Kategorie: Familie

„Mamiiii, wie lange dauerts noch?“ Einkaufen mit Kindern

Bummeln in der City, ohne Zeitdruck. Einfach schlendern, sich treiben lassen von einem Geschäft ins nächste. Mal etwas anprobieren und noch etwas, Stoffe fühlen, sich Anregungen holen, auswählen, schmökern, gemütlich eine Latte Macchiato trinken. Welch ein Genuss.

„Mamiiii, wie lange dauert’s noch?“ Dieses entspannte Vergnügen ist allerdings nicht allen Bevölkerungsgruppen möglich. Gehört man zu den „Familien mit Kindern“, reduziert sich der Begriff  „Einkaufsbummel“ schnell auf ein gestöhntes  „Ich/wir müssen mit den Kindern in die Stadt“. Dahin ist aller Flair. Logistik ist gefragt: Was brauchen wir am dringendsten? Wie kommen wir am besten in die Stadt, welche Strecke gehen wir, wo gibt’s was zu Essen, was sind die Joker wenn den Kindern der Geduldsfaden reißt?

Zwischenstopps einplanen

Ich baue in meine Wege gerne Spielzeugläden und Zoohandlungen ein. Aber die liegen natürlich nicht immer unbedingt dort, wo die Geschäfte für Erwachsene sind.  Mit dem Versprechen, noch beim Spielzeugladen reinzuschauen, lässt sich so manche Viertelstunde zugunsten der Kleideranprobe heraus handeln. Allerdings finden bei diesen Besuchen immer einige Playmobil-Männchen, Puppenkleidchen oder Mini-Rennwagen den Weg in unser Kinderzimmer.

Die Stimme aus dem Off…

Man kann ja vieles allein kaufen, aber ab und zu habe ich meinen Mann doch gerne dabei (häufiger er mich). Besonders, wenn es um Kleidung geht. In den meisten Bekleidungshäusern sieht man Verkäuferinnen inzwischen ja eher selten. Heute genieße ich das. Kein Augenverdrehen, wenn Theresa quengelt und Jakob erst Wutanfälle bekommt und dann dringend mal muss. In diesen Momenten meldet sich garantiert die Stimme aus dem Off: „Wie gefällt Dir die Hose? Kannst Du mir mal die allererste bringen, die saß doch am besten…“ Wir haben allerdings noch lange kein passendes Hemd, Polo-Shirt, Pulli, Sakko etc. dazu.

Selbst etwas kaufen? Keine Zeit!

Zugegeben,  solche Situationen erfordern meinen ganzen Vorrat an Gelassenheit. Ich verzichte dann häufig darauf, auch für mich etwas zum Anziehen zu kaufen. Wie soll man angesichts quengelnder Kinder und genervtem Mann die alles entscheidende Frage „Macht das auch wirklich eine gute Figur?“ ehrlich beantwortet bekommen?

Es gibt auch kinderfreundliche Läden

Kürzlich hatte ich ein überraschendes Erlebnis. Unterwegs mit meinem fünfjährigen Sohn, sah ich auf dem Weg zur U-Bahn vor der Filiale einer großstadttypischen Ladenkette einen Mantel hängen. Genauso einen suchte ich schon lange… Rein, passende Größe gefunden, Hose, Jackett, T-Shirt auch und schon kam sie, die entsetzliche Frage: „Mamiii, wie lange dauert’s noch?“. In der Umkleide dann die große Überraschung: Großzügige Kabinen im Halbkreis angeordnet und von allen einsehbar: Eine Ledercouch zum Sitzen, Kasperlpuppen, Kugelbahn. Jakob war begeistert, fortan war nur noch das leise Klacken der Murmeln zu hören. Unser Aufenthalt in diesem Einkaufsparadies dauerte lange, gekrönt von einem schicken Outfit für mich.

Mandalas machen’s möglich

Manchmal gönne ich mir beim Einkaufen in der City einen kurzen, aber heftigen Rausch der Sinne in der Länge von zwei ausgemalten Mandalas pro Kind.  Während Theresa und Jakob im Untergeschoss eines Einrichtungshauses auf Kindermöbeln sitzen und mit Farbstiften die Muster ausmalen (pädagogisch sehr wertvoll…) sauge ich in rasender Geschwindigkeit Eindrücke in mich auf: Blumen, Bildbände, Stoffe, Möbel, Schnickschnack. Aber eben nur maximal vier Mandalas lange.

Ich habe auch einen Lieblingsherrenausstatter. Dort steht ein hölzernes Spielboot mit Büchern, Spielzeug und es gibt Mineralwasser für die ständig durstigen Kehlen. Und die Verkäuferin an der Kasse kann das Geschehen beobachten – falls man schnell in ein anderes Stockwerk muss. Leider hat dieses Geschäft nicht überall Filialen.

Einkaufen mit Kindern ist Schwerstarbeit

Aber alles in allem, Ausnahmen bestätigen die Regel: Einkaufen mit Kindern ist Schwerstarbeit. Manchmal frage ich mich, wofür man Erwachsene mit Kindern so bestraft. Es scheint sich noch nicht herumgesprochen zu haben, dass zufriedene Eltern gerne wieder kommen. Sie trinken nach einer erfolgreichen Shopping-Tour  auch noch eine Latte Macchiato, essen etwas und kaufen Eis für die Sprösslinge. Und die Kinder von heute sind ja auch die Kunden von morgen… Könnte das mal bitte jemand weitersagen?

Lisa Hilbich

Bildquelle: aboutpixel.de / kaufrausch © maçka

Kinder-Flohmarktbesuch planen

Gute Planung ist alles – das gilt auch für den Besuch eines Kinderflohmarktes. Ein paar Tipps für den Besuch von einer passionierten Kinderflohmarktgängerin:

 

Zu bedenken vor dem Kinderflohmarkt-Besuch

  • Den Flohmarkt mit Verstand auswählen: Es scheint banal und natürlich geht niemand auf einen Zwillings-Flohmarkt, wenn er keine Zwillinge hat. Trotzdem vorher überlegen: Wer zum Beispiel für ältere Kinder einkauft, sollte den Kinder-Flohmarkt in der Kinderkrippe links liegen lassen – die Wahrscheinlichkeit, dort passende Kleider und Spielzeug zu finden, ist ja sehr viel geringer als beim Schulflohmarkt eine Ecke weiter. Dort gibt es aber wenig Babysachen und die Umstandskleidung ist vielleicht unmodern.

 

  • Handeln oder nicht? Geschmackssache. Beim Flohmarkt gehört ein bisschen Handeln eigentlich dazu, trotzdem kleben manche Verkäufer feste Preise an ihre Ware. Handeln ist hier eher ein Spaß, denn die meisten Waren haben Preise unter zehn Euro und sind deshalb sowieso schon günstig. Manchmal muss man aber auch einem Verkäufer sagen, dass die Preise zu teuer sind – schließlich hat man die Skihose zufällig selbst gekauft, weiß noch, dass sie 17 Euro kostete und findet die 15 Euro als Preis für die getragene einfach übertrieben. Solche Flohmarkthändler merken aber meist selbst, dass sie wohl zu hohe Preise hatten, da sie ihre Sachen wieder mit nach Hause nehmen.

Kinder auf dem Kinderflohmarkt?

Natürlich hat man beim Kleiderkauf das Kind am besten dabei, um gleich zu testen, ob es gefällt und passt. Aber: Für kleinere Kinder ist ein Flohmarkt oft gar nichts – für die Gänge ist der Kinderwagen manchmal zu groß und Kleinkinder sind naturgemäß so neugierig, dass man statt einzukaufen, alle 3 Minuten verhindern muss, dass der Nachwuchs ein Spielzeug vom Stand entwendet. Hier also am besten allein gehen oder mit anderen Eltern, so dass man wechselseitig kaufen und aufpassen kann. Es gibt auch Flohmärkte und Basare mit Kinderbetreuung – wenn der Nachwuchs dort bleibt…

Für größere Kinder ist Flohmarkt toll, schließlich reicht für einen Spielzeugkauf hier schon das Grundschultaschengeld. Um Streit zu verhindern, sollte man am besten vorher eine Summe ausmachen, die Sohn oder Tochter „auf den Kopf hauen“ dürfen.

Wo findet man den nächsten Termin? Hier Tipps für Kinderflohmarkt-Anfänger

Planungshilfen für den Besuch

  • Checkliste mitnehmen: Was braucht man, welche Größen? Im Flohmarkt-Chaos und wenn es voll ist, hilft das ungemein. Damit man sich auch noch daran erinnert, was wirklich nötig ist und welches Schnäppchen nur ein Spaß wäre.

 

  • Nicht vergessen: Vorausschauend denken. Der Kinder-Flohmarkt ist im Oktober und von Schnee keine Spur? Trotzdem, da die Märkte meist nur zweimal im Jahr sind, muss man beim Besuch schon vorplanen und zum Beispiel schon im Herbst die kleinen Goodies für den selbstgemachten Adventskalender kaufen.

 

  • Passende Kleider zum Größe Messen mitnehmen: Wenn man die Kinder beim Flohmarkt nicht dabei hat, sind passende Kleider zum Messen praktisch. Bei Kindergrößen ist es oft auch nicht anders als bei Erwachsenen: Größe 116 ist nicht immer gleich Größe 116. Bei manchen gebrauchten Kleidern sind die Etiketten sowieso bereits herausgetrennt. Ganz wichtig ist ein Größenvergleich beim Thema Schuhe. Da hilft auch die passende Kinderschuh-Schablone in der Handtasche.

Irgendwann sind übrigens die Flohmarktzeiten vorbei: Wenn Kinder Teenager und eitel werden und nicht alles tragen wollen, was Eltern ihnen kaufen. Schade, schön wars….

 

Kindergeburtstag planen – Checkliste für Eltern

 Ob der allererste „richtige“ Kindergeburtstag mit dem Zweijährigen oder die „fast-schon“- Party mit der Elfjährigen: Es gibt ein paar Dinge, an die sollten alle Eltern bei der Planung denken:

Einladungen

Ob als Schiffchen gefaltet oder als Vordruck gekauft, folgende Infos sollten Einladungskarten für den Kindergeburtstag enthalten:

  • Wer feiert Geburtstag? Name(n) der Eltern, Adresse und Telefon, am besten noch E-Mail: Schon manches Mal standen Eltern der Gäste mit dem Nachwuchs vor dem Klingelschild der Wohnanlage und überlegten fieberhaft, wie denn Laurin und seine Mama Katja wohl mit Nachnamen heißen?
  • Wann und wo findet die Geburtstagsfeier statt : Adresse, siehe oben, ggf. Wegbeschreibung. Gut ist auch eine feste Abholzeit.
  • Bis wann soll zu – oder abgesagt werden?
  • Immer wieder gern genommen von gestressten Gastkinder-Eltern: Kurze Hinweise zum Thema: Was wünscht sich das Geburtstagskind? Gibt es gar einen „Geburtstagskorb“ bei einem Spielwarenladen (eine großartige Erfindung!!)
  • Besonderheiten der Party (z.B. was ist mitzubringen)

Übrigens: Wer meint, diese Infos seien doch klar, der kaufe einmal drei zufällig ausgesuchte vorgedruckte Einladungen für Kindergeburtstage und checke, ob alle Felder für die obengenannten Infos auf den Vordrucken vorhanden sind. Sollte wirklich jemand bei allen drei Vordrucken die Frage mit ja beantworten – würde ich mich über den Namen des Kartenverlages freuen!

Geburtstagsfeier selbst planen

Hier sind natürlich der Fantasie und dem Geldbeutel keine Grenzen gesetzt. Im Auge behalten sollte man aber immer:

  • Wie alt sind die Kinder?
  • Wie viele Gäste werden es sein? Die Regel mit den Jahren und der Gästeanzahl ist wirklich nicht schlecht, darf aber auch mal umgangen werden
  • Welche Möglichkeiten habe ich zu Hause? Wer ein großes Haus hat: Herzlichen Glückwunsch! Alle anderen müssen im Laufe der Jahre schon überlegen, wo sie die wilde Meute aus 8 Kindern für den Tag unterbringen. Der Möglichkeiten sind viele!
  • Jahreszeit der Party, siehe oben. In unseren Breitengraden garantiert ja auch ein Hochsommergeburtstag nicht immer eine gelungene Freiluftfeier. Da ist Spontaneität und manchmal einfach nur gute Kleidung gefragt!

Für den „Klassiker“, die Schatzsuche beim Kindergeburtstag, gibt es bei Familothek ein paar Ideen: Schatzsuche

Am Tag des Kindergeburtstages selbst

Geburtstagskuchen & Co: Die Verpflegung

Klar ist: Die kleinen Gäste kommen nicht wegen des Essens. Trotzdem freuen sich beispielsweise die Eltern der Gastkinder ganz sicher, wenn die müden Helden zu Hause nicht noch ein Abendessen brauchen. Dazu reichen aber meistens Würstchen & Co, belegte Brote oder Pizza – Gourmetrezepte werden von den aufgeregten kleinen Gästen vielleicht nicht wirklich gewürdigt. Wer allerdings Spaß daran hat, für die Kinder aufwendig zu kochen und zu dekorieren – es hat ja keiner gesagt, dass nicht auch die Eltern Spaß am Geburtstag ihrer Kinder haben dürfen. Süßigkeiten und/oder Geburtstagskuchen nicht vergessen, sie gehören zu einem Kindergeburtstag dazu. Dazu eine Idee von der Familothek: Geburtstagskuchen

Kinder, Kinder – die Feier selbst

Das ist die Königsdisziplin für alle Eltern und der Moment, in dem man und frau spätestens alle Erzieher aus der Kita (noch mehr) wertschätzt: Wie halte ich die wilde, zickige, aufgeregte Meute bei der Stange, was mache ich mit „Keine Lust“-Kindern oder den rauflustigen?

  • Hilfe holen: Am besten betreut man einen Kindergeburtstag mindestens zu zweit (bei jüngeren Kindern sind ja oft sowieso noch weitere Betreuungspersonen dabei). Das ist auch bei – hoffentlich kleinen – Unfällen gut, wenn man zum Beispiel mit einem Kind allein weiter weg zur Toilette gehen muss, um das T-Shirt von Saft zu säubern oder ähnliches. Denn so sind die anderen in der Zeit nicht unbeaufsichtigt.
  • Wie viel festes Programm und wie viel „einfach spielen lassen“ – das ist Geschmackssache. Zu beobachten ist seit Jahren eine Tendenz der „Superprofessionalisierung“ von Kindergeburtstagen, Motto: Möglichst viel machen, möglichst viel Programm. Das kann ja schön sein und den Kindern auch tolle Erlebnisse bescheren. Aber: Es muss nicht sein oder nicht immer sein. Die kleinen Gäste, die oft sowieso die ganze Woche (unterschiedliches) Programm haben, sind meist viel anspruchsloser als sich das die Großen denken. Da sind oft ganz andere Dinge wichtig. Also: Bloß nicht das festgesetzte Programm unbedingt durchsetzen!
  • Trotzdem sollte man ein bis zwei Spiele/Highlights ausgedacht und bereit haben, um kritische Situationen zu überbrücken: Zum Beispiel etwas Ruhiges, wenn die Stimmung überschnappt, etwas zum Begeistern für alle, wenn sich aus irgendwelchen Gründen schlechte Stimmung verbreitet.

Und danach…Ein gutes Getränk für die großen Gastgeber bereitstellen, gerne alkoholisch: Geschafft! Bis zum nächsten Jahr….

Haben Sie noch mehr „Profi-Tipps„, Anmerkungen und Ideen zu diesem Thema? Über Kommentare freuen wir uns!

Ein paar Planungshilfen:

       

Zensus 2011 – Regenbogenfamilien sind Alltag

Was ist eigentlich Familie? Die Zahlen aus dem aktuellen Zensus des Statistischen Bundesamtes in Deutschland zeigen uns die Wirklichkeit abseits von idealisierender Werbung.

Die aktuellen Zahlen der letzten Bevölkerungsbefragung 2011 (das ist für bundesweite Statistiken wirklich aktuell) zeigen uns beispielsweise, wieviele Kinder in Deutschland in sogenannten Regenbogenfamilien aufwachsen – und dass es davon immer mehr gibt.

Regenbogenfamilien – was ist das denn? Grundlage einer Regenbogenfamilie ist die gleichgeschlechtliche Partnerschaft. Einige davon sind verheiratet, leben also in sogenannten eingetragenen Lebenspartnerschaften. Und immer mehr leben als Familie mit Kindern, also als Regenbogenfamilie. Entweder hat ein Partner die Kinder aus einer anderern Partnerschaft mitgebracht oder währenddessen zum Beispiel durch künstliche Befruchtung bekommem. Oft wird das Kind in der gleichgeschlechtlichen Ehe dann von der jeweils anderen Partnerin oder dem Partner über die sogenannte Stiefkindadoption als gleichberechtigter Elternteil adoptiert.

Zahl der Regenbogenfamilien wächst

Im Mai 2011 gab es in Deutschland knapp 34 000 eingetragene (gleichgeschlechtliche) Lebenspartnerschaften, davon waren rund 40 % Lebenspartnerschaften von Frauen. Insgesamt lebten 5 700 Kinder in Familien, deren Eltern eine eingetragene Lebenspartnerschaft führten, die meisten davon (86 %) in Lebenspartnerschaften von Frauen. Dazu zu rechnen (und zu denken) sind Kinder, die im Hause gleichgeschlechtlicher Partnerschaften leben, deren Eltern keine eingetragene Lebenspartnerschaft haben. Dazu vielleicht auch noch einige Fälle mehr, die sich seit dem Stichtag der Zählung 2011 ergeben haben.

Diese Regenbogenfamilien sind demnach keine Randerscheinung in der Gesellschaft, sondern genauso ein Teil der Vielfalt, in der es heute Familie gibt: Familien mit Alleinerziehenden, Patchwork-Varianten und natürlich auch die klassische Familie „Mama,Papa, Kind(er). Da ist es nur folgerichtig, dass das Bundesverfassungsgericht am 6. Juni 2013 entschieden hat, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften steuerlich genauso gestellt werden müssen, wie Ehepaare. Da mag man über das Ehegattensplitting für Ehen ohne Kinder denken wie mal will, am ehesten werden wohl die Paare mit Kindern profitieren. Denn schließlich arbeitet dort meist ein Partner weniger, um das oder die Kind(er) versorgen zu können.

Mehr zum Thema: Mama, Mama, Kind

Illustration: Isabelle Dinter

 

Heiraten mit Kind – was ändert sich rechtlich?

Wer nach der Geburt des Kindes oder der Kinder heiratet, bei dem ändert sich Einiges aus rechtlicher Sicht

Steuern / Versicherung

Das berühmte Ehegattensplitting. Wer wenig verdient, kann mit der Steuerklasse 5 seinen Ehepartner zum Hauptverdiener machen – der bekommt dann mehr „raus“. Gerade bei kleinen Kindern, mit denen einer oft nicht Vollzeit arbeiten kann, ein Argument für eine Hochzeit nach der Geburt. Aber – will der oder die Zweite später wieder voll einsteigen, lohnt es sich schnell gar nicht mehr finanziell für die Familie. Ein Argument, das die Gegner des Ehegattensplitting in der aktuellen Diskussion heranziehen.

Und wer nur ein bisschen verdient , also zum Beispiel mit einem Minijob, kann sich beim Ehepartner in der Krankenversicherung mitversichern. Auch das spart der jungen Familie jeden Monat eine Menge Geld.

Sorgerecht

Wenn beide Eltern das Sorgerecht für ihre Kinder nach Geburt gemeinsam anerkannt haben, ändert sich mit einer Heirat gar nichts. War das aber nicht der Fall, bekommt der andere Partner – meist ist dies der Vater – das Sorgerecht nach der Heirat für das eigene Kind automatisch.

Der Nachname

Da kann sich etwas ändern, muss es aber nicht: Wenn das Kind über 5 Jahre alt, kann es außerdem mitreden, ob es seinen Nachnamen wechseln möchte oder nicht. Ab 14 Jahre hat das Kind das alleinige Recht, darüber zu entscheiden.

Erben

Eheliche und uneheleiche Kinder sind beim Erben glücklicherweise heute gleichgestellt. Ein Partner aber, der nicht verheiratet war, bekommt nichts aus dem Erbe des anderen.  Es sei denn, der Verstorbene hat es vorher testamentarisch so festgelegt – und dann muss der Hinterbliebene dafür auch noch Erbschaftssteuer bezahlen. Den sogenannten Pflichtteil gibt es aber neben anderen Verwandten nur für hinterbliebene Kinder und Ehepartner.

 

Bildnachweis: Isabelle Dinter

 

Backen für Kinder

Seit ich Mutter bin, backe ich Kuchen – das habe ich früher nie getan. Es fing an mit den Mitbringsel-Muffins für die Krabbelgruppe und ging weiter mit den Geburtstagskuchen für den Kindergarten, Kindergeburtstage… Wieviele Käsekuchen, Bananen- oder Schokolinsenmuffins ich noch für Schulfeste, Adventscafes, und Faschingspartys produzieren werde, weiß ich nicht.

Jährlich durchforste ich das Internet nach gerade passenden einfachen (!!!) Motivkuchen für den Kindergeburtstag – letztes Jahr wurde ich beispielsweise zum Thema Star Wars fündig. Als Beitrag für all meine „Leidens“genossinnen und -genossen am Backofen hier eine sehr schöne Rezeptidee eines Backzutatenherstellers für Piratengeburtstage und Prinzessinnenpartys:

Schatztruhe

Ein Rührteig aus Kakaopulver, Butter, geriebener Zitrone und Mehl wird in einer Kastenform gebacken, waagerecht durchgeschnitten und mit Zuckerguss überzogen. Um die Truhe möglichst echt aussehen zu lassen, Beschläge aus Marzipan aufkleben. Auf die Kuchenunterseite kommen die Schätze: bunte Schokolinsen, weiße Mäuse, Goldtaler, Zuckerketten… Der Kuchendeckel wird auf die Schätze gelegt, so dass man den Inhalt sehen und – natürlich – stibitzen kann.

Rezept

Zutaten für einen Kuchen:

Für den Teig:

  • 250 g weiche Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • etwas abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 4 Eier (Größe M)
  • 200g Mehl
  • 50 g Kakaopulver
  • 1 TL Backpulver
  • 50 ml Milch

Für das Marzipandekor:

  • 200 g Marzipan-Rohmasse
  • 100 g Puderzucker

Außerdem:

  • Fett und Mehl für die Form
  • Frischhaltefolie
  • 200 g dunkle Kuchenglasur
  • Zum Dekorieren nach Belieben Mäuse, bunte Schokolinsen, Goldtaler, Zuckerketten usw.

Zubereitung:

Für den Teig Butter, Zucker, Salz, abgeriebene Zitronenschale und Vanillezucker schaumig rühren. Die Eier nach und nach zugeben. Mehl, Kakaopulver und Backpulver mischen, sieben und unterheben. Anschließend die Milch unterrühren

Den Teig in eine gefettete, bemehlte Kastenform (25 cm) geben und im vorgeheizten Backofen ca. 45-55 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Nach dem Backen den Kuchen ca. 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen und auskühlen lassen. Anschließend den Kuchen mittig einmal waagerecht durchschneiden und mit der Schnittflächen nach unten auf Backpapier legen. Die Kuchenglasur nach Packungsanleitung schmelzen und die Kuchenhälften damit überziehen.

Die Marzipan-Rohmasse mit dem Puderzucker zu einer glatten Marzipanmasse verkneten. Das Marzipan zwischen Frischhaltefolie dünn ausrollen und mit einem gewellten Teigrädchen Streifen für die Beschläge der Truhe schneiden.

Solange die Kuchenglasur noch nicht vollständig getrocknet ist, die Marzipanbeschläge auf der Ober- und Unterseite des Kuchens anbringen und andrücken. Die Kuchenglasur anschließend vollständig trocknen lassen. Auf die Kuchenunterseite die Schätze legen, dann den Deckel auflegen, so dass die Schatztruhe etwas aufgeklappt ist.

 Herdeinstellung (vorgeheizt):

E-Herd: 180 °C

Umluftherd:160 °C

Arbeitszeit: ca. 60 Minuten

Backzeit: ca. 45-55 Minuten

Mehr Rezepte unter:

http://www.aurora-kinderbackschule.de/blog/category/rezepte/

Oder gleich mit „professionellem“ Zubehör

      

 

  Foto: Aurora

 

 

 

Kinder haben Rechte

Unsere Kinder dürfen nicht wählen (und wir leider auch nicht für sie, sonst sähe die Welt für Familien anders aus), sind nur bedingt geschäftsfähig und müssen mit Vielem warten, bis sie achtzehn Jahre alt sind. Aber glücklicherweise haben auch Kinder Rechte, die in Gesetzen festgeschrieben sind.

Grundlage für Kinderrechte ist die UN-Kinderrechtskonvention, die es seit 1989 gibt – sie hat grundlegende Rechte für Kinder wie das Recht auf Schutz, auf Fürsorge oder eine eigene Identität festgelegt. Fragen Sie den eigenen Nachwuchs – ältere Grundschulkinder behandeln dieses Thema auch im Unterricht. Viele dieser Rechte sind in Deutschland bereits durch die Grundrechte abgedeckt, die für jeden Menschen gelten. Und sonst?

Zwei Beispiele:

Kinder entscheiden bei Wahl des Namens mit

Kinder sollen Gehör finden und ihre eigenen Ansichten ernst genommen werden. Diese Achtung vor dem Willen des Kindes schlägt sich auch in der Rechtssprechung nieder: Schon ab 5 Jahren dürfen Kinder entscheiden, ob sie den Familiennamen ihres Vaters oder ihrer Mutter tragen möchten, wenn sich die Eltern trennen.

Das Kind kann auch entscheiden, ob es den Namen eines Stiefvaters oder einer Stiefmutter annehmen möchte, wenn der sorgerechtstragende Teil seiner Eltern nach einer Trennung wieder heiratet.

Grundsätzlich gilt: Haben die Eltern bei der Geburt des Kindes denselben Familiennamen, so erhält das Kind diesen Namen. Das gilt auch dann, wenn die Eltern zum Zeitpunkt der Geburt bereits geschieden sind. Bei nichtverheirateten Eltern ist grundsätzlich zum Zeitpunkt der Geburt nur die Mutter sorgeberechtigt. Deswegen erhält das Kind den Namen der Mutter. Wenn die Eltern aber vor der Geburt eine gemeinsame Sorgerechtserklärung abgeben, können sie binnen eines Monats nach der Entbindung den einen oder anderen Namen für das Kind wählen.

Streitthema Ausgehen

Die Frage, wie lange Sohn oder Tochter abends ausgehen dürfen, wohin sie gehen können und was sie dort konsumieren, sorgt für den meisten Zündstoff bei Familien mit Teenagern. Das sagt das Jugendschutzgesetz dazu: Dort wird unterschieden, welche Art von Veranstaltung ein Jugendlicher besucht. Geht es etwa um den Besuch einer Diskothek, müssen Eltern ihren Kindern den Wunsch leider abschlagen, wenn diese unter 16 sind. Tanzveranstaltungen – also auch Diskotheken – dürfen nach § 5, Absatz 1 des Jugendschutzgesetzes erst von Jugendlichen ab 16 Jahren besucht werden. Und die müssen dann spätestens um 00:00 Uhr nach Hause.

Von dieser Regel gibt es drei Ausnahmen:

  • Es handelt sich um einen Teil der Brauchtumspflege (z. B. Karneval, Oktoberfest)
  • Die Veranstaltung wird von einem anerkannten Träger der Jungendhilfe durchgeführt (z. B. die Pfarrdisco)
  • Die Veranstaltung dient einem künstlerischen Zweck (z.B. Schultheater).

Besucht ein Jugendlicher eine der drei genannten Veranstaltungen darf er (oder sie) länger aufbleiben. Laut § 5 Absatz 2 dürfen Eltern es ihren Kindern (ab 16 Jahren) in diesem Fall sogar gestatten, sich bis 02:00 Uhr auf der Veranstaltung aufzuhalten. Jugendliche unter 16 Jahren dürfen bis 00:00 Uhr bleiben.

Weitere Rechte, die für Eltern von Jugendlichen interessant sind: Schutzrechte während der Ausbildung, Alkoholverkauf oder die Strafmündigkeit ab 14 Jahren.

Mehr Infos dazu finden Sie hier:
E-Book „Kein Kinderspiel – Kinderrechte in Theorie und Praxis“
http://www.berliner-anwalt.de/downloads/kinderrechte.pdf
(Download kostenlos)

Links zum Thema UN -Kinderrechte
Deutsches Komitee für UNICEF (2001), „Kinder haben Rechte! Die UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Eine Einführung“: http://www.unicef.de/download/D0011.pdf

Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, „Übereinkommen über die Rechte
des Kindes. UN-Kinderrechtskonvention im Wortlaut mit Materialien“, abrufbar beim Auswärtigen Amt, http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/358176/publicationFile/3609/UNkonvKinder1.pdf

Foto:  Mbiama

Nächstes Jahr werde ich…

Haben Sie auch sich etwas für das neue Jahr vorgenommen? Hier ein paar Ideen, wie man seine gute Vorsätze auch gut durchhält.

… die Kinder mehr selbst machen lassen

Ich ärgere mich immer wieder, dass meine 10-jährige Tochter bis heute nicht in der Lage ist, ihre Schmutzwäsche richtig zu sortieren. Um die Wäsche habe ich mich immer selbst gekümmert aus Angst, dass ein empfindliches Teil falsch gewaschen werden könnte. Das habe ich jetzt davon – ich bin allein für die Wäschebergen unserer Familie zuständig.

Natürlich weiß ich, dass wir Kinder möglichst viel selbst machen lassen sollten und dass wir sie dazu ermutigen sollten, selbst Lösungen für Probleme zu finden. Im Alltag kostet dies aber oft Zeit, die man meint, in dem Moment nicht investieren zu können.

Aber: Eine solche Zeitinvestition ist aber immer lohnenswert, die Erfahrung habe ich schon öfter gemacht. Daher gibt es in den nächsten Ferien eine richtige lustige Wäscheschulung: Wir lernen alle die Waschetiketten lesen. Dank Symbolen versteht sie auch unser Nesthäckchen. Und der Papa lernt bestimmt auch noch etwas dazu. Und es gibt im neuen Jahr auch einen neuen unterteilten Wäschekorb für Weißes, Buntes und Pflegeleichtes, für alle Familienmitglieder leicht zu erreichen.

… Routinen brechen und schöne Aktivitäten nicht immer verschieben

Nach dem Kindergarten an einem gewöhnlichen Dienstag vor ein paar Wochen sagte meine kleine Tochter, einfach so, unvermittelt: „Ich möchte jetzt mit Papa Inlineskates fahren gehen!“ Dass der Papa eigentlich nie vorm Abendessen zu Hause ist, weißt sie eigentlich. Zu Hause angekommen ruft er kurz wegen des Einkaufs an. Ich berichte ihm beiläufig über den Wunsch.
„Bin in 20 Minuten bei euch, sie soll schon die Blades und Protektoren heraus holen.“
„Aber Du bist heute schon so spät in die Arbeit los gefahren und Deine Projektabgabe ist nächste Woche! Und der Einkauf…“.
„Ich weiß. Ich kriege es irgendwie hin. Das Kind wünscht sich so selten etwas Bestimmtes… Ich bin gleich bei Euch!“

Eine halbe Stunde später zogen Vater und Tochter in die Dämmerung, Inlineskates fahren. Die Kleine erzählte schon im Treppenhaus jedem, dass der Papa extra zeitiger von der Arbeit gekommen war, um mit ihr Blades zu fahren. Und auch im Kindergarten erfuhr jeder über den Ausflug auf Rollen. Im Park hatten buddhistische Mönche Wasserlaternen auf den See schwimmen lassen. Darüber erzählt sie noch heute.

Das Projekt meines Mannes wurde trotzdem rechtzeitig abgegeben. Aber darüber redet keiner mehr.
Daher gilt es bei uns: Auch mal spontan etwas schönes mit den Kindern unternehmen! Und damit es auch häufiger klappt, haben wir jetzt immer etwas für ein trockenes Abendessen zu Hause.

… Hektik am Morgen vermeiden

In unserer Familie sind wir alle Langschläfer. Wenn aber plötzlich 4 Leute zwischen 7:45 und 8:00 die Wohnung verlassen müssen, ist ein gewisses Chaos unvermeidlich. Zuerst wird im Bad um den Wasserhahn gestritten, danach werden im engen Flur echte Grabkämpfe ausgetragen. Jeder spricht dann durcheinander:“Hast Du dein Deutschheft mitgenommen?“
„Ist heute Spielzeugtag? Ich möchte die große Eisenbahn mitnehmen. Ich hole sie schon.“
„Darf ich nach der Schule zu Lena?“
„Nein heute ist Mittwoch, da hast Du Kinderturnen nach der Schule. Und nein, heute ist nicht Spielzeugtag und die große Eisenbahn ist zu groß, um mitgenommen zu werden. Michael, was suchst Du da?“
„Bring die Eisenbahn ins Kinderzimmer zurück. Den Autoschlüssel und die Autopapiere suche ich.
„Wann kann ich zu Lena? Wo sind meine Schuhe. Papa, Du stehst auf meiner Mütze“
„Wann ist Spielzeugtag? Ich finde meine Handschuhe nicht.“

Am Ende gehen alle zu spät aus dem Haus und manche haben auch eine Migräne entwickelt, die sie den ganzen Tag nicht mehr los lässt.

Zu diesem Chaos gibt es zwei Lösungen: Man legt sich abends bereits alles zurecht oder einige Familienmitglieder stehen etwas zeitiger auf. Die erste Lösung scheitert schon daran, dass ich nicht abends auch noch organisieren will und uns den Platz zum Vorbereiten von Outfits fehlt.

Vor der zweiten Lösung haben wir uns lange gedrückt. Dann mussten wie wegen einer großen Renovierung im Hause zwei Wochen in eine Ferienwohnung umziehen, die weiter weg von Schule und Kindergarten ist als sonst. Dann war das früher aufstehen unumgänglich. Und wir konnten auch die Haus-Verlassen-Situation ein wenig zeitlich entzerren.
Bald ziehen wir wieder bei uns ein. Ob es uns das früher Aufstehen weiter gelingt? Wir wollen es wirklich versuchen. Unter dem Weihnachtsbaum steht ein neuer Wecker ohne Schlummerfunktion und mit richtig lautem Klingelton.

… weniger auf die Kinder einreden

Wie erzieht man seine Kinder, wenn man sie weder schlagen noch anbrüllen mag? Man setzt auf gewaltfreie Kommunikation und redet und redet und labert und redet nochmal, bis einem die Zunge richtig fusselig wird und man abends auf der Couch erschöpft zusammensackt.

Kommentar der Kindergärtnerin :“Man sieht es dem Kind an, dass in Ihrer Familie wortorientiert erzogen wird.“ Es klang nicht wirklich wie ein Kompliment, es war mehr eine zwiespältige Feststellung, dessen Unterton mich damals etwas entzürnt hatte. In nachhinein finde ich sie aber so eigentlich in Ordnung. Denn Experten haben herausgefunden, dass wir unsere Kinder nur sehr wenig über Sprache erziehen. Sondern viel mehr über Beispiel und Vorbild. Daher nutzen zum Beispiel alle Gespräche über vernünftigen Fernsehkonsum oder vereinbarte Fernsehzeiten und Freizeitalternative für den Nachwuchs wenig, wenn dieser weiß, dass sobald er im Bett ist, die Eltern immer die Glotze für sich anmachen.

Wir werden also bei unseren Erziehungs-Dauerbrenner-Themen zu Hause nicht mehr auf die Kinder einreden, sondern unser eigenes Verhalten zum Thema vorher unter die Lupe nehmen und dann entweder unsere erzieherische Haltung überdenken oder neue Regeln aufstellen, die aber für alle gelten, Eltern eingeschlossen. Diese werden wir dann mit nur wenigen Worten und vielen guten Beispielen vorantreiben.

Umzug trotz Schwangerschaft: Geht das?

Text-Bild-kleinWenn sich Nachwuchs ankündigt, entscheiden sich werdende Eltern oftmals für einen Umzug noch während der Schwangerschaft, damit das neue Heim vor der Geburt bezogen werden kann. Doch nicht nur die Wohnungssuche selbst ist mit viel Arbeit verbunden, sondern auch der Wohnungswechsel im Anschluss.

Stellt sich die Frage, ob der Umzugsstress für Mutter und Kind überhaupt noch gesund ist? Schließlich dürfen schwangere Frauen nicht schwer heben, können also nicht wirklich mit anpacken, wenn es darum geht, das gesamte Hab und Gut in Kisten zu verstauen und abzutransportieren. Und auch die Besichtigungstermine können zur nervenaufreibenden Geduldsprobe werden, sodass der Mann am Ende alleine nach einer neuen Wohnung suchen muss. Oder gibt es noch andere Lösungen? Wir verraten Ihnen, wie Sie die Arbeit als Paar fair aufteilen können, ohne dass die werdende Mutter großem Stress ausgesetzt wird oder der werdende Vater den Umzug alleine stemmen muss.

Mit Babybauch auf Wohnungssuche: So funktioniert’s!

  • Wenn es darum geht, eine größere Bleibe zu finden, können Sie erst einmal das Internet zurate ziehen. Zum einen bietet das World Wide Web eine Vielzahl an Immobilienportalen, die Sie kostenlos nutzen können, zum anderen kann sich die werdende Mutter hinsetzen und in Ruhe nach einer neuen Wohnung suchen – zusammen mit ihrem Mann versteht sich.

 

  • Da die Schwangere nicht dabei helfen kann, die Kartons und Möbel zu tragen, sollten Sie sich professionelle Hilfe bei einer Spedition holen. Das ist zwar mit weiteren Kosten verbunden, doch können Sie auch dabei sparen, wenn Sie sich bei Umzugsauktion hier anmelden und die Preise verschiedener Anbieter im Vorfeld miteinander vergleichen.

 

  • Die Planung kann die Frau übernehmen, die Umsetzung der Mann. Im Klartext bedeutet das: Als werdende Mutter können Sie die Farbe der Wände bestimmen, den Bodenbelag (u.a. Teppich oder Laminat) aussuchen oder erste Kindermöbel online bestellen. Das Streichen, Verlegen und Zusammenschrauben überlassen Sie dann Ihrem Mann.

 

  • Auch bei der Einrichtung können Schwangere mithelfen, indem Sie vor dem Umzug einen Grundriss erstellen und alle Möbel dort einzeichnen, wo Sie in der neuen Wohnung stehen sollen. Diesen Plan geben Sie anschließend den Mitarbeitern der Spedition, damit alles an seine richtige Stelle kommt und der Mann am Ende keine Möbel wieder mühsam verrücken muss.

 

Bild:© George Doyle/Stockbyte/Thinkstock

 

Was ändert sich 2013 für Eltern?

Neues Jahr, vieles anders – auch diesmal gibt es einige Änderungen, die besonders Eltern betreffen:

Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten

Ab dem Ausgleich für 2012, den man 2013 einreichen kann, können Kinderbetreuungskosten auch dann von der Steuer abgesetzt werden, wenn nicht jeder Elternteil berufstätig ist. Mehr dazu hier http://www.familothek.de/kita-steuer-absetzen.html .

Betreuungsgeld

Ab 1.8.2013 bekommen Eltern von unter Dreijährigen dann 100 Euro im Monat, wenn ihr Kind nicht eine staatlich geförderte Kita besitzt. Wer diese 100 Euro in eine private Altersvorsorge investiert, bekommt monatlich noch einmal 15 Euro. Wir finden das nicht gerecht, aber darum scheint es auch nicht zu gehen. (http://www.familothek.de/betreuungsgeld-kommentar.html)

Elterngeld

Für die Berechnung des Elterngeldes zählt nun die Steuerklasse, die mindestens sieben Monate vor der Geburt auf der Lohnsteuerkarte steht. Wer also bei Verheirateten den Großteil der Elternzeit nehmen möchte, sollte frühzeitig in die Steuerklasse III wechseln.