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Babykurse: Kontakt und Rat im ersten Jahr

Mit dem ersten Baby wird alles anders: Da sitzt man dann zu Hause und fragt sich im Babyalltag viele Fragen: Ist das jetzt so normal? Entwickelt sich mein Kind altersgerecht? Haben andere dieses oder jenes Phänomen auch? Außerdem: Andere Neu-Eltern kennt man oft noch nicht, andere, die gerade in der gleichen Situation sind.

Da hilft ein Babykurs: Rauskommen, andere Eltern treffen, Kontakte und Baby-kompetente Ansprechpartner haben. Aber was machen Mutter und Kind eigentlich in so einem Babykurs?

Was passiert in einem Babykurs?

Wie man heutzutage einen Ball nicht mehr verkaufen kann, ohne den Hinweis, dass das Spiel damit die Motorik des Kindes fördert, kommunizieren auch viele Kursanbieter einen hohen theoretischen Anspruch: Da ist von Entwicklungsförderung die Rede, von Sprachförderung und Persönlichkeitsentwicklung. Was ist denn damit gemeint? Die Wirklichkeit ist sehr viel netter: Denn je nach Alter der Babys bekommen die Neu-Eltern beispielsweise Ideen, was sie mit ihren Kleinen schon anfangen können. Nette Kinderlieder und -reime werden gesungen und gelernt, Bewegungssspiele gemacht, die den Fähigkeiten angemessen sind (und den Kleinen unglaublichen Spaß machen!). Wer nicht recht weiß, welche Materialien schon zum Spielen und Entdecken geeignet sind – hier bekommt er Anregungen.

Kontakte für Eltern

Die Eltern haben die Chance, Kontakte zu knüpfen und Gleichgesinnte zu finden, die vielleicht auch an einem anderen als dem Kurstag Zeit haben. Und die frischgebackenen Mamis und Papis bekommen mehr Sicherheit, wenn sie merken: Bei den anderen ist es ähnlich, wenn auch nicht identisch. Je nachdem, wie lange diese Kurse dauern – manche enden erst im dritten Lebensjahr – können sich hier auch allererste Kontakte zwischen den Kindern knüpfen.

Und: Es ist nicht zu unterschätzen, wie gut es tut, jemanden die tausend Fragen fragen zu können, die einem im Kopf herumschwirren, jemanden, der sich damit auskennt, Erfahrungen hat, und konkrete Ratschläge geben oder beruhigen kann. So ein Kurs steht und fällt mit einer guten Kursleitung.

Einige Babykurse, damit man die Namen einmal gehört und gelesen hat:

Delfi, Elba, Fenkid Le Fino, Pekip

Berufliche Neuorientierung: Kursleiterin eines Babykurses

Wer bereits Erfahrung in einem pädagogischen, therapeutischen oder pflegerischen Beruf hat, für den (oder die) ist auch eine Kursleitung in einem Babykurs eine schöne Alternative, um sich beruflich neu zu orientieren. Wer beispielsweise eine Weiterbildung als Fenkid-Leitung in München machen möchte, kann zweimal im Jahr diese Kurse bei der Beratungsstelle für Natürliche Geburt und Elternsein e.V. in München machen. Mehr Infos dazu hier Weiterbildung Fenkid

Foto: Copyright © Beratungsstelle für Natürliche Geburt und Elternsein e.V.

Eltern-Ehrenamt

Es gibt den Tag des Ehrenamtes, es gab sogar 2011 das Jahr des Ehrenamtes in der EU. Geehrt werden da alle ehrenamtlichen Feuerwehrleute, Schöffen, Reservisten…

Aber was ist eigentlich mit dem ehrenamtlichem Elternengagement? Klar, als Eltern erziehen wir „ehrenamtlich“ unsere Kinder zu späteren Steuerzahlern – das ist so, das haben wir uns ausgesucht. Aber welcher Kindergarten käme ohne ehrenamtliche Nikolauspakete-Packer aus?  Welche Grundschule um engagierte Mütter und Väter, die Flohmärkte organisieren, Geld für den nächsten Theaterbesuch sammeln oder beim Ausflug als Begleitperson einspringen? Manche Elterninitiative lebt vom selbstgekochten Mittagessen der Mütter.

Ganz sicher ist: Ohne dieses Engagement hätten unsere Kinder weniger Highlights im Jahresverlauf, es gäbe weniger Anlässe, bei denen sich Eltern und Erzieher oder auch die Eltern untereinander besser kennenlernen könnten. Das Ganze hat also einen beträchtlichen gesellschaftlichen Wert für Eltern und Kinder.

Nicht zu vergessen die ehrenamtlichen Fußballtrainer, Skilehrer und Ballettlehrer, ohne die so manches Kind seine Lieblings-Sportart nie gelernt hätte.

Böse Stimmen sagen, dass viele gesellschaftliche Bereiche auf ehrenamtliches Engagement bauen und dadurch ganz konkret Geld sparen, im Zweifel zusätzliche (bezahlte) Mitarbeiter. Der Übergang ist sicher fließend – wo hört Engagement auf und fängt Ausnutzen an? Die meisten der Engagierten machen diese Jobs natürlich neben einem weiteren bezahlten (und natürlich anständig versteuerten) Job. Nicht zu vergessen Kinder und Haushalt. Wie war das noch mit der Burnout – Gefahr bei Eltern?

Ersatz eines möglichen Verdienstausfalls? Aufwandsentschädigung? Das ist bei dieser Art des gesellschaftlichen Engagements meist nicht vorgesehen. Der Lohn für das Elternengagement besteht allerhöchstens in einem Blumenstrauß am Jahresende – und manchmal nicht einmal das.

Selbst wenn die ehrenamtliche Arbeit Spaß macht – so ist es doch Arbeit und sollte als solches schlicht gewürdigt und anerkannt werden. Denn so manche beklagen, dass es eben mit dem Engagament der Eltern in dieser oder jender Einrichtung nicht weit her sei – vielleicht würde mehr gesellschaftliche und offizielle Anerkennung da ja Wunder wirken? Wie wäre denn mit einem „Tag des Elternengagements“ ?

Foto: Daniel Thornton

Vatertag

Erst einmal – so richtig entscheiden kann man sich weltweit nicht, wann denn nun Vatertag ist, und was es dort zu feiern gibt.

In vielen Ländern ist der Vatertag als Pendant zum Muttertag am zweiten Sonntag im Juni (der Muttertag ist ja immer am 2. Sonntag im Mai). In anderen Ländern ist der Vatertag jedes Jahr am 19. März. In fast ganz Skandinavien wird der Vatertag am zweiten Sonntag im November gefeiert.

Und worum geht es am Vatertag? Auch das ist weltweit nicht das Gleiche. In einigen Ländern ehren Kinder ihre Väter und schenken ihnen kleine Geschenke, so wie am Muttertag den Müttern. Anderswo, zum Beispiel in der Schweiz, wird der Vatertag politisch genutzt, um die Rechte von Vätern mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen.

In Deutschland fällt der Vatertag mit dem Feiertag an Christi Himmelfahrt zusammen. Vor circa 200 Jahren entstand in Deutschland die Tradition, den Vatertag als „Herrentag“ im Ausflug mit ausnahmslos männlichen Freunden zu verbringen, ob Väter oder nicht. Durch viel Alkohol, der zu diesem Anlass gerne getrunken wird, gab es in den letzten Jahren leider unerfreuliche Exzesse. So dass beispielsweise Schleswig-Holstein an beliebten Ausflugszielen ein Alkoholverbot für diesen Tag erließ, um die Situation nicht gar so sehr ausufern zu lassen.

Alkoholverbote in Schleswig-Holstein

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,766324,00.html

Heute kann man als Vater in Deutschland eine Segway Touren gewinnen oder sich zum Vatertag einen personalisierten Krimi oder einen Braukurs schenken lassen. Ja, die Kommerzialisierung geht auch an Papa nicht vorbei.

Aber es geht auch anders: Viele Papas lassen sich auch hierzulande gerne eine Kleinigkeit von ihren Sprösslingen schenken und freuen sich an ihrem freien Tag auf einen Ausflug mit der ganzen Familie. Wie schön!

Foto: Joel

Lesehinweis: Väter arbeiten länger als kinderlose Männer

Die Wissenschaft hat es herausgefunden: Wer in Deutschland als Mann Familie hat, arbeitet im Durchschnitt deutlich länger als die gleichaltrigen Kollegen. Das sind Ergebnisse des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) auf der Grundlage der Haushaltsbefragung „Mikrozensus 2010“.

 

Demnach arbeiten Väter der Altersgruppe 25 bis 39 Jahre im Schnitt etwa zwei Stunden pro Woche länger als ihre Kollegen ohne Kinder. Bei den 40- bis 59-Jährigen beträgt die Mehrarbeit sogar fast fünf Stunden pro Woche.

 

Versuche, die Einnahmenausfälle der Mütter zu kompensieren oder keine Lust auf Windeln wechseln zu Hause? Dabei wollen viele Väter doch im Gegensatz zu früher am Aufwachsen ihres Nachwuchses teilnehmen.

Mehr dazu und was Wissenschaftler darüber denken:

Artikel Spiegel Online

Foto: von Al Ravenna, World Telegram staff photographer [Public domain], durch Wikimedia Commons

Michael, 37. Schwangerschaftswoche

Portal Väterzeit

Eine Schwangerschaft ist heute auch Männersache, denn schließlich werden nicht nur die Schwangeren zu Müttern sondern deren Männer gleichzeitig zu Vätern.

Während das Internet viele und vielfältige Ratgeber und Austauschportale für die Damen bietet, bleiben die werdenden Papas oftmals ohne Rat aus dem Web.
Da hilft Vaeterzeit.de, das Internetportal für Väter. Es bietet unter vaeterzeit.de/rechner den einzigen Schwangerschaftsrechner für Väter im Web an. Dort erfahren werdende Väter beispielsweise den voraussichtlichen Entbindungstermin und die Termine der Schwangerschaftsvorsorgen.

Außerdem informiert väterzeit.de über verschiedene Themen, die mehr Bedeutung in dieser neuen Lebensphase gewinnen. Hier ein paar Beispiele:

  • Wie kann ich meine Frau bei der Geburt unterstützen? Was wünscht sich meine Frau von mir bei der Geburt?
  • Wie sieht es mit dem Sorgerecht bei nicht verheirateten Paaren aus?
  • Was muss ich tun, um Elternzeit zu beantragen?
  • Wie kann ich das benötigte Familienauto finanzieren?
  • Welche Sicherheitsmaßnahmen muss ich bei Kindermöbeln beachten z.B.  beim Aufbau der Wickelkommode

Wenn das Kind da ist:

  • Wo muss ich es anmelden?
  • Erlebnisse anderer Väter bei der Geburt ihres Kindes,
  • Wie ändert sich unsere Beziehung und Sexualleben mit einem Baby?

…und vieles mehr.