Kategorie: Schwangerschaftskalender

Schwangerschaft – Woche für WocheHerzlich Willkommen beim Schwangerschaftskalender der Familothek. Hier informieren wir Sie Woche für Woche darüber, was in Ihrer Schwangerschaft geschieht: Wie sich das Ungeborene entwickelt, welche Veränderungen Ihr Körper durchmacht, welche Risiken für Mutter und Kind aufkommen können und wie Sie mögliche Schwangerschaftsbeschwerden lindern. Wir wünschen Ihnen eine schöne Schwangerschaft!

30. Schwangerschaftswoche

So entwickelt sich das Baby

Das Herz des Babys pumpt etwa einen halben Liter pro Minute in seinen Kreislauf und die Plazenta.  Zum Geburtstermin werden es noch einmal 300ml mehr sein.

Sie sind schwanger. Das ist jetzt wichtig

Jetzt ist es Zeit für einen Geburtsvorbereitungskurs. Ob Sie die Teilnahme mit oder ohne Partner gebucht haben, das ist eine individuelle Entscheidung (und manchmal einfach abhängig von der Zeit, die Sie beide haben). Im Vorbereitungskurs lernen Sie die richtige Atmung während der Wehen und woran Sie diese überhaupt erkennen. Sie erfahren den genauen Ablauf der Geburt und wie Sie sich die Geburt erleichtern können.

Schwangere berichten über unterschiedliche Erfahrungen, inwieweit der Kurs sie wirklich auf die Geburt vorbereitet hat. Auf jeden Fall macht es Sinn, sich schon vorher mit dem Geschehen bei der Geburt zu beschäftigen und ein bisschen professionelle Unterstützung dabei schadet auch nicht. Vor allem, wenn der Partner bei der Geburt dabei sein soll und am Kurs teilnimmt. Schöner Nebeneffekt: Man lernt andere Paare oder Schwangere kennen, die gerade in der gleichen Situation sind, wie Sie selbst.

 

29. Schwangerschaftswoche

So entwickelt sich das Baby

Das Baby blinzelt, wenn man den Bauch in helles Licht hält und auch das Gehör funktioniert nun sehr gut. Bis auf die Lunge sind alle Organe fast vollständig entwickelt.

 

 

Sie sind schwanger. Das ist jetzt wichtig

Öffnet sich der Muttermund vorzeitig, werden die Ärzte alles tun, um eine Frühgeburt zu verhindern (zu Frühgeburt siehe SSW 28). Manchmal ist Bettruhe nötig oder auch ein längerer Krankenhausaufenthalt zur Beobachtung.

Bei vorzeitigen Wehen sind manchmal psychische Probleme der Grund. Oft ist es Stress, der sie auslöst. Am besten ist es in dieser Zeit generell, sich zu entspannen –  einen Gang zurückschalten!

Ein bewährtes Hebammenrezept ist es außerdem, sich den Bauch mit einer Ölmischung aus Majoran, Lavendel und Rosenholz einzureiben. Ansonsten vermeiden Sie wehenfördernde Gewürze wie Ingwer und Zimt.

Falls Sie noch einmal fliegen müssen: Nicht alle Fluggesellschaften nehmen Schwangere ab der 28. Schwangerschaftswoche noch uneingeschränkt mit. Informieren Sie sich vorher direkt bei der Fluggesellschaft – und denken Sie auch an das Datum des Rückfluges (und in welcher Schwangerschaftswoche Sie dann sind).

 

28. Schwangerschaftswoche

So entwickelt sich das Baby

Am Ende diesen Monats misst das Baby etwa 35 cm und wiegt rund 1000 Gramm. Der Kopfdurchmesser beträgt etwa 75 Millimeter.

 

 

Sie sind schwanger. Das ist jetzt wichtig

Ende des siebten Schwangerschaftsmonats hat sich die Gebärmutter nach oben, zwischen Nabel und unteren Rippenbogen verschoben. Allmählich drückt das Zwerchfell nach oben und die Lungen können sich nicht mehr voll ausweiten. Sie könnten also etwas kurzatmig werden. Versuchen Sie trotzdem, tief einzuatmen, um genügend Sauerstoff aufzunehmen.

 

Jetzt schon?

Eine Frühgeburt ist ein Baby, das nach der 24. und vor der 37. Woche auf die Welt kommt. In rund 10 Prozent der Schwangerschaften in Deutschland ließ sich die Geburt nicht mehr aufhalten und das Kind kommt auf die Welt. Außerdem müssen die Frühchen unter 2000 Gramm eine konstante Lufttemperatur von 37 Grad haben, und sind deshalb im Brutkasten. Meist bleiben sie ungefähr bis zum Erreichen ihres errechneten Geburtstermins im Krankenhaus.

Die medizinische Versorgung von Frühgeburten ist heute in westlichen Ländern sehr gut. So spritzt man einer Schwangeren bei drohender Frühgeburt Kortison, um die Lungenreifung des Frühchens voranzutreiben. In den meisten Fällen tragen die Kinder keinerlei Beeinträchtigungen davon.

 

27. Schwangerschaftswoche

So entwickelt sich das Baby

Das Baby verliert nun langsam seine leichte Körperbehaarung mit dem sogenannten Lanugohaar – vermutlich einem entwicklungsgeschichtlichen Überbleibsel des Menschen aus der Vorzeit. Auch der Fötus eines Affen hat dieses Haar, ersetzt es aber später mit seinem Fell.

Das Skelett des Babys verhärtet sich immer mehr und auch die Finger- und Zehnnägel werden fester.

 

 

Sie sind schwanger. Das ist jetzt wichtig

Viele Schwangere haben jetzt Wassereinlagerungen. Versuchen Sie einen Tee aus Johanniskraut, Brennnessel, Frauenmantel, Himbeer- und Melissenblättern, Schafgabe und Zinnkraut dagegen.

Weiterhin besteht das Risiko einer Gestose (siehe SSW 21), die sich in besonders schlimmen Fällen zu dem sogenannten Hellp-Syndrom ausweiten kann. Dabei kommt es zu Blutgerinnungsstörungen, die den Zerfall der roten Blutkörperchen zur Folge haben (Hämolyse). Die Ursache für diese Störung ist nicht bekannt, eine vorzeitige Beendigung der Schwangerschaft meist unumgänglich. Zu erkennen ist diese Krankheit an Übelkeit, Schwindel und unerträglichen Schmerzen im rechten Oberbauch.

Kümmern Sie sich schon frühzeitig um eine Nachsorgehebamme – vor allem, wenn das Baby in der Urlaubszeit zur Welt kommen wird. Die Nachsorgehebamme ist eine gute Hilfe für die ersten Wochen nach der Geburt. Sie kommt zehnmal zu Ihnen und Ihrem Baby nach Hause, kümmert sich um Probleme und Fragen. Die Kosten dafür tragen die Krankenkassen. Hebammen übernehmen auch teilweise bereits Vorsorgemaßnahmen – eine gute Möglichkeit, sich schon einmal kennen zu lernen.

 

26. Schwangerschaftswoche

So entwickelt sich das Baby

Das Baby kann nun die Augen öffnen und jetzt die Augäpfel gesteuert von einer Seite zur anderen rollen. Sehen kann es noch nicht genau, – es wird auch nach der Geburt noch einige Zeit dauern, bis der Säugling wirklich scharf und richtig sehen kann. Aber das Baby merkt bereits die Lichtunterschiede, die bis in die Gebärmutter herein scheinen.

 

 

Sie sind schwanger. Das ist jetzt wichtig

Nun wird es für Sie immer schwieriger, eine angenehme Position zum Schlafen zu finden – wer gewohnheitsmäßig auf dem Bauch schläft, muss sich spätestens jetzt umgewöhnen. Die Beine werden immer schwerer – und auch wenn Sie so etwas nicht gewohnt sind: Immer schön hochlegen!

Die Beine neigen außerdem zu Muskelkrämpfen, besonders nachts. Dagegen hilft vermehrt Magnesium: Besonders viel enthalten in Mineralwasser, Fleisch, Nüssen, Mandeln, Hülsenfrüchte, Trockenobst, Bananen und Kartoffeln.

Auch ein Tee aus Baldrian, Hopfen, Majoran, Melisse und Thymian kann die Krämpfe lindern.

 

 

25. Schwangerschaftswoche

So entwickelt sich das Baby

Das Baby legt weiter zu, nun vor allem an Muskeln und Fett – der Babykörper wird rundlicher.

Die Schicht Käseschmiere ist nun einige Millimeter dick und verleiht der dünnen Haut des Fötus einen rosa Teint. Übrigens hat die Babyhaut zu dieser Zeit noch keine Farbpigmente. Noch haben also alle Ungeborenen die gleiche Hautfarbe.

 

 

Sie sind schwanger. Das ist jetzt wichtig

Die Mutter nimmt jede Woche 400 bis 500 Gramm zu. Der Babybauch kann sich nun hin und wieder für kurze Zeit verhärten. Das sind sogenannte „Übungswehen“.

Manchmal drückt der Babykopf von innen auf dem Ischiasnerv – dann entstehen reißende und in den hinteren Oberschenkel ausstrahlende Schmerzen.

Auch wenn Sie sonst keine Wassernixe sind – schwimmen gehen oder auch nur im Wasser herumstehen hat ab jetzt ganz besondere Freuden: So herrlich leicht haben Sie sich lange nicht gefühlt!

 

24. Schwangerschaftswoche

So entwickelt sich das Baby

Am Ende dieses Monats ist das Baby etwa 30 cm groß und wiegt 600 bis 800 Gramm. Der Durchmesser des Kopfes beträgt circa 60 Millimeter.

Sie sind schwanger. Das ist jetzt wichtig

Eine unangenehme Begleiterscheinung der späteren Schwangerschaft ist Sodbrennen, da das Baby auf den Magen drückt. Dagegen hilft:

  • Nehmen Sie kleinere Mahlzeiten zu sich, um den Magen zu schonen.
  • Vermeiden Sie scharfe Gerichte, um nicht noch zusätzlich Säure zu produzieren.
  • Schlafen sie, wenn möglich, mit erhöhtem Oberkörper – das lässt die Säure nicht so schnell in die Speiseröhre aufsteigen.

Als schnelle Hilfe sind Milchprodukte zu empfehlen, denn sie neutralisieren die Säure. Hilft alles nichts, gibt es in der Apotheke Säurehemmer, die auch Schwangere nehmen dürfen.

Jetzt ist es langsam Zeit, das Thema Kinderbetreuung nach der Geburt anzugehen, wenn Sie bald wieder arbeiten wollen. In manchen Großstädten ist eine Krippenanmeldung mit Babybauch  normal – die Wartelisten sind lang. Generell macht es außerdem Sinn, sich über das Angebot von Tagesmüttern im Viertel oder Ort schon einmal zu informieren.

 

23. Schwangerschaftswoche

So entwickelt sich das Baby

Die Hauptaufgabe des Babys besteht zur Zeit darin, an Gewicht zuzulegen. Bald können Sie die Tritte Ihres Kindes auch von außen spüren, wenn Sie die Hand auf den Bauch legen.

 

 

Sie sind schwanger. Das ist jetzt wichtig

Wundern Sie sich nicht, wenn Sie neue Schuhe in ein oder zwei Größen größer benötigen. Wie kommt das? Die Bänder, die die Knochen des Fußskeletts zusammenhalten, sind gelockert. Das Schwangerschaftshormon Relaxin, dass sich in Ihrem Blutkreislauf befindet, ist „schuld“ daran. Wegen der gelockerten Fußbänder sind besonders hohe Highheels in der Schwangerschaft auch nicht zu empfehlen – es besteht eine erhöhte Gefahr, um zuknicken und sich zu verletzen.

Auch wenn es Ihnen noch früh erscheint, sollten Sie sich um die Anmeldung bei einem Geburtsvorbereitungskurs kümmern – die Kurse können voll sein, so dass eine frühzeitige Anmeldung Ihnen den Wunschkurs sichert. Diese Kurse sind meist entweder wöchentlich oder auch als Wochenendkurs zu buchen, es gibt sowohl Partnerkurse als auch Kurse nur für Schwangere. Die Kosten werden bei gesetzlichen Krankenkassen übernommen –  ob auch für den Partner, das sollten Sie noch einmal nachfragen. Bei privaten Krankenkassen gibt es unterschiedliche Regelungen.

 

22. Schwangerschaftswoche

So entwickelt sich das Baby

Das Baby kann jetzt die Händchen zu Fäusten ballen, nach der Nabelschnur greifen und am Daumen und den anderen Fingern lutschen. Wie ein „kleiner Astronaut“, bewegt sich das Ungeborene, an der Nabelschnur hängend, in der Schwerelosigkeit des Fruchtwassers.

 

 

Sie sind schwanger. Das ist jetzt wichtig

Der Arzt misst bei jeder Vorsorgeuntersuchung Ihren Hämoglobinwert im Blut, um den Eisenanteil im Blut nicht absinken zu lassen. Unter Umständen müssen Sie Eisenpräparate nehmen.

Außerdem misst er regelmäßig Ihren Blutzuckerspiegel, um eine Schwangerschaftsdiabetes rechtzeitig behandeln zu können. Bei dieser Schwangerschaftserkrankung produziert die Bauchspeicheldrüse nicht genug Insulin für Mutter und Kind – der Blutzuckerspiegel der Mutter ist also konstant zu hoch. Damit wird das Baby über die Nabelschnur mit zu viel Zucker versorgt und wird überdurchschnittlich groß. Mit einer leichten Diät, ständiger Kontrolle sowie kontrollierter Zufuhr von Insulin bekommt man das Problem heute gut in den Griff.

Übrigens: Sex in der Schwangerschaft ist überhaupt kein Problem – wenn Sie keine Blutungen haben oder Ihr Arzt andere Einwände hat. Der wachsende Bauch erfordert allerdings ein bisschen Phantasie, was die Wahl der Stellungen beim Geschlechtsverkehr betrifft. Aber Abwechslung schadet ja nie!

 

21. Schwangerschaftswoche

So entwickelt sich das Baby

Im sechsten Schwangerschaftsmonat kann sich das Baby im Bauch noch gut nach allen Seiten bewegen. Im Innenohr entwickeln sich die Gleichgewichtsorgane.

Den Körper des Babys schützt eine Fettschicht, die sogenannte Käseschmiere (Vernix caseasa). Sie schützt die Babyhaut vor dem Fruchtwasser, hält den Körper warm und sorgt dafür, dass das Baby bei der Geburt leichter hinausgleiten kann.

 

 

Sie sind schwanger. Das ist jetzt wichtig

Obwohl die Brust größer geworden ist, lässt sich nicht voraussehen, wie viel Milch nach der Geburt produziert wird. Auch die Größe der Brust vor der Schwangerschaft ist in diesem Zusammenhang nicht ausschlaggebend.

 

Risiken

Achtung, wer jetzt zu starken Wasseransammlungen und Bluthochdruck neigt – sie können ein Hinweis auf beginnende Gestose, eine Schwangerschaftsvergiftung, sein. Kommen Übelkeit, Erbrechen und Eiweißausscheidungen im Urin dazu, sollten Sie rasch einen Arzt aufsuchen.

Die Gestose verursacht starke Durchblutungsstörungen, die Gewebeschäden an den Organen des Fötus verursachen könnten. Kommt es soweit, dass die Lebertätigkeit beeinträchtigt wird, kann das eine Präklampsie auslösen – epilepsieähnliche Krämpfe mit anschließender Bewusstlosigkeit – lebensbedrohlich für Mutter und Kind.