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Alternativen zu Indoor-Spielplätzen

kinderspass im Kinderland

Sie sind laut, sie sind teuer und die Kinder lieben sie – Indoor-Spielplätze. Kaum ein Elternteil, das nicht wenigstens einmal Sohn oder Tochter aus der riesigen Halle mit ohrenbetäubendem Krach vom Kindergeburtstag abgeholt hat – mit leuchtenden Augen natürlich und so richtig ausgetobt. Und sicher, wenn die Matschsaison startet, weiß so mancher nicht, wie er dem Nachwuchs täglich genügend Auslauf bieten kann. Gibt es eigentlich Alternativen? Aber ja!

Winterspielplätze

Für Eltern von kleinen Kindern eine wirkliche Alternative: Kirchengemeinden oder andere gemeinnützige Organisationen statten ihre Räume an ein paar Tagen die Woche mit Kleinkinderspielzeug aus und lassen die Kleinen dort zu festgelegten Uhrzeiten und meist gegen eine Spende toben und krabbeln. Da gibt es das Bällebad, die Balanciermeile oder den Drehkreisel – alles kleinkindgerecht und sehr viel entspannter als im Kleinkindbereich eines Indoor-Spielplatzes. Einziger Nachteil, aber verständlich: Ältere Kinder, ab 4 Jahre oder ab Schulalter haben keinen Zutritt. Das gilt dann auch für ältere Geschwister.

Alternative Indoorhallen

Nicht hundertpotzentig kommerziell, und für die Kinder auch der Hit – öffentlich geförderte Hallen, zu finden eher in größeren Städten. Sie haben ein paar „Indoor-Highlights“ – zum Beispiel eine lange Rutsche oder eine Kletterwand. Sie haben viel Platz, aber nicht den ganzen Indoor-Karussell-Klimbim. Das bedeutet natürlich, dass der Eintrittspreis dementsprechend geringer ist – wie schön! Außerdem kommen die Kurzen etwas kreativer zu ihrem Auslauf und setzten sich nicht einfach bloß in ein Elektroauto.

Kinderland

Na klar, wir wissen auch, dass Möbelhäuser und Gartencenter ihre aufwendigen Kinderspiellandschaften nur deshalb angelegt haben, um deren Eltern als Kunden zu gewinnen. Wenn man aber nicht einmal einen Balkon hat und sowieso schon zu viele Möbel?? Dann schickt man sein Kind trotzdem ein paar Stunden in die kostenlose Kletterwelt des Gartencenters und kauft einen Blumentopf (wenn man ihn braucht). Schließlich wollen die Macher ihre Kinderwelten auch bevölkert haben, so ganz leer traut sich dann vielleicht nicht einmal ein potenzielles Kundenkind herein. Na also – Win-win-Situation! Da immer mehr davon aus dem Boden schießen, lohnt eine Recherche, was gerade in der Nähe aufgemacht hat.

 

 

Foto: Ikea

 

Draussen Tipp: Selbstgemachter Naturschmuck

Geschenke für Weihnachten und Co. Wie denkt ihr? Jetzt schon? Na, ja, für manche kommt Weihnachten ja jedes Jahr sehr überraschend. Nicht für uns, denn wir sorgen vor, mit dem etwas anderen Weihnachtsgeschenk:
Schmuck den uns die Natur schenkt.

Kostenlos, nachhaltig und umweltfreundlich, wer kann das schon von seinen Weihnachtsgeschenken behaupten? Und dann auch noch ein selbstgemachtes Unikat! Unbezahlbar!

Ein individuelles Schmuckstück in Form einer Kette oder eines Armbandes und für kleine und große Jungs: ein Schlüsselanhänger.

Also gleich raus und schon findet ihr eine riesige Palette an bunten Möglichkeiten, wie roten Hagebutten, braunglänzenden Kastanien, grünschimmernden Eicheln, oder orangeleuchtenden Vogelbeeren. Ihr müsst sie nur aufheben oder abpflücken. Vorsicht allerdings bei unbekannten Beeren und Früchten, diese können giftig sein! Und wir wollen ja unsere Umwelt achten. Zum Beispiel nicht alle Hagebutten eines Strauches abpflücken, sondern nachhaltig ernten, das heißt: hier ein bisschen und dort ein bisschen.

Kette, Armband oder Schlüsselanhänger

Wir benötigen:

  • dünne Sisal- oder Hanfschnur.
  • Naturmaterialien wie Hagebutten, Vogelbeeren, kleine Kastanien, Eicheln, Haselnüsse, Rindenstückchen, Holunderzweige, eventuell kleine Schneckenhäuser, Zapfen klein, kleine Holzscheiben, Holzperlen, etcetera.
  • eine feine Säge, Handbohrer (Baumarkt oder Bastelladen), dicke! Stopfnadeln (mit Spitze), mit so großem Loch, dass die Schnur durchpasst.
  • Für den Schlüsselanhänger benötigen wir zusätzlich noch einen Schlüsselbundring oder Karabinerhaken. Die gibt es im Bastelladen zu kaufen, oder ihr macht einfach einen von einem Werbeschlüsselband ab.

Perlen aus der Natur

Eine gute Grundlage, um „Perlen“ zu machen, sind Holunderzweige, denn sie sind innen hohl. Sie werden zunächst in kleine Stücke gesägt und danach wird mit einem Handbohrer oder dicken Nagel das Mark aus dem Holunder gekratzt.

Diese „Naturperle“ kann nun entweder mit Rinde verwendet werden, oder man schält die Rinde ab. Das gibt unterschiedliche Effekte.
Um Löcher in Kastanien, Eicheln und Nüsse zu bohren, eignet sich am besten ein Handbohrer, das sind die mit den schwarzen Griffen.

Um diese größeren Perlen aufzufädeln ist die Dicke der Schnur nicht so wichtig. Für Hagebutten und Vogelbeeren eignet sich allerdings nur eine dünne Schnur.

Nun bestimmt man, wie lang die Kette oder das Armband sein soll und fädelt nach Lust und Laune verschiedene Gegenstände auf die Schnur.

Wichtig ist dabei ein Stück für den Verschluss frei zu lassen.

Verschluss für den Naturschmuck

Der Verschluss wird folgendermaßen gemacht:

  • Das eine Ende knotet man zu einer Schlaufe und am anderen Ende knotet man ein kleines Stückchen Holz oder eine kleine Perle aus Holz fest. Die Schlaufe muss natürlich so groß sein, dass  die Perle hindurch passt.
  •  Für den Schlüsselanhänger knoten wir zuerst die Schnur am Schlüsselbundring oder Karabinerhaken fest. Dann wird wieder gefädelt und ans Ende kann man z.B. ein besonders schönes oder großes Stück platzieren, zum Schluss muss das Ganze mit einem Knoten gut gesichert werden.

Viel Spaß und Erfolg beim Geschenke basteln wünscht euch wie immer eure
Stefanie Sauerland.

Noch ein Draußen-Tipp für den Herbst

Alle anderen Draußen-Tipps von Stefanie Sauerland seht ihr, wenn ihr oben auf ihren Namen klickt

Kinder-Flohmarktbesuch planen

Gute Planung ist alles – das gilt auch für den Besuch eines Kinderflohmarktes. Ein paar Tipps für den Besuch von einer passionierten Kinderflohmarktgängerin:

 

Zu bedenken vor dem Kinderflohmarkt-Besuch

  • Den Flohmarkt mit Verstand auswählen: Es scheint banal und natürlich geht niemand auf einen Zwillings-Flohmarkt, wenn er keine Zwillinge hat. Trotzdem vorher überlegen: Wer zum Beispiel für ältere Kinder einkauft, sollte den Kinder-Flohmarkt in der Kinderkrippe links liegen lassen – die Wahrscheinlichkeit, dort passende Kleider und Spielzeug zu finden, ist ja sehr viel geringer als beim Schulflohmarkt eine Ecke weiter. Dort gibt es aber wenig Babysachen und die Umstandskleidung ist vielleicht unmodern.

 

  • Handeln oder nicht? Geschmackssache. Beim Flohmarkt gehört ein bisschen Handeln eigentlich dazu, trotzdem kleben manche Verkäufer feste Preise an ihre Ware. Handeln ist hier eher ein Spaß, denn die meisten Waren haben Preise unter zehn Euro und sind deshalb sowieso schon günstig. Manchmal muss man aber auch einem Verkäufer sagen, dass die Preise zu teuer sind – schließlich hat man die Skihose zufällig selbst gekauft, weiß noch, dass sie 17 Euro kostete und findet die 15 Euro als Preis für die getragene einfach übertrieben. Solche Flohmarkthändler merken aber meist selbst, dass sie wohl zu hohe Preise hatten, da sie ihre Sachen wieder mit nach Hause nehmen.

Kinder auf dem Kinderflohmarkt?

Natürlich hat man beim Kleiderkauf das Kind am besten dabei, um gleich zu testen, ob es gefällt und passt. Aber: Für kleinere Kinder ist ein Flohmarkt oft gar nichts – für die Gänge ist der Kinderwagen manchmal zu groß und Kleinkinder sind naturgemäß so neugierig, dass man statt einzukaufen, alle 3 Minuten verhindern muss, dass der Nachwuchs ein Spielzeug vom Stand entwendet. Hier also am besten allein gehen oder mit anderen Eltern, so dass man wechselseitig kaufen und aufpassen kann. Es gibt auch Flohmärkte und Basare mit Kinderbetreuung – wenn der Nachwuchs dort bleibt…

Für größere Kinder ist Flohmarkt toll, schließlich reicht für einen Spielzeugkauf hier schon das Grundschultaschengeld. Um Streit zu verhindern, sollte man am besten vorher eine Summe ausmachen, die Sohn oder Tochter „auf den Kopf hauen“ dürfen.

Wo findet man den nächsten Termin? Hier Tipps für Kinderflohmarkt-Anfänger

Planungshilfen für den Besuch

  • Checkliste mitnehmen: Was braucht man, welche Größen? Im Flohmarkt-Chaos und wenn es voll ist, hilft das ungemein. Damit man sich auch noch daran erinnert, was wirklich nötig ist und welches Schnäppchen nur ein Spaß wäre.

 

  • Nicht vergessen: Vorausschauend denken. Der Kinder-Flohmarkt ist im Oktober und von Schnee keine Spur? Trotzdem, da die Märkte meist nur zweimal im Jahr sind, muss man beim Besuch schon vorplanen und zum Beispiel schon im Herbst die kleinen Goodies für den selbstgemachten Adventskalender kaufen.

 

  • Passende Kleider zum Größe Messen mitnehmen: Wenn man die Kinder beim Flohmarkt nicht dabei hat, sind passende Kleider zum Messen praktisch. Bei Kindergrößen ist es oft auch nicht anders als bei Erwachsenen: Größe 116 ist nicht immer gleich Größe 116. Bei manchen gebrauchten Kleidern sind die Etiketten sowieso bereits herausgetrennt. Ganz wichtig ist ein Größenvergleich beim Thema Schuhe. Da hilft auch die passende Kinderschuh-Schablone in der Handtasche.

Irgendwann sind übrigens die Flohmarktzeiten vorbei: Wenn Kinder Teenager und eitel werden und nicht alles tragen wollen, was Eltern ihnen kaufen. Schade, schön wars….

 

Ritter Rost – der Film

„Das muß ein Ritter können…“ Ritter Rost kann jetzt auch Film: „Ritter Rost – Eisenhart und voll verbeult“ heißt des Ritters Kinodebüt.

Wie immer ist der Ritter mit der Registrierkasse als Bauch etwas chaotisch und ganz ritteruntypisch ängstlich. Auch die anderen bekannten Figuren wie Bö, der Drache Koks und der König Bleifuß sind im Film dabei.

Die Geschichte beginnt mit einem Ritterturnier, in dem Ritter Rost seinen unangenehmen Rivalen Prinz Protz besiegt. Leider nur auf den ersten Blick, denn der beleidigte Protz beschuldigt Ritter Rost des Diebstahls. Rost verliert seine Burg, sein Ritterdasein und die Freundschaft von Bö. Und Prinz Protz führt noch Schlimmeres im Schilde…Aber am Ende ist wirklich, wirklich alles wieder gut.

Die einfallsreichen Zeichnungen von Ritter Rost und seinen Freunden sind eine Augenfreude für kleine und große Filmbesucher. Und Ritter Rost-Geschichten als Film bieten schöne Möglichkeiten: Tassen kuscheln, Drachenköpfe schnauben aus Baggerschaufeln und die Armee der reycelten Freunde von Ritter Rost und seinem König blasen zum Angriff – hier würde sich eine Zeitlupe anbieten, um die detailliert konstruierten Bewohner des Königreichs einzeln bewundern zu können.

Gesungen wird in dem Film leider wenig – schade, sind die Ritter Rost Lieder doch wirklich schön. Stattdessen sprechen bekannte Schauspieler die Figuren: Ritter Rost hat die Stimme von Rick Cavanian, Prinz Protz wird von Christoph Maria Herbst genäselt, Tom Gerhardt als Drache Koks und als Bö spricht Carolin Kebekus.

Ritter Rost – Eisenhart und voll verbeult ist ein sehr hübscher und witziger Film für Groß und Klein. Kleiner Gag am Rande für begleitende Mamas: Auch eingesperrte Exfreundinnen des Prinzen Protz spielen eine kleine Rolle -“ Immer wenn er eine Neue sieht, will er die Gewohnte nicht mehr…“

„Ritter Rost – Eisenhart und voll verbeult“, mehr darüber hier http://www.ritterrost-welt.de/
(mit Kinofinder)

Foto: Universum Film

Mehr vom Ritter Rost sowie Buch und Hörspiel zum Nachhören und – lesen:

      

 

Schablone Kinderschuhgröße

Jedes Frühjahr und jeden Herbst – und öfter – das gleiche Spiel: Die Kinderfüße sind gewachsen, neue Schuhe müssen her! Und in welcher Größe?

Am allerbesten ist es, beide Füße gleichzeitig auf ein Stück festes Papier zu stellen, einmal rundherum zeichnen, ausschneiden, und mit Kind und Schablone Schuhe kaufen gehen. Die Schablone im Schuhgschäft einlegen oder noch besser die lose Sohle (gibt es nicht immer) herausnehmen und vergleichen. Das ist manchmal aussagekräftiger, als das Kind selbst anprobieren zu lassen: Kleinere Kinder ziehen unbemerkt die Zehen im Schuh an, wenn er zu klein ist. Größere Kinder schwindeln gerne mal „der passt super“, wenn ihnen beispielsweise das Modell gefällt oder sie schnell mit dem lästigen Schuhkauf fertig werden wollen.

Also Schuhe mit Vorlage kaufen macht Sinn! Als Service für unsere Leser hier eine Schablone zum herunterladen – abgemessen nach den Maßen deutscher Schuhgrößen. Sie soll ein erster Anhaltspunkt sein, welche Größe es nun nun dieses Jahr ist oder kann als Vorlage zum Ausschneiden des Fußes genutzt werden. Die Breite der Kinderfüße berücksichtigt die Schablone nicht.

Hier Schablone herunterladen: Schugroessen-messen

Bitte nach dem Ausdrucken messen, ob die Größe 17 eine Länge von 112 mm hat. Falls nicht: Druckereinstellungen überprüfen!

Draussen-Tipp: Herbst mit Blättern und Kastanie

So, nun ist er da, der Herbst! Mit all seinen Farben und Gerüchen. Ich liebe sie, die Farben, nicht so sehr die Gerüche. Und das Wetter ist super zum Draußen toben. Wisst ihr noch, wieviel Spaß es gemacht hat, mitten durch zusammen gefegte Laubhaufen zu rennen? Immer noch ist das ein Riesenspaß für die Kinder. Was man aus Laub und sonstigen Herbstschönheiten alles machen kann:

 

Herbstkrone

Wir benötigen:

  • Ahornblätter
  • eventuell Schere oder Taschenmesser

Der Löwe, König des Waldes? Nicht bei uns, wir setzen uns selber die Krone auf und das mit ganz umweltfreundlichen und natürlichen Materialien.

Wir sammeln 6-8 noch nicht so trockene Ahornblätter, je nach Größe der Blätter und nach Größe des zu bekrönenden Kopfes. Die Stängel knipsen wir mit der Hand oder einer Schere, ab. Nun legen wir die Ahornblätter überlappend vor uns hin. Es gibt verschiedene Überlappungsformen, jeder wie er mag.


Mit den dünneren Stielenden „nähen“ wir nun jeweils zwei sich überlappende Blätter mit einem Steppstich zusammen. Das bedeutet, wir stechen von oben in die Blätter rein und an anderer Stelle von unten wieder nach oben zurück. Man kann die Stiele später noch zurechtstutzen oder baut die verdickten Enden des Ahornstengels als kreatives Element in die Krone mit ein. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Wenn wir alle Blätter miteinander verbunden haben, können wir die Größe der Krone am Kopf testen und noch Blätter zufügen oder wegnehmen. Zum Schluss wird die Blätterreihe zu einer Runde geschlossen, wieder mit einem Steppstich. Fertig ist unsere Herbstkrone, die jeden Löwen erblassen lassen würde.

 

Kastanienflieger / Kastanienschleuder

Wir benötigen:

  • Kastanien, pro Kind ein bis zwei
  • Handbohrer, Taschenmesser
  • buntes Krepppapier
  • Schnur
  • Schere

Mit einem Handbohrer – ihr wisst schon, die mit einem schwarzen geschwungenem Griff, allseits aus dem Kindergarten bekannt – oder der Ahle des Taschenmessers bohren wir ein Loch bis in die Mitte einer Kastanie. Das Loch darf nichts zu groß werden, lieber einmal nachbohren.

Vom Krepppapier schneiden wir mit einer Schere ca. 2 cm breite Rollen ab, die sehen dann ähnlich wie Luftschlangenröllchen aus. Jetzt stopfen wir mit Hilfe des Bohrers die Enden von 3, 4 oder 5 (je nach Dicke) Krepppapierstreifen in das Loch fest hinein. Je fester sie drin sind, desto weniger schnell fallen sie wieder raus, logisch, oder?

Nun haben wir eine Kastanie mit Schwänzchen, die prima durch die Luft fliegt. Fortgeschrittene bohren vorsichtig noch ein Loch in die Kastanie, ziehen durch dieses Loch eine ungefähr 40 cm lange Schnur, verknoten diese und haben: eine Kastanienschleuder. Was ihr damit alles machen könnt? Findet es selber heraus! Ich sage nur: „Vorsicht vor Bäumen!“ und vor Wasser, da löst sich die ganze Pracht nämlich schnell auf. Ist ja klar, ist ja auch dünnes Papier.

Viel Spaß mit dem Herbst, wünscht euch wie immer, eure
Stefanie Sauerland

Weitere DraußenTipps:

Farben der Natur

Forschen und entdecken am Bach

Blütentattoos

Herbst mit Blättern und Kastanie

 

Text und Fotos: Stefanie Sauerland

Foto Kastanie: A. Bilang

 

Grippeimpfung auch für Kinder?

Jedes Jahr im Herbst rät die Ständige Impfkommission der Bundesrepublik Deutschland (STIKO) zur Grippeimpfung vor Beginn der kalten Jahreszeit. Aber rät sie dies auch für Kinder?

Jein. Geimpft werden sollten Kinder ab 6 Monaten lediglich dann, wenn sie chronisch krank sind. Also beispielsweise einen angeborenen Herzfehler haben, unter chronischen Lungenerkrankungen leiden wie Asthma oder Mukoviszidose. Außerdem bei Stoffwechselleiden wie Diabetes sowie angeborener oder erworbener Immunschwäche.

Neu ist, dass eine Impfung sowohl durch eine Spritze als auch durch das Einsprühen in die Nase möglich ist. Studien bei Kindern ab zwei und unter sechs bis sieben Jahre haben einen besseren Schutz des Wirkstoffes ergeben, der durch die Nase eingesprüht wird. Die Ständige Impfkommision, weist aber darauf hin, dass sie keinerlei Impfart empfehlen – es gibt wohl dazu in der Summe noch zu wenige Studien.

Die STIKO ist ein Rat aus Fachleuten, unterstützt von Wissenschaftlern des Robert Koch-Instituts, der sich zweimal jährlich trifft, um aktuelle Empfehlungen zum Thema Impfen auszusprechen.

Draussen-Tipp: Farben der Natur

Das Kreativsein in und mit der Natur beflügelt die Sinne und lehrt uns, genau hinzuschauen.

 

Etwas suchen und finden spornt den Entdeckergeist der Kinder an. Mit den Naturgegenständen etwas herstellen fördert die Fantasie und – macht Spaß! Kinder sind oft erstaunt, welche kräftigen oft sogar grellen Farben in der Natur vorkommen.

Die letzten Farben des Sommers, oder die ersten des Herbstes einfangen. Dazu soll unser  Draußen Tipp anspornen.

 

Draussen-Tipp 3: Die Farben der Natur

Wir benötigen:

  • Pappe,
  • Schere,
  • doppelseitiges Klebeband

Und so geht’s: Für die Palette schneidet ihr ein Oval in Form einer Palette aus. Als nächstes schneidet ihr ein Loch für den Daumen zum Halten  und ordnet entlang des Randes die in kleine Quadrate geschnittenen Klebestreifen an.

Findet Farben der Natur!

Nun werden die Kinder mit den Paletten losgeschickt, mit der Aufgabe möglichst viele Naturmaterialien in unterschiedlichen Farben zu finden und auf die Palette auf zu kleben.

Für kleinere Kinder könnt ihr als Hilfestellung die Farben vorher auf die Palette aufmalen. Auch benötigen sie eventuell Unterstützung beim Abfriemeln des Schutzpapieres des Klebebandes. Bitte die Kinder darauf hinweisen, die Schnipsel nicht in die Natur zu werfen.

Größere Kinder können die gefundenen Sachen schon in der Reihenfolge von hell nach dunkel anordnen. Wenn alle Kinder fertig sind, schauen wir gemeinsam die Fundstücke an und besprechen die gesammelten Farben.

Natürlich könnt ihr diese Aktion das ganze Jahr über machen  Da ist sogar sehr interessant, da je nach Jahreszeit ganz unterschiedliche, spannende Ergebnisse dabei herauskommen.

Im Anschluss daran können wir noch gestalterisch tätig werden:

Kiesel bemalen

 

Am Fluss oder auf dem Weg ein paar schöne glatte Kieselsteine einsammeln und los geht’s mit der Umsetzung in eigene, bunte Naturkunstwerke.

Wir benötigen:

  • einige glatte Kieselsteine,
  • Farbe (ich habe Reste von Dispersionsfarbe genommen ),
  • Pinsel,
  • einen Becher zum Auswaschen der Pinsel,
  • etwas Küchenrolle

Nun kann jedes Kind nach Lust und Laune, oder auch mit vorgegebenen Thema (z.B. Käfer oder Fische) die gefunden Steine bemalen, und fertig sind Briefbeschwerer oder Schmeichelsteine!

Schöne Spätsommertage und bis zum nächsten Mal.
Eure Stefanie Sauerland

Weitere Draussen-Tipps rund ums Jahr:

Forschen und entdecken am Bach

Farben der Natur

Herbst mit Blättern und Kastanie

Blütentattoos

 

Halloween feiern – weil’s Spaß macht!

Halloween: Geister, Zauberer oder Monster, alle zwischen 1,20 und 1,40 Meter Größe, wandern durch die Straßen – am 31. Oktober ist es wieder soweit. Dieses amerikanische Fest erfreut sich großer Beliebtheit, vor allem bei unseren Kindern. Schließlich gibt es Süßigkeiten, Verkleiden und Geisterbahngefühle – wer kann da schon widerstehen?

Wachsende Amerikanisierung unserer Gesellschaft, reines Profitstreben der Dekoartikelhersteller und Kürbisanbauer, blasphemische Bestrebungen? Das ist unseren Kindern wurscht. Sie wollen sich ein bisschen gruseln, verkleidet durch dunkle Straßen laufen, Süßigkeiten sammeln und Spaß haben.

Sollen wir sie an Halloween auf die Straße lassen? Wir finden, ja, allerdings, ein paar Tipps

Sicherheit beim Halloween-Rundgang

  • Am allerbesten ist es, sie in kleinen Gruppen bei Nachbarn sammeln zu lassen, die man selbst kennt oder von denen man weiß, dass sie Kinder haben. Denn nicht jeder findet Kinder an der Haustür lustig. Und manche Zeitgenossen finden es gerechtfertigt, Fünfjährige bei 3 Grad Außentemperatur mit kaltem Wasser zu übergießen, weil sie nicht gestört werden wollen. Sie könnten ja auch einfach nicht aufmachen.
  • Deshalb sollte auch möglichst ein Erwachsener mit der Gruppe mitgehen oder die Szene beobachten. Ein bisschen Vorsicht ist da geboten – immer je nach Wohngegend.
  • Andersherum – die Kleinen unter drei sollten an diesem Abend gar nicht auf die Straße. Sie erschrecken nämlich noch wirklich vor den Gruselmasken. Also am besten an dem Abend auch nicht an die Tür gehen lassen, wenn es klingelt – oder wenn, dann gemeinsam mit einem Erwachsenen.
  • Kleine Halloween-Streiche spielen – das ist ja eigentlich an diesem Tag erlaubt. Aber eben höchstens ganz kleine oder gar keine. Schließlich gibt es leider immer wieder Probleme, wenn die Streiche aus dem Ruder laufen und den Tatbestand der Sachbeschädigung erfüllen. Spaß haben kann man auch, ohne dass man anderen Streiche spielt – dann kann nichts passieren.

Übrigens hat Halloween auch eine kleine pädagogische Funktion. Schließlich lernen Kinder hier spielerisch, der Angst vor Monstern und der Dunkelheit zu begegnen und sie ein bisschen zu bewältigen. Außerdem haben sie für ein paar Stunden das Gefühl, groß und mächtig zu sein, und Große erschrecken zu können.

Ideen für die Halloweenfeier

Wer nicht möchte, dass seine Kinder auf der Straße herumlaufen, schnitzt einen Kürbis und macht eine kleine Halloweenfeier zu Hause. Da gibt es Monsterbällchen (Mozzarellakugeln mit blutrotem Ketchupauge) und abgeschnittene Finger zu essen (fünf verschieden lange Würstchen mit viiiiel Ketchup) und Eiter zu trinken (es lebe die Lebensmittelfarbe); Gespenster oder Ungeheuer sind im Halbdunkel zu Besuch. Geht auch – und Süßigkeiten finden sich sicher auch noch….

Halloween als gruseliger Feiertag ist übrigens europäischer, als man glaubt. Denn irische Einwanderer brachten den Brauch in die USA, am Abend vor dem katholischen Feiertag Allerheiligen Lichter in selbst geschnitzte Lampen zu stellen. In Amerika fanden sie den dort reichlich vorhandenen Kürbis als ideale Lampe. Später entstand dort die Sitte, dass verkleidete Kinder von Haus zu Haus ziehen und nach Süßigkeiten fragen.

Viel Spaß beim Gruseln und Süßigkeiten verteilen!

Foto: ParentingPat

 

… Und immer wieder grüßen die Grippeviren

Mit den ersten Frühlingsboten kommen, wie jedes Jahr, auch die ersten Krankheitswellen des Jahres. Gleiches gilt für den Herbst. Speziell in den Übergangszeiten haben die diversen Krankheitserreger leichtes Spiel und die Anzahl an Neuerkrankungen kann innerhalb kürzester Zeit extrem ansteigen.

Grippaler Infekt oder Grippe?

Eine echte Grippe, auch Influenza genannt, ist eine schwere Krankheit und keine Erkältung. Eine Erkältung bezeichnet der Kinderarzt als grippalen Infekt. Beides sind Viruskrankheiten und erfordern, wenn sie ohne bakterielle Komplikationen bleiben, keine antibiotische Therapie. Trotzdem ist es wichtig, sie zu unterscheiden:

Grippaler Infekt = Erkältung

Wenn Fieber auftritt, dann steigt es nur langsam und wird nicht besonders hoch. Begleiterscheinungen sind leichte Schluckschmerzen, Schnupfen, Halskratzen, dumpfe Kopfschmerzen und eventuell Husten. Man fühlt sich zwar schlapp, aber nicht besonders schwer krank. Selbst wer auch leichte Übelkeit oder Durchfall bekommt, ist relativ schnell wieder fit. Spätestens nach einer Woche fühlt sich der Patient wieder gut.

Grippe = Influenza

Der Fieber steigt plötzlich und kann bis zu 41 Grad erreichen. Es treten Schüttelfrost, Schweißausbrüche, Appetitlosigkeit, starke Gelenk- und Muskelschmerzen sowie starke Migräne auf. Auch kleine Patienten verlangen von selbst totale Bettruhe. Besonders bei Kindern kommt die Influenza oft als Magen-Darm Grippe daher: Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchweh und Durchfall sind aber stärker ausgeprägt als bei einem leichten Infekt und halten länger an. Nach einer echten Grippe fühlt man sich oft wochenlang abgeschlagen und matt.
Übrigens: der Arzt kann eine echte Grippe mit einem Schnelltest nachweisen. Die somit diagnostizierte Krankheit ist dann in Kindergarten und Schule meldepflichtig.

Was tun, um Ansteckung innerhalb der Familie zu vermeiden?

Ob Influenza oder grippaler Infekt – auch wenn es schwer fällt, schützen Sie die gesunden Familienmitglieder, um Kettenansteckungen zu vermeiden. Dafür müssen Sie Kranke und Gesunde trennen:

  • Bringen Sie Familienmitglieder, die krank sind, in einem anderem Raum unter.
  • Möglichst nur eine Bezugsperson sollte sich um den Kranken kümmern.
  • Diese Bezugsperson sollte sich besonders schützen und z.B Gesichtsmaske tragen, sehr häufig Hände waschen und mit Desinfizierungslösungen aus der Apotheke behandeln (Gegen Viren aktive Lösungen nutzen).
  • Verwendete Masken oder Tücher richtig entsorgen und in verschlossenen Tüten in den Abfalleimer werfen.
  • Häufig den Raum und die gesamte Wohnung lüften.
  • Versorgen Sie den kleinen Kranken mit ausreichend Flüssigkeit, da dieser oft nicht viel essen mag. Wasser, Saft, Suppe, usw. sowie Muttermilch für Säuglinge sind bei grippalen Infekten die beste Medizin.
  • Bei Anzeichen einer echten Influenza (siehe oben) – bleiben Sie vorerst zu Hause und konsultieren Sie den Arzt. Folgen Sie seinen Anweisungen.

Übrigens: Wenn Kleinkinder, Schwangere und Menschen mit einer Grunderkrankung nur mit einem normalen Infekt erkranken, sollten sich dennoch sofort medizinisch versorgen lassen, da die gesundheitlichen Risiken dieser an sich normalen Krankheit für sie erhöht sind.

 

Foto: aboutpixel.de / krank © marshi