Kategorie: Gesundheit

Kinder zum Zähneputzen animieren

„Zähne putzen macht mir Spaß, in der Hand ein Wasserglas…“ So tönt es hoffnungsfroh von der Kinderlieder CD. Die Realität sieht viel zu oft anders aus: Kariöse Zähne schon mit drei oder jeden Abend ein Wutanfall im Bad.

Wie kriegt man die Kleinen bloß zum Putzen?

Lieder, Gedichte, Geschichten und absolute Kompromisslosigkeit

Zahnputzlieder, kleine Geschichten und Reime helfen gerade Kleineren, das Zähne putzen wie ein Spiel aussehen zu lassen. Manche lassen sich auch mit lustigen, selbst ausgesuchten Zahnbürsten oder einer elektrischen Zahnbürste eine Zeitlang überzeugen. Auch immer die Kinderzahnpasta wechseln kann erst einmal helfen – schließlich haben diese für Eltern oft ungeniessbaren Zahnpasten unterschiedliche Geschmacksrichtungen.

Irgendwann merken die meisten Kinder, dass Zähneputzen ein „Muss“ ist. Und welches Trotzkind mag schon gerne ein „Muss“? Da hilft dann nur die hundertprozentige Konsequenz, inklusive Brüllen, Zappeln lassen und festhalten. Wer meint, dass sei doch nicht nötig, dem sei gesagt: Niemand würde sein Kind einfach so auf die Straße laufen lassen, nur weil es Lust dazu hat. Klar, einmal Zähneputzen auslassen ist nicht so schlimm, aber wenn das einreisst, wird es schlimm….Kinderzahnärzte berichten von Zweijährigen mit acht kariösen Milchzähnen und der Reaktion der Mutter „Er putzt eben nicht gerne….“.

Vorbilder zeigen

Den absoluten Klassiker zum Thema Zähne putzen, Karius und Baktus gibt es übrigens hier:
http://www.dailymotion.com/video/xbdk4_karius-und-baktus_school

Obwohl ja diskutiert wird, ob die zwei netten Männchen nicht zu nett dargestellt werden – nämlich so nett, dass die Kinder sie im Mund haben und nicht vertreiben wollen….Aber wenn Eltern und Kinder Film oder Buch gemeinsam ansehen, können Eltern schon dafür sorgen, dass Kinder das Richtige aus der Geschichte herauslesen. Darüberhinaus gibt es noch viele weitere neue Kinderbücher zum Thema Zahnpflege.

Drastisch, aber je nach Kind ein Ausprobieren wert: Dem Kind deutlich zeigen, wozu es führt, wenn man sich nicht die Zähne putzt. Anschauungsmaterial findet man beispielsweise hier: http://www.lda-lsa.de
Unsere Vorfahren haben sich nämlich nicht die Zähne geputzt und Schädelfunde von Frühmenschen zeigen deutlich deren kariöse Zähne. Aber bitte dabei nicht warnen oder gar drohen „das passiert Dir auch“, sondern einfach mal zeigen, wie das bei anderen war. Vielleicht geht es weniger drastisch, beispielsweise wenn der Hund Mundgeruch hat…

Sehr gut ist auch die Argumentation mit den Süßigkeiten: Wer nicht Zähne putzt, darf keine Süßigkeiten essen, damit die Zähne nicht kaputt gehen. Zwar liebt nicht jedes Kind Süßigkeiten – die meisten aber schon!

In welcher Lage?

Hilfreich – und manchmal kommt man nicht darauf – mit dem Kind die ideale Lage suchen, um die Zähne zu putzen. Das kann sitzend auf dem Schoß sein, auf dem geliebten Sofa oder auch im Bett – Hauptsache, das Kind lässt putzen. Eine gute Zahnputzposition ist es, das Kind den Kopf in den Schoß des Putzenden legen zu lassen. Man kommt an alle Zähne heran und kann das Kind im Zweifel festhalten. Auch die Fernsehablenkung hilft natürlich – sollte aber lieber nicht zur Gewohnheit werden.

Blau im Mund – schlecht geputzt!

Ein Tipp für etwas ältere Kinder, die bereits verstehen, dass Zähne putzen wichtig ist, aber öfter einmal „keine Lust“ haben: Eine Flüssigkeit, die, wenn man sie 30 Sekunden im Mund hat, den Zahnbelag blau färbt.  Die Luxusversion ist ein ähnlicher Test beim Zahnarzt: Hier werden phosphorisierende Lösungen genutzt, die den Zahnbelag im Schwarzlicht sichtbar machen – cooooler Effekt!

Die blaue Lösung oder Tabletten mit gleichem Effekt bekommt man im Handel – sie ist absolut ungefährlich und ab und zu damit gespült, hält das Engagement beim Zähne putzen aufrecht. In der Drogerie nachfragen!

Mehr dazu bei uns:

Wie putzt man Kinderzähne richtig?

Einmal im Halbjahr: Besuch beim Kinderzahnarzt

Was tun bei Zahnunfall

http://www.familothek.de/bilderbuecher-milla-zahnfee-gewinnen.html

Medien zum Thema:

   

Plaque-Tests und Einfärbetabletten für die Zähne:

 

Illustration: Isabelle Dinter

 

 

Schrubben, kreisen, rütteln: Kinderzähne putzen

Mancher Nachwuchs lernt Kinderzähne putzen schon im Kindergarten: Da kommt die „Zahnputzschwester“, Zahnärztin oder Zahnarzt vorbei und zeigt den Milchzahnhelden, wie es richtig geht.

Aber natürlich können Dreijährige noch nicht allein alle Zähne richtig und gut putzen, die Eltern müssen helfen. Außerdem: Tipps, wie man den Nachwuchs zum Putzen oder Putzen-lassen animiert.

Wie geht Zähne putzen bei Kindern richtig? Und in welchem Alter ist was richtig?

Kinder lernen heute das Zähne putzen mit der sogenannten KAI-Methode. Die Abkürzung weist auf die Reihenfolge der zu putzenden Flächen hin, also: Erst die Kauflächen oben, dann die Außenflächen und am Schluss die Innenflächen. Dabei werden die „K“s und die „I“s schrubbend gereinigt, auf den „A“s, den Außenflächen, dürfen die Kinder mit der Zahnbürste kleine Kreise malen.

Richtig putzen mit der KAI-Technik im Kindergarten

Diese Technik sollen Kindergartenkinder mehr oder minder selbst ausführen lernen. Ratsam ist es, dafür drei Runden einzuführen: Also drei Runden Kauflächen, dann drei Runden Außenflächen, danach drei Runden Innenflächen. Die Systematik hat den Vorteil, dass nichts vergessen wird, und sich langsam beim kleinen Zähneputzer eine Routine einstellt. „Die Reihenfolge ist dabei eigentlich egal“ führt Carolin Heidrich, Zahnarzthelferin in München, dazu aus. „KAI heißt es nur, damit man es sich besser merken kann“. Wer will, könnte also auch IAK putzen, Hauptsache, alle Zähne kommen dran. Und: Sauber werden die Zähne erst einmal nicht komplett, die Eltern müssen nachputzen.

Putzen aus dem Handgelenk ab dem Schulalter

Ungefähr ab dem Schulalter sind Kinder gemäß ihrer motorischen Entwicklung in der Lage, aus dem Handgelenk eine halbe Drehung nach außen oder innen auszuführen. Diese Bewegung brauchen sie, wenn sie von der Kindertechnik zur Erwachsenentechnik beim Zähneputzen kommen wollen. Dabei werden jetzt bei den Außenflächen keine kleinen Kreise mehr geputzt, sondern mit dieser Drehung und einem leichten Rütteln von allen Seiten an den Zähnen entlang gefahren, um den Plaque auf den Zähnen erst zu lockern und dann zu entfernen.Am besten, das Ganze ergibt einen fließenden Übergang: „Aus den großen Schleifen werden immer kleinere“ – beschreibt Johanna Kant, Kinderzahnärztin und Präsidentin des Bundes deutscher Kinderzahnärzte, den idealen Prozess. Solange, bis jeder Zahn einzeln 3 Sekunden lang rüttelnd geputzt wird. Dabei ist es wichtig „Dass die Technik gewählt wird, die zum Kind und seiner Entwicklung passt“ , so Kant. Also: Wer noch gar nicht so weit ist, kleine Schleifen zu putzen, der sollte noch ein bisschen üben und die Zähne, bis die Feinmotorik weit genug entwickelt ist, von den Eltern nachputzen lassen.

Hilfsmittel – spezielle Zahnbürsten für Kinder

Ein Hilfsmittel beim Übergang zur sogenannten Rüttel- oder Basstechnik ist natürlich die elektrische Zahnbürste, „rüttelt“ diese ja ganz von allein. Aber manche Kinder mögen keine elektrische Zahnbürste, haben Angst davor oder mögen das „Kitzeln in der Nase“ nicht, das die Vibration der Bürste auslösen kann. Eine Möglichkeit ist, beispielsweise das Kind nur abends oder nur morgens damit putzen zu lassen oder es immer wieder einmal zu versuchen. Ein elektrische Zahnbürste ist kein „Muss“ – üben doch die Kinder beim stromlosen Putzen die Technik besser feinmotorisch ein. Manche Kinder putzen elektrisch auch viel zu kurz – da hilft dann die bekannte Sanduhr oder einfach bis 3 zählen pro Zahn für Kinder, die gerne zählen.

Ein spezielles Hilfsmittel ist die sogenannte „Solobürste“, eine Zahnbürste mit nur einer kleinen Borste. Diese Zahnbürste ist vor allem für frisch durchkommende Backenzähne hilfreich und kann dort gezielt eingesetzt werden. Achtung, falls ausschließlich mit der Solobürste geputzt wird: Das ist etwas für geduldige Kinder – mit einer Solobürste sollte man circa 20 Minuten lang Zähne putzen, um alle Stellen an den Zähnen zu erreichen.

Weniger Druck

Zuviel Druck auf der Bürste ist schlecht für Zähne und Zahnfleisch. Etwas 45 Gramm sollte der Druck auf die Zähne bei Kindern betragen. Zur Verdeutlichung kann man mit diesem Druck einmal auf die Briefwaage drücken. Eltern wissen, dass der Nachwuchs mit zu viel Druck putzt, wenn sie fast jede Woche die Zahnbürste wechseln müssen, da die Borsten bereits zerfleddert sind.

Ist der Putzdruck beim Kind zu stark, hilft der „Prinzessinen“- oder „Feine-Leute-Trick“: Das Kind spreizt den kleinen Finger beim Putzen ab (so wie manche Menschen den Henkel einer Tasse greifen), daraufhin vermindert sich der Druck auf Zähne und Zahnfleisch von ganz allein.

Zahnseide benutzen

Ja, sobald sich zwei Zähnchen berühren, sollten auch Kleinkinder Zahnseide benutzen, denn dann können sich Nahrungsreste natürlich auch hier festetzen und Karies zwischen den Zähnen auslösen. Glücklicherweise gibt es die praktischen Zahnseidesticks auch in kleiner Kindergröße und in mehr oder minder nettem Design. Recht neu auf dem Markt sind Sticks, die bei Nutzung einen kindgerechten Geschmack (ähnlich der Kinder-Zahnpasta) freisetzen. Das bringt sicher einige Kinder mehr dazu, Zahnseide regelmäßig zu nutzen, wunderbar! Aber auch hier gilt: Checken, ob das Zahnputzkind wirklich alle Zwischenräume an der rechten und an der linken Zahnseite geputzt hat – und nicht nur den Stick abgelutscht…

Eltern sollten kontrollieren

Das wiederholt jeder Experte immer wieder: Bis circa 8 Jahre (manche raten bis circa 10 Jahre) sollten alle Eltern immer wieder das Zähne putzen bei ihren Kindern kontrollieren und nachputzen. Es gibt zwar wirklich Schöneres – aber gesunde Zähne beim Nachwuchs sollten es uns wert sein.

Noch mehr Infos zum Thema Kinderzähne bei uns

Besuch beim Kinderzahnarzt

Bleibende Zähne retten

Mittel für die „Solo-Technik“:

   

Gute elektrische Zahnbürsten für Kinder:

 

Zahncreme ohne Fluor (bei sonstiger Fluorprofilaxe) und ohne Pfefferminzöl (während einer homöopathischen Behandlung):

Speziell für Seifenallergiker:

Zahnseide mit Geschmack für Kinder

Foto: Thegreenj

 

Besuch beim Kinderzahnarzt

Nicht bei allen Eltern ist ein spezialisierter Kinderzahnarzt in der Nähe. Aber wahrlich, es hat schon etwas, wenn die Kinder zu ihrem „eigenen Zahnarzt“ gehen können. Hier ist alles kindgerecht, die Räume bunt gestrichen, im Wartezimmer Kinderbücher. Wenn dann noch über dem Behandlungsstuhl ein Ice Age-Film an der Decke läuft, ist eine Behandlung meist kein Problem mehr. Außerdem kennen die spezialisierten Zahnärzte die besonderen Probleme ihrer kleinen Patienten und nehmen ihnen die Angst, so gut es geht.

Ein Kinderzahnarzt hat sich mit Fortbildungen mit seiner besonderen Zielgruppe vertraut gemacht und hat durch seinen Praxisalltag viel mehr Erfahrungen mit den besonderen Bedingungen beim Thema „Milchzahn und Co“ als „normale“ Zahnärzte. Natürlich arbeiten viele dieser spezialisierten Ärzte auch für Krankenkassenpatienten.

Wie finde ich einen Kinderzahnarzt in meiner Stadt?

Kinderzahnärzte gibt es mittlerweile in vielen deutschen Städten, von Aachen bis Zell. Einen ersten Überblick gibt eine Liste auf der Homepage des Bundesverbandes der Kinderzahnärzte http://www.kinderzahnaerzte.de/liste_nach_staedten.html

„Dort sind Zahnärzte verzeichnet, die die zertifizierten Fortbildungen absolviert haben, ihre Arbeitszeit überwiegend der Kinderzahnheilkunde widmen und deren Praxisablauf, -organisation und – einrichtung auf Kinder ausgerichtet ist “ erklärt Johanna Kant vom Vorstand des Bundesverbandes deutscher Kinderzahnärzte.

Weitere Adressen von Zahnärzten, die die Fortbildung absolviert haben, aber nicht nur Kinder behandeln www.kinderzahnheilkunde-online.de

Mehr dazu bei Familothek:

http://www.familothek.de/kinderzaehne-richtig-putzen.html

http://www.familothek.de/kinderzaehne-richtig-putzen.html

http://www.familothek.de/bleibende-zaehne-retten.html

http://www.familothek.de/bilderbuecher-milla-zahnfee-gewinnen.html

Medien zum Thema:

   

 

 

Illustration: Isabelle Dinter

Haben Sie Schwangerschaftsübelkeit? Dann geht es Ihrem Baby gut!

Kaum eine andere Schwangerschaftsbeschwerde ist so lästig und verbreitet wie die Schwangerschaftsübelkeit. Schwacher Trost für die Betroffenen: Es ist ein gutes Zeichen für eine stabile Schwangerschaft. Natürlich muss aber keiner leiden, denn es gibt Abhilfe.

Einer der peinlichsten Augenblicke meines Lebens? Ich saß um 6 Uhr morgens als einzige Frau in einem Business-Flieger von Kiel nach München, mein Chef saß neben mir. Die freudige Gewissheit meiner noch sehr jungen Schwangerschaft behielt ich noch für mich. Als sich die kleine Propellermaschine in die Luft abhob, war es aber auch das Einzige, was ich für mich behalten konnte. Ich musste schnell vom Spuckbeutel Gebrauch machen.

Als in den nächsten Tagen ich immer wieder Besprechungen unterbrechen musste und schnell auf die Toilette rannte, war dann auch allen anderen klar, was mit mir los war.

Verbreitetes Problem

Zirka 75 Prozent der werdenden Mütter haben mehr oder weniger unter Unwohlsein zu leiden. Es gibt die unterschiedlichsten Ausprägungen: Manchen Schwangeren ist es nur am Morgen schlecht. Andere müssen sich auch tagsüber übergeben und sogar nachts dafür aufstehen.

Die Dauer der Beschwerden kann auch unterschiedlich sein: Bei manchen Frauen ist nach wenigen Wochen alles vorbei, sie fühlen sich plötzlich wieder wohl und könnten den ganzen Kühlschrankinhalt auf einmal futtern. Bei anderen wechseln sich bessere und schlechtere Tage für einen längeren Zeitraum ab. In den meisten Fällen klingen die Symptome etwa am Ende des dritten Monats ab. Einzelne „Episoden“ sind aber auch bis zum 6. Monat normal. Nur knapp 2 Prozent der Schwangeren leiden unter einer so ausgeprägten Form des Schwangerschaftserbrechens, dass sie stationär behandelt und sogar künstlich ernährt werden müssen.

Ein Relikt aus früheren Zeiten

Evolutionsbiologisch betrachtet macht Übelkeit in der Schwangerschaft durchaus Sinn. Frau wusste dann mit Sicherheit, dass sie schwanger war und mied automatisch alle potenziell gefährlichen Lebensmittel, die einen starken Geruch abgeben: Alkohol, Nikotin, Kaffee. Unter anderen hygienischen Verhältnissen als heute waren auch Lebensmittel wie Fleisch, Eier, Geflügel und Fisch potenzielle Träger von Bakterien wie Listeriose und Salmonellen, die eine Schwangerschaft gefährden können.

In der Tat: Frau lernt schnell, den seltsamen Zustand wieder zu erkennen. Bei meiner zweiten Schwangerschaft brauchte ich keinen Test aus der Apotheke. Ich machte morgens unsere Spülmaschine auf, roch und wusste Bescheid. Zwei Tage später bestätigte die Ärztin meine Selbstdiagnose.

Beruhigende Erkenntnisse

Noch bis vor wenigen Jahrzehnten glaubten viele Ärzte, dass die Gebärmutter auf den Magen drücken würde und so mechanisch die Übelkeit verursacht. Das ist zu Beginn der Schwangerschaft, wenn die Gebärmutter noch klein ist, ziemlich unlogisch. Heute ist stattdessen der Zusammenhang zwischen dem Schwangerschaftshormon HCG und dem Unwohlsein bewiesen: Die Frauen, die ausgeprägte Beschwerden haben, haben meist auch einen besonders hohen HCG-Spiegel im Blut. Die Menge dieses Hormons ist zwischen der achten und der zwölften Woche auf dem Höhepunkt. Danach sinkt der Spiegel meistens und damit bessern sich bei den meisten Frauen die Symptome.

Auch wissenschaftlich belegt ist der Zusammenhang zwischen hohem HCG-Spiegel und niedrigem Fehlgeburtsrisiko. Frauen, die ausgeprägte Übelkeitsbeschwerden im ersten Drittel der Schwangerschaft hatten, erlitten seltener einer Fehlgeburt.

Also alles bestens?

Soll also Frau brav alles ertragen? Oder im Umkehrschluss: Sollten 25 Prozent der Frauen, denen es im ersten Drittel der Schwangerschaft blendend geht, sich über die Stabilität ihres Zustands Sorgen machen?

Nicht wirklich! Jede Frau reagiert unterschiedlich. Die Risiken einer Schwangerschaft sind immer individuell zu betrachten und haben mit Statistiken nicht direkt etwas zu tun.Wenn Sie nicht betroffen sind, freuen sich darüber und genießen Sie die Zeit.

Die Empfindlichkeit gegenüber dem HCG-Hormon ist unter anderem vererbbar. Wenn in Ihrer Familie (wie in meiner) noch heute über die Schwangerschaftsübelkeit Ihrer Mutter oder Großmutter gesprochen wird, sollten Sie auch aufpassen. Denn wenn es Frau häufig schlecht wird, verliert sie schnell an Flüssigkeit und kann relativ schnell austrocknen.

Was tun?

Wenn Sie schon kein Essen vertragen, trinken Sie viel! Wasser oder Schorlen. Manche Frauen vertragen Milch oder Orangensaft. Gute Alternativen sind wasserhaltige Früchte wie Melonen, Birnen oder Trauben. Gerne können Sie auch an einer Zitronenscheibe lutschen. Das dämmt in der Regel die Übelkeit ein.

Diese Tipps dämmen die Übelkeit ein:

  • Noch vor dem Aufstehen, einen Keks, Kräcker oder trockenes Brot essen. Das erhöht den Blutzuckerspiegel, der morgens immer besonders niedrig ist und die Übelkeit verstärkt.
  • Im Laufe des Tages immer wieder eine Kleinigkeit essen: Zwieback, trockene Früchte, rohe Haferflocken, eine Banane. Wenn der Magen immer beschäftigt ist, wird es Ihnen nicht so schnell schlecht.
  • Genug ausruhen und viel an der frischen Luft bewegen.
  • Frische Düfte wie Zitrone oder Orange vertreiben das Unwohlsein.
  • Ingwer (als Gewürz, Tee oder Tablette) vertreibt die Übelkeit und regt die Verdauung an.
  • Probieren Sie ein Armband gegen die Reisekrankheit (gibt es in der Apotheke). Es wirkt über den Akupressurpunkt am Handgelenk und kann schnell helfen.
  • Homöopathisch hilft Nux Vomica.
  • Gute Kräutertees gegen das Unwohlsein sind Melisse, Pfefferminze, Himbeerblätter, Kamille oder Hopfen.

Sollten Sie dennoch in Ihrem Alltag zu stark beeinträchtigt sein, zögern Sie nicht, Ihren Arzt und Ihre Hebamme aufzusuchen. Viele Hebammen haben eine entsprechende Akupunktur-Ausbildung und während der Schwangerschaft übernehmen viele Kassen die Akupunkturkosten. Der Arzt kann eine Therapie auf Vitamin B6-Basis (Pyridoxin) verschreiben, die unbedenklich für das Baby ist, und in den meisten Fällen wirksam ist.Wichtig: Obwohl man die Vitamin auch ohne Rezept kaufen kann, sollte man immer vorher den Arzt fragen

Weitere mögliche Therapien gegen Hyperemesis (so heißt das extremem Schwangerschaftserbrechen im Fachjargon), die auf jeden Fall eine ärztliche Rücksprache und enge Aufsicht bedürfen: Therapien, die auf Antihistamine, Phenothiazine oder Corticosteroide basieren.

Mehr zum Thema Schwanger fliegen bei Familothek: Mit Babybauch über den Wolken.

Hier bekommen Sie manche Hilfsmittel:

   

Bildquelle: aboutpixel.de / Junge Frau – Übelkeit © Benjamin Thorn

Babykurse: Kontakt und Rat im ersten Jahr

Mit dem ersten Baby wird alles anders: Da sitzt man dann zu Hause und fragt sich im Babyalltag viele Fragen: Ist das jetzt so normal? Entwickelt sich mein Kind altersgerecht? Haben andere dieses oder jenes Phänomen auch? Außerdem: Andere Neu-Eltern kennt man oft noch nicht, andere, die gerade in der gleichen Situation sind.

Da hilft ein Babykurs: Rauskommen, andere Eltern treffen, Kontakte und Baby-kompetente Ansprechpartner haben. Aber was machen Mutter und Kind eigentlich in so einem Babykurs?

Was passiert in einem Babykurs?

Wie man heutzutage einen Ball nicht mehr verkaufen kann, ohne den Hinweis, dass das Spiel damit die Motorik des Kindes fördert, kommunizieren auch viele Kursanbieter einen hohen theoretischen Anspruch: Da ist von Entwicklungsförderung die Rede, von Sprachförderung und Persönlichkeitsentwicklung. Was ist denn damit gemeint? Die Wirklichkeit ist sehr viel netter: Denn je nach Alter der Babys bekommen die Neu-Eltern beispielsweise Ideen, was sie mit ihren Kleinen schon anfangen können. Nette Kinderlieder und -reime werden gesungen und gelernt, Bewegungssspiele gemacht, die den Fähigkeiten angemessen sind (und den Kleinen unglaublichen Spaß machen!). Wer nicht recht weiß, welche Materialien schon zum Spielen und Entdecken geeignet sind – hier bekommt er Anregungen.

Kontakte für Eltern

Die Eltern haben die Chance, Kontakte zu knüpfen und Gleichgesinnte zu finden, die vielleicht auch an einem anderen als dem Kurstag Zeit haben. Und die frischgebackenen Mamis und Papis bekommen mehr Sicherheit, wenn sie merken: Bei den anderen ist es ähnlich, wenn auch nicht identisch. Je nachdem, wie lange diese Kurse dauern – manche enden erst im dritten Lebensjahr – können sich hier auch allererste Kontakte zwischen den Kindern knüpfen.

Und: Es ist nicht zu unterschätzen, wie gut es tut, jemanden die tausend Fragen fragen zu können, die einem im Kopf herumschwirren, jemanden, der sich damit auskennt, Erfahrungen hat, und konkrete Ratschläge geben oder beruhigen kann. So ein Kurs steht und fällt mit einer guten Kursleitung.

Einige Babykurse, damit man die Namen einmal gehört und gelesen hat:

Delfi, Elba, Fenkid Le Fino, Pekip

Berufliche Neuorientierung: Kursleiterin eines Babykurses

Wer bereits Erfahrung in einem pädagogischen, therapeutischen oder pflegerischen Beruf hat, für den (oder die) ist auch eine Kursleitung in einem Babykurs eine schöne Alternative, um sich beruflich neu zu orientieren. Wer beispielsweise eine Weiterbildung als Fenkid-Leitung in München machen möchte, kann zweimal im Jahr diese Kurse bei der Beratungsstelle für Natürliche Geburt und Elternsein e.V. in München machen. Mehr Infos dazu hier Weiterbildung Fenkid

Foto: Copyright © Beratungsstelle für Natürliche Geburt und Elternsein e.V.

Kältecremes: Auf Wassergehalt achten

Achtung bei Kältecremes! Wer ein kälteempfindliches Kind oder ein kleines Baby hat, schützt es ganz besonders im Winter bei Minusgraden. Für die empfindliche Gesichtshaut gibt es von vielen Herstellern Kältecremes, die gerade bei Kleinen helfen sollen, die Haut nicht auszutrocknen.

Manche dieser Cremes haben Tücken: Steht an erster Stelle der Zutatenliste „Aqua“, enthalten die Cremes als Hauptbestandteil Wasser.

Dann müssen Eltern aufpassen: Denn das Wasser kann – wirklich! – bei Temperaturen unter null Grad auf der Haut der Kinder gefrieren und kleinere Erfrierungen auslösen. Ab welchem „Aquagehalt“ das passieren kann, liegt an der Außentemperatur und am Wassergehalt der jeweiligen Creme. Hersteller müssen sowieso nicht genau angeben, wie hoch der Anteil ist.

Vorsicht ist also geboten. Aber es gibt eine einfache Lösung: Zur Vorsicht bei Temperaturen unter null die Kinder bereits eine halbe Stunde vor dem Gang nach draußen eincremen. In dieser Zeit verdunstet das Wasser auf der Haut der Kinder und die Creme kann ihre schützende Wirkung entfalten.

Ganz sicher geht, wer stattdessen darauf achtet, besonders fetthaltige Cremes zu kaufen oder keine, bei der „Wasser“ an erster Stelle der Inhaltsstoffe steht. Man kann eine Fettcreme in der Apotheke noch mit Nachtkerzenöl oder Borretschsamenöl anreichern lassen, das schützt zusätzlich – am besten fragen Sie Ihren Apotheker.

Rotavirus-Infektion – gefährlich für Kleine

Der Himmel weiß, wo sich die Kleinen so eine Infektion holen! Brechdurchfall ist gerade bei kleineren Kindern sehr verbreitet. Häufig sind sogenannte Rotaviren die Übeltäter. Sie verbreiten sich leicht in der Kita, durch Geschwister oder wenn die Kinder alles in den Mund stecken.

Und schon ist der Brechdurchfall da. Die Folgen sind für alle meist nicht so lustig: Die Kleinen behalten einfach nichts mehr bei sich. Das ist nicht nur unangenehm und mit erhöhtem Putz- und Wickelaufwand verbunden. Die Kleinen leiden – und jeder kann sich nur allzu leicht vorstellen, wie schlecht sich der eigene Nachwuchs jetzt fühlen muss, schließlich kennen wir alle solche unangenehmen Infekte.

Vor allem müssen Eltern wirklich aufpassen, dass die Kleinen nicht austrocknen – denn das kann lebensgefährlich werden. Bei kleinen Kindern bis zu einem Jahr kann eine Austrocknung sehr schnell gehen, schließlich verlieren die Kleinen in kurzer Zeit viel Flüssigkeit – sowohl durch Erbrechen als auch durch den Durchfall.

Wer sich nicht sicher ist, fährt lieber einmal mehr mit dem Kind ins Krankenhaus oder zum Arzt. Im Zweifel kommt das Kleine dort direkt an einen Tropf, um den Flüssigkeitshaushalt so schnell wie möglich wieder auszugelichen Erste Warnzeichen für eine Austrocknung sind: weniger Urin in der Windel, Schlappheit und trockene Lippen.

Seit dem Sommer 2013 empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Schluckimpfung, die gegen Rotaviren immunisiert. Und zwar bereits ab der sechsten Lebenswoche, damit eine komplette Immunisierung schon erreicht ist, wenn es mit der Entdeckerlust der Kleinen losgeht. Die Impfung wird in einer Serie von 2 oder drei Impfdosen (je nach verwendetem Impfstoff) verabreicht und sollte bis zur 24. beziehungsweise 32. Lebenswoche abgeschlossen sein. Die Kosten für diese Impfung übernimmt die Krankenkasse und es ist möglich, die Impfung zum Beispiel im Rahmen der Sechsfach-Impfung einfach „dran-zu-hängen“.

Zu dem Thema hier auch noch ein Video. Die Einbindung wird unterstützt von GlaxoSmithKline:

 

 

Auch Kinder müssen viel trinken!

Sportler trinken, Frauen, die auf ihre Linie achten trinken viel – aber Kinder? Die haben doch sowieso immer Durst oder? Manchmal ja, aber öfter auch mal nicht. Schließlich ist der Nachwuchs zwischen Spielen und Toben häufig so abgelenkt, dass er nicht ständig ans Trinken denkt. Aber Trinken ist wirklich, wirklich wichtig auch und gerade für Kinder. Denn auch Kinder geben am Tag Flüssigkeit über die Haut oder den Urin ab, circa 0,3 Liter sind es zum Beispiel bei einem achtjährigen Kind. Kinder benötigen im Verhältnis Körpergewicht – Größe sogar mehr Flüssigkeit als Erwachsene. Der Speicher muss also dringend aufgefüllt werden! Sonst können sich Schüler zum Beispiel schlechter bei den Hausaufgaben konzentrieren

Kinder sollten zwischen 0,7 Liter (2 bis 3 Jahre) und 1 Liter (ca. 10 Jahre) pro Tag trinken. Und zwar natürlich am liebsten Wasser oder ungesüßte Tees, höchstens noch hoch verdünnte Fruchtsaftschorle – alles andere enthält nämlich zu viel Zucker.

Wie erinnert man Kinder ans regelmäßige Trinken?

  • Wasserspender: Das gibt es glücklicherweise immer öfter in Kitas und auch Schulen. Ein Wasserspender, aus dem sich die Kinder ihre Flasche abfüllen können. Bei besonders hartnäckigen „Trinkmuffeln“ lohnt sich vielleicht sogar ein eigener. Hat einen schönen Effekt, wenn die Kinder „selber zapfen“ dürfen. Und das Wasser sieht in den durchsichtigen Tanks so schön blau aus…
  • Rituale schaffen: Ein Glas Tee zum Beginn der Hausaufgaben, ein Glas Wasser beim Heimkommen und zu jeder Mahlzeit ein Getränk – so muss man nicht mehr nachdenken und trinkt trotzdem genug.
  • Menschen mit gefüllten Flaschen am Rucksack oder aus der Handtasche ragend  sieht man immer mehr. Die machen es richtig: Immer unterwegs eine Flasche mitnehmen – dann kann man gleich kontrollieren, wie viel Liter es denn waren, die man selbst und die Kinder unterwegs getrunken haben.
  • Ein Hinweis auf zu wenig Flüssigkeit im Körper ist ein dunkler Urin. Warum also nicht den Nachwuchs anweisen, auf der Toilette nachzuschauen, welche Farbe „das Pipi“ hat? (natürlich erst einmal mitgehen und zeigen, wann es „hell“ ist und wann „dunkel“) Das schärft das Bewusstsein, mehr zu trinken.

Wann schmeckt Wasser „besser?

Häufiges Argument gegen das gesunde Wasser trinken ist ja: „das schmeckt so langweilig…“ Hier Ideen, wie man das ändern kann:

  • Früchte und andere Kräuter ins Wasser geben: Die klassische Zitrone gibt schon viel Geschmack, varrieren kann man aber auch mit Orangenscheiben (ungespritzt natürlich!) und Kräutern wie Minze.
  • Wenn es heiß ist, macht es Spaß, Wasser in einem anderen Aggregatzustand zu sich zu nehmen – genau, Eiswürfel. Durstige Kinder finden es toll, die glasklaren Quadrate zu lutschen und nehmen damit Flüssigkeit zu sich, ohne es zu merken.
  • Eistee – Kräutertees muss man nicht aufkochen, sondern kann sie auch gleich kalt ansetzen. Das ist einfach und genauso gesund wie pures Wasser. Es sieht besser aus, hat einen besseren Geschmack und – klingt besser! Vorsicht allerdings: Nicht doch noch Zucker einrühren! Und: Das geht nicht mit schwazem Tee oder Tee, dem Schwarztee zugesetzt wurde, denn dann wird es bitter…

Übrigens: Es gibt – selten aber doch – „Wassersommeliers“. Genau, Menschen, die schon lange verstanden haben, dass Wasser nicht gleich Wasser ist. Wer das interessant findet: Viel Spaß beim Lesen eines Interviews, das meine Kollegin Karin Hertzer mit einem solchen Sommelier geführt hat: http://warmup-cooldown.de/wasser-gegen-das-schwitzen1/

Falls Sie gleich den Wasserspender kaufen möchten

 

Sonnenschutz im Strandurlaub

Endlich Sommer – und ein Strandurlaub ist gebucht. Angekommen, schnell noch die Kinder in die Badehosen gesteckt, doch Halt! So schön sie ist, mediterrane Sonne birgt gerade für den Nachwuchs ein paar Gefahren.

Nicht schön, aber leider wahr: Hautkrebs und Grauer Star gehören zu den Spätfolgen von zu starker Sonneneinstrahlung in der Kindheit. Für Kinderhaut, die noch nicht schnell und ausreichend Pigmente als Schutz gegen Sonnenstrahlen produzieren kann, ist es besonders wichtig, genügend gegen die Strahlen von oben geschützt zu sein. Aber wenn sich Kinder und Eltern an ein paar Regeln hält, steht dem Urlaubsgenuss in mediterranen Breitengraden nichts mehr im Wege.

Eincremen, eincremen, eincremen

Auch wenn der Nachwuchs ungeduldig zappelt: Eincremen! Mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad (also schon vor dem Frühstück), mit Creme, die mindestens Sonnenschutzfaktor 25 hat. So sind die Kids schon auf dem Weg zum Strand geschützt. Das gilt übrigens auch, wenn es draußen bedeckt ist: Auch dann dringt noch bis zu 80 Prozent der UV-Strahlung durch die Wolken! Hautfreundliche Kindersonnencremes gibt es in Apotheken und Drogerien. Sie blocken sowohl die UV-A- als auch die UV-B-Strahlen. Die Eincremeaktion sollte man den Tag über mehrfach wiederholen, denn Sonnenschutz verringert sich durch Schwitzen und Abrieb. Und natürlich auch nach dem Baden noch einmal cremen, auch bei wasserfester Creme.

Siesta

Gerade mit Kindern sollte man sich in südlichen Breitengraden die Einheimischen zum Vorbild nehmen: Die gehen in der Mittagszeit von 11:00 bis 15:00 Uhr nicht in die mediterrane Sonne sondern meist zu einem leichten Essen und einem Mittagsschläfchen nach Hause. Eine entspannte Siesta im Schatten oder im Hotel und alle können nachmittags wieder am Strand relaxen, spielen und toben.

Sonnenschutzkleidung

Auch Kleidung hilft beim Sonnenschutz: Lange und dünne Baumwollsachen für den Strand, einen Sonnenhut, der am besten bis in den Nacken reicht. Bei der Wahl der Kleidung gilt: Je dichter ein Stoff gewebt und je dunkler er gefärbt ist, umso besser ist sein UV-Schutz. Vorsicht allerdings beim Plantschen: Ein nasses Baumwollshirt schützt nicht mehr vor der Strahlung! Sonnenschutzkleidung hingegen garantiert Sonnenschutz auch beim Baden, da diese speziellen Stoffe auch nass die Strahlung von der Haut abhalten.

Schirmmützen beziehungsweise Sonnenbrillen mit wirklich gutem UV-Filter schützen die Augen vor Sonnenschäden. Gut also, wenn Eltern den Nachwuchs zum Tragen einer (guten) Sonnenbrille oder -mütze bewegen können. Mehr zu Kindersonnenbrillen hier Kindersonnenbrillen

Manchmal hilft schon bei kleineren Kindern ein entzücktes „Du siehst aber toll – cool – hübsch damit aus“, dass sie den Schutz dann auch wirklich tragen. Ähnliche Effekte erzielen Schirmmützen in der Liebligsfarbe oder mit Bob der Baumeister, Prinzessin Lillifee aufgedruckt. Später dann mit dem Lieblingssportverein oder mit modischem Touch…

Foto: Frank Vincentz

Sonnenschutzkleidung (kleine Auswahl verschiedener Hersteller und Größen)

     

Bleibende Zähne retten

„ Kurz vor der Treppe, stolperte die Große und fiel hin – und zwar direkt auf die Kante. Es ging so schnell. Als sie weinend aufstand, tropfte Blut aus dem Mund und sie hatte sich den Vorderzahn ausgeschlagen – leider schon ein bleibender“

So erzählt Karin von einem Unfall ihrer Tochter Anna. Was kann man in einem solchen Fall tun, um den Zahl doch noch zu retten?

Einmal abgerutscht beim Klettern oder einfach beim Toben zu Hause die Kante übersehen – laut Statistik erleidet jedes dritte bis vierte Kind bis zu seinem 16. Lebensjahr einen Zahnunfall. Heute kann man dagegen allerdings mehr tun, als noch in unseren Kindheitstagen. Man kann einen ausgeschlagenen Zahn sogar retten und abgebrochene Stücke ankleben, wenn dies nötig ist.

Voraussetzung ist allerdings, dass Erwachsenen sich richtig verhalten, wenn sie einen Zahnunfall mitbekommen.

Was tue ich, wenn ein Zahn ausgebrochen ist?

Ist der Zahn abgebrochen oder ausgeschlagen: Suchen Sie das fehlende Teil oder den Zahn. Wenn Sie ihn gefunden haben, fassen Sie nur die Zahnkrone, nie aber die Wurzel an. Säubern sie ihn nicht , egal in welchem Matsch er lag, das soll der Zahnarzt später fachgerecht tun.

Damit der Zahn wieder anwachsen kann, darf das Gewebe auf der Zahnwurzel nicht austrocknen. Innerhalb von 20 Minuten soll der Zahn also feucht gelagert werden. Es gibt dafür spezielle Zahnrettungsboxen aus der Apotheke. Hat man die aber nicht zur Hand und ist keine Apotheke in der Nähe, kann man als Alternative gekühlte fettarme H-Milch nehmen. Ist auch die nicht da, kann man den Zahn in Frischhaltefolie oder Gefrierbeutel wickeln, um ihn feucht zu halten. Wasser, Speichel oder trockene Aufbewahrung ist in diesem Fall leider falsch.

Ab zum Zahnarzt

Dann geht es ab zum Zahnarzt, denn je schneller der Zahn wieder eingesetzt wird, desto höher ist die Chance, dass er wieder anwächst. Und auch mögliche Zahnbruchstücke sollten so feucht gehalten werden – dann kann der Zahnarzt sie leichter wieder befestigen.

Das alles gilt für bleibende Zähne. Milchzähne werden nicht wieder eingesetzt – zu groß ist die Gefahr, den darunter sitzenden bleiben Zahn zu schädigen. Trotzdem sollte man zur Sicherheit auch dann mit dem Kind zum Zahnarzt gehen.

Weitere Infos zum Thema Kinderzähne bei uns

http://www.familothek.de/kinderzaehne-richtig-putzen.html

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http://www.familothek.de/bilderbuecher-milla-zahnfee-gewinnen.html

http://www.familothek.de/besuch-beim-kinderzahnarzt.html

Vorsorglich immer im Medizinschrank haben, die Zahnrettungsboxen:

   

 

Bildquelle: aboutpixel.de / Jugendliche hat Zahnschmerzen © Benjamin Thorn