Kategorie: Familie

Haltbarkeit von Ostereiern

Abgeschreckt hat keinen Zweck! Wenn Ostern vor der Tür steht – oder gerade vorbei ist, stellen sich jedes Jahr wieder die gleichen Fragen:

Wie lange kann ich gefärbte Eier aufbewahren? Sind braune oder weiße Eier besser? Lassen sie sich auch noch schälen, wenn man sie nicht abschreckt? Wie viele Eier kann ich essen, ohne dass mein Cholesterinspiegel steigt? Sind Eier eigentlich gesund?

  • Ja, Eier sind gesund. Sie enthalten Vitamin A und D, das Zellschutzvitamin Folat, das Stoffwechselvitamin Biotin und verschiedene Mineralstoffe wie Calcium, Phosphor, Natrium, Kalium sowie Zink und Eisen.
  • Und ja, Eier enthalten auch Cholesterin. Aber verschiedene Studien sind letztendlich zu dem Schluss gekommen, dass auch ein erhöhter Eierverzehr sich nicht negativ auf den Cholesterinspiegel auswirkt. Außerdem geht Ostern ja auch wieder vorbei.

 

Wann sind Eier am besten schälbar?

Das Alter des Eis spielt eine Rolle für die Schälbarkeit. Eier, die 14 Tage alt sind, eignen sich hervorragend zum Kochen. Denn nach etwa 14 Tagen ist aus dem frischen Ei bereits soviel Wasser verdampft, dass sich eine deutlich größere Luftkammer im Inneren gebildet hat. Diese gleicht nicht nur Druckunterschiede beim Kochen aus und vermindert damit das Risiko von Beschädigungen, sondern erhöht die Schälbarkeit deutlich. Durch Abschrecken eines Eis stoppen die Köche nur den Garprozeß – ob ein Ei sich schälen lässt, wird dadurch nicht beeinflusst.

 

Braune oder doch lieber weiße Eier?

Die Farbe der Eier hat keinen Einfluss auf Inhaltstoffe oder Qualität. Sie entsteht durch eine Pigmentablagerung in der Schale und hängt von der Hühnerrasse ab. Wichtig ist hingegen eine möglichst glatte Schale, da beim Kochen weniger häufig Schalenrisse auftreten, durch die mögliche Bakterien in die Schale gelangen können.

 

Wie lange kann man gefärbte Eier aufheben?

Das Schweizerische Bundesamt für Gesundheit hat im Jahr 2002 eine Versuchsreihe mit Eiern gemacht und empfiehlt folgende Lagerungszeiten:

  • Nicht abgeschreckte Eier können bei Raumtemperatur 1 Monat (jawohl einen ganzen Monat) aufbewahrt werden.

  • Abgeschreckte Eier dagegen halten sich bei Raumtemperatur (22°C) nur 2-3 Tage, im Kühlschrank 1-2 Wochen.

Quelle: Schweizerisches Bundesamt für Gesundheit Abteilung Lebensmittelwissenschaft (Bulletin Nr. 12 vom 18.März 2002)

 

Warum ist das Abschrecken entscheidend?

Über das Abschreckwasser können durch kleine Risse in der Schale Bakterien ins Innere des Eis gelangen und es in wenigen Tagen verderben. Wer gefärbte Eier eine Zeit lang aufheben will, sollte also unbedingt auf das Abschrecken verzichten. Bei etwas verschmutzten Eiern sollte man grundsätzlich eventuelle Kotrückstände nie unter fließendem Wasser abwaschen. Dadurch wäscht man Bakterien erst recht ins Innere des Eis. Lieber mit einem trockenen Tuch vorsichtig entfernen.

Ganz sicher geht man mit dem Kauf industriell gefärbter Eier. Denn diese werden durch das Abkochen steril und die spezielle Lackschicht verhindert das Eindringen von Keimen. Dadurch sind die Eier selbst bei Zimmertemperatur mehrere Monate haltbar.

 

Sind Eier mit grünlich-blauem Rand verdorben?

Nein. Der Rand entsteht, wenn Eier zu lange oder zu heiß gekocht werden. Dabei vollzieht sich eine chemische Reaktion zwischen dem Eisen im Eigelb und dem Schwefel im Eiweiß, die sich zu Eisensulfid verbinden. Die Verfärbung ist gesundheitlich unbedenklich.

 

Warum soll man Eier nicht mit Silberlöffeln essen?

Auch hier entsteht eine chemische Reaktion: Beim Kochen des Eis entsteht Schwefelwasserstoff, der sich mit der Silberauflage des Löffels zu Silbersulfid verbindet: Der Löffel bekommt einen schwarzen Belag und das Ei einen unangenehmen metallischen Geschmack.

 

Wie erkenne ich, ob mein Ei auch tatsächlich vom Biobauern ist?

Woher ein Ei kommt, können Sie am Erzeugercode erkennen, der auf jedem Ei aufgedruckt ist. Die erste Nummer gibt an, wie die Hühner gehalten wurden: 0 steht für Öko, 1 für Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung und 3 für Käfighaltung. Dann folgt die Abkürzung für das Erzeugerland. DE steht dabei für Deutschland. Die nächsten Zahlen geben den Legebetrieb und die Stallnummer an.

 

Ist mein Ei auch wirklich frisch?

Um das zu beantworten gibt es einen einfachen alten Trick: Legen Sie das Ei vor dem Kochen in ein Glas mit Wasser. Sinkt es zu Boden, ist es frisch. Je älter es wird, desto mehr Wasser entweicht aus dem Inneren und es füllt sich mit Luft. Ein etwa 4 Wochen altes Ei schwimmt an der Oberfläche.

 

Und bei hart gekochten Eiern? Wie erkenne ich es da?

Verschiedenen Quellen zufolge schneidet man das gekochte Ei der Länge nach auf. Bei einem frischen Ei sitzt der Dotter in der Mitte des Eis. Je älter das Ei ist, desto näher wandert der Dotter an den Rand.

Foto: Donar Reiskoffer

 

Marmelade Kochen mit Kindern: Einfache Rezepte

Marmelade kochen mit Kindern macht Spaß! Schließlich ist es toll, den Nachwuchs spielerisch an das „in der Küche Mitmachen“ zu gewöhnen. Kleine Kinder sind stolz und eifrig, wenn sie bei etwas mitkochen – und das Ergebnis später sehen und essen können.

Selbst größere Kinder, die beim Thema Tisch decken schlagartig unsichtbar werden, mögen es, den Früchtebrei zu rühren, zu pürieren und zu naschen. Die Küche sieht hinterher wahrscheinlich aus wie nach dem Plätzchen Backen – na gut, dann macht man eben wieder sauber. Am besten gemeinsam.

Beim Marmelade Kochen gibt es viele Möglichkeiten, wie kleinere oder größere Kinder in der Küche aktiv sein können. Schon Kleinkinder können beispielsweise Johannisbeeren von den Stielen zupfen. Etwas größere Kinder fasziniert man mit dem Pürierstab, der ist laut und eine Maschine – auch wilde „Kerle“ im Kleinformat reißen sich darum, die Früchte elektronisch zu zerdrücken. Wer das noch nicht so gut kann, mag vielleicht die Früchte passieren und beim „Vormantschen“ mit der Gabel die kleine Hand anlegen. Auch erste Schneideversuche gehen ganz gut mit den weichen Früchten, bei Bananen zum Beispiel.Und wie toll ist es, wenn alle zusammen erst die Füchte erst gemeinsam pflücken, (naschen nicht vergessen!!) und sie dann gemeinsam einkochen – und beim nächsten Frühstück genüßlich verspeisen…..

Überall gibt es in der richtigen Jahreszeit Felder, auf denen man Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren, Johannisbeeren, Brombeeren und Co selber pflücken kann.

Hier die Rezeptideen:

Das hier ist wirklich lecker! Das Kirschen entsteinen ist für Kinder noch etwas schwierig. Die dürfen dann die Erbeeren putzen und würfeln – besser hinterher noch einmal nachprüfen, ob es wirklich noch 950 Gramm Fruchtfleisch sind… 

Süßkirsch-Erdbeer-Brotaufstrich mit Kokosraspeln

Zutaten
Ergibt ca. 1600 ml:

  • 500 g Süßkirschen (unvorbereitet gewogen, ergibt ca. 450 g Fruchtfleisch)
  • 1000 g Erdbeeren (unvorbereitet gewogen, ergibt ca. 950 g Fruchtfleisch)
  • Saft von 2 Zitronen (= 80 ml = 4 EL)
  • 50 g Kokosraspel
  • 500 g Südzucker Gelier Zucker 3plus1 (= 1 Päckchen)

1. Die Süßkirschen waschen, trocknen lassen, entstielen und entsteinen. Auch die Erdbeeren waschen, gründlich abtropfen lassen und putzen, also den grünen Stielansatz entfernen. Dafür gibt es übrigens spezielle Löffelchen mit Zacken.
2. Die Hälfte der Erdbeeren in kliene Würfelchen schneiden – das können auch Kindergartenkinder schon! Die andere Hälfte gemeinsam mit den Kirschen und dem Zitronensaft pürieren. Alles zusammen mit den Kokosraspeln in einen großen Kochtopf geben, Gelier Zucker 3plus1 unterrühren und mindestens 3 Stunden ziehen lassen, am besten zugedeckt.
3. Bei starker Hitze unter Rühren zum Kochen bringen, bis es heftig im Kochtopf sprudelt. genau ab jetzt vier Minuten sprudelnd kochen lassen, immer weiter rühren.
4. Schnell den Topf vom Herd und die Marmelade in heiß ausgespülte Gläser randvoll füllen und sofort mit einem Deckel verschließen.

Beeren, Beeren, Beeren – Sommerfeeling eingekocht! Beim Beeren zupfen und verlesen helfen alle mit – auch wenn Mama oder Papa später vielleicht noch einmal nachverlesen, zur Sicherheit…

Beerenbrotaufstrich aus drei verschiedenen Beeren

Zutaten
Ergibt ca. 1140 ml:

  • 500 g Brombeeren (unvorbereitet gewogen)
  • 300 g Heidelbeeren (unvorbereitet gewogen)
  • 200 g Schwarze Johannisbeeren (unvorbereitet gewogen, ergibt ca. 195 g Fruchtfleisch)
  • 500 g Südzucker Gelier Zucker 2plus1 (= 1 Päckchen)

1. Alle Beeren waschen und gut abtropfen lassen. Die Johannisbeeren von den Rispen zupfen, Brombeeren und Heidelbeeren verlesen. Die Früchte pürieren und mit Gelier Zucker 2plus1 in einem großen Topf gut mixen.
2. Topf auf den Herd und die Massen bei hohen Temperaturen und unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Wenn das Kochgut sprudelt, vier Minuten auf der Eieruhr einstellen. Die ganze Zeit sprudelnd kochen lassen und weiterrühren.
3. Den Topf vom Herd nehmen und heiß ausgespülte Gläser mit dem heißen Aufstrich randvoll füllen. Die Gläser sofort mit einem Deckel gut verschließen.

Rühren, mixen und gleich essen, wunderbar! Und dieses Rezept ist auch für Zeiten, in denen es die leckeren Beeren leider nicht auf freien Feld gibt.

Bananen-Heidelbeer-Fruchtaufstrich

Zutaten

Ergibt ca. 300 ml

  • 250 g Früchte
  • 125 g Südzucker Gelierzucker Fix & Fruchtig (= 1 Päckchen)

1. 125 g Bananenfruchtfleisch mit 125 g frischen oder angetauten Heidelbeeren in einen geeigneten Mixbecher geben.2. Den Inhalt eines Päckchens Gelierzucker Fix & Fruchtig (125 g) dazugeben und alles mit einem Pürierstab 45 Sekunden gründlich pürieren.3. Gleich genießen oder den Fruchtaufstrich in ein Schraubdeckelglas abfüllen und verschließen.

Mehr Betreuungskosten als geldwerter Vorteil

Überstunden oder ein krankes Kind und viel Arbeit im Büro? Vielleicht hilft Ihr Arbeitgeber. Denn diese können seit dem 1.1.2015 übernommene Betreuungskosten für ihre Angestellten selbst besser steuerlich geltend machen. Arbeitgeberbeiträge für eine zusätzliche Kinderbetreuung aus beruflichen Gründen von bis zu 600 Euro im Jahr werden jetzt als geldwerter Vorteil gewertet.

600 Euro für außergewöhnliche Kinder-Betreuung

Alle Eltern betrifft diese neue Regelung bei Fällen außergewöhnlicher Betreuungskosten zu Hause. So zum Beispiel die Gebühren für einen Babysitter, wenn das Kind krank ist und die Eltern zur Arbeit müssen. Berufstätige Eltern von schulpflichtigen Kindern bis 14 Jahre können erstmals Betreuungskosten von ihrem Arbeitgeber übernehmen lassen und diese sparen dabei Steuern. Doch betrifft dies für sie nur außergewöhnliche Kosten aus beruflichen Gründen. Wer die Gesetzesänderung nachlesen oder darauf verweisen möchte, es handelt sich um das Einkommensteuergesetz § 3 nr. 34a, verabschiedet am 19.12.2014.

Ein Betrag von 600 Euro jährlich ist zwar nicht wahnsinnig viel, kann aber Eltern in Notsituationen entlasten. Arbeitgebern soll mit dem Steuervorteil ein Anreiz gegeben werden, diese Zusatzkosten zu übernehmen.

Haben Sie noch nicht-schulpflichtige Kinder können Sie Ihren Arbeitgeber generell darauf hinweisen, dass Ihnen ein Zuschuss zu den Betreuungskosten als geldwerter Vorteil angeboten werden kann – ein schöner Pluspunkt, beispielsweise im Gehaltsgespräch.

Kitakosten von der Einkommenssteuer absetzen

Wer es noch nicht weiß, da es diese Steuervorteile auch noch nicht soo lange gibt:
Auch wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen die Krippen- oder Kindergarten-Gebühren nicht als geldwerten Vorteil überlässt oder Ihre Kinder bereits schulpflichtig sind, können Sie selbst die Kitakosten in einer Einrichtung von der Einkommenssteuer absetzen. Allerdings nur zu zwei Drittel der Summe und bis zu einem Höchstbetrag von 4.000 Euro, aber immerhin. Dazu müssen Eltern die Kita-Ausgaben für ihre Kinder bis 14 Jahre lediglich belegen. Das war nicht immer so: Bis 2011 mussten dazu Eltern dazu außerdem ihre Berufstätigkeit nachweisen (mehr Details zur damaligen Gesetzesänderung).

 

Weihnachten kommt immer so plötzlich!

Die Schritte werden schneller, die Listen und Warteschlangen länger, die Geheimverstecke gehen langsam aus – bald ist Weihnachten! Haben wir schon etwas für Tante Ella? Was machen wir am 2. Feiertag? Wo bekomme ich den gewünschten Kapuzen-Pulli für den Nachwuchs?

Ja, ja seit Jahren sagen uns Zeitungen und Philosophen, wir sollen doch endlich einmal wieder die Vorweihnachtszeit genießen… Und jedes Jahr geht es wieder los. Diese Menschen mit den guten Ratschlägen haben sicher keine Kinder: Jüngere, die mit ernster Miene sagen „psst im Keller schläft der Weihnachtsmann!“ – wer kann da schon widerstehen und nicht versuchen, aus dem geheimnisvollen Bartträger einen Freudebringer an Heiligabend zu machen? Oder Ältere, denen man mit dem Strahlen über den richtigen Pulli endlich einmal wieder eine positive Regung in der sonst so coolen Pubertierenden-Miene entlockt?

So reiht sich das Elternteil seufzend in die Reihe der Weihnachts-Rennenden ein, beseelt davon, den Lieben eine richtig schöne Vorweihnachtszeit und ein unvergessliches Fest zu bereiten. Das geht meistens schief. Und das haben wir alle schon erlebt. Denn was bringt der schönste Festtagsschmaus/Dekowahnsinn/Geschenksegen, wenn Mama und Papa erschöpft unter dem Weihnachtsbaum liegen statt sitzen? Wenn die Erwartungen an das Fest der Liebe wegen unendlich vieler Vorbereitungsarbeit unerfüllbar hoch sind?

Eben. Nix. Also liebe Eltern, einen Gang runterschalten bringt mehr Weihnachtsfreude als die perfekte, perfekte Vorbereitung. In diesem Sinn: Fröhliche Weihnachten!

Foto: Lyn Lomasi

Ideen für Adventskalender

Es ist eine so schöne Sitte – jeden Tag ein Türchen vom Adventskalender öffnen und dann ist ENDLICH Weihnachten. (das kommt bekanntlich jedes Jahr zu früh)

Für Kinder toll, für Eltern manchmal schwierig oder auch teuer: Adventskalender oder auch Weihnachtskalender gibt es mittlerweile in allen Formen und auch Preisklassen. Da kann man jeden Tag ein Buch, eine Spielfigur auspacken oder – für die Erwachsene – jeden Tag eine Dose Bier oder einen anderen Tee trinken. Na wem’s gefällt…

Wer sich dem Kaufrausch nicht schon vor Weihnachten hingeben will, und vielleicht die ganze Familie einbeziehen möchte – bei dem ist Kreativität gefragt. Und es gibt viele schöne Ideen, ganz individuelle und schöne Adventskalender selber zu machen oder mit Fantasie zu befüllen:

 

 

Familothek- Kalender als kostenlose Vorlage

Komplett individuell, kostenlos und für jedes Kind schön, unsere erste Idee: Ein Kalender mit Gutscheinen, Ideen für gemeinsame Unternehmungen als Adventskalender. Schön ist auch die Idee, jeden Tag eine Anerkennung, ein Lob, ein „Das machst Du prima” oder ähnliches zu verschenken. Als Vorlage haben wir einen Familothek-Kalender gebastelt – zum Füllen mit vielen guten Gedanken! Schenken kann man alles Mögliche: Vorlesezeit, sich aussuchen dürfen, was es zum Mittagessen gibt oder einmal Kuchen backen mit Mama, Kinderkino am Abend (mit DVD und selbstgemachtem Popcorn)…..

Hier noch ein Link zu mehr Geschenk-Ideen http://lebelieberbunt.de/24-ueberwiegend-kostenlose-adventskalenderfuellungen-fuer-kinder/

Es gibt eine Vorlage zum Ausdrucken für Kinder und eine für den Partner.

 

Ein Kalender für die ganze Familie

Juchhu – 24 kann man durch drei, durch vier, mit einem Zusatzgeschenk zum 25.12. auch durch fünf teilen oder gleich Oma und Opa einbeziehen, durch 6 geht nämlich auch. Ein Familienadventskalender, bei dem jeden Tag ein anderes Familienmitglied ein kleines Präsent bekommt, hat viele Vorteile. Schließlich muss niemand gleich 24 oder auch 48 Geschenke kaufen und einpacken. Es bekommt jeder einmal etwas geschenkt und natürlich kann es auch nicht nur einen einzigen Schenker geben. Lerneffekt für den Nachwuchs, vor allem bei Einzelkindern: Der oder die Jüngste der Familie lernt, dass andere gleichberechtigt „dran“ sind.

Adventsgeschenke verstecken

Ein bisschen Ostern vor Weihnachten: Wenn man das Adventsgeschenk versteckt, haben alle noch mehr Spaß daran. Schön ist es auch, wenn einzelne Geschenke am Ende ein großes Ganzes ergeben: Vielleicht die Legoteile für ein Fahrzeug, die neue Malausrüstung oder die Murmelbahn.

 

Beim Kinderflohmarkt schon an den Adventskalender denken

…denn dort gibt es eine Vielzahl kleiner „Unsinnigkeiten“, die, man weiß es ja, Kindern Freude machen: Der fünfzigste bunte Flummi, das Glitzerarmband, noch ein Puzzle und, und, und. Es kostet nicht viel und macht allen Spaß!

Noch mehr Ideen? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion, andere Ideen-Suchende werden es danken!

Foto: Andrea Schaufler

 

Wenn es zeitlich einfach nicht reicht, oder es doch noch zusätzlich etwas sein soll: Kommerzielle Ideen für Adventskalender

         

 

Teilzeit – die Lösung für berufstätige Mütter?

Teilzeit-arbeitende Mütter sind in Unternehmen meist nicht die erste Wahl für die Beförderung: Sie gehen immer früh, bekommen nicht alles mit oder kommen gar nicht, wenn ein Kind krank ist. Wirklich? „Diese Argumente gegen die Teilzeit sind oft Vorurteile“ sagt Martina Ludwig von der Personalberatung Häring und Ludwig in München . Das Unternehmen hat sich auf die Vermittlung von teilzeitzeitarbeitenden qualifizierten Fachkräften spezialisiert.

Stattdessen ist wissenschaftlich belegt, dass Teilzeitarbeiter ihren Job oft effizienter und motivierter bewältigen, als Vollzeitkollegen. Den Arbeitsanfall können sie flexibler erledigen, mehr arbeiten, wenn es gerade brennt. Und sind Teilzeit-Stellen nicht die Lösung für den wachsenden Fachkräftemangel in der deutschen Industrie?

Verbreitete Vorurteile
Doch die Vorurteile von Arbeitgebern sind verbreitet. Und so kommt es, dass der Wunsch nach Teilzeit bei hochqualifizierten Berufen oft ein Karrierekiller wird – und damit ein Problem für ambitionierte Frauen mit Kindern. Dabei wollen viele Frauen nach einer Kinderpause in Teilzeit wieder in ihren Beruf einsteigen und schaffen auch die Voraussetzungen in der Kinderbetreuung dafür.

Mehr zu Tipps für eine Bewerbung in Teilzeit

Gemäß einer aktuellen Studie wollen fast achtzig Prozent der Eltern, dass einer oder beide Partner Teilzeit arbeiten, realisieren können es aber wenige. Die Variante „beide Partner arbeiten 30 Stunden“ leben zum Beispiel nur sechs Prozent der Eltern. (Studie Elternbefragung )

Selbst bei gesicherter Betreuung wird es schwierig, Beispiel Angelika: Für sie läuft es in Sachen Kinderbetreuung optimal – ihre neunjährige Tochter besucht eine Ganztagsklasse, der dreijährige Sohn ist bis 16:00 Uhr im Kindergarten betreut.Trotzdem musste die Kommunikationsexpertin und Ingenieurin bei einem Bewerbungsgespräch hören: „Sie sind ja Mama – wie wollen Sie den Job schaffen?“ Der Personalverantwortliche beeilte sich zu betonen, dass er höchsten Respekt vor den „Mamas“ habe. Seine Frau beispielsweise bringe immer die Kinder zum Fußball. „Einem Mann würde so etwas nicht passieren“ betont Angelika. Die Münchnerin bewirbt sich jetzt weiter auch auf Vollzeitstellen – allerdings mit einem etwas flauen Gefühl. Denn dann darf nichts schief gehen – ein Fahrradplatten, Arztbesuch, ein bockiges oder krankes Kind würde den straffen Zeitplan durcheinanderwirbeln.

Teilzeit – Voraussetzungen im Unternehmen
Nicht überall treffen Frauen auf solche Rückständigkeit. Martina Ludwig weiß, welche Voraussetzungen im Unternehmen gegeben sein müssen, damit Teilzeit beispielsweise auch bei Führungsjobs klappt: Die Führungskultur im Unternehmen muss zum Beispiel auf Ergebnisse und nicht auf Präsenzzeiten Wert legen. Die tägliche Arbeit muss auf der Basis von Zielvorgaben organisiert sein. Und: Ist der Chef der Abteilung selbst so strukturiert, dass er das Zeitkontingent des Mitarbeiters gut in den Arbeitsablauf integrieren kann, steht dem Teilzeitmodell eines gehobenen Mitarbeiters nichts mehr im Weg.

Chance Job-Sharing?
„Job-Sharing ist ein Arbeitsmodell der Zukunft“ – davon ist Frau Ludwig überzeugt: „Das ist manchmal sogar besser als eine Vollzeitstelle, und zwar für den Arbeitgeber.“ Beim Job-Sharing sind Ausfallzeiten wegen Krankheit und Urlaubszeiten abgedeckt. Beide Job-Sharer machen ihren Job wie alle Teilzeit-Arbeitende motiviert und engagiert. Die interne Organisation der Stelle wird dabei oft von den Sharern selbst übernommen. Wenn es Arbeitgeber geschickt anstellen, können sie eine ganze Stelle mit leicht komplementären Job-Sharern besetzen, so dass sogar ein Kompetenz- und Effizienzgewinn entsteht: Der eine Jobsharer lernt vom anderen, jeder erledigt den Schwerpunkt der Arbeitsanforderung, den er am besten beherrscht.

Teilzeit bedeutet nur manchmal und nur minimal höhere Lohnkosten für Arbeitgeber
Aber Teilzeit ist doch so teuer für Arbeitgeber, weil die Lohnnebenkosten für zwei Teilzeit-Arbeiter insgesamt höher sind? Nein, das entkräftet Frau Ludwig vehement: Bei Stellen die unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung liegen (2014 mindestens ein Bruttolohn von 5000 Euro in Ostdeutschland, Genaueres hier Beitragsbemessungsgrenze), trifft das gar nicht zu, bei Stellen darüber macht es in der Summe kaum etwas aus.

Der Wandel in Unternehmenskulturen ist bereits da – jedenfalls bei einigen und immer mehr. Die moderne Bürowelt mit gespeicherten Firmendaten in der passwortgeschützten Cloud, Webinaren und Skype-Konferenzen machen flexible Teilzeitarbeit und Homeoffice für fast alle Bürojobs möglich. Man muss es nur wollen.

Vielleicht spricht in zehn Jahren niemand mehr über Teilzeit, weil es sowieso schon Realität ist? Besser ist es jedenfalls für uns alle als Gesellschaft, wenn möglichst viele gut ausgebildete Menschen in sozialverträglicher Beschäftigung sind. So dass nicht die eine Hälfte unbezahlte Überstunden schiebt, während die andere gar keine Rente erwirtschaftet und später einmal in die Altersarmut rutscht.

Foto: von The Library of Virginia from USA [Für die Lizenz, siehe], via Wikimedia Commons

 

Wiedereinstieg in Teilzeit: Bewerbungs-Tipps

Als Wiedereinstieg nach der Elternzeit in Teilzeit zurück in den Job? Teilzeitjobs für Mütter, die auch noch an Karriere denken, sind rar gesät. Worauf müssen gut ausgebildete Mütter achten, wenn sie sich auf qualifizierte Teilzeit-Stellen bewerben wollen? Hier Tipps von der Expertin Martina Ludwig, Inhaberin einer Münchner Personalberatung spezialisiert auf Teilzeitarbeit: :

  • Teilzeit-Jobs haben Vorteile – für den Arbeitgeber
    Zählen Sie einem potenziellen Arbeitgeber die Vorteile der Teilzeit auf: Studien besagen, dass Teilzeit-Mitarbeiter produktiver arbeiten als Vollzeit-Mitarbeiter. Ein Mitarbeiter in Teilzeit kann seine Arbeitszeit unter Umständen flexibler gestalten und damit auf wechselnde Anforderungen im Arbeitsanfall reagieren. Mehr zu dem Thema Teilzeit für Mütter
  • Flexible Teilzeit-Modelle
    Wenn bei Ihnen möglich, schlagen Sie einem Arbeitgeber flexible Teilzeitmodelle vor, an die er selbst gar nicht gedacht hatte: Vielleicht fällt Ihnen eine Job-Sharing-Partnerin ein, vielleicht können Sie Teile Ihrer Aufgaben in Homeoffice-Arbeit gut erledigen?
  • Selbstbewusste Mütter
    Selbstbewusstsein zeigen bei der Bewerbung, das betont Martina Ludwig besonders: Sie haben als Mutter sehr viel gelernt, was auch Arbeitgeber an ihren Mitarbeitern interessiert: Sie können höhere Belastungen abfedern, haben gelernt, sich besonders gut zu organisieren. Sie sind hochmotiviert und ausgeglichen, weil sie in ihrer freien Zeit ihre privaten Verpflichtungen erfüllen können.
  • Zeitgemäße Bewerbungen schreiben
    Auch eine Teilzeit-Bewerbung muss den aktuellen Anforderungen an Bewerbungsunterlagen entsprechen. Scheuen Sie keine fachliche Beratung (siehe oben) oder legen Sie sich zumindest ein Fachbuch zu, welches Ihnen die neuesten Anforderungen nahebringt. Ein paar Büchertipps finden Sie unten.
  • Lassen Sie sich coachen! Es gibt eine Vielzahl von Coaches, die auf Berufsrückkehrerinnen – natürlich auch in Teilzeit – spezialisiert sind. Informieren Sie sich auch, welche öffentlich geförderte Programme Sie in Anspruch nehmen können. Ein Beispiel aus München: power M.
  • Vollzeit oder Teilzeit?
    Auf einen Vollzeitjob bewerben und im Gespräch auf Teilzeit ausweichen? Jein. Das ist o.k. wenn fast Vollzeit angedacht ist, die Reduzierung also nur gering ist. Besser: Bei der Stelle anrufen und fragen, ob sich der Arbeitgeber mit der Jobbeschreibung auch eine reduzierte Stelle vorstellen kann, die Arbeit vielleicht anders einteilen kann. Sie können ruhig argumentieren: „Ich habe Erfahrung, bin organisiert und sehr effizient“ – ich schaffe einen Großteil der gewünschten Anforderungen auch in x Wochenstunden.“
  • Auch initiativ zur Teilzeit-Arbeit
    Initiativbewerbung oder Bewerbung auf eine ausgeschriebene Stelle, was hat bei der Suche nach einer Teilzeitstelle mehr Chancen? Das ist egal – sagt Frau Ludwig. Aber wer sich initiativ bewirbt, muss sich immer – auch bei einer Vollzeitstelle – vorher stark mit dem Unternehmen beschäftigen. Einfach mal 100 Initiativbewerbungen „raus hauen“ ist meist chancenlos.

Und: Wenn Sie den Teilzeit-Job antreten, denken Sie daran, dass Sie nicht unbezahlt viel mehr Stunden arbeiten, als vertraglich vereinbart. Dazu Martina Ludwig: „Lassen Sie sich nicht ausnutzen, aber zeigen Sie sich flexibel. Wenn mal viel los ist, können Sie vielleicht einen zusätzlichen  Arbeitstag einrichten, vielleicht im Home Office. Wenn wenig los ist, bauen Sie diese Stunden dann wieder ab. In einem vertrauensvollen Miteinander funktioniert dieses Nehmen und Geben gut.“

 

ADAC Postbus Busreisen mit Entertainment-Programm für alle

Haben Sie aktuell eine Busreise mit Fernbus und Familie angedacht? Das Angebot der Fernbusse in Deutschland ist ja recht neu. Auch wer mit Kindern unterwegs ist, sollte zumindest einmal checken, ob sich die Fahrt mit dem Bus für die eigene Pläne lohnt und praktisch ist (Entscheidungshilfen dazu hier). Für Kids und Eltern hilft da vielleicht noch eine weitere Info: Im ADAC Postbus können sich große und kleine Reisende mit einem Entertainment-Programm auf dem eigenen Handy oder Tablet die Reisezeit vertreiben. Im sogenannten Media Center laden sich große und kleine Reisende auf der Busfahrt Filme, Hörbücher und Musikangebote einfach aufs Smartphone oder iPad herunter. Das kostet nichts extra, da alle Postbusse über kostenloses W-Lan verfügen. So ist der Nachwuchs auf der Fahrt beschäftigt und fühlt sich fast wie im Flugzeug mit Bordprogramm. Was gibt es zu sehen? Ein aktuell wechselndes Programm: Für die Kids zum Beispiel den Film Toy Story III, Die Monster Uni oder für Kleinere Happy Feet II. Für Mama ist dann hoffentlich Entspannung und Sitzkomfort genießen angesagt: Vielleicht mit Männerherzen II oder Two and a Half Men vor den Augen? Gerade gibt es außerdem Eat Pray Love mit Julia Roberts in der Hauptrolle. Oder die Erwachsenen amüsieren sich mit Hörbuchern wie zum Beispiel Hape Kerkelings „Ich bin dann mal weg“ auf den Ohren. Jugendliche können übers eigene Handy Musik beispielsweise von Pink, David Guetta oder Frida Gold hören. Was ist bei der geplanten nächsten Busfahrt gerade im Programm? Aktuelle Infos dazu: Programminfos Mediacenter

Screenshot-ha-ad1

Der ADAC Postbus, eine Kooperation zwischen dem ADAC und der Deutschen Post, fährt deutschlandweit viele große Städte an. Und dies auf so frequentierten Strecken wie Berlin-Hamburg, Berlin-Frankfurt, Dresden-Berlin, Leizig-Berlin oder München-Berlin. Am besten bei der Planung einer Reise das eigene Ziel noch einmal im Internet nachsehen, denn der Streckenausbau ist im Gang und neue Ziele kommen immer wieder dazu. Tickets gibt es natürlich übers Internet. Wer das nicht möchte, kann Bustickets auch bei ADAC Filialen oder Postfilialen für seine nächste Testfahrt kaufen. Fazit: Schön dass sich andere Menschen immer wieder neue Dinge ausdenken, um uns das Reisen mit Kindern und Kegeln angenehmer und die Reise-Entscheidung flexibler zu machen!
Blog Marketing Blog-Marketing ad by hallimash

Gemeinsame Schulpolitik in Deutschland? Leider nein!

Da saßen Bildungspolitiker zweier Länder auf dem Podium auf der Bildungsmesse Didacta 2014 und diskutierten über die Frage „Differenziertes Schulsystem oder Gemeinschaftsschule – was ist für Schülerinnen und Schüler besser?“ Es handelte sich um einen Vertreter des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg (Gemeinschaftsschule) und einem Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und und Kunst aus Bayern (differenziertes Schulsystem). Und – sie stritten sich, anders kann man das nicht sagen.

Gemeinsam mit einem Professor und einer Vertreterin einer Initiative pro dreigliedriges Schulsystem wurden Studien und Gegenstudien zitiert, Zahlen und Statistiken in die Arena geworfen und sich gegenseitig Rückständigkeit vorgeworfen. Ideologie und Grabenkampf war das Gebot der Stunde. Wenn ein solcher Ton immer dann herrscht, wenn sich in länderübergreifenden Gremien die Verteter zum Thema Schulpolitik treffen, kann man sich glücklich schätzen, wenn überhaupt einmal etwas Konstruktives und Gemeinsames dabei herauskommt.

Obwohl die Moderatorin zu Beginn darauf hinwies, dass es um den Blickwinkel der Schülerinnen und Schüler ging, kam die Diskussion auf diese höchst selten. Die Tatsache, dass Deutschland ein Land ist, in dem es mehr als sinnvoll wäre, Abschlüsse, Systeme, Standards so gut wie möglich zu vereinheitlichen, kam nicht zur Sprache. Dabei würde dies der Tatsache Rechnung tragen, dass heutzutage viele Absolventen zum Studieren und Arbeiten ihre Heimatregion verlassen und Familien aufgrund von Arbeitssituationen der Eltern häufig innerhalb Deutschlands umziehen. Und wie schlägt sich dann ein Gemeinschaftsschüler in der Realschule? Ein FOS-Schüler im Gymnasium des Nachbar-Bundeslandes? Sind solche Probleme Einzelfälle und vernachlässigbar?

Es kann nicht sein, dass wir ein immer einheitlicheres Europa mit gleichem Geld, zum Teil gleicher Außenpolitik, gleichen Wirtschaftsstandards haben und bekommen – eine einheitliche Schulpolitik in Deutschland aber immer unwahrscheinlicher erscheint. Europäische Freizügigkeit von Arbeitnehmern – wir arbeiten europaweit daran; Freizügigkeit von Schulkindern in Deutschland – keine Chance?

Grabenkämpfe, Ideologien, schön und gut – aber Politiker, für wen macht ihr Politik? Für die Theorie? Oder für echte Menschen? Echte Kinder und echte Eltern, die schon lange nicht mehr durchsteigen. Die auch keine Lust haben, sich in Lager aufteilen zu lassen, je nachdem, in welchem Bundesland sie zufällig gerade wohnen. Sondern am liebsten ein einheitliches Schulsystem in ganz Deutschland hätten, weil es für sie am praktischsten und am gerechtesten wäre. Nicht mehr und nicht weniger.

Abgeordnete Eltern im Bundestag 2013-2017

Schon einmal hat sich Familothek gefragt: Wie viele Abgeordnete sind eigentlich Eltern und haben damit eigene Erfahrungen wie es so ist, eine Familie zu haben. 2013 hat sich nun ein neuer Bundestag konstituiert und wir schauen wie es diesmal aussieht – und inwieweit sich dies im Vergleich zum letzten Bundestag verändert hat:*

61 Prozent der Abgeordneten des deutschen Bundestages in dieser Wahlperiode sind Eltern – eine Mehrheit, aber keine große. Und: weniger als von 2009 bis 2013 – damals waren es 67,9 Prozent. Bei insgesamt 631 Abgeordneten sind das 385 Personen, 2009 bis 2013 gab es 421 Mamas und Papas, also eine große Schulklasse mehr.

Schaut man sich die einzelnen Fraktionen an – so regieren uns erfreulicherweise überdurchschnittlich viele Eltern: In der großen Koalition sind in der Fraktion der CDU/CSU 66 Prozent der Abgeordneten Eltern, in der SPD sind es immer noch überdurchschnittliche 62 Prozent.

In der kleinen Opposition ist das anders: Nur 49 Prozent der Fraktion der Linken und gleichfalls nur 49 Prozent der Grünen sind Eltern: Möglicherweise spiegelt sich hier eine Verjüngung in der Altersstruktur der Fraktionen wider – so dass einige dieser Abgeordneten vielleicht „noch“ keine Eltern sind. Diese Annahme stützt sich auch im Vergleich zum Bundestag 2009-2013: Damals waren gerade bei der Linken überdurchschnittliche viele Abgeordnete Eltern (68%) und bei den Grünen immer noch 57 Prozent.

Bei der Anzahl der Kinder dominieren in allen Parteien ein und zwei Kinder, gefolgt von Abgeordneten mit drei Kindern. Großfamilien sind in der Fraktion der CDU/CSU überdurchschnittlich häufig vertreten: 25 Abgeordnete der Fraktion haben vier Kinder, sechs Abgeordnete sogar 5 oder 6 Kinder. Spitzenreiterin im Bundestag ist hier einmal wieder die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mit sieben Kindern – so viele hat sonst niemand im deutschen Bundestag 2013-17.

*Grundlage sind eigene Angaben der Abgeordneten auf der Homepage des Bundestages – wer also vielleicht Kinder hat, diese aber nicht angibt, weil er oder sie vielleicht nicht mit ihnen zusammenlebt, wird als „Nicht-Eltern“ gezählt.

Foto: Deutscher Bundestag, Achim Mende