Alle Artikel von Claudia Minke

Weihnachten kommt immer so plötzlich!

Die Schritte werden schneller, die Listen und Warteschlangen länger, die Geheimverstecke gehen langsam aus – bald ist Weihnachten! Haben wir schon etwas für Tante Ella? Was machen wir am 2. Feiertag? Ist noch Zeit, den gewünschten Kapuzen-Pulli für den Nachwuchs zu bestellen oder mache ich lieber den Ladenmarathon, damit er pünktlich unter dem Baum liegt ?

Ja, ja seit Jahren sagen uns Zeitungen und Philosophen, wir sollen doch endlich einmal wieder die Vorweihnachtszeit genießen… Und jedes Jahr geht es wieder los. Diese Menschen mit den guten Ratschlägen haben sicher keine Kinder: Jüngere, die mit ernster Miene sagen „psst im Keller schläft der Weihnachtsmann!“ – wer kann da schon widerstehen und nicht versuchen, aus dem geheimnisvollen Bartträger einen Freudebringer an Heiligabend zu machen? Oder Ältere, denen man mit dem Strahlen über den richtigen Pulli endlich einmal wieder eine positive Regung in der sonst so coolen Pubertierenden-Miene entlockt?

So reiht sich das Elternteil seufzend in die Reihe der Weihnachts-Rennenden ein, beseelt davon, den Lieben eine richtig schöne Vorweihnachtszeit und ein unvergessliches Fest zu bereiten. Das geht meistens schief. Und das haben wir alle schon erlebt. Denn was bringt der schönste Festtagsschmaus/Dekowahnsinn/Geschenksegen, wenn Mama und Papa erschöpft unter dem Weihnachtsbaum liegen statt sitzen? Wenn die Erwartungen an das Fest der Liebe wegen unendlich vieler Vorbereitungsarbeit unerfüllbar hoch sind?

Eben. Nix. Also liebe Eltern, einen Gang runterschalten bringt mehr Weihnachtsfreude als die perfekte, perfekte Vorbereitung. In diesem Sinn: Fröhliche Weihnachten!

P.S.: Dieser Artikel steht schon länger in der Familothek, seit 2014. Er wurde 2019 aktualisiert. Leider hat sich am Inhalt gar nichts geändert.

Foto: Pixabay, silviarita

Kindergeburtstag planen – Checkliste für Eltern

 Ob der allererste „richtige“ Kindergeburtstag mit dem Zweijährigen oder die „fast-schon“- Party mit der Elfjährigen: Es gibt ein paar Dinge, an die sollten alle Eltern bei der Planung denken:

Einladungen

Ob als Schiffchen gefaltet oder als Vordruck gekauft, folgende Infos sollten Einladungskarten für den Kindergeburtstag enthalten:

  • Wer feiert Geburtstag? Name(n) der Eltern, Adresse und Telefon, am besten noch E-Mail: Schon manches Mal standen Eltern der Gäste mit dem Nachwuchs vor dem Klingelschild der Wohnanlage und überlegten fieberhaft, wie denn Laurin und seine Mama Katja wohl mit Nachnamen heißen?
  • Wann und wo findet die Geburtstagsfeier statt : Adresse, siehe oben, ggf. Wegbeschreibung. Gut ist auch eine feste Abholzeit.
  • Bis wann soll zu – oder abgesagt werden?
  • Immer wieder gern genommen von gestressten Gastkinder-Eltern: Kurze Hinweise zum Thema: Was wünscht sich das Geburtstagskind? Gibt es gar einen „Geburtstagskorb“ bei einem Spielwarenladen (eine großartige Erfindung!!)
  • Besonderheiten der Party (z.B. was ist mitzubringen)

Übrigens: Wer meint, diese Infos seien doch klar, der kaufe einmal drei zufällig ausgesuchte vorgedruckte Einladungen für Kindergeburtstage und checke, ob alle Felder für die obengenannten Infos auf den Vordrucken vorhanden sind. Sollte wirklich jemand bei allen drei Vordrucken die Frage mit ja beantworten – würde ich mich über den Namen des Kartenverlages freuen!

Geburtstagsfeier selbst planen

Hier sind natürlich der Fantasie und dem Geldbeutel keine Grenzen gesetzt. Im Auge behalten sollte man aber immer:

  • Wie alt sind die Kinder?
  • Wie viele Gäste werden es sein? Die Regel mit den Jahren und der Gästeanzahl ist wirklich nicht schlecht, darf aber auch mal umgangen werden
  • Welche Möglichkeiten habe ich zu Hause? Wer ein großes Haus hat: Herzlichen Glückwunsch! Alle anderen müssen im Laufe der Jahre schon überlegen, wo sie die wilde Meute aus 8 Kindern für den Tag unterbringen. Der Möglichkeiten sind viele!
  • Jahreszeit der Party, siehe oben. In unseren Breitengraden garantiert ja auch ein Hochsommergeburtstag nicht immer eine gelungene Freiluftfeier. Da ist Spontaneität und manchmal einfach nur gute Kleidung gefragt!

Für den „Klassiker“, die Schatzsuche beim Kindergeburtstag, gibt es bei Familothek ein paar Ideen: Schatzsuche

Am Tag des Kindergeburtstages selbst

Geburtstagskuchen & Co: Die Verpflegung

Klar ist: Die kleinen Gäste kommen nicht wegen des Essens. Trotzdem freuen sich beispielsweise die Eltern der Gastkinder ganz sicher, wenn die müden Helden zu Hause nicht noch ein Abendessen brauchen. Dazu reichen aber meistens Würstchen & Co, belegte Brote oder Pizza – Gourmetrezepte werden von den aufgeregten kleinen Gästen vielleicht nicht wirklich gewürdigt. Wer allerdings Spaß daran hat, für die Kinder aufwendig zu kochen und zu dekorieren – es hat ja keiner gesagt, dass nicht auch die Eltern Spaß am Geburtstag ihrer Kinder haben dürfen. Süßigkeiten und/oder Geburtstagskuchen nicht vergessen, sie gehören zu einem Kindergeburtstag dazu. Dazu eine Idee von der Familothek: Geburtstagskuchen

Kinder, Kinder – die Feier selbst

Das ist die Königsdisziplin für alle Eltern und der Moment, in dem man und frau spätestens alle Erzieher aus der Kita (noch mehr) wertschätzt: Wie halte ich die wilde, zickige, aufgeregte Meute bei der Stange, was mache ich mit „Keine Lust“-Kindern oder den rauflustigen?

  • Hilfe holen: Am besten betreut man einen Kindergeburtstag mindestens zu zweit (bei jüngeren Kindern sind ja oft sowieso noch weitere Betreuungspersonen dabei). Das ist auch bei – hoffentlich kleinen – Unfällen gut, wenn man zum Beispiel mit einem Kind allein weiter weg zur Toilette gehen muss, um das T-Shirt von Saft zu säubern oder ähnliches. Denn so sind die anderen in der Zeit nicht unbeaufsichtigt.
  • Wie viel festes Programm und wie viel „einfach spielen lassen“ – das ist Geschmackssache. Zu beobachten ist seit Jahren eine Tendenz der „Superprofessionalisierung“ von Kindergeburtstagen, Motto: Möglichst viel machen, möglichst viel Programm. Das kann ja schön sein und den Kindern auch tolle Erlebnisse bescheren. Aber: Es muss nicht sein oder nicht immer sein. Die kleinen Gäste, die oft sowieso die ganze Woche (unterschiedliches) Programm haben, sind meist viel anspruchsloser als sich das die Großen denken. Da sind oft ganz andere Dinge wichtig. Also: Bloß nicht das festgesetzte Programm unbedingt durchsetzen!
  • Trotzdem sollte man ein bis zwei Spiele/Highlights ausgedacht und bereit haben, um kritische Situationen zu überbrücken: Zum Beispiel etwas Ruhiges, wenn die Stimmung überschnappt, etwas zum Begeistern für alle, wenn sich aus irgendwelchen Gründen schlechte Stimmung verbreitet.

Und danach…Ein gutes Getränk für die großen Gastgeber bereitstellen, gerne alkoholisch: Geschafft! Bis zum nächsten Jahr….

Haben Sie noch mehr „Profi-Tipps„, Anmerkungen und Ideen zu diesem Thema? Über Kommentare freuen wir uns!

Foto: Pixabay, Alexas Fotos

Der passende Kindergarten, die passende Kita

Tipps, worauf Eltern bei der Auswahl der Kita, des Kindergartens achten sollen. Den idealen Kindergarten, die ideale Kita gibt es nicht – und wer jetzt sagt, „aber doch, unserer!“, der kann sich wirklich freuen. Natürlich können sich die Eltern vieles nicht aussuchen: In manchen Städten sind sie froh um einen Platz bis 16:00 oder eine Einrichtung die gut zu erreichen oder zu bezahlen ist. Trotzdem kann man sich ja manchmal doch zwischen zwei oder drei Kitas entscheiden. Hier ein paar Anregungen, worauf Mama und Papa dann achten sollten:

Das Kita-Konzept

Manche Häuser verteilen lange Handbücher mit pädagogischem Fachchinesisch, um ihre Kompetenz darzustellen. Hmmm, sie sollen doch mit Kindern gut umgehen. Fällt das bei aller Theorie nicht hinten herunter? Aber ein klares, gutes Konzeptpapier mit wichtigen Infos ist als Grundlage gut. Darin steht hoffentlich Folgendes:

  • Öffnungszeiten? Wenn die Einrichtung Freitags um 12:00 Uhr schließt, der Arbeitgeber aber sein Büro bis 15:00 besetzen will, wird es schwierig, nein – schlicht unmöglich.
  • Wie ist der Start geplant? Ähnlich wie beim ersten Arbeitstag in Mamas Büro kann man daraus eine Menge für die Wertschätzung des Kindes als Neuankömmling lesen. Gibt es Schnuppertage? Hat mein Kind einen großen „Paten“, ein älteres Kind, das den Start erleichtert?
  • Was lernen die Kinder im Kindergarten? Und wie? Musikalische Früherziehung, Kinderenglisch, Naturwissenschaften für Kinder? Schön, wenn die Kleinen Anregungen bekommen, zu viel ist allerdings auch nichts. Wissenschaftler haben nämlich herausgefunden, dass Kinder bei zu großem Angebot präsentierter Lerninhalte weniger auf die Idee kommen, selbst aus eigenem Antrieb zu lernen. Zum Beispiel zu spielen, existenziell für die kindliche Entwicklung. Wem etwas Wichtiges fehlt, kann dies selbst meist problemlos nach dem Kindergarten ausgleichen und den Sohn zur Musikstunde o.ä. bringen.
  • Entwicklungsgespräche? Soll es sie geben und wie sind sie geplant? Darüber kann man ruhig einmal genauere Fragen stellen. Sehr wichtig ist auch, ob sich die Erzieher zwischendurch mit den Eltern über das Kind austauschen. Bei diesen „Zwischen-Tür-und-Angelgesprächen“ erfahren Eltern oft eine Menge Neues über ihr Kind.
  • Kooperation mit benachbarten Grundschulen? Das scheint Eltern von Zweijährigen weit weg, kommt aber ganz sicher: Der Sprössling wird Vorschulkind und dann ist ein sanfter Übergang zum neuen Lebensabschnitt „Schule“ sehr hilfreich.

Das Kita-Personal

  • Offensichtlich ist der Personalschlüssel (=Betreuer pro Kind), der bei oft günstigeren städtischen Kindergärten höher ist, als bei privaten. Doch der Personalschlüssel sagt wenig über das Engagement der Erzieher aus.
  • Ein großer Punkt ist Sympathie. Das eigene Kind muss jahrelang mit den Erziehern auskommen. Ein wichtiger Punkt also: Wie sympathisch sind die Menschen, die dort arbeiten? Werden Fragen beantwortet oder ausweichend beschieden? Wie reagieren die Zuständigen auf die Fragen anderer Eltern – als Beobachter kann man das ganz gut einschätzen: Nehmen sie sie ernst oder wiegeln sie sie ab?
  • Ein zweiter Punkt ist Kompetenz: Wieviel Erfahrung bringen die Leute mit und nicht zuletzt: Wie engagiert erscheinen sie? Toll ist auch einmal ein männlicher Erzieher – ist dieser allerdings unsympathisch, heißt das auch nichts.
  • Kleiner Tipp: Vertreter des Elternbeirates sind bei Tagen der offenen Tür manchmal dabei: Sie sehen die Einrichtung aus der Eltern-Perspektive, geben also andere Auskünfte als Erzieher – Ansprechen lohnt sich!

Andere Eltern

Bei Elterninitiativen hat man häufig viel Kontakt mit anderen Eltern – die sollten einem dann auch prinzipiell sympathisch sein. In manchen Einrichtungen sehen die Eltern einander nur beim Bringen und Holen der Kinder. Aber wer das zum Austausch nutzt, bekommt sicher mehr Insiderinfos als andere. In manchen großen Kitas wird unter Eltern noch nicht einmal gegrüßt – das ist sicher kein Pluspunkt. Schließlich will man ja auch dem eigenen Kind ein bisschen Höflichkeit beibringen. Und wie soll es das lernen, wenn die Eltern der Kindergartenfreunde an Mama vorbeischauen?

Andere Kinder

Ein schwieriges Thema, denn zumeist finden die Tage der offenen Tür ja ohne andere Kinder statt und die beiden großen Nachbarjungs, vor denen die Dreijährigen Angst haben, gehen vielleicht sowieso ab Herbst in die Schule. Schön ist es schon, wenn das Kind zu Beginn schon ein paar Kinder kennt – aber je nach Kind ist es manchmal auch nicht ganz so wichtig. Denn Kinder befreunden sich schnell.

Wichtig allerdings, gerade bei den immer zahlreicheren Einrichtungen, die Kinder aller Altersklassen aufnehmen: Gibt es Kinder im selben Alter und Entwicklungsstadium? Denn ein Vierjähriger wird sich auf Dauer mit ausnahmslos Zweijährigen wahrscheinlich langweilen. Nicht ganz unwichtig allerdings, ob Freunde aus dem Kindergarten einmal mit dem eigenen Kind in die Schule gehen werden oder überhaupt in der Nachbarschaft wohnen. Ersteres kann den Schulstart erleichtern. Kinder in der Nachbarschaft sind schöner für Eltern und Kind: Dann müssen nicht alle zum Freundebesuch durch die ganze Stadt oder viele Kilometer über Land.

Die Räumlichkeiten

Wegen des gesetzlich festgelegten Krippenausbaus sind viele Häuser dazu übergegangen, eine Kooperationseinrichtung mit Kindern von 0-6 Jahre zu werden. Manche haben dazu noch ein teiloffenes oder offenes Konzept. Das kann dann schon einmal 150 Kinder in einem Riesenhaus bedeuten. Manche Einrichtungen haben das richtig gut im Griff, können die Kleineren von den Größeren trennen, wenn es nötig ist und haben trotz eines offenen Hauses immer wieder kleinere organisatorische oder räumliche Einheiten, um den Kindern Sicherheit zu bieten. Da hilft nur: Fragen!

  • Manche privaten Träger beeindrucken Eltern mit niedlichst bemalten Wänden – schön, aber das ist dem eigenen Kind höchstwahrscheinlich herzlich egal. Es gibt nette kleine Elterninitiativen, die aber unter Platzmangel, gerade draußen, leiden. Mit einem Rundgang hat man das schnell heraus.
  • Das Kindergartenessen ist auch immer wieder ein wichtiges Thema bei der Entscheidung für einen Kindergarten. Gut, es sollte nicht zu 100% aus Fastfood bestehen. Aber wenn sonst alles passt und nur der Bio-Anteil des Essens zu niedrig ist?

Der Weg

Geht man einmal zum Sprechtag hin, ist noch alles o.k. Aber 4 Jahre lang dreimal umsteigen und dann noch der lange Fußweg mit dem trödelnden Sohnemann? Wer nicht mehr im Buggy sitzt, geht erst einmal seeehr langsam mit kurzen Beinen und gesundem Interesse an seiner Umwelt (sprich jedem Steinchen und Stöckchen auf dem Weg) Wer alleine fürs Hinbringen zuständig sind, wird diesen Weg 4 mal täglich, 5 Tage die Woche machen. Der Weg kann also durchaus zum k.o.-Kriterium werden.

Kind und Kindergarten müssen passen

Last but not least: Bei all den Informationen und Überlegungen das eigene Kind nicht vergessen. Braucht der Nachwuchs unbedingt viel Auslauf oder ist das Bastelangebot ganz wichtig? Ist es besser, wenn sie mit ihrer Freundin in die Einrichtung kommt oder kann sie nicht genug Anregung von anderen Kindern bekommen? Die Mutter aus der Nachbarschaft schwärmt vom Kindergarten mit der tollen Ausstattung? Aber ob der sehr streng geregelte Tagesablauf zu der eigenwilligen Tochter passt?

Anschauen, fragen, überlegen, entscheiden – viel Glück!

Foto: Pixabay, ptra

Spielzeug waschen – was geht, was geht nicht?

Zack, schon ergießt sich das Limonadenglas über die Spielzeugkiste, das Eis tropft der Puppe auf den Bauch. Und dann? Wie verhindere ich das Drama, das ein in der Waschmaschine gerupftes Kuscheltier unweigerlich hervorruft? Es gibt Menschen , die aus dem Waschen von (gebrauchtem) Lego und dem Weiterverkauf ein Geschäft machen. Aber wie sieht das mit anderen Spielsachen aus?

Was geht in die Maschine, welche Flecken müssen drin bleiben? 

Hier das Ergebnis der Recherche bei verschiedenen Spielzeugherstellern zum Thema „Spielzeug waschen“.

 

Die Unempfindlichen: Playmobil

Das obige Geschäftsmodell für Lego ist auch auf Playmobil anwendbar: Das Zeug ist ziemlich unempfindlich: Bei dreißig Grad drehen sich die Teile in der Waschmaschine im Kissenbezug völlig schadenfrei. Der Bezug ist allerdings wichtig, damit kein Kleinteil in der Trommel verloren geht. Die Playmobilteile bestehen aus sehr heiß gebranntem Kunststoffgranulat, das deshalb auch höhere Temperaturen aushalten würde. Das gilt für alle Playmobilteile, auch zum Beispiel der biegsame Schlauch des Feuerwehrautos. Details der Figuren wie zum Beispiel dunkle Augen und Schnauzen der Playmobil-Pferde wurden gleichfalls aus Granulat gebrannt und sind beim Waschen absolut unempfindlich.

Einzige Einschränkung: Bei bedruckten Einzelteilen könnte sich in der Waschmaschine der Aufdruck durch Reiben aneinander lösen – solch ein Teil (zum Beispiel ein Ritter mit einem Kreuz auf der Brust oder ein Auto mit dem Aufdruck „Polizei“) am besten einzeln oder in der normalen („weichen“) Wäsche mitwaschen.

Lieber nicht: Schleich

Schleichtiere und -figuren sehen auf den ersten Blick fast genauso unempfindlich aus, wie die Playmobil-Kollegen. Die Qualität ihrer Produkte sowie die unbestrittene Naturtreue müssen Eltern auch erst einmal bezahlen. Doch wenn das oben beschriebene Saftglas in eine Schleich-Kiste fallen sollte, können Mama und Papa sich schon einmal den Abend fürs einzeln putzen frei nehmen – die Tiere sind nicht in der Maschine zu waschen. Auch auf die Lösung, alle Figuren in Wasser oder Lauge zu tauchen (hilft ja auch schon), lässt sich der Hersteller nicht für alle Produkte festnageln, lediglich für Fische ist die Aussage klar: Sie seien schadenfrei komplett zu wässern. Aber ob das Saftglas nur auf Wassertiere fällt?

Die Kombination macht es schwierig: Puppen von Baby Born

Die Qualitätsbeauftragte von Zapf Creation gibt fundierte Auskunft: Bei Babypuppen ergibt sich die Schwierigkeit, dass einige Teile aus PVC (Kopf/Hände) und einige Teile aus Stoff sind. Wäscht man nun die ganze Puppe in Handwäsche kann sich beim Eintauchen Feuchtigkeit in den PVC-Teilen sammeln, die nicht trocknet und auf Dauer die ganze Puppe verkeimt. Lieber also die Plastikteile mit einem feuchten Lappen abwischen und auch den weichen Körper nur oberflächlich mit einem feuchten Lappen reinigen.

Bei Puppen mit elektronischem Zubehör verbietet sich ein Baden ja von selbst. Aber auch Puppenkleidung sollte nur per Handwäsche gewaschen werden, für den Gang in der Waschmaschine sind sie oft nicht fest genug genäht.

Und Stofftiere?

Stofftiere kann man generell im handwarmen Wasser mit einem milden Handwaschmittel sanft baden und abrubbeln. Das gilt natürlich nur, wenn keine PVC- oder elektronischen Teile integriert sind – im ersten Fall ergibt sich das Puppenproblem (siehe oben), im zweiten Fall ist die Elektronik wahrscheinlich hin. Natürlich gibt es qualitativ hochwertige Stofftiere, deren Verarbeitung, Füllmaterial und so weiter darauf ausgerichtet ist, dass das Tier in die Waschmaschine kann. Die Plüschtiere von Nici beispielsweise kann man bei 30 Grad im Schonwaschgang waschen – dabei aber lieber kein Vollwaschmittel und Weichspüler verwenden!

Bei allen anderen sollte man dem Familienfrieden zuliebe die Handwäsche nehmen. Übrigens: Kommt der Nachwuchs mit Kopfläusen aus dem Kindergarten, raten rückständige Apotheker noch immer dazu, alle Kuscheltiere bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine zu waschen – das würden viele wohl nicht schadlos überstehen. Besser – und viiiel einfacher: Die Kuscheltiere für eine Woche luftdicht in Plastiksäcke sperren – das überleben dann die Kopfläuse nicht! Alle anderen Flecken bleiben natürlich drin.

Holzspielzeug, speziell Holzschienen

Das haben wir uns gedacht: Holzspielzeug ist schön und umweltfreundlich – aber natürlich kann es nicht in die Spülmaschine, da das Holz sonst quillt. Also bei Brio & Co: Feuchtes Tuch und abwischen! Bei Brio sind auch die Kunststoffteile nicht unbedingt maschinenwaschbar. 

Foto: Pixabay, Esi Grühagen

Schulmaterial-Kauf – geht das billig?

Alle Jahre wieder – zum Schuljahresbeginn steht Schulmaterial kaufen auf dem Familienplan: Hefte, Bücher, Stifte, Material für Kunst und Werken – das geht ins Geld, jedes Jahr. Geht das denn auch billiger, kann man vielleicht ein bisschen sparen? Im Prinzip ja, aber bitte nicht überall:

Sparen ja:

  • Hefte, Blöcke und Papier. Die muss man nicht im Fachgeschäft kaufen, sondern kann sie auch im Fünferpack beim Discounter oder Ein-Euroshop auf Vorrat erwerben. Oder dieses Schulmaterial im Internet bestellen und da schnell das günstigste Angebot aussuchen.
  • Achtung allerdings für Grundschuleltern: Die Linienführung ändert sich bis zur vierten Klasse jedes Jahr (Liniertes Papier), aber dann kann vielleicht das jüngere Geschwisterkind die übriggebliebenen Hefte zwei Jahre später nutzen. Wer zwischendurch ein bis zwei Seiten zusätzlich benötigt, kann diese auch bei uns ausdrucken (Vorlagen für liniertes Papier)
  • Achtung auch bei den Vorgaben der Lehrer „mit Rand“ oder ohne sowie 16 oder 32 Blatt – das wird mal strenger, mal weniger streng gehandhabt – das darf man aber auch schon vor den Sommerferien bei Lehrerin oder Lehrer erfragen.
  • Außerdem sparen bei: Turntrikots, Malkittel, Stiftebecher, Schlamper-Mäppchen, Schnellheftern… Klar sind sie toll mit dem Aufdruck von Prinzessin Lillifee, Monster High oder dem Lieblingsfußballverein. Muss aber nicht sein. Schließlich zahlen Eltern sonst die Lizenzgebühren mit.

Sparen leider nein bei:

  • Füller
    Den sollten Eltern auf jeden Fall im Fachgeschäft kaufen, und ihn vorher vom eigenen Kind ausprobieren lassen. Gerade beim allerersten Füller ist das wichtig: Haben doch viele Hersteller Varianten, die vor allem zum Schreiben lernen geeignet sind. Außerdem wichtig: Braucht das Kind einen Linkshänder-Füller?
  • Schulranzen
    Ein Schulranzen muss auf den Rücken passen und zwar so gut wie möglich. Eltern von Schulanfängern können sich vielleicht nicht vorstellen, welche Gewichte ihre Kinder in den nächsten Jahren auf ihren schmalen Rücken tragen müssen. Das wird immer mehr. Und die Angewohnheit, dass Kinder heute oft in Grundschulen ihre Schulsachen lagern können, führt zu einem negativen Phänomen: Die Kinder nehmen täglich fast alles nach Hause mit, damit sie auf jeden Fall immer alle Schulsachen parat haben.
  • Material zum Malen und Basteln: Wer hier spart, tut dies zu Lasten des eigenen Kindes: Die günstigen Wassermalfarben leuchten lange nicht so schön und die günstigen Buntstifte brechen ständig ab, die Pinselborsten zerfasern beim Malen, die Schere schneidet kaum. Auch hier also: Markenartikel machen einfach dem Kind mehr Freude und motivieren besser zum Malen und Basteln.
  • Turnschuhe…
    Brauchen Kinder manchmal sogar mehrfach im Jahr, wenn die Füße wachsen. Hier muss es nun nicht immer für den Schulunterricht die superteure Markenversion sein – aber natürlich sollen die Schuhe belastbar sein und vor allem: Passen. Zum Checken der aktuellen Schuhgröße unsere Vorlage zum Ausdrucken
  • Zeit sparen
    In vielen Familien ist Zeit eine fast noch kostbarere Währung als Geld. Dazu ein Tipp: Wer beim Besorgen der vielen Kleinigkeiten zum Schulanfang Zeit sparen will, geht am besten in ein gutes Schreibwaren-Geschäft. Auf Nachfrage bieten viele nämlich an, die Liste komplett zusammen zu stellen. Also einfach Schul-Liste abgeben, etwas anderes tun und später das Paket mit Heften, Stiften und Blöcken wieder abholen. Gut, das spart sicher nicht sehr viel Geld. Aber ungemein Zeit und Nerven…

Foto: PublicDomainPictures from Pixabay 

Zahlenschwäche Dyskalkulie – was tun?

Mathe war und ist selten das Lieblingsfach – sowohl von Schülern heute als auch früher, als Eltern und Großeltern noch Schüler waren. Wessen Kinder Mathematik lieben – die können hier aufhören zu lesen.

Alle anderen fragen sich vielleicht manchmal, ob der Nachwuchs nicht an einer Rechenschwäche leidet – oder einfach nur zu wenig Rechnen geübt hat?

Was ist Dyskalkulie?

Erstmal ganz schrecklich trocken: Dyskalkulie ist eine sogenannte Teilleistungsstörung ähnlich wie Legasthenie, die schon länger bekannt ist. Dyskalkulie-Kinder haben es schwerer, mit Zahlen umzugehen und deshalb Schwierigkeiten in der Schule.

Das bedeutet aber gar nicht, dass ein Dyskalkulie-Kind dumm ist. Das Kind hat die Mathematik, so wie sie ihm in der Schule erklärt wird, nicht verstanden. Möglicherweise kann es sie aber mit anderen Erklärungen verstehen oder braucht einfach in diesem Bereich etwas länger als seine Altersgenossen.

„Es liegt weder an der Intelligenz des Kindes, noch an Faulheit, wenn ein Kind rechenschwach ist.“ sagt Diplom – Psychologe Georg Troumpoukis vom Mathematischen Institut zur Behandlung der Rechenschwäche in München.


Infos und Link zu einem Dyskalkulie-Forum mit Fragemöglichkeit bei Einzelfällen:

Mathematische Institute zur Behandlung von Rechenschwäche

Nicht nur „schlecht in Mathe“: Mögliche Folgen von Dyskalkulie

Die Folgen von Dyskalkulie können viel schlimmer sein als nur eine schlechte Note in Mathe. So können die ständigen Misserfolge zu Schulangst und zu genereller Unlust führen, überhaupt etwas zu lernen. Das Kind kommt sich möglicherweise generell unfähig vor und verliert sein Selbstbewusstsein auch in anderen Fächern. Schließlich werden in der Grundschule alle Fächer meist von dem gleichen Lehrer gegeben – da ist ein Stigma schnell da. Lehrer sind außerdem oft nicht speziell ausgebildet – sie erkennen eine Dyskalkulie also häufig nicht.

Warum erkennt man Dyskalkulie manchmal erst spät?

Dyskalkulie-Kinder sind häufig normal oder sogar überdurchschnittlich intelligent. So fällt diese Schwäche oft erst in der weiterführenden Schule auf. In der Grundschule hatte das Kind den Stoff auswendig gelernt, ohne die Grundlagen zu verstehen. Gerade lernstarke Kinder tun so etwas.

Manche Kinder merken sich Zahlen und Rechenwege allerdings einfach schlecht. Das liegt aber dann meist nicht an prinzipieller Vergesslichkeit, sondern daran, dass die Kinder die Rechenwege nicht verstanden haben. Da unser Gehirn sich lieber Zusammenhänge merkt, vergessen die Kinder öfter etwas, wenn sie es eben nicht verstanden haben.

Wie erkennt man Dyskalkulie?

Jedes Dyskalkulie-Kind hat andere Probleme mit der Zahlenwelt: Oft fehlen grundlegende Dinge, wie das Erkennen von Mengen, und Größen. Oder es wird der Zusammenhang von Rechenarten nicht verstanden – beispielsweise dass das Malnehmen eine Fortsetzung von Addieren ist (2+2+2 = 3×2).

Dyskalkulie-Kinder rechnen oft ziffernorientiert, nicht zahlenorientiert. Das bedeutet, dass sie es gar nicht schlimm finden, wenn sie die Reihenfolge der Ziffern einer Zahl einfach beim Rechnen  umdrehen, wenn sie dadurch leichter einen Rechenweg finden können. 

Was tun?

Dyskalkulie ist sehr vielschichtig – oft hat das Kind einige Grundlagen einfach nicht verstanden und sich in den Folgejahren intelligent „durchgemogelt“. Es hat sich seine eigenen Regeln gebastelt, wie es richtig sein könnte. 

„Wichtig ist, dass die Eltern einen Blick dafür bekommen, wie ihre Kinder mathematisch genau vorgehen und vor allem, dass sie irgendwie vorgehen“, sagt Psychologe Troumpoukis. Denn dann kann man Maßnahmen ergreifen um den Denkfehler umzuprogrammieren.

Denn es ist möglich, eine Dyskalkulie in zu verbessern, und die mathematischen Denkverirrungen zu beseitigen. Dafür braucht man aber professionelle Hilfe. Und dies ist nicht billig: Circa 230 Euro im Monat kostet eine Therapie mit wöchentlicher Sitzung. Unter bestimmten Voraussetzungen können Eltern die Dyskalkulie-Therapie ihres Kindes durch das Jugendamt oder Fonds fördern. Also: vorab beraten lassen! Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, als Eltern spezielle Kurse zu besuchen, um den eigenen Kindern besser helfen zu können. Ein zweischneidiges Schwert, schließlich ist die Situation zu Hause oft schon ganz schön belastet. Aber besser als nichts allemal.

Was nicht tun?

Nutzloses Üben bringt gar nichts, wenn man die falschen Denkwege nicht erkennt. Im Gegenteil. Nicht nur, dass es alle Beteiligte Zeit und Nerven kostet und nichts dabei herauskommt. Das Üben der falschen Denkwege verfestigt diese auch noch. Der Experte aus eigener Erfahrung: „Nachhilfe bleibt hier in den meisten Fällen erfolglos, weil diese nicht das Problem an der Wurzel packt. Und meist ist die häusliche Übungssituation emotional so sehr belastet, dass ein reibungsloses Zusammenarbeiten nicht mehr möglich ist.“

Kinder sind allein nicht in der Lage, zu übersehen, wo sie Defizite haben und diese selbständig aufzuarbeiten. Deshalb darf man sie mit dem Problem nicht alleine lassen.

Je früher, je besser

Klar ist – je früher eine Rechenschwäche erkannt wird, desto schneller kann man sie ausgleichen, desto weniger Frust kriegt das Kind und Folgen wie generelle Selbstbewusstseinsprobleme oder Schulunlust treten gar nicht auf.

Rechenspiel Shut the Box

Ein guter Tipp, Kindern allgemein mit Spaß die Zahlenwelt nahezubringen:
Shut the box, ein Zahlenspiel aus Englands Pubshttp://www.familothek.de/shut-the-box-regeln.html
Ziel des Spiels ist es, möglichst schnell die kleinen Holztafeln des Spielbretts, die mit Zahlen beschriftet sind, weg zu klappen. Das ist möglich, da die Tafeln durch Scharniere am Spielbrett befestigt sind. Die Spieler würfeln mit zwei Würfeln und können dann die gewürfelte Zahl nach verschiedenen Regeln wegklappen. Wer es als erster schafft, ist Sieger.

Eine Vorlage von Familothek finden Sie hier http://www.familothek.de/vorlage-spiel-shut-the-box.html.

Das Spiel gibt es mit den Ziffern 1 bis 10 oder bis 12. Man kann auch Plättchen mit den Zahlen beschriften und weglegen oder umdrehen.

Falls Sie auch nach „Shut the Box“ süchtig werden und eine richtig stabile Spielvorlage kaufen wollen, diese gibt es unter anderem hier:

Oder man nimmt die elektronischen Versionen:
http://itunes.apple.com/de/app/shut-the-box-classic/id344291486?mt=8
http://www.freeware.de/download/shut-the-box_26083.html

Noch eine Möglichkeit, den Spaß an Zahlen zu fördern: Magische Zahlenspiele – eine Rezension bei uns http://www.familothek.de/magische-mathematik-spiel.html


Illustration: Isabelle Dinter

Es war einmal…. Märchen heute vorlesen?

Schneewittchen, Frau Holle, Rotkäppchen… wie zeitgemäß sind Märchen heute?

Wenn in den Radionachrichten von Grausamkeiten die Rede ist, schalten Eltern um, wenn ihre Kinder dabei sind. Und niemand käme auf die Idee, den Nachwuchs unter zehn in neueste Horrorstreifen zu schleppen. Aber gleichzeitig sollen wir ihnen Geschichten von Hexen im brennenden Ofen, abgehackten Fersen und ausgestochenen Augen vorlesen?

Trotzdem – viele Kinder lieben Märchen Die klare Aufteilung in gut und böse und die recht einfache Struktur machen sie kindgerecht. Märchen bieten Orientierung in der kindlichen Welt: Gut und böse ist sehr klar verteilt und meistens gewinnt das und der Gute.

Aber: Werden mit den Märchen nicht auch die antiquierten Vorstellungen des Mittelalters an unsere Kinder vermittelt? Schöne Königstöchter werden prinzipiell als Gewinn an Märchenhelden vergeben, grausame Strafen für Vergehen (teeren, federn und so weiter) sind an der Tagesordnung.

Davon abgesehen: In vielen alten Geschichten und Fabeln steckt eine Menge Lebensklugheit. Da ist der kleine Held schwach und wird unterschätzt, kommt aber mit Witz und Intelligenz zum Ziel (Sieben auf einen Streich / Däumeling). Stellvertretend durchleben unsere Kinder mit Märchen Konflikte – in einer fantastischen Welt und deshalb wie im Spiel für sie. Märchen regen die  Fantasie an, und auch dies ist eine schöne Wirkung. Und gerade die überlieferten alten Märchen aus dem deutschsprachigen Raum bieten den allerersten Zugang zu unserer Kultur.

Also dann doch Märchen – aber wie und wann?

Zuerst einmal: Nicht jedes Märchen ist für jedes Kind in jedem Alter geeignet. Wer ein schreckhaftes Kind mit eher zu viel Fantasie hat, sollte vielleicht nicht schon der Dreijährigen „Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen“ vorlesen. Also lieber vorsichtig anfangen und immer beobachten, wann es genug ist. Und Märchen erst einmal vorlesen, bevor man die CD oder gar DVD einlegt. Das Vorlesen hat den Vorteil, dass Eltern ihren Kindern ungewohnte Situationen erklären können: Dass man heute solche grausamen Strafen in unserem Land nicht mehr verhängt; dass früher die Mädchen eben nicht gefragt wurden, wen sie heiraten wollten, sie heute selbst entscheiden, und so weiter. So nähern sich Große und Kleine gemeinsam Schritt für Schritt der wunderbaren, fantastischen und vielseitigen Welt der Märchen.

Hier eine Sammlung der besten Märchenlinks im Internet

  • Hier kann man nicht nur Märchen kostenlos im Internet lesen, sondern sich sogar als Newsletter  per E-Mail zusenden lassen: http://www.internet-maerchen.de/
  • Diese private Homepage bietet neben vielen verschiedenen klassischen Autoren auch eigene Märchen, sowie antike Sagen und antike Autoren, ethnische Märchen und sogar englischsprachige Elemente. http://www.maerchen.net/ Die Aufmachung der Webseite ist Geschmackssache, aber als Märchenfundus unendlich vielseitig.
  • Auch bei Spiegel Online kann man beim Gutenberg-Projekt Klassische Literatur online lesen – darunter natürlich Märchen, Geschichten, Fabeln. Zum Beispiel alle Märchen von Hans Christian Andersen, kostenlos: http://gutenberg.spiegel.de/
  • Auf dieser Seite kann man Grimms Märchen in verschiedenen Sprachen lesen und als Hörbuch anhören: http://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/index
  • Wer die Kurzfassungen lesen will, um sich schöne Märchen auszusuchen: http://www.maerchen-archiv.de/

Image by Johannes Plenio from Pixabay 

Kinder zum Zähneputzen animieren

„Zähne putzen macht mir Spaß, in der Hand ein Wasserglas…“ So tönt es hoffnungsfroh von der Kinderlieder CD. Die Realität sieht viel zu oft anders aus: Kariöse Zähne schon mit drei oder jeden Abend ein Wutanfall im Bad.

Wie kriegt man die Kleinen bloß zum Putzen?

Lieder, Gedichte, Geschichten und absolute Kompromisslosigkeit

Zahnputzlieder, kleine Geschichten und Reime helfen gerade Kleineren, das Zähne putzen wie ein Spiel aussehen zu lassen. Manche lassen sich auch mit lustigen, selbst ausgesuchten Zahnbürsten oder einer elektrischen Zahnbürste eine Zeitlang überzeugen. Auch immer die Kinderzahnpasta wechseln kann erst einmal helfen – schließlich haben diese für Eltern oft ungeniessbaren Zahnpasten unterschiedliche Geschmacksrichtungen.

Irgendwann merken die meisten Kinder, dass Zähneputzen ein „Muss“ ist. Und welches Trotzkind mag schon gerne ein „Muss“? Da hilft dann nur die hundertprozentige Konsequenz, inklusive Brüllen, Zappeln lassen und festhalten. Wer meint, dass sei doch nicht nötig, dem sei gesagt: Niemand würde sein Kind einfach so auf die Straße laufen lassen, nur weil es Lust dazu hat. Klar, einmal Zähneputzen auslassen ist nicht so schlimm, aber wenn das einreisst, wird es schlimm….Kinderzahnärzte berichten von Zweijährigen mit acht kariösen Milchzähnen und der Reaktion der Mutter „Er putzt eben nicht gerne….“.

Vorbilder zeigen

Den absoluten Klassiker zum Thema Zähne putzen, Karius und Baktus gibt es übrigens hier:
http://www.dailymotion.com/video/xbdk4_karius-und-baktus_school

Obwohl ja diskutiert wird, ob die zwei netten Männchen nicht zu nett dargestellt werden – nämlich so nett, dass die Kinder sie im Mund haben und nicht vertreiben wollen….Aber wenn Eltern und Kinder Film oder Buch gemeinsam ansehen, können Eltern schon dafür sorgen, dass Kinder das Richtige aus der Geschichte herauslesen. Darüberhinaus gibt es noch viele weitere neue Kinderbücher zum Thema Zahnpflege.

Drastisch, aber je nach Kind ein Ausprobieren wert: Dem Kind deutlich zeigen, wozu es führt, wenn man sich nicht die Zähne putzt. Anschauungsmaterial findet man beispielsweise hier: http://www.lda-lsa.de
Unsere Vorfahren haben sich nämlich nicht die Zähne geputzt und Schädelfunde von Frühmenschen zeigen deutlich deren kariöse Zähne. Aber bitte dabei nicht warnen oder gar drohen „das passiert Dir auch“, sondern einfach mal zeigen, wie das bei anderen war. Vielleicht geht es weniger drastisch, beispielsweise wenn der Hund Mundgeruch hat…

Sehr gut ist auch die Argumentation mit den Süßigkeiten: Wer nicht Zähne putzt, darf keine Süßigkeiten essen, damit die Zähne nicht kaputt gehen. Zwar liebt nicht jedes Kind Süßigkeiten – die meisten aber schon!

In welcher Lage?

Hilfreich – und manchmal kommt man nicht darauf – mit dem Kind die ideale Lage suchen, um die Zähne zu putzen. Das kann sitzend auf dem Schoß sein, auf dem geliebten Sofa oder auch im Bett – Hauptsache, das Kind lässt putzen. Eine gute Zahnputzposition ist es, das Kind den Kopf in den Schoß des Putzenden legen zu lassen. Man kommt an alle Zähne heran und kann das Kind im Zweifel festhalten. Auch die Fernsehablenkung hilft natürlich – sollte aber lieber nicht zur Gewohnheit werden.

Blau im Mund – schlecht geputzt!

Ein Tipp für etwas ältere Kinder, die bereits verstehen, dass Zähne putzen wichtig ist, aber öfter einmal „keine Lust“ haben: Eine Flüssigkeit, die, wenn man sie 30 Sekunden im Mund hat, den Zahnbelag blau färbt.  Die Luxusversion ist ein ähnlicher Test beim Zahnarzt: Hier werden phosphorisierende Lösungen genutzt, die den Zahnbelag im Schwarzlicht sichtbar machen – cooooler Effekt!

Die blaue Lösung oder Tabletten mit gleichem Effekt bekommt man im Handel – sie ist absolut ungefährlich und ab und zu damit gespült, hält das Engagement beim Zähne putzen aufrecht. In der Drogerie nachfragen!

Mehr dazu bei uns:

Wie putzt man Kinderzähne richtig?

Einmal im Halbjahr: Besuch beim Kinderzahnarzt

Was tun bei Zahnunfall

http://www.familothek.de/bilderbuecher-milla-zahnfee-gewinnen.html

Medien zum Thema:

   

Plaque-Tests und Einfärbetabletten für die Zähne:

 

Illustration: Isabelle Dinter

 

 

Wie kommen wir ohne Trotzanfall nach Hause?

Neeeein, ich will nicht nach Hause“ – die dreijährige Sofia wirft sich brüllend in den Sand des Spielplatzes. Andere Eltern schauen auch schon herüber, denken vielleicht „Puh, ich heute nicht“. Ruhig bleiben, ist hier wieder einmal angesagt. Und darüber hinaus gibt es gerade in dieser Situation Möglichkeiten, den Abschied etwas zu erleichtern:

  • Kinder haben bis zum Schulalter keinerlei Zeitgefühl. Sie müssen also nicht wissen, dass es jetzt bald Zeit für das Abendessen ist, auch wenn die Sonne schon lange Schatten wirft. Deshalb sollten Sie Ihr Kind auf jeden Fall darauf vorbereiten, dass bald der Abschied naht. Und zwar am besten 5-10 Minuten vorher, damit sich das Kind darauf vorbereiten kann.
  • Ist es dann soweit, lassen Sie am besten das Handy klingeln (um den Ablauf der fünf Minuten anzuzeigen). Dieses Wunderding wird interessanterweise lieber akzeptiert, als die Stimme von Mama. Mehr dazu hier: Erziehen Sie auch mit Eieruhr?
  • Wenn Sie Glück haben, gehen die Eltern eines Freundes noch ein Stück Weg mit Ihnen nach Hause. Am besten verabreden Sie sich gleich zu Beginn für eine Heimgeh-Zeit.
  • Manche Kindern hilft es, sich nicht nur von Menschen, sondern auch von den Dingen zu verabschieden. „Tschüss Schaukel, bis morgen“, oder „Wiedersehen Trampolin“ kann Mutter und Kind einen stressfreien Heimweg bescheren. Beliebt ist es auch, wenn die Kleinen sich vorstellen können, dass die Rutsche jetzt schlafen geht. Dann sollten allerdings nicht noch zwanzig ältere Kinder darauf herumturnen.

Foto: Tumisu from Pixabay

Adventskalender basteln für Kinder – kostenlose Vorlage

Dies ist eine Vorlage für einen Adventskalender, der jeden Tag im Advent den Kindern etwas nicht Materielles schenkt. Also: Einen Gutschein, ein Lob, eine Idee, etwas gemeinsam zu unternehmen.

Mehr Ideen dazu hier, auch für materielle kleine Geschenke.

Man kann diese Vorlagen für Adventskalender auf DINA 3 oder DIN A4 herstellen – die Schulheft-große Variante ist etwas klein, aber manchmal hat man ja nicht mehr Platz. Sonst ist die Version DINA 3 zu empfehlen:

Unser Adventskalender zum Selber basteln:

  • Die Blätter der Adventskalender-Vorlage ausdrucken. Die Vorlage ist bei uns in DIN A4 oder DIN A3 gespeichert. Zum Ausdrucken der großformatigen Variante entweder den A3 Drucker benutzen oder eine A3 Version im Copyshop ausdrucken lassen.

 

  • Auf der unteren Seite der Vorlage Lob, Idee oder Gutscheintext in die Kästchen schreiben.

 

  • Auf der oberen Seite die einzelnen Vierecke an drei Seiten perforieren – das werden die Kästchen zum Aufreißen. Perforieren können Sie entweder mit einem speziellen Schneidelineal (im Bastelgeschäft besorgen!) oder etwas mühsamer mit dem Papierskalpell also einem scharfen Schneidemesser für Papier.

 

  • Dann Kästchen für Kästchen an der Seite etwas einschneiden und an den Ecken oder Seitenkanten jeweils einen halben Millimeter stehenlassen – an diesem Stück Papier kann das Kind dann am entsprechenden Tag sein Türchen öffnen.

 

  • Nun die obere Seite auf die untere Seite aufkleben – dabei genau arbeiten, damit die Kästchen und ihr Türchen nicht verrutschen. Außerdem nicht vor lauter Eifer die Türchen (Kästchen) mit ankleben.
    Fertig!

Auch selbstgemacht: Ein ganz einfacher Gutschein-Adventskalender

Für die Mütter der „Anti-Bastelfraktion“, Eltern mit wenig Zeit oder wo es dieses Jahr einmal nicht so aufwendige Kalender geben soll: Weihnachtspapier in 24 Stücke schneiden, Text auf die Rückseite schreiben und aufrollen. Die kleinen Papierrollen mit Gold- oder Glitzerstift mit den Zahlen von 1 bis 24 beschriften und entweder an eine Schnur hängen oder in die Taschen vorgefertigter Adventskalender stecken. Diese Variante geht natürlich auch – der gute Wille (und der Gutschein) zählt!

Illustration: Isabelle Dinter www.grafische-visualisierung.de