Wiederfinden elektronisch

O weh, welch Drama, wenn das Kleinkind sein Kuscheltier verloren hat. Oder der Supersicherheits-Haustürschlüssel steckt leider nicht mehr in der Schultasche des Nachwuchses. Kinder verlieren nun mal häufiger etwas. Unternehmer machen aus der Vergesslichkeit von Großen und Kleinen Geschäftsideen – ganz schön findig.


Wichtiges mit einem personalisierten, aber anonymen Etikett kennzeichnen – das ist die Idee von return-to-me. Ups, schon wieder die Sporttasche mit den geliebten Fußballschuhen liegen gelassen? Findet ein anderer nun die gekennzeichnete Tasche, kann er dies bei der Website www.return-to.me melden. Das Unternehmen benachrichtigt den registrierten Nutzer, dass etwas gefunden wurde, der Besitzer (oder seine Eltern) kann mit dem Finder in Kontakt treten. Das kostet nichts, nur die Etiketten oder Aufkleber mit dem individuellen Namen kosten etwas Geld.

Klar, es muss schon jemand das Verlorene auch abgeben wollen – wer die Tasche selbst behalten will, wird nicht daran gehindert. Aber meist kann ein Finder ja gar nichts mit dem Schlüssel oder den zu großen Schuhen anfangen. Wer also einen kleinen Schussel zu Hause hat, für den lohnt sich sicher die anonyme Kennzeichnung wichtiger Dinge.

Und was ist mit dem Kuscheltier? Soll man das auch mit einem Metalletikett oder einem Aufkleber kennzeichnen? Eine etwas andere Lösung hat da Build-a-bear, eine Ladenkette, die in circa 20 deutschen Städten Stofftiere verkauft.

Jedes der Stofftiere, die in den Läden zusammen mit den Kindern hergestellt werden, hat einen persönlichen Code, der zusammen mit dem kleinen Besitzer registriert wird. Wird das Kuscheltier also einmal verloren, und gibt es jemand bei Ladenkette ab, bekommt der kleine Besitzer das Kuscheltier zurück nach Hause geschickt. Kann man nur hoffen, dass der Finder auch von dieser schönen Einrichtung weiß oder das Schildchen am Stofftier liest. Denn dann können sicher viele Kindertränen verhindert werden.

Aber was ist eigentlich mit den vielen Dingen, die wir täglich zu Hause suchen? Vielleicht haben wir in der Zukunft alle Gegenstände mit einem unsichtbaren, registrierten Chip gekennzeichnet. Wenn wir sie dann suchen, geben wir die Kennung im Internet ein – und schon pfeift das Buch/ das T-Shirt im Schrank/der Schlittschuh auf dem Dachboden. Das sind doch mal Aussichten!

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