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Checkliste Freizeitparks

Sie sind das Highlight jedes Kinderlebens – bunt und aufregend, ein Besuch im Freizeitpark. Manche Eltern freuen sich, dass sie nun endlich eine „Ausrede“ haben, so viele wie möglich davon zu besuchen – die sind meist Experten und brauchen keine Hilfe bei der Auswahl eines geeigneten Parks.
Manche Eltern hingegen würden ohne Kinder einen solchen Park nicht unbedingt betreten – lassen sich aber überreden, auch einmal hinzugehen. Aber nicht jeder Park ist für alle Kinder und vor allem Altersgruppen geeignet. Fast jeder Park hat einen Internetauftritt, viele Parks sind bei Holidaycheck bewertet, es gibt ganze Internetauftritte, die die verschiedenen Parks bewerten und beschreiben. Informationen sind also genügend da – wie aber sich nicht im Infodschungel verlieren? Hier ein paar Dinge, die Sie auf jeden Fall vorher checken sollten:

 

Der Ort

Klingt einfach, ist aber gar nicht so selbstverständlich. Wo liegt der Park, wie weit ist die Anreise? Geht es auch per öffentlichen Verkehrsmitteln oder müssen wir das Auto nehmen? Wollen wir wirklich nur für einen Park fünf Stunden im Auto verbringen oder können wir den Besuch mit einem Kurzurlaub verbinden? Glücklicherweise haben ja die meisten Parks den Punkt „Anreise“, so dass sich ein kurzer Internet-Klick zur Wegbeschreibung vom Heimatort aus eindeutig lohnt. Natürlich ist es auch ein Punkt, wie reiseresistent der Nachwuchs ist – bei einem einjährigen Mitfahrer, dem im Auto immer schlecht wird, muss man vielleicht doch noch umplanen.

Was gibt es zu erleben?

Da lohnt sich ganz, ganz sicher ein zweiter und dritter Blick in die Beschreibungen. Ein Freizeitpark, der den Großteil seiner Fahrgeschäfte erst ab 6 Jahre oder einer bestimmten Körpergröße erlaubt, birgt eine Menge Elternstress, wenn man ihn zusammen mit dem kleineren Geschwisterkind besucht, das die erforderliche Körpergröße um 4 Zentimeter unterschreitet. Zwar haben alle Parks „irgendwo“ noch einen Bereich für Kleinere – aber nicht alle sind so gut, dass man als Eltern hinterher das Gefühl hat, alle Beteiligten sind zu ihrem Recht gekommen.

Was genau gibt es zu erleben?

Manche Parks spezialisieren sich wirklich nur auf Fahrgeschäfte, manche haben einen Tierpark oder  Streichelzoos dabei, manche sind ganz anders. Der Playmobil-Park in Zirndorf beispielsweise, hat kein einziges Fahrgeschäft, dafür aber viele, viele Spielkulissen mit riesengroßen Playmobilfiguren. Was man dort auch wissen muss: Es gibt sehr viele Wasserspiele, ein Besuch ist also an einem warmen Sommertag (mit Badekleidung und drei trockenen Hosen) am schönsten.

Was kostet es?

Klar, günstig ist ein Besuch in einem Freizeitpark eigentlich nie – trotzdem gibt es sehr große Unterschiede und vor allem viele Angebote, die man nutzen kann. So zum Beispiel ein Familienticket oder auch ein Gruppenticket, wenn man sich mit befreundeten Familien abspricht. Geburtstagskinder haben oft freien Eintritt – vielleicht passt das ja einmal in die Planung? Faustregel: Je weniger Action, desto günstiger sind die Preise. Mit einer Familie von Kindergartenkindern muss man deshalb wirklich nicht die teuren Preise des angesagten Actionparks zahlen.

Wie ist die Verpflegung?

Eine Menge Geld spart, wer sich das Picknick einfach selbst mitnimmt. Aber das ist nicht immer praktikabel und auch nicht immer erlaubt – also vorher informieren und überlegen, wie lange man sich aufhalten wird. Im Zweifel meistens länger, als man es sich vorgestellt hatte!

Hier noch ein paar Links, wo die Informationen für einen Freizeitpark zu finden sind und ein paar Park-Ideen nach Bundesländern sortiert:

Freizeitparks in Bayern:
http://www.maerchenpark.de/wcms/binary/Server.dll?Article?ID=9&Session=1-8mFsxwDY-0
http://www.freizeitparks-bayern.de/
http://www.parkscout.de/bundesland/bayern
http://www.kinderland-bayerischer-wald.de/achterbahn-und-riesenrutsche-der-freizeitpark-bayern-park/150/698/1212/

Freizeitparks in Baden-Württemberg:
http://www.urlaub-im-web.de/freizeitpark3.html
http://www.parkscout.de/bundesland/baden-wuerttemberg
http://www.europapark.com/lang-en/Startseite/c1174.html

Freizeitpark in / bei Berlin:
http://www.berliner-spreepark.de/
http://www.legolanddiscoverycentre.de/berlin/de/index.htm
http://www.merlinevents.de/

Freizeitparks in Brandenburg:
http://www.parkscout.de/bundesland/brandenburg
http://www.freizeitpark-guide.de/

Freizeitparks in / um Bremen:
http://www.parkscout.de/bundesland/bremen
http://www.spielcoolisse.de/
http://www.maps4fun.eu/de/freizeitpark/bremen

Freizeitparks in / um Hamburg:
http://www.hamburg-magazin.de/?id=976
http://www.the-dungeons.de/hamburg/de/index.htm
http://www.parkfiction.org/
http://www.schwarzlichtviertel.de/

Freizeitparks in Hessen:
http://www.freizeitparks-im.net/weitere-freizeitparks-hessen.html
http://www.parkscout.de/bundesland/hessen
http://www.pointoo.de/o/DE/Hessen/Freizeitpark.html
http://www.reisefuehrer-deutschland.de/hessen/freizeitpark.htm

Freizeitparks in Mecklenburg-Vorprommern:
http://www.xxltravel.de/60-1-1/freizeitangebot/mecklenburg-vorpommern/freizeitpark/
http://www.parkscout.de/bundesland/mecklenburg-vorpommern
http://www.reisefuehrer-deutschland.de/mecklenburg-vorpommern/freizeitpark.htm

Freizeitparks in Niedersachsen:
http://www.parkscout.de/bundesland/niedersachsen
http://www.pointoo.de/o/DE/Niedersachsen/Freizeitpark.html
http://www.reisefuehrer-deutschland.de/niedersachsen/freizeitpark.htm
http://www.reiseland-niedersachsen.de/zoo-wildpark-freizeitpark
http://www.heide-park.de/

Freizeitparks in Nordrhein-Westfalen:
http://www.parkscout.de/bundesland/nordrhein-westfalen
http://www.urlaub-im-web.de/freizeitpark-nrw.html
http://www.nrw-tourismus.de/nrw/nrw-specials/freizeitparks/
http://www.nrw-freizeit.de/
http://www.pointoo.de/o/DE/Nordrhein-Westfalen/Freizeitpark.html

Freizeitparks in Rheinland-Pfalz:
http://www.pointoo.de/o/DE/Rheinland-Pfalz/Freizeitpark.html
http://www.urlaub-im-web.de/freizeitparks.html
http://www.xxltravel.de/63-1-1/freizeitangebot/rheinland-pfalz/freizeitpark/

Freizeitparks im Saarland:
http://www.abenteuerpark-saar.de/cms/projekt01/
http://www.trampolini.de/
http://www.sommerrodelbahn-peterberg.de/wordpress/
http://www.tourismus.saarland.de/de/wendelinus-freizeitpark
http://www.parkscout.de/bundesland/saarland

Freizeitparks in Sachsen:
http://www.parkscout.de/bundesland/sachsen
http://www.freizeitpark-plohn.de/
http://www.sonnenlandpark.de/
http://www.freizeitpark-guide.de/index.php?deeplink=suche%3Dsn
http://www.reisefuehrer-deutschland.de/sachsen/freizeitpark.htm
http://www.saurierpark.de/
http://www.achterbahn-freizeitpark.de/info/freizeitparks-in-deutschland/freizeitparks-in-sachsen/

Freizeitparks in Sachsen-Anhalt:
http://www.ferropolis.de/
http://www.erlebnistierpark.de/
http://www.parkscout.de/bundesland/sachsen-anhalt
http://www.xxltravel.de/66-1-1/freizeitangebot/sachsen-anhalt/freizeitpark/

Freizeitparks in Schleswig-Holstein:
http://www.hansapark.de/de/
http://www.tolk-schau.de/
http://www.pony-park.de/
http://www.urlaub-im-web.de/freizeitpark6.html

Freizeitparks in Thüringen:
http://www.sandsteinhoehle.de/info/freizeitpark.html
http://www.parkscout.de/bundesland/thueringen
http://www.pointoo.de/o/DE/Th%C3%BCringen/Freizeitpark.html
http://www.possen.de/startseite.html

Foto: Schmidt-Löffelhardt GmbH & Co. KG

 

Radfahrende Kinder: Darf man sie auf dem Gehweg radelnd begleiten?

Bis acht Jahre müssen radelnde Kinder auf dem Fußweg fahren, Eltern hingegen dürfen sich dort (eigentlich) nur als Fußgänger bewegen. Und wie begleitet man sie als Eltern auf dem Rad?

Leon, 7 Jahre, fährt mit Mama und Papa auf dem Rad zum samstäglichen Einkauf. Er brav auf dem linken Fußweg, die Eltern gegenüber auf der rechten Straßenseite, wo es an dieser Stelle keinen Fußweg gibt. Eine Baustelle auf dem Fußweg, es wird eng, vor Leon laufen drei Jugendliche über die ganze Breite. Auf sein Klingeln drehen sie sich um, reagieren aber nicht, die Eltern bemerken die Situation nicht, sie sind ja zwei Fahrspuren entfernt. Da reißt dem Kind der Geduldsfaden, und er schert auf die mäßig befahrene Straße aus, um die Fußgänger zu überholen. Im gleichen Augenblick kommt ihm auf der linken Straßenseite ein Auto entgegen. Puh, Glück gehabt, der Autofahrer hat aufgepasst und konnte dem Kind ausweichen.

Wer radelt wo? Die Straßenverkehrsordnung

Gemäß Straßenverkehrsordnung haben sich (bis zum Ausscheren des Kindes auf die Straße) alle Familienmitglieder korrekt verhalten: Bis acht Jahre müssen Kinder mit dem Fahrrad auf dem Fußweg bleiben, auch das Fahren auf dem Radweg ist nicht erlaubt. Bis zehn Jahre dürfen sie sowohl auf der Straße als auch auf dem Fußweg fahren. Die Erwachsenen hingegen müssen auf der Straße oder dem Radweg bleiben. Aber das Beispiel zeigt: Kinder übersehen den Straßenverkehr noch nicht, spontane verkehrsgefärdende Situationen sind ein Risiko.

Kinderräder nur als Spiel- und nicht als Fahrzeug?

Kinder bis acht Jahre sollen auf dem Fußweg fahren und müssen, wenn sie die Straße überqueren absteigen und schieben, denn „Sie sind ja gar keine richtigen Verkehrsteilnehmer, sondern sollen das Fahrrad als Spielzeug nutzen“, sagt Andreas Bergmeier vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat. Die Teilnahme am Verkehr sollen die Kids in Parks oder Spielstraßen üben. Hmmm, aber wie kommen sie dahin, zu Fuß? Sollen mobile Familien jahrelang auf das Fahrrad als Verkehrsmittel verzichten, weil immer eines der Kinder entweder zu groß ist, um im Kindersitz oder Anhänger mitgenommen zu werden, aber zu klein, um legal auf der Straße zu fahren? Schließlich kostet das Mitnehmen eines Kindes über sieben Jahre zum Beispiel auf einem Kindersitz, im Zweifel sogar Bußgeld.

Gesetzeslücke?

Dass dies weder realistisch noch praktisch ist, sehen auch andere so: Gemäß dem ADFC, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club, ist genau diese Situation eine Gesetzeslücke und erfordert, die StVO zu ändern. Nämlich so, dass auch Begleitpersonen von radfahrenden Kindern legal auf dem Gehweg fahren dürfen. Link zur Forderung des ADFC.

Auch in der deutschen Rechtsprechung gibt es Ungereimtheiten: Das Amtsgericht Traunstein entschied in einem Schadenersatzfall sogar, dass eine Mutter gegenüber ihrer Tochter ihre Aufsichtspflicht verletzt habe, weil sie auf der gegenüberliegenden Straßenseite gefahren war, während die Tochter auf dem Fußweg radelte. Als Lösung sah das Gericht sowohl die Möglichkeit, dass beide auf dem Fahrweg als auch dass beide auf dem Fußweg gefahren wären. Andere Gerichte wiederum lehnen das gemeinsame Fahren auf der Straße grundsätzlich ab. Noch mehr zum Thema Radfahren auf dem Gehweg.

Und wie ist es jetzt nun „richtig“?

Am besten von all dem hin und her gar nicht beeinflussen lassen – wenn es gefährlich werden könnte, ist es immer noch besser, selbst auf dem Gehweg zu fahren, um das Kind zu begleiten und im entscheidenden Moment „näher dran“ zu sein. Genauso ist es auf ruhigen Straßen ganz gut, mit dem Kind in der Mitte schon einmal Fahren auf der Straße zu üben – vielleicht nicht mit einem Vierjährigen, aber mit einer Siebeneinhalbjährigen. Auch der ADFC appelliert an den „gesunden Menschenverstand“, der entscheiden kann, wann und wo nahe Begleitung nötig ist. Manchmal hat man ja auch das Gefühl, die Polizei „schaut weg“, wenn sie sieht, dass Erwachsene ihre radelnden Kinder auf dem Gehweg selbst auf dem Rad begleiten.

Also: Verkehrslage einschätzen und das tun, was man selbst für das Sicherste hält!

Spielplätze – vorher checken!

Endlich geht es raus in die Sonne – und die Kids können auf den Spielplatz! Doch Spielplätze können auch gefährlich sein: Nach langem Winter und Matschzeit sind so manche Spielgeräte gefährlich verrottet. Im Sommer selbst haben vielleicht abendliche Feierrunden den Spielplatz in eine Müllhalde mit Zigarettenkippen und Alkoholresten in bunten Flaschen verwandelt.

Es lohnt sich also als Erwachsener die eine oder andere Runde über das Spielgelände zu drehen, bevor man die Kleinen auf Geräte und Gelände loslässt. Folgende Stationen sind dabei hilfreich:

  • Geräte genauer anschauen, einmal umkreisen: Spitze Metallteile bergen Verletzungsgefahr, verrottetes Holz wird vom Spielgerät zur Stolperfalle, in abgerissenen Seilen können sich Kinderfüße verfangen. Das ist leider nicht so selten, wie es klingt.
  • Mitspielen: Spielgeräte müssen auch für Erwachsene immer zu benutzen sein. Wer sich also auch einmal auf die Rutsche schwingt, merkt gleich selbst, ob die Stufen hinauf gefährlich wackeln.
  • Bodenbelag checken: Das ist eine besonders gemeine Falle für spielende Kinder – wenn sich zum Beispiel Glas-Müll im Sand findet und die Kinder unbedarft vom Klettergerüst hinein hüpfen.
  • Bescheid sagen! Viele Spielplätze haben irgendwo einen Aufkleber mit einer Telefonnummer, bei der sich Eltern und Anwohner melden können, wenn die Plätze und Geräte in keinem guten Zustand sind. Am besten sofort, das Handy haben ja meist alle dabei.

Spielplatzpate werden! Wer sich sowieso ständig auf Spielplätzen „herumtreibt“ (und dies tun zum Beispiel Eltern von Kindergartenkindern im Sommer ständig), kann daraus gleich ein ehrenamtliches Engagament für den Spielplatz vor der Haustür machen. Spielplatzpaten haben je nach Kommune etwas unterschiedliche Aufgaben. Auf jeden Fall sind sie für die Gemeinde Ansprechpartner für den jeweiligen Spielplatz und sehen nach, ob alles dort in Ordnung ist. Sie können aber auch Feste auf den Spielplätzen organisieren oder eine durch die Gemeinde gestellte Spielgerätekiste verwalten.

Am besten einmal die eigene Stadt oder Gemeinde mit dem Stichwort „Spielplatzpate“ googeln!

Foto: TÜV Rheinland.

Familien-Freizeitparks in Italien

Gardaland

Das Familien-Ziel Italien ist für manche schon ohne spektakuläre Freizeitparks eine Reise wert. Wer aber bei der Urlaubsplanung im Familienkreis Begeisterungsstürme auslösen will, lässt die Bemerkung von dem einen oder anderen Freizeitpark in der Nähe fallen. In Italien gibt es da Einiges: Riesenwasserrutschen im Freien, spektakuläre Fahrgeschäfte, ein nachgebautes Mini-Italien…

Gardaland

Italiens zweitgrößter Freizeitpark liegt am Gardasee, das Gardaland. Eine Vielzahl spektakulärer Fahrgeschäfte verteilen sich auf einer 46 Hektar großen Fläche. Besucher amüsieren sich dort beispielsweise auf einem der größten Riesenräder Europas sowie in mehreren Achterbahnen, mit und ohne Loopings, durch dunkle Röhren oder auf Wasserkanälen – für Adrenalinjunkies ist also etwas geboten. Paraden und Shows zeigen täglich Attraktionen. Natürlich gibt es computeranimierte Spiele, wie einen 4 D Film oder die Möglichkeit, in Ramses Welt mit Laserpointern zu schießen. Kleinere Kinder amüsieren sich mit vielfältigen Spielmöglichkeiten und ruhigeren, aber italienisch bunten Karussells. Für Freunde der Meeresfauna ist im Gardaland darüber hinaus ein Sealife integriert, welches aber noch einmal extra bezahlt werden muss.

Adresse: Località Ronchi, I-37014 Castelnuovo del Garda (VR),
Öffnungszeiten: Frühjahr und Herbst 10:00 – 18:00 Uhr, ab Mitte Juni bis September 10:00 – 23:00 Uhr, SeaLife von April bis September 10:00 – 18:00 Uhr
Eintritt: Erwachsene 38,50 Euro, Kinder (ab 1 Meter Größe bis 10 Jahre), 32,00 Euro. *
Günstiger ist die Onlinebuchung 7 Tage im voraus für 29,00 Euro. Auch am selben Tag noch gibt es bei Onlinebuchungen einen günstigeren Tarif, außerdem Familientarife.
Mehr Infos hier: Offizielle Parkseite

Freizeitpark in „klein“: Italia in miniatura

Schön, für den, der keine Zeit für eine Reise durch ganz Italien hat: Italia in miniatura, übersetzt „Italien im Kleinformat“ zeigt auf 85.000 Quadratmetern circa 270 Miniaturen von italienischen und europäischen Gebäuden, zumeist im Maßstab 1:25 beziehungsweise 1:50. Auch wer nicht jede italienische Stadt kennt, wird sich an den original nachgebauten Plätzen und Häusern erfreuen, aus Deutschland und Österreich findet man das nachgebaute Wiener Belvedere und das Schloss Neuschwanstein. Spektakulär ist außerdem Klein-Venedig im Maßstab 1:5 zum Durchfahren mit dem Boot. Es gesellen sich exotische Vögel, Karussells, Wasserspiele, und andere Spiellandschaften dazu. Italia in Miniatura steht in Rimini.

Adresse: Via Popilia, 239, 47900 Viserba di Rimini (RN)
Öffnungszeiten: von April bis September: 9:00-19:00 Uhr, im August z.T. 9:00 – 19:30 Uhr
Eintritt im Frühjahr/Sommer 22,00 Euro, Kinder (1 Meter bis 1,40m Größe) und Besucher ab 65 Jahre 16,00 Euro*
Homepage nur auf englisch und italienisch: Italia in miniatura

Wasserparks

Bei unserem Wetter lohnen sich Open-Air-Rutschparadiese in Deutschland nicht so recht, und Indoor-Paradiese sind selten. In Italien jedoch sind große Wasserparks im Freien im Sommer der Renner. Zum Beispiel der Aquafan-Park in Riccione: Er bietet abenteuerliche Rutschkonstruktionen – steile, geschlossene halboffene und gedrehte Rutschen und Rutschröhren – in einer Gesamtlänge von drei Kilometern. Dazu unter anderem ein Wellenbad, künstliche Flüsse, die mit Gummireifen schnell und langsam zu befahren sind, ein riesengroßes Schaumbecken usw. Wasserspaß für die Kleinen gibt es in Kinderbecken mit allerlei Comicfiguren und kleinen Rutschen.

Adresse: Via Ascoli Piceno, 6, 47838 Riccione RN
Öffnungszeiten: Täglich von Anfang Juni bis Mitte September, 10:00 – 18:30 Uhr
Eintritt: Erwachsene 28 Euro, Kinder von 1 Meter bis 1,40m Größe 20 Euro (für jeweils 2 Tage, Preis Saison 2014)
Weitere Infos auf englisch und italienisch: Aquafan

Märchenhaft für Kleinere: Fiabilandia

Ein Märchenpark für Kleinere aber auch größere Geschwister bei Rimini. Der Park bietet eine Vielfalt Fahrgeschäfte und Spiellandschaften für Kinder. Ein Zug fährt um das ganze Parkgelände, auf einem See fährt ein Schaufelraddampfer. Die Kinder können auf das Piratenboot von Peter Pan klettern, sich ein Indianerdorf ansehen oder ein (mediterranes ) einhundert Jahre altes Bauernhaus besuchen. Shows wie eine Wild West Show, Wasserspiele oder Zirkusvorführungen mit Clowns und Akrobaten sind inklusive, es gibt außerdem einen Kleintierzoo, ein Exotarium und ein Planetarium.

Adresse: Via Cardano 15, 47900 Rivazzura di Rimini (RN)
Öffnungszeiten: Juni bis September 10:00 – 18:00 Uhr, im August bis 19:00 Uhr
Eintritt: 23,00 Euro, Kinder (3 Jahre bis 1,30 m Größe) 16,00 Euro. Am Folgetag ist der Eintritt gratis*

Mehr Infos, im Winter nur auf italienisch, aber mit einer Vielzahl Bilder: Fiabilandia

Und für Freunde von Freizeitparks in Deutschland noch ein paar weitere Infos: Freizeitparks

*(Preise und Öffnungszeiten: Stand Sommer 2015)
Foto: Gardaland

Linnaeushof in Holland – Europas größter Spielplatz

Aktives selber Spielen, nicht passive Bespaßung. Seit über 50 Jahren gibt es den Linnaeushof, „Europas grootste speeltuin“ (größter Spielplatz Europas), eine halbe Autostunde entfernt von Amsterdam.

Gerade eben noch schien die Sonne, jetzt regnet es, als wir für zwei Erwachsene und unseren achtjährigen Sohn Lukas jeweils 12,- Euro Eintritt bezahlen. Den Parkplatz für unser Auto bezahlen wir auch gleich mit (5,50 € extra). Es ist ein Mittwoch, die holländischen Schulferien laufen noch. Trotzdem ist nicht viel los. Wir kommen fast überall ohne Wartezeit dran.

Spielgeräte – Antrieb mit Muskelkraft

Das Besondere hier ist, dass Eltern (oder noch mobile Großeltern) und Kinder gemeinsam fahren, rutschen, kreiseln, balancieren und spielen können, und dabei die Spielgeräte selbst antreiben.

Als erstes ziehen wir uns in Zweiersitzen am Seil nach oben auf einen bunten, sich drehenden Turm. Zum Glück wird unsere Muskelkraft maschinell verstärkt. In sieben Metern Höhe haben wir einen guten Überblick über die verschiedenen Spielbereiche, den Wasserspielplatz, den See mit der Kletterinsel, über die ein Sessellift hinwegfliegt. Als wir das Seil loslassen, schweben wir sanft wieder nach unten. Ein schönes Gefühl!

Es gibt bekannte Klassiker, zum Beispiel Schaukeln, aber auch etliche Geräte, die wir noch nie irgendwo gesehen haben. Bei manchen müssen Eltern oder Kinder kräftig in die Pedale treten, z.B. um horizontale und vertikale Karussells anzutreiben. Dadurch ist naturgemäß alles langsamer, sanfter, weniger extrem als in einem herkömmlichen Vergnügungspark.

Eine Monorail ruckelt langsam in drei Metern Höhe an ihrer Schiene entlang. Lukas ist begeistert. Darf ich mal alleine? fragt er. Er darf. Wir strampeln im Wagen hinter ihm. Es gibt einen Bereich, der eher für Kleinkinder gedacht ist, und einige Fahrgeräte sind erst ab sieben Jahren erlaubt. Beim Sessellift, meinem persönlichen Favoriten, und anderen Fahrgeräten sind 90 kg Körpergewicht die Obergrenze. Einige Spielgeräte sind auch für Rollstuhlfahrer zu nutzen.

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Spielen auch bei Regen oder Hitze

Für den großen Wasserspielplatz ist es zu kalt heute, aber wir rutschen auf der Riesenrutsche alle drei um die Wette, hopsen nebeneinander auf den Trampolinen und balancieren auf Hoppel-Fahrrädern – ein ganz neues Fahrgefühl. Die Mitmach-Tanzshow des Maskottchens, dem „Hasenkanin“ Bennie Broek, schauen wir uns an, weil Lukas die niederländische Sprache so gerne hört.

Beim nächsten Regenguss flüchten wir uns in die Cafeteria, wo es Chicken-Nuggets, aber auch Brötchen gibt, die frisch für uns belegt werden. Den Preis finden wir in Ordnung (2,75 € für die einfache Variante mit Schinken/Käse). Man darf aber auch eigenen Proviant mitbringen.

Für hartnäckigen Regen hat der Betreiber, die spanische Aspro-Gruppe, einen Indoor-Spielbereich eingerichtet. Es gibt dort Fahrzeuge und ebenfalls eine kleinere Schwebe-Monorail, Tischkicker, Airhockey und anderes. Alleine dafür wäre aber der Eintritt eindeutig zu teuer. Also besser Regenzeug und, zum Trockenwischen der Sitzflächen, ein Handtuch mitnehmen, um wirklich alle 350 Spielstellen (Betreiberangabe) nutzen zu können. Ein paar Attraktionen kosten extra (z.B. Kartbahn, Minigolf, Fußball-Flipper), aber darauf verzichten wir, es gibt genügend anderes.

Was uns nicht so gut gefiel: Alle Informationen, einschließlich des Internet-Auftritts, gibt es nur auf Holländisch. Englisch hier und da wäre schön. Trotzdem: Erst als der Park schließt, gehen wir zum Auto. Mit einem Gefühl tiefer Zufriedenheit nach einem prima Urlaubstag mit viel Bewegung an der frischen Luft.

www.linnaeushof.nl

Text und Fotos: Barbara Leonhardt

 

Wasserspiel-Ideen

Hier ein paar Wasserspiel-Ideen für alle Leser, die weder auf Pinterest unterwegs sind, noch gerne englisch lesen. Auf Pinterest tummeln sich nämlich amerikanische Supermoms, die zum Teil ihre Kinder zu Hause unterrichten und auf gute Ideen für Kinder jeden Alters angewiesen sind.

Manche dieser Ideen sind wirklich sehr amerikanisch – oder käme in Europa jemand auf die Idee, den Inhalt von Leuchtstäben in Seifenblasen-Flaschen zu mischen und sich dann an den leuchtenden Blasen zu erfreuen? Da stehen doch Warnhinweise drauf und das Zeug ist doch ganz sicher giftig!!! Und manche Wasserspiel-Ideen sind eher für große amerikanische Vorstadt-Gärten geeignet – nunja, die hat nun mal nicht jeder in der deutschen Großstadt….

Hier also eine  subjektive Auswahl von Wasserspielen – die Sie natürlich auch gerne im Original nachlesen dürfen:

Ich finde die Idee sehr nett, auch wenn man keine große Tiefkühltruhe besitzt – es geht auch eine Nummer kleiner:

Spielzeug-Eisblock

Frieren Sie in einen möglichst großen Eisblock kleine Spielzeuge, Playmobilfiguren, Plastikautos, -häuser und anderes ein. Zum Beispiel eine kleine Wanne mit Wasser füllen, Spielzeug rein und ab in die Gefriertruhe. Wenn alles gefroren ist das Ganze im Garten/auf dem Balkon/ auf der Grünfläche vor der Tür stürzen. Jetzt kann der Nachwuchs versuchen, die kleinen Spielsachen mit einem ungefährlichen Werkzeug „auszupacken“, Salz darauf streuen, hämmern, löffeln… oder nur zusehen, wie es schmilzt. Wenn die eine Ecke noch zu hart ist, wird der Lerneffekt eine halbe Stunde später eintreten, wenn die Masse auf einmal angetaut ist! Das Spiel ist eine nasse und kühle Angelegenheit – also perfekt geeignet für Tage über 30 Grad!
http://www.funathomewithkids.com/2014/05/rainbow-ice-tower-excavation.html

Wer keinen Pool im Garten hat, kann dieses Spiel auch im Planschbecken machen, vielleicht sogar in der heimischen Badewanne?

Wasser-Scrabble

Das ist für Vorschulkinder und Kinder , die gerade lesen lernen: Beschreiben Sie flache Haushaltsschwämme mit wasserfestem Stift und verteilen Sie sie im Wasser. Auf die Schwämme kommen Buchstaben oder auch Zahlen,. Das ist die Grundlage für alle möglichen Spiele je nach Alter und Buchstabenwissen: Wer kann als erstes das I entdecken? Oder welche Buchstaben brauche ich für das Wort EIS? Oder für meinen Namen? Ähnlich geht das mit Zahlen. Das wird sicher nass und plantschig – also genau das Richtige, wenn es heiß ist!
http://www.toddlerapproved.com/2012/05/swimming-pool-scrabble.html

 

Ebenfalls für Tage, an denen es richtig nass werden kann:

Wasserpumpe für die Ballonschlacht

Wasserballonschlacht kennt man hierzulande ja auch. Eine gute Idee ist, einen alten Flüssigseifenspender als „Wasserpumpe“ zum Füllen der Ballons zu verwenden: Den Spender mit Wasser füllen, auf das nächste Freigelände mitnehmen und die Wasserballons dort direkt über die Minipumpe stülpen. Je nach Größe des Spenders ist die Schlacht dann praktischerweise zeitlich begrenzt.

Noch einmal etwas für Wasserspiele draußen. Es ist etwas Gebastel dabei, aber wem es Spaß macht…

Wasserwand zum Spielen

An einem Zaun mit Kabelbindern verschiedene Teile für eine „Wasserbahn“ befestigen. Gut sind Reste von Spiral-Kabelschläuche oder Plastikflaschen ohne Boden. Verschieden große Eimer ebenfalls an den Zaun binden – da fließt dann das Wasser hinein und kann in die nächste Bahn weiter gekippt werden. Die Bilder der amerikanischen Seite mit dem schönen Namen „Fun a day“ sprechen für sich: http://fun-a-day.com/portable-water-walls/

Haben Sie noch mehr Ideen für nasses Spiele draußen? Alle Leser freuen sich über Tipps!

Foto: Bundesarchiv Bild 183-2004-0512-508 / CC-BY-SA

Wasserspiel-Ideen zum Kaufen gibt es natürlich auch:

Sicherheit am Badesee

Der Sommer kommt – und mit ihm die Badefreuden. Das Baden in öffentlichen Gewässern ist aber nicht ungefährlich – allein 2013 ertranken in Deutschland 446 Menschen. Worauf sollten Eltern beim Aufenthalt im Badesee achten? Hier ein paar Tipps

Wie gut kann der Nachwuchs im Badesee schwimmen?

47 Prozent der 5- und 6-Jährigen können gar nicht schwimmen, bei den 7- und 8-Jährigen sind es noch immer rund ein Viertel. Das ergab eine im Auftrag von der ERGO Versicherungsgruppe durchgeführte repräsentative Umfrage von Ipsos*.

Und wie ist das mit Ihrem Kind? Am besten Sie machen beim ersten Schwimmbad– oder Seebesuch des Jahres einen kleinen Schwimm-Test. Denn gerade am Anfang der Saison haben die Kids erst einmal alles vergessen, wenn sie nicht gerade wöchentlich Schwimmunterricht im Winter hatten. Außerdem ist so ein Badesee immer noch einmal etwas anderes als ein Schwimmbecken. Und die Kraft in den Armen muss sich für die nächste Saison vielleicht auch erst noch entwickeln.

Zur Sicherheit: Gefahrenquellen abchecken

So ein Badesee sieht auf der Oberfläche aus recht gleich aus, so wie ein Schwimmbecken auch – aber Vorsicht: Unter der Wasseroberfläche können sich tiefe oder zu flache Stellen verbergen. Und natürlich Äste oder spitze Steine in die Höhe ragen. Das Beste ist deshalb eine Art „Begehung im Wasser“ gemeinsam mit den Kindern, wenn alle am See angekommen sind. So wissen Sie und Ihr Kind, wo man besser nicht schwimmen oder gar springen sollte.

Bewachte Seen aufsuchen

Ähnlich wie bei einem Aufenthalt mit Familie am Meer sollten Sie mit Kindern sowieso nur von Rettungsschwimmern bewachte Seen zum Baden aufsuchen – das beruhigt einfach mehr, auch wenn Sie mit (fast) sicheren Schwimmern unterwegs sein sollten. Besondere Vorsicht ist bei Seen mit Schifffahrt geboten: Die Boote sehen einzelne Schwimmer meist nicht und man sollte nicht den Sog eines Schiffes unterschätzen. Davon also unbedingt fernhalten!

Baderegeln beachten

Vielleicht hat ihr Kind sie schon in der Schule behandelt, dann weiß es vieles „besser“: Die allgemeinen Baderegeln gelten natürlich auch am Badesee und auch dann, wenn es sonst keiner kontrolliert. Regeln wie dass man mit vollem Magen oder erhitzt nicht ins Wasser gehen soll oder bei Gewitter ein Gewässer sofort verlassen muss, sind gerade dann wichtig, wenn sie kein Bademeister durch den Lautsprecher sagt. Rücksicht auf andere und sich nicht selbst überschätzen sind weitere Regeln, die alle am Badesee befolgen sollten – und die Eltern als Vorbild natürlich ganz besonders!

Schauen, schauen, schauen

Ja, am sichersten ist es, wenn man keine Sekunde den Blick vom badenden Kind wendet. Wie entspannt Eltern am Badesee sein dürfen, hat viel mit dem Alter des Kindes zu tun und wie sicher es im Wasser ist (siehe oben). Die allersicherste Methode ist, mit dem Kind zusammen ins Wasser zu gehen – und dann haben alle zusammen hoffentlich eine Menge Spaß im Nass bei heißem Wetter. Und darum geht es doch!

 

Foto- und Infoquelle: ERGO Versicherungsgruppe, *Quelle: Ipsos i:Omnibus™

Jetzt geht’s raus – Naturerlebnispfade

Wie alt wird ein Baum? Warum sind die Moore wichtig für den Klimaschutz? Wie funktioniert ein Baumtelefon und was ist ein Waldorakel?

Auf diese und viele andere Fragen geben immer mehr Naturerlebnispfade in Wald und Flur eine leicht verständliche und anschauliche Antwort. Liebevoll angelegt von lokalen Organisatoren, laden sie zum Familienausflug ein: Den Wald fühlen, riechen, hören, sehen und sogar schmecken.

Erlebnispfade in Deutschland, Österreich und der Schweiz

In ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz sind ab April oder Mai die Erlebnispfade wieder komplett begehbar, so dass kleine und große Entdecker meist ab 9:00 Uhr morgens bis zum Einbruch der Dunkelheit spielerisch die Geheimnisse der Natur erforschen können. Der Eintritt ist fast immer frei. Schon Bernhard von Clairvaux (burgundischer Mönch und Kirchenlehrer, 1090 – 1153) wusste: „…., du wirst in den Wäldern mehr finden als in den Bücher. Bäume und Steine werden dich lehren was du von keinem Lehrmeister hörst.“

 

Spaß und Informationen

R-o-t- bu-che-e – buchstabiert Johanna, 7 Jahre, das Schild über einem Baum mit rötlichen Blättern.Zahlreiche Bilder und Schautafeln informieren über Pflanzen, Tiere, Lebensräume und Klima der jeweiligen Region. Ob sich Johanna den so mühsam entzifferten Namen merkt? Manche Lehrpfade beschäftigen sich mit der Geschichte der Gegend oder tierischen Bewohnern von vor langer Zeit, den Dinosauriern.

Interaktives Lernen

Immer mehr Naturlehrpfade sind interaktiv gestaltet. Da gibt es Früchte-Schaukästen, Klanggärten und Baumtelefone. „Ich hab die Augen zugemacht und das Holz war ganz stachelig“, strahlt Konstantin, 5 Jahre. Barfuß-Tastpfade sind auf den Pfaden oft zu finden – und am besten mit geschlossenen Augen zu begehen: Auf angelegten Wegen geht es nach Gras über Holz- und Rindenmulch, dann durch körnigen Sand und über massierenden Kies. Lehmige Erde, raues Gestein, naturgewachsenes Holz und erfrischendes Wasser wecken die Sinne.

Verständnis für die Umwelt fördern

Für die Abenteuerlustigen bieten manche Anlagen ein Labyrinth, in anderen müssen Kinder und Erwachsene ein Baumrätsel lösen oder können auf einer Holzorgel spielen. Neben Spaß und Erholung sollen die Erlebnispfade dazu beitragen, das Verständnis für Natur, Landschaft und Umwelt zu fördern.

Über das Internet findet sich mit Sicherheit auch einen Naturpfad in Ihrer Nähe und ist nicht nur im Urlaub sondern den ganzen Sommer über ein spannendes Erlebnis.

Hier ein Link für Dinosaurier-Freunde:
http://www.thueringer-geopark.de/?page_id=677

Diese Seite bietet eine große Auswahl an:
http://www.naturparkschwarzwald.de/sport-erlebnis/erlebnispfade

Und auch in der Schweiz und in Österreich gibt es viel zu entdecken:
http://www.myswitzerland.com/de/erlebnisse/ausfluege-sommer.html
http://www.kleinwalsertal.com/bergsommer/kultur-natur/erlebnis-lehrpfade.html

Oder einfach das Stichwort Naturerlebnispfad und den gewünschten Ort eingeben. Viel Spaß beim Entdecken!

Foto: Staudinger GmbH

 

Draußen-Tipp: Auf der Suche nach dem Frühling

Der Frühling kommt, bestimmt!

 

Wie oft haben wir im Winter aus dem Fenster, geguckt und nach den ersten Anzeichen des Frühlings Ausschau gehalten? Igendwann ist es soweit, die Natur ist aufgewacht: Frühlingsboten kämpfen sich durch das Laub und an den Ästen der Bäume öffnen sich die Knospen. Und dann machen sich die kleinen Naturforscher auf die Suche nach dem Frühling:

 

Wir benötigen:
(Ausgediente) Rahmen von Bildern ohne Rückwand, Glasscheibe, etc. also wirklich nur den eigentlichen Rahmen, ev. einen Fotoapparat, um die Eindrücke fest zu halten.

 

Frühlingsanzeichen im Bilderrahmen betrachtet

Nun schicken wir die Kinder mit dem Bilderrahmen auf die Suche. Mit diesem sollen sie einen Ausschnitt in der Natur zu suchen, in dem sich der Frühling zeigt.

Hat ein Kind einen Frühlingsboten gefunden, hält es den Rahmen an die Stelle. Dann  kann entweder ein zweites Kind oder ein Erwachsener das „Bild“ mit dem Fotoapparat festhalten.

 

Möglich ist auch eine Freiluftausstellung daraus zu machen. Die Kinder gehen zusammen die Fundorte ab und jeder „Künstler“ zeigt und beschreibt sein Bild. Später werden alle Entdeckungen nochmal gemeinsam besprochen.

 

Frühlingssuche mit dem „Kamera Klick Spiel“

Zwei Kinder bilden ein Paar. Ein Kind spielt die Kamera, das andere den Fotografen.Das „Kamera“-Kind macht die Augen zu und wird vom „Fotografen“-Kind an 2-3 verschiedene Orte geführt, wo es etwas Bestimmtes zu sehen gibt: Das kann eine Blume sein, eine Baumrinde, ein besonderer Blick auf eine Landschaftsform (See, Berg, etc.).

Dort berührt der Fotograf die Schulter oder das Ohrläppchen der „Kamera“, welche daraufhin für 10 Sekunden die Augen öffnet und nach erneutem Berühren wieder schließt. Nach einer Weile werden die Rollen gewechselt. Wenn alle fertig sind kommt man zusammen und jeder darf beschreiben was er gesehen und wie er sich gefühlt hat.

Ältere Kinder können auch auf die Suche nach den zuvor nur sehr kurz betrachteten Bildern gehen um sie noch einmal in Ruhe zu betrachten, oder einfach um zu schauen, welche sie überhaupt wieder finden.

Das Auge für die Natur schulen

Beide Spiele lenken den Blick auf einen Ausschnitt in der Natur und schulen damit das genaue Hinschauen und die Konzentration auf einen bestimmtem Ausschnitt (selektives Sehen). Dadurch werden oft Dinge entdeckt, die einem sonst entgehen.

Gerade in einer Welt mit immer schneller werdenden Bildern, bilden die gemachten Erfahrungen ein wichtigen Beitrag zur Entschleunigung und die Kinder lernen auf spielerische Weise den Naturraum ihrer Umgebung und damit, ökologische Zusammenhänge zu erkennen.

Einen schönen Frühlingsanfang wünscht euch Stefanie Sauerland.

Noch mehr Spiel- und Basteltipps in und mit der Natur hier

Farben der Natur

Forschen und Entdecken am Bach

Herbst mit Kastanien und Blättern

Blütentattoos

Tipps für Naturerfahrungsexkursionen in München:

http://oberbayern.lbv.de/wildniskueche/lbv-wildniskoeche-und-ihre-angebote/stefanie-sauerland.html

Naturgruppen für Kinder

Der Natur auf der Spur und das ganze Jahr bei Wind und Wetter draußen sein: Mit interessanten Experimenten, spannenden Geschichten, Rezepten, Spielen und Bastelaktionen.

Beim Naturschutzverein in die Kindergruppe – kein schlechtes Hobby, vor allem für Stadtkinder. Aber – was machen die denn da so? Dazu drei Fragen an Stefanie Sauerland, Kindergruppenleiterin in der Umweltbildung aus München:

Sie betreuen eine Kindergruppe mit Jungs und Mädchen von 5-7 Jahren. Wie laufen die Treffen ab?

Wir treffen uns bei jedem Wetter alle zwei Wochen draußen an einem festen Treffpunkt und erkunden von dort aus die Natur. Meistens dürfen sich die Kinder zunächst etwas austoben. Dann gehen wir zu dem Ort, wo die Aktion des Tages stattfinden soll. Das kann ein kleiner Bach sein, wo wir schauen, was sich alles im Wasser tummelt und untersuchen, wie gut die Wasserqualität ist. Oder wir gehen in den Wald, ertasten verschiedene Baumrinden und beobachten die Veränderungen des Baumes in den verschiedenen Jahreszeiten. Natürlich spielen auch immer wieder die Vögel eine Rolle.

Ganz oft machen wir Spiele, die die Natur oder Gegenstände aus der Natur mit einbeziehen. Mit denen lässt es sich auch wunderbar basteln. Manchmal dienen diese nur dem Vergnügen, wie eine Kette oder einen Schlüsselanhänger, oft haben sie aber auch einen praktischen Nutzen, wie der Bau eines Insektenhotels oder eines Nistkastens.

Meist in der Mitte unseres zweistündigen Treffens machen wir eine Brotzeit, die die Kinder von zuhause mitbringen, und die gesund und ökologisch sein soll. Natürlich bringen die Kinder auch mal Süßigkeiten mit, aber die teilen sie meistens ganz brüderlich mit den anderen Kindern der Gruppe. Während die Kinder es sich schmecken lassen, lese ich eine Geschichte vor, die auf das Thema des Tages abgestimmt ist und das Gelernte noch einmal aufgreift oder erweitert.

Was macht allen am meisten Spaß?

Da ich unter anderem Kunstgeschichte studiert habe, ist eins meiner Steckenpferde die Naturkunst, häufig auch als Landart bezeichnet. Gerade an der Isar in München kann man die tollsten Dinge finden, wie besonders hübsche Steine oder kurios geformtes Schwemmholz. Damit kann man zum Beispiel Türme bauen oder lustige Windspiele basteln. Das geht alles ohne Leistungsdruck, denn die Hauptsache ist: Wir haben Spaß, sind draußen an der frischen Luft und beschäftigen uns mit Dingen, die nichts mit Gameboy und Plastikspielzeug zu tun haben.

All das regt die Fantasie an, und es kommen die unglaublichsten Dinge dabei heraus. Manchmal kann ich es gar nicht fassen auf welche Ideen die Kinder so kommen.

Das sind auch der schönste Lohn und die größten Erfolgserlebnisse für meine Arbeit: immer wieder von neuem überrascht zu werden, was alles in und mit der Natur möglich ist.

Eine weitere Leidenschaft von mir sind essbare Wildpflanzen. Auch damit habe ich schon oft eine Gruppenstunde gestaltet. Dabei erfahren die Kinder etwas über die Pflanzen, zum Beispiel Löwenzahn, und danach machen wir uns ein leckeres Brot mit Löwenzahnpesto. Oder wir erkunden die bunte, vielfältige Lebenswelt einer Hecke und machen aus den Heckenfrüchten eine süße Wildfruchtmarmelade.

Wie sind Sie Gruppenleiterin geworden, und welche Ausbildung ist dafür nötig?

Aufmerksam geworden bin ich durch einen Flyer, der in der Hofpfisterei in München auslag, dort wurden Leiterinnen für Gruppen gesucht. Da ich sehr gern draußen in der Natur bin, gern kreativ tätig bin und gern etwas mit Kindern machen wollte, besuchte ich daraufhin ein Grundlagen-Seminar und machte einen 1.Hilfe Kurs. Interessierte Kinder fanden sich schnell und schon konnte es losgehen mit der Gruppe. Parallel zu meiner Tätigkeit mit den Kindern besuche ich regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen.

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Achtung liebe Leser: Stefanie Sauerland stellt uns in den folgenden Wochen regelmäßig Ideen zum Spielen in und mit der  Natur vor.

Stefanie Sauerland ist Kunsthistorikerin, Erwachsenenpädagogin und zertifizierte Wildnisköchin. Sie lebt seit 12 Jahren in München, ist leidenschaftlich gern draußen und widmet sich der Naturfotografie. Sie bietet Seminare zur Naturerfahrung und Kochen mit Wildpflanzen an.

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http://oberbayern.lbv.de/wildniskueche/lbv-wildniskoeche-und-ihre-angebote/stefanie-sauerland.html

Draussen-Tipps 1 und 2: Forschen und Entdecken am Bach http://www.familothek.de/draussen-tip-1-forschen-und-entdecken-am-bach.html

{/jb_greenbox}Naturgruppen für Kinder:

http://www.bund-bawue.de/themen-projekte/kinder/hallo-kinder/

http://www.naju.de/kinderbereich/kindergruppen/

http://www.jbn.de/kinder/

Foto: Copyright Sauerland