Kategorie: Sucht

Aktionswoche für Kinder von Suchtkranken

Wenn Mama Tabletten schluckt oder Papa alkoholkrank ist – Kinder von Suchtkranken leiden noch mehr mit ihren Angehörigen als andere Co-Abhängige wie Partner oder Freunde. Und wenn es schlecht läuft, werden sie für ihr ganzes Leben gezeichnet. Auf diese – leider eher vergessene Gruppe macht eine Aktionswoche vom 13.-18. Februar 2012 aufmerksam.

Über 2,6 Millionen Kinder leben in Deutschland mit suchtkranken Eltern zusammen, so die Organisatoren der Aktionswoche. Das bedeutet, dass fast jedes sechste Kind in Deutschland von Suchtkrankheit der Eltern betroffen ist. Jedes Jahr erleiden nach Expertenschätzungen mehr als 6700 Kinder in Deutschland schwere Schäden durch die Sucht ihrer Eltern.

Die Veranstalter – unter anderem NACOA Deutschland, Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien e.V. – haben über 40 Veranstaltungen und Aktionen in 28 deutschen Städten gesammelt, um auf die vergessenen Kinder suchtkranker Eltern aufmerksam zu machen. Vor allem bei Lehrern, Erziehern, Pädagogen und anderen, die beruflich mit Kindern zu tun haben.

Veranstaltungen sind Filmvorführungen, Tage der offenen Tür, Infoveranstaltungen zum Beispiel für Patenschaften oder anderes, Lesungen und vieles mehr. Die Aktionswoche läuft parallel zur Children of Alcoholics Week in den USA und in Großbritannien.

 

 

Lesehinweis: Modelshows und Auswirkungen

Weitere Sender versuchen, auf der Welle um Heidi Klums GNTM zu schwimmen – über die Auswirkungen der TV-Shows um magere Mädchen auf Jugendliche gibt es mittlerweile wissenschaftliche Studien.

„Das perfekte Model“ ging als Konkurrenz zu Germany next Topmodel bei Vox an den Start. Auch hier gibt es viele dünne Mädchen, sie schienen sogar noch dünner und noch jünger als bei Frau Klum. „Du musst mal auf die Streckbank“ rät eine Jurorin einem Mädchen – und wirklich, Möchte-Models und Model-Jurorinnen sehen so aus, als wären sie dort gewesen, lang und dünn.

Reduziert auf Körperteile

Beide Jurorinnen sind erfolgreiche Models und erfahren den Umgang in der Modelwelt schon lange selbst. Die Art, wie sie die Kandidatinnen betrachten („beautiful bump“ – „schöner Hintern“), gibt realistischere Einblicke in die Warenwelt der realen Modelcastings, als es vielleicht beabsichtigt ist.

Studie zu den Auswirkungen

Die Auswirkungen solchen Medienkonsums auf Jugendliche sind nun wissenschaftlich untersucht. Die Studie „Castingshows und ihre Bedeutung für Kinder und Jugendliche“ wurde vom Internationalen Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) des Bayerischen Rundfunks initiiert, und die Ergebnisse sind nicht überraschend: Model-Casting-Guckerinnen finden sich zu dick und betrachten ihren Körper überkritisch. Nach dem ständigen Lob über Körpergröße bei „Das perfekte Model“ kommt demnächst wahrscheinlich auch noch „ich bin zu klein“ dazu. Mehr Aussagen von Jugendlichen aus der Studie: Spiegel Online

Zu den Auswirkungen auf die Eltern – denn auch die gibt es – ein Lesehinweis zu einer anderen Studie, die sich mit dem Erkennen von Magersucht bei jungen Mädchen beschäftigt. Das verwächst sich schon wieder

Alkoholkonsum bei Jugendlichen

Anders als beim Rauchen spielt der Bildungsgrad beim Alkoholkonsum keine Rolle. Deshalb muss Prävention alle Jugendlichen gleichermaßen ansprechen.

Zwar ist der der regelmäßige Alkoholkonsum Jugendlicher insgesamt rückläufig. Doch weiterhin trinken Jugendliche unter 16 Jahren Alkohol, obwohl sie dadurch besonders gefährdet sind. Auch gefährliche Trinkmuster wie das Rauschtrinken, also der Konsum von mindestens fünf alkoholischen Getränken bei einer Gelegenheit, sind weiterhin ein großes Problem, insbesondere bei männlichen Jugendlichen ab 16 Jahren.

Quelle: BZgA

Foto: HUK Coburg