Halloween feiern – weil’s Spaß macht!

Halloween: Geister, Zauberer oder Monster, alle zwischen 1,20 und 1,40 Meter Größe, wandern durch die Straßen – am 31. Oktober ist es wieder soweit. Dieses amerikanische Fest erfreut sich großer Beliebtheit, vor allem bei unseren Kindern. Schließlich gibt es Süßigkeiten, Verkleiden und Geisterbahngefühle – wer kann da schon widerstehen?

Wachsende Amerikanisierung unserer Gesellschaft, reines Profitstreben der Dekoartikelhersteller und Kürbisanbauer, blasphemische Bestrebungen? Das ist unseren Kindern wurscht. Sie wollen sich ein bisschen gruseln, verkleidet durch dunkle Straßen laufen, Süßigkeiten sammeln und Spaß haben.

Sollen wir sie an Halloween auf die Straße lassen? Wir finden, ja, allerdings, ein paar Tipps

Sicherheit beim Halloween-Rundgang

  • Am allerbesten ist es, sie in kleinen Gruppen bei Nachbarn sammeln zu lassen, die man selbst kennt oder von denen man weiß, dass sie Kinder haben. Denn nicht jeder findet Kinder an der Haustür lustig. Und manche Zeitgenossen finden es gerechtfertigt, Fünfjährige bei 3 Grad Außentemperatur mit kaltem Wasser zu übergießen, weil sie nicht gestört werden wollen. Sie könnten ja auch einfach nicht aufmachen.
  • Deshalb sollte auch möglichst ein Erwachsener mit der Gruppe mitgehen oder die Szene beobachten. Ein bisschen Vorsicht ist da geboten – immer je nach Wohngegend.
  • Andersherum – die Kleinen unter drei sollten an diesem Abend gar nicht auf die Straße. Sie erschrecken nämlich noch wirklich vor den Gruselmasken. Also am besten an dem Abend auch nicht an die Tür gehen lassen, wenn es klingelt – oder wenn, dann gemeinsam mit einem Erwachsenen.
  • Kleine Halloween-Streiche spielen – das ist ja eigentlich an diesem Tag erlaubt. Aber eben höchstens ganz kleine oder gar keine. Schließlich gibt es leider immer wieder Probleme, wenn die Streiche aus dem Ruder laufen und den Tatbestand der Sachbeschädigung erfüllen. Spaß haben kann man auch, ohne dass man anderen Streiche spielt – dann kann nichts passieren.

Übrigens hat Halloween auch eine kleine pädagogische Funktion. Schließlich lernen Kinder hier spielerisch, der Angst vor Monstern und der Dunkelheit zu begegnen und sie ein bisschen zu bewältigen. Außerdem haben sie für ein paar Stunden das Gefühl, groß und mächtig zu sein, und Große erschrecken zu können.

Ideen für die Halloweenfeier

Wer nicht möchte, dass seine Kinder auf der Straße herumlaufen, schnitzt einen Kürbis und macht eine kleine Halloweenfeier zu Hause. Da gibt es Monsterbällchen (Mozzarellakugeln mit blutrotem Ketchupauge) und abgeschnittene Finger zu essen (fünf verschieden lange Würstchen mit viiiiel Ketchup) und Eiter zu trinken (es lebe die Lebensmittelfarbe); Gespenster oder Ungeheuer sind im Halbdunkel zu Besuch. Geht auch – und Süßigkeiten finden sich sicher auch noch….

Halloween als gruseliger Feiertag ist übrigens europäischer, als man glaubt. Denn irische Einwanderer brachten den Brauch in die USA, am Abend vor dem katholischen Feiertag Allerheiligen Lichter in selbst geschnitzte Lampen zu stellen. In Amerika fanden sie den dort reichlich vorhandenen Kürbis als ideale Lampe. Später entstand dort die Sitte, dass verkleidete Kinder von Haus zu Haus ziehen und nach Süßigkeiten fragen.

Viel Spaß beim Gruseln und Süßigkeiten verteilen!

Foto: ParentingPat

 

2 Kommentare

  1. Ein sehr nützlicher Artikel, danke! Ich schätze besonders den Tipp mit den Halloweenstreichen und das ein Erwachsener beim Rundgang dabei sein sollte. Die Jugend und manche Halloweenmuffel übertreiben an Halloween gern mal. Vor kurzem las ich sogar in einem anderen Forum die Frage ‚Wie man denn am besten kleine Kinder erschreckt zu Halloween‘ – furchtbar finde ich sowas! Da mache ich doch lieber eine Kinderfeier bei mir zu Hause und lade die Freunde meiner Kinder ein.

    Man hätte noch darauf eingehen können, was man denn zu einer Halloweenfeier alles anstellen kann mit den Kindern. Ich werde dieses Jahr eine Schatzsuche mit Halloween-Motto veranstalten, die ich auf http://www.grapevine.de/pdf/schatzsuche-das-halloweenr%C3%A4tsel-4-6-jahre gefunden habe. Das ist mal was anderes. Und dazu gibt es dann noch die erwähnten abgeschnittenen Finger mit „blutigen Pommes“. Ich bin so froh, dass mein Halloween Plan schon steht. 😉

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