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Was ändert sich 2013 für Eltern?

Neues Jahr, vieles anders – auch diesmal gibt es einige Änderungen, die besonders Eltern betreffen:

Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten

Ab dem Ausgleich für 2012, den man 2013 einreichen kann, können Kinderbetreuungskosten auch dann von der Steuer abgesetzt werden, wenn nicht jeder Elternteil berufstätig ist. Mehr dazu hier http://www.familothek.de/kita-steuer-absetzen.html .

Betreuungsgeld

Ab 1.8.2013 bekommen Eltern von unter Dreijährigen dann 100 Euro im Monat, wenn ihr Kind nicht eine staatlich geförderte Kita besitzt. Wer diese 100 Euro in eine private Altersvorsorge investiert, bekommt monatlich noch einmal 15 Euro. Wir finden das nicht gerecht, aber darum scheint es auch nicht zu gehen. (http://www.familothek.de/betreuungsgeld-kommentar.html)

Elterngeld

Für die Berechnung des Elterngeldes zählt nun die Steuerklasse, die mindestens sieben Monate vor der Geburt auf der Lohnsteuerkarte steht. Wer also bei Verheirateten den Großteil der Elternzeit nehmen möchte, sollte frühzeitig in die Steuerklasse III wechseln.

 

Nicht vergessen: Kita von der Steuer absetzen

Kita-Kosten absetzen – einen Teil übernimmt also der Staat! Der jährliche Steuerjahresausgleich steht an, und wer keinen Steuerberater hat, denkt vielleicht nicht daran: Die Kosten für die Kinderbetreuung kann seit 2006 jeder Berufstätige von der Steuer absetzen.

2011 wird noch zwischen sogenannten „erwerbsbedingten“ und „nicht-erwerbsbedingten“ Kinderbetreuungskosten unterschieden – mit dem Ergebnis, dass letztere nur teilweise berücksichtigt werden, zum Beispiel für betreute Kinder von 3-6 Jahren. Wer darüberhinaus seine Kosten für die Kita absetzen möchte, muss beweisen, dass er und sie berufstätig ist, alleinerziehend berufstätig, in einer Berufsausbildung oder ähnliches.

Seit dem 1.1.2012 ist ein anderes Gesetz in Kraft, das „Gesetz zur Steuervereinfachung 2011“. Ab 2012 muss man nun seinen Anspruch auf Absetzung von Kinderbetreuungskosten nicht mehr vor dem Finanzamt beweisen. Ob berufstätig oder nicht, jetzt kann jeder generell die Kndergarten-Gebühren seines Nachwuchses von der Steuer absetzen.

Kita-Bescheide aufheben

Jeder kann also am Ende des Jahres bis zu 2/3 seiner Betreuungskosten pro Kind bis 14 Jahre und bis zu dem gesetzlich festgelegten Höchstbetrag von 4.000 Euro pro Jahr geltend machen. Für behinderte Kinder gelten noch einmal besondere Regeln. Neu und wichtig für das Ausfüllen der Steuererklärung ab 2012: Die Ausgaben können nicht mehr als Werbungskosten, sondern müssen als Sonderausgaben abgesetzt werden.

Mit dieser Vereinfachung wird übrigens das passende Formular in der Steuererklärung um eine Seite gekürzt. Weniger Arbeit ist es allerdings nicht für die Eltern: Voraussetzung ist nämlich, dass alle Ausgaben nachgewiesen werden – eine Pauschale gibt es nicht. Also wichtig seit 2012: Rechnungen und Bescheide der Kindergärten, Krippen und Horte für die Steuererklärung aufheben, den Au-Pair-Vertrag gut wegordnen und mit Verwandten oder Babysittern einen Vertrag abschließen.

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Foto: Bobol