der Familie darüber reden, bevor es ans mobile Surfen geht! Hier außerdem eine weitere schriftliche Vorlage zum Thema „illegale Downloads. Sie entstand unter dem Eindruck eines weiterhin geltenden Rechtsurteils, dass sich Eltern dann aus der rechtlichen Pflicht für die illegalen Downloads ihrer Kinder befreien, wenn sie sie vorher nachweislich drauf hingewiesen haben. Juristischer Kinderkram? Das muss jeder für sich selbst entscheiden – sicher ist sicher, finden wir.

Weiteres Infos für Teenies zum Thema Internet und Co

Lobet das Kind! Aber wie?

Dass man sein Kind loben soll, steht heutzutage in jedem mittelmäßigen Erziehungsratgeber. Trotzdem ist es gar nicht so einfach, wie es sich anhört, denn die Tücke steckt wie immer im Detail im Alltag:

 Abwertung mit „alten Sprüchen“

Viele von uns Eltern sind selbst vor der segensreichen Zeit erzogen worden, in der das Lob als so wichtig erachtet wurde: Manchmal merken wir gar nicht, dass wir Sprüche von unseren Eltern, Großeltern und Lehrern unbewusst übernehmen: „Kannst Du nicht endlich mal“, „Hast Du schon wieder“ , „Na also, wenigstens ein bisschen“ . Wer sich das bewusst macht, merkt erschreckt, dass in vielen dieser Sprüche kleine Abwertungen drinstecken, die fatale Folgen haben können. Also: Sich selbst einmal zuhören und überlegen, ob man es das nächste Mal nicht anders sagen könnte.

Zuviel loben geht auch

Es geht leider auch umgekehrt: Wer ständig und täglich jede kleinste Kleinigkeit des Nachwuchses überschwänglichst lobt, wertet das Lob als solches ab. Möglich, dass Sohnemann oder Tochter nun überzeugt ist, alles zu können und unfehlbar zu sein – wozu das führt, das kann man sich ja vorstellen. Möglich aber auch, dass das Kind sich orientierungslos verliert – schließlich wird alles gelobt. Was besonders gut war, wird genauso in den Himmel gehoben, wie die kleine Tätigkeit fünf Minuten vorher. Wer soll sich da noch auskennen? Ohne fehlende richtungsweisende Rückmeldung weiß das Kind gar nicht, wo es noch üben soll und was es überhaupt schon kann.

„Richtig“ loben

Fachleute und Pädagogen sprechen von richtig oder falsch loben. Von loben im Gegensatz zu ermutigen als richtigen Ansatz: Ermutigen bedeutet, die Leistung eines Kindes zu loben, nicht das Kind selbst. Eine Ermutigung überträgt Verantwortung auf das Kind, ohne es allerdings zu überfordern ( „Schön, dass Du mir geholfen hast“). Falsch wäre es außerdem, beim Loben noch zusätzlich Druck aufzubauen (war schon ganz gut, das kannst Du aber doch besser“). Auch nicht gut: Zuviel belohnen, so dass das Kind nur noch etwas tut, um eine materielle Belohnung zu bekommen.

Lobt man „richtig“, kann ein Lob, eine Ermutigung eine unglaubliche Kraft entfalten. Übrigens: Hier unser Lobekalender aus der letzten Adventszeit. http://www.familothek.de/vorlage-adventskalender-loben.html
Auch wenn nicht Advent ist, kann man trotzdem immer wieder etwas, das „Richtige“ loben, Motto „Das hast Du heute gut gemacht“, als Ansporn für morgen.

Bildquelle aboutpixel.de konzentriert © Walter Christ

Gute Eltern-Infos für die Medienerziehung

Die Medienwelt ist bunt – und manchmal gefährlich für Kinder. Aber eine gute Medienerziehung kann schützen. Und was muss ich als Eltern dazu wissen? Informationsportale, Initiativen & Co geben Ratschläge zu Themen wie Mediennutzung von Kindern, Internet, Fernsehen, Computerspiele und Co. Oft weiß man erst einmal nicht, wer dahinter steckt.

Da wir in Deutschland außerdem den Föderalismus haben, fühlen sich im Zweifel sechzehn verschiedene Stellen der öffentlichen Hand besser oder schlechter bemüßigt, Ratschläge und Tipps zur Medienerziehung zu geben. Viele Infos sind in erster Linie gut – aber auch verwirrend. Hier deshalb eine kleine Auswahl, welche weiterführenden Infos zum Thema Medienerziehung wir empfehlen können:

Schau hin Newsletter

„Schau hin“ nennt sich selbst „Medienratgeber für Familien“. Dahinter steht neben dem Bundesfamilienministerium und den öffentlichen Fernsehsendern das Erste und ZDF auch die TV – Zeitschrift TV Spielfilm sowie der Telefonanbieter Vodafone. Also ein Mix aus privatwirtschaftlichen und öffentlichen Stellen.

Ein kostenloses Newsletterprogramm verschickt an Interessenten 30 Tage lang alle zwei Tage einen Newsletter mit thematischem Schwerpunkt. Die Mails bieten einen schönen Überblick über alle Medienfragen, die einem als Eltern mit Kindern in einem bestimmten Alter so am Herzen liegen. Das geht von Computernutzung über Fernsehen bis zu Werbung, Lernspiele oder Handynutzungstipps. Der kurze Newsletter hat jeweils eine Fülle weiterführender Links zum jeweiligen Thema. Es gibt drei Varianten je nach Altersstufen 3-6 Jahre, 7-10 Jahre und 11-13 Jahre.

Wer also Kinder hat, die beginnen, sich ganz besonders mit dem einen oder anderen Medium zu befassen – unbedingt abonnieren!

Zum Thema Online-Spiele haben wir uns mit einer Medienpädagogin von Schau hin unterhalten.

Flimmo TV

Der Verein „Programmberatung für Eltern e.V.“ gibt einen aktuellen Fernsehratgeber für Eltern heraus. Die Initiative, an der sich fast alle Landesmedienanstalten Deutschlands beteiligen, bespricht laufende Sendungen im Fernsehen unter dem Aspekt, welche für ein gewisses Alter geeignet sind, gerade noch akzeptabel oder auch schädlich sein können. So zum Beispiel Sendungen, die Realität mit Soap-Charakter vermischen oder einem gefährlichen Schönheitsideal huldigen. Geschmacksfragen werden dabei allerdings nicht beleuchtet – was für Eltern vielleicht albern und ohne pädagogischen Wert erscheint, aber harmlos ist und unterhält, wird auch so eingestuft. Flimmo gibt es ganz neu auch als App.

Klicksafe

Als Initiative für mehr Sicherheit im Internet, gegründet im Auftrag der Europäischen Kommission nennt sich Klicksafe auch „EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz“. Das Projekt führen die Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz und die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen gemeinsam. Auch hier gibt es eine Fülle von Elternratgebern, Broschüren, Tipps und Flyer zu den unterschiedlichsten Medienthemen. Wer sich nicht beispielsweise 52 Seiten zum Thema Social Communities herunterladen möchte, kann die Infos kostenlos gedruckt bestellen. Dann bekommt er (oder sie) umfangreiche Infos zum Thema, um mit den eigenen Kindern auf einer Wellenlänge diskutieren zu können.

Wie Medienkonsum begrenzen? Tipps aus dem Elternalltag

Ein Thema, das wohl alle Eltern mit Kindern ab dem Kindergartenalter interessiert: Wie kriege ich den Nachwuchs vom Fernseher, dem Computer, dem Smartphone, der Spielkonsole… weg? Wie begrenze ich die Zeit vor dem größeren oder kleineren Bildschirm?

Denn macht man das nicht – die Erfahrung machen viele Eltern – ufert es gerne einmal aus. Sohn oder Tochter hangeln sich in ihrem Tagesablauf an Fernsehprogrammen entlang, wissen mehr über die Software der Spielkonsole als von der Wiese vor der Tür und wünschen sich zum Geburtstag ausnahmslos Computerspiele – die Oma ist fassungslos.

Hier ein paar Tipps aus dem Alltag:

Aufnahmegerät kaufen

Wirklich, wer noch keins hat, es lohnt sich. Denn natürlich ist es ganz blöde, die Kindersendung auf Kika nach einer bestimmten Zeit abzubrechen, nur weil die Fernsehzeit vorbei ist. Das würde von den Erwachsenen auch niemand wollen. Und ebenso klar, dass sich auch die kurzen Fernsehzeiten bei Kika nicht in den Zeitplan der Familie einpassen. Da wird dann gern einmal doppelt so lange ferngesehen, wie es eigentlich beabsichtigt war. Also bevor man sich von soetwas abhängig macht: Sendung aufnehmen und dann ansehen lassen, wenn es für alle in den Tag passt und in den „Happen“, in denen es für die eigenen Kinder verdaulich ist. Oder man schließt gleich ein Film-Abo ab, kauft DVDs oder Kinderfilme in einem anderen Datenformat – je nach Geschmack und Möglichkeiten.

Die klassische halbe Stunde Medienkonsum

Es soll ja Generationen von Kindern geben, die mit der klassischen „eine halbe Stunde Fernsehen am Tag“ großgeworden sind. Im Prinzip ist eine Zeitbegrenzung ja richtig, aber natürlich verändert sich diese mit steigendem Alter eines Kindes. Für einen Dreijährigen ist das schon recht viel (in jüngerem Alter sollten Kinder ja gar nicht länger in einen Bildschirm schauen), eine Neunjährige kommt damit vielleicht nicht aus – und: Zählt da jetzt das lesefördernde Ausfüllen des Webportals Antolin* dazu? Die erste Internetrecherche? Facebook? Und: Sobald ein Kind verstanden hat, dass diese halbe Stunde am Ende des Tages „verfällt“, will es sie ganz sicher abends um 20:00 Uhr noch einlösen….

Medientaler

Eine wunderbare Idee sind die Medientaler – Dank an Ingrid aus Köln für diese großartige Idee! Grundschul- und Kindergartenkinder bekommen jede Woche mit dem Taschengeld ihre Taler für das Zeitkonto des Medienkonsums der folgenden Woche ausgezahlt. Also beispielsweise sieben gleiche Chips (aus einem Spiel oder ähnliches) für die Woche, zum Beispiel jeweils für eine halbe Stunde. Wer auf dem Tablet, dem Smartphone oder der Konsole spielen will, Computer spielen oder einen Film ansehen möchte, muss „zahlen“. Die Menge der Taler kann man auch erhöhen oder in kleinere Einheiten teilen, wie ein Taler pro zehn Minuten. Zum Beispiel, wenn der Nachwuchs die Computerspiele entdeckt, bei denen es leider sehr schwer ist, aufzuhören. Die Kinder lernen, den eigenen Medienkonsum zu kontrollieren (ähnlich wie beim Taschengeld) und damit zu „haushalten“. Dass der Konsum prinzipiell begrenzt ist, ist irgendwann kein Thema mehr, sondern genauso selbstverständlich wie die Tatsache, dass auch das eigene Geld nicht unendlich zur Verfügung steht.

Kein eigener Computer oder Fernseher

Das ist ein Rat von Experten, den man vielleicht umformulieren sollte. So lange es geht, keinen eigenen Computer (ein moderner Fernseher ist ja auch schon fast einer). Denn kann man sich einen etwas älteren Gymnasiasten ohne Laptop für das Referat und die Internetrecherche vorstellen? Welcher Jugendliche hat kein Smartphone? Klar ist, irgendwann steht das an. Deshalb: Lieber die Weichen vorher stellen, und die eigenen Kinder daran gewöhnen, dass man auch woanders, als nur in der virtuellen Welt leben kann.

Alternativen anbieten

Auch das ist ein Ratschlag, den man schon oft gehört hat. Er bewährt sich in der Praxis immer wieder: An einem Sommertag mit vielen Möglichkeiten zum draußen Spielen, beim Ausflug oder wenn die kleine Freundin zu Besuch ist, ist ein Fernseher/Tablet/Smartphone zum Spielen oft überhaupt kein Thema. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass gerade jüngere Kinder Medien gerne mal aus Mangel an Alternativen (verfügbaren Freunden, Möglichkeiten zum Toben undsoweiter) nutzen.

Und wie machen Sie das?

Fast alle Eltern betrifft es – wie lösen Sie das Problem? Wir und die anderen Leser freuen uns auf weitere Ideen!

* Antolin ist ein Internetportal zur Leseförderung, in dem zu vielen Kinderbüchern interaktive Quizfragen zu beantworten sind. Richtige Antworten werden mit Punkten belohnt. Lehrer müssen sich bei Antolin registrieren, um Punkte sammeln zu können. Sinn ist, Kinder zum Lesen zu motivieren.

Spielplätze – vorher checken!

Endlich geht es raus in die Sonne – und die Kids können auf den Spielplatz! Doch Spielplätze können auch gefährlich sein: Nach langem Winter und Matschzeit sind so manche Spielgeräte gefährlich verrottet. Im Sommer selbst haben vielleicht abendliche Feierrunden den Spielplatz in eine Müllhalde mit Zigarettenkippen und Alkoholresten in bunten Flaschen verwandelt.

Es lohnt sich also als Erwachsener die eine oder andere Runde über das Spielgelände zu drehen, bevor man die Kleinen auf Geräte und Gelände loslässt. Folgende Stationen sind dabei hilfreich:

  • Geräte genauer anschauen, einmal umkreisen: Spitze Metallteile bergen Verletzungsgefahr, verrottetes Holz wird vom Spielgerät zur Stolperfalle, in abgerissenen Seilen können sich Kinderfüße verfangen. Das ist leider nicht so selten, wie es klingt.
  • Mitspielen: Spielgeräte müssen auch für Erwachsene immer zu benutzen sein. Wer sich also auch einmal auf die Rutsche schwingt, merkt gleich selbst, ob die Stufen hinauf gefährlich wackeln.
  • Bodenbelag checken: Das ist eine besonders gemeine Falle für spielende Kinder – wenn sich zum Beispiel Glas-Müll im Sand findet und die Kinder unbedarft vom Klettergerüst hinein hüpfen.
  • Bescheid sagen! Viele Spielplätze haben irgendwo einen Aufkleber mit einer Telefonnummer, bei der sich Eltern und Anwohner melden können, wenn die Plätze und Geräte in keinem guten Zustand sind. Am besten sofort, das Handy haben ja meist alle dabei.

Spielplatzpate werden! Wer sich sowieso ständig auf Spielplätzen „herumtreibt“ (und dies tun zum Beispiel Eltern von Kindergartenkindern im Sommer ständig), kann daraus gleich ein ehrenamtliches Engagament für den Spielplatz vor der Haustür machen. Spielplatzpaten haben je nach Kommune etwas unterschiedliche Aufgaben. Auf jeden Fall sind sie für die Gemeinde Ansprechpartner für den jeweiligen Spielplatz und sehen nach, ob alles dort in Ordnung ist. Sie können aber auch Feste auf den Spielplätzen organisieren oder eine durch die Gemeinde gestellte Spielgerätekiste verwalten.

Am besten einmal die eigene Stadt oder Gemeinde mit dem Stichwort „Spielplatzpate“ googeln!

Foto: TÜV Rheinland.

Einladungskarte für den Kindergeburtstag

Viele Einladungskarten für Kindergeburtstage sind nicht gerade phantasievoll – da machen Eltern doch lieber eine Einladung selbst! Eine einfache Variante ist, ein lustiges Foto des Kindes/des Veranstaltungsortes/irgendetwas Nettes auf eine Klappkarte zu kleben und auf der Innenseite den Einladungstext zu schreiben.

Sehr schön, und man kann den Text einfach auf Word eingeben und ausdrucken. Aber: Das kann ganz schön fummelig werden, wenn man die Größe der Fotos austarieren und noch an den Text denken muss. Zur Vollständigkeit von Einladungskarten zum Kindergeburtstag haben wir uns auch schon einmal Gedanken gemacht: Kindergeburtstag planen – Checkliste für Eltern

Einladungskarte: Kostenlose Vorlage zum Ausdrucken

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Vorlage-Einladung

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Wer es leichter haben möchte, nimmt die kostenlose Vorlage für Einladungskarten von Familothek!
1. Vorlage auf festerem Papier ausdrucken
2. Leere Felder ausfüllen (so vergisst man nichts Wichtiges)
3. Entlang der gestrichelten Linie das Blatt mit einem Lineal und scharfem Messer oder diesen großartigen Papierschneidebrettern quer komplett in zwei Teile schneiden – eine Vorlage ergibt zwei Einladungskarten
4. Die (leere) linke Hälfte des Blattes auf die rechte (beschriebene) klappen – möglichst Kante auf Kante, sieht hübscher aus!
5. Auf die leere Vorderseite ein Foto im Standardformat 10×13 kleben (oder 10x 15, dann steht es aber etwas über)

Viel Spaß und eine schöne Feier!

 

Wer es doch aufwendiger mag – hier Vorlagen mit Disney-, Elfen- oder Olchimotiven:

 

Online-Spiele – Expertentipps für Eltern

Apps herunterladen oder gleich auf einem Internetportal los spielen – für Kinder ist diese Entwicklung in der Computerspiele – Industrie ein Paradies. Eltern sehen das etwas anders. Über Gefahren, Schutzmöglichkeiten und Tipps hat Familothek mit der Medienpädagogin Kristin Langer von der Initiative „Schau hin“, dem Medienratgeber für Familien, gesprochen.

Gefahr bei Online-Spielen: Immer weiter und weiter

Eines des größten Anreize bei Online-Spielen: Sie werden so entwickelt, dass ein Spieler möglichst nicht aufhören kann. Smartphone-Apps schicken selbstständig Erinnerungen aufs Handy; Level für Level wird das Spiel interessanter. Warum? Hersteller wollen, dass ein Spieler irgendwann kostenpflichtige Tools nutzt, um länger und besser spielen zu können – damit sich die Investition der Spielentwicklung für ihn lohnt.

Dieser Anreiz ist für Spieler schön, für Eltern anstrengend. Wie kriegen sie das Kind da bloß weg? Medienpädagogin Langer rät dazu, einem Kind in bezug auf Mediennutzung an ein Zeitmanagement zu gewöhnen. Also das Spielen ganz bewusst zu begrenzen: „Im vorgegebenen Zeitfenster können sich die Kinder dann in die Spielwelt hineinbegeben, und das Spiel genießen“, so Kristin Langer. Wichtiger Punkt ist das Training des „Aufhörens“: „Ist die Zeit vorbei (oder das Level zu Ende gespielt) müssen Kinder üben, sich wieder vom „Spiele-Leben“ zu lösen und in die Realität zurückzukehren“, sagt die Expertin. Diese Verhaltensweise „trainieren“ Eltern am besten in der Zeit des Grundschulalters.

Wichtig für Eltern dabei: Am besten die Begeisterung ein Stückchen teilen, dem Kind zeigen, dass es o.k. ist, was es da macht. Und dann: Raus aus der virtuellen Welt. Das darf ruhig zeitlich etwas flexibler sein, dabei helfen zum Beispiel die „Medientaler“. Übrigens gelten diese Ratschläge natürlich auch für den Umgang mit Gameboys oder Spielkonsolen.

Chats

Alle Online-Spiele haben verschiedene Chatfunktionen, in denen sich je nach Spiel ein Kind – ohne es zu wissen – plötzlich in einer Welt mit Erwachsenen bewegt. Dass dabei nicht alle Erwachsenen nur harmlose Absichten haben, wird in den Medien immer wieder gezeigt.

Doch die Gefahren fangen schon früher an: Wenn sich ein Kind durch rüde und sexistische Ausdrucksweisen verletzt und verwirrt fühlt oder beginnt, diese Werte in seine eigene Weltsicht einzubauen. In solchen Situationen sind Kinder verunsichert: Was tun, wenn es in der geliebten Spielwelt auf einmal seltsam gefährlich erscheint? „Für Eltern heißt es auch da „hinschauen“ , genau beobachten, ob sich beispielsweise die Ausdrucksweise eines Kindes verändert“, betont die Medienpädagogin. Und Eltern sind gefordert, ihrem Kind zu helfen, vielleicht ein anderes Spiel zu finden, das altersgerechter ist.

Altersbegrenzungen für Online-Spiele – theoretisch ja

Auch für Online-Spiele greift im Prinzip der Jugendmedienschutz. Die Kommission für Jugendschutz der Landesmedienanstalten (KJM) ist dafür zuständig. Sie prüft, ob ein Online-Spiel beispielsweise gewaltverherrlichende Inhalte hat. Die KJM rät, wenn Eltern sehen, dass jugendgefährdende Inhalte in einem Spiel frei verfügbar im Internet zu finden sind, sich an die KJM zu wenden. ( kjm@medienanstalten.de ). Generell können solche Prüfverfahren zu Strafverfahren werden.

Trotzdem räumt auch die KJM ein, dass diese Schutzmaßnahme nur in Deutschland greift. Viele Online-Spiele werden aber vom Ausland aus auf Internetplattformen angeboten. Zum anderen gibt es im Netz immer mehr sogenannte nutzergenerierte Inhalte wie beispielsweise private You Tube Videos oder auch Chats, die so nicht kontrolliert werden können.

Eine Hilfe: Jugendschutzsoftware

Für Smartphones gibt es sie (noch) nicht, für PCs aber schon: Jugendschutzsoftware, die man installieren kann, damit Sohn oder Tochter nicht unkontrolliert im Netz surfen. Unter www.jugendschutzprogramm.de können sich Eltern kostenlos anerkannte Programme herunterladen. Sie haben alle eine „Whitelist“ (empfohlene Spiele) und eine „Blacklist“, eine Liste bei denen der Zugang für Kinder je nach Alterseinstellung blockiert ist. Diese Programme sind übrigens so konstruiert, dass sie computeraffine Jugendliche nicht so leicht „hacken“ können. Unter diesem Link  außerdem Hier Ratschläge für Sicherheitseinstellungen für Windows oder Mac.

Woher weiß ich als Eltern, welche Spiele geeignet sind?

Wer sich als Eltern nicht gerade selbst in Online-Spielwelten bewegt, hat erst einmal keine Ahnung, welche Spiele es gibt und welche für das eigene Kind geeignet sein können. Außerdem kommen immer wieder neue auf dem Markt. Auf Herstellerangaben sollten Eltern sich nicht verlassen: Zum einen richten sich die internationalen Angaben einiger Hersteller gerne einmal nach anderen Kriterien, als man sie in Deutschland kennt. Vor allem aber wollen Hersteller ihre Spiele in erster Linie verkaufen. Pädagogische Hilfe darf man da als Eltern natürlich nicht erwarten.

Für Eltern heißt das: Bei der Spielauswahl darauf achten, dass das Onlinespiel der Lebenswelt eines Kindes und seines Alters entspricht und natürlich nicht zu gewalttätig ist. In Spielen im kindlichen Ambiente mit kindgerechten Figuren ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sich dort wirklich nur Kinder aufhalten. Auf der anderen Seite ist es je nach Alter und Charakter des Kindes auch nicht sinnvoll, streng alles zu verbieten. Auch die Expertin rät: „Ab 11, 12, 13 Jahren kann man Kinder in Maßen Spiele ausprobieren lassen. Wenn sie nicht geeignet sind, werden die Kinder auch von selbst nach einiger Zeit davon wieder ablassen.“

Glücklicherweise gibt es Datenbanken im Internet, die aktuell pädagogische Ratschläge für die neuesten Renner auf dem Spiele-Markt geben:

Als Faustregel gilt: Erst einmal sehen, wer der Absender von Altersangaben bei Online-Spielen ist, sollten sie vorhanden sein. Sich lieber bei öffentlichen Stellen – online oder offline – informieren. Und nicht aus dem Blick verlieren: Wie ist das eigene Kind „gestrickt“? Hat es bei bestimmten Themen/Bildern Angst? Für den gleichen Spieleinhalt, das gleiche Genre, gibt es oft Alternativen, die sich vielleicht in kindgerechtem Ambiente bewegen. So gibt es zum Beispiel beliebte Jump and Run oder Strategie-Spiele in unterschiedlichem Umfeld. Wenn Kinder keine Alternativen kennen, überwinden sie sich vielleicht, ein Spiel im erwachsenen Umfeld zu spielen, obwohl es ein ähnliches Spiel im kindgerechten Umfeld – und vielleicht mit ausschließlich Kindern als Online-Mitspieler – gäbe. Diese sollten Eltern für ihr Kind suchen. Bei der Auswahl helfen die obengenannten Links.

Unterwegs auch mal ohne Smartphone spielen

Um Kindern ein Vorbild zu sein, rät Medienpädagogin Langer, sich selbst bei Wartezeiten mit den Kindern zu beobachten und nicht automatisch das Smartphone als „Pausenüberbrücker“ zu nutzen. Natürlich ist es schön, wenn die Kids statt zu quengeln oder im unpassenden Ambiente Quatsch zu machen, ruhig über ihrer Kinder-App sitzen. Aber es kann ja auch einmal ein gemeinsames „Offline-Spiel“ sein, wenn es zum Beispiel im Restaurant länger dauert: „Ich sehe was, was Du nicht siehst“, ist ja so ein Klassiker. „Stadt-Land-Fluß“ oder „Schiffe versenken“ einer für größere Kinder. Wer dazu gerne eine Vorlage hätte, findet sie kostenlos bei uns. Einfach anklicken und Familothek-Vorlage ausdrucken. Wer Spaß daran hat, kann außerdem unsere Rechtschreibspiele als „Wartezeitüberbrücker“ ausprobieren.

Und noch mehr Infos zum Thema

http://www.internet-abc.de/eltern/onlinespiele-jugendschutz.php