Ungesundes Kinderfood

Wer Lebensmittel kauft, die sich speziell an Kinder richten, kauft oft ungesund: Die auf Ernährung spezialisierte Verbraucherorganisation Foodwatch hat Kinderlebensmittel gemäß der bekannten Ernährungspyramide des aid analysiert und herausgefunden: Über 70 Prozent der insgesamt 1514 Kinderprodukte sind in der „roten“ Kategorie dieser Pyramide einzuordnen.

Kinderprodukte mit zu viel Zucker und Fett

Es handelt sich um süße und fette Snacks, die nach den Empfehlungen des vom Bundesernährungsministerium geförderten „aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz“ nur „sparsam“ verzehrt werden sollten. Gerade einmal 12,4 Prozent der Produkte können der grünen Kategorie an der Basis der Pyramide zugeordnet werden – solche Lebensmittel sollten Kinder eigentlich „reichlich“ verzehren. Die Pyramide der Ernährung ist also gerade bei Kinderlebensmitteln „auf den Kopf“ gestellt.

Doch gerade diese Produkte werden besonders für Kinder beworben, haben die coole Comicfigur auf der Verpackung oder werben mit bunten Aufklebern. Klar, dass Kinder hier besonders zugreifen. Foodwatch wirft der Industrie vor, Kinder so zur falschen Ernährung zu verführen – da diese lukrativer ist, als eine gesunde Ernährung mit Obst und Gemüse.

Liste von Foodwatch

Für den Durchblick beim Einkauf hier die gesamte Liste aller von Foodwatch gecheckten Produkte. (Liste) Denn wer Bescheid weiß, kann sich besser entscheiden – und das ungesunde Produkt öfter einmal liegen lassen. Und auch für den maulenden Nachwuchs, der nun auf die lustigen Aufkleber verzichten muss, gibt es Trost: Von Familothek gibt es ein Stempelheft, in dem Kinder Bonuspunkte für gesundes Essen sammeln können. Haben sie das Heft voll, können sie es bei ihren Eltern gegen ein vorher verabredetes Geschenk eintauschen. Iss mal anders

Büchertipps zum Thema:

    


Grafik: Foodwatch

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