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Adventskalender basteln für Kinder – kostenlose Vorlage

Dies ist eine Vorlage für einen Adventskalender, der jeden Tag im Advent den Kindern etwas nicht Materielles schenkt. Also: Einen Gutschein, ein Lob, eine Idee, etwas gemeinsam zu unternehmen.

Mehr Ideen dazu hier, auch für materielle kleine Geschenke.

Man kann diese Vorlagen für Adventskalender auf DINA 3 oder DIN A4 herstellen – die Schulheft-große Variante ist etwas klein, aber manchmal hat man ja nicht mehr Platz. Sonst ist die Version DINA 3 zu empfehlen:

Unser Adventskalender zum Selber basteln:

  • Die Blätter der Adventskalender-Vorlage ausdrucken. Die Vorlage ist bei uns in DIN A4 oder DIN A3 gespeichert. Zum Ausdrucken der großformatigen Variante entweder den A3 Drucker benutzen oder eine A3 Version im Copyshop ausdrucken lassen.

 

  • Auf der unteren Seite der Vorlage Lob, Idee oder Gutscheintext in die Kästchen schreiben.

 

  • Auf der oberen Seite die einzelnen Vierecke an drei Seiten perforieren – das werden die Kästchen zum Aufreißen. Perforieren können Sie entweder mit einem speziellen Schneidelineal (im Bastelgeschäft besorgen!) oder etwas mühsamer mit dem Papierskalpell also einem scharfen Schneidemesser für Papier.

 

  • Dann Kästchen für Kästchen an der Seite etwas einschneiden und an den Ecken oder Seitenkanten jeweils einen halben Millimeter stehenlassen – an diesem Stück Papier kann das Kind dann am entsprechenden Tag sein Türchen öffnen.

 

  • Nun die obere Seite auf die untere Seite aufkleben – dabei genau arbeiten, damit die Kästchen und ihr Türchen nicht verrutschen. Außerdem nicht vor lauter Eifer die Türchen (Kästchen) mit ankleben.
    Fertig!

Auch selbstgemacht: Ein ganz einfacher Gutschein-Adventskalender

Für die Mütter der „Anti-Bastelfraktion“, Eltern mit wenig Zeit oder wo es dieses Jahr einmal nicht so aufwendige Kalender geben soll: Weihnachtspapier in 24 Stücke schneiden, Text auf die Rückseite schreiben und aufrollen. Die kleinen Papierrollen mit Gold- oder Glitzerstift mit den Zahlen von 1 bis 24 beschriften und entweder an eine Schnur hängen oder in die Taschen vorgefertigter Adventskalender stecken. Diese Variante geht natürlich auch – der gute Wille (und der Gutschein) zählt!

Illustration: Isabelle Dinter www.grafische-visualisierung.de

Weihnachten kommt immer so plötzlich!

Die Schritte werden schneller, die Listen und Warteschlangen länger, die Geheimverstecke gehen langsam aus – bald ist Weihnachten! Haben wir schon etwas für Tante Ella? Was machen wir am 2. Feiertag? Wo bekomme ich den gewünschten Kapuzen-Pulli für den Nachwuchs?

Ja, ja seit Jahren sagen uns Zeitungen und Philosophen, wir sollen doch endlich einmal wieder die Vorweihnachtszeit genießen… Und jedes Jahr geht es wieder los. Diese Menschen mit den guten Ratschlägen haben sicher keine Kinder: Jüngere, die mit ernster Miene sagen „psst im Keller schläft der Weihnachtsmann!“ – wer kann da schon widerstehen und nicht versuchen, aus dem geheimnisvollen Bartträger einen Freudebringer an Heiligabend zu machen? Oder Ältere, denen man mit dem Strahlen über den richtigen Pulli endlich einmal wieder eine positive Regung in der sonst so coolen Pubertierenden-Miene entlockt?

So reiht sich das Elternteil seufzend in die Reihe der Weihnachts-Rennenden ein, beseelt davon, den Lieben eine richtig schöne Vorweihnachtszeit und ein unvergessliches Fest zu bereiten. Das geht meistens schief. Und das haben wir alle schon erlebt. Denn was bringt der schönste Festtagsschmaus/Dekowahnsinn/Geschenksegen, wenn Mama und Papa erschöpft unter dem Weihnachtsbaum liegen statt sitzen? Wenn die Erwartungen an das Fest der Liebe wegen unendlich vieler Vorbereitungsarbeit unerfüllbar hoch sind?

Eben. Nix. Also liebe Eltern, einen Gang runterschalten bringt mehr Weihnachtsfreude als die perfekte, perfekte Vorbereitung. In diesem Sinn: Fröhliche Weihnachten!

Foto: Lyn Lomasi

Sandkiste für zu Hause

Super Sand, das ist die kleine Sandkiste für zu Hause – am besten geeignet für kleine Sandburgenbauer, die besonders stark daran leiden, dass Matschwetter und Kälte den Sandkasten bis zum nächsten Frühjahr unbenutzbar machen.

Das Starter Set Supersand gibt es zusammen mit einer Minisandkiste und verschiedenen Sandförmchen gleich dazu. Zusätzliche Förmchen sind nett und in den höherpreisigen Supersand-Paketen gibt es da auch ganz außergewöhnliche Sandformen für riesengroße Burgen oder Tierformen. Aber natürlich kann jeder Sandfan auch mit den eigenen und vielleicht heißgeliebten Förmchen und dem Supersand seine Winterkuchen backen.

Die Konsistenz des Sandes ist sehr fein und damit angenehm zu greifen und in Förmchen zu pressen. Außerdem etwas klebriger als Sand, der aus der Spielplatzkiste kommt. Ein bisschen erinnert er dadurch an Knetmasse, allerdings weicher und mit feinen Körnern. Nass machen muss man ihn also nicht, um bessere „Klebeergebnisse“ zu erzielen, Sand matschen geht damit allerdings auch nicht. Aber das vermisst man als Eltern dabei ja auch nicht wirklich, vor allem, wenn die Matscherei zu Hause stattfinden soll… Positiv: Wie in der Produktinfo angekündigt, lässt sich der Sand wirklich aus jedem Teppich wieder entfernen (zusammenklauben und den Rest weg saugen).

So ganz hundertprozentig ist das Sandfeeling also nicht – außerdem ist das Gemisch aus Kalkstein und Sand fast blütenrein weiß. Die weiße Farbe hat sich bei unserem Test-Sandkuchen backen auch nicht geändert. Aus Sicherheitsgründen hat der Supersand außerdem den Vermerk ab vier Jahre – klar, vorher essen die Kleinen den Sand auch einmal gerne. Nun ja, auch später hat das Material ja nichts von seiner Faszination zum Bauen und Kneten verloren.

Fazit: Zum Überbrücken der sandkastenlosen Winterzeit erst einmal gut geeignet – genauso wie Indoor-Spielplätze und andere Drinnen-Spielen-Aktivitäten. Und jedes Jahr wird ja glücklicherweise bald wieder Frühjahr…

Ideen für Adventskalender

Es ist eine so schöne Sitte – jeden Tag ein Türchen vom Adventskalender öffnen und dann ist ENDLICH Weihnachten. (das kommt bekanntlich jedes Jahr zu früh)

Für Kinder toll, für Eltern manchmal schwierig oder auch teuer: Adventskalender oder auch Weihnachtskalender gibt es mittlerweile in allen Formen und auch Preisklassen. Da kann man jeden Tag ein Buch, eine Spielfigur auspacken oder – für die Erwachsene – jeden Tag eine Dose Bier oder einen anderen Tee trinken. Na wem’s gefällt…

Wer sich dem Kaufrausch nicht schon vor Weihnachten hingeben will, und vielleicht die ganze Familie einbeziehen möchte – bei dem ist Kreativität gefragt. Und es gibt viele schöne Ideen, ganz individuelle und schöne Adventskalender selber zu machen oder mit Fantasie zu befüllen:

 

 

Familothek- Kalender als kostenlose Vorlage

Komplett individuell, kostenlos und für jedes Kind schön, unsere erste Idee: Ein Kalender mit Gutscheinen, Ideen für gemeinsame Unternehmungen als Adventskalender. Schön ist auch die Idee, jeden Tag eine Anerkennung, ein Lob, ein „Das machst Du prima” oder ähnliches zu verschenken. Als Vorlage haben wir einen Familothek-Kalender gebastelt – zum Füllen mit vielen guten Gedanken! Schenken kann man alles Mögliche: Vorlesezeit, sich aussuchen dürfen, was es zum Mittagessen gibt oder einmal Kuchen backen mit Mama, Kinderkino am Abend (mit DVD und selbstgemachtem Popcorn)…..

Hier noch ein Link zu mehr Geschenk-Ideen http://lebelieberbunt.de/24-ueberwiegend-kostenlose-adventskalenderfuellungen-fuer-kinder/

Es gibt eine Vorlage zum Ausdrucken für Kinder und eine für den Partner.

 

Ein Kalender für die ganze Familie

Juchhu – 24 kann man durch drei, durch vier, mit einem Zusatzgeschenk zum 25.12. auch durch fünf teilen oder gleich Oma und Opa einbeziehen, durch 6 geht nämlich auch. Ein Familienadventskalender, bei dem jeden Tag ein anderes Familienmitglied ein kleines Präsent bekommt, hat viele Vorteile. Schließlich muss niemand gleich 24 oder auch 48 Geschenke kaufen und einpacken. Es bekommt jeder einmal etwas geschenkt und natürlich kann es auch nicht nur einen einzigen Schenker geben. Lerneffekt für den Nachwuchs, vor allem bei Einzelkindern: Der oder die Jüngste der Familie lernt, dass andere gleichberechtigt „dran“ sind.

Adventsgeschenke verstecken

Ein bisschen Ostern vor Weihnachten: Wenn man das Adventsgeschenk versteckt, haben alle noch mehr Spaß daran. Schön ist es auch, wenn einzelne Geschenke am Ende ein großes Ganzes ergeben: Vielleicht die Legoteile für ein Fahrzeug, die neue Malausrüstung oder die Murmelbahn.

 

Beim Kinderflohmarkt schon an den Adventskalender denken

…denn dort gibt es eine Vielzahl kleiner „Unsinnigkeiten“, die, man weiß es ja, Kindern Freude machen: Der fünfzigste bunte Flummi, das Glitzerarmband, noch ein Puzzle und, und, und. Es kostet nicht viel und macht allen Spaß!

Noch mehr Ideen? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion, andere Ideen-Suchende werden es danken!

Foto: Andrea Schaufler

 

Wenn es zeitlich einfach nicht reicht, oder es doch noch zusätzlich etwas sein soll: Kommerzielle Ideen für Adventskalender

         

 

Nächstes Jahr werde ich…

Haben Sie auch sich etwas für das neue Jahr vorgenommen? Hier ein paar Ideen, wie man seine gute Vorsätze auch gut durchhält.

… die Kinder mehr selbst machen lassen

Ich ärgere mich immer wieder, dass meine 10-jährige Tochter bis heute nicht in der Lage ist, ihre Schmutzwäsche richtig zu sortieren. Um die Wäsche habe ich mich immer selbst gekümmert aus Angst, dass ein empfindliches Teil falsch gewaschen werden könnte. Das habe ich jetzt davon – ich bin allein für die Wäschebergen unserer Familie zuständig.

Natürlich weiß ich, dass wir Kinder möglichst viel selbst machen lassen sollten und dass wir sie dazu ermutigen sollten, selbst Lösungen für Probleme zu finden. Im Alltag kostet dies aber oft Zeit, die man meint, in dem Moment nicht investieren zu können.

Aber: Eine solche Zeitinvestition ist aber immer lohnenswert, die Erfahrung habe ich schon öfter gemacht. Daher gibt es in den nächsten Ferien eine richtige lustige Wäscheschulung: Wir lernen alle die Waschetiketten lesen. Dank Symbolen versteht sie auch unser Nesthäckchen. Und der Papa lernt bestimmt auch noch etwas dazu. Und es gibt im neuen Jahr auch einen neuen unterteilten Wäschekorb für Weißes, Buntes und Pflegeleichtes, für alle Familienmitglieder leicht zu erreichen.

… Routinen brechen und schöne Aktivitäten nicht immer verschieben

Nach dem Kindergarten an einem gewöhnlichen Dienstag vor ein paar Wochen sagte meine kleine Tochter, einfach so, unvermittelt: „Ich möchte jetzt mit Papa Inlineskates fahren gehen!“ Dass der Papa eigentlich nie vorm Abendessen zu Hause ist, weißt sie eigentlich. Zu Hause angekommen ruft er kurz wegen des Einkaufs an. Ich berichte ihm beiläufig über den Wunsch.
„Bin in 20 Minuten bei euch, sie soll schon die Blades und Protektoren heraus holen.“
„Aber Du bist heute schon so spät in die Arbeit los gefahren und Deine Projektabgabe ist nächste Woche! Und der Einkauf…“.
„Ich weiß. Ich kriege es irgendwie hin. Das Kind wünscht sich so selten etwas Bestimmtes… Ich bin gleich bei Euch!“

Eine halbe Stunde später zogen Vater und Tochter in die Dämmerung, Inlineskates fahren. Die Kleine erzählte schon im Treppenhaus jedem, dass der Papa extra zeitiger von der Arbeit gekommen war, um mit ihr Blades zu fahren. Und auch im Kindergarten erfuhr jeder über den Ausflug auf Rollen. Im Park hatten buddhistische Mönche Wasserlaternen auf den See schwimmen lassen. Darüber erzählt sie noch heute.

Das Projekt meines Mannes wurde trotzdem rechtzeitig abgegeben. Aber darüber redet keiner mehr.
Daher gilt es bei uns: Auch mal spontan etwas schönes mit den Kindern unternehmen! Und damit es auch häufiger klappt, haben wir jetzt immer etwas für ein trockenes Abendessen zu Hause.

… Hektik am Morgen vermeiden

In unserer Familie sind wir alle Langschläfer. Wenn aber plötzlich 4 Leute zwischen 7:45 und 8:00 die Wohnung verlassen müssen, ist ein gewisses Chaos unvermeidlich. Zuerst wird im Bad um den Wasserhahn gestritten, danach werden im engen Flur echte Grabkämpfe ausgetragen. Jeder spricht dann durcheinander:“Hast Du dein Deutschheft mitgenommen?“
„Ist heute Spielzeugtag? Ich möchte die große Eisenbahn mitnehmen. Ich hole sie schon.“
„Darf ich nach der Schule zu Lena?“
„Nein heute ist Mittwoch, da hast Du Kinderturnen nach der Schule. Und nein, heute ist nicht Spielzeugtag und die große Eisenbahn ist zu groß, um mitgenommen zu werden. Michael, was suchst Du da?“
„Bring die Eisenbahn ins Kinderzimmer zurück. Den Autoschlüssel und die Autopapiere suche ich.
„Wann kann ich zu Lena? Wo sind meine Schuhe. Papa, Du stehst auf meiner Mütze“
„Wann ist Spielzeugtag? Ich finde meine Handschuhe nicht.“

Am Ende gehen alle zu spät aus dem Haus und manche haben auch eine Migräne entwickelt, die sie den ganzen Tag nicht mehr los lässt.

Zu diesem Chaos gibt es zwei Lösungen: Man legt sich abends bereits alles zurecht oder einige Familienmitglieder stehen etwas zeitiger auf. Die erste Lösung scheitert schon daran, dass ich nicht abends auch noch organisieren will und uns den Platz zum Vorbereiten von Outfits fehlt.

Vor der zweiten Lösung haben wir uns lange gedrückt. Dann mussten wie wegen einer großen Renovierung im Hause zwei Wochen in eine Ferienwohnung umziehen, die weiter weg von Schule und Kindergarten ist als sonst. Dann war das früher aufstehen unumgänglich. Und wir konnten auch die Haus-Verlassen-Situation ein wenig zeitlich entzerren.
Bald ziehen wir wieder bei uns ein. Ob es uns das früher Aufstehen weiter gelingt? Wir wollen es wirklich versuchen. Unter dem Weihnachtsbaum steht ein neuer Wecker ohne Schlummerfunktion und mit richtig lautem Klingelton.

… weniger auf die Kinder einreden

Wie erzieht man seine Kinder, wenn man sie weder schlagen noch anbrüllen mag? Man setzt auf gewaltfreie Kommunikation und redet und redet und labert und redet nochmal, bis einem die Zunge richtig fusselig wird und man abends auf der Couch erschöpft zusammensackt.

Kommentar der Kindergärtnerin :“Man sieht es dem Kind an, dass in Ihrer Familie wortorientiert erzogen wird.“ Es klang nicht wirklich wie ein Kompliment, es war mehr eine zwiespältige Feststellung, dessen Unterton mich damals etwas entzürnt hatte. In nachhinein finde ich sie aber so eigentlich in Ordnung. Denn Experten haben herausgefunden, dass wir unsere Kinder nur sehr wenig über Sprache erziehen. Sondern viel mehr über Beispiel und Vorbild. Daher nutzen zum Beispiel alle Gespräche über vernünftigen Fernsehkonsum oder vereinbarte Fernsehzeiten und Freizeitalternative für den Nachwuchs wenig, wenn dieser weiß, dass sobald er im Bett ist, die Eltern immer die Glotze für sich anmachen.

Wir werden also bei unseren Erziehungs-Dauerbrenner-Themen zu Hause nicht mehr auf die Kinder einreden, sondern unser eigenes Verhalten zum Thema vorher unter die Lupe nehmen und dann entweder unsere erzieherische Haltung überdenken oder neue Regeln aufstellen, die aber für alle gelten, Eltern eingeschlossen. Diese werden wir dann mit nur wenigen Worten und vielen guten Beispielen vorantreiben.

Wettercremes gut getestet

Das ist doch einmal eine gute Nachricht: Ökotest hat 17 Wind- und Wettercremes für Babys und Kleinkinder getestet und fast alle mit mindestens „gut“ bewertet, 14 sogar mit der Bestnote.

Die meisten getesteten Wind- und Wettercremes enthalten keinerlei bedenkliche Inhaltsstoffe und wirkten auf der Basis natürlicher Fette wie Bienenwachs, Mandel-, Sonnenblumen- und Olivenöl.

Kleine Einschränkungen gab es in der Testbewertung allerdings bei hormonell wirkenden UV-Filtern, die in einigen Cremes vorhanden waren. Außerdem bei der Verwendung von Duft – und Konservierungsstoffen – diese waren bei den getesteten Produkten aber glücklicherweise nicht als allergieauslösend bekannt.

Wichtig aber noch darauf hinzuweisen, dass Kinder- und Babyhaut unter normalen Umständen am besten gar nicht ständig eingecremt werden muss. Dies ist nur bei außergewöhnlich kaltem Wetter und längerem Aufenthalt im Freien sinnvoll.

Einige konkrete Ergebnisse des Ökotests hier
http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=101122;bernr=07;co

Übrigens: Achtung beim Auftragen von Kältecremes bei Minusgraden – wenn sie viel Wasser enthalten, kann dieses auf der Kinderhaut gefrieren. Mehr dazu hier
http://www.familothek.de/tipps-kaelteempfindliche-kinder.html

Einige der von Ökotest für gut befundenen Cremes:

    

Foto: Miguel Virkkunen Carvalho

Pekip

Ein einprägsames Kunstwort als Abkürzung für das „Prager Eltern Kind Programm“, ein Babykurs ( Babykurs ). Ab dem 3. Monat bis zu einem Jahr sollen Babys angeregt werden, ihre Umgebung zu entdecken – und zwar nackt. Eltern lernen schöne Spiel-Ideen kennen, wie zum Beispiel der Luftballon, den man den Stramplern vor die Füßchen hält. Wer Pekip im Winter macht, sollte nicht vergessen, sich selbst im Zwiebel-Look zu kleiden – da die Kinder nichts anhaben, ist es gut geheizt im Raum. Kleine Pipi-Unfälle löst übrigens das Kleenex.

Tipps für kälteempfindliche Kinder

Manches Kind ist gar nicht empfindlich und manche haben bei unter 10 Grad Celsius gleich eine zu trockene Haut. Manche sind nur als Babies kälteempfindlich und manche ihr Leben lang. Wie schützt man diese Kinder am besten im Winter?

Natürlich gibt es Wind und Wetter Cremes im Handel, die gerade Babies vor Kälte schützen sollen. Manche dieser Cremes haben Tücken: Steht an erster Stelle der Zutatenliste „Aqua“, enthalten die Cremes als Hauptbestandteil Wasser.

Und dies kann – wirklich! – bei Temperaturen unter null Grad auf der Haut der Kinder gefrieren und kleinere Erfrierungen auslösen. Ab welchem „Aquagehalt“ das passieren kann, liegt an der Außentemperatur und an der Menge Wassergehalt der jeweiligen Creme. Bevor man nun bei Minusgraden gar nicht eincremt, eine Vorsichtsmaßnahme bei diesen Produkten: Die Kinder im Warmen eincremen und dann eine halbe Stunde warten, dann ist das Wasser auf der Haut verdunstet.

Ganz sicher geht, wer sich statt auf Wasser auf Fett konzentriert und eine reichhaltige Fettcreme kauft. Denn die schützt am besten empfindliche Kinderhaut bei Kälte. Man kann eine Fettcreme in der Apotheke noch mit Nachtkerzenöl oder Borretschsamenöl anreichern lassen, das schützt zusätzlich – am besten fragen Sie den Apotheker.

Foto: Wikicommons Yogi

 

Weihnachtsbücher „Plätzchen, Gedichte, Punsch und Katzen”

Die Vorweihnachtszeit ist die Zeit für Plätzchen, Tee, Punsch, Kerzen, Gemütlichkeit und Geschichten. Die zwei diesmal vorgestellten Bücher können zur vorweihnachtlichen Stimmung beitragen.

Ihr Katerlein kommet

„Ihr Katerlein kommet“ ist eine Geschichte, die mit ihren 24 Kapiteln wie ein Adventskalender zu lesen ist. Abwechselnd erzählen ein kleiner unerfahrener Kater und ein älterer Kater von ihrer Vorweihnachtszeit, der eine bei einer kleinen Familie (Mutter mit Kind), die sich sehr auf Weihnachten freut, der andere bei einem alleinstehenden Weihnachten-Hasser.

Zufälligerweise ziehen sie nebeneinander ein, was natürlich zu Komplikationen führt. Weihnachten aus Katersicht ist dabei zuweilen sehr witzig, besonders bei dem kleinen Kater, der sich einen Reim zu machen versucht, auf die vielen merkwürdigen Dinge: Warum holen die einen Baum ins Haus? Zum klettern vielleicht? Aber warum und vor allem womit wollen sie ihn schmücken? Ihm wären ja Würstchen oder Sardellen am liebsten…

Die österreichische Autorin Edith Schreiber-Wicke ist eine schon vielfach ausgezeichnete Kinder- und Jugendbuchautorin. Auf ihrer Homepage schreibt sie, dass nie mit der Absicht schreibt, genau das abzuliefern, was eine bestimmte Zielgruppe angeblich gerne lesen möchte, diesem Buch merkt man das sehr stark an. Von der Geschichte her ist es eindeutig ein Kinderbuch, aber viele der Anspielungen, zum Beispiel auf Harry Potter (ab 12 Jahre), Goethe und Mozart zielen eher auf ältere Leser ab. Auch die Ironie, die in manchen Aussagen steckt, ist für Kinder schwer zu verstehen.

Die auf Katerperspektive umgedichteten Weihnachtsgedichte sind ganz witzig, aber auch eher was für ältere Katzenliebhaber. Für diese würden wir das Buch deshalb eher empfehlen, denn eine schöne Geschichte ist es allemal. Außerdem ist es liebevoll illustriert durch Carola Holland, die zwar in Berlin geboren ist, aber auch schon lange in Österreich lebt, und schon öfter mit Edith Schreiber-Wicke zusammengearbeitet hat. Es lohnt sich wohl auch einmal ein Blick in das schon große Schaffenswerk dieser Autorin, die Leseprobe aus „Regenbogenkind“ auf ihrer Internetseite liest sich sehr vielversprechend.

Ihr Katerlein kommet, 2012, Thienemann Verlag Stuttgart/Wien, ISBN 978-3-522-182911, € (D) 14,95 / € (A) 15,40

Das wundervolle Weihnachtsbuch von A bis Z

Sowohl die katerlichen Weihnachten als auch „Das wundervolle Weihnachtsbuch von A bis Z“ sind gespickt mit leckeren Rezepten und schönen Bastelideen. Letzteres von Constanze Guhr, ist ganz klar an Kinder adressiert, lässt sich aber auch gut als Familienvorweihnachtsbuch verwenden.

Es handelt sich, wie der Titel vermuten lässt, um eine Art Lexikon zum Thema Weihnachten von A wie Advent über N wie Nikolaus und S wie Spekulatius bis Z wie Zimt und beantwortet viele Fragen rund um Weihnachten auf leicht verständliche Weise. Warum bringen die drei Heiligen Könige zum Beispiel Gold, Myrrhe und Weihrauch? Und was sind Myrrhe und Weihrauch überhaupt. Auch die besten Adressen, um seinen Wunschzettel abzuschicken, finden sich in diesem Buch. Dazwischen sind Rezepte, Bastelideen und Platz für eigene Notizen – zum Beispiel die eigenen liebsten Weihnachtsdüfte oder das Lieblingsrezept. Dieses liebevoll gestaltete Buch macht sofort Lust auf Tee, Backen, Basteln und die Weihnachtsgeschichte lesen.

Constanze Guhr hat ihren Schwerpunkt im Illustrieren, und dort sowohl im Bereich Kinder- und Jugendliteratur als auch im Schul- und Sachbuchbereich. Ihr künstlerisches Schaffen geht über das Illustrieren hinaus und umfasst auch Dekoration, Accessoires, Spiele und anderes. Im Atelier petit.4 arbeitet sie mit anderen Künstlern zusammen. Neben dem nun vorliegenden Weihnachtsbuch hat sie auch schon ein ähnlich gehaltenes Gartenbuch herausgebracht, sowie weitere Bücher in Kooperation mit anderen Autoren.

Das wundervolle Weihnachtsbuch komplett von A bis Z, 2012, Gabriel Verlag (Thienemann Verlag GmbH), Stuttgart/Wien, ISBN 978 3 522 30305 7, € (D) 16,95 / € (A) 17,50

Die stressigen Jahreszeiten

 Alle reden vom Fasching als der „fünften“ Jahreszeit und von der Wiesn als der „schönsten“. Dabei wird übersehen, dass es auch „stressige“ Jahreszeiten gibt, sogar zwei pro Jahr. Die liegen im Dezember und Juli. Routinierte Familienmanagerinnen bauen vor und blocken während dieser Wochen kurzerhand den Terminkalender.

In den paar Wochen vor Weihnachten halten nahezu jeder Kindergarten, jede Schulklasse, Musikgruppe, Krabbel- und Spielgruppe und selbstverständlich auch alle Sportvereine, Fitnesscenter und sonstigen Vereine Weihnachtsfeiern ab. Kerzen brennen, Tannenzweige liegen herum, die lieben Kinderlein mühen sich mit  Aufführungen und Flötenstücken ab. Es gibt Lebkuchen, Plätzchen und besinnliche Lieder. Der Terminkalender quillt über. Es wird gefeiert, als ob man sich zum letzten Mal sehen würde. Kommt denn eigentlich niemand zur Besinnung? Das Leben geht auch nach Weihnachten weiter – ziemlich sicher!

Die Weihnachtsfeierei treibt bunte Blüten: Nikolausfeier der Spielgruppe, Adventsturnier des Reitvereins, Adventsbuffett des Fitness-Clubs, Elternbeiratsbesuch des Christkindlmarktes, Weihnachts-Aufführung der Turnkinder, Plätzchen-Fest in der Logopädiepraxis, Theaterbesuch des Fördervereins, Advents-Fußball der Kollegen und Weihnachtsbrunch der Sauna-Damen. Dazu kommen die obligatorischen Weihnachtsfeiern im Kollegenkreis, die alljährlich über Millionen von Arbeitnehmern hereinbrechen. Ein wahrer Fest- und/oder Fress-Marathon!

Im Juli ist die Situation übrigens ähnlich. Es blühen einem Straßenfeste, Stadtfeste, Stadtteilfeste, Dorffeste, Waldfeste, Spielgruppen-, Kindergarten- und Schulfeste sowie Grill- und Sommerfeste der Feuerwehr, der Kirchengemeinde, des Chors, aller Sportvereine und nahezu aller übrigen Vereine. Es wird gefeiert, als ob es die übrigen 11 Monate im Jahr nichts zu feiern gäbe. Dabei gilt auch hier: Das Leben geht nach den Sommerferien weiter – ganz bestimmt!

Eigentlich sollte man beim Unterschreiben eines Aufnahmeantrages für einen Verein deutlich sichtbar vermerken, dass man sich nicht in der Lage sieht, im Dezember an Weihnachtsfeiern und im Juli an Grill- und Sommerfesten teilzunehmen, weil man schon zu den Weihnachtsfeiern, Grill- und Sommerfesten aller anderen Vereine und Einrichtungen gehe. Vielleicht sieht man sich ja dort zufällig? Aber ob das etwas nützt?

Besser, man tritt nur Vereinen bei, die garantiert keine Weihnachtsfeiern, Grill- und Sommerfeste veranstalten. Sagen Sie es mir, wenn Sie einen kennen?

Lisa Hilbich