Animation mit Bildeffekten: Das magische Haus

Ein Film, bei denen sich die Euros an der Kinokasse für den Aufpreis für den 3D Effekt wirklich lohnen: Das magische Haus ist ein liebevoller Zeichentrickfilm für Kinder mit allen Zutaten, die ein junges Publikum ab dem Kindergartenalter so mag: Es gibt eine Katze, einen Zauberer mit Opa- Anmutung, weitere Tiere, sprechende Spielzeuge und am Ende siegt das Gute.

Der Plot ist nicht das, was diese Geschichte aufregend macht, jedenfalls nicht für die begleitenden Erwachsenen: Das schöne Haus eines alten Mannes wird von geldgierigem Neffen während seiner Abwesenheit verkauft. Seine teils magischen und teils tierischen Bewohner lassen sich Einiges einfallen, damit ihr Zuhause nicht verkauft wird…. „Gemeinsam wird man stark“ – das können jedenfalls die zuschauenden Kinder aus der Geschichte lernen. Und sich über die Ideen der skurrilen Bewohner des magischen Hauses amüsieren.

Sehr zauberhaft sind in dem Film auch noch andere Dinge. Neben dem schon erwähnten Ausreizen des 3D Effekts ist da vor allem die Kameraführung, die zum Beispiel aus der Sicht der kleinen Katze Thunder das außergewöhnliche und magische Hause erkundet. Bei der Ausstattung der Räume in dem alten Haus haben sich Grafiker und Animateure so richtig ausgetobt. Alte Masken stehen neben verstaubten Zauber-Apparaten, mechanische Blechpuppen mit Muppetkochmützen backen morgens Pfannkuchen…

Auch bei den magischen Wesen, die das Haus bevölkern, ist ein Feuerwerk von Ideen zu sehen. Mein persönlicher Favorit ist „Edison“ – dessen Glühfaden-Grinsen einfach umwerfend ist! Gleichfalls bereichert wird die Geschichte von dem sympatischen alten Zauberer, dessen Stimme in der deutschen Version Didi Hallervorden ist. Aber seltsam: Der Zauberer im Film sieht auch fast wie die Zeichentrickversion des großen Komikers aus… Nanu, kennt der belgische Filmemacher Ben Stassen (Sammys Abenteuer) Didi Hallervorden persönlich? Vielleicht…

Vorsicht hingegen bei kleineren Kindern mit dem 3D Effekt und den zum Teil wilden Verfolgungsjagden, die das Geschehen sehr nah an die Kinder heranbringen: Da sollte man als Eltern schon überlegen,wie mediengewohnt der Nachwuchs ist, damit niemand mit Angstgefühlen aus dem Kino geht. Trotzdem ist die Geschichte nicht „gruselig“ inszeniert, sondern zeigt den Kleinen eher, dass vermeintlich Unheimliches eine Erklärung hat, wenn auch nicht jeder Trick und jede Konstruktion aufgelöst wird.

Ein netter Kinogenuss „für die ganze Familie“, wie es immer so schön heißt, den man natürlich auch als DVD zu Hause anschauen kann.
Für mehr Infos hier der Trailer https://www.youtube.com/watch?v=akQnmLUfhfw

Zum Nachbereiten oder vorher ist auch die spielerische Website zu empfehlen: www.dasmagischehaus.de

 

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