Alle Artikel von Claudia Minke

Draußen alles dabei? Der Ela Mo-Rucksack im Test

Nicht nur Hunde gehen täglich Gassi – auch mit Kindern muss man täglich mindestens einmal vor die Tür. Vor allem in den letzten Corona-Monaten. Restaurants und Cafés sind geschlossen, die Familienmanagerin muss in diesen Zeiten wirklich alles selbst mitnehmen. Gut, wenn sie dann einen ergonomischen Begleiter hat.

Rucksack im Test

Ob der Rucksack von Ela Mo* den Anforderungen von Eltern genügt? Hier mein persönlicher Test:

Ganz zuerst: Ich fand ihn schön – und natürlich sollte man es auch als Familienmama nie in Betracht ziehen, den Anspruch an Schönes im Alltag herunterzuschrauben! Neben dezenten Varianten in zwei Farben mit blau, grau, rosa oder schwarz sowie einfarbige „Klassiker“, gibt es auch gemusterte oder Modelle mit verschiedenen Blumendekors.

Ist der Ela Mo Rucksack praktisch?

So viele Fächer hatte ich noch nie in einem Rucksack – es sind so viele im Innenraum, dass ich mir merken musste, was ich wo geparkt hatte. Nach ein paar Tagen Gewöhnung hatte ich dann alles auf einen Griff.

Sehr praktisch ist die Faltmöglichkeit des Modells, man nennt das „Rolltop“. Bei zusätzlichem Platzbedarf rollt man ihn sozusagen auf. Hilfreich, wenn Mama mal wieder die ausgezogenen Jacken des Nachwuchses verstauen muss, weil es beim Toben doch zu warm geworden ist. Von 45 cm Höhe lässt er sich auf bis zu 58 cm erweitern. Der Rucksack ist mit 26 Liter Fassungsvermögen generell nicht unförmig groß – Tagesausflugsmodell würde ich sagen.

Besonders gut gefiel mir die „Geheim“-Innentasche direkt am Rücken für Portemonnaie & Co. Das kenne ich sonst nur aus Business-Taschen und finde es praktisch und sicher. Auch mehrere Außentaschen gibt es. Die klassischen Regenschirm- und vor allem Trinkflaschentaschen außen am Rucksack gibt es sogar zweimal, jeweils rechts und links. Mit der Lademöglichkeit für mein Handy konnte ich nicht sehr viel anfangen. Denn wenn ich mein Handy schon im Rucksack auflade (und die Powerbank auch noch mitschleppe) weiß ich nicht, warum ich das Kabel des Rucksacks nutzen und alles mit Gefummel im Inneren anschließen soll.

Und ergonomisch?

Ergonomisch ist der Rucksack auf jeden Fall: Wenn ich ihn aufhabe, habe ich das Gefühl, gar nichts zu tragen. Keine Ahnung aufgrund welcher Form oder Gewichtsverteilung das so ist. Außerdem helfen die gut gepolsterten Gurte. Was bei „Nicht“-Sportrucksäcken sonst immer fehlt, ist ein Mittelverschluss über der Brust – hier haben wir ihn. O.k. der ist nicht gerade sexy, aber manchmal sehr hilfreich beim Tragen.

Und umweltfreundlich?

Ein angehängte Etikett verriet, dass der Rucksack aus recycelten Plastikflaschen hergestellt wird. Ein Blick auf die Homepage sich das Unternehmen um nachhaltige Herstellung und Lieferketten bemüht.

Und 90 Prozent der Kollektion recyceltes „Post-Consumer-Waste“ wie zum Beispiel Plastikflaschen nutzt. Übrigens ein wirklich sehr schönes Wort 😉. Zur Umweltfreundlichkeit sage ich: Super, weiter so!

Fazit: Empfehlenswert!

*Der Rucksack wurde mir als Testmodell von der Firma zur Verfügung gestellt

Fotos: Ela Mo und selbst

Besuch beim Kinderzahnarzt

Nicht bei allen Eltern ist ein spezialisierter Kinderzahnarzt in der Nähe. Aber wahrlich, es hat schon etwas, wenn die Kinder zu ihrem „eigenen Zahnarzt“ gehen können. Hier ist alles kindgerecht, die Räume bunt gestrichen, im Wartezimmer Kinderbücher. Wenn dann noch über dem Behandlungsstuhl ein Ice Age-Film an der Decke läuft, ist eine Behandlung meist kein Problem mehr. Außerdem kennen die spezialisierten Zahnärzte die besonderen Probleme ihrer kleinen Patienten und nehmen ihnen die Angst, so gut es geht.

Ein Kinderzahnarzt hat sich mit Fortbildungen mit seiner besonderen Zielgruppe vertraut gemacht und hat durch seinen Praxisalltag viel mehr Erfahrungen mit den besonderen Bedingungen beim Thema „Milchzahn und Co“ als „normale“ Zahnärzte. Natürlich arbeiten viele dieser spezialisierten Ärzte auch für Krankenkassenpatienten.

Wie finde ich einen Kinderzahnarzt in meiner Stadt?

Kinderzahnärzte gibt es mittlerweile in vielen deutschen Städten, von Aachen bis Zell. Einen ersten Überblick gibt eine Liste auf der Homepage des Bundesverbandes der Kinderzahnärzte http://www.kinderzahnaerzte.de/liste_nach_staedten.html

„Dort sind Zahnärzte verzeichnet, die die zertifizierten Fortbildungen absolviert haben, ihre Arbeitszeit überwiegend der Kinderzahnheilkunde widmen und deren Praxisablauf, -organisation und – einrichtung auf Kinder ausgerichtet ist “ erklärt Johanna Kant vom Vorstand des Bundesverbandes deutscher Kinderzahnärzte.

Weitere Adressen von Zahnärzten, die die Fortbildung absolviert haben, aber nicht nur Kinder behandeln www.kinderzahnheilkunde-online.de

Mehr dazu bei Familothek:

https://www.familothek.de/kinderzaehne-richtig-putzen.html

https://www.familothek.de/kinderzaehne-richtig-putzen.html

https://www.familothek.de/bleibende-zaehne-retten.html

https://www.familothek.de/bilderbuecher-milla-zahnfee-gewinnen.html

Medien zum Thema:

   

 

 

Illustration: Isabelle Dinter

Smartphone für jüngere Kinder – pro und contra

Irgendwann wird auch Ihr Kind wahrscheinlich ein Smartphone besitzen wollen – schließlich haben wir, die Eltern, meist auch eins. Aber ab wann ist das passende Alter dafür? Wie immer ist das individuell sehr verschieden. Damit Sie als Eltern den richtigen Zeitpunkt für Ihr Kind finden, hier ein Pro und Contra sowie ein paar Tipps zum Thema Handy und Kinder. Gewichten Sie selbst, welches Argument bei Ihnen und Ihrer Situation zu Hause schwerer oder leichter wiegt:

Smartphone für Grundschüler Pro

  • Sicherheit: Auf allen Wegen immer erreichbar für „Komm-nach-Hause“ oder „ich hole Dich später – Nachrichten. Sehr praktisch!
  • Wer es ganz genau wissen will oder muss, kann einen Standort-Software aktivieren und weiß dann immer genau, wo sich das eigene Kind gerade befindet.
  • SMS  – die Kleinen schreiben ihre Nachrichten selber und lernen dabei gleich tippen und Sätze formulieren.
  • Fotos machen, Filme drehen – das macht auch jüngeren Kindern sehr viel Spaß – und wahnsinnig kreativ sind sie meist sowieso.
  • Mit einer coolen App lernt es sich doch gleich viel leichter für die Schule!
  • Und wenn der Nachwuchs argumentiert, dass er eines „braucht“ um dazuzugehören? Weil „alle“ aus der Klasse eines haben? Wirklich, wirklich? Vielleicht erzählen dies die schlauen Kinderchen ja zu Hause bei allen Eltern der Klasse (Sie erinnern sich, klassischer Trick: „der andere darf aber auch…“)

Smartphone für Grundschüler Contra

  • In diesem Alter wird gerne Vieles vergessen und verloren – und vielleicht auch einmal das Smartphone…Also: Höchstens ein Prepaid-Handy.
  • „Kostenfalle Handy“ – das gilt besonders für ein Smartphone in Kinderhand: Kostenpflichtige Apps herunterladen, im Ausland telefonieren, Betrügern mit dubiosen Anrufnummern auf den Leim gehen – es gibt viele Möglichkeiten, das Taschengeldkonto stark zu überziehen. Also besser – genau – Prepaid.
  • Mit einem Smartphone kann Ihr Kind jederzeit unkontrolliert ins Internet – auf jede Internetseite und auch zwei Stunden lang. Ein Tipp: Keinen Datenvertrag abschließen und das Kind nur zu Hause ins W-LAN einloggen lassen – dann haben Sie als Eltern über Zeit und Internetseiten noch Kontrolle. Apps können Ihnen als Eltern helfen, den Zugriff Ihrer Kinder auf verschiedene Funktionen einzuschränken und zu überwachen.
  • Viele Erwachsene können ohne ihr Smartphone nicht mehr aus dem Haus gehen, viele Jugendliche sitzen mit der Nase vorm Handy am Essenstisch. Muss das also wirklich so früh anfangen? Jump ‘n Run auf dem Minibildschirm statt fangen spielen in der Grünanlage? Bitte nicht!

Foto:  Andi Graf , Pixabay 

Rechtschreib-Spiele

Rechtschreib-Spiele machen Spaß und haben einen unbewussten Lerneffekt. Manche gab es schon immer, sie sind aber heute etwas in Vergessenheit geraten. Schade eigentlich, braucht man doch nicht mehr als ein Stift und ein Blatt Papier. Ideal für Wartezeiten im Restaurant, die Zugfahrt oder einfach zu Hause. Mehr zum Thema Rechtschreibung bei uns

Gefüllte Kalbsbrust

Spieler 1 schreibt ein Wort von oben nach unten und das gleiche wieder von unten nach oben:

G                                 E
E                                 T
F                                  L
U                                 L
E                                 E
L                                 U
L                                 F
T                                 E
E                                G

Nun müssen die Mitspieler Worte finden, die zwischen die beiden Worte passen und damit die Kalbsbrust „füllen“.

Zum Beispiel

G E M Ü S E
E C H  T
F A L L

usw….Man kann das Spiel mit so vielen Mitspielern spielen, wie man möchte, es als Wettbewerb gestalten oder gemeinsam Worte finden; Als „Kalbsbrustgerüst“ ganz kurze Worte aufschreiben oder versuchen, die längsten der Welt zu finden.

Galgenmännchen

Wer hier nicht die richtigen Buchstaben rät, der hängt am Galgen – aber nur auf dem Papier. Ein Spieler denkt sich ein Wort aus und malt für die Anzahl der Buchstaben Unterstriche aufs Papier. Die anderen müssen nun Buchstaben raten. Ist es ein richtiger Buchstabe, schreibt Spieler 1 ihn an die richtige Stelle auf den passenden Unterstrich. Wird falsch geraten, malt der Spieler für jeden falsch geratenen Buchstaben Strich für Strich einen Galgen mit einem baumelnden Strichmännchen.

Können die Mitspieler das Wort erraten, bevor der Galgen fertig gemalt ist, sind sie dem Galgen entgangen. Hat Spieler 1 aber vorher seinen Galgen auf dem Papiuer „gebaut“, hat er gewonnen und die anderen „hängen“. Wie man das Männchen zeichnet, darüber sollten sich die Spieler vorher absprechen (gerne genommen: Zwei Striche Galgen mit Querstrich und „Seil“, ein Hügelstrich darunter und dann das Strichmännchen dran). Wem das doch etwas zu grausam ist, der baut mit Strichen ein „Gefängnis“, in das die anderen leider einziehen müssen, wenn sie das gesuchte Wort nicht erraten haben….

5 x 5

Dieses Spiel spielt man am besten zu zweit. Spieler Nr.1 denkt sich ein Wort mit 5 Buchstaben aus, das Spieler Nr.2 mit nur 5 Versuchen zu erraten versucht. Spieler Nr.1 schreibt nur den ersten Buchstaben des zu erratenden Wortes auf ein Blatt Papier. Zum Beispiel:
F    (für das Wort „FRAGE“)

Spieler Nr.2 schreibt nun neben das „F“ irgendein Wort, das 5 Buchstaben hat und mit „F“ beginnt, zum Beispiel:
F O L I E

Spieler Nr.1 markiert nun unter diesem Wort die Buchstaben, die in seinem erdachten Wort vorkommen, und zwar mit einem Kreuz die Buchstaben, die bereits an der richtigen Stelle stehen und mit einem Kreis die Buchstaben, die in seinem Wort vorkommen, aber an einer anderen Stelle. Im Beispiel ist (neben dem „F“) nur das „E“ am Ende mit einem Kreuz zu markieren, da es an der richtigen Stelle im erdachten Wort vorkommt:
F O L I E
×

Spieler Nr.2 bekommt jetzt die nächste Chance, das Wort zu erraten, z. B. mit dem Wort „FALLE“. Nun müsste Spieler Nr.2 das „F“ und „E“ wiederum mit einem Kreuz markieren, das „A“ mit einem Kreis, da es in seinem erdachten Wort vorkommt, aber an anderer Stelle:
F A L L E
× Ο      ×

Errät Spieler Nr.2 das Wort in 5 Versuchen, darf er sich ein neues Wort ausdenken. Andernfalls ist Spieler Nr.1 noch einmal dran.

Es war einmal…. Märchen heute vorlesen?

Schneewittchen, Frau Holle, Rotkäppchen… wie zeitgemäß sind Märchen heute?

Wenn in den Radionachrichten von Grausamkeiten die Rede ist, schalten Eltern um, wenn ihre Kinder dabei sind. Und niemand käme auf die Idee, den Nachwuchs unter zehn in neueste Horrorstreifen zu schleppen. Aber gleichzeitig sollen wir ihnen Geschichten von Hexen im brennenden Ofen, abgehackten Fersen und ausgestochenen Augen vorlesen?

Trotzdem – viele Kinder lieben Märchen Die klare Aufteilung in gut und böse und die recht einfache Struktur machen sie kindgerecht. Märchen bieten Orientierung in der kindlichen Welt: Gut und böse ist sehr klar verteilt und meistens gewinnt das und der Gute.

Aber: Werden mit den Märchen nicht auch die antiquierten Vorstellungen des Mittelalters an unsere Kinder vermittelt? Schöne Königstöchter werden prinzipiell als Gewinn an Märchenhelden vergeben, grausame Strafen für Vergehen (teeren, federn und so weiter) sind an der Tagesordnung.

Davon abgesehen: In vielen alten Geschichten und Fabeln steckt eine Menge Lebensklugheit. Da ist der kleine Held schwach und wird unterschätzt, kommt aber mit Witz und Intelligenz zum Ziel (Sieben auf einen Streich / Däumeling). Stellvertretend durchleben unsere Kinder mit Märchen Konflikte – in einer fantastischen Welt und deshalb wie im Spiel für sie. Märchen regen die  Fantasie an, und auch dies ist eine schöne Wirkung. Und gerade die überlieferten alten Märchen aus dem deutschsprachigen Raum bieten den allerersten Zugang zu unserer Kultur.

Also dann doch Märchen – aber wie und wann?

Zuerst einmal: Nicht jedes Märchen ist für jedes Kind in jedem Alter geeignet. Wer ein schreckhaftes Kind mit eher zu viel Fantasie hat, sollte vielleicht nicht schon der Dreijährigen „Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen“ vorlesen. Also lieber vorsichtig anfangen und immer beobachten, wann es genug ist. Und Märchen erst einmal vorlesen, bevor man die CD oder gar DVD einlegt. Das Vorlesen hat den Vorteil, dass Eltern ihren Kindern ungewohnte Situationen erklären können: Dass man heute solche grausamen Strafen in unserem Land nicht mehr verhängt; dass früher die Mädchen eben nicht gefragt wurden, wen sie heiraten wollten, sie heute selbst entscheiden, und so weiter. So nähern sich Große und Kleine gemeinsam Schritt für Schritt der wunderbaren, fantastischen und vielseitigen Welt der Märchen.

Hier eine Sammlung der besten Märchenlinks im Internet

  • Hier kann man nicht nur Märchen kostenlos im Internet lesen, sondern sich sogar als Newsletter  per E-Mail zusenden lassen: http://www.internet-maerchen.de/
  • Diese private Homepage bietet neben vielen verschiedenen klassischen Autoren auch eigene Märchen, sowie antike Sagen und antike Autoren, ethnische Märchen und sogar englischsprachige Elemente. http://www.maerchen.net/ Die Aufmachung der Webseite ist Geschmackssache, aber als Märchenfundus unendlich vielseitig.
  • Auch bei Spiegel Online kann man beim Gutenberg-Projekt Klassische Literatur online lesen – darunter natürlich Märchen, Geschichten, Fabeln. Zum Beispiel alle Märchen von Hans Christian Andersen, kostenlos: http://gutenberg.spiegel.de/
  • Auf dieser Seite kann man Grimms Märchen in verschiedenen Sprachen lesen und als Hörbuch anhören: http://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/index
  • Wer die Kurzfassungen lesen will, um sich schöne Märchen auszusuchen: http://www.maerchen-archiv.de/

Koreanische Märchen (Aktualisierung vom 20.7.2020)

Koreanische Märchen kann sich der internationale Märchenfan jetzt auf der Webseite des Koreanischen Kulturzentrums vorlesen lassen von der Märchenerzählerin, Theaterpädagogin und Schauspielerin Soogi Kang.

Anklicken, ein bisschen Scrollen.Reiter “Märchenecke” aufmachen und genießen. Neue Märchen gibt es regelmäßig, immer mal vorbeischauen.Viel Spaß!

Image by Johannes Plenio from Pixabay 

Weihnachten kommt immer so plötzlich!

Die Schritte werden schneller, die Listen und Warteschlangen länger, die Geheimverstecke gehen langsam aus – bald ist Weihnachten! Haben wir schon etwas für Tante Ella? Was machen wir am 2. Feiertag? Ist noch Zeit, den gewünschten Kapuzen-Pulli für den Nachwuchs zu bestellen oder mache ich lieber den Ladenmarathon, damit er pünktlich unter dem Baum liegt ?

Ja, ja seit Jahren sagen uns Zeitungen und Philosophen, wir sollen doch endlich einmal wieder die Vorweihnachtszeit genießen… Und jedes Jahr geht es wieder los. Diese Menschen mit den guten Ratschlägen haben sicher keine Kinder: Jüngere, die mit ernster Miene sagen “psst im Keller schläft der Weihnachtsmann!” – wer kann da schon widerstehen und nicht versuchen, aus dem geheimnisvollen Bartträger einen Freudebringer an Heiligabend zu machen? Oder Ältere, denen man mit dem Strahlen über den richtigen Pulli endlich einmal wieder eine positive Regung in der sonst so coolen Pubertierenden-Miene entlockt?

So reiht sich das Elternteil seufzend in die Reihe der Weihnachts-Rennenden ein, beseelt davon, den Lieben eine richtig schöne Vorweihnachtszeit und ein unvergessliches Fest zu bereiten. Das geht meistens schief. Und das haben wir alle schon erlebt. Denn was bringt der schönste Festtagsschmaus/Dekowahnsinn/Geschenksegen, wenn Mama und Papa erschöpft unter dem Weihnachtsbaum liegen statt sitzen? Wenn die Erwartungen an das Fest der Liebe wegen unendlich vieler Vorbereitungsarbeit unerfüllbar hoch sind?

Eben. Nix. Also liebe Eltern, einen Gang runterschalten bringt mehr Weihnachtsfreude als die perfekte, perfekte Vorbereitung. In diesem Sinn: Fröhliche Weihnachten!

P.S.: Dieser Artikel steht schon länger in der Familothek, seit 2014. Er wurde 2019 aktualisiert. Leider hat sich am Inhalt gar nichts geändert.

Foto: Pixabay, silviarita

Kindergeburtstag planen – Checkliste für Eltern

 Ob der allererste „richtige“ Kindergeburtstag mit dem Zweijährigen oder die „fast-schon“- Party mit der Elfjährigen: Es gibt ein paar Dinge, an die sollten alle Eltern bei der Planung denken:

Einladungen

Ob als Schiffchen gefaltet oder als Vordruck gekauft, folgende Infos sollten Einladungskarten für den Kindergeburtstag enthalten:

  • Wer feiert Geburtstag? Name(n) der Eltern, Adresse und Telefon, am besten noch E-Mail: Schon manches Mal standen Eltern der Gäste mit dem Nachwuchs vor dem Klingelschild der Wohnanlage und überlegten fieberhaft, wie denn Laurin und seine Mama Katja wohl mit Nachnamen heißen?
  • Wann und wo findet die Geburtstagsfeier statt : Adresse, siehe oben, ggf. Wegbeschreibung. Gut ist auch eine feste Abholzeit.
  • Bis wann soll zu – oder abgesagt werden?
  • Immer wieder gern genommen von gestressten Gastkinder-Eltern: Kurze Hinweise zum Thema: Was wünscht sich das Geburtstagskind? Gibt es gar einen „Geburtstagskorb“ bei einem Spielwarenladen (eine großartige Erfindung!!)
  • Besonderheiten der Party (z.B. was ist mitzubringen)

Übrigens: Wer meint, diese Infos seien doch klar, der kaufe einmal drei zufällig ausgesuchte vorgedruckte Einladungen für Kindergeburtstage und checke, ob alle Felder für die obengenannten Infos auf den Vordrucken vorhanden sind. Sollte wirklich jemand bei allen drei Vordrucken die Frage mit ja beantworten – würde ich mich über den Namen des Kartenverlages freuen!

Geburtstagsfeier selbst planen

Hier sind natürlich der Fantasie und dem Geldbeutel keine Grenzen gesetzt. Im Auge behalten sollte man aber immer:

  • Wie alt sind die Kinder?
  • Wie viele Gäste werden es sein? Die Regel mit den Jahren und der Gästeanzahl ist wirklich nicht schlecht, darf aber auch mal umgangen werden
  • Welche Möglichkeiten habe ich zu Hause? Wer ein großes Haus hat: Herzlichen Glückwunsch! Alle anderen müssen im Laufe der Jahre schon überlegen, wo sie die wilde Meute aus 8 Kindern für den Tag unterbringen. Der Möglichkeiten sind viele!
  • Jahreszeit der Party, siehe oben. In unseren Breitengraden garantiert ja auch ein Hochsommergeburtstag nicht immer eine gelungene Freiluftfeier. Da ist Spontaneität und manchmal einfach nur gute Kleidung gefragt!

Für den „Klassiker“, die Schatzsuche beim Kindergeburtstag, gibt es bei Familothek ein paar Ideen: Schatzsuche

Am Tag des Kindergeburtstages selbst

Geburtstagskuchen & Co: Die Verpflegung

Klar ist: Die kleinen Gäste kommen nicht wegen des Essens. Trotzdem freuen sich beispielsweise die Eltern der Gastkinder ganz sicher, wenn die müden Helden zu Hause nicht noch ein Abendessen brauchen. Dazu reichen aber meistens Würstchen & Co, belegte Brote oder Pizza – Gourmetrezepte werden von den aufgeregten kleinen Gästen vielleicht nicht wirklich gewürdigt. Wer allerdings Spaß daran hat, für die Kinder aufwendig zu kochen und zu dekorieren – es hat ja keiner gesagt, dass nicht auch die Eltern Spaß am Geburtstag ihrer Kinder haben dürfen. Süßigkeiten und/oder Geburtstagskuchen nicht vergessen, sie gehören zu einem Kindergeburtstag dazu. Dazu eine Idee von der Familothek: Geburtstagskuchen

Kinder, Kinder – die Feier selbst

Das ist die Königsdisziplin für alle Eltern und der Moment, in dem man und frau spätestens alle Erzieher aus der Kita (noch mehr) wertschätzt: Wie halte ich die wilde, zickige, aufgeregte Meute bei der Stange, was mache ich mit „Keine Lust“-Kindern oder den rauflustigen?

  • Hilfe holen: Am besten betreut man einen Kindergeburtstag mindestens zu zweit (bei jüngeren Kindern sind ja oft sowieso noch weitere Betreuungspersonen dabei). Das ist auch bei – hoffentlich kleinen – Unfällen gut, wenn man zum Beispiel mit einem Kind allein weiter weg zur Toilette gehen muss, um das T-Shirt von Saft zu säubern oder ähnliches. Denn so sind die anderen in der Zeit nicht unbeaufsichtigt.
  • Wie viel festes Programm und wie viel „einfach spielen lassen“ – das ist Geschmackssache. Zu beobachten ist seit Jahren eine Tendenz der „Superprofessionalisierung“ von Kindergeburtstagen, Motto: Möglichst viel machen, möglichst viel Programm. Das kann ja schön sein und den Kindern auch tolle Erlebnisse bescheren. Aber: Es muss nicht sein oder nicht immer sein. Die kleinen Gäste, die oft sowieso die ganze Woche (unterschiedliches) Programm haben, sind meist viel anspruchsloser als sich das die Großen denken. Da sind oft ganz andere Dinge wichtig. Also: Bloß nicht das festgesetzte Programm unbedingt durchsetzen!
  • Trotzdem sollte man ein bis zwei Spiele/Highlights ausgedacht und bereit haben, um kritische Situationen zu überbrücken: Zum Beispiel etwas Ruhiges, wenn die Stimmung überschnappt, etwas zum Begeistern für alle, wenn sich aus irgendwelchen Gründen schlechte Stimmung verbreitet.

Und danach…Ein gutes Getränk für die großen Gastgeber bereitstellen, gerne alkoholisch: Geschafft! Bis zum nächsten Jahr….

Haben Sie noch mehr “Profi-Tipps“, Anmerkungen und Ideen zu diesem Thema? Über Kommentare freuen wir uns!

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Kategorie 2020, Familienleben

Der passende Kindergarten, die passende Kita

Tipps, worauf Eltern bei der Auswahl der Kita, des Kindergartens achten sollen. Den idealen Kindergarten, die ideale Kita gibt es nicht – und wer jetzt sagt, “aber doch, unserer!”, der kann sich wirklich freuen. Natürlich können sich die Eltern vieles nicht aussuchen: In manchen Städten sind sie froh um einen Platz bis 16:00 oder eine Einrichtung die gut zu erreichen oder zu bezahlen ist. Trotzdem kann man sich ja manchmal doch zwischen zwei oder drei Kitas entscheiden. Hier ein paar Anregungen, worauf Mama und Papa dann achten sollten:

Das Kita-Konzept

Manche Häuser verteilen lange Handbücher mit pädagogischem Fachchinesisch, um ihre Kompetenz darzustellen. Hmmm, sie sollen doch mit Kindern gut umgehen. Fällt das bei aller Theorie nicht hinten herunter? Aber ein klares, gutes Konzeptpapier mit wichtigen Infos ist als Grundlage gut. Darin steht hoffentlich Folgendes:

  • Öffnungszeiten? Wenn die Einrichtung Freitags um 12:00 Uhr schließt, der Arbeitgeber aber sein Büro bis 15:00 besetzen will, wird es schwierig, nein – schlicht unmöglich.
  • Wie ist der Start geplant? Ähnlich wie beim ersten Arbeitstag in Mamas Büro kann man daraus eine Menge für die Wertschätzung des Kindes als Neuankömmling lesen. Gibt es Schnuppertage? Hat mein Kind einen großen “Paten”, ein älteres Kind, das den Start erleichtert?
  • Was lernen die Kinder im Kindergarten? Und wie? Musikalische Früherziehung, Kinderenglisch, Naturwissenschaften für Kinder? Schön, wenn die Kleinen Anregungen bekommen, zu viel ist allerdings auch nichts. Wissenschaftler haben nämlich herausgefunden, dass Kinder bei zu großem Angebot präsentierter Lerninhalte weniger auf die Idee kommen, selbst aus eigenem Antrieb zu lernen. Zum Beispiel zu spielen, existenziell für die kindliche Entwicklung. Wem etwas Wichtiges fehlt, kann dies selbst meist problemlos nach dem Kindergarten ausgleichen und den Sohn zur Musikstunde o.ä. bringen.
  • Entwicklungsgespräche? Soll es sie geben und wie sind sie geplant? Darüber kann man ruhig einmal genauere Fragen stellen. Sehr wichtig ist auch, ob sich die Erzieher zwischendurch mit den Eltern über das Kind austauschen. Bei diesen “Zwischen-Tür-und-Angelgesprächen” erfahren Eltern oft eine Menge Neues über ihr Kind.
  • Kooperation mit benachbarten Grundschulen? Das scheint Eltern von Zweijährigen weit weg, kommt aber ganz sicher: Der Sprössling wird Vorschulkind und dann ist ein sanfter Übergang zum neuen Lebensabschnitt “Schule” sehr hilfreich.

Das Kita-Personal

  • Offensichtlich ist der Personalschlüssel (=Betreuer pro Kind), der bei oft günstigeren städtischen Kindergärten höher ist, als bei privaten. Doch der Personalschlüssel sagt wenig über das Engagement der Erzieher aus.
  • Ein großer Punkt ist Sympathie. Das eigene Kind muss jahrelang mit den Erziehern auskommen. Ein wichtiger Punkt also: Wie sympathisch sind die Menschen, die dort arbeiten? Werden Fragen beantwortet oder ausweichend beschieden? Wie reagieren die Zuständigen auf die Fragen anderer Eltern – als Beobachter kann man das ganz gut einschätzen: Nehmen sie sie ernst oder wiegeln sie sie ab?
  • Ein zweiter Punkt ist Kompetenz: Wieviel Erfahrung bringen die Leute mit und nicht zuletzt: Wie engagiert erscheinen sie? Toll ist auch einmal ein männlicher Erzieher – ist dieser allerdings unsympathisch, heißt das auch nichts.
  • Kleiner Tipp: Vertreter des Elternbeirates sind bei Tagen der offenen Tür manchmal dabei: Sie sehen die Einrichtung aus der Eltern-Perspektive, geben also andere Auskünfte als Erzieher – Ansprechen lohnt sich!

Andere Eltern

Bei Elterninitiativen hat man häufig viel Kontakt mit anderen Eltern – die sollten einem dann auch prinzipiell sympathisch sein. In manchen Einrichtungen sehen die Eltern einander nur beim Bringen und Holen der Kinder. Aber wer das zum Austausch nutzt, bekommt sicher mehr Insiderinfos als andere. In manchen großen Kitas wird unter Eltern noch nicht einmal gegrüßt – das ist sicher kein Pluspunkt. Schließlich will man ja auch dem eigenen Kind ein bisschen Höflichkeit beibringen. Und wie soll es das lernen, wenn die Eltern der Kindergartenfreunde an Mama vorbeischauen?

Andere Kinder

Ein schwieriges Thema, denn zumeist finden die Tage der offenen Tür ja ohne andere Kinder statt und die beiden großen Nachbarjungs, vor denen die Dreijährigen Angst haben, gehen vielleicht sowieso ab Herbst in die Schule. Schön ist es schon, wenn das Kind zu Beginn schon ein paar Kinder kennt – aber je nach Kind ist es manchmal auch nicht ganz so wichtig. Denn Kinder befreunden sich schnell.

Wichtig allerdings, gerade bei den immer zahlreicheren Einrichtungen, die Kinder aller Altersklassen aufnehmen: Gibt es Kinder im selben Alter und Entwicklungsstadium? Denn ein Vierjähriger wird sich auf Dauer mit ausnahmslos Zweijährigen wahrscheinlich langweilen. Nicht ganz unwichtig allerdings, ob Freunde aus dem Kindergarten einmal mit dem eigenen Kind in die Schule gehen werden oder überhaupt in der Nachbarschaft wohnen. Ersteres kann den Schulstart erleichtern. Kinder in der Nachbarschaft sind schöner für Eltern und Kind: Dann müssen nicht alle zum Freundebesuch durch die ganze Stadt oder viele Kilometer über Land.

Die Räumlichkeiten

Wegen des gesetzlich festgelegten Krippenausbaus sind viele Häuser dazu übergegangen, eine Kooperationseinrichtung mit Kindern von 0-6 Jahre zu werden. Manche haben dazu noch ein teiloffenes oder offenes Konzept. Das kann dann schon einmal 150 Kinder in einem Riesenhaus bedeuten. Manche Einrichtungen haben das richtig gut im Griff, können die Kleineren von den Größeren trennen, wenn es nötig ist und haben trotz eines offenen Hauses immer wieder kleinere organisatorische oder räumliche Einheiten, um den Kindern Sicherheit zu bieten. Da hilft nur: Fragen!

  • Manche privaten Träger beeindrucken Eltern mit niedlichst bemalten Wänden – schön, aber das ist dem eigenen Kind höchstwahrscheinlich herzlich egal. Es gibt nette kleine Elterninitiativen, die aber unter Platzmangel, gerade draußen, leiden. Mit einem Rundgang hat man das schnell heraus.
  • Das Kindergartenessen ist auch immer wieder ein wichtiges Thema bei der Entscheidung für einen Kindergarten. Gut, es sollte nicht zu 100% aus Fastfood bestehen. Aber wenn sonst alles passt und nur der Bio-Anteil des Essens zu niedrig ist?

Der Weg

Geht man einmal zum Sprechtag hin, ist noch alles o.k. Aber 4 Jahre lang dreimal umsteigen und dann noch der lange Fußweg mit dem trödelnden Sohnemann? Wer nicht mehr im Buggy sitzt, geht erst einmal seeehr langsam mit kurzen Beinen und gesundem Interesse an seiner Umwelt (sprich jedem Steinchen und Stöckchen auf dem Weg) Wer alleine fürs Hinbringen zuständig sind, wird diesen Weg 4 mal täglich, 5 Tage die Woche machen. Der Weg kann also durchaus zum k.o.-Kriterium werden.

Kind und Kindergarten müssen passen

Last but not least: Bei all den Informationen und Überlegungen das eigene Kind nicht vergessen. Braucht der Nachwuchs unbedingt viel Auslauf oder ist das Bastelangebot ganz wichtig? Ist es besser, wenn sie mit ihrer Freundin in die Einrichtung kommt oder kann sie nicht genug Anregung von anderen Kindern bekommen? Die Mutter aus der Nachbarschaft schwärmt vom Kindergarten mit der tollen Ausstattung? Aber ob der sehr streng geregelte Tagesablauf zu der eigenwilligen Tochter passt?

Anschauen, fragen, überlegen, entscheiden – viel Glück!

Foto: Pixabay, ptra

Spielzeug waschen – was geht, was geht nicht?

Zack, schon ergießt sich das Limonadenglas über die Spielzeugkiste, das Eis tropft der Puppe auf den Bauch. Und dann? Wie verhindere ich das Drama, das ein in der Waschmaschine gerupftes Kuscheltier unweigerlich hervorruft? Es gibt Menschen , die aus dem Waschen von (gebrauchtem) Lego und dem Weiterverkauf ein Geschäft machen. Aber wie sieht das mit anderen Spielsachen aus?

Was geht in die Maschine, welche Flecken müssen drin bleiben? 

Hier das Ergebnis der Recherche bei verschiedenen Spielzeugherstellern zum Thema „Spielzeug waschen“.

 

Die Unempfindlichen: Playmobil

Das obige Geschäftsmodell für Lego ist auch auf Playmobil anwendbar: Das Zeug ist ziemlich unempfindlich: Bei dreißig Grad drehen sich die Teile in der Waschmaschine im Kissenbezug völlig schadenfrei. Der Bezug ist allerdings wichtig, damit kein Kleinteil in der Trommel verloren geht. Die Playmobilteile bestehen aus sehr heiß gebranntem Kunststoffgranulat, das deshalb auch höhere Temperaturen aushalten würde. Das gilt für alle Playmobilteile, auch zum Beispiel der biegsame Schlauch des Feuerwehrautos. Details der Figuren wie zum Beispiel dunkle Augen und Schnauzen der Playmobil-Pferde wurden gleichfalls aus Granulat gebrannt und sind beim Waschen absolut unempfindlich.

Einzige Einschränkung: Bei bedruckten Einzelteilen könnte sich in der Waschmaschine der Aufdruck durch Reiben aneinander lösen – solch ein Teil (zum Beispiel ein Ritter mit einem Kreuz auf der Brust oder ein Auto mit dem Aufdruck „Polizei“) am besten einzeln oder in der normalen („weichen“) Wäsche mitwaschen.

Lieber nicht: Schleich

Schleichtiere und -figuren sehen auf den ersten Blick fast genauso unempfindlich aus, wie die Playmobil-Kollegen. Die Qualität ihrer Produkte sowie die unbestrittene Naturtreue müssen Eltern auch erst einmal bezahlen. Doch wenn das oben beschriebene Saftglas in eine Schleich-Kiste fallen sollte, können Mama und Papa sich schon einmal den Abend fürs einzeln putzen frei nehmen – die Tiere sind nicht in der Maschine zu waschen. Auch auf die Lösung, alle Figuren in Wasser oder Lauge zu tauchen (hilft ja auch schon), lässt sich der Hersteller nicht für alle Produkte festnageln, lediglich für Fische ist die Aussage klar: Sie seien schadenfrei komplett zu wässern. Aber ob das Saftglas nur auf Wassertiere fällt?

Die Kombination macht es schwierig: Puppen von Baby Born

Die Qualitätsbeauftragte von Zapf Creation gibt fundierte Auskunft: Bei Babypuppen ergibt sich die Schwierigkeit, dass einige Teile aus PVC (Kopf/Hände) und einige Teile aus Stoff sind. Wäscht man nun die ganze Puppe in Handwäsche kann sich beim Eintauchen Feuchtigkeit in den PVC-Teilen sammeln, die nicht trocknet und auf Dauer die ganze Puppe verkeimt. Lieber also die Plastikteile mit einem feuchten Lappen abwischen und auch den weichen Körper nur oberflächlich mit einem feuchten Lappen reinigen.

Bei Puppen mit elektronischem Zubehör verbietet sich ein Baden ja von selbst. Aber auch Puppenkleidung sollte nur per Handwäsche gewaschen werden, für den Gang in der Waschmaschine sind sie oft nicht fest genug genäht.

Und Stofftiere?

Stofftiere kann man generell im handwarmen Wasser mit einem milden Handwaschmittel sanft baden und abrubbeln. Das gilt natürlich nur, wenn keine PVC- oder elektronischen Teile integriert sind – im ersten Fall ergibt sich das Puppenproblem (siehe oben), im zweiten Fall ist die Elektronik wahrscheinlich hin. Natürlich gibt es qualitativ hochwertige Stofftiere, deren Verarbeitung, Füllmaterial und so weiter darauf ausgerichtet ist, dass das Tier in die Waschmaschine kann. Die Plüschtiere von Nici beispielsweise kann man bei 30 Grad im Schonwaschgang waschen – dabei aber lieber kein Vollwaschmittel und Weichspüler verwenden!

Bei allen anderen sollte man dem Familienfrieden zuliebe die Handwäsche nehmen. Übrigens: Kommt der Nachwuchs mit Kopfläusen aus dem Kindergarten, raten rückständige Apotheker noch immer dazu, alle Kuscheltiere bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine zu waschen – das würden viele wohl nicht schadlos überstehen. Besser – und viiiel einfacher: Die Kuscheltiere für eine Woche luftdicht in Plastiksäcke sperren – das überleben dann die Kopfläuse nicht! Alle anderen Flecken bleiben natürlich drin.

Holzspielzeug, speziell Holzschienen

Das haben wir uns gedacht: Holzspielzeug ist schön und umweltfreundlich – aber natürlich kann es nicht in die Spülmaschine, da das Holz sonst quillt. Also bei Brio & Co: Feuchtes Tuch und abwischen! Bei Brio sind auch die Kunststoffteile nicht unbedingt maschinenwaschbar. 

Foto: Pixabay, Esi Grühagen

Schulmaterial-Kauf – geht das billig?

Alle Jahre wieder – zum Schuljahresbeginn steht Schulmaterial kaufen auf dem Familienplan: Hefte, Bücher, Stifte, Material für Kunst und Werken – das geht ins Geld, jedes Jahr. Geht das denn auch billiger, kann man vielleicht ein bisschen sparen? Im Prinzip ja, aber bitte nicht überall:

Sparen ja:

  • Hefte, Blöcke und Papier. Die muss man nicht im Fachgeschäft kaufen, sondern kann sie auch im Fünferpack beim Discounter oder Ein-Euroshop auf Vorrat erwerben. Oder dieses Schulmaterial im Internet bestellen und da schnell das günstigste Angebot aussuchen.
  • Achtung allerdings für Grundschuleltern: Die Linienführung ändert sich bis zur vierten Klasse jedes Jahr (Liniertes Papier), aber dann kann vielleicht das jüngere Geschwisterkind die übriggebliebenen Hefte zwei Jahre später nutzen. Wer zwischendurch ein bis zwei Seiten zusätzlich benötigt, kann diese auch bei uns ausdrucken (Vorlagen für liniertes Papier)
  • Achtung auch bei den Vorgaben der Lehrer „mit Rand“ oder ohne sowie 16 oder 32 Blatt – das wird mal strenger, mal weniger streng gehandhabt – das darf man aber auch schon vor den Sommerferien bei Lehrerin oder Lehrer erfragen.
  • Außerdem sparen bei: Turntrikots, Malkittel, Stiftebecher, Schlamper-Mäppchen, Schnellheftern… Klar sind sie toll mit dem Aufdruck von Prinzessin Lillifee, Monster High oder dem Lieblingsfußballverein. Muss aber nicht sein. Schließlich zahlen Eltern sonst die Lizenzgebühren mit.

Sparen leider nein bei:

  • Füller
    Den sollten Eltern auf jeden Fall im Fachgeschäft kaufen, und ihn vorher vom eigenen Kind ausprobieren lassen. Gerade beim allerersten Füller ist das wichtig: Haben doch viele Hersteller Varianten, die vor allem zum Schreiben lernen geeignet sind. Außerdem wichtig: Braucht das Kind einen Linkshänder-Füller?
  • Schulranzen
    Ein Schulranzen muss auf den Rücken passen und zwar so gut wie möglich. Eltern von Schulanfängern können sich vielleicht nicht vorstellen, welche Gewichte ihre Kinder in den nächsten Jahren auf ihren schmalen Rücken tragen müssen. Das wird immer mehr. Und die Angewohnheit, dass Kinder heute oft in Grundschulen ihre Schulsachen lagern können, führt zu einem negativen Phänomen: Die Kinder nehmen täglich fast alles nach Hause mit, damit sie auf jeden Fall immer alle Schulsachen parat haben.
  • Material zum Malen und Basteln: Wer hier spart, tut dies zu Lasten des eigenen Kindes: Die günstigen Wassermalfarben leuchten lange nicht so schön und die günstigen Buntstifte brechen ständig ab, die Pinselborsten zerfasern beim Malen, die Schere schneidet kaum. Auch hier also: Markenartikel machen einfach dem Kind mehr Freude und motivieren besser zum Malen und Basteln.
  • Turnschuhe…
    Brauchen Kinder manchmal sogar mehrfach im Jahr, wenn die Füße wachsen. Hier muss es nun nicht immer für den Schulunterricht die superteure Markenversion sein – aber natürlich sollen die Schuhe belastbar sein und vor allem: Passen. Zum Checken der aktuellen Schuhgröße unsere Vorlage zum Ausdrucken
  • Zeit sparen
    In vielen Familien ist Zeit eine fast noch kostbarere Währung als Geld. Dazu ein Tipp: Wer beim Besorgen der vielen Kleinigkeiten zum Schulanfang Zeit sparen will, geht am besten in ein gutes Schreibwaren-Geschäft. Auf Nachfrage bieten viele nämlich an, die Liste komplett zusammen zu stellen. Also einfach Schul-Liste abgeben, etwas anderes tun und später das Paket mit Heften, Stiften und Blöcken wieder abholen. Gut, das spart sicher nicht sehr viel Geld. Aber ungemein Zeit und Nerven…

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