Kategorie: Draußen sein

Radfahrende Kinder: Darf man sie auf dem Gehweg radelnd begleiten?

Bis acht Jahre müssen radelnde Kinder auf dem Fußweg fahren, Eltern hingegen dürfen sich dort (eigentlich) nur als Fußgänger bewegen. Und wie begleitet man sie als Eltern auf dem Rad?

Leon, 7 Jahre, fährt mit Mama und Papa auf dem Rad zum samstäglichen Einkauf. Er brav auf dem linken Fußweg, die Eltern gegenüber auf der rechten Straßenseite, wo es an dieser Stelle keinen Fußweg gibt. Eine Baustelle auf dem Fußweg, es wird eng, vor Leon laufen drei Jugendliche über die ganze Breite. Auf sein Klingeln drehen sie sich um, reagieren aber nicht, die Eltern bemerken die Situation nicht, sie sind ja zwei Fahrspuren entfernt. Da reißt dem Kind der Geduldsfaden, und er schert auf die mäßig befahrene Straße aus, um die Fußgänger zu überholen. Im gleichen Augenblick kommt ihm auf der linken Straßenseite ein Auto entgegen. Puh, Glück gehabt, der Autofahrer hat aufgepasst und konnte dem Kind ausweichen.

Wer radelt wo? Die Straßenverkehrsordnung

Gemäß Straßenverkehrsordnung haben sich (bis zum Ausscheren des Kindes auf die Straße) alle Familienmitglieder korrekt verhalten: Bis acht Jahre müssen Kinder mit dem Fahrrad auf dem Fußweg bleiben, auch das Fahren auf dem Radweg ist nicht erlaubt. Bis zehn Jahre dürfen sie sowohl auf der Straße als auch auf dem Fußweg fahren. Die Erwachsenen hingegen müssen auf der Straße oder dem Radweg bleiben. Aber das Beispiel zeigt: Kinder übersehen den Straßenverkehr noch nicht, spontane verkehrsgefärdende Situationen sind ein Risiko.

Kinderräder nur als Spiel- und nicht als Fahrzeug?

Kinder bis acht Jahre sollen auf dem Fußweg fahren und müssen, wenn sie die Straße überqueren absteigen und schieben, denn „Sie sind ja gar keine richtigen Verkehrsteilnehmer, sondern sollen das Fahrrad als Spielzeug nutzen“, sagt Andreas Bergmeier vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat. Die Teilnahme am Verkehr sollen die Kids in Parks oder Spielstraßen üben. Hmmm, aber wie kommen sie dahin, zu Fuß? Sollen mobile Familien jahrelang auf das Fahrrad als Verkehrsmittel verzichten, weil immer eines der Kinder entweder zu groß ist, um im Kindersitz oder Anhänger mitgenommen zu werden, aber zu klein, um legal auf der Straße zu fahren? Schließlich kostet das Mitnehmen eines Kindes über sieben Jahre zum Beispiel auf einem Kindersitz, im Zweifel sogar Bußgeld.

Gesetzeslücke?

Dass dies weder realistisch noch praktisch ist, sehen auch andere so: Gemäß dem ADFC, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club, ist genau diese Situation eine Gesetzeslücke und erfordert, die StVO zu ändern. Nämlich so, dass auch Begleitpersonen von radfahrenden Kindern legal auf dem Gehweg fahren dürfen. Link zur Forderung des ADFC.

Auch in der deutschen Rechtsprechung gibt es Ungereimtheiten: Das Amtsgericht Traunstein entschied in einem Schadenersatzfall sogar, dass eine Mutter gegenüber ihrer Tochter ihre Aufsichtspflicht verletzt habe, weil sie auf der gegenüberliegenden Straßenseite gefahren war, während die Tochter auf dem Fußweg radelte. Als Lösung sah das Gericht sowohl die Möglichkeit, dass beide auf dem Fahrweg als auch dass beide auf dem Fußweg gefahren wären. Andere Gerichte wiederum lehnen das gemeinsame Fahren auf der Straße grundsätzlich ab. Noch mehr zum Thema Radfahren auf dem Gehweg.

Und wie ist es jetzt nun „richtig“?

Am besten von all dem hin und her gar nicht beeinflussen lassen – wenn es gefährlich werden könnte, ist es immer noch besser, selbst auf dem Gehweg zu fahren, um das Kind zu begleiten und im entscheidenden Moment „näher dran“ zu sein. Genauso ist es auf ruhigen Straßen ganz gut, mit dem Kind in der Mitte schon einmal Fahren auf der Straße zu üben – vielleicht nicht mit einem Vierjährigen, aber mit einer Siebeneinhalbjährigen. Auch der ADFC appelliert an den „gesunden Menschenverstand“, der entscheiden kann, wann und wo nahe Begleitung nötig ist. Manchmal hat man ja auch das Gefühl, die Polizei „schaut weg“, wenn sie sieht, dass Erwachsene ihre radelnden Kinder auf dem Gehweg selbst auf dem Rad begleiten.

Also: Verkehrslage einschätzen und das tun, was man selbst für das Sicherste hält!

Wasserspiel-Ideen

Hier ein paar Wasserspiel-Ideen für alle Leser, die weder auf Pinterest unterwegs sind, noch gerne englisch lesen. Auf Pinterest tummeln sich nämlich amerikanische Supermoms, die zum Teil ihre Kinder zu Hause unterrichten und auf gute Ideen für Kinder jeden Alters angewiesen sind.

Manche dieser Ideen sind wirklich sehr amerikanisch – oder käme in Europa jemand auf die Idee, den Inhalt von Leuchtstäben in Seifenblasen-Flaschen zu mischen und sich dann an den leuchtenden Blasen zu erfreuen? Da stehen doch Warnhinweise drauf und das Zeug ist doch ganz sicher giftig!!! Und manche Wasserspiel-Ideen sind eher für große amerikanische Vorstadt-Gärten geeignet – nunja, die hat nun mal nicht jeder in der deutschen Großstadt….

Hier also eine  subjektive Auswahl von Wasserspielen – die Sie natürlich auch gerne im Original nachlesen dürfen:

Ich finde die Idee sehr nett, auch wenn man keine große Tiefkühltruhe besitzt – es geht auch eine Nummer kleiner:

Spielzeug-Eisblock

Frieren Sie in einen möglichst großen Eisblock kleine Spielzeuge, Playmobilfiguren, Plastikautos, -häuser und anderes ein. Zum Beispiel eine kleine Wanne mit Wasser füllen, Spielzeug rein und ab in die Gefriertruhe. Wenn alles gefroren ist das Ganze im Garten/auf dem Balkon/ auf der Grünfläche vor der Tür stürzen. Jetzt kann der Nachwuchs versuchen, die kleinen Spielsachen mit einem ungefährlichen Werkzeug „auszupacken“, Salz darauf streuen, hämmern, löffeln… oder nur zusehen, wie es schmilzt. Wenn die eine Ecke noch zu hart ist, wird der Lerneffekt eine halbe Stunde später eintreten, wenn die Masse auf einmal angetaut ist! Das Spiel ist eine nasse und kühle Angelegenheit – also perfekt geeignet für Tage über 30 Grad!
http://www.funathomewithkids.com/2014/05/rainbow-ice-tower-excavation.html

Wer keinen Pool im Garten hat, kann dieses Spiel auch im Planschbecken machen, vielleicht sogar in der heimischen Badewanne?

Wasser-Scrabble

Das ist für Vorschulkinder und Kinder , die gerade lesen lernen: Beschreiben Sie flache Haushaltsschwämme mit wasserfestem Stift und verteilen Sie sie im Wasser. Auf die Schwämme kommen Buchstaben oder auch Zahlen,. Das ist die Grundlage für alle möglichen Spiele je nach Alter und Buchstabenwissen: Wer kann als erstes das I entdecken? Oder welche Buchstaben brauche ich für das Wort EIS? Oder für meinen Namen? Ähnlich geht das mit Zahlen. Das wird sicher nass und plantschig – also genau das Richtige, wenn es heiß ist!
http://www.toddlerapproved.com/2012/05/swimming-pool-scrabble.html

 

Ebenfalls für Tage, an denen es richtig nass werden kann:

Wasserpumpe für die Ballonschlacht

Wasserballonschlacht kennt man hierzulande ja auch. Eine gute Idee ist, einen alten Flüssigseifenspender als „Wasserpumpe“ zum Füllen der Ballons zu verwenden: Den Spender mit Wasser füllen, auf das nächste Freigelände mitnehmen und die Wasserballons dort direkt über die Minipumpe stülpen. Je nach Größe des Spenders ist die Schlacht dann praktischerweise zeitlich begrenzt.

Noch einmal etwas für Wasserspiele draußen. Es ist etwas Gebastel dabei, aber wem es Spaß macht…

Wasserwand zum Spielen

An einem Zaun mit Kabelbindern verschiedene Teile für eine „Wasserbahn“ befestigen. Gut sind Reste von Spiral-Kabelschläuche oder Plastikflaschen ohne Boden. Verschieden große Eimer ebenfalls an den Zaun binden – da fließt dann das Wasser hinein und kann in die nächste Bahn weiter gekippt werden. Die Bilder der amerikanischen Seite mit dem schönen Namen „Fun a day“ sprechen für sich: http://fun-a-day.com/portable-water-walls/

Haben Sie noch mehr Ideen für nasses Spiele draußen? Alle Leser freuen sich über Tipps!

Foto: Bundesarchiv Bild 183-2004-0512-508 / CC-BY-SA

Wasserspiel-Ideen zum Kaufen gibt es natürlich auch:

Sicherheit am Badesee

Der Sommer kommt – und mit ihm die Badefreuden. Das Baden in öffentlichen Gewässern ist aber nicht ungefährlich – allein 2013 ertranken in Deutschland 446 Menschen. Worauf sollten Eltern beim Aufenthalt im Badesee achten? Hier ein paar Tipps

Wie gut kann der Nachwuchs im Badesee schwimmen?

47 Prozent der 5- und 6-Jährigen können gar nicht schwimmen, bei den 7- und 8-Jährigen sind es noch immer rund ein Viertel. Das ergab eine im Auftrag von der ERGO Versicherungsgruppe durchgeführte repräsentative Umfrage von Ipsos*.

Und wie ist das mit Ihrem Kind? Am besten Sie machen beim ersten Schwimmbad– oder Seebesuch des Jahres einen kleinen Schwimm-Test. Denn gerade am Anfang der Saison haben die Kids erst einmal alles vergessen, wenn sie nicht gerade wöchentlich Schwimmunterricht im Winter hatten. Außerdem ist so ein Badesee immer noch einmal etwas anderes als ein Schwimmbecken. Und die Kraft in den Armen muss sich für die nächste Saison vielleicht auch erst noch entwickeln.

Zur Sicherheit: Gefahrenquellen abchecken

So ein Badesee sieht auf der Oberfläche aus recht gleich aus, so wie ein Schwimmbecken auch – aber Vorsicht: Unter der Wasseroberfläche können sich tiefe oder zu flache Stellen verbergen. Und natürlich Äste oder spitze Steine in die Höhe ragen. Das Beste ist deshalb eine Art „Begehung im Wasser“ gemeinsam mit den Kindern, wenn alle am See angekommen sind. So wissen Sie und Ihr Kind, wo man besser nicht schwimmen oder gar springen sollte.

Bewachte Seen aufsuchen

Ähnlich wie bei einem Aufenthalt mit Familie am Meer sollten Sie mit Kindern sowieso nur von Rettungsschwimmern bewachte Seen zum Baden aufsuchen – das beruhigt einfach mehr, auch wenn Sie mit (fast) sicheren Schwimmern unterwegs sein sollten. Besondere Vorsicht ist bei Seen mit Schifffahrt geboten: Die Boote sehen einzelne Schwimmer meist nicht und man sollte nicht den Sog eines Schiffes unterschätzen. Davon also unbedingt fernhalten!

Baderegeln beachten

Vielleicht hat ihr Kind sie schon in der Schule behandelt, dann weiß es vieles „besser“: Die allgemeinen Baderegeln gelten natürlich auch am Badesee und auch dann, wenn es sonst keiner kontrolliert. Regeln wie dass man mit vollem Magen oder erhitzt nicht ins Wasser gehen soll oder bei Gewitter ein Gewässer sofort verlassen muss, sind gerade dann wichtig, wenn sie kein Bademeister durch den Lautsprecher sagt. Rücksicht auf andere und sich nicht selbst überschätzen sind weitere Regeln, die alle am Badesee befolgen sollten – und die Eltern als Vorbild natürlich ganz besonders!

Schauen, schauen, schauen

Ja, am sichersten ist es, wenn man keine Sekunde den Blick vom badenden Kind wendet. Wie entspannt Eltern am Badesee sein dürfen, hat viel mit dem Alter des Kindes zu tun und wie sicher es im Wasser ist (siehe oben). Die allersicherste Methode ist, mit dem Kind zusammen ins Wasser zu gehen – und dann haben alle zusammen hoffentlich eine Menge Spaß im Nass bei heißem Wetter. Und darum geht es doch!

 

Foto- und Infoquelle: ERGO Versicherungsgruppe, *Quelle: Ipsos i:Omnibus™

Kinder im Herbst wetterfest einkleiden

Text-Bild-kleinWer seine Kinder an kalten oder regnerischen Tagen immer unter Verschluss hält, darf sich nicht wundern, warum der Nachwuchs im Winter ständig erkältet ist. Denn beim Spielen im Freien wird das Immunsystem der Kleinen durch die frische Luft und die viele Bewegung gestärkt. Allerdings nur dann, wenn die Kleinen auch wetterfest angezogen sind.

Natürlich gibt es schon seit eh und je spezielle Regenkleidung für Kinder, die aus besonders dicht gewebten Stoffen sowie einer speziellen Beschichtung wie Wachs oder Öl besteht – dadurch ist sie wind- und wasserfest. Allerdings hatte sie den Nachteil, dass Feuchtigkeit (in dem Fall also Schweiß) nicht nach außen gelangen kann und sich die Kleinen somit beim Spielen unterkühlen können. Deshalb gibt es inzwischen atmungsaktive Matschhosen und Regenjacken für den Nachwuchs im Internet, zum Beispiel unterhttp://www.limango-outlet.de/kindermode. Diese hält den Körper auf der einen Seite trocken, auf der anderen transportiert sie Feuchtigkeit nach außen. Damit ist es jedoch noch nicht getan, denn beim Kauf von entsprechender Kleidung für Kinder muss nicht nur auf das Material geachtet werden. Welche Faktoren eine ebenso große Rolle spielen? Wir verraten es Ihnen in den folgenden drei Tipps:

 

  • Tipp 1: Nicht nur das Material der Kleidung sollte wasserdicht sein, sondern auch die Nähte. Je nach Hersteller bzw. Marke sind diese nicht nur doppelt, sondern getapt oder geschweißt, damit keine Feuchtigkeit durchsickern kann – im Gegensatz zu normalen Nähten gibt es dann keine Nadeleinstiche, durch die Wasser ins Gewebe dringen kann.
  • Tipp 2: Im Herbst geht die Sonne früher unter, dadurch ist es abends schneller dunkel, auch wenn es noch nicht spät am Abend ist. Falls Ihre Kinder dann noch draußen spielen dürfen, sollten Sie beim Kauf von Regenkleidung unbedingt darauf achten, dass sich an der Kapuze, auf der Rückseite der Jacke und den Ärmelbündchen Sicherheitsreflektoren befinden.
  • Tipp 3: Die Arm- bzw. Fußbündchen sollten idealerweise verstellbar sein, am besten mit einem Reißverschluss oder Druckknöpfen. Das hat den Vorteil, dass auf der einen Seite kein Regen durch die Hose oder Jacke dringen kann, auf der anderen Seite werden Hände und Füße somit nicht beim Spielen verdeckt und können richtig eingesetzt werden.

© Ryan McVay/Digital Vision/Thinkstock

Draussen Tipp: Selbstgemachter Naturschmuck

Geschenke für Weihnachten und Co. Wie denkt ihr? Jetzt schon? Na, ja, für manche kommt Weihnachten ja jedes Jahr sehr überraschend. Nicht für uns, denn wir sorgen vor, mit dem etwas anderen Weihnachtsgeschenk:
Schmuck den uns die Natur schenkt.

Kostenlos, nachhaltig und umweltfreundlich, wer kann das schon von seinen Weihnachtsgeschenken behaupten? Und dann auch noch ein selbstgemachtes Unikat! Unbezahlbar!

Ein individuelles Schmuckstück in Form einer Kette oder eines Armbandes und für kleine und große Jungs: ein Schlüsselanhänger.

Also gleich raus und schon findet ihr eine riesige Palette an bunten Möglichkeiten, wie roten Hagebutten, braunglänzenden Kastanien, grünschimmernden Eicheln, oder orangeleuchtenden Vogelbeeren. Ihr müsst sie nur aufheben oder abpflücken. Vorsicht allerdings bei unbekannten Beeren und Früchten, diese können giftig sein! Und wir wollen ja unsere Umwelt achten. Zum Beispiel nicht alle Hagebutten eines Strauches abpflücken, sondern nachhaltig ernten, das heißt: hier ein bisschen und dort ein bisschen.

Kette, Armband oder Schlüsselanhänger

Wir benötigen:

  • dünne Sisal- oder Hanfschnur.
  • Naturmaterialien wie Hagebutten, Vogelbeeren, kleine Kastanien, Eicheln, Haselnüsse, Rindenstückchen, Holunderzweige, eventuell kleine Schneckenhäuser, Zapfen klein, kleine Holzscheiben, Holzperlen, etcetera.
  • eine feine Säge, Handbohrer (Baumarkt oder Bastelladen), dicke! Stopfnadeln (mit Spitze), mit so großem Loch, dass die Schnur durchpasst.
  • Für den Schlüsselanhänger benötigen wir zusätzlich noch einen Schlüsselbundring oder Karabinerhaken. Die gibt es im Bastelladen zu kaufen, oder ihr macht einfach einen von einem Werbeschlüsselband ab.

Perlen aus der Natur

Eine gute Grundlage, um „Perlen“ zu machen, sind Holunderzweige, denn sie sind innen hohl. Sie werden zunächst in kleine Stücke gesägt und danach wird mit einem Handbohrer oder dicken Nagel das Mark aus dem Holunder gekratzt.

Diese „Naturperle“ kann nun entweder mit Rinde verwendet werden, oder man schält die Rinde ab. Das gibt unterschiedliche Effekte.
Um Löcher in Kastanien, Eicheln und Nüsse zu bohren, eignet sich am besten ein Handbohrer, das sind die mit den schwarzen Griffen.

Um diese größeren Perlen aufzufädeln ist die Dicke der Schnur nicht so wichtig. Für Hagebutten und Vogelbeeren eignet sich allerdings nur eine dünne Schnur.

Nun bestimmt man, wie lang die Kette oder das Armband sein soll und fädelt nach Lust und Laune verschiedene Gegenstände auf die Schnur.

Wichtig ist dabei ein Stück für den Verschluss frei zu lassen.

Verschluss für den Naturschmuck

Der Verschluss wird folgendermaßen gemacht:

  • Das eine Ende knotet man zu einer Schlaufe und am anderen Ende knotet man ein kleines Stückchen Holz oder eine kleine Perle aus Holz fest. Die Schlaufe muss natürlich so groß sein, dass  die Perle hindurch passt.
  •  Für den Schlüsselanhänger knoten wir zuerst die Schnur am Schlüsselbundring oder Karabinerhaken fest. Dann wird wieder gefädelt und ans Ende kann man z.B. ein besonders schönes oder großes Stück platzieren, zum Schluss muss das Ganze mit einem Knoten gut gesichert werden.

Viel Spaß und Erfolg beim Geschenke basteln wünscht euch wie immer eure
Stefanie Sauerland.

Noch ein Draußen-Tipp für den Herbst

Alle anderen Draußen-Tipps von Stefanie Sauerland seht ihr, wenn ihr oben auf ihren Namen klickt

Draußen-Tipp: Blüten-Tattoos

Im Sommer präsentiert sich die Natur in all ihrer Pracht und Vielfalt. Dazu gehören natürlich auch die zahlreichen Blumen und Blüten.

Was man damit machen kann, zeige ich heute: Blütentattoos. Die von Kindern so geliebten Tattoos ohne chemische Zusätze. Sie sind nicht so langlebig, wie ihre chemischen Brüder – aber das ist ja eher positiv – hat Sohn oder Tochter nicht noch nach einer Woche undefinierbare farbige Flecken auf der Hand…Tattoos nicht aus dem Kaugummiautomaten, sondern aus der Natur!

Benötigt werden:
Vaseline oder eine andere fettige Creme, Blüten in verschiedenen Farben und los geht’s:

Als erstes sammeln die Kinder verschiedene, bunte Blumen. Sie bekommen dazu den Auftrag, circa 3 Blütenköpfe in drei verschiedenen Farben zu sammeln, nicht mehr. Sträußchen für die Mama, den Papa oder die Oma, kann man später noch pflücken.

Wenn man eine pädagogische Komponente reinbringen möchte, kann man die Kinder in Gruppen aufteilen. Jede Gruppe bekommt den Auftrag, eine bestimmte Farbe zu finden. Oder ich gebe eine bestimmte Blume vor, die gesucht werden soll. So lernen die kleineren Kinder die verschiedenen Farben kennen und die größeren auch die Namen der Blumen.


Nach ca. 10 Minuten treffen sich alle wieder. Ich zeige den Kindern ein Beispiel, welches ich auf meiner Hand vorbereitet habe. Nun bekommt jedes Kind einen Klecks Creme auf den Handrücken. Nützlich ist es, wenn die Kinder eine Faust machen, dann kann man die Creme besser verstreichen. Bitte auf Links- und Rechtshändigkeit achten.

Das Kind benötigt „seine“ Hand zum Arbeiten, das heißt die Creme auf die andere Hand geben. Nun können die Kinder die Blütenblätter abzupfen und ganz nach ihrer eigenen Vorstellung auf ihrem Handrücken anordnen.

Zum Schluss kann man als Erinnerung ein Foto machen, da der Spaß meistens nach einer Weile wieder abfällt.

Die anderen Draußen-Tipps rund ums Jahr

Auf der Suche nach dem Frühling

Forschen und Entdecken am Bach

Farben der Natur

Herbst mit Blättern und Kastanie

Text und Fotos: Stefanie Sauerland

 

Radkauf, -pflege & Co: Elterntipps für kleine Radfahrer

Ein Tipp von uns, wo Eltern Infos zum Radfahren mit Kindern schön zusammengefasst finden: Gutefrage.net hat eine Broschüre zu diesem Thema herausgegeben, die Eltern kostenlos herunterladen können.

 

Da gibt es zum Beispiel bei den « Tipps zum Fahrradkauf » eine sehr praktische Liste mit welcher Körpergröße ein Kind welche Fahrrad – Rahmengröße benötigt und zeigt, welche Sicherheitsstandards auch bei Kinderfahrrädern sein müssen. Außerdem stellt die Broschüre die Themen « Fahrrad neu kaufen oder gebraucht » mit Pro und Contra einander gegenüber.

 

Interessant auch die Tipps, wie man ein Rad am effektivsten säubert und wo die Kinder selbst dabei helfen können – dem einen scheint es vielleicht selbstverständlich, der andere freut sich, dass er die Maßnahmen einordnen kann. Außerdem: Eine Anleitung, wie man mit geringem Aufwand ein Kinderfahrrad selbst lackieren kann.

Manche wichtige Themen werden allerdings nur angerissen – zum Beispiel das Thema Straßenverkehrsordnung (hierzu auch noch ein Artikel von uns Link). Beim Thema „Radfahren lernen“ ein wichtiger Tipp von uns (der in der Broschüre fehlt) Eine gute Voraussetzung für schnelles und gutes Radfahren lernen ist Laufrad fahrens: Kinder, die ab circa zwei Jahre ihren Gleichgewichtssinn schon durch ein Laufrad trainiert haben, haben es viel leichter, aufs « richtige » Fahrrad umzusteigen. Oft sind dann Stützräder gar nicht mehr nötig. Es gibt sogar Laufräder, die Eltern zu kleinen Fahrrädern umbauen können, wenn sie denken, dass ihr Kind es gut schaffen könnte, jetzt richtig zu radeln. So muss sich der Nachwuchsradler nicht einmal an ein anderes Fahrgestell gewöhnen.

Hier der Link der Broschüre zum Herunterladen
www.gutefrage.net/broschuere/radfahrenmitkind.

Draußen-Tipp: Auf der Suche nach dem Frühling

Der Frühling kommt, bestimmt!

 

Wie oft haben wir im Winter aus dem Fenster, geguckt und nach den ersten Anzeichen des Frühlings Ausschau gehalten? Igendwann ist es soweit, die Natur ist aufgewacht: Frühlingsboten kämpfen sich durch das Laub und an den Ästen der Bäume öffnen sich die Knospen. Und dann machen sich die kleinen Naturforscher auf die Suche nach dem Frühling:

 

Wir benötigen:
(Ausgediente) Rahmen von Bildern ohne Rückwand, Glasscheibe, etc. also wirklich nur den eigentlichen Rahmen, ev. einen Fotoapparat, um die Eindrücke fest zu halten.

 

Frühlingsanzeichen im Bilderrahmen betrachtet

Nun schicken wir die Kinder mit dem Bilderrahmen auf die Suche. Mit diesem sollen sie einen Ausschnitt in der Natur zu suchen, in dem sich der Frühling zeigt.

Hat ein Kind einen Frühlingsboten gefunden, hält es den Rahmen an die Stelle. Dann  kann entweder ein zweites Kind oder ein Erwachsener das „Bild“ mit dem Fotoapparat festhalten.

 

Möglich ist auch eine Freiluftausstellung daraus zu machen. Die Kinder gehen zusammen die Fundorte ab und jeder „Künstler“ zeigt und beschreibt sein Bild. Später werden alle Entdeckungen nochmal gemeinsam besprochen.

 

Frühlingssuche mit dem „Kamera Klick Spiel“

Zwei Kinder bilden ein Paar. Ein Kind spielt die Kamera, das andere den Fotografen.Das „Kamera“-Kind macht die Augen zu und wird vom „Fotografen“-Kind an 2-3 verschiedene Orte geführt, wo es etwas Bestimmtes zu sehen gibt: Das kann eine Blume sein, eine Baumrinde, ein besonderer Blick auf eine Landschaftsform (See, Berg, etc.).

Dort berührt der Fotograf die Schulter oder das Ohrläppchen der „Kamera“, welche daraufhin für 10 Sekunden die Augen öffnet und nach erneutem Berühren wieder schließt. Nach einer Weile werden die Rollen gewechselt. Wenn alle fertig sind kommt man zusammen und jeder darf beschreiben was er gesehen und wie er sich gefühlt hat.

Ältere Kinder können auch auf die Suche nach den zuvor nur sehr kurz betrachteten Bildern gehen um sie noch einmal in Ruhe zu betrachten, oder einfach um zu schauen, welche sie überhaupt wieder finden.

Das Auge für die Natur schulen

Beide Spiele lenken den Blick auf einen Ausschnitt in der Natur und schulen damit das genaue Hinschauen und die Konzentration auf einen bestimmtem Ausschnitt (selektives Sehen). Dadurch werden oft Dinge entdeckt, die einem sonst entgehen.

Gerade in einer Welt mit immer schneller werdenden Bildern, bilden die gemachten Erfahrungen ein wichtigen Beitrag zur Entschleunigung und die Kinder lernen auf spielerische Weise den Naturraum ihrer Umgebung und damit, ökologische Zusammenhänge zu erkennen.

Einen schönen Frühlingsanfang wünscht euch Stefanie Sauerland.

Noch mehr Spiel- und Basteltipps in und mit der Natur hier

Farben der Natur

Forschen und Entdecken am Bach

Herbst mit Kastanien und Blättern

Blütentattoos

Tipps für Naturerfahrungsexkursionen in München:

http://oberbayern.lbv.de/wildniskueche/lbv-wildniskoeche-und-ihre-angebote/stefanie-sauerland.html

Draussen-Tipp: Herbst mit Blättern und Kastanie

So, nun ist er da, der Herbst! Mit all seinen Farben und Gerüchen. Ich liebe sie, die Farben, nicht so sehr die Gerüche. Und das Wetter ist super zum Draußen toben. Wisst ihr noch, wieviel Spaß es gemacht hat, mitten durch zusammen gefegte Laubhaufen zu rennen? Immer noch ist das ein Riesenspaß für die Kinder. Was man aus Laub und sonstigen Herbstschönheiten alles machen kann:

 

Herbstkrone

Wir benötigen:

  • Ahornblätter
  • eventuell Schere oder Taschenmesser

Der Löwe, König des Waldes? Nicht bei uns, wir setzen uns selber die Krone auf und das mit ganz umweltfreundlichen und natürlichen Materialien.

Wir sammeln 6-8 noch nicht so trockene Ahornblätter, je nach Größe der Blätter und nach Größe des zu bekrönenden Kopfes. Die Stängel knipsen wir mit der Hand oder einer Schere, ab. Nun legen wir die Ahornblätter überlappend vor uns hin. Es gibt verschiedene Überlappungsformen, jeder wie er mag.


Mit den dünneren Stielenden „nähen“ wir nun jeweils zwei sich überlappende Blätter mit einem Steppstich zusammen. Das bedeutet, wir stechen von oben in die Blätter rein und an anderer Stelle von unten wieder nach oben zurück. Man kann die Stiele später noch zurechtstutzen oder baut die verdickten Enden des Ahornstengels als kreatives Element in die Krone mit ein. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Wenn wir alle Blätter miteinander verbunden haben, können wir die Größe der Krone am Kopf testen und noch Blätter zufügen oder wegnehmen. Zum Schluss wird die Blätterreihe zu einer Runde geschlossen, wieder mit einem Steppstich. Fertig ist unsere Herbstkrone, die jeden Löwen erblassen lassen würde.

 

Kastanienflieger / Kastanienschleuder

Wir benötigen:

  • Kastanien, pro Kind ein bis zwei
  • Handbohrer, Taschenmesser
  • buntes Krepppapier
  • Schnur
  • Schere

Mit einem Handbohrer – ihr wisst schon, die mit einem schwarzen geschwungenem Griff, allseits aus dem Kindergarten bekannt – oder der Ahle des Taschenmessers bohren wir ein Loch bis in die Mitte einer Kastanie. Das Loch darf nichts zu groß werden, lieber einmal nachbohren.

Vom Krepppapier schneiden wir mit einer Schere ca. 2 cm breite Rollen ab, die sehen dann ähnlich wie Luftschlangenröllchen aus. Jetzt stopfen wir mit Hilfe des Bohrers die Enden von 3, 4 oder 5 (je nach Dicke) Krepppapierstreifen in das Loch fest hinein. Je fester sie drin sind, desto weniger schnell fallen sie wieder raus, logisch, oder?

Nun haben wir eine Kastanie mit Schwänzchen, die prima durch die Luft fliegt. Fortgeschrittene bohren vorsichtig noch ein Loch in die Kastanie, ziehen durch dieses Loch eine ungefähr 40 cm lange Schnur, verknoten diese und haben: eine Kastanienschleuder. Was ihr damit alles machen könnt? Findet es selber heraus! Ich sage nur: „Vorsicht vor Bäumen!“ und vor Wasser, da löst sich die ganze Pracht nämlich schnell auf. Ist ja klar, ist ja auch dünnes Papier.

Viel Spaß mit dem Herbst, wünscht euch wie immer, eure
Stefanie Sauerland

Weitere DraußenTipps:

Farben der Natur

Forschen und entdecken am Bach

Blütentattoos

Herbst mit Blättern und Kastanie

 

Text und Fotos: Stefanie Sauerland

Foto Kastanie: A. Bilang

 

Draussen-Tipp: Farben der Natur

Das Kreativsein in und mit der Natur beflügelt die Sinne und lehrt uns, genau hinzuschauen.

 

Etwas suchen und finden spornt den Entdeckergeist der Kinder an. Mit den Naturgegenständen etwas herstellen fördert die Fantasie und – macht Spaß! Kinder sind oft erstaunt, welche kräftigen oft sogar grellen Farben in der Natur vorkommen.

Die letzten Farben des Sommers, oder die ersten des Herbstes einfangen. Dazu soll unser  Draußen Tipp anspornen.

 

Draussen-Tipp 3: Die Farben der Natur

Wir benötigen:

  • Pappe,
  • Schere,
  • doppelseitiges Klebeband

Und so geht’s: Für die Palette schneidet ihr ein Oval in Form einer Palette aus. Als nächstes schneidet ihr ein Loch für den Daumen zum Halten  und ordnet entlang des Randes die in kleine Quadrate geschnittenen Klebestreifen an.

Findet Farben der Natur!

Nun werden die Kinder mit den Paletten losgeschickt, mit der Aufgabe möglichst viele Naturmaterialien in unterschiedlichen Farben zu finden und auf die Palette auf zu kleben.

Für kleinere Kinder könnt ihr als Hilfestellung die Farben vorher auf die Palette aufmalen. Auch benötigen sie eventuell Unterstützung beim Abfriemeln des Schutzpapieres des Klebebandes. Bitte die Kinder darauf hinweisen, die Schnipsel nicht in die Natur zu werfen.

Größere Kinder können die gefundenen Sachen schon in der Reihenfolge von hell nach dunkel anordnen. Wenn alle Kinder fertig sind, schauen wir gemeinsam die Fundstücke an und besprechen die gesammelten Farben.

Natürlich könnt ihr diese Aktion das ganze Jahr über machen  Da ist sogar sehr interessant, da je nach Jahreszeit ganz unterschiedliche, spannende Ergebnisse dabei herauskommen.

Im Anschluss daran können wir noch gestalterisch tätig werden:

Kiesel bemalen

 

Am Fluss oder auf dem Weg ein paar schöne glatte Kieselsteine einsammeln und los geht’s mit der Umsetzung in eigene, bunte Naturkunstwerke.

Wir benötigen:

  • einige glatte Kieselsteine,
  • Farbe (ich habe Reste von Dispersionsfarbe genommen ),
  • Pinsel,
  • einen Becher zum Auswaschen der Pinsel,
  • etwas Küchenrolle

Nun kann jedes Kind nach Lust und Laune, oder auch mit vorgegebenen Thema (z.B. Käfer oder Fische) die gefunden Steine bemalen, und fertig sind Briefbeschwerer oder Schmeichelsteine!

Schöne Spätsommertage und bis zum nächsten Mal.
Eure Stefanie Sauerland

Weitere Draussen-Tipps rund ums Jahr:

Forschen und entdecken am Bach

Farben der Natur

Herbst mit Blättern und Kastanie

Blütentattoos