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Haltbarkeit von Ostereiern

Abgeschreckt hat keinen Zweck! Wenn Ostern vor der Tür steht – oder gerade vorbei ist, stellen sich jedes Jahr wieder die gleichen Fragen:

Wie lange kann ich gefärbte Eier aufbewahren? Sind braune oder weiße Eier besser? Lassen sie sich auch noch schälen, wenn man sie nicht abschreckt? Wie viele Eier kann ich essen, ohne dass mein Cholesterinspiegel steigt? Sind Eier eigentlich gesund?

  • Ja, Eier sind gesund. Sie enthalten Vitamin A und D, das Zellschutzvitamin Folat, das Stoffwechselvitamin Biotin und verschiedene Mineralstoffe wie Calcium, Phosphor, Natrium, Kalium sowie Zink und Eisen.
  • Und ja, Eier enthalten auch Cholesterin. Aber verschiedene Studien sind letztendlich zu dem Schluss gekommen, dass auch ein erhöhter Eierverzehr sich nicht negativ auf den Cholesterinspiegel auswirkt. Außerdem geht Ostern ja auch wieder vorbei.

 

Wann sind Eier am besten schälbar?

Das Alter des Eis spielt eine Rolle für die Schälbarkeit. Eier, die 14 Tage alt sind, eignen sich hervorragend zum Kochen. Denn nach etwa 14 Tagen ist aus dem frischen Ei bereits soviel Wasser verdampft, dass sich eine deutlich größere Luftkammer im Inneren gebildet hat. Diese gleicht nicht nur Druckunterschiede beim Kochen aus und vermindert damit das Risiko von Beschädigungen, sondern erhöht die Schälbarkeit deutlich. Durch Abschrecken eines Eis stoppen die Köche nur den Garprozeß – ob ein Ei sich schälen lässt, wird dadurch nicht beeinflusst.

 

Braune oder doch lieber weiße Eier?

Die Farbe der Eier hat keinen Einfluss auf Inhaltstoffe oder Qualität. Sie entsteht durch eine Pigmentablagerung in der Schale und hängt von der Hühnerrasse ab. Wichtig ist hingegen eine möglichst glatte Schale, da beim Kochen weniger häufig Schalenrisse auftreten, durch die mögliche Bakterien in die Schale gelangen können.

 

Wie lange kann man gefärbte Eier aufheben?

Das Schweizerische Bundesamt für Gesundheit hat im Jahr 2002 eine Versuchsreihe mit Eiern gemacht und empfiehlt folgende Lagerungszeiten:

  • Nicht abgeschreckte Eier können bei Raumtemperatur 1 Monat (jawohl einen ganzen Monat) aufbewahrt werden.

  • Abgeschreckte Eier dagegen halten sich bei Raumtemperatur (22°C) nur 2-3 Tage, im Kühlschrank 1-2 Wochen.

Quelle: Schweizerisches Bundesamt für Gesundheit Abteilung Lebensmittelwissenschaft (Bulletin Nr. 12 vom 18.März 2002)

 

Warum ist das Abschrecken entscheidend?

Über das Abschreckwasser können durch kleine Risse in der Schale Bakterien ins Innere des Eis gelangen und es in wenigen Tagen verderben. Wer gefärbte Eier eine Zeit lang aufheben will, sollte also unbedingt auf das Abschrecken verzichten. Bei etwas verschmutzten Eiern sollte man grundsätzlich eventuelle Kotrückstände nie unter fließendem Wasser abwaschen. Dadurch wäscht man Bakterien erst recht ins Innere des Eis. Lieber mit einem trockenen Tuch vorsichtig entfernen.

Ganz sicher geht man mit dem Kauf industriell gefärbter Eier. Denn diese werden durch das Abkochen steril und die spezielle Lackschicht verhindert das Eindringen von Keimen. Dadurch sind die Eier selbst bei Zimmertemperatur mehrere Monate haltbar.

 

Sind Eier mit grünlich-blauem Rand verdorben?

Nein. Der Rand entsteht, wenn Eier zu lange oder zu heiß gekocht werden. Dabei vollzieht sich eine chemische Reaktion zwischen dem Eisen im Eigelb und dem Schwefel im Eiweiß, die sich zu Eisensulfid verbinden. Die Verfärbung ist gesundheitlich unbedenklich.

 

Warum soll man Eier nicht mit Silberlöffeln essen?

Auch hier entsteht eine chemische Reaktion: Beim Kochen des Eis entsteht Schwefelwasserstoff, der sich mit der Silberauflage des Löffels zu Silbersulfid verbindet: Der Löffel bekommt einen schwarzen Belag und das Ei einen unangenehmen metallischen Geschmack.

 

Wie erkenne ich, ob mein Ei auch tatsächlich vom Biobauern ist?

Woher ein Ei kommt, können Sie am Erzeugercode erkennen, der auf jedem Ei aufgedruckt ist. Die erste Nummer gibt an, wie die Hühner gehalten wurden: 0 steht für Öko, 1 für Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung und 3 für Käfighaltung. Dann folgt die Abkürzung für das Erzeugerland. DE steht dabei für Deutschland. Die nächsten Zahlen geben den Legebetrieb und die Stallnummer an.

 

Ist mein Ei auch wirklich frisch?

Um das zu beantworten gibt es einen einfachen alten Trick: Legen Sie das Ei vor dem Kochen in ein Glas mit Wasser. Sinkt es zu Boden, ist es frisch. Je älter es wird, desto mehr Wasser entweicht aus dem Inneren und es füllt sich mit Luft. Ein etwa 4 Wochen altes Ei schwimmt an der Oberfläche.

 

Und bei hart gekochten Eiern? Wie erkenne ich es da?

Verschiedenen Quellen zufolge schneidet man das gekochte Ei der Länge nach auf. Bei einem frischen Ei sitzt der Dotter in der Mitte des Eis. Je älter das Ei ist, desto näher wandert der Dotter an den Rand.

Foto: Donar Reiskoffer

 

Spielplätze – vorher checken!

Endlich geht es raus in die Sonne – und die Kids können auf den Spielplatz! Doch Spielplätze können auch gefährlich sein: Nach langem Winter und Matschzeit sind so manche Spielgeräte gefährlich verrottet. Im Sommer selbst haben vielleicht abendliche Feierrunden den Spielplatz in eine Müllhalde mit Zigarettenkippen und Alkoholresten in bunten Flaschen verwandelt.

Es lohnt sich also als Erwachsener die eine oder andere Runde über das Spielgelände zu drehen, bevor man die Kleinen auf Geräte und Gelände loslässt. Folgende Stationen sind dabei hilfreich:

  • Geräte genauer anschauen, einmal umkreisen: Spitze Metallteile bergen Verletzungsgefahr, verrottetes Holz wird vom Spielgerät zur Stolperfalle, in abgerissenen Seilen können sich Kinderfüße verfangen. Das ist leider nicht so selten, wie es klingt.
  • Mitspielen: Spielgeräte müssen auch für Erwachsene immer zu benutzen sein. Wer sich also auch einmal auf die Rutsche schwingt, merkt gleich selbst, ob die Stufen hinauf gefährlich wackeln.
  • Bodenbelag checken: Das ist eine besonders gemeine Falle für spielende Kinder – wenn sich zum Beispiel Glas-Müll im Sand findet und die Kinder unbedarft vom Klettergerüst hinein hüpfen.
  • Bescheid sagen! Viele Spielplätze haben irgendwo einen Aufkleber mit einer Telefonnummer, bei der sich Eltern und Anwohner melden können, wenn die Plätze und Geräte in keinem guten Zustand sind. Am besten sofort, das Handy haben ja meist alle dabei.

Spielplatzpate werden! Wer sich sowieso ständig auf Spielplätzen „herumtreibt“ (und dies tun zum Beispiel Eltern von Kindergartenkindern im Sommer ständig), kann daraus gleich ein ehrenamtliches Engagament für den Spielplatz vor der Haustür machen. Spielplatzpaten haben je nach Kommune etwas unterschiedliche Aufgaben. Auf jeden Fall sind sie für die Gemeinde Ansprechpartner für den jeweiligen Spielplatz und sehen nach, ob alles dort in Ordnung ist. Sie können aber auch Feste auf den Spielplätzen organisieren oder eine durch die Gemeinde gestellte Spielgerätekiste verwalten.

Am besten einmal die eigene Stadt oder Gemeinde mit dem Stichwort „Spielplatzpate“ googeln!

Foto: TÜV Rheinland.

Jetzt geht’s raus – Naturerlebnispfade

Wie alt wird ein Baum? Warum sind die Moore wichtig für den Klimaschutz? Wie funktioniert ein Baumtelefon und was ist ein Waldorakel?

Auf diese und viele andere Fragen geben immer mehr Naturerlebnispfade in Wald und Flur eine leicht verständliche und anschauliche Antwort. Liebevoll angelegt von lokalen Organisatoren, laden sie zum Familienausflug ein: Den Wald fühlen, riechen, hören, sehen und sogar schmecken.

Erlebnispfade in Deutschland, Österreich und der Schweiz

In ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz sind ab April oder Mai die Erlebnispfade wieder komplett begehbar, so dass kleine und große Entdecker meist ab 9:00 Uhr morgens bis zum Einbruch der Dunkelheit spielerisch die Geheimnisse der Natur erforschen können. Der Eintritt ist fast immer frei. Schon Bernhard von Clairvaux (burgundischer Mönch und Kirchenlehrer, 1090 – 1153) wusste: „…., du wirst in den Wäldern mehr finden als in den Bücher. Bäume und Steine werden dich lehren was du von keinem Lehrmeister hörst.“

 

Spaß und Informationen

R-o-t- bu-che-e – buchstabiert Johanna, 7 Jahre, das Schild über einem Baum mit rötlichen Blättern.Zahlreiche Bilder und Schautafeln informieren über Pflanzen, Tiere, Lebensräume und Klima der jeweiligen Region. Ob sich Johanna den so mühsam entzifferten Namen merkt? Manche Lehrpfade beschäftigen sich mit der Geschichte der Gegend oder tierischen Bewohnern von vor langer Zeit, den Dinosauriern.

Interaktives Lernen

Immer mehr Naturlehrpfade sind interaktiv gestaltet. Da gibt es Früchte-Schaukästen, Klanggärten und Baumtelefone. „Ich hab die Augen zugemacht und das Holz war ganz stachelig“, strahlt Konstantin, 5 Jahre. Barfuß-Tastpfade sind auf den Pfaden oft zu finden – und am besten mit geschlossenen Augen zu begehen: Auf angelegten Wegen geht es nach Gras über Holz- und Rindenmulch, dann durch körnigen Sand und über massierenden Kies. Lehmige Erde, raues Gestein, naturgewachsenes Holz und erfrischendes Wasser wecken die Sinne.

Verständnis für die Umwelt fördern

Für die Abenteuerlustigen bieten manche Anlagen ein Labyrinth, in anderen müssen Kinder und Erwachsene ein Baumrätsel lösen oder können auf einer Holzorgel spielen. Neben Spaß und Erholung sollen die Erlebnispfade dazu beitragen, das Verständnis für Natur, Landschaft und Umwelt zu fördern.

Über das Internet findet sich mit Sicherheit auch einen Naturpfad in Ihrer Nähe und ist nicht nur im Urlaub sondern den ganzen Sommer über ein spannendes Erlebnis.

Hier ein Link für Dinosaurier-Freunde:
http://www.thueringer-geopark.de/?page_id=677

Diese Seite bietet eine große Auswahl an:
http://www.naturparkschwarzwald.de/sport-erlebnis/erlebnispfade

Und auch in der Schweiz und in Österreich gibt es viel zu entdecken:
http://www.myswitzerland.com/de/erlebnisse/ausfluege-sommer.html
http://www.kleinwalsertal.com/bergsommer/kultur-natur/erlebnis-lehrpfade.html

Oder einfach das Stichwort Naturerlebnispfad und den gewünschten Ort eingeben. Viel Spaß beim Entdecken!

Foto: Staudinger GmbH

 

Kinder-Flohmarktbesuch planen

Gute Planung ist alles – das gilt auch für den Besuch eines Kinderflohmarktes. Ein paar Tipps für den Besuch von einer passionierten Kinderflohmarktgängerin:

 

Zu bedenken vor dem Kinderflohmarkt-Besuch

  • Den Flohmarkt mit Verstand auswählen: Es scheint banal und natürlich geht niemand auf einen Zwillings-Flohmarkt, wenn er keine Zwillinge hat. Trotzdem vorher überlegen: Wer zum Beispiel für ältere Kinder einkauft, sollte den Kinder-Flohmarkt in der Kinderkrippe links liegen lassen – die Wahrscheinlichkeit, dort passende Kleider und Spielzeug zu finden, ist ja sehr viel geringer als beim Schulflohmarkt eine Ecke weiter. Dort gibt es aber wenig Babysachen und die Umstandskleidung ist vielleicht unmodern.

 

  • Handeln oder nicht? Geschmackssache. Beim Flohmarkt gehört ein bisschen Handeln eigentlich dazu, trotzdem kleben manche Verkäufer feste Preise an ihre Ware. Handeln ist hier eher ein Spaß, denn die meisten Waren haben Preise unter zehn Euro und sind deshalb sowieso schon günstig. Manchmal muss man aber auch einem Verkäufer sagen, dass die Preise zu teuer sind – schließlich hat man die Skihose zufällig selbst gekauft, weiß noch, dass sie 17 Euro kostete und findet die 15 Euro als Preis für die getragene einfach übertrieben. Solche Flohmarkthändler merken aber meist selbst, dass sie wohl zu hohe Preise hatten, da sie ihre Sachen wieder mit nach Hause nehmen.

Kinder auf dem Kinderflohmarkt?

Natürlich hat man beim Kleiderkauf das Kind am besten dabei, um gleich zu testen, ob es gefällt und passt. Aber: Für kleinere Kinder ist ein Flohmarkt oft gar nichts – für die Gänge ist der Kinderwagen manchmal zu groß und Kleinkinder sind naturgemäß so neugierig, dass man statt einzukaufen, alle 3 Minuten verhindern muss, dass der Nachwuchs ein Spielzeug vom Stand entwendet. Hier also am besten allein gehen oder mit anderen Eltern, so dass man wechselseitig kaufen und aufpassen kann. Es gibt auch Flohmärkte und Basare mit Kinderbetreuung – wenn der Nachwuchs dort bleibt…

Für größere Kinder ist Flohmarkt toll, schließlich reicht für einen Spielzeugkauf hier schon das Grundschultaschengeld. Um Streit zu verhindern, sollte man am besten vorher eine Summe ausmachen, die Sohn oder Tochter „auf den Kopf hauen“ dürfen.

Wo findet man den nächsten Termin? Hier Tipps für Kinderflohmarkt-Anfänger

Planungshilfen für den Besuch

  • Checkliste mitnehmen: Was braucht man, welche Größen? Im Flohmarkt-Chaos und wenn es voll ist, hilft das ungemein. Damit man sich auch noch daran erinnert, was wirklich nötig ist und welches Schnäppchen nur ein Spaß wäre.

 

  • Nicht vergessen: Vorausschauend denken. Der Kinder-Flohmarkt ist im Oktober und von Schnee keine Spur? Trotzdem, da die Märkte meist nur zweimal im Jahr sind, muss man beim Besuch schon vorplanen und zum Beispiel schon im Herbst die kleinen Goodies für den selbstgemachten Adventskalender kaufen.

 

  • Passende Kleider zum Größe Messen mitnehmen: Wenn man die Kinder beim Flohmarkt nicht dabei hat, sind passende Kleider zum Messen praktisch. Bei Kindergrößen ist es oft auch nicht anders als bei Erwachsenen: Größe 116 ist nicht immer gleich Größe 116. Bei manchen gebrauchten Kleidern sind die Etiketten sowieso bereits herausgetrennt. Ganz wichtig ist ein Größenvergleich beim Thema Schuhe. Da hilft auch die passende Kinderschuh-Schablone in der Handtasche.

Irgendwann sind übrigens die Flohmarktzeiten vorbei: Wenn Kinder Teenager und eitel werden und nicht alles tragen wollen, was Eltern ihnen kaufen. Schade, schön wars….

 

Draußen-Tipp: Blüten-Tattoos

Im Sommer präsentiert sich die Natur in all ihrer Pracht und Vielfalt. Dazu gehören natürlich auch die zahlreichen Blumen und Blüten.

Was man damit machen kann, zeige ich heute: Blütentattoos. Die von Kindern so geliebten Tattoos ohne chemische Zusätze. Sie sind nicht so langlebig, wie ihre chemischen Brüder – aber das ist ja eher positiv – hat Sohn oder Tochter nicht noch nach einer Woche undefinierbare farbige Flecken auf der Hand…Tattoos nicht aus dem Kaugummiautomaten, sondern aus der Natur!

Benötigt werden:
Vaseline oder eine andere fettige Creme, Blüten in verschiedenen Farben und los geht’s:

Als erstes sammeln die Kinder verschiedene, bunte Blumen. Sie bekommen dazu den Auftrag, circa 3 Blütenköpfe in drei verschiedenen Farben zu sammeln, nicht mehr. Sträußchen für die Mama, den Papa oder die Oma, kann man später noch pflücken.

Wenn man eine pädagogische Komponente reinbringen möchte, kann man die Kinder in Gruppen aufteilen. Jede Gruppe bekommt den Auftrag, eine bestimmte Farbe zu finden. Oder ich gebe eine bestimmte Blume vor, die gesucht werden soll. So lernen die kleineren Kinder die verschiedenen Farben kennen und die größeren auch die Namen der Blumen.


Nach ca. 10 Minuten treffen sich alle wieder. Ich zeige den Kindern ein Beispiel, welches ich auf meiner Hand vorbereitet habe. Nun bekommt jedes Kind einen Klecks Creme auf den Handrücken. Nützlich ist es, wenn die Kinder eine Faust machen, dann kann man die Creme besser verstreichen. Bitte auf Links- und Rechtshändigkeit achten.

Das Kind benötigt „seine“ Hand zum Arbeiten, das heißt die Creme auf die andere Hand geben. Nun können die Kinder die Blütenblätter abzupfen und ganz nach ihrer eigenen Vorstellung auf ihrem Handrücken anordnen.

Zum Schluss kann man als Erinnerung ein Foto machen, da der Spaß meistens nach einer Weile wieder abfällt.

Die anderen Draußen-Tipps rund ums Jahr

Auf der Suche nach dem Frühling

Forschen und Entdecken am Bach

Farben der Natur

Herbst mit Blättern und Kastanie

Text und Fotos: Stefanie Sauerland

 

Draußen-Tipp: Auf der Suche nach dem Frühling

Der Frühling kommt, bestimmt!

 

Wie oft haben wir im Winter aus dem Fenster, geguckt und nach den ersten Anzeichen des Frühlings Ausschau gehalten? Igendwann ist es soweit, die Natur ist aufgewacht: Frühlingsboten kämpfen sich durch das Laub und an den Ästen der Bäume öffnen sich die Knospen. Und dann machen sich die kleinen Naturforscher auf die Suche nach dem Frühling:

 

Wir benötigen:
(Ausgediente) Rahmen von Bildern ohne Rückwand, Glasscheibe, etc. also wirklich nur den eigentlichen Rahmen, ev. einen Fotoapparat, um die Eindrücke fest zu halten.

 

Frühlingsanzeichen im Bilderrahmen betrachtet

Nun schicken wir die Kinder mit dem Bilderrahmen auf die Suche. Mit diesem sollen sie einen Ausschnitt in der Natur zu suchen, in dem sich der Frühling zeigt.

Hat ein Kind einen Frühlingsboten gefunden, hält es den Rahmen an die Stelle. Dann  kann entweder ein zweites Kind oder ein Erwachsener das „Bild“ mit dem Fotoapparat festhalten.

 

Möglich ist auch eine Freiluftausstellung daraus zu machen. Die Kinder gehen zusammen die Fundorte ab und jeder „Künstler“ zeigt und beschreibt sein Bild. Später werden alle Entdeckungen nochmal gemeinsam besprochen.

 

Frühlingssuche mit dem „Kamera Klick Spiel“

Zwei Kinder bilden ein Paar. Ein Kind spielt die Kamera, das andere den Fotografen.Das „Kamera“-Kind macht die Augen zu und wird vom „Fotografen“-Kind an 2-3 verschiedene Orte geführt, wo es etwas Bestimmtes zu sehen gibt: Das kann eine Blume sein, eine Baumrinde, ein besonderer Blick auf eine Landschaftsform (See, Berg, etc.).

Dort berührt der Fotograf die Schulter oder das Ohrläppchen der „Kamera“, welche daraufhin für 10 Sekunden die Augen öffnet und nach erneutem Berühren wieder schließt. Nach einer Weile werden die Rollen gewechselt. Wenn alle fertig sind kommt man zusammen und jeder darf beschreiben was er gesehen und wie er sich gefühlt hat.

Ältere Kinder können auch auf die Suche nach den zuvor nur sehr kurz betrachteten Bildern gehen um sie noch einmal in Ruhe zu betrachten, oder einfach um zu schauen, welche sie überhaupt wieder finden.

Das Auge für die Natur schulen

Beide Spiele lenken den Blick auf einen Ausschnitt in der Natur und schulen damit das genaue Hinschauen und die Konzentration auf einen bestimmtem Ausschnitt (selektives Sehen). Dadurch werden oft Dinge entdeckt, die einem sonst entgehen.

Gerade in einer Welt mit immer schneller werdenden Bildern, bilden die gemachten Erfahrungen ein wichtigen Beitrag zur Entschleunigung und die Kinder lernen auf spielerische Weise den Naturraum ihrer Umgebung und damit, ökologische Zusammenhänge zu erkennen.

Einen schönen Frühlingsanfang wünscht euch Stefanie Sauerland.

Noch mehr Spiel- und Basteltipps in und mit der Natur hier

Farben der Natur

Forschen und Entdecken am Bach

Herbst mit Kastanien und Blättern

Blütentattoos

Tipps für Naturerfahrungsexkursionen in München:

http://oberbayern.lbv.de/wildniskueche/lbv-wildniskoeche-und-ihre-angebote/stefanie-sauerland.html

Schablone Kinderschuhgröße

Jedes Frühjahr und jeden Herbst – und öfter – das gleiche Spiel: Die Kinderfüße sind gewachsen, neue Schuhe müssen her! Und in welcher Größe?

Am allerbesten ist es, beide Füße gleichzeitig auf ein Stück festes Papier zu stellen, einmal rundherum zeichnen, ausschneiden, und mit Kind und Schablone Schuhe kaufen gehen. Die Schablone im Schuhgschäft einlegen oder noch besser die lose Sohle (gibt es nicht immer) herausnehmen und vergleichen. Das ist manchmal aussagekräftiger, als das Kind selbst anprobieren zu lassen: Kleinere Kinder ziehen unbemerkt die Zehen im Schuh an, wenn er zu klein ist. Größere Kinder schwindeln gerne mal „der passt super“, wenn ihnen beispielsweise das Modell gefällt oder sie schnell mit dem lästigen Schuhkauf fertig werden wollen.

Also Schuhe mit Vorlage kaufen macht Sinn! Als Service für unsere Leser hier eine Schablone zum herunterladen – abgemessen nach den Maßen deutscher Schuhgrößen. Sie soll ein erster Anhaltspunkt sein, welche Größe es nun nun dieses Jahr ist oder kann als Vorlage zum Ausschneiden des Fußes genutzt werden. Die Breite der Kinderfüße berücksichtigt die Schablone nicht.

Hier Schablone herunterladen: Schugroessen-messen

Bitte nach dem Ausdrucken messen, ob die Größe 17 eine Länge von 112 mm hat. Falls nicht: Druckereinstellungen überprüfen!

Vatertag

Erst einmal – so richtig entscheiden kann man sich weltweit nicht, wann denn nun Vatertag ist, und was es dort zu feiern gibt.

In vielen Ländern ist der Vatertag als Pendant zum Muttertag am zweiten Sonntag im Juni (der Muttertag ist ja immer am 2. Sonntag im Mai). In anderen Ländern ist der Vatertag jedes Jahr am 19. März. In fast ganz Skandinavien wird der Vatertag am zweiten Sonntag im November gefeiert.

Und worum geht es am Vatertag? Auch das ist weltweit nicht das Gleiche. In einigen Ländern ehren Kinder ihre Väter und schenken ihnen kleine Geschenke, so wie am Muttertag den Müttern. Anderswo, zum Beispiel in der Schweiz, wird der Vatertag politisch genutzt, um die Rechte von Vätern mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen.

In Deutschland fällt der Vatertag mit dem Feiertag an Christi Himmelfahrt zusammen. Vor circa 200 Jahren entstand in Deutschland die Tradition, den Vatertag als „Herrentag“ im Ausflug mit ausnahmslos männlichen Freunden zu verbringen, ob Väter oder nicht. Durch viel Alkohol, der zu diesem Anlass gerne getrunken wird, gab es in den letzten Jahren leider unerfreuliche Exzesse. So dass beispielsweise Schleswig-Holstein an beliebten Ausflugszielen ein Alkoholverbot für diesen Tag erließ, um die Situation nicht gar so sehr ausufern zu lassen.

Alkoholverbote in Schleswig-Holstein

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,766324,00.html

Heute kann man als Vater in Deutschland eine Segway Touren gewinnen oder sich zum Vatertag einen personalisierten Krimi oder einen Braukurs schenken lassen. Ja, die Kommerzialisierung geht auch an Papa nicht vorbei.

Aber es geht auch anders: Viele Papas lassen sich auch hierzulande gerne eine Kleinigkeit von ihren Sprösslingen schenken und freuen sich an ihrem freien Tag auf einen Ausflug mit der ganzen Familie. Wie schön!

Foto: Joel

Frühlingshafte Rezepte mit gesunden Tipps

Wer Eltern ist, schaut meist mehr auf gesundes Essen – aber immer das Problem, dass es den kleinen Gourmets auch noch schmecken soll…Passend zur Jahreszeit ein Buchtipp über Leckeres und gleichzeitig Gesundes nach den Erkenntnissen von Hildegard von Bingen:

Die Jahreszeit bietet sich einfach an: Frühling in den Kochtopf! Wenn es auch noch gesund ist – umso besser! Eine Expertin über Nahrungsmittel und ihre Heilkräfte war die Universalgelehrte und Äbtissin Hildegard von Bingen (1098 – 1179) und zwar schon vor über 800 Jahren… Sie hat zwar keine Rezepte hinterlassen, wohl aber eine Menge Pflanzen- und Gewürzbeschreibungen. Die lesen sich heute wie das Sortiment eines gut bestückten Bio-Ladens. „Rezepte und Weisheiten nach Hildegard von Bingen – Kochen mit Leib und Seele“ heißt das ansprechend gestaltete Lese- und Kochbuch, erschienen im Weltbild-Verlag und auch nur dort erhältlich für 12,90 €, Weltbildverlag. Es ist das erste und bislang einzige Kochbuch dieser Art, an dem die Abtei mitgewirkt hat.

Es gibt viele gute Tipps, in welcher körperlichen Verfassung man welche Lebensmittel essen sollte. So empfiehlt die kluge Ordensfrau Obstsäfte nur mit trockenem Brot (oder zu Mahlzeiten) zu trinken – sonst  bekommt man häufig Kopfschmerzen. Wirklich erstaunlich über welches Wissen die heilige Hildegard verfügte – ohne aufwendige Laboruntersuchungen und statistische Erhebungen…

Aktuelle Erkenntnisse ergänzt Schwester Hiltrud Gutjahr, Wallfahrts- und Pilgerseelsorgerin an der Abtei St. Hildegard in Rüdesheim/Eibingen. Auf dieser Grundlage entwickelte der ambitionierte Küchenmeister Pasquale Piccino herrliche Rezepte für eine moderne Küche mit italienischem Charme. Acht Jahre lang wirkte er als Küchenleiter in der Abtei St. Hildegard. Dabei lernte er die Weisheiten der heiligen Hildegard kennen und schätzen. Mit viel Können und Phantasie zaubert er eine gesunde, äußerste wohlschmeckende, mediterran angehauchte Küche auf die Teller…

So schmeckt der Frühling! Und aus Lebensmittel werden Heilmittel….

Von Lisa Hilbich

 

Foto: Weltbildverlag

 

Gestatten Sie? Frau Frühling!

„Guten Tag, Herr Winter!“ Die Namen der Jahreszeiten sind in Deutschland die am meisten verbreiteten Familiennamen.

Herrn und Frau Sommer gibt es ca. 48.000 Mal und Herrn und Frau Winter 47.000 Mal. Beide sind unter den am meisten verbreiteten 50 Familiennamen im Lande.

Was ist aber mit Herrn und Frau Frühling? Diesen Namen gibt es nur circa 1.500 Mal. Warum? An der Beliebtheit der Jahreszeit kann es nicht liegen!

Das Wort Frühling ist erst im 15. Jahrhundert in Gebrauch gekommen. Zu diesem Zeitpunkt war die Bildung der Familiennamen fast komplett abgeschlossen. Der frühere Begriff für Frühling, Lenz, ist ein ebenfalls verbreiteter Nachname in Deutschland: Circa 20.000 Leute tragen ihn.

Bild: aboutpixel.de / the spring is my love © Stefan Zimmer