Kategorie: 1. Monat

4. Schwangerschaftswoche

Das geschieht bei der Schwangeren

Viele Schwangere wissen weiterhin nicht, dass sie schwanger sind. Sie wundern sich vielleicht über stärkeren Harndrang, Müdigkeit oder Geruchsempfindlichkeit. Außerdem bleibt die Periode aus. Die berühmte Übelkeit kann auftreten, muss aber nicht.

 

 

So entwickelt sich das Baby: Alles oder nichts

Dies ist für den Embryo die „Alles-oder-Nichts-Phase“. Die Phase heißt so, weil möglicherweise schädigende Stoffe wie Medikamente oder Alkohol den Embryo entweder so stark beeinträchtigen, dass es zu einer meist unbemerkten Fehlgeburt kommt. Verliert man den Embryo aber nicht, dann ist alles in Ordnung und das Baby kann sich normal entwickeln.

Das Phänomen beruhigt später alle Schwangeren, wenn sie in den ersten, noch unwissenden Wochen Alkohol getrunken oder Medikamente genommen haben – die Tatsache, dass sie weiterhin schwanger sind, bedeutet, dass die Stoffe, die sie zu sich genommen haben, dem Embryo nichts anhaben konnten.

Vom Zeitpunkt der Befruchtung bis zum Einnisten in die Gebärmutter kann es zur Teilung des Zellhaufens kommen. Dabei entstehen unter Umständen eineiige Zwillinge.

 

3. Schwangerschaftswoche

(Zum Thema welcher Zeitpunkt der Befruchtung in der Rechnung zählt, siehe 1. SSW)

 

So entwickelt sich das Baby

Am 7. Tag nach ihrer Befruchtung graben sich die Zellen der späteren Plazenta in die Gebärmutterschleimhaut und beginnen, den Embryo zu versorgen.

 

 

Das geschieht bei der Schwangeren

Jetzt merken manche Frauen bereits, dass etwas anders ist als sonst:

Die Körpertemperatur, die sonst nach einem Eisprung absinkt, bleibt konstant. Einige Frauen spüren ein Ziehen in der Brust, denn Hormone wie Progesteron (=Gelbkörperhormon) regen die Milchdrüsen zum Wachstum an und geben den Eierstöcken die Information, dass kein Eisprung mehr benötigt und die Regelblutung ausbleiben wird. Manche Frühschwangere bekommen schmerzempfindliche Brustwarzen. Auch das Becken weitet sich bereits – das leichte Ziehen wird gerne mit prämenstrualen Schmerzen verwechselt. Lavendelöl, als Vollbad oder Massage, bringt hier Entspannung.

Übrigens ist auch ein etwas dickerer Hals ein erstes Anzeichen für eine Schwangerschaft, denn die Schilddrüse vergrößert sich.

 

2. Schwangerschaftswoche

Je nachdem, in welcher Woche des Zyklus eine Befruchtung stattgefunden hat, sind Sie auch in dieser Woche noch gar nicht schwanger (zur Berechnung siehe SSW1)

 

 

Zellen teilen sich

Hatten Sie Geschlechtsverkehr, und ist es einem Spermium gelungen, nach dem Eisprung in das Ei einzudringen, ist es soweit: Wenige Stunden nach der Verschmelzung der Zellkerne von Ei- und Spermienzelle teilt sich das Ei zum ersten Mal und von da an alle 12 – 15 Stunden. Ein befruchteter Zellhaufen von etwa 12 – 16 Zellen wandert dann die Eierstöcke hinab und ist circa 5 Tage später in der Gebärmutter angekommen. Dort teilen sich die Zellen in zwei Gruppen: Aus der inneren Zellmasse wächst der Embryo und aus der äußeren die Plazenta.

Bereits 24 Stunden nach der Befruchtung produziert der Eierstock das Hormon HCG (humanes Choriongonadotropin, grob übersetzt „der Stoff, der beim Menschen die Fruchtblase wachsen lässt“).

 

1. Schwangerschaftswoche

In dieser Schwangerschaftswoche wissen Sie noch nichts von der Schwangerschaft und vor allem – zumeist sind Sie es noch gar nicht! Wie das? Eine Schwangerschaft berechnet sich nach dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Da zumeist in der ersten Woche nach dem Einsetzen der Regelblutung noch gar keine Befruchtung stattgefunden hat, sind Sie wahrscheinlich auch noch nicht schwanger.

 

 

Warum rechnet man so „komisch“?

Früher dachte man, eine Befruchtung käme ausschließlich während der Regelblutung zustande – daher die Rechnung ab dem ersten Tag der letzten Blutung. Diese Berechnung hat man beibehalten und kommt deshalb zu dem Schluss, dass eine normale Schwangerschaft – insgesamt vom ersten Tag der letzten Regelblutung aus – 280 Tage dauert. Genauso berechnet sich der Geburtstermin. Aber: Nur circa 4 Prozent aller Babys werden an diesem Termin geboren.

Geht man übrigens von einem Monat (als Mondphase gerechnet) von 28 Tagen aus, dauert eine Schwangerschaft amüsanterweise 10 „Monate“ und nicht neun, wie es im Volksmund heißt.