Gemeinsam spielen: Wer war’s?

Das Kinderspiel des Jahres 2008 vom Ravensburger Verlag ist ein außergewöhnliches Spiel. Zum einen, weil eine „sprechende Truhe“ einen großen Anteil am Spielverlauf hat, zum anderen weil in diesem Spiel alle gemeinsam einen Dieb finden müssen.

Die Geschichte hinter dem Spiel

Der Dieb hat einen Ring gestohlen und ihn im Schloß (=Spielplan) in seiner Truhe versteckt. Die Kinder des Schlosses (=alle Mitspieler) müssen nun mit dem Würfel durch die verschiedenen Räume des Schlosses wandern, und die Tiere, die in den Räumen auf dem Spielplan eingezeichnet sind, nach Hinweisen befragen. Die Tiere antworten jedoch nur, wenn sie etwas zu Essen bekommen – auch dies finden die Spieler in den einzelnen Räumen.

Die sprechende Truhe spielt mit

Futter finden, Tiere antworten lassen, Hinweise geben– das übernimmt in dem Spiel die sprechende Kiste, ein kleiner Computer, in den die Spieler eingeben, in welchem Raum sie gerade sind, und was sie machen möchten. Der Computer gibt immer unterschiedliche Antworten, bei jedem Spiel ist ein anderer Schloßbewohner der Dieb, wollen die Tiere andere Nahrungsmittel als Futter haben. Als Hilfsmittel gibt es Plättchen mit Futter und den Kartenstapel mit den Verdächtigen, die man je nach Hinweisen umdrehen kann, bis der Dieb übrig bleibt.

Gemeinsam kombinieren

Bei „Wer wars?“ müssen alle Spieler gemeinsam kombinieren und sich die Spielzüge merken, weil sie Hinweise für spätere Aktionen beinhalten könnten. Das Spiel ist schon für jüngere Kinder geeignet als vom Hersteller angegeben (6 Jahre). Denn wenn Erwachsene dabei sind, helfen sie  über die eine oder andere Schwierigkeit beim strategischen Denken hinweg. Faszination übt das Spiel mit dem „Minicomputer“ auf jeden Fall aus.

Die Anleitung ist recht kurz für ein vielfältiges Spiel, es ist auch etwas ungewöhnlich, ein Spiel zu starten mit dem Wissen – „alles andere sagt uns schon der Computer im Spielverlauf“. Zu Beginn müssen alle noch nachschlagen, was sie mit der Information aus der sprechenden Truhe anfangen sollen. Aber später ist man erstaunt, wie vielfältig das Spiel doch ist. Man kann es jahrelang immer wieder spielen, und wird immer wieder überrascht. Hilfreich sind später auch verschiedene Schwierigkeitsgrade der sprechenden Truhe.

Aber das Schönste an diesem Spiel ist, dass alle zusammen gegen einen gemeinsamen Gegner spielen – und am Ende höchstens einmal alle Mitspieler zusammen verloren haben.

  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.