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Haltbarkeit von Ostereiern

Abgeschreckt hat keinen Zweck! Wenn Ostern vor der Tür steht – oder gerade vorbei ist, stellen sich jedes Jahr wieder die gleichen Fragen:

Wie lange kann ich gefärbte Eier aufbewahren? Sind braune oder weiße Eier besser? Lassen sie sich auch noch schälen, wenn man sie nicht abschreckt? Wie viele Eier kann ich essen, ohne dass mein Cholesterinspiegel steigt? Sind Eier eigentlich gesund?

  • Ja, Eier sind gesund. Sie enthalten Vitamin A und D, das Zellschutzvitamin Folat, das Stoffwechselvitamin Biotin und verschiedene Mineralstoffe wie Calcium, Phosphor, Natrium, Kalium sowie Zink und Eisen.
  • Und ja, Eier enthalten auch Cholesterin. Aber verschiedene Studien sind letztendlich zu dem Schluss gekommen, dass auch ein erhöhter Eierverzehr sich nicht negativ auf den Cholesterinspiegel auswirkt. Außerdem geht Ostern ja auch wieder vorbei.

 

Wann sind Eier am besten schälbar?

Das Alter des Eis spielt eine Rolle für die Schälbarkeit. Eier, die 14 Tage alt sind, eignen sich hervorragend zum Kochen. Denn nach etwa 14 Tagen ist aus dem frischen Ei bereits soviel Wasser verdampft, dass sich eine deutlich größere Luftkammer im Inneren gebildet hat. Diese gleicht nicht nur Druckunterschiede beim Kochen aus und vermindert damit das Risiko von Beschädigungen, sondern erhöht die Schälbarkeit deutlich. Durch Abschrecken eines Eis stoppen die Köche nur den Garprozeß – ob ein Ei sich schälen lässt, wird dadurch nicht beeinflusst.

 

Braune oder doch lieber weiße Eier?

Die Farbe der Eier hat keinen Einfluss auf Inhaltstoffe oder Qualität. Sie entsteht durch eine Pigmentablagerung in der Schale und hängt von der Hühnerrasse ab. Wichtig ist hingegen eine möglichst glatte Schale, da beim Kochen weniger häufig Schalenrisse auftreten, durch die mögliche Bakterien in die Schale gelangen können.

 

Wie lange kann man gefärbte Eier aufheben?

Das Schweizerische Bundesamt für Gesundheit hat im Jahr 2002 eine Versuchsreihe mit Eiern gemacht und empfiehlt folgende Lagerungszeiten:

  • Nicht abgeschreckte Eier können bei Raumtemperatur 1 Monat (jawohl einen ganzen Monat) aufbewahrt werden.

  • Abgeschreckte Eier dagegen halten sich bei Raumtemperatur (22°C) nur 2-3 Tage, im Kühlschrank 1-2 Wochen.

Quelle: Schweizerisches Bundesamt für Gesundheit Abteilung Lebensmittelwissenschaft (Bulletin Nr. 12 vom 18.März 2002)

 

Warum ist das Abschrecken entscheidend?

Über das Abschreckwasser können durch kleine Risse in der Schale Bakterien ins Innere des Eis gelangen und es in wenigen Tagen verderben. Wer gefärbte Eier eine Zeit lang aufheben will, sollte also unbedingt auf das Abschrecken verzichten. Bei etwas verschmutzten Eiern sollte man grundsätzlich eventuelle Kotrückstände nie unter fließendem Wasser abwaschen. Dadurch wäscht man Bakterien erst recht ins Innere des Eis. Lieber mit einem trockenen Tuch vorsichtig entfernen.

Ganz sicher geht man mit dem Kauf industriell gefärbter Eier. Denn diese werden durch das Abkochen steril und die spezielle Lackschicht verhindert das Eindringen von Keimen. Dadurch sind die Eier selbst bei Zimmertemperatur mehrere Monate haltbar.

 

Sind Eier mit grünlich-blauem Rand verdorben?

Nein. Der Rand entsteht, wenn Eier zu lange oder zu heiß gekocht werden. Dabei vollzieht sich eine chemische Reaktion zwischen dem Eisen im Eigelb und dem Schwefel im Eiweiß, die sich zu Eisensulfid verbinden. Die Verfärbung ist gesundheitlich unbedenklich.

 

Warum soll man Eier nicht mit Silberlöffeln essen?

Auch hier entsteht eine chemische Reaktion: Beim Kochen des Eis entsteht Schwefelwasserstoff, der sich mit der Silberauflage des Löffels zu Silbersulfid verbindet: Der Löffel bekommt einen schwarzen Belag und das Ei einen unangenehmen metallischen Geschmack.

 

Wie erkenne ich, ob mein Ei auch tatsächlich vom Biobauern ist?

Woher ein Ei kommt, können Sie am Erzeugercode erkennen, der auf jedem Ei aufgedruckt ist. Die erste Nummer gibt an, wie die Hühner gehalten wurden: 0 steht für Öko, 1 für Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung und 3 für Käfighaltung. Dann folgt die Abkürzung für das Erzeugerland. DE steht dabei für Deutschland. Die nächsten Zahlen geben den Legebetrieb und die Stallnummer an.

 

Ist mein Ei auch wirklich frisch?

Um das zu beantworten gibt es einen einfachen alten Trick: Legen Sie das Ei vor dem Kochen in ein Glas mit Wasser. Sinkt es zu Boden, ist es frisch. Je älter es wird, desto mehr Wasser entweicht aus dem Inneren und es füllt sich mit Luft. Ein etwa 4 Wochen altes Ei schwimmt an der Oberfläche.

 

Und bei hart gekochten Eiern? Wie erkenne ich es da?

Verschiedenen Quellen zufolge schneidet man das gekochte Ei der Länge nach auf. Bei einem frischen Ei sitzt der Dotter in der Mitte des Eis. Je älter das Ei ist, desto näher wandert der Dotter an den Rand.

Foto: Donar Reiskoffer

 

Kindergeburtstag planen – Checkliste für Eltern

 Ob der allererste „richtige“ Kindergeburtstag mit dem Zweijährigen oder die „fast-schon“- Party mit der Elfjährigen: Es gibt ein paar Dinge, an die sollten alle Eltern bei der Planung denken:

Einladungen

Ob als Schiffchen gefaltet oder als Vordruck gekauft, folgende Infos sollten Einladungskarten für den Kindergeburtstag enthalten:

  • Wer feiert Geburtstag? Name(n) der Eltern, Adresse und Telefon, am besten noch E-Mail: Schon manches Mal standen Eltern der Gäste mit dem Nachwuchs vor dem Klingelschild der Wohnanlage und überlegten fieberhaft, wie denn Laurin und seine Mama Katja wohl mit Nachnamen heißen?
  • Wann und wo findet die Geburtstagsfeier statt : Adresse, siehe oben, ggf. Wegbeschreibung. Gut ist auch eine feste Abholzeit.
  • Bis wann soll zu – oder abgesagt werden?
  • Immer wieder gern genommen von gestressten Gastkinder-Eltern: Kurze Hinweise zum Thema: Was wünscht sich das Geburtstagskind? Gibt es gar einen „Geburtstagskorb“ bei einem Spielwarenladen (eine großartige Erfindung!!)
  • Besonderheiten der Party (z.B. was ist mitzubringen)

Übrigens: Wer meint, diese Infos seien doch klar, der kaufe einmal drei zufällig ausgesuchte vorgedruckte Einladungen für Kindergeburtstage und checke, ob alle Felder für die obengenannten Infos auf den Vordrucken vorhanden sind. Sollte wirklich jemand bei allen drei Vordrucken die Frage mit ja beantworten – würde ich mich über den Namen des Kartenverlages freuen!

Geburtstagsfeier selbst planen

Hier sind natürlich der Fantasie und dem Geldbeutel keine Grenzen gesetzt. Im Auge behalten sollte man aber immer:

  • Wie alt sind die Kinder?
  • Wie viele Gäste werden es sein? Die Regel mit den Jahren und der Gästeanzahl ist wirklich nicht schlecht, darf aber auch mal umgangen werden
  • Welche Möglichkeiten habe ich zu Hause? Wer ein großes Haus hat: Herzlichen Glückwunsch! Alle anderen müssen im Laufe der Jahre schon überlegen, wo sie die wilde Meute aus 8 Kindern für den Tag unterbringen. Der Möglichkeiten sind viele!
  • Jahreszeit der Party, siehe oben. In unseren Breitengraden garantiert ja auch ein Hochsommergeburtstag nicht immer eine gelungene Freiluftfeier. Da ist Spontaneität und manchmal einfach nur gute Kleidung gefragt!

Für den „Klassiker“, die Schatzsuche beim Kindergeburtstag, gibt es bei Familothek ein paar Ideen: Schatzsuche

Am Tag des Kindergeburtstages selbst

Geburtstagskuchen & Co: Die Verpflegung

Klar ist: Die kleinen Gäste kommen nicht wegen des Essens. Trotzdem freuen sich beispielsweise die Eltern der Gastkinder ganz sicher, wenn die müden Helden zu Hause nicht noch ein Abendessen brauchen. Dazu reichen aber meistens Würstchen & Co, belegte Brote oder Pizza – Gourmetrezepte werden von den aufgeregten kleinen Gästen vielleicht nicht wirklich gewürdigt. Wer allerdings Spaß daran hat, für die Kinder aufwendig zu kochen und zu dekorieren – es hat ja keiner gesagt, dass nicht auch die Eltern Spaß am Geburtstag ihrer Kinder haben dürfen. Süßigkeiten und/oder Geburtstagskuchen nicht vergessen, sie gehören zu einem Kindergeburtstag dazu. Dazu eine Idee von der Familothek: Geburtstagskuchen

Kinder, Kinder – die Feier selbst

Das ist die Königsdisziplin für alle Eltern und der Moment, in dem man und frau spätestens alle Erzieher aus der Kita (noch mehr) wertschätzt: Wie halte ich die wilde, zickige, aufgeregte Meute bei der Stange, was mache ich mit „Keine Lust“-Kindern oder den rauflustigen?

  • Hilfe holen: Am besten betreut man einen Kindergeburtstag mindestens zu zweit (bei jüngeren Kindern sind ja oft sowieso noch weitere Betreuungspersonen dabei). Das ist auch bei – hoffentlich kleinen – Unfällen gut, wenn man zum Beispiel mit einem Kind allein weiter weg zur Toilette gehen muss, um das T-Shirt von Saft zu säubern oder ähnliches. Denn so sind die anderen in der Zeit nicht unbeaufsichtigt.
  • Wie viel festes Programm und wie viel „einfach spielen lassen“ – das ist Geschmackssache. Zu beobachten ist seit Jahren eine Tendenz der „Superprofessionalisierung“ von Kindergeburtstagen, Motto: Möglichst viel machen, möglichst viel Programm. Das kann ja schön sein und den Kindern auch tolle Erlebnisse bescheren. Aber: Es muss nicht sein oder nicht immer sein. Die kleinen Gäste, die oft sowieso die ganze Woche (unterschiedliches) Programm haben, sind meist viel anspruchsloser als sich das die Großen denken. Da sind oft ganz andere Dinge wichtig. Also: Bloß nicht das festgesetzte Programm unbedingt durchsetzen!
  • Trotzdem sollte man ein bis zwei Spiele/Highlights ausgedacht und bereit haben, um kritische Situationen zu überbrücken: Zum Beispiel etwas Ruhiges, wenn die Stimmung überschnappt, etwas zum Begeistern für alle, wenn sich aus irgendwelchen Gründen schlechte Stimmung verbreitet.

Und danach…Ein gutes Getränk für die großen Gastgeber bereitstellen, gerne alkoholisch: Geschafft! Bis zum nächsten Jahr….

Haben Sie noch mehr „Profi-Tipps„, Anmerkungen und Ideen zu diesem Thema? Über Kommentare freuen wir uns!

Ein paar Planungshilfen:

       

Vatertag

Erst einmal – so richtig entscheiden kann man sich weltweit nicht, wann denn nun Vatertag ist, und was es dort zu feiern gibt.

In vielen Ländern ist der Vatertag als Pendant zum Muttertag am zweiten Sonntag im Juni (der Muttertag ist ja immer am 2. Sonntag im Mai). In anderen Ländern ist der Vatertag jedes Jahr am 19. März. In fast ganz Skandinavien wird der Vatertag am zweiten Sonntag im November gefeiert.

Und worum geht es am Vatertag? Auch das ist weltweit nicht das Gleiche. In einigen Ländern ehren Kinder ihre Väter und schenken ihnen kleine Geschenke, so wie am Muttertag den Müttern. Anderswo, zum Beispiel in der Schweiz, wird der Vatertag politisch genutzt, um die Rechte von Vätern mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen.

In Deutschland fällt der Vatertag mit dem Feiertag an Christi Himmelfahrt zusammen. Vor circa 200 Jahren entstand in Deutschland die Tradition, den Vatertag als „Herrentag“ im Ausflug mit ausnahmslos männlichen Freunden zu verbringen, ob Väter oder nicht. Durch viel Alkohol, der zu diesem Anlass gerne getrunken wird, gab es in den letzten Jahren leider unerfreuliche Exzesse. So dass beispielsweise Schleswig-Holstein an beliebten Ausflugszielen ein Alkoholverbot für diesen Tag erließ, um die Situation nicht gar so sehr ausufern zu lassen.

Alkoholverbote in Schleswig-Holstein

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,766324,00.html

Heute kann man als Vater in Deutschland eine Segway Touren gewinnen oder sich zum Vatertag einen personalisierten Krimi oder einen Braukurs schenken lassen. Ja, die Kommerzialisierung geht auch an Papa nicht vorbei.

Aber es geht auch anders: Viele Papas lassen sich auch hierzulande gerne eine Kleinigkeit von ihren Sprösslingen schenken und freuen sich an ihrem freien Tag auf einen Ausflug mit der ganzen Familie. Wie schön!

Foto: Joel