Kategorie: Ernährung

Kinderrezepte – einfache Ideen

Sie haben mal wieder keine Zeit zum Kochen aber es soll doch allen schmecken? Viele Eltern haben ihre Geheimtipps: Kinderrezepte, die ganz schnell gehen und auch noch einigermaßen gesund sind. Schön für ein gemeinsames Abendessen mit der ganzen Familie.

Hier eine Ideensammlung solcher Gerichte, falls es bei Ihnen Nudeln mit Sauce schon gestern gab:

Vitamine auf italienisch: Gemüsepizza

  • Teig und Tomatensauce gibt es fertig zu kaufen, das Gemüse vielleicht noch als Rest von gestern, aus der Tiefkühltruhe oder rasch geschnippelt, wenn Sie doch noch 5 Minuten Zeit haben. Das Ganze 15 Minuten in den Ofen und fertig ist das Essen, das (fast) jedes Kind mag.

Kinderrezept, das immer geht: Lasagne

  • Wirklich, das kann in der Vorbereitung superschnell gehen, braucht allerdings circa 20 Minuten im Ofen. Platten und Tomatensaucen können Sie vorbereitet kaufen und müssen nur noch schichten. Dabei gibt es gesunde Varianten: In die Tomatensauce darf gern noch das Gemüse von gestern (siehe oben) hinein. Bechamelsauce ist ziemlich fett, tauschen Sie diese durch puren Joghurt aus – schmeckt wirklich lecker und wird im Ofen eine wunderbare weiße Schicht. Und es ist gesünder! Eine weitere Variante ist, tiefgekühlten oder frischen Spinat mit Sahnesauce zwischen die Teigplatten zu schichten. Käse obendrüber – fertig für den Ofen! Das Schöne: Lasagne können Sie zum Beispiel am Abend vorher vorbereiten und müssen sie eine halbe Stunde vor der Essenszeit nur noch vom Kühlschrank zum Ofen tragen.

Das klassische Kinderrezept: Pfannkuchen oder Eierkuchen

  • So ein klassisches Kindergericht – aber manchmal denkt man nicht daran: Einfach 3-4 Eier, eine halben Liter Milch und und 300 Gramm Mehl mischen und den fertigen Teig in die Pfanne laufen lassen. Größere Kinder machen das auch gerne selbst – da braucht man aber dann doch etwas mehr Zeit…. Das Schönste am Pfannkuchen ist die Vielfalt: Mit Apfelmus isst es jede Altersgruppe gern und kriegt dabei auch noch ein paar Vitamine ab. Ungezuckertes Apfelmus gibt es zum Beispiel von Alnatura. Das war gerade (unbezahlte) Werbung, aber vielleicht verstecken andere Anbieter dann mal nicht so viel zusätzlichen Zucker in ihrem Apfelmus aus dem Glas. Mehr zu Zuckergehalt. Mit Gemüse gefüllt, schmeckt es vielleicht auch dem Vitaminverweigerer, auch hier ist wieder Spinat zu empfehlen. Am besten man rollt das Gemüse hübsch ein und versteckt es dadurch. Klar geht auch Hackfleisch oder Tofu als Füllung, wenn es etwas Eiweiß sein soll.

Würstchen im Schlafrock

  • O.K., gesund ist das nicht – lecker trotzdem, und viele Kinder lieben es: Kleine Würstchen in einen vorbereiteten Blätterteig einrollen und in den Ofen stellen. Nach 12 Minuten hat man eine Hauptmahlzeit, die man zumindest mit einem familienkompatiblen Salat oder einer Rohkostbeilage vitmaninmäßig aufpeppen kann.

Noch mehr Ideen – haben hoffentlich unsere Leser. Wir freuen uns auf Kommentare!

Käuflich erwerbbare Ideen:
  

 

Foto: Sunshinecity

Gemeinsam essen – ein vernachlässigtes Familienritual

Morgens keine Zeit, mittags alle in der Schule/Kita/Arbeit, abends beim Sport oder verabredet? Ein gemeinsames Familienessen ist heutzutage keine leichte Organisationsaufgabe. Trotzdem: Welchen Experten man auch fragt: Jeder sagt, dass gemeinsame Mahlzeiten für die Familienkultur wichtig sind:

  • Sie schaffen einen Zeitrahmen, in dem sich alle Familienmitglieder gemeinsam treffen
  • Sie sind ein Ritual. Rituale sind für den Zusammenhalt in allen Kulturen wichtig. In einer Familie geben sie Kindern Sicherheit, da sie einfach wissen, was wann geschieht. Besonders wichtig heutzutage, wo sich ständig etwas ändert.
  • Sie helfen, die Familie gesund zu ernähren. Wer regelmäßig einigermaßen ausgewogen isst, braucht nicht ständig zwischendurch Süßigkeiten oder anderes. Gewohnheit hilft also bei der Ausprägung gesunder Lebensweisen – von Anfang an.

Wie machen wir das Familienessen besonders schön?

Es gibt viele Ideen, wie man ein Familienessen für alle lustig und schön gestalten kann:

  • „Jeder esse was er kann, nur nicht sein Nebenmann“: Ein Tischgebet muss es nicht sein – kann es aber natürlich. Ein netter Spruch, wenn alle sitzen – eine schönes und einfaches Ritual.
  • Kinder einbeziehen: Wenn Zeit ist, können Kinder aller Altersstufen auch mal mitkochen – dann schmeckt’s sicher nochmal besser. Spätestens bei der Zubereitung des Nachtischs (inklusive naschen) haben Sie sie sicher auf Ihrer Seite…
  • Oder Kellner: Spielen Sie doch einmal Restaurant und lassen Sie den Nachwuchs das essen servieren – natürlich mit der Serviette über dem Arm!
  • Jeder darf sich einmal etwas wünschen: einmal die Woche ist „Wunschessen-Tag“ Wechselweise gibt es das Lieblingsessen eines Familienmitgliedes.

Und was kochen wir da bloß?

Wenn man es geschafft hat, eine gemeinsame Mahlzeitentermin zu finden , ist so mancher Zeitplan restlos überfordert, geht es darum, für das gemeinsame Essen einzukaufen. Gemeinsam gekocht ist aber oft netter,und auch gesünder. Abhilfe gibt es bei verschiedenen Lieferanten, die die Zutaten zu einem Familienessen sowie die Rezepte gleich nach Hause liefern, wie zum Beispiel Kochzauber. Kochen und schnippeln muss man allerdings noch selbst – aber das kann ja auch sehr gemeinschaftfördernd sein. Die Variante gibt es übrigens in einigen Städten auch im Laden: Zutaten und Rezepte können Sie dort gleich im Paket kaufen. Informieren Sie sich und testen Sie die verschiedenen Varianten, sie können in einigen Fällen das gemeinsame Mahl retten.

Aber: Es dürfen auch einmal simple Pfannkuchen, Spaghetti oder Würstchen sein – Hauptsache alle sitzen gemeinam um den Tisch, reden vom Tag, essen, lachen…

Piep, piep piep – guten Appetit!

Illustration: Isabelle Dinter

Noch ein paar Ideen für Familienkochbücher
 

Wie viel Zucker ist in…?

Zuckertabelle

Wieviel Zucker ist genau in ausgewählten Süßigkeiten? Die Familothek-Zuckertabelle:

Name des Produkts Inhalt Gesamtzuckergehalt,
Gramm je Portion
Anzahl
Zucker-Würfel
Ehrmann Früchtetraum 125g 21,9 7
Fruchtzwerge 50g 7,6 3
Fruchtzwerge – weniger süß 50g 6,4 2
Zott Monte Schokomahlzeit 62,5g 9,9 3
Jogurt mit Frucht, 3,3%Fett 150g 17,6 6
Müllermilch 500ml 65,5 22
Milch 1,5% 1 Glas (200ml) 10 3
Milch 3,5% 1 Glas (200ml) 10 3
Milchschnitte 28g 4,8 2
Kinder Maxi King 35g 9,5 3
Kinder Pingui 31g 6,5 2
Nesquik-Snack 26g 8,5 3
Corny Müsli-Riegel 25g 7,3 2
Aldi Knusperone Müsli-Riegel 26g 5,8 2
Ferrero Duplo 18g 7,3 2
Ferrero Hanuta 20,8g 7,1 2
Ferrero Kinderschokolade 1 Riegel (12,5g) 4,8 2
Milky Way 25g 18 6
Mars 58g 40 13
Schokolade, Vollmilch 100g 54 18
Gummibärchen 100g 78 26
Nuss-Nougat Creme 400g 233 78
Nutella 400g 198,8 66
Ketchup (je Sorte unterschiedlich) 500g 120 40
Kellogs Cornflakes 500g 43 14
Kellogs Smacks 375g 183,8 61
Seitenbacher Müsli 750g 183 61
Dr. Oetker Vitalis Kusper Grains 375g 204 68
Getränke
Aldi Eistee Zitrone 1Glas (200ml) 16,4 6
Hohes C 1Glas (200ml) 15 5
Lidl Eistee Zitrone 1Glas (200ml) 14 5
Lipton Eistee Lemon 1 Glas (200ml) 14,3 5
Capri Sonne 1 Glas (200ml) 19,8 6,5
Apfelsaft 1 Glas (200ml) 21 7
Oragnensaft 1 Glas (200ml) 18 6
Multivitaminsaft 1 Glas (200ml) 24 8
Sauerkirschnektar 1 Glas (200ml) 28 9
Cola 1Dose (330ml) 35 12Pusteblumen_klein

Pommes, Pommes, Pommes oder: Die Kinderspeisekarte

Da ist die ganze Familie unterwegs, kehrt irgendwo in einem „gutbürgerlichen“ Restaurant ein, die Großen suchen sich ein Erwachsenenessen aus und kriegen dann die sogenannte „Kinderkarte“ zu sehen: Diese ist meist niedlich verpackt, in mehr oder minder geschmackvollem Kinder-Design.

Manchmal können die Kleinen sie ausmalen – und wollen es auch, falls sie die Kinderfiguren der siebziger Jahre, die dort gezeichnet sind, noch kennen oder zumindest süß finden. Die Namen der Gerichte reichen von „Pippi Langstrumpf“ über „Fix und Foxi“ bis zu „Harry Potter“. Der Inhalt ist viel zu oft gleich schlecht: Schnitzel mit Pommes, Fischstäbchen mit Pommes, Würstchen mit Pommes, ganz vielleicht ist ein Kartoffelknödel mit Sauce dabei. Die Preise sind meist fürstlich im Vergleich zum Erwachsenengericht und wenn man bedenkt, dass der Koch (oder der Azubi) zur Zubereitung dieser Gerichte die Großpackung öffnet und die Fritteuse bedient.

Und was macht das normale Kind zwischen 2 und 10 Jahre in solchen Fällen? Es jubelt „Pommes“!!! Und welches Elternteil würde hier im Restaurant Geschrei und Gemotze riskieren, nur damit Mia oder Phillip bei „Mama Gemüse mitessen“? Ein lesekundiges Kind hat sowieso die bunten Zeichnungen sofort gefunden und die Bestellung von „…..mit Pommes“ bereits ohne Diskussion selbst abgesetzt.

Die meisten Kinder essen nicht pausenlos Junkfood, sondern wären für „Reis mit Sauce“ oder ähnlich Harmloses im Restaurant durchaus zu haben. Nur es gibt diese kaum. Und wenn die frittierten vitaminfreien Goodies so beworben werden – klar, da schlagen Kids zu! Ab und zu mal Pommes ist doch nicht so schlimm, sagen Sie – aber was machen wir die drei Wochen im Urlaub? Während die Erwachsenen täglich wechselnde Gerichte der Tageskarte genießen, jauchzen die Kinder ein ums andere Mal „Pommes!“ …und zeigen bei der Heimkehr Anzeichen von leichtem Skorbut.

Während Restaurants mit ausländischem Essen oft ihre eigenen leckeren Gerichte schlicht als halbe Portion (zum halben Preis) anbieten, sind diese unsäglichen Kindergerichte gerade bei der gutbürgerlichen Gastronomie, die sonst im Durchschnitt gar nicht schlecht kocht, viel zu sehr verbreitet.

Liebe Gastronomen – Ihr wollt doch, dass Ihr auch in zwanzig Jahren Gäste habt und die sollen doch Eure Qualität zu schätzen wissen oder? Was macht Ihr, wenn die Kinder von heute als Eure Gäste von morgen gleich beim Fastfoodlieferanten essen, weil „Restaurantbesuch“ seit frühester Kindheit mit „Pommes“ und Frittierkram verbunden ist…?

Heiligt der Zweck die Mittel? Aber natürlich!!

Kommentar: Wer bei der größten Fastfoodkette Deutschlands ein Happy Meal kauft, bekommt manchmal – durch eine immer wiederkehrende Kooperation mit der Stiftung Lesen – statt Plastikspielzeug ein gutes Kinderbuch dazu.Foodwatch hat die Stiftung Lesen für diese Aktion kritisiert: Eltern werden so motiviert, ihren Kindern schädliches (Fastfood)Essen zu kaufen.

Die Stiftung Lesen will zum Lesen animieren, McDonalds will Burger verkaufen – passt das zusammen?

Gehe ich als Eltern öfter mit den Kindern zum (ungesunden) Burgeressen, wenn ich weiß, da gibt es Bücher? Seltsame Vorstellung.

Kaufe ich als Eltern ein Happy Meal für 3,69 Euro nur wegen eines Buches, das ich beim Kinderflohmarkt für zwei Euro erstehen könnte? Sicher nicht. Bin ich vielleicht unglaublich froh, wenn die Kinder beim ein- bis zweimonatlichen McDonaldsbesuch statt des blöden Plastikspielzeuges etwas bekommen, das nicht bereits kaputt ist, wenn kaum dass alle wieder zu Hause sind?

Lesen Kinder, die sowieso zum Burgeressen gehen mehr, wenn sie dort Bücher bekommen? Wegen dieser Hoffnung hat die Stiftung Lesen die Aktion initiiert. Und auch wenn man es nicht weiß: Möglich wäre es, und das ist ja schon einmal etwas.

Wir haben in der Familothek bereits positiv über Aktionen der Stiftung Lesen (Leipziger Lesekompass) und über Aktionen von Foodwatch  (Ungesundes Kinderessen) berichtet. Wir finden es gut, dass es Organisationen gibt, die sich um gesunde Ernährung und  Bildung kümmern – und aufklären, Lesetipps geben….Hier außerdem noch einen Vorschlag, wie man die Idee vom Giveaway für eigene erzieherische Zwecke einsetzen kann: Belohnungsspielzeug, diesmal für „gutes Essen“ (Happy Meal als Vorbild: Spielzeug für gutes Essen)

Müssen Organisationen, die eine gute Botschaft verbreiten möchten, sich mit ihren Aktionen nur an diejenigen wenden, die sowieso bereits an ihre Ziele glauben? Klar ist das einfacher und sie geben keine hehren Ideale auf. Aber das bedeutet, dass sie lediglich ihre eigenen Leute bestätigen und „sich um sich selbst drehen“. Neue Anhänger gewinnen sie so aber nicht und verfehlen letztlich ihr aufklärerisches Ziel. Vielleicht sollten sie ihre Kraft nicht damit vergeuden, sich gegenseitig zu kritisieren?

Vor dieser Debatte stehen natürlich nicht nur Organisationen wie Foodwatch sondern auch alle Medien. Wir bei Familothek wollen weiterhin eine abwechslungsreiche Mischung zwischen Nischen- und Mainstream-Themen, zwischen politischen und praktischen Themen für ein breites Elternpublikum anbieten.

Denn Eltern wissen aus ihrem Alltag, dass sich besser praktisch als dogmatisch erziehen lässt.

Foto: Bernd Sauerwein

Neue Kooperation zwischen Mc Donalds und der Stiftung Lesen

Seit dem 10.5.2013 gibt es eine neue Aktion von McDonalds mit Unterstützung der Stiftung Lesen: Als Geschenk in ihrem Happy Meal (also im Kindermenü) verschenkt McDonalds gute Kinderbücher: Für Vorschulkinder stehen zwei Sachbücher – WAS IST WAS „Baustellen, Fahrzeuge und mehr“; Mein Sticker-Lexikon „Tiere“ – und zwei Vorlesebücher – „Lauras Ferienabenteuer“; „Die Olchis aus Schmuddelfing“ – zur Auswahl. An Kinder ab sechs Jahre richten sich ebenfalls zwei Sachbücher – memo Weltall; memo Raubtiere – und zwei Selbstlesebücher „Sternenschweif, Magische Rettung“; „Die drei ??? Kids, Mission Pinguin“.

Wer sich jetzt (wieder) fragt, ob er oder sie das gut oder schlecht finden soll, der kann sich anhand unseres Kommentars aus der letzten Runde aus aktuellem Anlass noch einmal damit beschäftigen:

http://www.familothek.de/mcdonalds-versus-stiftung-lesen-foodwatch-debatte.html

Oder sehen andere das anders? Platz für andere Meinungen ist in der Kommentarfunktion am Ende der Seite.

Passend dazu hatten wir uns bereits ausgedacht, wie man das Prinzip der Kindermenüs von Fastfodketten für eigene Erziehungsziele nutzen könnte. Statt: „Belohnung fürs Burgeressen“ diesmal „Belohnung für gesundes Essen“. Dafür haben wir sogar ein eigenes Stempelheft zum Ausdrucken online gestellt, unter dem schönen Titel „Iss mal anders“.

Mehr dazu hier
http://www.familothek.de/happy-meal-spielzeug-essen.html

Der direkt Link zum Stempelheft
http://www.familothek.de/stempelheft.html

 

 

 

Süßigkeiten bei Laktoseintoleranz

Wessen Kind an Laktosintoleranz leidet, steht immer wieder vor der Frage: Darf mein Kind denn gar nichts anderes als Gummibärchen zum Naschen?

Was ist Laktoseintoleranz?

Als Säuglinge vertragen alle Menschen den Milchzucker (Laktose) – ihr Körper spaltet die Laktose mit Hilfe des Enzyms Laktase in Glukose und Galaktose auf. Bei manchen Menschen baut sich die Menge an Laktase im Laufe ihres Lebens zu stark ab, manchmal auch schon als Kind – eine Laktoseintoleranz ist die Folge.

Die Folgen sind Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Übelkeit. Glücklicherweise gibt es mittlerweile im Handel laktosearme Milchprodukte wie Milch, Käse, Joghurt, Sahne und Quark oder Sojamilch. Zum Teil sind die Produkte mit Kalzium angereichert, um einen möglichen Kalziummangel auszugleichen. Soweit alles beherrschbar.

Laktosearme Süßigkeiten auf dem Markt

Und auch bei Süßigkeiten gibt es viele Ersatzprodukte auf dem Markt: Laktosefreie Schafsmilchschokolade, die bereits aufgespaltene Laktose enthält, laktosefreie Kokosriegel, milchfreie Toffees, und viel mehr: Ja sogar die von Kindern oft geliebte Schokocreme ist auch für Laktoseunverträglichkeit im Handel zu finden. Auch Osterhase und Nikolaus aus milchfreier Schokolade ist zu kaufen. Natürlich sind diese Produkte nicht gerade supergünstig – aber durchaus bezahlbar. Eine Riesenauswahl laktosefreier Produkte gibt es hier:

Allergikergenuss

Und hier zwei Rezeptideen, wie sich aus laktosefreien Zutaten Leckeres und Süßes zaubern lässt:

Schokokuchen

Zutaten:

  • 250 g Margarine, milchfrei
  • 250 g Zucker
  • 4 Eier
  • 375 g Weizenmehl
  • 2 Tl Vanillinzucker
  • 2 Tl Backpulver
  • 200 g Zartbitterkuvertüre, milchfrei
  • 1 Tl rosa Pfeffer, zerstossen
  • Schale einer ungespritzten Orange
  • 125 ml Orangensaft
  • 100 g Zartbitterkuvertüre, milchfrei
  • 1 Tl rosa Pfeffer, zerstossen

Margarine und Zucker schaumig rühren, Eier eines nach dem anderen zugeben. Alles gut vermischen. Mehl mit Vanillinzucker und Backpulver mischen und Löffel für Löffel unterrühren. Geriebene Orangenschale, Orangensaft und rosa Pfeffer zugeben. 200 g Kuvertüre schmelzen (Wasserbad oder Mikrowelle) auflösen und rasch unterheben. Teig in eine Kastenform füllen ( 24x30cm) – Backpapier nicht vergessen! Im Backofen auf mittlerer Schiene bei vorgeheizten 175°C circa. 40 Minuten backen. Wer will: Den Kuchen nach dem Abkühlen mit Zartbitterkuvertüre glasieren und mit gestoßenem rosa Pfeffer bestreuen.

Erdbeer-Milcheis

Zutaten für 10 Portionen:

  • 200ml Sojamilch (kalziumangereichert)
  • 100g Seidentofu
  • 50g Zucker
  • 200g Erdbeeren
  • etwas Zitronensaft

Sojamilch, Seidentofu und Zucker fein pürieren. Genauso die Erdbeeren und der Zitronensaft. Erst das Erdbeerpüree in Eisförmchen füllen und darauf das Sojapüree verteilen und einfrieren.

Noch mehr Rezepte gibt es hier: Lecker ohne

Medien zum Thema:

    

Foto: André Karwath aka

 

Wie viel Zucker ist in…?

Die Zuckertabelle

 

 

Name des Produkts Inhalt Gesamtzuckergehalt,
Gramm je Portion
Anzahl
Zuckerwürfel
Ehrmann Früchtetraum 125g 21,9 7
Fruchtzwerge 50g 7,6 3
Fruchtzwerge – weniger süß 50g 6,4 2
Zott Monte Schokomahlzeit 62,5g 9,9 3
Jogurt mit Frucht, 3,3%Fett 150g 17,6 6
Müllermilch 500ml 65,5 22
Milch 1,5% 1 Glas (200ml) 10 3
Milch 3,5% 1 Glas (200ml) 10 3
Milchschnitte 28g 4,8 2
Kinder Maxi King 35g 9,5 3
Kinder Pingui 31g 6,5 2
Nesquik-Snack 26g 8,5 3
Corny Müsli-Riegel 25g 7,3 2
Aldi Knusperone Müsli-Riegel 26g 5,8 2
Ferrero Duplo 18g 7,3 2
Ferrero Hanuta 20,8g 7,1 2
Ferrero Kinderschokolade 1 Riegel (12,5g) 4,8 2
Milky Way 25g 18 6
Mars 58g 40 13
Schokolade, Vollmilch 100g 54 18
Gummibärchen 100g 78 26
Nuss-Nougat Creme 400g 233 78
Nutella 400g 198,8 66
Ketchup (je Sorte unterschiedlich) 500g 120 40
Kellogs Cornflakes 500g 43 14
Kellogs Smacks 375g 183,8 61
Seitenbacher Müsli 750g 183 61
Dr. Oetker Vitalis Kusper Grains 375g 204 68
Getränke
Aldi Eistee Zitrone 1Glas (200ml) 16,4 6
Hohes C 1Glas (200ml) 15 5
Lidl Eistee Zitrone 1Glas (200ml) 14 5
Lipton Eistee Lemon 1 Glas (200ml) 14,3 5
Capri Sonne 1 Glas (200ml) 19,8 6,5
Apfelsaft 1 Glas (200ml) 21 7
Orangensaft 1 Glas (200ml) 18 6
Multivitaminsaft 1 Glas (200ml) 24 8
Sauerkirschnektar 1 Glas (200ml) 28 9
Cola 1Dose (330ml) 35 12

Büchertipps zum Thema:

    

Ungesundes Kinderfood

Wer Lebensmittel kauft, die sich speziell an Kinder richten, kauft oft ungesund: Die auf Ernährung spezialisierte Verbraucherorganisation Foodwatch hat Kinderlebensmittel gemäß der bekannten Ernährungspyramide des aid analysiert und herausgefunden: Über 70 Prozent der insgesamt 1514 Kinderprodukte sind in der „roten“ Kategorie dieser Pyramide einzuordnen.

Kinderprodukte mit zu viel Zucker und Fett

Es handelt sich um süße und fette Snacks, die nach den Empfehlungen des vom Bundesernährungsministerium geförderten „aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz“ nur „sparsam“ verzehrt werden sollten. Gerade einmal 12,4 Prozent der Produkte können der grünen Kategorie an der Basis der Pyramide zugeordnet werden – solche Lebensmittel sollten Kinder eigentlich „reichlich“ verzehren. Die Pyramide der Ernährung ist also gerade bei Kinderlebensmitteln „auf den Kopf“ gestellt.

Doch gerade diese Produkte werden besonders für Kinder beworben, haben die coole Comicfigur auf der Verpackung oder werben mit bunten Aufklebern. Klar, dass Kinder hier besonders zugreifen. Foodwatch wirft der Industrie vor, Kinder so zur falschen Ernährung zu verführen – da diese lukrativer ist, als eine gesunde Ernährung mit Obst und Gemüse.

Liste von Foodwatch

Für den Durchblick beim Einkauf hier die gesamte Liste aller von Foodwatch gecheckten Produkte. (Liste) Denn wer Bescheid weiß, kann sich besser entscheiden – und das ungesunde Produkt öfter einmal liegen lassen. Und auch für den maulenden Nachwuchs, der nun auf die lustigen Aufkleber verzichten muss, gibt es Trost: Von Familothek gibt es ein Stempelheft, in dem Kinder Bonuspunkte für gesundes Essen sammeln können. Haben sie das Heft voll, können sie es bei ihren Eltern gegen ein vorher verabredetes Geschenk eintauschen. Iss mal anders

Büchertipps zum Thema:

    


Grafik: Foodwatch

Lesehinweis: Modelshows und Auswirkungen

Weitere Sender versuchen, auf der Welle um Heidi Klums GNTM zu schwimmen – über die Auswirkungen der TV-Shows um magere Mädchen auf Jugendliche gibt es mittlerweile wissenschaftliche Studien.

„Das perfekte Model“ ging als Konkurrenz zu Germany next Topmodel bei Vox an den Start. Auch hier gibt es viele dünne Mädchen, sie schienen sogar noch dünner und noch jünger als bei Frau Klum. „Du musst mal auf die Streckbank“ rät eine Jurorin einem Mädchen – und wirklich, Möchte-Models und Model-Jurorinnen sehen so aus, als wären sie dort gewesen, lang und dünn.

Reduziert auf Körperteile

Beide Jurorinnen sind erfolgreiche Models und erfahren den Umgang in der Modelwelt schon lange selbst. Die Art, wie sie die Kandidatinnen betrachten („beautiful bump“ – „schöner Hintern“), gibt realistischere Einblicke in die Warenwelt der realen Modelcastings, als es vielleicht beabsichtigt ist.

Studie zu den Auswirkungen

Die Auswirkungen solchen Medienkonsums auf Jugendliche sind nun wissenschaftlich untersucht. Die Studie „Castingshows und ihre Bedeutung für Kinder und Jugendliche“ wurde vom Internationalen Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) des Bayerischen Rundfunks initiiert, und die Ergebnisse sind nicht überraschend: Model-Casting-Guckerinnen finden sich zu dick und betrachten ihren Körper überkritisch. Nach dem ständigen Lob über Körpergröße bei „Das perfekte Model“ kommt demnächst wahrscheinlich auch noch „ich bin zu klein“ dazu. Mehr Aussagen von Jugendlichen aus der Studie: Spiegel Online

Zu den Auswirkungen auf die Eltern – denn auch die gibt es – ein Lesehinweis zu einer anderen Studie, die sich mit dem Erkennen von Magersucht bei jungen Mädchen beschäftigt. Das verwächst sich schon wieder