Flexibel, flexibel – auch schon unter drei

Wir leben in einer schnelllebigen Zeit – das sagt uns jeder und wenn es keiner sagte, würden wir es selber merken. Und die verlangt unseren Kindern ganz schön viel ab:

Freund in der neuen Schule gefunden? Leider ziehen die Eltern 500 km weit weg, weil der Vater einen neuen Job hat. Nette Erzieherin in der Kita? Sie hört Ende des Monats auf, weil sie – ein besseres Angebot hat / sich beruflich verändern möchte / ihrem Freund in die USA folgt. Wo der Laden mit den Süßigkeiten an der Ecke stand, ist bald ein Handyshop, der kleine Kinder-Indoor-Spielplatz ist leider pleite.

Ich weiß, ich weiß, man kann ja niemandem verübeln, dass er sich und seine Lebenssituation verändern will oder oft auch muss. Aber was macht das mit unserem von Geburt an eher konservativem Nachwuchs? Der am liebsten zwanzig Mal die gleiche Geschichte hört und für den Wiederholungen, Stabilität und Rituale ein wichtiger Bestandteil seiner Entwicklung und Grundlage neuen Lernens ist?

Sind sie so auf ein Leben mit vielen Veränderungen vorbereitet, weil sie es gar nicht anderes kennen oder fehlt ihnen die Basis gerade dafür? Die Zukunft wird es zeigen – wenn wir alt und gebrechlich sind, können wir es wahrscheinlich beantworten – aber nicht mehr ändern.

Foto: obs/Mattel

 

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