Schlagwort: Sommer

Schulmaterial-Kauf – geht das billig?

Alle Jahre wieder – zum Schuljahresbeginn steht Schulmaterial kaufen auf dem Familienplan: Hefte, Bücher, Stifte, Material für Kunst und Werken – das geht ins Geld, jedes Jahr. Geht das denn auch billiger, kann man vielleicht ein bisschen sparen? Im Prinzip ja, aber bitte nicht überall:

Sparen ja:

  • Hefte, Blöcke und Papier. Die muss man nicht im Fachgeschäft kaufen, sondern kann sie auch im Fünferpack beim Discounter oder Ein-Euroshop auf Vorrat erwerben. Oder dieses Schulmaterial im Internet bestellen und da schnell das günstigste Angebot aussuchen.
  • Achtung allerdings für Grundschuleltern: Die Linienführung ändert sich bis zur vierten Klasse jedes Jahr (Liniertes Papier), aber dann kann vielleicht das jüngere Geschwisterkind die übriggebliebenen Hefte zwei Jahre später nutzen. Wer zwischendurch ein bis zwei Seiten zusätzlich benötigt, kann diese auch bei uns ausdrucken (Vorlagen für liniertes Papier)
  • Achtung auch bei den Vorgaben der Lehrer „mit Rand“ oder ohne sowie 16 oder 32 Blatt – das wird mal strenger, mal weniger streng gehandhabt – das darf man aber auch schon vor den Sommerferien bei Lehrerin oder Lehrer erfragen.
  • Außerdem sparen bei: Turntrikots, Malkittel, Stiftebecher, Schlamper-Mäppchen, Schnellheftern… Klar sind sie toll mit dem Aufdruck von Prinzessin Lillifee, Monster High oder dem Lieblingsfußballverein. Muss aber nicht sein. Schließlich zahlen Eltern sonst die Lizenzgebühren mit.

Sparen leider nein bei:

  • Füller
    Den sollten Eltern auf jeden Fall im Fachgeschäft kaufen, und ihn vorher vom eigenen Kind ausprobieren lassen. Gerade beim allerersten Füller ist das wichtig: Haben doch viele Hersteller Varianten, die vor allem zum Schreiben lernen geeignet sind. Außerdem wichtig: Braucht das Kind einen Linkshänder-Füller?
  • Schulranzen
    Ein Schulranzen muss auf den Rücken passen und zwar so gut wie möglich. Eltern von Schulanfängern können sich vielleicht nicht vorstellen, welche Gewichte ihre Kinder in den nächsten Jahren auf ihren schmalen Rücken tragen müssen. Das wird immer mehr. Und die Angewohnheit, dass Kinder heute oft in Grundschulen ihre Schulsachen lagern können, führt zu einem negativen Phänomen: Die Kinder nehmen täglich fast alles nach Hause mit, damit sie auf jeden Fall immer alle Schulsachen parat haben.
  • Material zum Malen und Basteln: Wer hier spart, tut dies zu Lasten des eigenen Kindes: Die günstigen Wassermalfarben leuchten lange nicht so schön und die günstigen Buntstifte brechen ständig ab, die Pinselborsten zerfasern beim Malen, die Schere schneidet kaum. Auch hier also: Markenartikel machen einfach dem Kind mehr Freude und motivieren besser zum Malen und Basteln.
  • Turnschuhe…
    Brauchen Kinder manchmal sogar mehrfach im Jahr, wenn die Füße wachsen. Hier muss es nun nicht immer für den Schulunterricht die superteure Markenversion sein – aber natürlich sollen die Schuhe belastbar sein und vor allem: Passen. Zum Checken der aktuellen Schuhgröße unsere Vorlage zum Ausdrucken
  • Zeit sparen
    In vielen Familien ist Zeit eine fast noch kostbarere Währung als Geld. Dazu ein Tipp: Wer beim Besorgen der vielen Kleinigkeiten zum Schulanfang Zeit sparen will, geht am besten in ein gutes Schreibwaren-Geschäft. Auf Nachfrage bieten viele nämlich an, die Liste komplett zusammen zu stellen. Also einfach Schul-Liste abgeben, etwas anderes tun und später das Paket mit Heften, Stiften und Blöcken wieder abholen. Gut, das spart sicher nicht sehr viel Geld. Aber ungemein Zeit und Nerven…

Foto: PublicDomainPictures from Pixabay 

Marmelade Kochen mit Kindern: Einfache Rezepte

Marmelade kochen mit Kindern macht Spaß! Schließlich ist es toll, den Nachwuchs spielerisch an das „in der Küche Mitmachen“ zu gewöhnen. Kleine Kinder sind stolz und eifrig, wenn sie bei etwas mitkochen – und das Ergebnis später sehen und essen können.

Selbst größere Kinder, die beim Thema Tisch decken schlagartig unsichtbar werden, mögen es, den Früchtebrei zu rühren, zu pürieren und zu naschen. Die Küche sieht hinterher wahrscheinlich aus wie nach dem Plätzchen Backen – na gut, dann macht man eben wieder sauber. Am besten gemeinsam.

Beim Marmelade Kochen gibt es viele Möglichkeiten, wie kleinere oder größere Kinder in der Küche aktiv sein können. Schon Kleinkinder können beispielsweise Johannisbeeren von den Stielen zupfen. Etwas größere Kinder fasziniert man mit dem Pürierstab, der ist laut und eine Maschine – auch wilde „Kerle“ im Kleinformat reißen sich darum, die Früchte elektronisch zu zerdrücken. Wer das noch nicht so gut kann, mag vielleicht die Früchte passieren und beim „Vormantschen“ mit der Gabel die kleine Hand anlegen. Auch erste Schneideversuche gehen ganz gut mit den weichen Früchten, bei Bananen zum Beispiel.Und wie toll ist es, wenn alle zusammen erst die Füchte erst gemeinsam pflücken, (naschen nicht vergessen!!) und sie dann gemeinsam einkochen – und beim nächsten Frühstück genüßlich verspeisen…..

Überall gibt es in der richtigen Jahreszeit Felder, auf denen man Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren, Johannisbeeren, Brombeeren und Co selber pflücken kann.

Hier die Rezeptideen:

Das hier ist wirklich lecker! Das Kirschen entsteinen ist für Kinder noch etwas schwierig. Die dürfen dann die Erbeeren putzen und würfeln – besser hinterher noch einmal nachprüfen, ob es wirklich noch 950 Gramm Fruchtfleisch sind… 

Süßkirsch-Erdbeer-Brotaufstrich mit Kokosraspeln

Zutaten
Ergibt ca. 1600 ml:

  • 500 g Süßkirschen (unvorbereitet gewogen, ergibt ca. 450 g Fruchtfleisch)
  • 1000 g Erdbeeren (unvorbereitet gewogen, ergibt ca. 950 g Fruchtfleisch)
  • Saft von 2 Zitronen (= 80 ml = 4 EL)
  • 50 g Kokosraspel
  • 500 g Südzucker Gelier Zucker 3plus1 (= 1 Päckchen)

1. Die Süßkirschen waschen, trocknen lassen, entstielen und entsteinen. Auch die Erdbeeren waschen, gründlich abtropfen lassen und putzen, also den grünen Stielansatz entfernen. Dafür gibt es übrigens spezielle Löffelchen mit Zacken.
2. Die Hälfte der Erdbeeren in kliene Würfelchen schneiden – das können auch Kindergartenkinder schon! Die andere Hälfte gemeinsam mit den Kirschen und dem Zitronensaft pürieren. Alles zusammen mit den Kokosraspeln in einen großen Kochtopf geben, Gelier Zucker 3plus1 unterrühren und mindestens 3 Stunden ziehen lassen, am besten zugedeckt.
3. Bei starker Hitze unter Rühren zum Kochen bringen, bis es heftig im Kochtopf sprudelt. genau ab jetzt vier Minuten sprudelnd kochen lassen, immer weiter rühren.
4. Schnell den Topf vom Herd und die Marmelade in heiß ausgespülte Gläser randvoll füllen und sofort mit einem Deckel verschließen.

Beeren, Beeren, Beeren – Sommerfeeling eingekocht! Beim Beeren zupfen und verlesen helfen alle mit – auch wenn Mama oder Papa später vielleicht noch einmal nachverlesen, zur Sicherheit…

Beerenbrotaufstrich aus drei verschiedenen Beeren

Zutaten
Ergibt ca. 1140 ml:

  • 500 g Brombeeren (unvorbereitet gewogen)
  • 300 g Heidelbeeren (unvorbereitet gewogen)
  • 200 g Schwarze Johannisbeeren (unvorbereitet gewogen, ergibt ca. 195 g Fruchtfleisch)
  • 500 g Südzucker Gelier Zucker 2plus1 (= 1 Päckchen)

1. Alle Beeren waschen und gut abtropfen lassen. Die Johannisbeeren von den Rispen zupfen, Brombeeren und Heidelbeeren verlesen. Die Früchte pürieren und mit Gelier Zucker 2plus1 in einem großen Topf gut mixen.
2. Topf auf den Herd und die Massen bei hohen Temperaturen und unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Wenn das Kochgut sprudelt, vier Minuten auf der Eieruhr einstellen. Die ganze Zeit sprudelnd kochen lassen und weiterrühren.
3. Den Topf vom Herd nehmen und heiß ausgespülte Gläser mit dem heißen Aufstrich randvoll füllen. Die Gläser sofort mit einem Deckel gut verschließen.

Rühren, mixen und gleich essen, wunderbar! Und dieses Rezept ist auch für Zeiten, in denen es die leckeren Beeren leider nicht auf freien Feld gibt.

Bananen-Heidelbeer-Fruchtaufstrich

Zutaten

Ergibt ca. 300 ml

  • 250 g Früchte
  • 125 g Südzucker Gelierzucker Fix & Fruchtig (= 1 Päckchen)

1. 125 g Bananenfruchtfleisch mit 125 g frischen oder angetauten Heidelbeeren in einen geeigneten Mixbecher geben.2. Den Inhalt eines Päckchens Gelierzucker Fix & Fruchtig (125 g) dazugeben und alles mit einem Pürierstab 45 Sekunden gründlich pürieren.3. Gleich genießen oder den Fruchtaufstrich in ein Schraubdeckelglas abfüllen und verschließen.

Spielplätze – vorher checken!

Endlich geht es raus in die Sonne – und die Kids können auf den Spielplatz! Doch Spielplätze können auch gefährlich sein: Nach langem Winter und Matschzeit sind so manche Spielgeräte gefährlich verrottet. Im Sommer selbst haben vielleicht abendliche Feierrunden den Spielplatz in eine Müllhalde mit Zigarettenkippen und Alkoholresten in bunten Flaschen verwandelt.

Es lohnt sich also als Erwachsener die eine oder andere Runde über das Spielgelände zu drehen, bevor man die Kleinen auf Geräte und Gelände loslässt. Folgende Stationen sind dabei hilfreich:

  • Geräte genauer anschauen, einmal umkreisen: Spitze Metallteile bergen Verletzungsgefahr, verrottetes Holz wird vom Spielgerät zur Stolperfalle, in abgerissenen Seilen können sich Kinderfüße verfangen. Das ist leider nicht so selten, wie es klingt.
  • Mitspielen: Spielgeräte müssen auch für Erwachsene immer zu benutzen sein. Wer sich also auch einmal auf die Rutsche schwingt, merkt gleich selbst, ob die Stufen hinauf gefährlich wackeln.
  • Bodenbelag checken: Das ist eine besonders gemeine Falle für spielende Kinder – wenn sich zum Beispiel Glas-Müll im Sand findet und die Kinder unbedarft vom Klettergerüst hinein hüpfen.
  • Bescheid sagen! Viele Spielplätze haben irgendwo einen Aufkleber mit einer Telefonnummer, bei der sich Eltern und Anwohner melden können, wenn die Plätze und Geräte in keinem guten Zustand sind. Am besten sofort, das Handy haben ja meist alle dabei.

Spielplatzpate werden! Wer sich sowieso ständig auf Spielplätzen „herumtreibt“ (und dies tun zum Beispiel Eltern von Kindergartenkindern im Sommer ständig), kann daraus gleich ein ehrenamtliches Engagament für den Spielplatz vor der Haustür machen. Spielplatzpaten haben je nach Kommune etwas unterschiedliche Aufgaben. Auf jeden Fall sind sie für die Gemeinde Ansprechpartner für den jeweiligen Spielplatz und sehen nach, ob alles dort in Ordnung ist. Sie können aber auch Feste auf den Spielplätzen organisieren oder eine durch die Gemeinde gestellte Spielgerätekiste verwalten.

Am besten einmal die eigene Stadt oder Gemeinde mit dem Stichwort „Spielplatzpate“ googeln!

Foto: TÜV Rheinland.

Familien-Freizeitparks in Italien

Gardaland

Das Familien-Ziel Italien ist für manche schon ohne spektakuläre Freizeitparks eine Reise wert. Wer aber bei der Urlaubsplanung im Familienkreis Begeisterungsstürme auslösen will, lässt die Bemerkung von dem einen oder anderen Freizeitpark in der Nähe fallen. In Italien gibt es da Einiges: Riesenwasserrutschen im Freien, spektakuläre Fahrgeschäfte, ein nachgebautes Mini-Italien…

Gardaland

Italiens zweitgrößter Freizeitpark liegt am Gardasee, das Gardaland. Eine Vielzahl spektakulärer Fahrgeschäfte verteilen sich auf einer 46 Hektar großen Fläche. Besucher amüsieren sich dort beispielsweise auf einem der größten Riesenräder Europas sowie in mehreren Achterbahnen, mit und ohne Loopings, durch dunkle Röhren oder auf Wasserkanälen – für Adrenalinjunkies ist also etwas geboten. Paraden und Shows zeigen täglich Attraktionen. Natürlich gibt es computeranimierte Spiele, wie einen 4 D Film oder die Möglichkeit, in Ramses Welt mit Laserpointern zu schießen. Kleinere Kinder amüsieren sich mit vielfältigen Spielmöglichkeiten und ruhigeren, aber italienisch bunten Karussells. Für Freunde der Meeresfauna ist im Gardaland darüber hinaus ein Sealife integriert, welches aber noch einmal extra bezahlt werden muss.

Adresse: Località Ronchi, I-37014 Castelnuovo del Garda (VR),
Öffnungszeiten: Frühjahr und Herbst 10:00 – 18:00 Uhr, ab Mitte Juni bis September 10:00 – 23:00 Uhr, SeaLife von April bis September 10:00 – 18:00 Uhr
Eintritt: Erwachsene 38,50 Euro, Kinder (ab 1 Meter Größe bis 10 Jahre), 32,00 Euro. *
Günstiger ist die Onlinebuchung 7 Tage im voraus für 29,00 Euro. Auch am selben Tag noch gibt es bei Onlinebuchungen einen günstigeren Tarif, außerdem Familientarife.
Mehr Infos hier: Offizielle Parkseite

Freizeitpark in „klein“: Italia in miniatura

Schön, für den, der keine Zeit für eine Reise durch ganz Italien hat: Italia in miniatura, übersetzt „Italien im Kleinformat“ zeigt auf 85.000 Quadratmetern circa 270 Miniaturen von italienischen und europäischen Gebäuden, zumeist im Maßstab 1:25 beziehungsweise 1:50. Auch wer nicht jede italienische Stadt kennt, wird sich an den original nachgebauten Plätzen und Häusern erfreuen, aus Deutschland und Österreich findet man das nachgebaute Wiener Belvedere und das Schloss Neuschwanstein. Spektakulär ist außerdem Klein-Venedig im Maßstab 1:5 zum Durchfahren mit dem Boot. Es gesellen sich exotische Vögel, Karussells, Wasserspiele, und andere Spiellandschaften dazu. Italia in Miniatura steht in Rimini.

Adresse: Via Popilia, 239, 47900 Viserba di Rimini (RN)
Öffnungszeiten: von April bis September: 9:00-19:00 Uhr, im August z.T. 9:00 – 19:30 Uhr
Eintritt im Frühjahr/Sommer 22,00 Euro, Kinder (1 Meter bis 1,40m Größe) und Besucher ab 65 Jahre 16,00 Euro*
Homepage nur auf englisch und italienisch: Italia in miniatura

Wasserparks

Bei unserem Wetter lohnen sich Open-Air-Rutschparadiese in Deutschland nicht so recht, und Indoor-Paradiese sind selten. In Italien jedoch sind große Wasserparks im Freien im Sommer der Renner. Zum Beispiel der Aquafan-Park in Riccione: Er bietet abenteuerliche Rutschkonstruktionen – steile, geschlossene halboffene und gedrehte Rutschen und Rutschröhren – in einer Gesamtlänge von drei Kilometern. Dazu unter anderem ein Wellenbad, künstliche Flüsse, die mit Gummireifen schnell und langsam zu befahren sind, ein riesengroßes Schaumbecken usw. Wasserspaß für die Kleinen gibt es in Kinderbecken mit allerlei Comicfiguren und kleinen Rutschen.

Adresse: Via Ascoli Piceno, 6, 47838 Riccione RN
Öffnungszeiten: Täglich von Anfang Juni bis Mitte September, 10:00 – 18:30 Uhr
Eintritt: Erwachsene 28 Euro, Kinder von 1 Meter bis 1,40m Größe 20 Euro (für jeweils 2 Tage, Preis Saison 2014)
Weitere Infos auf englisch und italienisch: Aquafan

Märchenhaft für Kleinere: Fiabilandia

Ein Märchenpark für Kleinere aber auch größere Geschwister bei Rimini. Der Park bietet eine Vielfalt Fahrgeschäfte und Spiellandschaften für Kinder. Ein Zug fährt um das ganze Parkgelände, auf einem See fährt ein Schaufelraddampfer. Die Kinder können auf das Piratenboot von Peter Pan klettern, sich ein Indianerdorf ansehen oder ein (mediterranes ) einhundert Jahre altes Bauernhaus besuchen. Shows wie eine Wild West Show, Wasserspiele oder Zirkusvorführungen mit Clowns und Akrobaten sind inklusive, es gibt außerdem einen Kleintierzoo, ein Exotarium und ein Planetarium.

Adresse: Via Cardano 15, 47900 Rivazzura di Rimini (RN)
Öffnungszeiten: Juni bis September 10:00 – 18:00 Uhr, im August bis 19:00 Uhr
Eintritt: 23,00 Euro, Kinder (3 Jahre bis 1,30 m Größe) 16,00 Euro. Am Folgetag ist der Eintritt gratis*

Mehr Infos, im Winter nur auf italienisch, aber mit einer Vielzahl Bilder: Fiabilandia

Und für Freunde von Freizeitparks in Deutschland noch ein paar weitere Infos: Freizeitparks

*(Preise und Öffnungszeiten: Stand Sommer 2015)
Foto: Gardaland

Linnaeushof in Holland – Europas größter Spielplatz

Aktives selber Spielen, nicht passive Bespaßung. Seit über 50 Jahren gibt es den Linnaeushof, „Europas grootste speeltuin“ (größter Spielplatz Europas), eine halbe Autostunde entfernt von Amsterdam.

Gerade eben noch schien die Sonne, jetzt regnet es, als wir für zwei Erwachsene und unseren achtjährigen Sohn Lukas jeweils 12,- Euro Eintritt bezahlen. Den Parkplatz für unser Auto bezahlen wir auch gleich mit (5,50 € extra). Es ist ein Mittwoch, die holländischen Schulferien laufen noch. Trotzdem ist nicht viel los. Wir kommen fast überall ohne Wartezeit dran.

Spielgeräte – Antrieb mit Muskelkraft

Das Besondere hier ist, dass Eltern (oder noch mobile Großeltern) und Kinder gemeinsam fahren, rutschen, kreiseln, balancieren und spielen können, und dabei die Spielgeräte selbst antreiben.

Als erstes ziehen wir uns in Zweiersitzen am Seil nach oben auf einen bunten, sich drehenden Turm. Zum Glück wird unsere Muskelkraft maschinell verstärkt. In sieben Metern Höhe haben wir einen guten Überblick über die verschiedenen Spielbereiche, den Wasserspielplatz, den See mit der Kletterinsel, über die ein Sessellift hinwegfliegt. Als wir das Seil loslassen, schweben wir sanft wieder nach unten. Ein schönes Gefühl!

Es gibt bekannte Klassiker, zum Beispiel Schaukeln, aber auch etliche Geräte, die wir noch nie irgendwo gesehen haben. Bei manchen müssen Eltern oder Kinder kräftig in die Pedale treten, z.B. um horizontale und vertikale Karussells anzutreiben. Dadurch ist naturgemäß alles langsamer, sanfter, weniger extrem als in einem herkömmlichen Vergnügungspark.

Eine Monorail ruckelt langsam in drei Metern Höhe an ihrer Schiene entlang. Lukas ist begeistert. Darf ich mal alleine? fragt er. Er darf. Wir strampeln im Wagen hinter ihm. Es gibt einen Bereich, der eher für Kleinkinder gedacht ist, und einige Fahrgeräte sind erst ab sieben Jahren erlaubt. Beim Sessellift, meinem persönlichen Favoriten, und anderen Fahrgeräten sind 90 kg Körpergewicht die Obergrenze. Einige Spielgeräte sind auch für Rollstuhlfahrer zu nutzen.

schwebe_sessel-linnaueushof

Spielen auch bei Regen oder Hitze

Für den großen Wasserspielplatz ist es zu kalt heute, aber wir rutschen auf der Riesenrutsche alle drei um die Wette, hopsen nebeneinander auf den Trampolinen und balancieren auf Hoppel-Fahrrädern – ein ganz neues Fahrgefühl. Die Mitmach-Tanzshow des Maskottchens, dem „Hasenkanin“ Bennie Broek, schauen wir uns an, weil Lukas die niederländische Sprache so gerne hört.

Beim nächsten Regenguss flüchten wir uns in die Cafeteria, wo es Chicken-Nuggets, aber auch Brötchen gibt, die frisch für uns belegt werden. Den Preis finden wir in Ordnung (2,75 € für die einfache Variante mit Schinken/Käse). Man darf aber auch eigenen Proviant mitbringen.

Für hartnäckigen Regen hat der Betreiber, die spanische Aspro-Gruppe, einen Indoor-Spielbereich eingerichtet. Es gibt dort Fahrzeuge und ebenfalls eine kleinere Schwebe-Monorail, Tischkicker, Airhockey und anderes. Alleine dafür wäre aber der Eintritt eindeutig zu teuer. Also besser Regenzeug und, zum Trockenwischen der Sitzflächen, ein Handtuch mitnehmen, um wirklich alle 350 Spielstellen (Betreiberangabe) nutzen zu können. Ein paar Attraktionen kosten extra (z.B. Kartbahn, Minigolf, Fußball-Flipper), aber darauf verzichten wir, es gibt genügend anderes.

Was uns nicht so gut gefiel: Alle Informationen, einschließlich des Internet-Auftritts, gibt es nur auf Holländisch. Englisch hier und da wäre schön. Trotzdem: Erst als der Park schließt, gehen wir zum Auto. Mit einem Gefühl tiefer Zufriedenheit nach einem prima Urlaubstag mit viel Bewegung an der frischen Luft.

www.linnaeushof.nl

Text und Fotos: Barbara Leonhardt

 

Wasserspiel-Ideen

Hier ein paar Wasserspiel-Ideen für alle Leser, die weder auf Pinterest unterwegs sind, noch gerne englisch lesen. Auf Pinterest tummeln sich nämlich amerikanische Supermoms, die zum Teil ihre Kinder zu Hause unterrichten und auf gute Ideen für Kinder jeden Alters angewiesen sind.

Manche dieser Ideen sind wirklich sehr amerikanisch – oder käme in Europa jemand auf die Idee, den Inhalt von Leuchtstäben in Seifenblasen-Flaschen zu mischen und sich dann an den leuchtenden Blasen zu erfreuen? Da stehen doch Warnhinweise drauf und das Zeug ist doch ganz sicher giftig!!! Und manche Wasserspiel-Ideen sind eher für große amerikanische Vorstadt-Gärten geeignet – nunja, die hat nun mal nicht jeder in der deutschen Großstadt….

Hier also eine  subjektive Auswahl von Wasserspielen – die Sie natürlich auch gerne im Original nachlesen dürfen:

Ich finde die Idee sehr nett, auch wenn man keine große Tiefkühltruhe besitzt – es geht auch eine Nummer kleiner:

Spielzeug-Eisblock

Frieren Sie in einen möglichst großen Eisblock kleine Spielzeuge, Playmobilfiguren, Plastikautos, -häuser und anderes ein. Zum Beispiel eine kleine Wanne mit Wasser füllen, Spielzeug rein und ab in die Gefriertruhe. Wenn alles gefroren ist das Ganze im Garten/auf dem Balkon/ auf der Grünfläche vor der Tür stürzen. Jetzt kann der Nachwuchs versuchen, die kleinen Spielsachen mit einem ungefährlichen Werkzeug „auszupacken“, Salz darauf streuen, hämmern, löffeln… oder nur zusehen, wie es schmilzt. Wenn die eine Ecke noch zu hart ist, wird der Lerneffekt eine halbe Stunde später eintreten, wenn die Masse auf einmal angetaut ist! Das Spiel ist eine nasse und kühle Angelegenheit – also perfekt geeignet für Tage über 30 Grad!
http://www.funathomewithkids.com/2014/05/rainbow-ice-tower-excavation.html

Wer keinen Pool im Garten hat, kann dieses Spiel auch im Planschbecken machen, vielleicht sogar in der heimischen Badewanne?

Wasser-Scrabble

Das ist für Vorschulkinder und Kinder , die gerade lesen lernen: Beschreiben Sie flache Haushaltsschwämme mit wasserfestem Stift und verteilen Sie sie im Wasser. Auf die Schwämme kommen Buchstaben oder auch Zahlen,. Das ist die Grundlage für alle möglichen Spiele je nach Alter und Buchstabenwissen: Wer kann als erstes das I entdecken? Oder welche Buchstaben brauche ich für das Wort EIS? Oder für meinen Namen? Ähnlich geht das mit Zahlen. Das wird sicher nass und plantschig – also genau das Richtige, wenn es heiß ist!
http://www.toddlerapproved.com/2012/05/swimming-pool-scrabble.html

 

Ebenfalls für Tage, an denen es richtig nass werden kann:

Wasserpumpe für die Ballonschlacht

Wasserballonschlacht kennt man hierzulande ja auch. Eine gute Idee ist, einen alten Flüssigseifenspender als „Wasserpumpe“ zum Füllen der Ballons zu verwenden: Den Spender mit Wasser füllen, auf das nächste Freigelände mitnehmen und die Wasserballons dort direkt über die Minipumpe stülpen. Je nach Größe des Spenders ist die Schlacht dann praktischerweise zeitlich begrenzt.

Noch einmal etwas für Wasserspiele draußen. Es ist etwas Gebastel dabei, aber wem es Spaß macht…

Wasserwand zum Spielen

An einem Zaun mit Kabelbindern verschiedene Teile für eine „Wasserbahn“ befestigen. Gut sind Reste von Spiral-Kabelschläuche oder Plastikflaschen ohne Boden. Verschieden große Eimer ebenfalls an den Zaun binden – da fließt dann das Wasser hinein und kann in die nächste Bahn weiter gekippt werden. Die Bilder der amerikanischen Seite mit dem schönen Namen „Fun a day“ sprechen für sich: http://fun-a-day.com/portable-water-walls/

Haben Sie noch mehr Ideen für nasses Spiele draußen? Alle Leser freuen sich über Tipps!

Foto: Bundesarchiv Bild 183-2004-0512-508 / CC-BY-SA

Wasserspiel-Ideen zum Kaufen gibt es natürlich auch:

Sicherheit am Badesee

Der Sommer kommt – und mit ihm die Badefreuden. Das Baden in öffentlichen Gewässern ist aber nicht ungefährlich – allein 2013 ertranken in Deutschland 446 Menschen. Worauf sollten Eltern beim Aufenthalt im Badesee achten? Hier ein paar Tipps

Wie gut kann der Nachwuchs im Badesee schwimmen?

47 Prozent der 5- und 6-Jährigen können gar nicht schwimmen, bei den 7- und 8-Jährigen sind es noch immer rund ein Viertel. Das ergab eine im Auftrag von der ERGO Versicherungsgruppe durchgeführte repräsentative Umfrage von Ipsos*.

Und wie ist das mit Ihrem Kind? Am besten Sie machen beim ersten Schwimmbad– oder Seebesuch des Jahres einen kleinen Schwimm-Test. Denn gerade am Anfang der Saison haben die Kids erst einmal alles vergessen, wenn sie nicht gerade wöchentlich Schwimmunterricht im Winter hatten. Außerdem ist so ein Badesee immer noch einmal etwas anderes als ein Schwimmbecken. Und die Kraft in den Armen muss sich für die nächste Saison vielleicht auch erst noch entwickeln.

Zur Sicherheit: Gefahrenquellen abchecken

So ein Badesee sieht auf der Oberfläche aus recht gleich aus, so wie ein Schwimmbecken auch – aber Vorsicht: Unter der Wasseroberfläche können sich tiefe oder zu flache Stellen verbergen. Und natürlich Äste oder spitze Steine in die Höhe ragen. Das Beste ist deshalb eine Art „Begehung im Wasser“ gemeinsam mit den Kindern, wenn alle am See angekommen sind. So wissen Sie und Ihr Kind, wo man besser nicht schwimmen oder gar springen sollte.

Bewachte Seen aufsuchen

Ähnlich wie bei einem Aufenthalt mit Familie am Meer sollten Sie mit Kindern sowieso nur von Rettungsschwimmern bewachte Seen zum Baden aufsuchen – das beruhigt einfach mehr, auch wenn Sie mit (fast) sicheren Schwimmern unterwegs sein sollten. Besondere Vorsicht ist bei Seen mit Schifffahrt geboten: Die Boote sehen einzelne Schwimmer meist nicht und man sollte nicht den Sog eines Schiffes unterschätzen. Davon also unbedingt fernhalten!

Baderegeln beachten

Vielleicht hat ihr Kind sie schon in der Schule behandelt, dann weiß es vieles „besser“: Die allgemeinen Baderegeln gelten natürlich auch am Badesee und auch dann, wenn es sonst keiner kontrolliert. Regeln wie dass man mit vollem Magen oder erhitzt nicht ins Wasser gehen soll oder bei Gewitter ein Gewässer sofort verlassen muss, sind gerade dann wichtig, wenn sie kein Bademeister durch den Lautsprecher sagt. Rücksicht auf andere und sich nicht selbst überschätzen sind weitere Regeln, die alle am Badesee befolgen sollten – und die Eltern als Vorbild natürlich ganz besonders!

Schauen, schauen, schauen

Ja, am sichersten ist es, wenn man keine Sekunde den Blick vom badenden Kind wendet. Wie entspannt Eltern am Badesee sein dürfen, hat viel mit dem Alter des Kindes zu tun und wie sicher es im Wasser ist (siehe oben). Die allersicherste Methode ist, mit dem Kind zusammen ins Wasser zu gehen – und dann haben alle zusammen hoffentlich eine Menge Spaß im Nass bei heißem Wetter. Und darum geht es doch!

 

Foto- und Infoquelle: ERGO Versicherungsgruppe, *Quelle: Ipsos i:Omnibus™

Jetzt geht’s raus – Naturerlebnispfade

Wie alt wird ein Baum? Warum sind die Moore wichtig für den Klimaschutz? Wie funktioniert ein Baumtelefon und was ist ein Waldorakel?

Auf diese und viele andere Fragen geben immer mehr Naturerlebnispfade in Wald und Flur eine leicht verständliche und anschauliche Antwort. Liebevoll angelegt von lokalen Organisatoren, laden sie zum Familienausflug ein: Den Wald fühlen, riechen, hören, sehen und sogar schmecken.

Erlebnispfade in Deutschland, Österreich und der Schweiz

In ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz sind ab April oder Mai die Erlebnispfade wieder komplett begehbar, so dass kleine und große Entdecker meist ab 9:00 Uhr morgens bis zum Einbruch der Dunkelheit spielerisch die Geheimnisse der Natur erforschen können. Der Eintritt ist fast immer frei. Schon Bernhard von Clairvaux (burgundischer Mönch und Kirchenlehrer, 1090 – 1153) wusste: „…., du wirst in den Wäldern mehr finden als in den Bücher. Bäume und Steine werden dich lehren was du von keinem Lehrmeister hörst.“

 

Spaß und Informationen

R-o-t- bu-che-e – buchstabiert Johanna, 7 Jahre, das Schild über einem Baum mit rötlichen Blättern.Zahlreiche Bilder und Schautafeln informieren über Pflanzen, Tiere, Lebensräume und Klima der jeweiligen Region. Ob sich Johanna den so mühsam entzifferten Namen merkt? Manche Lehrpfade beschäftigen sich mit der Geschichte der Gegend oder tierischen Bewohnern von vor langer Zeit, den Dinosauriern.

Interaktives Lernen

Immer mehr Naturlehrpfade sind interaktiv gestaltet. Da gibt es Früchte-Schaukästen, Klanggärten und Baumtelefone. „Ich hab die Augen zugemacht und das Holz war ganz stachelig“, strahlt Konstantin, 5 Jahre. Barfuß-Tastpfade sind auf den Pfaden oft zu finden – und am besten mit geschlossenen Augen zu begehen: Auf angelegten Wegen geht es nach Gras über Holz- und Rindenmulch, dann durch körnigen Sand und über massierenden Kies. Lehmige Erde, raues Gestein, naturgewachsenes Holz und erfrischendes Wasser wecken die Sinne.

Verständnis für die Umwelt fördern

Für die Abenteuerlustigen bieten manche Anlagen ein Labyrinth, in anderen müssen Kinder und Erwachsene ein Baumrätsel lösen oder können auf einer Holzorgel spielen. Neben Spaß und Erholung sollen die Erlebnispfade dazu beitragen, das Verständnis für Natur, Landschaft und Umwelt zu fördern.

Über das Internet findet sich mit Sicherheit auch einen Naturpfad in Ihrer Nähe und ist nicht nur im Urlaub sondern den ganzen Sommer über ein spannendes Erlebnis.

Hier ein Link für Dinosaurier-Freunde:
http://www.thueringer-geopark.de/?page_id=677

Diese Seite bietet eine große Auswahl an:
http://www.naturparkschwarzwald.de/sport-erlebnis/erlebnispfade

Und auch in der Schweiz und in Österreich gibt es viel zu entdecken:
http://www.myswitzerland.com/de/erlebnisse/ausfluege-sommer.html
http://www.kleinwalsertal.com/bergsommer/kultur-natur/erlebnis-lehrpfade.html

Oder einfach das Stichwort Naturerlebnispfad und den gewünschten Ort eingeben. Viel Spaß beim Entdecken!

Foto: Staudinger GmbH

 

Sommer ist barfuß

Solltest Du nicht Deine Schuhe anziehen?“ fragt eine ältere Frau Ami, nein, denn Sommer ist barfuß. Bis vor einem Jahr wohnte Ami noch auf dem Land, da lief sie sogar im Winter die meiste Zeit barfuß. Aber das kann die alte Dame ja nicht ahnen. Jetzt wohnt Ami, die eigentlich Amalie heißt, in der Stadt in einem großen Haus. Das ist auch anders als auf dem Land. Hier sollen bzw. sollten sie meistens leise sein, denn sonst kommt Frau Hetzler und schimpft. Auch freundliche Leute wohnen in dem großen Haus, zum Beispiel Herr Hegendorf. Er zwinkert Ami zu und weil sie noch nicht zwinkern kann winkt sie zurück.

Es ist Sommer und es ist so heiß, dass man sich kaum rühren kann. Die neuneinhalb jährige Ami, Joschi, Amis Zwillingsbruder, und Niklas, dessen Freund sitzen lahm im Garten. Nicht mal zum Eis kaufen können sie sich aufraffen, – es ist einfach zu heiß. Doch dann hat Niklas eine Idee, eine Idee, die so gut ist, dass sie die Hitze schnell vergessen und wie eine Horde Büffel die Treppen zum Dachboden hochstürmen. Ob sie den Schatz finden, der sich dort verbirgt? Und ob sich auf anderen Dachböden auch Geheimnisse verbergen?

In den nächsten Tagen passiert viel in Amis Leben. Mit ihrer großen Schwester Rosa, macht sie einen nächtlichen Ausflug. Rosa ist eine tolle große Schwester, wenn sie gute Laune hat, dann erzählt sie den kleineren Geschwistern, Ami hat neben ihrem Zwillingsbruder und Rosa noch drei kleinere Geschwister, Geschichten. Aber sie ist auch wie ein Herbsttag, manchmal fängt sie plötzlich an zu stürmen und zu regnen, mittendrin; also zu schreien und zu weinen natürlich. Pubertät nennt Mama das. Ami hat Angst, dass sie sich auch irgendwann in einen Herbsttag verwandelt, wenn sie in die Pubertät kommt. Aber zunächst ist Ami eher wie ein leichtfüßiger Sommertag, der so manches Geheimnis hüten kann und eine sehr überraschende Entdeckung macht.

Anna Herzog ist eigentlich Ärztin und als Buchautorin noch wenig bekannt. Sommer ist barfuß ist eine wunderbare Geschichte über das Leben, das nicht immer einfach ist, aus der Perspektive einer Neunjährigen. Mit 139 Seiten ist es nicht gerade ein dünnes Buch für Leseanfänger, aber es ist so geschrieben, dass Kinder am Ende der zweiten Klasse es problemlos selber lesen können. Dazu tragen auch die Illustrationen von Susanne Göhlich bei, die man schon aus anderen Büchern kennt. Sie hat unter anderem die Geschichten der wilden Zwerge und die Bücher über Miss Braitwhistle illustriert.

Sommer ist barfuß, von Anna Herzog, mit Illustrationen von Susanne Göhlich, Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH, 2013, ISBN 978-3-473-36866-2, 139 Seiten, ab 8 Jahre (12,99 Euro)

 

Draußen-Tipp: Blüten-Tattoos

Im Sommer präsentiert sich die Natur in all ihrer Pracht und Vielfalt. Dazu gehören natürlich auch die zahlreichen Blumen und Blüten.

Was man damit machen kann, zeige ich heute: Blütentattoos. Die von Kindern so geliebten Tattoos ohne chemische Zusätze. Sie sind nicht so langlebig, wie ihre chemischen Brüder – aber das ist ja eher positiv – hat Sohn oder Tochter nicht noch nach einer Woche undefinierbare farbige Flecken auf der Hand…Tattoos nicht aus dem Kaugummiautomaten, sondern aus der Natur!

Benötigt werden:
Vaseline oder eine andere fettige Creme, Blüten in verschiedenen Farben und los geht’s:

Als erstes sammeln die Kinder verschiedene, bunte Blumen. Sie bekommen dazu den Auftrag, circa 3 Blütenköpfe in drei verschiedenen Farben zu sammeln, nicht mehr. Sträußchen für die Mama, den Papa oder die Oma, kann man später noch pflücken.

Wenn man eine pädagogische Komponente reinbringen möchte, kann man die Kinder in Gruppen aufteilen. Jede Gruppe bekommt den Auftrag, eine bestimmte Farbe zu finden. Oder ich gebe eine bestimmte Blume vor, die gesucht werden soll. So lernen die kleineren Kinder die verschiedenen Farben kennen und die größeren auch die Namen der Blumen.


Nach ca. 10 Minuten treffen sich alle wieder. Ich zeige den Kindern ein Beispiel, welches ich auf meiner Hand vorbereitet habe. Nun bekommt jedes Kind einen Klecks Creme auf den Handrücken. Nützlich ist es, wenn die Kinder eine Faust machen, dann kann man die Creme besser verstreichen. Bitte auf Links- und Rechtshändigkeit achten.

Das Kind benötigt „seine“ Hand zum Arbeiten, das heißt die Creme auf die andere Hand geben. Nun können die Kinder die Blütenblätter abzupfen und ganz nach ihrer eigenen Vorstellung auf ihrem Handrücken anordnen.

Zum Schluss kann man als Erinnerung ein Foto machen, da der Spaß meistens nach einer Weile wieder abfällt.

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Text und Fotos: Stefanie Sauerland