Kategorie: Drinnen spielen

Spielideen für drinnen

Regen, Matsch oder Eiseskälte – Spielideen für drinnen kann man nie genug haben! Wer einigermaßen entspannte Nachbarn und ein Minimum an Platz hat, kann auch in Haus und Wohnung für Bewegung sorgen. Hier ein paar Ideen, selbst ausprobiert und für gut befunden:

Spielidee 1: Seiltanzen auf dem Boden

Ein möglichst langes Seil auf den Boden legen und schon kann es losgehen: Wer traut sich, auf dem zwischen zwei Hochäusern/Berggipfeln hoch gespannten Seil zu balancieren? Ist gar die berühmte Seiltänzerin aus dem Zirkus bei der Vorstellung zu sehen? Oder der Clown, der erst noch etwas üben muss? Wer keine Lust auf Rollenspiele hat, kann auch einfach ein Wettrennen machen: Wer schafft es am schnellsten – ohne daneben zu treten natürlich! – über das Seil zu laufen?

Spielidee 2: Akrobatik mit Mama und Papa

Viele Kinder lieben es – Mama und Papa haben dabei auch gleich ein Workout, wenn die Kids auf ihnen herumturnen. Je nach Größe (und Kilos!) der Kinder gibt es viele Varianten:

  • Engelchen flieg“ – an beiden Händen von Mama und Papa
  • „Flieger“ – das Kleine wird von einem Erwachsenen an einem Fuß und einer Hand gefasst und im Kreis gedreht
  • Kleinkinder-Hängematte: Zwei Erwachsene halten ein stabiles Tuch zwischen sich und schaukeln das Kind in der „Hängematte“ – je nach Alter und Abenteuerlust des Kindes sanft oder wilder! Immer und überall durchzuführen und ganz sicher ein Erfolg. Bei mehreren Kindern stellt sich sicher noch ein anderer Effekt ein: Ja, auch warten muss man irgendwann im Leben einmal lernen.

Akrobatik für etwas ältere Kinder

  • „Auf den Füßen laufen“: Das Kind stellt sich auf die Füße des Erwachsenen und der läuft los, während das Kind versucht, bei den „langen“ Schritten auf den Füßen des Erwachsenen zu bleiben. Das ist meistens nicht so einfach und schult natürlich den Gleichgewichts-Sinn. Geht übrigens vorwärts und rückwärts: Der Erwachsene geht vorwärts und rückwärts oder das Kind steht mit dem Gesicht zum Erwachsenen oder dreht sich um und schaut nach vorn.
  • Auf den Knien stehen. Das kennt man schon fast aus dem Zirkus: Ein Erwachsener geht leicht in die Knie und lässt das Kind auf seine Knien balancieren, es hält sich an den Händen des Großen fest. Das geht auf einem Bein, vorwärts, rückwärts….Gut für Zirkusposen! Ganz gut ist hier ein weicher Untergrund, falls das Kind abrutscht. Außerdem: Ein echtes Workout für den „Großen“!
  • Salto mit Mama und Papa: Das Kind hält sich an den Händen und dreht sich rückwärts oder vorwärts im Minisalto um die Arme. Auch hier: Auf eine weiche Unterlage achten.

Spielidee 3: Dschungel & Co

Das Wohnzimmer oder Kinderzimmer wird zum gefährlichen Dschungel mit wilden Tieren, die auf Bäumen (Stühlen) liegen, im Wasser (Teppich) lauern oder gut getarnt (unter dem Tisch) auf ihre Beute warten. Was passiert, wenn der bekannte Naturforscher die Szene betritt? Oder das Krokodil den vorwitzigen Vogel fressen will, aber zu behäbig ist? Solche Rollenspiele gehen natürlich auch mit Zirkus oder Zoo. Nett (und bewegungsfördernd) ist es, wenn die Kinder Tiere nachmachen können. Aber wenn es sein muss, kann es ja auch Star Wars oder die Pirateninsel sein!

Elektroauto selber basteln

Der Ravensburger Verlag hat die Reihe Science X herausgebracht: Experimentierkästen, mit denen sich 17 spannende Themengebiete erschließen lassen. Ob Raumfahrt, Elektrotechnik, Dinosaurier, Kristalle, das Ökosystem Erde oder das Thema Wasser: Für viele verschiedene Interessensgebiete ist etwas dabei. Die Kästen sind ab acht Jahren empfohlen und der Ravensburger Verlag wirbt damit, dass die Experimente mit Naturwissenschaftlern entwickelt und mit Kindern getestet wurden. Familothek wollte wissen, wie geeignet die Kästen wirklich sind, und hat dies mit einem Kasten zum Thema Elektroauto für Sie getestet:

Ich hatte erst einmal ziemlich Respekt, als wir den Karton aufmachten“, so unsere erwachsene Testerin – „aber da die Teile alle abgebildet und erklärt sind, merkten wir sofort, wir kommen gut zurecht. Sehr positiv fiel mir gleich das sehr ausführliche und anschauliche Begleitheft auf. Alle Materialien sind gut erklärt und es gibt auch noch Hintergrundinformationen. Auch die acht Experimente sind ausführlich erklärt.“ Man braucht zusätzlich einen kleinen Schraubenzieher und eine Batterie. Zu Beginn sind es einfache Experimente, wie der Bau einer einfachen Schaltung mit Motor und einer solarbetriebenen LED Lampe. Jedes Experiment ist auch einzeln durchführbar. Die einfachsten dauern etwa zehn Minuten, die späteren etwas länger.

Der Schwierigkeitsgrad der Experimente steigert sich über das Elektroauto bis zur Solartankstelle. Zu jedem Experiment gibt es gute, aber nicht zu lange Hintergrundinformationen. Und es ist tatsächlich so, dass die Experimente gut durchzuführen sind und funktionieren. Das Material ist größtenteils von guter Qualität, das Auto ist allerdings am Ende etwas klapprig. Aber es fährt. Elektroauto2

„Unsere Siebenjährige hatte beim Experimentieren ziemlich schnell begriffen, dass ein Stromkreis geschlossen sein muss, damit Strom fließt. Auch dass es eine Energiequelle braucht, entweder die Batterie oder die Solarzelle und Licht. Und dass diese Energie irgendwie zu den Rädern kommen muss“, so beschreibt unsere Testerin den Erkenntnisgewinn ihrer Tochter.

Und ihr Votum zur Unterstützung beim Bearbeiten? „In Begleitung eines Erwachsenen kann der Kasten auch schon von Siebenjährigen bearbeitet werden, und auch technisch nicht versierte Erwachsene eigenen sich gut als Begleitpersonen und haben ihren Spaß an der Sache. Auch Achtjährige brauchen eventuell hier und da noch Unterstützung – vor allem da die Handhabung mit Strom ja nicht ungefährlich ist.“

ScienceX: Faszination Elektroauto, Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH, Ravensburg, 2014, ISBN 978-3-473-55304-4, empfohlen für Kinder ab 8 (je nach Anbieter zwischen 24,99 und 33,95 Euro).

Sandkiste für zu Hause

Super Sand, das ist die kleine Sandkiste für zu Hause – am besten geeignet für kleine Sandburgenbauer, die besonders stark daran leiden, dass Matschwetter und Kälte den Sandkasten bis zum nächsten Frühjahr unbenutzbar machen.

Das Starter Set Supersand gibt es zusammen mit einer Minisandkiste und verschiedenen Sandförmchen gleich dazu. Zusätzliche Förmchen sind nett und in den höherpreisigen Supersand-Paketen gibt es da auch ganz außergewöhnliche Sandformen für riesengroße Burgen oder Tierformen. Aber natürlich kann jeder Sandfan auch mit den eigenen und vielleicht heißgeliebten Förmchen und dem Supersand seine Winterkuchen backen.

Die Konsistenz des Sandes ist sehr fein und damit angenehm zu greifen und in Förmchen zu pressen. Außerdem etwas klebriger als Sand, der aus der Spielplatzkiste kommt. Ein bisschen erinnert er dadurch an Knetmasse, allerdings weicher und mit feinen Körnern. Nass machen muss man ihn also nicht, um bessere „Klebeergebnisse“ zu erzielen, Sand matschen geht damit allerdings auch nicht. Aber das vermisst man als Eltern dabei ja auch nicht wirklich, vor allem, wenn die Matscherei zu Hause stattfinden soll… Positiv: Wie in der Produktinfo angekündigt, lässt sich der Sand wirklich aus jedem Teppich wieder entfernen (zusammenklauben und den Rest weg saugen).

So ganz hundertprozentig ist das Sandfeeling also nicht – außerdem ist das Gemisch aus Kalkstein und Sand fast blütenrein weiß. Die weiße Farbe hat sich bei unserem Test-Sandkuchen backen auch nicht geändert. Aus Sicherheitsgründen hat der Supersand außerdem den Vermerk ab vier Jahre – klar, vorher essen die Kleinen den Sand auch einmal gerne. Nun ja, auch später hat das Material ja nichts von seiner Faszination zum Bauen und Kneten verloren.

Fazit: Zum Überbrücken der sandkastenlosen Winterzeit erst einmal gut geeignet – genauso wie Indoor-Spielplätze und andere Drinnen-Spielen-Aktivitäten. Und jedes Jahr wird ja glücklicherweise bald wieder Frühjahr…

Weihnachtskugeln basteln

Kugeln für den Weihnachtsbaum – kreativ und bunt! Basteln mit Kindern ist gerade zu Weihnachten eine schöne Sache. Kompliziert soll es aber nicht sein, damit die Kleinen auch mitbasteln können. Hier eine tolle Idee aus einem Weihnachts-Bastel-Buch des Ravensburger Verlages (Rezension hier) .

Bastelanleitung Weihnachtsbaumkugeln

Sie brauchen:

  • Einfarbige WeihnachtsbaumkugelnWeihnachtsbasteln3

 

 

Nach Lust und Laune:

  • Bastel-Leim
  • Glitzerpulver – oder Kunstschnee
  • Strasssteine oder Pailetten
  • buntes Klebeband
  • Spitzenstoff oder Tortenbodendeckchen
  • Wolle

Für marmorierte Weihnachtskugeln:

  • ein altes großes Glas
  • Wasser
  • Nagellack

Weihnachtskugeln basteln – so geht’s:

Die einfarbigen Weihnachtskugeln mit den Bastelzutaten oben nach Geschmack verzieren und bekleben: Mit Pailletten, Glitzerpulver, Spitzenstoff oder buntem Klebeband. Die Kugeln mit den Wollfäden kreuz und quer umwickeln. Toll ist der Effekt mit den marmorierten Weihnachtskugeln, z.B. aus Glas: Ein altes Glas (z.B. Marmeladen- oder Gurkenglas) zur Hälfte mit Wasser füllen. Ein paar Tropfen Nagellack dazu und hinein mit einer Kugel. Herausziehen, ein paar Minuten trocknen lassen und fertig ist die ganz individuelle Weihnachtskugel!

Zusätzliche Tipps für diese Bastel-Idee und mehr über das Bastelbuch: Tolle neue Bastelideen für Weihnachten, Marlies Schiller, Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH, Ravensburg, 2014.

 

Weihnachtsbasteln ohne Stress

Mal wieder Lust auf Weihnachtsbasteleien? Aber keine Lust auf komplizierte Bastelanleitungen bei denen am Ende nichts Schönes herauskommt? Dann ist das neue Bastelbuch von Ravensburger genau das Richtige. Marlies Schiller stellt auf 90 Seiten mehr als 30 Bastelideen zu Weihnachten vor.

Da sind recht schnelle Dinge dabei wie die Tannenbäume aus Papier, die mit einem Holzspieß auf einem Apfel sitzen. Es sind süße Dinge zum Backen dabei und schöne Geschenk Ideen. Für jede Bastelei gibt es einen gut sichtbaren „Das brauche ich“ Kasten, so dass man auch wirklich alles Notwendige da hat, wenn es los gehen soll.

Wir haben das Herstellen von einmaligen Weihnachtskugeln für Sie getestet: Hier die Anleitung

Zunächst mal: die Idee ist toll, die Vorschläge funktionieren und sind nicht zu kompliziert. Ein paar Extra Tipps haben wir für Sie aber doch noch:
1) Bastel-Leim hört sich an wie etwas ganz Besonderes aus dem Bastellfachgeschäft. Auf Nachfrage sagte man uns dort aber, dass es einfacher Tapetenkleister aus dem Baumarkt genauso tut.

2) Bevor man loslegt, sollte man sich eine Vorrichtung basteln, an der man die fertigen Kugeln zum Trocknen aufhängen kann.

3) Die Wollkugeln sehen toll aus und sind wirklich einfach, auch schon unter 8 Jahren.

4) Die marmorierten Glaskugeln sind etwas komplizierter. Wenn man Nagellack in ein Wasserglas tut und dann die Kugel hinein taucht, dann hängt der Nagellacktropfen unten an der Kugel. Auch das sieht schön aus, um aber an mehr Stellen der Kugel Farbe zu bekommen muss man etwas mehr rumprobieren. Das Glas sollte groß genug sein, dass man die Kugel darin wenden kann und auch während die Kugel im Wasser ist, noch Nagellack hinzufügen kann. Mehrere Farben mischen ist auch toll.

Weihnachtsbasteln15) Beim Bekleben der Kugeln sollte man immer bedenken, dass die Kugeln ja hängen und man eher von unten darauf schaut, als von oben.

6) Ganz einfach und wirklich super aussehend ist das Bestreuen mit Glitzerstaub. Entweder man streut den Glitzerstaub auf die mit Kleister bepinselte Kugel oder man streut den Glitzerstaub auf eine Unterlage und rollt die eingekleisterte Kugel hindurch.

Die Kugeln kann man super selber aufhängen, oder auch ganz toll verschenken.
Viel Spaß beim Basteln.

Tolle neue Bastelideen für Weihnachten, Marlies Schiller, Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH, Ravensburg, 2014, ISBN 978-3-473-55304-4, empfohlen für Kinder ab 8 (12,99 Euro).

Alternativen zu Indoor-Spielplätzen

kinderspass im Kinderland

Sie sind laut, sie sind teuer und die Kinder lieben sie – Indoor-Spielplätze. Kaum ein Elternteil, das nicht wenigstens einmal Sohn oder Tochter aus der riesigen Halle mit ohrenbetäubendem Krach vom Kindergeburtstag abgeholt hat – mit leuchtenden Augen natürlich und so richtig ausgetobt. Und sicher, wenn die Matschsaison startet, weiß so mancher nicht, wie er dem Nachwuchs täglich genügend Auslauf bieten kann. Gibt es eigentlich Alternativen? Aber ja!

Winterspielplätze

Für Eltern von kleinen Kindern eine wirkliche Alternative: Kirchengemeinden oder andere gemeinnützige Organisationen statten ihre Räume an ein paar Tagen die Woche mit Kleinkinderspielzeug aus und lassen die Kleinen dort zu festgelegten Uhrzeiten und meist gegen eine Spende toben und krabbeln. Da gibt es das Bällebad, die Balanciermeile oder den Drehkreisel – alles kleinkindgerecht und sehr viel entspannter als im Kleinkindbereich eines Indoor-Spielplatzes. Einziger Nachteil, aber verständlich: Ältere Kinder, ab 4 Jahre oder ab Schulalter haben keinen Zutritt. Das gilt dann auch für ältere Geschwister.

Alternative Indoorhallen

Nicht hundertpotzentig kommerziell, und für die Kinder auch der Hit – öffentlich geförderte Hallen, zu finden eher in größeren Städten. Sie haben ein paar „Indoor-Highlights“ – zum Beispiel eine lange Rutsche oder eine Kletterwand. Sie haben viel Platz, aber nicht den ganzen Indoor-Karussell-Klimbim. Das bedeutet natürlich, dass der Eintrittspreis dementsprechend geringer ist – wie schön! Außerdem kommen die Kurzen etwas kreativer zu ihrem Auslauf und setzten sich nicht einfach bloß in ein Elektroauto.

Kinderland

Na klar, wir wissen auch, dass Möbelhäuser und Gartencenter ihre aufwendigen Kinderspiellandschaften nur deshalb angelegt haben, um deren Eltern als Kunden zu gewinnen. Wenn man aber nicht einmal einen Balkon hat und sowieso schon zu viele Möbel?? Dann schickt man sein Kind trotzdem ein paar Stunden in die kostenlose Kletterwelt des Gartencenters und kauft einen Blumentopf (wenn man ihn braucht). Schließlich wollen die Macher ihre Kinderwelten auch bevölkert haben, so ganz leer traut sich dann vielleicht nicht einmal ein potenzielles Kundenkind herein. Na also – Win-win-Situation! Da immer mehr davon aus dem Boden schießen, lohnt eine Recherche, was gerade in der Nähe aufgemacht hat.

 

 

Foto: Ikea

 

Über das Spielen

Warum spielen Kinder eigentlich und was ist dabei für Eltern wichtig? Wissenschaftler und Experten haben dazu verschiedene Ansichten. Wir von der Familothek haben auch welche. Fragen und Antworten zum Thema Spielen:

Welche Rolle spielen Spiele bei der kindlichen Entwicklung?

Den Alltag und Außergwöhnliches ausprobieren dürfen, Varianten, auch Fehler machen dürfen, ohne dass es Konsequenzen gibt – das ist ein wichtiger Punkt beim Spielen: Fällt der Plastiktopf beim Rühren um – na und? Jedes Kind ist anders, jedes Kind hat seine eigenen Vorlieben im Spiel. Wenn ein Kind „frei“ spielt, wie es so schön heißt, hat es die Freiheit, dass sich individuelle Talente ausprägen können: Das Kleine hüpft schon zum hundertsten Mal auf einem Bein? Da brauchen die Beine gerade neue Muskeln. Seit Tagen schon muss die Puppe ständig auf dem Stoffpferd reiten? Da wird wohl der Bauernhofbesuch von letzter Woche verarbeitet.

Was sollten Eltern bei der Spieleauswahl für ihre Kinder beachten?

Aufs Kind sehen: Was möchte es, was interessiert es gerade? Dabei auch immer wieder einmal etwas Neues anbieten – Interessen kommen und gehen, in jedem Kindesalter. Am besten wissen die Kinder selbst, was sie gerne spielen möchten und brauchen dazu auch gar nicht viel Material. Eine Einschränkung gibt es allerdings: Beim Thema Neue Medien müssen Eltern genauer hinsehen, erklären und auch Grenzen setzen. Damit sind Kinder erst einmal überfordert.

Gibt es auch ein „zuviel des Guten“?

Aber ja – ist das nicht bei den meisten Kindern heute so? Stichwort überquellende Kinderzimmer! Da hilft nur Aussortieren, wegstellen, zum Kinderflohmarkt geben…Zuviel ist es auch dann, wenn beispielsweise ein Kind die Leidenschaft eines Elternteils (des Onkels, der Oma) nicht teilt, und trotzdem immer wieder etwas dazu Passendes geschenkt bekommt – in der Hoffnung, es doch überzeugen zu können. Da wäre es besser, es einfach in zwei Jahren noch einmal zu probieren.

Sollten Kinder eher mit ihren Eltern, mit Gleichaltrigen oder allein spielen?

Sowohl als auch. Wer nur mit Gleichaltrigen spielt, kann sich allein vielleicht gar nicht beschäftigen. Wer nur allein spielt oder mit seinen Eltern, erlernt wichtige soziale Kompetenzen nicht. Am besten ist eine gesunde Mischung. So lernt das spielende Kind: Mit verschiedenen Menschen kann ich verschiedene Dinge gut tun, manche allein, manche besser zu zweit, in der Gruppe – wie im richtigen Leben!

Welche Fehler sollten Eltern in bezug auf „spielende Kinder“ unbedingt vermeiden?

Zuviel „angeleitetes Spielen“: Das Kind soll selbst bestimmen dürfen, womit es spielt. Dabei lernt es schließlich auch das Aktiv-Sein“ – und nicht nur zusehen, was die „Großen“ tun. Gleiches gilt für zuviel „Einmischen“ von Erwachsenen in ein Kinderspiel. Zuviel Angst und zuwenig Zutrauen in die Fähigkeiten des Nachwuchses ist auch problematisch – das kann Kinder in ihrem Spiel ganz schön hemmen.

Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede?

Remo Largo vertritt in vielen seiner Bücher (Babyjahre, Kinderjahre, Schülerjahre) eine Aussage, die sich aus seinen wissenschaftlichen Untersuchungen ergibt: In vielen Entwicklungsstufen ist die Bandbreite der Unterschiede innerhalb einer Altersgruppe sehr viel größer als die Bandbreite der Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Jedes Kind ist erst einmal Kind und danach Junge oder Mädchen. Gerade bei kleineren Kindern sollte man deshalb weder etwas verhindern (Baustellen, Puppen) oder extra fördern, nur weil es zum Geschlecht passt oder nicht. Später kommt dann sowieso die soziale Komponente dazu – kein männlicher Grundschüler würde jemals freiwillig etwas rosafarbenes tragen , auch wenn es ihm eigentlich gefällt und Papa heute mit rosa Hemd ins Büro gegangen ist. Rebellion gegen den Mainstream kommt wohl eher später….

Wer noch mehr wissen möchte, findet diese Fragen und Anworten darauf von verschiedenen Experten in einer wirklich interessanten Broschüre zum kostenlosen Herunterladen
Broschüre Spielen 

Expertenmeinungen zum Thema Spielen, Fragen und unterschiedlichen Antworten von Fachleuten mit diversem Hintergrund bieten einen schönen Rundumschlag zum Thema.

Bild: Pieter Bruegel der Ältere – Die Kinderspiele, 1560

 

 

Marmelade kochen mit Kindern

Infos zum Thema Marmelade kochen mit Kindern und  Ideen für einfache Rezepte hier: Einfache Marmeladenrezepte

Schade, schon vorbei: Newsletter abonnieren und gewinnen!

Wer vielleicht noch etwas Ausrüstung braucht, bevor es mit dem Marmelade Kochen losgehen kann, meldet sich am besten bei unserem Newsletter an. Unter unseren Newsletterabonnenten verlosen wir

5x 1 Einmach-Set: Passiermühle & Marmeladendose Farm von WMF und Südzucker Gelier Zucker 1plus1, Gelier Zucker 2plus1, Gelier Zucker 3plus1 (jedes Set kostet ca. 75€)

Noch mehr Rezepte von WMF und Südzucker, den richtigen Helfern fürs Einmachen, auf der Früchtezeit-Aktionsseite www.meinsuedzucker.de

Anmeldeschluss war der 10. Juli 2013.

 

 

Rabe Socke zu gewinnen!

Der kleine Rabe mit seiner rot-weiß gestreiften Ringelsocke ist die Hauptfigur in den Geschichten von Annet Rudolph und Nele Moost, die seit 1996 Große und Kleine zum Grinsen bringt. Rabe Socke macht, sagt, denkt und fragt all das, was Kinder auch so gern mal machen, sagen, denken und fragen würden. Socke ist frech, aber nie böse. Mit seinen Freunden Eddi-Bär, dem gutmütigen, etwas tollpatschigen Bären und Schaf Wolle, das ein klein wenig ängstlich und keinesfalls so mutig ist wie Socke, erlebt er viele zauberhafte Abenteuer. Wie witzig, wenn Socke beispielsweise seine Lutscher „pflanzt“ und beim Nachschauen, ob sie gewachsen sind, in der Erde eine Schraube findet. Die tauscht er bei Eddi-Bär gegen essbare Gummischlangen ein – „wer Lutscher pflanzt, kann Gummischlangen ernten“ – so das Fazit von Socke. Seit kurzem (6.September 2012) gibt es den Raben mit der Ringelsocke sogar im Kino: „Der kleine Rabe Socke“ www.rabe-socke-film.de mit den Stimmen von Jan Delay und Katharina Thalbach. [box style=“1″] Wer hätte gern den Raben Socke inklusive Ringelsocke im Kinderzimmer? Anmelden und gewinnen! Wir verlosen zwei Raben Socke (Höhe 35 cm) bis zum 30. September 2012 unter allen Newsletter- Abon

nenten. Wer bereits Abonnent ist, kommt automatisch als Gewinner in Frage. Viel Glück und „Bitte danke“! [/box] Wer Socke und seine Kollegen (Eddi-Bär mit der Fliegerbrille oder das Schaf Wolle) zum Kuscheln und Mitnehmen gern hat, findet die liebenswerten Figuren als NICI-Lizenzprodukte im Handel: Als Stofftier, Anhänger, Kissen…Fast 30 neue Produkte rund um Socke, Eddi-Bär und Schaf Wolle sind im Geschenkartikel- und Spielwaren-Fachhandel, im Internet, in Warenhäusern und in den über 30 deutschen NICI Shops sowie in Österreich und in der Schweiz erhältlich. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Nachtrag am 1. Oktober 2012: Die 2 „Rabe Socke“ zum Kuscheln (35 cm) haben Thorsten S. aus Lemgo und Alexander S. aus Hamburg gewonnen. Herzlichen Glückwünsch!

 

Kartenspiel Schlafmütze

Immer wieder suchen Eltern nach neuen Spielen, die sie mit ihren kartenspielverrückten Kindern spielen können, neue Spiele für draußen, Spiele für die Reise… In loser Folge stellen wir deshalb Spiele vor, die wir vorher noch nicht kannten und mit unseren Lesern teilen wollen.

Kartenspiel Schlafmütze

Geeignet für eine größere Runde Kinder (und Eltern), am besten mehr als drei Kinder. Geeignet ist das Kartenspiel für Kinder ab vier Jahre.

Material

Ein ganz normales Kartenspiel (Skatkarten).

Ziel des Spiels

Ziel des Spiels ist es, vier Karten von einer Farbe oder Sorte zu bekommen (also vier Karo, Herz, Pik oder Kreuz) oder vier Karten mit der gleichen Zahl, beziehungsweise dem gleichen Bild (Bube, Dame, König, Ass). Und vor allem: Am Ende nicht als Letzter die eigenen Karten auf den Tisch zu legen – die „Schlafmütze“ zu sein.

Spielverlauf

Jeder Spieler bekommt vier, ein Spieler fünf Karten. Der Spieler mit den fünf Karten muss eine seiner Karten verdeckt weitergeben, solange bis ein Spieler vier gleiche gesammelt hat. Der nächste in der Runde schaut sich die Karte an und reiht sie entweder in sein Blatt ein und gibt eine andere weiter oder gibt genau diese einfahc an den nächsten weietr – natürlich auch verdeckt.

Wer vier gleiche Karten hat, legt seine vier Karten möglichst unauffällig auf den Tisch. Wer sieht, dass einer seine Karten hinlegt, legt seine auch hin. Und wer dies als Letzter merkt, ist: Klar, die Schlafmütze.

Noch etwas: Wenn die gleiche verdeckte Karte einmal ganz im Kreis herum ist, weil keiner sie haben will, dann darf der, der sie als erstes losgeschickt hat, eine neue vom Stapel ziehen.

Kurz und knackig, macht Spaß und lässt Kinder ab vier Jahre erstmals mit Skatkarten spielen. Auch nicht schlecht: Trainiert die Aufmerksamkeit – wer will schon die Schlafmütze sein!

Skatkarten sind hier erhältlich:

 
Foto: Arnulf zu Linden