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Smartphone-Regeln für Teenager

Irgendwann kommt der Tag: Der Teenager oder „Fast-Teenager“ bekommt ein Smartphone. Wann es soweit ist, das ist individuell verschieden. Zum Thema „Smartphone für jüngere Kinder?“ haben wir uns schon einmal ein paar Gedanken gemacht.

Doch mit dem eigenen Smartphone können sich leicht schlechte Gewohnheiten einschleichen – auch wenn bei vielen das Internet erst einmal komplett ausgeschaltet bleibt oder nur zu Hause verfügbar ist. Dazu der Hinweis, dass es bei einigen Vertragsanbietern möglich ist, im Rahmen einer Kindersicherung das mobile Internet auszuschalten, und dennoch das Surfen im WLAN (und unter Aufsicht) zu ermöglichen. Am besten beim Anbieter direkt nachfragen! Wer den Internetzugang erst einmal gar nicht erlauben will, kann bestimmte Geräte über den Router von zu Hause ausschalten (oder einfach ein „altes“ Handy benutzen – die konnten nur telefonieren, man erinnere sich)

Vertragsvorlage Smartphone-Nutzung

Vorlage-Smartphone-Vertrag hier mit einem Klick herunterladen

Trotzdem sind ein paar Regeln nötig, die dem Smartphone-Anfänger von Anfang an klar machen, was o.k. ist und was nicht. Dazu finden Sie oben in grün die Vorlage eines „Vertrages“ zwischen Eltern und Kindern zur Smartphone-Nutzung. Mit Möglichkeiten zur Regelung der Uhrzeiten, wann das Gerät genutzt werden darf und wann nicht. Zum Ausdrucken, beidseitig unterschreiben und natürlich auch ergänzen – über Ideen in den Kommentaren freuen wir uns!

Geht es mit dem Gerät unbeaufsichtigt ins Internet, sind natürlich noch ganz andere Informationen notwendig. Zum Beispiel, dass man sich mit illegalen Downloads strafbar macht. Oder dass ein Facebook-Profil im Alter von 12 nicht legal ist. Eine gute Grundlage für all diese neuen Regeln sind altersgerechte Bücher, die zusammengefasst über Gefahren und Risiken aufklären (zum Beispiel zum Thema Soziale Netzwerke).

Und natürlich: In der Familie darüber reden, bevor es ans mobile Surfen geht! Hier außerdem eine weitere schriftliche Vorlage zum Thema „illegale Downloads. Sie entstand unter dem Eindruck eines weiterhin geltenden Rechtsurteils, dass sich Eltern dann aus der rechtlichen Pflicht für die illegalen Downloads ihrer Kinder befreien, wenn sie sie vorher nachweislich drauf hingewiesen haben. Juristischer Kinderkram? Das muss jeder für sich selbst entscheiden – sicher ist sicher, finden wir.

Weiteres Infos für Teenies zum Thema Internet und Co

Wie Medienkonsum begrenzen? Tipps aus dem Elternalltag

Ein Thema, das wohl alle Eltern mit Kindern ab dem Kindergartenalter interessiert: Wie kriege ich den Nachwuchs vom Fernseher, dem Computer, dem Smartphone, der Spielkonsole… weg? Wie begrenze ich die Zeit vor dem größeren oder kleineren Bildschirm?

Denn macht man das nicht – die Erfahrung machen viele Eltern – ufert es gerne einmal aus. Sohn oder Tochter hangeln sich in ihrem Tagesablauf an Fernsehprogrammen entlang, wissen mehr über die Software der Spielkonsole als von der Wiese vor der Tür und wünschen sich zum Geburtstag ausnahmslos Computerspiele – die Oma ist fassungslos.

Hier ein paar Tipps aus dem Alltag:

Aufnahmegerät kaufen

Wirklich, wer noch keins hat, es lohnt sich. Denn natürlich ist es ganz blöde, die Kindersendung auf Kika nach einer bestimmten Zeit abzubrechen, nur weil die Fernsehzeit vorbei ist. Das würde von den Erwachsenen auch niemand wollen. Und ebenso klar, dass sich auch die kurzen Fernsehzeiten bei Kika nicht in den Zeitplan der Familie einpassen. Da wird dann gern einmal doppelt so lange ferngesehen, wie es eigentlich beabsichtigt war. Also bevor man sich von soetwas abhängig macht: Sendung aufnehmen und dann ansehen lassen, wenn es für alle in den Tag passt und in den „Happen“, in denen es für die eigenen Kinder verdaulich ist. Oder man schließt gleich ein Film-Abo ab, kauft DVDs oder Kinderfilme in einem anderen Datenformat – je nach Geschmack und Möglichkeiten.

Die klassische halbe Stunde Medienkonsum

Es soll ja Generationen von Kindern geben, die mit der klassischen „eine halbe Stunde Fernsehen am Tag“ großgeworden sind. Im Prinzip ist eine Zeitbegrenzung ja richtig, aber natürlich verändert sich diese mit steigendem Alter eines Kindes. Für einen Dreijährigen ist das schon recht viel (in jüngerem Alter sollten Kinder ja gar nicht länger in einen Bildschirm schauen), eine Neunjährige kommt damit vielleicht nicht aus – und: Zählt da jetzt das lesefördernde Ausfüllen des Webportals Antolin* dazu? Die erste Internetrecherche? Facebook? Und: Sobald ein Kind verstanden hat, dass diese halbe Stunde am Ende des Tages „verfällt“, will es sie ganz sicher abends um 20:00 Uhr noch einlösen….

Medientaler

Eine wunderbare Idee sind die Medientaler – Dank an Ingrid aus Köln für diese großartige Idee! Grundschul- und Kindergartenkinder bekommen jede Woche mit dem Taschengeld ihre Taler für das Zeitkonto des Medienkonsums der folgenden Woche ausgezahlt. Also beispielsweise sieben gleiche Chips (aus einem Spiel oder ähnliches) für die Woche, zum Beispiel jeweils für eine halbe Stunde. Wer auf dem Tablet, dem Smartphone oder der Konsole spielen will, Computer spielen oder einen Film ansehen möchte, muss „zahlen“. Die Menge der Taler kann man auch erhöhen oder in kleinere Einheiten teilen, wie ein Taler pro zehn Minuten. Zum Beispiel, wenn der Nachwuchs die Computerspiele entdeckt, bei denen es leider sehr schwer ist, aufzuhören. Die Kinder lernen, den eigenen Medienkonsum zu kontrollieren (ähnlich wie beim Taschengeld) und damit zu „haushalten“. Dass der Konsum prinzipiell begrenzt ist, ist irgendwann kein Thema mehr, sondern genauso selbstverständlich wie die Tatsache, dass auch das eigene Geld nicht unendlich zur Verfügung steht.

Kein eigener Computer oder Fernseher

Das ist ein Rat von Experten, den man vielleicht umformulieren sollte. So lange es geht, keinen eigenen Computer (ein moderner Fernseher ist ja auch schon fast einer). Denn kann man sich einen etwas älteren Gymnasiasten ohne Laptop für das Referat und die Internetrecherche vorstellen? Welcher Jugendliche hat kein Smartphone? Klar ist, irgendwann steht das an. Deshalb: Lieber die Weichen vorher stellen, und die eigenen Kinder daran gewöhnen, dass man auch woanders, als nur in der virtuellen Welt leben kann.

Alternativen anbieten

Auch das ist ein Ratschlag, den man schon oft gehört hat. Er bewährt sich in der Praxis immer wieder: An einem Sommertag mit vielen Möglichkeiten zum draußen Spielen, beim Ausflug oder wenn die kleine Freundin zu Besuch ist, ist ein Fernseher/Tablet/Smartphone zum Spielen oft überhaupt kein Thema. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass gerade jüngere Kinder Medien gerne mal aus Mangel an Alternativen (verfügbaren Freunden, Möglichkeiten zum Toben undsoweiter) nutzen.

Und wie machen Sie das?

Fast alle Eltern betrifft es – wie lösen Sie das Problem? Wir und die anderen Leser freuen uns auf weitere Ideen!

* Antolin ist ein Internetportal zur Leseförderung, in dem zu vielen Kinderbüchern interaktive Quizfragen zu beantworten sind. Richtige Antworten werden mit Punkten belohnt. Lehrer müssen sich bei Antolin registrieren, um Punkte sammeln zu können. Sinn ist, Kinder zum Lesen zu motivieren.

Online-Spiele – Expertentipps für Eltern

Apps herunterladen oder gleich auf einem Internetportal los spielen – für Kinder ist diese Entwicklung in der Computerspiele – Industrie ein Paradies. Eltern sehen das etwas anders. Über Gefahren, Schutzmöglichkeiten und Tipps hat Familothek mit der Medienpädagogin Kristin Langer von der Initiative „Schau hin“, dem Medienratgeber für Familien, gesprochen.

Gefahr bei Online-Spielen: Immer weiter und weiter

Eines des größten Anreize bei Online-Spielen: Sie werden so entwickelt, dass ein Spieler möglichst nicht aufhören kann. Smartphone-Apps schicken selbstständig Erinnerungen aufs Handy; Level für Level wird das Spiel interessanter. Warum? Hersteller wollen, dass ein Spieler irgendwann kostenpflichtige Tools nutzt, um länger und besser spielen zu können – damit sich die Investition der Spielentwicklung für ihn lohnt.

Dieser Anreiz ist für Spieler schön, für Eltern anstrengend. Wie kriegen sie das Kind da bloß weg? Medienpädagogin Langer rät dazu, einem Kind in bezug auf Mediennutzung an ein Zeitmanagement zu gewöhnen. Also das Spielen ganz bewusst zu begrenzen: „Im vorgegebenen Zeitfenster können sich die Kinder dann in die Spielwelt hineinbegeben, und das Spiel genießen“, so Kristin Langer. Wichtiger Punkt ist das Training des „Aufhörens“: „Ist die Zeit vorbei (oder das Level zu Ende gespielt) müssen Kinder üben, sich wieder vom „Spiele-Leben“ zu lösen und in die Realität zurückzukehren“, sagt die Expertin. Diese Verhaltensweise „trainieren“ Eltern am besten in der Zeit des Grundschulalters.

Wichtig für Eltern dabei: Am besten die Begeisterung ein Stückchen teilen, dem Kind zeigen, dass es o.k. ist, was es da macht. Und dann: Raus aus der virtuellen Welt. Das darf ruhig zeitlich etwas flexibler sein, dabei helfen zum Beispiel die „Medientaler“. Übrigens gelten diese Ratschläge natürlich auch für den Umgang mit Gameboys oder Spielkonsolen.

Chats

Alle Online-Spiele haben verschiedene Chatfunktionen, in denen sich je nach Spiel ein Kind – ohne es zu wissen – plötzlich in einer Welt mit Erwachsenen bewegt. Dass dabei nicht alle Erwachsenen nur harmlose Absichten haben, wird in den Medien immer wieder gezeigt.

Doch die Gefahren fangen schon früher an: Wenn sich ein Kind durch rüde und sexistische Ausdrucksweisen verletzt und verwirrt fühlt oder beginnt, diese Werte in seine eigene Weltsicht einzubauen. In solchen Situationen sind Kinder verunsichert: Was tun, wenn es in der geliebten Spielwelt auf einmal seltsam gefährlich erscheint? „Für Eltern heißt es auch da „hinschauen“ , genau beobachten, ob sich beispielsweise die Ausdrucksweise eines Kindes verändert“, betont die Medienpädagogin. Und Eltern sind gefordert, ihrem Kind zu helfen, vielleicht ein anderes Spiel zu finden, das altersgerechter ist.

Altersbegrenzungen für Online-Spiele – theoretisch ja

Auch für Online-Spiele greift im Prinzip der Jugendmedienschutz. Die Kommission für Jugendschutz der Landesmedienanstalten (KJM) ist dafür zuständig. Sie prüft, ob ein Online-Spiel beispielsweise gewaltverherrlichende Inhalte hat. Die KJM rät, wenn Eltern sehen, dass jugendgefährdende Inhalte in einem Spiel frei verfügbar im Internet zu finden sind, sich an die KJM zu wenden. ( kjm@medienanstalten.de ). Generell können solche Prüfverfahren zu Strafverfahren werden.

Trotzdem räumt auch die KJM ein, dass diese Schutzmaßnahme nur in Deutschland greift. Viele Online-Spiele werden aber vom Ausland aus auf Internetplattformen angeboten. Zum anderen gibt es im Netz immer mehr sogenannte nutzergenerierte Inhalte wie beispielsweise private You Tube Videos oder auch Chats, die so nicht kontrolliert werden können.

Eine Hilfe: Jugendschutzsoftware

Für Smartphones gibt es sie (noch) nicht, für PCs aber schon: Jugendschutzsoftware, die man installieren kann, damit Sohn oder Tochter nicht unkontrolliert im Netz surfen. Unter www.jugendschutzprogramm.de können sich Eltern kostenlos anerkannte Programme herunterladen. Sie haben alle eine „Whitelist“ (empfohlene Spiele) und eine „Blacklist“, eine Liste bei denen der Zugang für Kinder je nach Alterseinstellung blockiert ist. Diese Programme sind übrigens so konstruiert, dass sie computeraffine Jugendliche nicht so leicht „hacken“ können. Unter diesem Link  außerdem Hier Ratschläge für Sicherheitseinstellungen für Windows oder Mac.

Woher weiß ich als Eltern, welche Spiele geeignet sind?

Wer sich als Eltern nicht gerade selbst in Online-Spielwelten bewegt, hat erst einmal keine Ahnung, welche Spiele es gibt und welche für das eigene Kind geeignet sein können. Außerdem kommen immer wieder neue auf dem Markt. Auf Herstellerangaben sollten Eltern sich nicht verlassen: Zum einen richten sich die internationalen Angaben einiger Hersteller gerne einmal nach anderen Kriterien, als man sie in Deutschland kennt. Vor allem aber wollen Hersteller ihre Spiele in erster Linie verkaufen. Pädagogische Hilfe darf man da als Eltern natürlich nicht erwarten.

Für Eltern heißt das: Bei der Spielauswahl darauf achten, dass das Onlinespiel der Lebenswelt eines Kindes und seines Alters entspricht und natürlich nicht zu gewalttätig ist. In Spielen im kindlichen Ambiente mit kindgerechten Figuren ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sich dort wirklich nur Kinder aufhalten. Auf der anderen Seite ist es je nach Alter und Charakter des Kindes auch nicht sinnvoll, streng alles zu verbieten. Auch die Expertin rät: „Ab 11, 12, 13 Jahren kann man Kinder in Maßen Spiele ausprobieren lassen. Wenn sie nicht geeignet sind, werden die Kinder auch von selbst nach einiger Zeit davon wieder ablassen.“

Glücklicherweise gibt es Datenbanken im Internet, die aktuell pädagogische Ratschläge für die neuesten Renner auf dem Spiele-Markt geben:

Als Faustregel gilt: Erst einmal sehen, wer der Absender von Altersangaben bei Online-Spielen ist, sollten sie vorhanden sein. Sich lieber bei öffentlichen Stellen – online oder offline – informieren. Und nicht aus dem Blick verlieren: Wie ist das eigene Kind „gestrickt“? Hat es bei bestimmten Themen/Bildern Angst? Für den gleichen Spieleinhalt, das gleiche Genre, gibt es oft Alternativen, die sich vielleicht in kindgerechtem Ambiente bewegen. So gibt es zum Beispiel beliebte Jump and Run oder Strategie-Spiele in unterschiedlichem Umfeld. Wenn Kinder keine Alternativen kennen, überwinden sie sich vielleicht, ein Spiel im erwachsenen Umfeld zu spielen, obwohl es ein ähnliches Spiel im kindgerechten Umfeld – und vielleicht mit ausschließlich Kindern als Online-Mitspieler – gäbe. Diese sollten Eltern für ihr Kind suchen. Bei der Auswahl helfen die obengenannten Links.

Unterwegs auch mal ohne Smartphone spielen

Um Kindern ein Vorbild zu sein, rät Medienpädagogin Langer, sich selbst bei Wartezeiten mit den Kindern zu beobachten und nicht automatisch das Smartphone als „Pausenüberbrücker“ zu nutzen. Natürlich ist es schön, wenn die Kids statt zu quengeln oder im unpassenden Ambiente Quatsch zu machen, ruhig über ihrer Kinder-App sitzen. Aber es kann ja auch einmal ein gemeinsames „Offline-Spiel“ sein, wenn es zum Beispiel im Restaurant länger dauert: „Ich sehe was, was Du nicht siehst“, ist ja so ein Klassiker. „Stadt-Land-Fluß“ oder „Schiffe versenken“ einer für größere Kinder. Wer dazu gerne eine Vorlage hätte, findet sie kostenlos bei uns. Einfach anklicken und Familothek-Vorlage ausdrucken. Wer Spaß daran hat, kann außerdem unsere Rechtschreibspiele als „Wartezeitüberbrücker“ ausprobieren.

Und noch mehr Infos zum Thema

http://www.internet-abc.de/eltern/onlinespiele-jugendschutz.php

 

 

Doodle Jump im echten Leben spielen

Doodle Jump ist zur Zeit eines der erfolgreichsten Smartphone-Spiele für I Phone und Android. Auf dem Smartphone bewegt der Spieler ein kleines grünes Monster, der Doodle genannt wird, hüpfend über Plattformen, immer weiter in die Höhe.

Von Ravensburger gibt es seit Juni 20103 eine Hardcover-Version des Spiels – die gleiche Grafik, das gleiche Ziel, die Ausführung ist natürlich anders.

Auf dem Smartphone bewegt sich der Doodle durch Kippen des Displays über eine endlos laufende Plattformen-Landschaft in die Höhe. In der Hardcover-Version hat man dafür ein etwas kippliges schräges Spielbrett, bei dem die Ebenen einzeln aufgelegt werden und der Doodle als Spielstein auf dem Brett liegt. In diesem klassischen Brettspiel bewegt sich der Doodle mit Hilfe der Würfelaugen. Die Entscheidungen der Spieler – welche Zahl nehme ich , um meinen Doodle in die Höhe zu heben, mit welchen Würfeln würfele ich weiter – erinnert an das bekannte Würfelspiel Kniffel. Nunja, Kniffel ist ja nicht umsonst seit Generationen erfolgreich.

Die Hindernisse, die der elektronisches Doodle zu überwinden hat (andere Monster, brüchige Plattformen) oder auch einzelne Features, die seinen Sprung noch erhöhen (Sprungfedern), werden bei Ravensburger durch kleine Plättchen auf dem Spielbrett dargestellt. Die Plattformen-Landschaft verändert sich hier, wenn Spieler einzelne Ebenen verschieben, herausnehmen und anders wieder einsetzen.

Amüsant, dass sich Spieleverlage in ihren Vorbildern auch bei der Onlinewelt bedienen, sonst läuft es ja oft umgekehrt. Und warum nicht, bekommt man vielleicht den sonst nur handyschauenden Teenie doch mal live ans Spielbrett. Das Spiel ist als klassisches Würfelspiel mit kultiger Grafik ganz nett, mit dem elektronischen Original hat es doch sonst nicht all zu viel zu tun. Bei dem einen kommt es auf Fingerfertigkeit und ein geschmeidiges Handgelenk an, beim anderen auf strategisches Denken, Entscheidungsfreude und Würfelglück – entscheide jeder für sich, was ihm oder ihr mehr Spaß macht. Und noch ein großer Unterschied: Den Doodle Jump in der Hardcover-Version kann man mit bis zu vier Personen spielen – die Smartphone-Variante geht nur allein.

Übrigens: Mit dem bekannten Doodle-Kalenderprogramm, mit dem man so praktisch im Internet einen gemeinsamen Termin finden kann, hat dieser Doodle nichts zu tun. Doodle, das heißt auf englisch „kritzeln“ und kritzeln kann man ja sowohl Termine als auch Monster mit langen Trötennasen….

 

 

Doodle Jump für Brettspieler

Kommentar: Familienurlaub – komplizierte Reisesuche online

Die „schönsten Wochen des Jahres“ haben für Eltern oft eine langwierige Suche als Vorspiel. Denn der moderne Mensch sucht sich sein Urlaubsdomizil natürlich im Internet heraus.

Rechner anwerfen, Urlaubssuchmaschine anklicken und gewünschte Region eingeben – Hotel auswählen, fertig. Wirklich? Da stehen sie dann in der langen Liste, die die Suchmaschine ausgespuckt hat – Angebote, Angebote, Angebote.

Reisen in den Schulferien – ganz sicher teurer

Der erste Frust stellt sich meist beim Reisedatum ein, zumindest wenn man Schulkinder hat. Nebensaison? Günstiges Angebot im entspannt halbleeren Hotel? Von diesem Traum kann man sich mit der Einschulung des ersten Kindes für mindestens zehn Jahre getrost verabschieden – wenn man einen Urlaub mit allen Familienmitgliedern plant. Denn natürlich geht außerhalb der Schulferien gar nichts, aber auch wirklich gar nichts. Schulkinder, die sich vor allem zwei bis drei Tage vor Ferienbeginn an einem deutschen Flughafen in der Abflughalle befinden, werden von der Polizei besonders kontrolliert. Wenn sie keine Sondergenehmigung ihrer Schule haben, müssen die Eltern sogar Strafe zahlen – das sah und hörte man in den letzten Sommern immer wieder in den Medien. Und fragt sich dabei, ob denn bitte Polizisten an internationalen Flughäfen nichts Besseres zu tun haben?

Kinderermäßigungen oft versteckt

Weiter in der Reiseplanung: Gibt es nun eine Kinderermäßigung beim Aufenthalt oder nicht? Zahlen die Kinder wirklich zu 100 Prozent? Drei Klicks weiter und die Unterzeile des Angebotes entziffernd kommt heraus – nein, hier zahlen sie bis 6 Jahre 25 Prozent, bis 14 Jahre nur 50 Prozent. her mit dem Taschenrechner, um den für uns gültigen Preis auszurechnen. Beim nächsten Angebot zahlen alle unter 18 Jahre 50 Prozent des Preises, ein Angebot weiter ist eine Kindermäßigung nicht zu finden. Damit fällt das Angebot heraus, denn die Reisekosten steigen dadurch (bei zwei Kindern) auf das Doppelte. Viel zu teuer, aber die Auswahlliste der Suchmaschine hat das natürlich nicht berücksichtigt. Habe ich ein Ziel, geht es, wenn ich Pech habe, mit den Flügen wieder von vorne los – zahlt das Kind oder nicht (bis zwei Jahre), gibt es bei dieser Fluggesellschaft, diesem Angebot eine Kinderermäßigung? Am Ende habe ich vielleicht etwas ausgewählt, aber ob das das Beste war….?

Was heißt „kinderfreundlich?

Und dann die Frage mit der Ausstattung. „Kinderfreundlich“ kann man manchmal ins Auswahlmenü eingeben, schön. Ach, alle Angebote, die „kinderfreundlich“ sind, meinen damit die Hotel-Ausstattung mit Babybett und Wickeltisch? Das ist aber doch meinen Grundschülern herzlich wurscht und mir damit auch. Gibt es Platz zum Toben? Das brauche ich als Info. Gibt’s nicht als Auswahlkriterium. Also wieder alle Angebote einzeln durchforsten…

Da gibt es nun so viele Reisesuchmaschinen im Internet, von den ganz Großen bis hin zu den Suchportalen der Fremdenverkehrsämter. Aber scheinbar gehen die meisten lediglich von reisenden Erwachsenen aus. Kriterien, die man als Eltern nun mal benötigt, sind oft nicht als Auswahl der Suchmaske möglich – und das bedeutet, dass man alle Angebote einzeln durchforsten muss. Da kann Urlaubsplanung leicht zur Vollzeitbeschäftigung ausarten.

Es gibt Ausnahmen, aber leider zu wenige. Liebe Reiseanbieter – bitte denkt daran, dass manche Menschen auch mit Kindern in den Urlaub fahren!!

Bildquelle: aboutpixel.de / Strohhut mit Sommertuch und Reisekoffer © Karina Baumgart

Familienurlaub für weniger Geld

Wer die Muße zum Suchen hat und ein paar Tipps beachtet, kann für den Familienurlaub wenig Geld ausgeben:

 

 

  • Mitglied beim Deutschen Alpen Verein (DAV) werden: Ein Urlaub auf der Almhütte ist erholsam und erlebnisreich, gerade für Stadtkinder. Wer früh bucht, bekommt einen Aufenthalt – meist als Selbstversorger – für kleines Geld.

 

  • Mit der Bahn anreisen. Denn hier zahlen Kinder ja bis 14 Jahre innerhalb Deutschlands gar nichts, wenn sie von zahlenden Erwachsenen begleitet werden. Das gilt auch für die Ziele des Europasparpreises der Bahn, also für viele europäische Reiseziele. Je nach Wunschziel kann das sehr viel entspannter sein, als eine Staufahrt auf der Autobahn. Günstiger als eine Flugreise mit 5 Personen ist es ganz sicher.

 

  • Wohnungstausch. O.K., es ist nicht Jedermanns Sache, aber eine gute Idee, kostenfrei woanders zu sein und Unbekanntes in den Ferien zu entdecken. Am besten ist es natürlich, mit Bekannten zu tauschen. Wer mutiger ist, schaut sich im Internet nach einem Tauschpartner um (z.B. über homelink.de)

 

  • Geduld und suchen: Es gibt erstaunliche Angebote, wenn man fleißig das Internet befragt, gerade Reise-Internetportale bieten ja schnelle Vergleichsmöglichkeiten und Sonderangebote. Auch Einzelanbieter können günstig sein: Hier gibt es beispielsweise für den Aufenthalt im italienischen Cesenatico 20 Prozent Rabatt für die Großeltern, wenn sie mit der ganzen Familie an die italienische Adria reisen. Im kindgerechten Hotel mit Pool und Meer vor der Tür wohnt das erste Kind bis sechs Jahre kostenlos. Das Angebot gilt sogar für die Pfingstferien: www.riccihotels.it

 

  • Wenn gar nichts geht: Wenigstens die Kinder in die Ferien schicken, wenn sie alt genug sind. Hier gibt es viele städtische und günstige kommerzielle Angebote – vom Ferienlager über Camps mit einem bestimmten Thema bis zur Feriengruppe auf dem Bauernhof. Und dann wenigstens ein gemeinsames Wochenende auf dem nahen Campingplatz einplanen, wenn das Wetter es erlaubt.

 

Foto: Copyright-frei, en.wikipedia

 

Kitaplatz online suchen

 Das ist doch einmal eine gute Idee: Kitaplätze per Internet!

Ob schon mit einem Jahr, ob mit drei – irgendwann ist es soweit: Eltern suchen einen Kitaplatz für ihren Nachwuchs. Was in ländlichen Gegenden vielleicht einfach ist – der örtliche Kindergarten hat meist etwas frei – ist in Großstädten eine echte Herausforderung: Welche Kitas gibt es denn überhaupt in Wohnortnähe? Sind sie für mein Kind gegeignet? Wie erreiche ich die Ansprechpartner?

Längst überfällig ist da in Zeiten des World Wide Web eine einfache Lösung: Kitaplatze online suchen! Bekannt sind uns Beispiele aus Berlin und ganz neu aus München www.kitacenter.de: Hier geben die Eltern als erstes ihre Adresse ein und finden mit Hilfe von Online-Stadtplänen mit einem Klick alle Kitas in der Nähe der eigenen Wohnung oder dem Arbeitsplatz. Nach einem zweiten Klick können die die zukünftigen Kitaeltern dann alle relevanten Infos aus der Online-Datenbank ansehen: Von Adresse über Öffnungszeiten bis zum Träger oder dem pädagogischen Konzept. Noch mehr Infos bekommt der Suchende durch die Klicks auf Homepages der Kita oder ihr Konzept, soweit im Netz vorhanden.

In (aktuellen) Zeiten von Kitaplatzmangel können Eltern so alle Möglichkeiten ausschöpfen und sparen eine Menge Zeit! Das sollte übrigens auch im Interesse der Städte sein, die ja den Kita-Ausbau vorantreiben – denn wichtig ist doch auch, dass Suchende und Anbieter leichter zueinander finden.

Und: „Je einfacher die Suche wird, desto mehr kann man sich wirklich überlegen, ob eine Kita zum eigenen Kind passt – und nimmt nicht die erstbeste Betreuung, die man vielleicht nach langwieriger Suche gefunden hat. Lieber die Energie in die Wahl der richtigen Kita stecken als in die Suche“, das sagt Petra Gebhard, Geschäftsführerin der Kitacenter online GmbH. Genau, das Beste, das wollen wir doch alle für unsere Kinder – auch und vor allem bei der Kita.

Kitasuche online in
Berlin: www.kita.de
(hier auch Adressen von Kitas aus anderen Städten und Gemeinden)
München: www.kitacenter.de

Gibt es das Angebot noch für andere Städte? Wir freuen uns über Ihren Hinweis!

 Illustration: Isabelle Dinter

 

Facebook – Tipps und Tricks für Eltern

Welche Strategien helfen Eltern, wenn ihre Kinder bei Facebook & Co online gehen? Ein Gespräch mit dem Medienreferenten Uli Sailer.

Nicht jeder hat Zeit und Lust ein ganzes Buch über Internetsicherheit zu lesen. Welche wichtigsten Tipps würden Sie einem Facebook Nutzer geben?

Die Anmeldung sollte nicht nebenbei geschehen, man sollte sich genügend Zeit dafür nehmen und vor allem auch die Nutzungsbedingungen lesen, auch wenn das etwas langweilig ist. Vor allem aber sollte man seine Kontoeinstellungen und die Einstellungen der Privatsphäre sehr sorgfältig machen. Bei www.klicksafe.de gibt es eine sehr nützliche Broschüre dazu.

(Außerdem von uns ein Tipp, ein Ratgeberbuch zu Facebook, aufgemacht für die junge Zielgruppe: Facebook aber richtig)

Welche Tipps haben Sie für Eltern eines jugendlichen Facebook Nutzers?

Für besonders wichtig halte ich, dass sich die Kinder und auch die Eltern an die Regeln halten, das heißt, dass man keinen falschen Namen angibt und kein falsches Geburtsdatum, denn Facebook fordert ganz klar den echten Namen.

Die Kinder zu überwachen halte ich für den falschen Ansatz, denn auch sie haben ein Recht auf Privatsphäre. Vielmehr sollte man darauf achten mit seinen Kindern im Gespräch zu bleiben. Also mal nachfragen, Interesse zeigen und offen sein für das was die Kinder erzählen. Dann kann man ziemlich sicher sein, dass die Kinder einem erzählen, wenn sie wirklich in Schwierigkeiten geraten zum Beispiel viel Geld zahlen sollen. Wichtig ist natürlich, dass man die Aktivitäten der Kinder nicht verteufelt, denn dann erzählen sie einem nichts mehr. Das wäre fatal, denn Probleme, die Kinder im Internet haben können sie in der Regel nicht alleine lösen.

Welche konkreten Einstellungen sind notwendig, um ein sicheres Profil anzulegen für mich oder meine Kinder?

  • Ganz wichtig ist es bei den Privatsphäreneinstellungen nur „Freunde“ zu wählen und nicht „Freunde von Freunden“, sonst können unüberschaubar viele Leute zu private Dinge auf dem Profil sehen.
  • Die Option, ob andere Suchmaschinen auf die Chronik zugreifen können muss unbedingt auf „aus“ sein.
  • Ein wichtiger Check ist es, von einem anderen Benutzerkonto, also zum Beispiel das eines Bekannten, mit dem man nicht auf Facebook befreundet ist, das eigene Profil anzuschauen, um zu sehen, wie viel jeder einfach so zu sehen bekommt.
  • Private und personenbezogene Daten sollten so wenige wie möglich auf Facebook auftauchen. Also niemals die Schule nennen, die man besucht, oder den Betrieb in dem man arbeitet und schon gar nicht Namen von Kollegen oder gar Chefs nennen. Eine negative Äußerung über den Chef auf Facebook kann ein Kündigungsgrund sein.
  • Bei den Benachrichtigungen sollte man die Kontoeinstellung überprüfen, so dass man nur wichtige Nachrichten bekommt, sonst ist das Postfach so überflutet, dass man Gefahr läuft, wichtige Nachrichten zu übersehen.

Worauf muss ich als Elternteil genau achten, wenn ich die Facebookseite meines Kindes beobachte? Wie viel Zeit pro Woche muss ich dafür rechnen?

Man sollte die Facebookseite seines Kindes gar nicht beobachten, Kinder haben wie gesagt auch ein Recht auf eine Privatsphäre. Nur im Gespräch mit den Kindern sollte man bleiben und eine möglichst positive offene Beziehung haben, damit die Kinder bei echten Problemen zu einem kommen und man ihnen dann helfen kann.

Was tu ich, wenn’s passiert ist? Also die Tochter zur Geburtstagsparty mit 1.000 Freunden eingeladen hat? Der Sohn per Facebook gemobbt wird?

In ersterem Fall kann man glaube ich nur die Polizei rufen.
Bei Mobbing kommt es darauf an, was passiert, wen es eher klassisches offenes Mobbing über das Internet ist, dann sollte man professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, zunächst mit dem Klassenlehrer und der Schule sprechen, sowie mit dem Schulsozialarbeiter oder bei einer Beratungsstelle außerhalb der Schule.
Wenn es darum geht, dass jemand ein Fake-Profil, also ein künstliches Profil, angelegt hat, dann wenden Sie sich gerne an mich, (www.uli-sailer.de) und ich helfen Ihnen herauszufinden wer das ist.
Oft passiert finanzielle Abzocke über das Internet oder es werden Abmahnungen geschickt, hier sollten sie unbedingt sofort reagieren und sich an einen Anwalt wenden, der auf dieses Gebiet spezialisiert ist. Auch da helfe ich ihnen gerne persönlich weiter.

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer berichtete am 18.11.2012 auf dem Heilbronner Bildungskongress, dass Firmen in den USA bei Bewerbern mittlerweile aus den von Facebook gespeicherten Daten ein Persönlichkeitsprofil erstellen lassen. Es gibt wohl schon Fälle in denen Leute den Job daraufhin dann nicht bekommen haben, obwohl sie ihn aufgrund der Bewerbungsunterlagen bekommen hätten.
Gibt es eine Möglichkeit dagegen vorzugehen oder sich davor zu schützen? Und: Inwieweit nutzen deutsche Firmen schon solche Möglichkeiten?

Ein Blick auf das Facebook Profil reicht oft schon aus um Rückschlüsse auf die Persönlichkeit zu schließen und dann evtl. von einer Einladung zum Bewerbungsgespräch abzusehen. Allein die Gruppen auf denen die Person drauf ist, verrät viel über einen. Außerdem kann man auf Facebook sehen, was andere über diese Person reden, auch hier verstecken sich viele Informationen. Dagegen angehen kann man nicht, es lässt sich keinem Arbeitgeber nachweisen, dass es an den Informationen aus dem Internet lag, dass der oder die Bewerberin nicht genommen wurde. Ähnlich wie bei der Gleichstellung ist eine gleichwertige Qualifikation schwer nachzuweisen. Aber vorbeugen lässt sich natürlich, indem man genau schaut, was man im Internet über sich selbst veröffentlicht. Ob Firmen diese Informationsquelle wirklich systematisch nutzen kann ich nicht sagen, aber ich weiß von Fällen, wo der Juniorchef mal in der Mittagspause aus Spaß den neuen Praktikanten auf Facebook angeschaut hat. Der hatte dort über den Chef gelästert und war seinen Praktikumsplatz sofort los.

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Eltern nicht für illegale Musikdownloads ihrer Kinder haften sofern sie ihre Kinder aufgeklärt haben. Wie klären Eltern ihre Kinder darüber auf?

Ja, auch den ersten Blick hört sich das Urteil gut an, auf den zweiten ist es aber nicht mehr so viel wert, es bringt tatsächlich nur etwas für Kinder unter 14 Jahren. In diesen Fällen muss die Anklage fallen gelassen werden. Kinder über 14 dagegen haften selbst, und dass heißt dann im Zweifelsfall, dass sie einen sogenannten Titel bekommen und Einkommen, also auch später ihr Gehalt gepfändet wird bis der Schaden bezahlt ist. Da diese Dinge nicht verjähren, kann das ein Leben lang dauern. Da aber kaum Eltern ihrem Kind so etwas zumuten werden, werden weiterhin die Eltern zahlen, es hat sich also nicht wirklich viel geändert.

Die Aufklärung durch die Eltern, dass die Kinder keine illegalen Downloads tätigen dürfen, muss tatsächlich schriftlich festgehalten werden. Ist dies erfolgt gelten die Kinder als von ihren Eltern aufgeklärt und die Eltern sind ihrer Pflicht nachgekommen, aber ob ihnen das soviel bringt ist fragwürdig, wie ich oben erläutert habe. Allerdings verdeutlicht den Jugendlichen dieses Vorgehen vielleicht den Ernst der Lage.
(Eine Vorlage zur Aufklärung Illegale Musiktauschbörsen)

Manche Experten empfehlen, die Eltern sollten mit ihren Kindern Computerspiele spielen. Was halten Sie von einer derartigen Empfehlung?

Das ist eine gute Empfehlung. Wenn man selber mal spielt, dann ist das eine gute Gelegenheit mit dem Kind im Gespräch zu bleiben. Außerdem erfährt man am eigenen Leibe, welches Suchtpotential diese Spiele haben. Wenn man das Verhalten des Kindes besser versteht, und das Kind sich ernst genommen fühlt, lassen sich leichter gemeinsam Strategien und Regeln entwickeln, den Computerkonsum zu beschränken.

Vielleicht noch eine Anmerkung zum Schluss, vieles dreht sich um Facebook, dabei sollte man auch andere nicht aus dem Blick verlieren. Google zum Beispiel ist ein viel größerer Datensammler als Facebook. Auch hier lohnen sich ein Blick in die Betriebsanleitung und ein Blick hinter die offensichtliche Kulisse.

Das Gespräch führte Dr. Katja Sichau

Noch mehr zu dem Thema in unserer Buchempfehlung: Facebook, Twitter und Co – aber sicher

Mehr zum Gesprächspartner: http://uli-sailer.de

Bildquelle: aboutpixel.de / modern zombies 2.0 © Christoph Ruhland

Facebook, Twitter & Co. Aber sicher!

Facebook gehört mittlerweile für viele zum Alltag, entweder sind sie selbst Mitglied oder sie kennen Personen, die Mitglieder sind. In Familien sind dies häufig die Kinder. Ihren Eltern stehen den Aktivitäten ihrer Kinder dann oft mit Unwissen und Skepsis gegenüber.

 

Skepsis angebracht

Dass diese Skepsis durchaus angebracht ist zeigt das neue Buch über die Sicherheit in sozialen Netzwerken von Manuel Ziegler. Auf über 150 Seiten stellt der junge Autor sehr detailliert und verständlich die verschiedenen Gefahren und meist auch eine sinnvolle Abhilfe vor.

Was gibt es alles?

Zunächst führt er ausführlich in die verschiedenen sozialen Netzwerke, wie Facebook, Twitter, Google+, VZ-Netzwerke und Xing ein. Anhand seiner Darstellung kann man ein sicheres Benutzerprofil anlegen und die Einstellungen des eigenen Profils auf Sicherheit überprüfen.

Sehr anschaulich verdeutlicht der Autor, welche Informationen man in einem sozialen Netzwerk mit Freunden teilen kann, und welche man lieber nicht dort einspeisen sollte. Die Reichweite der eigenen Informationen, und auch die Möglichkeiten diese zu missbrauchen, sind den meisten Nutzern, auch den Erwachsenen, nicht klar.

Finanzielle Interessen stehen dahinter

Besonders interessant ist das Kapitel über die Interessen der Facebook- Betreiber. Schließlich ist die Mitgliedschaft meist kostenlos, die eigentlichen Kunden sind diejenigen, die die Werbeanzeigen schalten. Vielen, gerade jugendlichen Nutzern ist nicht bewusst, dass soziale Netzwerke nicht aus reiner Freundlichkeit zur Verfügung gestellt werden, sondern knallharte finanzielle Interessen dahinter stehen: Die persönlichen Daten der Mitglieder sind interessant, denn je personalisierter Werbeanzeigen platziert werden können, desto effektiver sind sie, und desto teurer für den Werbekunden – und damit einträglicher für den Netzwerkbetreiber. Inwieweit man diese Datenweitergabe unterbinden oder auch unterwandern kann, ohne gegen die Regeln der Netzwerke zu verstoßen, zeigt der Autor ausführlich.

Reale Gefahren

Auch Datendiebstahl, Rufmord und Identitätsdiebstahl sind reale Gefahren der sozialen Netzwerke. Auch hier zeigt das Buch Möglichkeiten des Schutzes auf und beschreibt eindrücklich die Hintergründe bei den Netzwerkbetreibern. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang sind Passwörter. Es gibt vermutlich nicht mehr viele Personen, die nicht für die ein oder andere Internetseite ein Passwort haben. Die Wahl des Passwortes ist überaus wichtig, je einfacher diese sind, desto einfacher sind sie zu knacken. Manuel Ziegler schreibt, dass rund 20% der Internetnutzer nur 5000 verschiedene Passwörter verwenden, erschreckend wenig. Auf keinen Fall sollten Namen oder auch das Wort „Passwort“ verwendet werden. Eine sinnvolle Generierung von sicheren Passwörtern wird in Kapitel 4 erläutert.

In einem Nachwort stellt der Autor außerdem die Vor- und Nachteile des Verzichts einer Mitgliedschaft dar.
Der Anhang ermöglicht die Vertiefung einzelner Bereiche und enthält verdeutlichende Abbildungen. Ein Stichwortverzeichnis erleichtert die Suche nach einzelnen Begriffen.

Facebook, Twitter & Co. Aber sicher!, 2012, Carl Hanser Verlag München, ISBN 978-3-446-43466-0, ebook erhältlich unter  ebook ISBN 978-446-43474-5

 

Backen für Kinder

Seit ich Mutter bin, backe ich Kuchen – das habe ich früher nie getan. Es fing an mit den Mitbringsel-Muffins für die Krabbelgruppe und ging weiter mit den Geburtstagskuchen für den Kindergarten, Kindergeburtstage… Wieviele Käsekuchen, Bananen- oder Schokolinsenmuffins ich noch für Schulfeste, Adventscafes, und Faschingspartys produzieren werde, weiß ich nicht.

Jährlich durchforste ich das Internet nach gerade passenden einfachen (!!!) Motivkuchen für den Kindergeburtstag – letztes Jahr wurde ich beispielsweise zum Thema Star Wars fündig. Als Beitrag für all meine „Leidens“genossinnen und -genossen am Backofen hier eine sehr schöne Rezeptidee eines Backzutatenherstellers für Piratengeburtstage und Prinzessinnenpartys:

Schatztruhe

Ein Rührteig aus Kakaopulver, Butter, geriebener Zitrone und Mehl wird in einer Kastenform gebacken, waagerecht durchgeschnitten und mit Zuckerguss überzogen. Um die Truhe möglichst echt aussehen zu lassen, Beschläge aus Marzipan aufkleben. Auf die Kuchenunterseite kommen die Schätze: bunte Schokolinsen, weiße Mäuse, Goldtaler, Zuckerketten… Der Kuchendeckel wird auf die Schätze gelegt, so dass man den Inhalt sehen und – natürlich – stibitzen kann.

Rezept

Zutaten für einen Kuchen:

Für den Teig:

  • 250 g weiche Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • etwas abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 4 Eier (Größe M)
  • 200g Mehl
  • 50 g Kakaopulver
  • 1 TL Backpulver
  • 50 ml Milch

Für das Marzipandekor:

  • 200 g Marzipan-Rohmasse
  • 100 g Puderzucker

Außerdem:

  • Fett und Mehl für die Form
  • Frischhaltefolie
  • 200 g dunkle Kuchenglasur
  • Zum Dekorieren nach Belieben Mäuse, bunte Schokolinsen, Goldtaler, Zuckerketten usw.

Zubereitung:

Für den Teig Butter, Zucker, Salz, abgeriebene Zitronenschale und Vanillezucker schaumig rühren. Die Eier nach und nach zugeben. Mehl, Kakaopulver und Backpulver mischen, sieben und unterheben. Anschließend die Milch unterrühren

Den Teig in eine gefettete, bemehlte Kastenform (25 cm) geben und im vorgeheizten Backofen ca. 45-55 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Nach dem Backen den Kuchen ca. 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen und auskühlen lassen. Anschließend den Kuchen mittig einmal waagerecht durchschneiden und mit der Schnittflächen nach unten auf Backpapier legen. Die Kuchenglasur nach Packungsanleitung schmelzen und die Kuchenhälften damit überziehen.

Die Marzipan-Rohmasse mit dem Puderzucker zu einer glatten Marzipanmasse verkneten. Das Marzipan zwischen Frischhaltefolie dünn ausrollen und mit einem gewellten Teigrädchen Streifen für die Beschläge der Truhe schneiden.

Solange die Kuchenglasur noch nicht vollständig getrocknet ist, die Marzipanbeschläge auf der Ober- und Unterseite des Kuchens anbringen und andrücken. Die Kuchenglasur anschließend vollständig trocknen lassen. Auf die Kuchenunterseite die Schätze legen, dann den Deckel auflegen, so dass die Schatztruhe etwas aufgeklappt ist.

 Herdeinstellung (vorgeheizt):

E-Herd: 180 °C

Umluftherd:160 °C

Arbeitszeit: ca. 60 Minuten

Backzeit: ca. 45-55 Minuten

Mehr Rezepte unter:

http://www.aurora-kinderbackschule.de/blog/category/rezepte/

Oder gleich mit „professionellem“ Zubehör

      

 

  Foto: Aurora