Gemeinsam essen – ein vernachlässigtes Familienritual

Morgens keine Zeit, mittags alle in der Schule/Kita/Arbeit, abends beim Sport oder verabredet? Ein gemeinsames Familienessen ist heutzutage keine leichte Organisationsaufgabe. Trotzdem: Welchen Experten man auch fragt: Jeder sagt, dass gemeinsame Mahlzeiten für die Familienkultur wichtig sind:

  • Sie schaffen einen Zeitrahmen, in dem sich alle Familienmitglieder gemeinsam treffen
  • Sie sind ein Ritual. Rituale sind für den Zusammenhalt in allen Kulturen wichtig. In einer Familie geben sie Kindern Sicherheit, da sie einfach wissen, was wann geschieht. Besonders wichtig heutzutage, wo sich ständig etwas ändert.
  • Sie helfen, die Familie gesund zu ernähren. Wer regelmäßig einigermaßen ausgewogen isst, braucht nicht ständig zwischendurch Süßigkeiten oder anderes. Gewohnheit hilft also bei der Ausprägung gesunder Lebensweisen – von Anfang an.

Wie machen wir das Familienessen besonders schön?

Es gibt viele Ideen, wie man ein Familienessen für alle lustig und schön gestalten kann:

  • „Jeder esse was er kann, nur nicht sein Nebenmann“: Ein Tischgebet muss es nicht sein – kann es aber natürlich. Ein netter Spruch, wenn alle sitzen – eine schönes und einfaches Ritual.
  • Kinder einbeziehen: Wenn Zeit ist, können Kinder aller Altersstufen auch mal mitkochen – dann schmeckt’s sicher nochmal besser. Spätestens bei der Zubereitung des Nachtischs (inklusive naschen) haben Sie sie sicher auf Ihrer Seite…
  • Oder Kellner: Spielen Sie doch einmal Restaurant und lassen Sie den Nachwuchs das essen servieren – natürlich mit der Serviette über dem Arm!
  • Jeder darf sich einmal etwas wünschen: einmal die Woche ist „Wunschessen-Tag“ Wechselweise gibt es das Lieblingsessen eines Familienmitgliedes.

Und was kochen wir da bloß?

Wenn man es geschafft hat, eine gemeinsame Mahlzeitentermin zu finden , ist so mancher Zeitplan restlos überfordert, geht es darum, für das gemeinsame Essen einzukaufen. Gemeinsam gekocht ist aber oft netter,und auch gesünder. Abhilfe gibt es bei verschiedenen Lieferanten, die die Zutaten zu einem Familienessen sowie die Rezepte gleich nach Hause liefern, wie zum Beispiel Kochzauber. Kochen und schnippeln muss man allerdings noch selbst – aber das kann ja auch sehr gemeinschaftfördernd sein. Die Variante gibt es übrigens in einigen Städten auch im Laden: Zutaten und Rezepte können Sie dort gleich im Paket kaufen. Informieren Sie sich und testen Sie die verschiedenen Varianten, sie können in einigen Fällen das gemeinsame Mahl retten.

Aber: Es dürfen auch einmal simple Pfannkuchen, Spaghetti oder Würstchen sein – Hauptsache alle sitzen gemeinam um den Tisch, reden vom Tag, essen, lachen…

Piep, piep piep – guten Appetit!

Illustration: Isabelle Dinter

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1 Kommentare

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