Schlagwort: klassische Kinderspiele

Spielideen für drinnen

Regen, Matsch oder Eiseskälte – Spielideen für drinnen kann man nie genug haben! Wer einigermaßen entspannte Nachbarn und ein Minimum an Platz hat, kann auch in Haus und Wohnung für Bewegung sorgen. Hier ein paar Ideen, selbst ausprobiert und für gut befunden:

Spielidee 1: Seiltanzen auf dem Boden

Ein möglichst langes Seil auf den Boden legen und schon kann es losgehen: Wer traut sich, auf dem zwischen zwei Hochäusern/Berggipfeln hoch gespannten Seil zu balancieren? Ist gar die berühmte Seiltänzerin aus dem Zirkus bei der Vorstellung zu sehen? Oder der Clown, der erst noch etwas üben muss? Wer keine Lust auf Rollenspiele hat, kann auch einfach ein Wettrennen machen: Wer schafft es am schnellsten – ohne daneben zu treten natürlich! – über das Seil zu laufen?

Spielidee 2: Akrobatik mit Mama und Papa

Viele Kinder lieben es – Mama und Papa haben dabei auch gleich ein Workout, wenn die Kids auf ihnen herumturnen. Je nach Größe (und Kilos!) der Kinder gibt es viele Varianten:

  • Engelchen flieg“ – an beiden Händen von Mama und Papa
  • „Flieger“ – das Kleine wird von einem Erwachsenen an einem Fuß und einer Hand gefasst und im Kreis gedreht
  • Kleinkinder-Hängematte: Zwei Erwachsene halten ein stabiles Tuch zwischen sich und schaukeln das Kind in der „Hängematte“ – je nach Alter und Abenteuerlust des Kindes sanft oder wilder! Immer und überall durchzuführen und ganz sicher ein Erfolg. Bei mehreren Kindern stellt sich sicher noch ein anderer Effekt ein: Ja, auch warten muss man irgendwann im Leben einmal lernen.

Akrobatik für etwas ältere Kinder

  • „Auf den Füßen laufen“: Das Kind stellt sich auf die Füße des Erwachsenen und der läuft los, während das Kind versucht, bei den „langen“ Schritten auf den Füßen des Erwachsenen zu bleiben. Das ist meistens nicht so einfach und schult natürlich den Gleichgewichts-Sinn. Geht übrigens vorwärts und rückwärts: Der Erwachsene geht vorwärts und rückwärts oder das Kind steht mit dem Gesicht zum Erwachsenen oder dreht sich um und schaut nach vorn.
  • Auf den Knien stehen. Das kennt man schon fast aus dem Zirkus: Ein Erwachsener geht leicht in die Knie und lässt das Kind auf seine Knien balancieren, es hält sich an den Händen des Großen fest. Das geht auf einem Bein, vorwärts, rückwärts….Gut für Zirkusposen! Ganz gut ist hier ein weicher Untergrund, falls das Kind abrutscht. Außerdem: Ein echtes Workout für den „Großen“!
  • Salto mit Mama und Papa: Das Kind hält sich an den Händen und dreht sich rückwärts oder vorwärts im Minisalto um die Arme. Auch hier: Auf eine weiche Unterlage achten.

Spielidee 3: Dschungel & Co

Das Wohnzimmer oder Kinderzimmer wird zum gefährlichen Dschungel mit wilden Tieren, die auf Bäumen (Stühlen) liegen, im Wasser (Teppich) lauern oder gut getarnt (unter dem Tisch) auf ihre Beute warten. Was passiert, wenn der bekannte Naturforscher die Szene betritt? Oder das Krokodil den vorwitzigen Vogel fressen will, aber zu behäbig ist? Solche Rollenspiele gehen natürlich auch mit Zirkus oder Zoo. Nett (und bewegungsfördernd) ist es, wenn die Kinder Tiere nachmachen können. Aber wenn es sein muss, kann es ja auch Star Wars oder die Pirateninsel sein!

Zungenbrecher, Sprachsalat, Mitmachreime, Quatschspinat

 Zicke, zacke, Zweibelbrei, zwiesel, zwasel, Zauberei. Zicke, zacke, zaus – und Du bist raus!

Wer das ewige „ene meine miste …“ leid ist, für den bietet dieses Buch einen kleinen Fundus neuer Abzählreime. Auch bisher kaum bekannte Zungenbrecher, wie der vom glitschigen Glubschfrosch sind eine wunderbare Ergänzung zu Fischers Fritzes Fischen. Die Reime und Sprüche dieses Buches sind wirklich alle neu und nicht, wie manchmal einfach alter Wein in neuen Schläuchen. Leider sind nicht alle so witzig und toll wie die Kontaktanzeige eines sprachbegabten Papageis. Aber das macht nichts, die Verse bieten, unterstützt von den tollen Bildern der freien Illustratorin und Grafikerin Yayo Kawamura, viele Anregungen für Gespräche und fürs selber Reimen.

Da Abzählen und Reimen schon im Kindergartenalter Spaß machen, ist dieses Buch schon für recht kleine Kinder gut geeignet. Im Grundschulalter, wenn durch Schreiben und Lesen das Sprachverständnis vertieft wird, machen Sprachspiele aus dieser Perspektive viel Spaß. Und unter den Erwachsenen gibt es ja auch noch genug, die Spaß am Reimen und Zungenbrechen haben. Dieses Buch ist also ein wirkliches Familienbuch an dem man lange Freude hat.

Regina Schwarz hat zunächst auf Lehramt studiert, dann Sozialpädagogik und seit 1984 schreibt sie Gedichte, Bilderbuchtexte, poetische Texte und auch humorvolle Gedichte für Erwachsene. Sie hat schon mehrere Preise gewonnen, zuletzt ist 2007 von ihr „Das verrückte Schimpfwörter ABC“ von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur zum Buch des Monats gewählt worden.

Zungenbrecher, Sprachsalat, Mitmachreime, Quatschspinat, Gedichte von Regina Schwarz, mit Bildern von Yayo Kawamura, Ravensburger

Buchverlag Otto Maier GmbH, 2013, ISBN 978-3-473-44629-2 (12,99 Euro)

 

 

Kartenspiel Schlafmütze

Immer wieder suchen Eltern nach neuen Spielen, die sie mit ihren kartenspielverrückten Kindern spielen können, neue Spiele für draußen, Spiele für die Reise… In loser Folge stellen wir deshalb Spiele vor, die wir vorher noch nicht kannten und mit unseren Lesern teilen wollen.

Kartenspiel Schlafmütze

Geeignet für eine größere Runde Kinder (und Eltern), am besten mehr als drei Kinder. Geeignet ist das Kartenspiel für Kinder ab vier Jahre.

Material

Ein ganz normales Kartenspiel (Skatkarten).

Ziel des Spiels

Ziel des Spiels ist es, vier Karten von einer Farbe oder Sorte zu bekommen (also vier Karo, Herz, Pik oder Kreuz) oder vier Karten mit der gleichen Zahl, beziehungsweise dem gleichen Bild (Bube, Dame, König, Ass). Und vor allem: Am Ende nicht als Letzter die eigenen Karten auf den Tisch zu legen – die „Schlafmütze“ zu sein.

Spielverlauf

Jeder Spieler bekommt vier, ein Spieler fünf Karten. Der Spieler mit den fünf Karten muss eine seiner Karten verdeckt weitergeben, solange bis ein Spieler vier gleiche gesammelt hat. Der nächste in der Runde schaut sich die Karte an und reiht sie entweder in sein Blatt ein und gibt eine andere weiter oder gibt genau diese einfahc an den nächsten weietr – natürlich auch verdeckt.

Wer vier gleiche Karten hat, legt seine vier Karten möglichst unauffällig auf den Tisch. Wer sieht, dass einer seine Karten hinlegt, legt seine auch hin. Und wer dies als Letzter merkt, ist: Klar, die Schlafmütze.

Noch etwas: Wenn die gleiche verdeckte Karte einmal ganz im Kreis herum ist, weil keiner sie haben will, dann darf der, der sie als erstes losgeschickt hat, eine neue vom Stapel ziehen.

Kurz und knackig, macht Spaß und lässt Kinder ab vier Jahre erstmals mit Skatkarten spielen. Auch nicht schlecht: Trainiert die Aufmerksamkeit – wer will schon die Schlafmütze sein!

Skatkarten sind hier erhältlich:

 
Foto: Arnulf zu Linden