Kategorie: Freizeittipps

Hier kommen die Freizeittipps

Junior übernachtet woanders

Ab wann können Kleine zum ersten Mal ohne Eltern übernachten? Und was sollten die Großen dabei beachten?

Das richtige Alter

Als Richtwert gilt, dass die Kleinen im Laufe des zweiten Lebensjahres problemlos ohne Eltern übernachten können. Vorher können sie noch nicht verstehen, dass die Eltern morgen wiederkommen werden und könnten so die Trennung als „für immer“ verstehen und sich verlassen fühlen.

Für die erste Nacht außer Haus sollten Eltern Einiges beachten:

Die Vorbereitung

Kennt das Kleine die Umgebung, die Personen, bei denen es übernachten soll? Dann ist die Nacht ohne Mama und Papa sicher kein Problem. Hat er oder sie schon etwas „Erfahrung“ damit, dass auch mal andere aufpassen? Also Babysitter, Kinderkrippe, Au-Pair? Und natürlich kennen Sie als Eltern Ihr Kind am besten und wissen, ob sie einen kleinen Draufgänger haben oder ein eher schüchternes Kind, dass vielleicht behutsamer in unbekannte Situationen eingeführt werden muss.

Zur Vorbereitung erzählen Sie am besten ein paar Tage vorher, dass es am Wochenende zu Oma und Opa geht – oder zur Tante, o.ä. Tun Sie dies nicht früher, denn das Zeitgefühl Ihres Kindes ist noch nicht so ausgeprägt, dass es sich so ein Erlebnis in zwei Wochen vorstellen kann. Und natürlich malen Sie viele tolle Dinge aus, die beim fremden Übernachtungsort geschehen werden. Dass Ihr Kind mit der Tante in den Zoo gehen wird oder den Hund füttern darf. Vielleicht kann der Onkel anrufen und noch mehr dazu erzählen.

Am Tag selbst

Bei der Verabschiedung vom Kind sollten Sie ganz klar und offen sein: „Wir gehen jetzt, mach’s gut bis morgen, schlaf schön, ich hab Dich lieb“. Aufkommende Zweifel und Trennungsschmerz bei den Eltern selbst bitte möglichst für sich behalten, um den Nachwuchs nicht zu verwirren. Das Kind sollte das Gefühl haben: Das hier ist alles o.k. Und Mama und Papa vertrauen dem nächtlichen Gastgeber voll und ganz.

Und wenn Sie als Eltern den Nachwuchs am nächsten Morgen wieder abholen, ist die Freude sicher groß. Sagen Sie ruhig, dass Sie ganz stolz sind, schon ein so großes Kind zu haben, das die Nacht allein verbringen kann.

Kinderbücher zum Thema:

aboutpixel.de / schlafe wohl © jadon

Salzbergwerke Berchtesgaden

Was erlebten wir bei einem Besuch der Salzbergwerke Berchtesgaden?

Effekte mitten im Bergstollen

Mitten hinein in den Berg ging es mit einem kleinen Zug, der genau auf die schmalen Schienen und durch die schmalen Bergstollen passte. Zuvor hatten sich alle Besucher einen Berg-Overall über ihre Kleider gezogen. Als Bergmann verkleiden und Mini-Bahn durch einen Tunnel fahren – das ist schon einmal ein ziemlich guter Effekt und spannend für Kinder jeden Alters.

Dann begrüßte uns ein Bergmann, der uns in der nächsten guten Stunde durch die schmalen Berg-Gänge führte. Wir fanden alles ganz hübsch und sehr auf Effekt bedacht. Eine Fahrt über einen Salzsee mit kurzer Lichtshow und per Bergmann-Rutsche die Tunnel hinunter rutschen – das macht natürlich Spaß.

Zu wenig Zeit

Leider ist aber für die interessanten Infos, die den Salzabbau betreffen, viel zu wenig Zeit reserviert. Der Führer blieb nur ungern an den wenigen Infotafeln so lange stehen, dass sie auch wirklich jeder sehen konnte. Das war sehr schade, denn es ist doch für Groß und Klein sehr interessant zu erfahren, wie denn nun eigentlich Salz aus einem Berg abgebaut wird. Ein kleiner Film lieferte – zumindest für Erwachsene verständlich – die Basisinfos. Zum Beispiel die Erkenntnis, dass Salzabbau unglaublich aufwendig ist – und man kann sich vorstellen, warum Salz im Mittelalter „das schwarze Gold“ genannt wurde.

Ja, das war schade und auch für eine kleine Ausstellung, die interaktiv auf Bildschirmen Informationen zu Salz und Salzkristallen für Kinder und Erwachsene zu entdecken hatte, war einfach zu wenig Zeit.

Aber trotzdem konnten wir ein paar Infos zum Thema Salzabbau erhaschen und natürlich ist ein Aufenthalt mitten im Berg etwas Besonderes (und praktischerweise wetterunabhängig). Der Preis für den Besuch war dank Familienkarte auch reell und ja, ein Museumsshop, der von Salzhalstabletten über Kräutersalz bis Badesalz verkauft, ist auch für die Großen einmal etwas anderes.

„Bild: Salzbergwerk Berchtesgaden, Südsalz GmbH“

Checkliste Freizeitparks

Sie sind das Highlight jedes Kinderlebens – bunt und aufregend, ein Besuch im Freizeitpark. Manche Eltern freuen sich, dass sie nun endlich eine „Ausrede“ haben, so viele wie möglich davon zu besuchen – die sind meist Experten und brauchen keine Hilfe bei der Auswahl eines geeigneten Parks.
Manche Eltern hingegen würden ohne Kinder einen solchen Park nicht unbedingt betreten – lassen sich aber überreden, auch einmal hinzugehen. Aber nicht jeder Park ist für alle Kinder und vor allem Altersgruppen geeignet. Fast jeder Park hat einen Internetauftritt, viele Parks sind bei Holidaycheck bewertet, es gibt ganze Internetauftritte, die die verschiedenen Parks bewerten und beschreiben. Informationen sind also genügend da – wie aber sich nicht im Infodschungel verlieren? Hier ein paar Dinge, die Sie auf jeden Fall vorher checken sollten:

 

Der Ort

Klingt einfach, ist aber gar nicht so selbstverständlich. Wo liegt der Park, wie weit ist die Anreise? Geht es auch per öffentlichen Verkehrsmitteln oder müssen wir das Auto nehmen? Wollen wir wirklich nur für einen Park fünf Stunden im Auto verbringen oder können wir den Besuch mit einem Kurzurlaub verbinden? Glücklicherweise haben ja die meisten Parks den Punkt „Anreise“, so dass sich ein kurzer Internet-Klick zur Wegbeschreibung vom Heimatort aus eindeutig lohnt. Natürlich ist es auch ein Punkt, wie reiseresistent der Nachwuchs ist – bei einem einjährigen Mitfahrer, dem im Auto immer schlecht wird, muss man vielleicht doch noch umplanen.

Was gibt es zu erleben?

Da lohnt sich ganz, ganz sicher ein zweiter und dritter Blick in die Beschreibungen. Ein Freizeitpark, der den Großteil seiner Fahrgeschäfte erst ab 6 Jahre oder einer bestimmten Körpergröße erlaubt, birgt eine Menge Elternstress, wenn man ihn zusammen mit dem kleineren Geschwisterkind besucht, das die erforderliche Körpergröße um 4 Zentimeter unterschreitet. Zwar haben alle Parks „irgendwo“ noch einen Bereich für Kleinere – aber nicht alle sind so gut, dass man als Eltern hinterher das Gefühl hat, alle Beteiligten sind zu ihrem Recht gekommen.

Was genau gibt es zu erleben?

Manche Parks spezialisieren sich wirklich nur auf Fahrgeschäfte, manche haben einen Tierpark oder  Streichelzoos dabei, manche sind ganz anders. Der Playmobil-Park in Zirndorf beispielsweise, hat kein einziges Fahrgeschäft, dafür aber viele, viele Spielkulissen mit riesengroßen Playmobilfiguren. Was man dort auch wissen muss: Es gibt sehr viele Wasserspiele, ein Besuch ist also an einem warmen Sommertag (mit Badekleidung und drei trockenen Hosen) am schönsten.

Was kostet es?

Klar, günstig ist ein Besuch in einem Freizeitpark eigentlich nie – trotzdem gibt es sehr große Unterschiede und vor allem viele Angebote, die man nutzen kann. So zum Beispiel ein Familienticket oder auch ein Gruppenticket, wenn man sich mit befreundeten Familien abspricht. Geburtstagskinder haben oft freien Eintritt – vielleicht passt das ja einmal in die Planung? Faustregel: Je weniger Action, desto günstiger sind die Preise. Mit einer Familie von Kindergartenkindern muss man deshalb wirklich nicht die teuren Preise des angesagten Actionparks zahlen.

Wie ist die Verpflegung?

Eine Menge Geld spart, wer sich das Picknick einfach selbst mitnimmt. Aber das ist nicht immer praktikabel und auch nicht immer erlaubt – also vorher informieren und überlegen, wie lange man sich aufhalten wird. Im Zweifel meistens länger, als man es sich vorgestellt hatte!

Hier noch ein paar Links, wo die Informationen für einen Freizeitpark zu finden sind und ein paar Park-Ideen nach Bundesländern sortiert:

Freizeitparks in Bayern:
http://www.maerchenpark.de/wcms/binary/Server.dll?Article?ID=9&Session=1-8mFsxwDY-0
http://www.freizeitparks-bayern.de/
http://www.parkscout.de/bundesland/bayern
http://www.kinderland-bayerischer-wald.de/achterbahn-und-riesenrutsche-der-freizeitpark-bayern-park/150/698/1212/

Freizeitparks in Baden-Württemberg:
http://www.urlaub-im-web.de/freizeitpark3.html
http://www.parkscout.de/bundesland/baden-wuerttemberg
http://www.europapark.com/lang-en/Startseite/c1174.html

Freizeitpark in / bei Berlin:
http://www.berliner-spreepark.de/
http://www.legolanddiscoverycentre.de/berlin/de/index.htm
http://www.merlinevents.de/

Freizeitparks in Brandenburg:
http://www.parkscout.de/bundesland/brandenburg
http://www.freizeitpark-guide.de/

Freizeitparks in / um Bremen:
http://www.parkscout.de/bundesland/bremen
http://www.spielcoolisse.de/
http://www.maps4fun.eu/de/freizeitpark/bremen

Freizeitparks in / um Hamburg:
http://www.hamburg-magazin.de/?id=976
http://www.the-dungeons.de/hamburg/de/index.htm
http://www.parkfiction.org/
http://www.schwarzlichtviertel.de/

Freizeitparks in Hessen:
http://www.freizeitparks-im.net/weitere-freizeitparks-hessen.html
http://www.parkscout.de/bundesland/hessen
http://www.pointoo.de/o/DE/Hessen/Freizeitpark.html
http://www.reisefuehrer-deutschland.de/hessen/freizeitpark.htm

Freizeitparks in Mecklenburg-Vorprommern:
http://www.xxltravel.de/60-1-1/freizeitangebot/mecklenburg-vorpommern/freizeitpark/
http://www.parkscout.de/bundesland/mecklenburg-vorpommern
http://www.reisefuehrer-deutschland.de/mecklenburg-vorpommern/freizeitpark.htm

Freizeitparks in Niedersachsen:
http://www.parkscout.de/bundesland/niedersachsen
http://www.pointoo.de/o/DE/Niedersachsen/Freizeitpark.html
http://www.reisefuehrer-deutschland.de/niedersachsen/freizeitpark.htm
http://www.reiseland-niedersachsen.de/zoo-wildpark-freizeitpark
http://www.heide-park.de/

Freizeitparks in Nordrhein-Westfalen:
http://www.parkscout.de/bundesland/nordrhein-westfalen
http://www.urlaub-im-web.de/freizeitpark-nrw.html
http://www.nrw-tourismus.de/nrw/nrw-specials/freizeitparks/
http://www.nrw-freizeit.de/
http://www.pointoo.de/o/DE/Nordrhein-Westfalen/Freizeitpark.html

Freizeitparks in Rheinland-Pfalz:
http://www.pointoo.de/o/DE/Rheinland-Pfalz/Freizeitpark.html
http://www.urlaub-im-web.de/freizeitparks.html
http://www.xxltravel.de/63-1-1/freizeitangebot/rheinland-pfalz/freizeitpark/

Freizeitparks im Saarland:
http://www.abenteuerpark-saar.de/cms/projekt01/
http://www.trampolini.de/
http://www.sommerrodelbahn-peterberg.de/wordpress/
http://www.tourismus.saarland.de/de/wendelinus-freizeitpark
http://www.parkscout.de/bundesland/saarland

Freizeitparks in Sachsen:
http://www.parkscout.de/bundesland/sachsen
http://www.freizeitpark-plohn.de/
http://www.sonnenlandpark.de/
http://www.freizeitpark-guide.de/index.php?deeplink=suche%3Dsn
http://www.reisefuehrer-deutschland.de/sachsen/freizeitpark.htm
http://www.saurierpark.de/
http://www.achterbahn-freizeitpark.de/info/freizeitparks-in-deutschland/freizeitparks-in-sachsen/

Freizeitparks in Sachsen-Anhalt:
http://www.ferropolis.de/
http://www.erlebnistierpark.de/
http://www.parkscout.de/bundesland/sachsen-anhalt
http://www.xxltravel.de/66-1-1/freizeitangebot/sachsen-anhalt/freizeitpark/

Freizeitparks in Schleswig-Holstein:
http://www.hansapark.de/de/
http://www.tolk-schau.de/
http://www.pony-park.de/
http://www.urlaub-im-web.de/freizeitpark6.html

Freizeitparks in Thüringen:
http://www.sandsteinhoehle.de/info/freizeitpark.html
http://www.parkscout.de/bundesland/thueringen
http://www.pointoo.de/o/DE/Th%C3%BCringen/Freizeitpark.html
http://www.possen.de/startseite.html

Foto: Schmidt-Löffelhardt GmbH & Co. KG

 

Radfahrende Kinder: Darf man sie auf dem Gehweg radelnd begleiten?

Bis acht Jahre müssen radelnde Kinder auf dem Fußweg fahren, Eltern hingegen dürfen sich dort (eigentlich) nur als Fußgänger bewegen. Und wie begleitet man sie als Eltern auf dem Rad?

Leon, 7 Jahre, fährt mit Mama und Papa auf dem Rad zum samstäglichen Einkauf. Er brav auf dem linken Fußweg, die Eltern gegenüber auf der rechten Straßenseite, wo es an dieser Stelle keinen Fußweg gibt. Eine Baustelle auf dem Fußweg, es wird eng, vor Leon laufen drei Jugendliche über die ganze Breite. Auf sein Klingeln drehen sie sich um, reagieren aber nicht, die Eltern bemerken die Situation nicht, sie sind ja zwei Fahrspuren entfernt. Da reißt dem Kind der Geduldsfaden, und er schert auf die mäßig befahrene Straße aus, um die Fußgänger zu überholen. Im gleichen Augenblick kommt ihm auf der linken Straßenseite ein Auto entgegen. Puh, Glück gehabt, der Autofahrer hat aufgepasst und konnte dem Kind ausweichen.

Wer radelt wo? Die Straßenverkehrsordnung

Gemäß Straßenverkehrsordnung haben sich (bis zum Ausscheren des Kindes auf die Straße) alle Familienmitglieder korrekt verhalten: Bis acht Jahre müssen Kinder mit dem Fahrrad auf dem Fußweg bleiben, auch das Fahren auf dem Radweg ist nicht erlaubt. Bis zehn Jahre dürfen sie sowohl auf der Straße als auch auf dem Fußweg fahren. Die Erwachsenen hingegen müssen auf der Straße oder dem Radweg bleiben. Aber das Beispiel zeigt: Kinder übersehen den Straßenverkehr noch nicht, spontane verkehrsgefärdende Situationen sind ein Risiko.

Kinderräder nur als Spiel- und nicht als Fahrzeug?

Kinder bis acht Jahre sollen auf dem Fußweg fahren und müssen, wenn sie die Straße überqueren absteigen und schieben, denn „Sie sind ja gar keine richtigen Verkehrsteilnehmer, sondern sollen das Fahrrad als Spielzeug nutzen“, sagt Andreas Bergmeier vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat. Die Teilnahme am Verkehr sollen die Kids in Parks oder Spielstraßen üben. Hmmm, aber wie kommen sie dahin, zu Fuß? Sollen mobile Familien jahrelang auf das Fahrrad als Verkehrsmittel verzichten, weil immer eines der Kinder entweder zu groß ist, um im Kindersitz oder Anhänger mitgenommen zu werden, aber zu klein, um legal auf der Straße zu fahren? Schließlich kostet das Mitnehmen eines Kindes über sieben Jahre zum Beispiel auf einem Kindersitz, im Zweifel sogar Bußgeld.

Gesetzeslücke?

Dass dies weder realistisch noch praktisch ist, sehen auch andere so: Gemäß dem ADFC, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club, ist genau diese Situation eine Gesetzeslücke und erfordert, die StVO zu ändern. Nämlich so, dass auch Begleitpersonen von radfahrenden Kindern legal auf dem Gehweg fahren dürfen. Link zur Forderung des ADFC.

Auch in der deutschen Rechtsprechung gibt es Ungereimtheiten: Das Amtsgericht Traunstein entschied in einem Schadenersatzfall sogar, dass eine Mutter gegenüber ihrer Tochter ihre Aufsichtspflicht verletzt habe, weil sie auf der gegenüberliegenden Straßenseite gefahren war, während die Tochter auf dem Fußweg radelte. Als Lösung sah das Gericht sowohl die Möglichkeit, dass beide auf dem Fahrweg als auch dass beide auf dem Fußweg gefahren wären. Andere Gerichte wiederum lehnen das gemeinsame Fahren auf der Straße grundsätzlich ab. Noch mehr zum Thema Radfahren auf dem Gehweg.

Und wie ist es jetzt nun „richtig“?

Am besten von all dem hin und her gar nicht beeinflussen lassen – wenn es gefährlich werden könnte, ist es immer noch besser, selbst auf dem Gehweg zu fahren, um das Kind zu begleiten und im entscheidenden Moment „näher dran“ zu sein. Genauso ist es auf ruhigen Straßen ganz gut, mit dem Kind in der Mitte schon einmal Fahren auf der Straße zu üben – vielleicht nicht mit einem Vierjährigen, aber mit einer Siebeneinhalbjährigen. Auch der ADFC appelliert an den „gesunden Menschenverstand“, der entscheiden kann, wann und wo nahe Begleitung nötig ist. Manchmal hat man ja auch das Gefühl, die Polizei „schaut weg“, wenn sie sieht, dass Erwachsene ihre radelnden Kinder auf dem Gehweg selbst auf dem Rad begleiten.

Also: Verkehrslage einschätzen und das tun, was man selbst für das Sicherste hält!

Spielideen für drinnen

Regen, Matsch oder Eiseskälte – Spielideen für drinnen kann man nie genug haben! Wer einigermaßen entspannte Nachbarn und ein Minimum an Platz hat, kann auch in Haus und Wohnung für Bewegung sorgen. Hier ein paar Ideen, selbst ausprobiert und für gut befunden:

Spielidee 1: Seiltanzen auf dem Boden

Ein möglichst langes Seil auf den Boden legen und schon kann es losgehen: Wer traut sich, auf dem zwischen zwei Hochäusern/Berggipfeln hoch gespannten Seil zu balancieren? Ist gar die berühmte Seiltänzerin aus dem Zirkus bei der Vorstellung zu sehen? Oder der Clown, der erst noch etwas üben muss? Wer keine Lust auf Rollenspiele hat, kann auch einfach ein Wettrennen machen: Wer schafft es am schnellsten – ohne daneben zu treten natürlich! – über das Seil zu laufen?

Spielidee 2: Akrobatik mit Mama und Papa

Viele Kinder lieben es – Mama und Papa haben dabei auch gleich ein Workout, wenn die Kids auf ihnen herumturnen. Je nach Größe (und Kilos!) der Kinder gibt es viele Varianten:

  • Engelchen flieg“ – an beiden Händen von Mama und Papa
  • „Flieger“ – das Kleine wird von einem Erwachsenen an einem Fuß und einer Hand gefasst und im Kreis gedreht
  • Kleinkinder-Hängematte: Zwei Erwachsene halten ein stabiles Tuch zwischen sich und schaukeln das Kind in der „Hängematte“ – je nach Alter und Abenteuerlust des Kindes sanft oder wilder! Immer und überall durchzuführen und ganz sicher ein Erfolg. Bei mehreren Kindern stellt sich sicher noch ein anderer Effekt ein: Ja, auch warten muss man irgendwann im Leben einmal lernen.

Akrobatik für etwas ältere Kinder

  • „Auf den Füßen laufen“: Das Kind stellt sich auf die Füße des Erwachsenen und der läuft los, während das Kind versucht, bei den „langen“ Schritten auf den Füßen des Erwachsenen zu bleiben. Das ist meistens nicht so einfach und schult natürlich den Gleichgewichts-Sinn. Geht übrigens vorwärts und rückwärts: Der Erwachsene geht vorwärts und rückwärts oder das Kind steht mit dem Gesicht zum Erwachsenen oder dreht sich um und schaut nach vorn.
  • Auf den Knien stehen. Das kennt man schon fast aus dem Zirkus: Ein Erwachsener geht leicht in die Knie und lässt das Kind auf seine Knien balancieren, es hält sich an den Händen des Großen fest. Das geht auf einem Bein, vorwärts, rückwärts….Gut für Zirkusposen! Ganz gut ist hier ein weicher Untergrund, falls das Kind abrutscht. Außerdem: Ein echtes Workout für den „Großen“!
  • Salto mit Mama und Papa: Das Kind hält sich an den Händen und dreht sich rückwärts oder vorwärts im Minisalto um die Arme. Auch hier: Auf eine weiche Unterlage achten.

Spielidee 3: Dschungel & Co

Das Wohnzimmer oder Kinderzimmer wird zum gefährlichen Dschungel mit wilden Tieren, die auf Bäumen (Stühlen) liegen, im Wasser (Teppich) lauern oder gut getarnt (unter dem Tisch) auf ihre Beute warten. Was passiert, wenn der bekannte Naturforscher die Szene betritt? Oder das Krokodil den vorwitzigen Vogel fressen will, aber zu behäbig ist? Solche Rollenspiele gehen natürlich auch mit Zirkus oder Zoo. Nett (und bewegungsfördernd) ist es, wenn die Kinder Tiere nachmachen können. Aber wenn es sein muss, kann es ja auch Star Wars oder die Pirateninsel sein!

Elektroauto selber basteln

Der Ravensburger Verlag hat die Reihe Science X herausgebracht: Experimentierkästen, mit denen sich 17 spannende Themengebiete erschließen lassen. Ob Raumfahrt, Elektrotechnik, Dinosaurier, Kristalle, das Ökosystem Erde oder das Thema Wasser: Für viele verschiedene Interessensgebiete ist etwas dabei. Die Kästen sind ab acht Jahren empfohlen und der Ravensburger Verlag wirbt damit, dass die Experimente mit Naturwissenschaftlern entwickelt und mit Kindern getestet wurden. Familothek wollte wissen, wie geeignet die Kästen wirklich sind, und hat dies mit einem Kasten zum Thema Elektroauto für Sie getestet:

Ich hatte erst einmal ziemlich Respekt, als wir den Karton aufmachten“, so unsere erwachsene Testerin – „aber da die Teile alle abgebildet und erklärt sind, merkten wir sofort, wir kommen gut zurecht. Sehr positiv fiel mir gleich das sehr ausführliche und anschauliche Begleitheft auf. Alle Materialien sind gut erklärt und es gibt auch noch Hintergrundinformationen. Auch die acht Experimente sind ausführlich erklärt.“ Man braucht zusätzlich einen kleinen Schraubenzieher und eine Batterie. Zu Beginn sind es einfache Experimente, wie der Bau einer einfachen Schaltung mit Motor und einer solarbetriebenen LED Lampe. Jedes Experiment ist auch einzeln durchführbar. Die einfachsten dauern etwa zehn Minuten, die späteren etwas länger.

Der Schwierigkeitsgrad der Experimente steigert sich über das Elektroauto bis zur Solartankstelle. Zu jedem Experiment gibt es gute, aber nicht zu lange Hintergrundinformationen. Und es ist tatsächlich so, dass die Experimente gut durchzuführen sind und funktionieren. Das Material ist größtenteils von guter Qualität, das Auto ist allerdings am Ende etwas klapprig. Aber es fährt. Elektroauto2

„Unsere Siebenjährige hatte beim Experimentieren ziemlich schnell begriffen, dass ein Stromkreis geschlossen sein muss, damit Strom fließt. Auch dass es eine Energiequelle braucht, entweder die Batterie oder die Solarzelle und Licht. Und dass diese Energie irgendwie zu den Rädern kommen muss“, so beschreibt unsere Testerin den Erkenntnisgewinn ihrer Tochter.

Und ihr Votum zur Unterstützung beim Bearbeiten? „In Begleitung eines Erwachsenen kann der Kasten auch schon von Siebenjährigen bearbeitet werden, und auch technisch nicht versierte Erwachsene eigenen sich gut als Begleitpersonen und haben ihren Spaß an der Sache. Auch Achtjährige brauchen eventuell hier und da noch Unterstützung – vor allem da die Handhabung mit Strom ja nicht ungefährlich ist.“

ScienceX: Faszination Elektroauto, Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH, Ravensburg, 2014, ISBN 978-3-473-55304-4, empfohlen für Kinder ab 8 (je nach Anbieter zwischen 24,99 und 33,95 Euro).

Sandkiste für zu Hause

Super Sand, das ist die kleine Sandkiste für zu Hause – am besten geeignet für kleine Sandburgenbauer, die besonders stark daran leiden, dass Matschwetter und Kälte den Sandkasten bis zum nächsten Frühjahr unbenutzbar machen.

Das Starter Set Supersand gibt es zusammen mit einer Minisandkiste und verschiedenen Sandförmchen gleich dazu. Zusätzliche Förmchen sind nett und in den höherpreisigen Supersand-Paketen gibt es da auch ganz außergewöhnliche Sandformen für riesengroße Burgen oder Tierformen. Aber natürlich kann jeder Sandfan auch mit den eigenen und vielleicht heißgeliebten Förmchen und dem Supersand seine Winterkuchen backen.

Die Konsistenz des Sandes ist sehr fein und damit angenehm zu greifen und in Förmchen zu pressen. Außerdem etwas klebriger als Sand, der aus der Spielplatzkiste kommt. Ein bisschen erinnert er dadurch an Knetmasse, allerdings weicher und mit feinen Körnern. Nass machen muss man ihn also nicht, um bessere „Klebeergebnisse“ zu erzielen, Sand matschen geht damit allerdings auch nicht. Aber das vermisst man als Eltern dabei ja auch nicht wirklich, vor allem, wenn die Matscherei zu Hause stattfinden soll… Positiv: Wie in der Produktinfo angekündigt, lässt sich der Sand wirklich aus jedem Teppich wieder entfernen (zusammenklauben und den Rest weg saugen).

So ganz hundertprozentig ist das Sandfeeling also nicht – außerdem ist das Gemisch aus Kalkstein und Sand fast blütenrein weiß. Die weiße Farbe hat sich bei unserem Test-Sandkuchen backen auch nicht geändert. Aus Sicherheitsgründen hat der Supersand außerdem den Vermerk ab vier Jahre – klar, vorher essen die Kleinen den Sand auch einmal gerne. Nun ja, auch später hat das Material ja nichts von seiner Faszination zum Bauen und Kneten verloren.

Fazit: Zum Überbrücken der sandkastenlosen Winterzeit erst einmal gut geeignet – genauso wie Indoor-Spielplätze und andere Drinnen-Spielen-Aktivitäten. Und jedes Jahr wird ja glücklicherweise bald wieder Frühjahr…

Weihnachtskugeln basteln

Kugeln für den Weihnachtsbaum – kreativ und bunt! Basteln mit Kindern ist gerade zu Weihnachten eine schöne Sache. Kompliziert soll es aber nicht sein, damit die Kleinen auch mitbasteln können. Hier eine tolle Idee aus einem Weihnachts-Bastel-Buch des Ravensburger Verlages (Rezension hier) .

Bastelanleitung Weihnachtsbaumkugeln

Sie brauchen:

  • Einfarbige WeihnachtsbaumkugelnWeihnachtsbasteln3

 

 

Nach Lust und Laune:

  • Bastel-Leim
  • Glitzerpulver – oder Kunstschnee
  • Strasssteine oder Pailetten
  • buntes Klebeband
  • Spitzenstoff oder Tortenbodendeckchen
  • Wolle

Für marmorierte Weihnachtskugeln:

  • ein altes großes Glas
  • Wasser
  • Nagellack

Weihnachtskugeln basteln – so geht’s:

Die einfarbigen Weihnachtskugeln mit den Bastelzutaten oben nach Geschmack verzieren und bekleben: Mit Pailletten, Glitzerpulver, Spitzenstoff oder buntem Klebeband. Die Kugeln mit den Wollfäden kreuz und quer umwickeln. Toll ist der Effekt mit den marmorierten Weihnachtskugeln, z.B. aus Glas: Ein altes Glas (z.B. Marmeladen- oder Gurkenglas) zur Hälfte mit Wasser füllen. Ein paar Tropfen Nagellack dazu und hinein mit einer Kugel. Herausziehen, ein paar Minuten trocknen lassen und fertig ist die ganz individuelle Weihnachtskugel!

Zusätzliche Tipps für diese Bastel-Idee und mehr über das Bastelbuch: Tolle neue Bastelideen für Weihnachten, Marlies Schiller, Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH, Ravensburg, 2014.

 

Weihnachtsbasteln ohne Stress

Mal wieder Lust auf Weihnachtsbasteleien? Aber keine Lust auf komplizierte Bastelanleitungen bei denen am Ende nichts Schönes herauskommt? Dann ist das neue Bastelbuch von Ravensburger genau das Richtige. Marlies Schiller stellt auf 90 Seiten mehr als 30 Bastelideen zu Weihnachten vor.

Da sind recht schnelle Dinge dabei wie die Tannenbäume aus Papier, die mit einem Holzspieß auf einem Apfel sitzen. Es sind süße Dinge zum Backen dabei und schöne Geschenk Ideen. Für jede Bastelei gibt es einen gut sichtbaren „Das brauche ich“ Kasten, so dass man auch wirklich alles Notwendige da hat, wenn es los gehen soll.

Wir haben das Herstellen von einmaligen Weihnachtskugeln für Sie getestet: Hier die Anleitung

Zunächst mal: die Idee ist toll, die Vorschläge funktionieren und sind nicht zu kompliziert. Ein paar Extra Tipps haben wir für Sie aber doch noch:
1) Bastel-Leim hört sich an wie etwas ganz Besonderes aus dem Bastellfachgeschäft. Auf Nachfrage sagte man uns dort aber, dass es einfacher Tapetenkleister aus dem Baumarkt genauso tut.

2) Bevor man loslegt, sollte man sich eine Vorrichtung basteln, an der man die fertigen Kugeln zum Trocknen aufhängen kann.

3) Die Wollkugeln sehen toll aus und sind wirklich einfach, auch schon unter 8 Jahren.

4) Die marmorierten Glaskugeln sind etwas komplizierter. Wenn man Nagellack in ein Wasserglas tut und dann die Kugel hinein taucht, dann hängt der Nagellacktropfen unten an der Kugel. Auch das sieht schön aus, um aber an mehr Stellen der Kugel Farbe zu bekommen muss man etwas mehr rumprobieren. Das Glas sollte groß genug sein, dass man die Kugel darin wenden kann und auch während die Kugel im Wasser ist, noch Nagellack hinzufügen kann. Mehrere Farben mischen ist auch toll.

Weihnachtsbasteln15) Beim Bekleben der Kugeln sollte man immer bedenken, dass die Kugeln ja hängen und man eher von unten darauf schaut, als von oben.

6) Ganz einfach und wirklich super aussehend ist das Bestreuen mit Glitzerstaub. Entweder man streut den Glitzerstaub auf die mit Kleister bepinselte Kugel oder man streut den Glitzerstaub auf eine Unterlage und rollt die eingekleisterte Kugel hindurch.

Die Kugeln kann man super selber aufhängen, oder auch ganz toll verschenken.
Viel Spaß beim Basteln.

Tolle neue Bastelideen für Weihnachten, Marlies Schiller, Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH, Ravensburg, 2014, ISBN 978-3-473-55304-4, empfohlen für Kinder ab 8 (12,99 Euro).

Alternativen zu Indoor-Spielplätzen

kinderspass im Kinderland

Sie sind laut, sie sind teuer und die Kinder lieben sie – Indoor-Spielplätze. Kaum ein Elternteil, das nicht wenigstens einmal Sohn oder Tochter aus der riesigen Halle mit ohrenbetäubendem Krach vom Kindergeburtstag abgeholt hat – mit leuchtenden Augen natürlich und so richtig ausgetobt. Und sicher, wenn die Matschsaison startet, weiß so mancher nicht, wie er dem Nachwuchs täglich genügend Auslauf bieten kann. Gibt es eigentlich Alternativen? Aber ja!

Winterspielplätze

Für Eltern von kleinen Kindern eine wirkliche Alternative: Kirchengemeinden oder andere gemeinnützige Organisationen statten ihre Räume an ein paar Tagen die Woche mit Kleinkinderspielzeug aus und lassen die Kleinen dort zu festgelegten Uhrzeiten und meist gegen eine Spende toben und krabbeln. Da gibt es das Bällebad, die Balanciermeile oder den Drehkreisel – alles kleinkindgerecht und sehr viel entspannter als im Kleinkindbereich eines Indoor-Spielplatzes. Einziger Nachteil, aber verständlich: Ältere Kinder, ab 4 Jahre oder ab Schulalter haben keinen Zutritt. Das gilt dann auch für ältere Geschwister.

Alternative Indoorhallen

Nicht hundertpotzentig kommerziell, und für die Kinder auch der Hit – öffentlich geförderte Hallen, zu finden eher in größeren Städten. Sie haben ein paar „Indoor-Highlights“ – zum Beispiel eine lange Rutsche oder eine Kletterwand. Sie haben viel Platz, aber nicht den ganzen Indoor-Karussell-Klimbim. Das bedeutet natürlich, dass der Eintrittspreis dementsprechend geringer ist – wie schön! Außerdem kommen die Kurzen etwas kreativer zu ihrem Auslauf und setzten sich nicht einfach bloß in ein Elektroauto.

Kinderland

Na klar, wir wissen auch, dass Möbelhäuser und Gartencenter ihre aufwendigen Kinderspiellandschaften nur deshalb angelegt haben, um deren Eltern als Kunden zu gewinnen. Wenn man aber nicht einmal einen Balkon hat und sowieso schon zu viele Möbel?? Dann schickt man sein Kind trotzdem ein paar Stunden in die kostenlose Kletterwelt des Gartencenters und kauft einen Blumentopf (wenn man ihn braucht). Schließlich wollen die Macher ihre Kinderwelten auch bevölkert haben, so ganz leer traut sich dann vielleicht nicht einmal ein potenzielles Kundenkind herein. Na also – Win-win-Situation! Da immer mehr davon aus dem Boden schießen, lohnt eine Recherche, was gerade in der Nähe aufgemacht hat.

 

 

Foto: Ikea