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Illegale Musiktauschbörsen: Wie „belehre“ ich mein Kind?

Der Bundesgerichtshof hat am 15.11. 2012 entschieden, dass Eltern nicht für illegales Filesharing ihres Kindes haftbar gemacht werden können.

Voraussetzung ist, dass die Eltern „das Kind „über das Verbot einer rechtswidrigen Teilnahme an Internettauschbörsen belehren.“ (Originaltext Urteil, mehr dazu in einer Pressemitteilung des Bundesgerichtshofes

Was ist Filesharing?

Das Teilen von Dateien über Online-Tauschbörsen gilt als Urheberrechtsverletzung. Bei Jugendlichen ist es besonders beliebt, da sie sich Musiktitel herunterladen können, ohne das Taschengeldbudget belasten zu müssen. Wir nennen hier mit Absicht keine Beispiele, um keine Recherchehilfe für Urheberrechtsverletzungen zu geben.

Im Fall, der vor dem BGH verhandelt wurde, versuchten Musikverlage von den Eltern eines Dreizehnjährigen Schadensersatz für die von ihm heruntergeladenen Dateien zu bekommen mit dem Argument, die Eltern hätten ihre Aufsichtspflicht verletzt.

Ständige Überwachung ist keine Pflicht

Der BGH urteilte, dass Eltern die Schäden des Sohnes nicht übernehmen müssten.“Eine Verpflichtung der Eltern, die Nutzung des Internet durch das Kind zu überwachen, den Computer des Kindes zu überprüfen oder dem Kind den Zugang zum Internet (teilweise) zu versperren, besteht grundsätzlich nicht.“

Aber: Auch wenn das Herunterladen nicht strafrechtlich verfolgt werden kann, kann sich der Nachwuchs unter unglücklichen Umständen mit der geteilten Datei einen Computervirus auf dem heimischen Rechner einfangen – die sind nämlich oft so gestrickt, dass sie Virenschutzprogramme umgehen können. Also besser, wenn der Jugendliche im Haus diese Börsen gar nicht nutzt!

Vorlage für ElternLegales Filesharing

Aber wie „belehrt“ man nun seine Kinder darüber, dass das Herunterladen von Songs aus dem Internet über Tauschbörsen nicht legal und gefährlich ist? Wir haben eine kleine Vorlage gestaltet, die den Jugendlichen das Thema näher bringt. Sie können diese hier kostenlos herunterladen und nutzen.

Wir sind keine Juristen und können nicht garantieren, ob das Lesen und Unterschreiben unserer Vorlage als Beweis für eine „Belehrung“ vor Gericht ausreicht. Trotzdem sollten die Kinder das Papier unterschreiben – dann fühlen sie sich mehr daran gebunden und merken, dass dies eine ernste Angelegenheit ist – denn das ist es.

 

 

 

Ständig Kinderflohmarkt – im Netz

Flohmärkte sind toll – aber auch anstrengend. Die gleiche Idee mit weniger Termindruck und weniger Gedränge gibt es jetzt im Internet.

Bei Mamikreisel können sich Mamis (aber auch Papis) registrieren und in der Community Kleider, Spielsachen und andere nützliche und schöne Sachen tauschen, verkaufen oder auch verschenken. Das kostet nichts, über die Bedingungen beim deutschlandweiten Tauschen, Kaufen und Versenden, einigen sich die Partner direkt miteinander.

Ganz wie auf einem richtigen Kinderflohmarkt sind hier nur Privatverkäufe erlaubt und natürlich auch nur das Einstellen von Dingen, die etwas mit Kindern, Schwangeren und Müttern zu tun hat. Ein Bewertungssystem nach dem Kauf ähnlich Ebay und eine Selbsteinschätzung zum Zustand des Artikels erleichtern den Flohmarktkunden die Auswahl. In der Datenbank können Kunden nach Standort sortieren – wenn sie nur mit anderen aus ihrem Umkreis tauschen wollen. Außerdem natürlich nach Kleidergrößen, Alter, Geschlecht….

Gut, wenn die gebrauchten Dinge so doch noch zu einem neuen kleinen oder großen Besitzer kommen; die Ressourcen nicht doppelt verbraucht werden und jeder einen kleinen Vorteil hat.

Noch mehr zum Thema Kinderflohmarkt in unserem Artikel http://www.familothek.de/kinderflohmarkt.html

Der direkte Weg zum Mamikreisel: www.mamikreisel.de

 

Lesen lernen und Lesen üben mit der Silbenmethode

Der Mildenberger Verlag hat zwei Leserabengeschichten als Ausgabe farbiger Silbentrennung herausgegeben. (mehr zu dieser Methode hier http://www.familothek.de/tipps-leseanfaenger-lesen-lernen.html )

Lesestufe eins: Pimpinella Meerprinzessin und der Delfin (ab 6 Jahre)

Pimpinella Meerprinzessin und der Delfin ist eine Geschichte deren knapp 40 Seiten in 4 Kapitel unterteilt sind. Jede Seite ist farbig schön gestaltet, so dass es auch immer etwas zu der Geschichte zu sehen gibt. Auf jeder Seite sind 2 bis 9 Zeilen gut lesbare große Schrift mit den farbig getrennten Silben, was die Betonung erleichtert. Die Geschichte ist leicht verständlich und hat einen kleinen Spannungsbogen, als die Meerprinzessin mit ihrem neuen Freund, dem Delfin in den verbotenen Korallenwald schwimmt.

Die meisten Wörter sind leicht zu lesen, aber es gibt auch ein paar kniffligere wie „Fischkunde-Stunde“, „schnurstracks“ oder „Wasserrosen“. Aber ein bisschen Herausforderung ist ja auch gut. Schön an den Büchern der Lesestufe 1 ist, dass die Kinder das Erfolgserlebnis haben, ein ganzes Buch alleine durchgelesen zu haben. Am Ende gibt es einige Leserätsel, die auch als Schreibanregung verwendet werden können. Außerdem kann man am Gewinnspiel teilnehmen, das geht ganz leicht übers Internet. Übrigens auch bei älteren Leserabenbüchern noch.

 

Lesestufe zwei: Fußballgeschichten (ab 7 Jahre)

Hier gibt es vier verschiedene Geschichten, die jeweils etwas mehr Text und etwas weniger Bilder als die Lesestufe eins enthalten. Lesestufe zwei bedeutet übrigens nicht, dass diese Bücher erst ab der zweiten Klasse zu lesen sind. Die Lesefähigkeit, -lust und -ausdauer ist von Kind zu Kind ganz unterschiedlich und es sollte individuell geschaut werden, welche Bücher gerade passen. Lesestufe eins und zwei lassen sich auch gut parallel lesen.

Die Fußballgeschichten sind wirklich gut und keine „nur Jungs“ Geschichten. Es gibt Mädchen, die Fußball spielen, und jede Geschichte hat neben dem Fußball ein weiteres Thema, das jedes Kind interessiert: Konkurrenz, Einschüchterung, die ungeliebte Babysitterin oder ähnliches. Auch hier gibt es am Ende Leserätsel, die zeigen, ob die kleinen Leser auch den Inhalt wahrgenommen haben, und natürlich auch ein Gewinnspiel.

 

Pimpinella Meerprinzessin und der Delfin und Fußballgeschichten, erschienen in der Reihe Leserabe Lesestufe 1 bzw. 2 im Mildenbergerverlag, Ravensburger. ISBN Pimpinella: 978-3-619-14352-8, ISBN Fußballgeschichten: 978-3-619-14355-9, je 4,99Euro.

 

 

Coworking – eine Alternative für selbständige Eltern?

Coworking – was ist das denn? Verkürzt gesagt, ein „Mittelding“ zwischen Homeoffice und Bürogemeinschaft, und damit vor allem für die geeignet, die als Freiberufler oder Selbständige von zu Hause aus arbeiten.

Viele Selbständige mit Familie arbeiten im Homeoffice, damit sie flexibler auf die Familienanforderungen reagieren können. Aber so manche kommen damit überhaupt nicht klar, denn „mein Schreibtisch und ich“ machen die gesamte Bürogemeinschaft aus. Für manche ist das überhaupt kein Problem. Doch viele klagen über fehlende Kontakte, das Gefühl vom Eingesperrtsein in den eigenen vier Wänden und Schwierigkeiten, Arbeit und Freizeit trennen zu können.

Coworking – flexibles Büro

Eine Lösung ist Coworking, das gibt es mittlerweile in vielen Großstädten und auch in manchen kleineren Orten: Ein Großraumbüro, in dem man sich einen Schreibtisch mieten kann. Tageweise, manchmal sogar stundenweise. Die Vorteile für Homeworker? Sie kommen unter Menschen, gehen morgens ins Büro, treffen andere und haben so etwas Ähnliches wie „Kollegen“. Ein Schreibtisch ist günstiger als ein Raum in einer Bürogemeinschaft, die flexible Mietzeiten sind gerade für teilzeitarbeitende Selbständige interessant. Die Mitmieter im Büro wechseln, so dass ein Coworker viele weitere Coworker kennenlernt, und sich berufliche oder private Kooperationen ergeben können.

Coworking mit Kinderbetreuung

Und ganz, ganz selten gibt es mittlerweile Coworking Spaces, in denen Eltern ihre Kinder mitbringen können und sie dort betreut werden. „Wir brauchen dabei ein kooperatives Miteinander“ sagt Pamela Kelbch vom Coworking Space Allynet in München. Das Büroloft in der Nähe des Hauptbahnhofes bietet Eltern die Möglichkeit, ihr Kinder zur Arbeit mitzubringen. „Wir sind aber keine pädagogische Einrichtung, nur die Empfangsdame schaut nach den Kindern“. Und was ist, wenn ein Zweijähriger nicht zu bändigen ist? Dann wird es schwierig für alle Beteiligten. Komplett verlassen kann sich also die „Working Mum“ auf eine solche Betreuung nicht, es ist nur eine Notfallösung – eine weitere Komponente im „Betreuungsnetz“, das Mütter heute haben müssen. Trotzdem hilfreich, beispielsweise bei der spontanen Kitaschließung (Klausurtag!).

Und:. „So manche haben hier schon die Augen verdreht, wenn sie hier hereinkommen und Kinder sehen“, das gibt auch Kelbch zu. Eltern sein und arbeiten – die Lösungsstrategien bleiben auch mit Coworking indviduell und nicht immer so, dass alle damit zufrieden sein können. Und leider zeigt das Internet einige Coworking Spaces, die die Kinderbetreuung wieder aus dem Programm genommen haben.

Ist also Coworking eine Alternative zum Homeoffice für Eltern? Anschauen, reden, entscheiden – das muss jeder und jede selbst. Schön aber, dass es Möglichkeiten gibt!

Coworking Spaces mit Kinderbetreuung
http://www.allynet.de
http://www.rockzipfel-leipzig.de

Illustration: Isabelle Dinter

 

Rabe Socke zu gewinnen!

Der kleine Rabe mit seiner rot-weiß gestreiften Ringelsocke ist die Hauptfigur in den Geschichten von Annet Rudolph und Nele Moost, die seit 1996 Große und Kleine zum Grinsen bringt. Rabe Socke macht, sagt, denkt und fragt all das, was Kinder auch so gern mal machen, sagen, denken und fragen würden. Socke ist frech, aber nie böse. Mit seinen Freunden Eddi-Bär, dem gutmütigen, etwas tollpatschigen Bären und Schaf Wolle, das ein klein wenig ängstlich und keinesfalls so mutig ist wie Socke, erlebt er viele zauberhafte Abenteuer. Wie witzig, wenn Socke beispielsweise seine Lutscher „pflanzt“ und beim Nachschauen, ob sie gewachsen sind, in der Erde eine Schraube findet. Die tauscht er bei Eddi-Bär gegen essbare Gummischlangen ein – „wer Lutscher pflanzt, kann Gummischlangen ernten“ – so das Fazit von Socke. Seit kurzem (6.September 2012) gibt es den Raben mit der Ringelsocke sogar im Kino: „Der kleine Rabe Socke“ www.rabe-socke-film.de mit den Stimmen von Jan Delay und Katharina Thalbach. [box style=“1″] Wer hätte gern den Raben Socke inklusive Ringelsocke im Kinderzimmer? Anmelden und gewinnen! Wir verlosen zwei Raben Socke (Höhe 35 cm) bis zum 30. September 2012 unter allen Newsletter- Abon

nenten. Wer bereits Abonnent ist, kommt automatisch als Gewinner in Frage. Viel Glück und „Bitte danke“! [/box] Wer Socke und seine Kollegen (Eddi-Bär mit der Fliegerbrille oder das Schaf Wolle) zum Kuscheln und Mitnehmen gern hat, findet die liebenswerten Figuren als NICI-Lizenzprodukte im Handel: Als Stofftier, Anhänger, Kissen…Fast 30 neue Produkte rund um Socke, Eddi-Bär und Schaf Wolle sind im Geschenkartikel- und Spielwaren-Fachhandel, im Internet, in Warenhäusern und in den über 30 deutschen NICI Shops sowie in Österreich und in der Schweiz erhältlich. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Nachtrag am 1. Oktober 2012: Die 2 „Rabe Socke“ zum Kuscheln (35 cm) haben Thorsten S. aus Lemgo und Alexander S. aus Hamburg gewonnen. Herzlichen Glückwünsch!

 

Wiederfinden elektronisch

O weh, welch Drama, wenn das Kleinkind sein Kuscheltier verloren hat. Oder der Supersicherheits-Haustürschlüssel steckt leider nicht mehr in der Schultasche des Nachwuchses. Kinder verlieren nun mal häufiger etwas. Unternehmer machen aus der Vergesslichkeit von Großen und Kleinen Geschäftsideen – ganz schön findig.


Wichtiges mit einem personalisierten, aber anonymen Etikett kennzeichnen – das ist die Idee von return-to-me. Ups, schon wieder die Sporttasche mit den geliebten Fußballschuhen liegen gelassen? Findet ein anderer nun die gekennzeichnete Tasche, kann er dies bei der Website www.return-to.me melden. Das Unternehmen benachrichtigt den registrierten Nutzer, dass etwas gefunden wurde, der Besitzer (oder seine Eltern) kann mit dem Finder in Kontakt treten. Das kostet nichts, nur die Etiketten oder Aufkleber mit dem individuellen Namen kosten etwas Geld.

Klar, es muss schon jemand das Verlorene auch abgeben wollen – wer die Tasche selbst behalten will, wird nicht daran gehindert. Aber meist kann ein Finder ja gar nichts mit dem Schlüssel oder den zu großen Schuhen anfangen. Wer also einen kleinen Schussel zu Hause hat, für den lohnt sich sicher die anonyme Kennzeichnung wichtiger Dinge.

Und was ist mit dem Kuscheltier? Soll man das auch mit einem Metalletikett oder einem Aufkleber kennzeichnen? Eine etwas andere Lösung hat da Build-a-bear, eine Ladenkette, die in circa 20 deutschen Städten Stofftiere verkauft.

Jedes der Stofftiere, die in den Läden zusammen mit den Kindern hergestellt werden, hat einen persönlichen Code, der zusammen mit dem kleinen Besitzer registriert wird. Wird das Kuscheltier also einmal verloren, und gibt es jemand bei Ladenkette ab, bekommt der kleine Besitzer das Kuscheltier zurück nach Hause geschickt. Kann man nur hoffen, dass der Finder auch von dieser schönen Einrichtung weiß oder das Schildchen am Stofftier liest. Denn dann können sicher viele Kindertränen verhindert werden.

Aber was ist eigentlich mit den vielen Dingen, die wir täglich zu Hause suchen? Vielleicht haben wir in der Zukunft alle Gegenstände mit einem unsichtbaren, registrierten Chip gekennzeichnet. Wenn wir sie dann suchen, geben wir die Kennung im Internet ein – und schon pfeift das Buch/ das T-Shirt im Schrank/der Schlittschuh auf dem Dachboden. Das sind doch mal Aussichten!

Sesamstrasse für Vorschulkinder im Internet

Sesamstrasse.de ist online. Mit einer eigenen Seite für Vorschulkinder bereichert sesamstrasse.de seit April 2012 das altersgerechte Angebot im Internet für Vorschulkinder.

Die Internetanfänger können mit dem Online-Angebot komplett selbständig umgehen, denn alle wichtigen Informationen der Seite erzählt die Figur Ernie. Die Leseassistenz von Mama und Papa entfällt.

Spaß und erste Erfahrung mit dem Computer

Im Mittelpunkt der Sesamstrasse im Internet sollen Spaß, Spiel und Unterhaltung mit den Figuren Ernie, Bert, Elmo und Grobi stehen. Kleine Filme, Bilder und interaktive Spiele für Internetanfänger sind im Angebot. Die Website ist nicht zu überfrachtet, damit Kinder sie erfassen können; mit der langsamen Mausführung können Drei- bis Sechsjährige spielerisch erste Erfahrungen mit der Computernutzung machen.

Inhaltsbeschreibung für Erwachsene

Die Menüführung von sesamstrasse.de ist intuitiv, und die Kinder suchen dort ja auch nichts Bestimmtes. Als Erwachsener ist es aber sinnvoll, sich die Inhalte der Seite einmal anzuschauen, um weiterhelfen zu können, wenn der kleine Internetnutzer einmal nicht weiter weiß. Hier die Seitenbeschreibung

Tipps zur Medienerziehung – von Anfang an

Ebenfalls interessant für Eltern, deren Kinder jetzt die ersten Erfahrungen mit Computer und Internet machen  – denn diese werden sicher nicht die letzten sein: Eine Sammlung von Tipps für Eltern zur Internetnutzung von Kindern und aktuelle Forschungsergebnisse zu dem Thema. Auch diese Infos sind über sesamstrasse.de zu erreichen.

Lesetipps online – Leipziger Lesekompass

Kleine Bücher“fresserin“ oder mäkeliger Kurz-Anleser? Gute Bücher bringen Stoff und Freude für beide Gruppen kleiner Leser und die vielen Kinder, deren Lesefreude irgendwo dazwischen liegt.

Aber das Angebot ist riesengroß, und außerdem möchte man als Eltern nicht alle Bücher vorher lesen müssen. Hilfen gibt es viele, auch im Internet. Ausgewählte Neuerscheinungen des Bücherfrühlings finden Eltern und Kinder in einem Onlneportal, dem „Leipziger Lesekompass“ , der die Bücher für alle Altersgruppen bewertet.

Der 2012 von der Stiftung Lesen und der Leipziger Buchmesse erstmals herausgegebene Leipziger Lesekompass stellt 30 Titel für zwei- bis 14jährige Kinder und Jugendliche vor, die von einer Jury aus Jugendlichen und Fachkräften ausgewählt und bewertet wurden. Alle Titel sind neu auf dem Markt. Der Bewertungskompass umfasst sowohl Bücher als auch Hörbücher und DVDs. Eine kleine Inhaltsangabe hilft Eltern, das Richtige für den Nachwuchs zu finden.

Die drei Broschüren mit jeweils zehn Empfehlungen für die Altersgruppen zwei bis sechs Jahre, sechs bis zehn Jahre und zehn bis 14 Jahre stehen zum Download unter Leipziger Lesekompass zur Verfügung.

Foto: Stilfehler

Neue Medien – Neue Gefahren!

Eigentlich sind laut Nutzungsbedingungen Kinder unter 13 Jahren von Facebook ausgeschlossen. Das deutsche Netzwerk SchülerVZ erlaubt eine Nutzung erst ab 12 Jahren. Aber: Die Zugangskontrollen können sehr leicht umgegangen werden. Eine Studie im Auftrag des Magazins „Consumer Reports“ entlarvt: fast 7,5 Millionen US-amerikanische Facebook-Nutzer sind jünger als 13.

Geballte Ratlosigkeit bei einem Elternabend über Medienkompetenz in einem Münchner Hort: „Ich verstehe selbst überhaupt nichts von diesen sozialen Netzwerken, wie soll ich das nur kontrollieren?“, klagt Monika W., Mutter eines 10- jährigen Sohnes. „Sollen wir stundenlang neben unsere Tochter am Computer sitzen und sie kontrollieren? Die Zeit haben wir nicht. Ich kann nicht überprüfen, ob sie für ein Referat im Internet surft oder stattdessen den Code unserer Alarmanlage bei Facebook veröffentlicht“, die ältere Tochter von Christine S. ist schon 13. Jemand anderes berichtet, wie Bekannte eine 700,- Euro-Abmahnung bekommen haben, weil ihr 11-jähriger Sohn illegal im Internet Musik heruntergeladen hat. Der Vater sei IT-Sicherheitsexperte eines namhaften Energiekonzerns. Der Nachwuchs sei anscheinend technisch eine Länge voraus gewesen, so die bittere Feststellung.

Facebook: Die Tatsachen

Laut einer amerikanischen Studie verstoßen in den USA 37,5 Prozent der minderjährigen Facebook-Nutzer absichtlich gegen die Regeln des Netzwerkes. Eine deutsche Studie sieht ähnliches bei uns: 35 Prozent der im Internet aktiven Kinder zwischen 10 und 11 Jahren ist auch auf sozialen Netzwerken unterwegs. Bei den 8- bis 9-Jährigen sind es 13 Prozent und sogar 5 Prozent der 6- bis 7-Jährigen Internetsurfer sind schon dabei. SchülerVZ ist mit 66 Prozent der Nutzer hierzulande das populärste Netzwerk für Kids unter 13. Es folgt Facebook mit 20 Prozent. (Quelle und mehr zu dieser Studie in unserem Artikel: „Behütet – Beschallt – Vernetzt: Mediennutzung im Alltag der deutschen Kinder“)

Die Risiken von Facebook & Co

Die Auftraggeber der amerikanischen Studie weisen darauf hin, dass vergangenes Jahr über eine Million Minderjährige Opfer von Cyber-Mobbing-Attacken wurden. Außerdem drohen Datenmissbrauch bis hin zu Identitätsdiebstählen und Infektionen durch Computerviren. Die ahnungslosen Surf-Kids können Malware-infizierte Seiten anklicken, auf fragwürdige Einladungen von Fremden reagieren, in Internet-Abofallen tappen. Auch das illegale Herunterladen von Musik oder Daten birgt erhebliche finanzielle Risiken. (Die Rechtsprechung zum Thema Illegale Musiktauschbörsen)

Leider sind bei allen Netzwerken die Alterskontrollen leicht umzugehen: Es reicht die Eingabe eines falschen Geburtsdatums bei der Anmeldung. Zwar können andere Nutzer zumeist verdächtige Profile melden und Eltern die Löschung der Profile ihrer Kinder bewirken. Die Verantwortung für die Aufdeckung liegt aber klar bei den Eltern.

Die Möglichkeiten

Die EU-Kommission hat den Betreiber von sozialen Netzwerken aufgefordert, Profile von Minderjährigen vor Zugriffen Fremder und Suchmaschinen zu schützen. SchülerVZ setzt bei uns diese Vorgaben freiwillig um: So sind die dort ca. 5 Millionen angemeldete Profile standardmäßig so eingestellt, dass sie nicht automatisch von Suchmaschinen erfasst werden können. Anders als zum Beispiel bei Facebook, erfolgt eine Neuanmeldung nur auf Einladungen eines anderen Mitglieds.

Die einfachste Methode, ein wachsames Auge über die Aktivitäten des eigenen Teenagers zu behalten, ist es, selbst in Facebook eine „Freundschaftsanfrage“ an die eigenen Kinder zu schicken. Eine weitere Nutzung des Netzwerkes gewähren die Eltern dann nur, wenn das Kind die Anfrage auch akzeptiert. Noch mehr Infos dazu bei uns: Facebook Tipps und Tricks.

Andere Möglichkeiten bieten Schutzprogramme wie zum Beispiel ZoneAlarm SocialGuard: Die Software schlägt bei den Eltern Alarm, wenn das Kind im Internet gemobbt wird oder virtuelle Gespräche über Magersucht, Selbstmord, Gewalt oder Drogen führt. Nachrichten, Kommentare und Fotos mit harmloserem Inhalt bleiben hingegen den Eltern verborgen.

Die Erfahrungen der Teilnehmer unserer Elternabendrunde zeigt allerdings, dass Kontrolle alleine keine Lösung darstellt. Für viele Eltern, die selbst wenig Zeit und Computerkenntnisse haben, bleiben die Hürden sehr groß. Um bewusst zu lenken und erziehen, muss man sich selbst kompetent fühlen.

Ferienkurse, die Medienkompetenz für Kinder und Eltern vermitteln, sind eine interessante Lösung. In solchen altersgerechten Kursen lernen Kinder und Eltern gleichzeitig die Tücken der sozialen Netzwerke kennen, lernen über den Umgang mit Abofallen und urheberrechtlich geschützten Inhalten im Netz. Dabei ist es nicht so wichtig, dass die Mutter schneller als das Kind Chat-Beiträge eintippen lernt. Es geht viel mehr um die Stärkung der erzieherischen Kompetenz im Bereich Neue Medien. Die Kinder lernen spielerisch, Gefahren selbst zu erkennen und altersgemäß mit den Neuen Medien umzugehen.

Nach dem Kurs kann dann jede Familie die für sie passende Regelung finden und im allgemeinen familiären Konsens auch einhalten. Der Verein comp@ss bietet solche Kinder- und Eltern-Kinder-Kurse in mehreren deutschen Großstädten an.

Wer im Internet mehr zum Thema erfahren möchte, findet hier eine interessante Linksammlung:
http://www.klick-tipps.net/infos-fuer-erwachsene/ 

Und noch ein Buchtipp: Facebook, Twitter & Co. Aber sicher

Michael, 37. Schwangerschaftswoche

Portal Väterzeit

Eine Schwangerschaft ist heute auch Männersache, denn schließlich werden nicht nur die Schwangeren zu Müttern sondern deren Männer gleichzeitig zu Vätern.

Während das Internet viele und vielfältige Ratgeber und Austauschportale für die Damen bietet, bleiben die werdenden Papas oftmals ohne Rat aus dem Web.
Da hilft Vaeterzeit.de, das Internetportal für Väter. Es bietet unter vaeterzeit.de/rechner den einzigen Schwangerschaftsrechner für Väter im Web an. Dort erfahren werdende Väter beispielsweise den voraussichtlichen Entbindungstermin und die Termine der Schwangerschaftsvorsorgen.

Außerdem informiert väterzeit.de über verschiedene Themen, die mehr Bedeutung in dieser neuen Lebensphase gewinnen. Hier ein paar Beispiele:

  • Wie kann ich meine Frau bei der Geburt unterstützen? Was wünscht sich meine Frau von mir bei der Geburt?
  • Wie sieht es mit dem Sorgerecht bei nicht verheirateten Paaren aus?
  • Was muss ich tun, um Elternzeit zu beantragen?
  • Wie kann ich das benötigte Familienauto finanzieren?
  • Welche Sicherheitsmaßnahmen muss ich bei Kindermöbeln beachten z.B.  beim Aufbau der Wickelkommode

Wenn das Kind da ist:

  • Wo muss ich es anmelden?
  • Erlebnisse anderer Väter bei der Geburt ihres Kindes,
  • Wie ändert sich unsere Beziehung und Sexualleben mit einem Baby?

…und vieles mehr.