Kategorie: Familienbild

Moderne Mütter = gestiegene Anforderungen

Das Zukunftsinstitut von Matthias Horx hat sich Gedanken gemacht, wie moderne Mütter heute sind.

Wer als Mutter jeden Tag den Alltag stemmt, für den sind diese Erkenntnisse nicht gerade neu – steckt sie doch genau in denen von Horx beschriebenen Lebensumständen. Schön ist es aber, zu lesen, dass Lebensumstände von Müttern mittlerweile objektiv erforscht werden. Und so manche kann sich in den „Typen moderner Mütter“ mehr oder minder wiederfinden und denken „ich bin nicht allein“! Das ist ja schon einmal beruhigend.

Mütter von heute – eine der Grundthesen des Instituts – finden sich stark gestiegenen Ansprüchen gegenüber: An sich als Mutter und an ihre Kinder und damit an die Kindererziehung. Irritiert bemerken die Forscher eine „eigenartige Mischung aus altem Mythos und neuen Idealen“ im Bild der Mutterschaft. Mütter des öffentlichen Lebens machen es scheinbar vor, wie leicht es ist, Beruf und Kinder zu vereinbaren und dabei erfolgreich, eine gute Mutter und auch noch attraktiv zu sein. (wie es im Hintergrund ausschaut, das weiß ja keiner). Das macht Stress. Interessant ist zu sehen, mit welchen Lösungsstrategien die „individualisierten“ Mütter (so eine weitere Grundthese der Studie ) diesen Anforderungen begegnen:

  • Manche Mütter verschreiben sich komplett der Kindererziehung und organisieren das „Projekt Kind“ mit ähnlichem Perfektionismus wie früher ihre Karriere
  • Manche Mütter sehen die Gelassenheit als erstes Ziel in ihrer Lebensführung mit Kindern
  • Manche Mütter sind unzufrieden mit dem Brachliegen ihrer beruflichen Kenntnisse in der Zeit der Kindererziehung kleiner Kinder
  • Klassische Karrieremütter sind superorganisiert, haben aber oft ein schlechtes Gewissen – allen gegenüber
  • Jüngere Mütter oder alleinerziehende Mütter schaffen ihren Alltag mit Hilfe der eigenen Eltern (die Twens) und/ oder einem breiten Netzwerk

Wer welche Strategien und welche Lebenswege verfolgt, hängt neben der eigenen Präferenz nicht zuletzt von verschiedenen Lebensumständen ab, in denen die Mütter gerade sind (alleinerziehend, Anzahl und Alter der Kinder, verfügbares Einkommen). Und obwohl in der Studie die Individualität betont wird, stellen die Wissenschaftler neun Typen der modernen Mutter zusammen und benennen sie mit plakativen Namen. Ganz amüsant ist es trotzdem, zu schauen, wo man sich selbst am ehesten einordnen würde und vielleicht die beste Freundin 😉

  • Die Pippi-Langstrumpf-Mutter ist die beste Freundin ihrer Kinder
  • Die Latte Macchiato Mutter kauft gerne im Bio-Laden und hat einen kreativen Beruf
  • Die Mommadaddy Mutter schafft alles ganz allein
  • Die TwenMom ist noch keine dreißig
  • Die Multi-Handling Mutter kombiniert Vollzeitjob mit Kindern
  • Die Hidden-Potential Mutter hätte gerne mehr Verantwortung im Job
  • Die Re-Start-Mutter sucht nach neuen Wegen nach der Kinderzeit ihrer Sprösslinge
  • Die Yo-Mama ist total entspannt
  • Die Profi-Mom perfektioniert das Familienleben

Details zu den einzelnen Typen hier zusammengefasst (Moderne Muttertypen)

Und hier das Original der Studie Modern Moms

Bilddarstellung: Isabelle Dinter www.grafische-visualisierung.de

Pippi-Langstrumpf oder Latte Macchiato? Muttertypen heute

Welche Muttertypen gibt es heute? Das hat eine Studie herausgefunden. Mehr zu der Studie lesen Sie hier (moderne Mütter) Hier erst einmal die wissenschaftlich eingeteilten und plakativ benannten Idealtypen:

Twen-Mom

Sind zwischen 20 und 30 und meist auf die (Betreuungs-)Reserven der Herkunftsfamilie angewiesen, um eigen Bedürfnisse, wie zum Beispiel die Ausbildung, geltend machen zu können. Sie machen nur circa 10 Prozent der Mütter aus. Klarer Vorteil: Sie haben noch eine Menge Power!

Pippi-Langstrumpf-Mutter

Sie adaptieren teilweise den Kosumstil ihrer Töchter und sehen ansonsten Familienchaos und Kindererziehung gelassen. Genuss und Freizeit überwiegen Karriereambitionen oder strenge Erziehungsregeln. Dabei kann es allerdings manchmal zu finanziellen Engpässen kommen, auch berufliche Ambitionen bleiben auf der Strecke.

Multi-Handling-Mutter

Sie macht Karriere in Vollzeit und netzwerkt und organisiert ihre Kinder als weiteres Projekt gleich mit. Im Schulprojekt und am Konferenztisch ist sie gleichermaßen zuhause. Super – aber Zeit für sich selbst ist rar. Ihr gesellschaftlicher Einfluss wird als „steigend“ beschrieben.

Latte-Macchiato-Mutter

Wenn Lohas Mütter werden, gehe sie in Richtung Latte-Macchiato-Mutter: Auch als Mama pflegen sie den „Lifestyle of Health and Sustainibility“, sind ökologisch orientiert, aber gern in der Stadt zu Hause. Aktiv und mobil arbeiten sie in unsicheren, kreativen Arbeitsverhältnissen. Klingt gut und nach maximalem Gestaltungspielraum, doch die berufliche Selbstverwirklichung und Kindererziehung für alle Seiten gut zu kombinieren, ist manchmal nicht so leicht.

Mommadaddy

Die Alleinerziehende ist hochgradig organisiert und hochgradig joborientiert – klar ist das so. Ihre Kinder werden früh selbständig und sie selbst schätzt ihre Autonomie in allem. Trotzdem braucht sie Unterstützung im Alltag, hat wenig Zeit für sich und das Risiko prekärer Lebensverhältnisse ist hoch. Wir haben Sie schon einmal hochgelobt! (Ein Lob den Alleinerziehenden)

Hidden-Potential-Mutter

Ihre beruflichen Ambitionen waren hoch, doch nach der Geburt der Kinder ist Arbeit nur zum Geldverdienen da. Natürlich fordert die Familie sie, aber sie wünschen sich mehr professionellen Austausch. Die Zahl der Mütter, die „Beschränkungen von klassischen Berufs- und Familienbilder am eigenen Leib erfahren“ (Zitat der Studie) ist anhaltend hoch.

Profi-Mum

Alles was zählt, sind glückliche Kinder – die eigene Selbstbestätigung ziehen Profi-Mütter komplett aus häuslichem Glück. Und dementsprechend aufwendig gestalten sie das Familienleben und die Erziehung der Kinder. Wenn dann etwas nicht klappt, wiegt das für die Profi-Mama schwer – und manchmal bedeutet die Erschaffung des häuslichen Mini-Paradieses auch viel Stress.

Re-Start-Mutter

Nachdem die Kinder aus dem Haus sind, besinnt sie sich wieder auf eigene Stärken und startet nicht selten beruflich noch einmal. Das Bilder der Re-Start-Mutter ist natürlich abhängig vom Alter der eigenen Kinder.

Yo-Mama

Mit Gelassenheit den vielen Regeln begegnen,“ wie Eltern zu sein haben“ – das sind Yo-Mamas. Ihre Erziehung ist geprägt durch Pragmatismus und Verständnis für ihre Kinder, denen sie Freiheiten lässt. Häufig berufstätig, versucht sie, Stress sowohl für sich selbst, als auch für ihre Kinder weitgehend aus dem Familienleben herauszuhalten.

Foto: Daisy Romwall

Gestatten Sie? Frau Frühling!

„Guten Tag, Herr Winter!“ Die Namen der Jahreszeiten sind in Deutschland die am meisten verbreiteten Familiennamen.

Herrn und Frau Sommer gibt es ca. 48.000 Mal und Herrn und Frau Winter 47.000 Mal. Beide sind unter den am meisten verbreiteten 50 Familiennamen im Lande.

Was ist aber mit Herrn und Frau Frühling? Diesen Namen gibt es nur circa 1.500 Mal. Warum? An der Beliebtheit der Jahreszeit kann es nicht liegen!

Das Wort Frühling ist erst im 15. Jahrhundert in Gebrauch gekommen. Zu diesem Zeitpunkt war die Bildung der Familiennamen fast komplett abgeschlossen. Der frühere Begriff für Frühling, Lenz, ist ein ebenfalls verbreiteter Nachname in Deutschland: Circa 20.000 Leute tragen ihn.

Bild: aboutpixel.de / the spring is my love © Stefan Zimmer

Abstand zwischen Geschwistern immer größer

Gefühlt wussten wir es, jetzt bestätigt es uns das Statistische Bundesamt: Eltern lassen sich mit dem zweiten oder dritten Kind sehr viel Zeit.

2010 geborene zweite Kinder waren in Deutschland im Durchschnitt vier Jahre jünger als ihre erstgeborenen Geschwister. Die dritten Kinder kamen sogar durchschnittlich fünf Jahre nach dem Geburtstag des zweiten Kindes zur Welt. Letzteres ist übrigens öfter einmal einem Partnerwechsel der Mutter geschuldet – das dritte Kind hat dann einen anderen Vater als seine Geschwister.

Da es ja auch weiterhin viele Geschwister mit sehr viel geringerem Altersabstand gibt, muss es wohl viele Geschwisterkinder mit noch höheren Altersabstand geben, um den hohen Durchschnitt zu erreichen . Also: Mehr Variation als früher beim Abstand zwischen erstem Kind und Geschwistern.

Großer Geschwisterabstand – zwei Erfahrungsberichte

Und wie ist das so mit dem großen Abstand zwischen den Geschwistern? Was „empfehlen“ Mütter, die es ausprobiert haben?

„Es gibt Vor- und Nachteile“ sagt Barbara mit den Mädchen Luisa viereinhalb und Julia, neun Jahre. „Sie haben eine engere Beziehung als andere Schwestern, weil sie sich nicht so sehr als Konkurrenz sehen“. Aber natürlich sind die Entwicklungssprünge unterschiedlich und so war der Entwicklungsabstand zwischen beiden natürlich früher größer. Für sich selbst sieht die Mutter auch einen Vorteil „Ich musste es erst einmal verarbeiten, Mutter zu sein, dann war ich bereit für ein neues Abenteuer Kind. Und das hat der ganzen Familie gut getan.“

Vorteile auch bei überdurchschnittlichem Abstand

Vorteile sieht auch Isabel – ihre beiden Söhne sind sogar sieben Jahre auseinander. „Ich hatte so das Glück, dass ich nicht zwei Kleinkinder auf dem Arm hatte, oder zwei Kleinen im Winter die  Schneeanzüge anziehen musste“. Heute verstehen sich die Kinder gut – auch wenn der Große mit 13 manchmal jünger wirkt und sich der Sechsjährige manchmal mit Teeniethemen beschäftigt – aber das geht in der Familie unter „Erweiterung des Horizonts“ durch. Der Große nimmt den Kleinen Sechsjährigen sogar manchmal zu Freunden mit – „noch“, schränkt die Mutter allerdings ein. Streiten sich die beiden, dann „hat jeder seine Waffen“, so formuliert es die Mutter. Würde sie es noch einmal so machen? „Unbedingt“!

Nachteile praktischer Natur

Die Nachteile bei großem Geschwisterabstand sind eher praktischer Natur: Nie hat man beide Kinder gleichzeitig in einer Einrichtung, damit fällt der Geschwisterbonus – ob in der Bevorzugung bei der Platzvergabe oder ganz konkret bei den Gebühren – weg. Wohin mit den vielen Kleidern zum Aufheben, bis das nächste Kind herein gewachsen sein wird? Und mit dem Kinder haben ist man ein paar Jahre länger beschäftigt, als Freunde mit zwei Kindern, die einen geringeren Altersabstand aufweisen.

Das geschwisterliche Nebeneinander ist bei der einen Familie besser, bei der anderen schlechter. Aber ob da der Altersabstand der alleinige Grund ist?  Schließlich sind alle Kinder unterschiedliche Individuen – auch Geschwister. Bei der Entscheidung „Zweites Kind, jetzt oder später“ sind viele verschiedene Beweggründe ausschlaggebend, für jede Familie andere.

 

Foto: US Nessie

 

Mama, Mama, Kind – über den Alltag, kein normales Familienmodell zu leben

Sie haben Kinder, leben als Familie mit ihnen zusammen und sorgen für sie. Aber ihr Familienmodell ist nicht das gewohnte „Vater, Mutter, Kinder“. Ist es eigentlich wirklich so einfach, heutzutage Familie anders zu leben? Wir haben mal gefragt.

„Ich finde uns spießig hoch drei“ sagt Alexandra* aus Hamburg. Die 43-jährige Rechtsanwältin lebt gemeinsam mit ihrer eingetragenen Lebenspartnerin und ihren beiden Anderthalbjährigen Zwillingsmädchen, die sie mit Hilfe eines Samenspenders bekommen hat. Und natürlich ist der Alltag der ungewöhnlichen Familie mehr als gewöhnlich: Essen, Schlafen, Spielen, Kita… In der Kita war es sogar vielleicht ein Vorteil, „etwas anders“ zu sein – „die mögen das da gemixt“, sagt die Mutter.

Alles super, alles easy, wir sind tolerant? Haben wir uns alle so gut an die „Pluralisierung der Lebensformen“ ab dem späten 20.Jahrhundert“, wie es Wikipedia so schön formuliert, gewöhnt?

Auch die Familie von Felipe hielt immer fest zusammen – der gebürtige Kolumbianer, der für seine Promotion in den achtziger Jahren nach Deutschland kam, zog lange Jahre seine beiden Töchter alleine groß.

„Normalität“ in Zahlen
In Deutschland ist zur Zeit jeder fünfte Elternteil alleinerziehend – wenn auch nur in jeder zehnten Ein-Eltern-Familie der Väter die Hauptbetreuung übernommen hat. (Quelle: http://www.sueddeutsche.de/leben/familien-studie-jeder-fuenfte-alleinerziehend-1.981502). Regenbogenfamilien sind da noch außergewöhnlicher: Circa 19.000 Kinder (Quelle: http://www.zeit.de/2011/09/Familie-Lesbische-Eltern) leben 2011 in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften – häufig aus einer ehemaligen heterosexuellen Beziehung „mitgebracht“: Kinder, die von den Lebenspartnerinnen oder Lebenspartnern adoptiert wurden oder mittels Samenspende in eine gleichgeschlechtliche Ehe geboren wurden, sind noch seltener.

Formale Probleme

Obwohl sie mit den beiden Zwillingsmädchen auffallen, kann Alexandra nur sehr selten von „schiefen Blicken“ oder ähnlichem berichten, wohnen sie doch alle in der Großstadt. Die Kinder der heterosexuellen Freundinnen fragen schon mal, finden aber die Erklärung „Die Babys haben zwei Mamas“ dann auch ganz normal. Probleme gibt es in ganz anderen Bereichen: Zum Beispiel die Auslandskrankenversicherung. Normalerweise sind Kinder in einem Haushalt bei einem Versicherungsnehmer automatisch mitversichert – aber ist das auch bei eingetragenen Lebenspartnerschaften mit Nachwuchs so? Bei der Versicherung wusste man es nicht genau. Alexandra und ihre Frau mussten mehrfach nachfragen, bis das o.k. kam und die Reise nach Mallorca mit den Mädchen möglich war.

Oder das leidige Thema Geld: Obwohl Alexandras Frau zur Zeit drei weitere Personen im Haushalt mitfinanziert, wird sie besteuert wie ein Single – und wie fast jede Familie könnten sie diese Extra-Euros gut gebrauchen. Außerdem läuft gerade das Adoptionsverfahren, in dem Alexandras Frau in der sogenannten Stiefkindadoption – also als nicht leibliche Mutter – die Mädchen adoptieren darf. So ein Verfahren darf man erst nach einem Jahr anstrengen, das ist Gesetz. „Und wenn mir in der Zwischenzeit etwas passiert“ – so die Bedenken Alexandras. Ja, was wäre dann? Würde eine Behörde die kleinen Kinder zu einem Mann geben, den sie kaum kennen? Übrigens wird sich die Steuerklasse der Haupt-Verdienerin auch nach der Adoption nicht ändern – nur den Kinderfreibetrag bekommt sie dann.

Beruflich zurückgesteckt

Allein als „Mama mit Bart“, wie er sich selbst bezeichnete, war Felipe mit seinen beiden Töchtern in den achtziger Jahren. Damals war es vielleicht gesellschaftlich noch schwieriger, ein ungewöhnliches Familienleben zu führen. Kontakte mit anderen Müttern waren schwierig, da diese ihn manchmal misstrauisch beäugten – hat der Mann seiner Frau die Kinder weggenommen? Manchmal verfolgten alleinerziehende Mütter auch ganz andere Absichten bei dem alleinerziehenden Vater als nur einen harmlosen „Kinderkontakt“. Felipe wollte darauf nicht eingehen und musste manchmal einen „diplomatischen Schlingerkurs“ verfolgen, um seinen Kindern weiter die Kontakte zu der einen oder anderen anderen Familie zu ermöglichen.

Wie alle Alleinerziehenden musste er sich zwischen Kindern, Haushalt und Arbeit aufteilen. „Es gab viel Pizza“ so seine erwachsene Tochter heute lakonisch zum heimischen Herd von damals. Und wirklich findet man auch heute noch auf Webseiten für alleinerziehende Väter gerne mal ein Kochtipp oder Putztipps. Felipe jedenfalls – immer in leitender Position als Ingenieur bei einem großen Konzern – kann sehr genau einschätzen, dass er heute sicher eine besser gestellte und besser bezahlte Position im Unternehmen hätte, hätte er damals nicht immer auf die Uhr schauen müssen, um die Familientermine einzuhalten. Das konnten die Kollegen nicht verstehen, und es ist fraglich, ob dies heute anders wäre.

Aber wenigstens konnte Felipe den Unterhalt seiner Familie finanzieren – darüber wären die rund 600.000 Mütter in Deutschland, die heute von Hartz IV leben müssen, sicher froh.

Und die Kinder?
Wie fühlen sich die Kinder, wenn sie „anders“ sind? Laut einer Studie über Regenbogenfamilien der Staatsintituts für Frühpädagogik in München und des Bayerischen Staatsintitust für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifp) finden sich keine Anzeichen für höhere „Verwundbarkeiten“ von Kindern aus Regenbogenfamilien. Häufig haben sie sogar ein stabileres Selbstwertgefühl als ihre Altersgenossen. Entscheidend für eine Entwicklung ist wohl nicht die sexuelle Orientierung der Eltern, sondern die Beziehungsqualität und das Klima der Familie – so die Autoren der Studie. Das trifft sicher auch auf andere Familienkonstellationen zu.

Fazit

Gesellschaftlich sind wir tolerant – vielleicht nicht überall und nicht überall gleich, aber meist lassen wir Familien leben, wie sie leben wollen. Formal hapert es oft noch – Behörden können manchmal mit Situationen nicht umgehen, die aus dem Rahmen fallen, Gesetze und Verordnungen hinken zum Teil der realen Welt hinterher. Schlimm war es und ist es noch immer beim Thema Kinder in der Arbeitswelt. Doch die demographische Entwicklung der nächsten Jahre wird sicher Dinge ändern und als Katalysator wirken. Trauriges Fazit auch: Die Lebensleistungen, die erbracht wurden und werden, um Kinder groß zu ziehen – allein, mit zwei Frauen oder als Paar unter manchmal schwierigen Bedingungen – werden oft nicht honoriert. Nicht gesellschaftlich und schon gar nicht finanziell.

Staatliche Institutionen wissen es schon, denn die Experten des siebten Familienberichtes des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend haben es ihnen schon 2006 sehr schön formuliert gesagt:Die Zukunft von Familie als Lebensform, ob nun gesetzlich formalisiert oder nicht, dürfte also nicht unerheblich davon abhängen, ob sie als Gewinn und wechselseitige Unterstützung für ihre Mitglieder gesehen und gelebt werden kann, oder ob sie sich an gesellschaftlichen Rahmenbedingungen reibt, die den Entschluss zur Familiengründung und die alltägliche Lebensführung eher erschweren denn erleichtern.

Quelle: Siebter Familienbericht: http://www.bmfsfj.de/doku/familienbericht/haupt.html

Weiterführende Links Alleinerziehende

http://www.die-alleinerziehenden.de

http://www.vamv.de/

Weiterführende Links Regenbogenfamilien

http://www.regenbogenfamilien.net

http://www.eltern.de/foren/regenbogenfamilien/

Nachtrag 2013: Ein neues aktuelles Familienmagazin für Regenbogenfamilien: www.rainbowfamilynews.de

* Namen sind der Redaktion bekannt

Foto: Deutsche Bundespost 1994, gemeinfreie Verwendung

 

 

 

Michael, 37. Schwangerschaftswoche

Portal Väterzeit

Eine Schwangerschaft ist heute auch Männersache, denn schließlich werden nicht nur die Schwangeren zu Müttern sondern deren Männer gleichzeitig zu Vätern.

Während das Internet viele und vielfältige Ratgeber und Austauschportale für die Damen bietet, bleiben die werdenden Papas oftmals ohne Rat aus dem Web.
Da hilft Vaeterzeit.de, das Internetportal für Väter. Es bietet unter vaeterzeit.de/rechner den einzigen Schwangerschaftsrechner für Väter im Web an. Dort erfahren werdende Väter beispielsweise den voraussichtlichen Entbindungstermin und die Termine der Schwangerschaftsvorsorgen.

Außerdem informiert väterzeit.de über verschiedene Themen, die mehr Bedeutung in dieser neuen Lebensphase gewinnen. Hier ein paar Beispiele:

  • Wie kann ich meine Frau bei der Geburt unterstützen? Was wünscht sich meine Frau von mir bei der Geburt?
  • Wie sieht es mit dem Sorgerecht bei nicht verheirateten Paaren aus?
  • Was muss ich tun, um Elternzeit zu beantragen?
  • Wie kann ich das benötigte Familienauto finanzieren?
  • Welche Sicherheitsmaßnahmen muss ich bei Kindermöbeln beachten z.B.  beim Aufbau der Wickelkommode

Wenn das Kind da ist:

  • Wo muss ich es anmelden?
  • Erlebnisse anderer Väter bei der Geburt ihres Kindes,
  • Wie ändert sich unsere Beziehung und Sexualleben mit einem Baby?

…und vieles mehr.